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Aus dem IghB-Archiv 4

geschrieben von: StefanM

Datum: 18.05.22 20:51

Heute habe ich keine so opulente Bilderserie, dafür etwas anrüchiges
6995rs.jpg


6995.jpg


7179rs.jpg


7179.jpg


8107.jpg

Meine Bilder unterliegen dem Copyright, private Sammlung natürlich ausgeschlossen.
Wer mal über'n Tellerrand schauen will: [www.ighb.de]
EJS = Eduard J, Stiasny - unter diesem Kürzel stelle ich mehrere Beiträge ein. Bitte auch Leitthema dazu beachten!

Re: Aus dem IghB-Archiv 4

geschrieben von: StefanM

Datum: 18.05.22 20:55

Zum folgenden Wagen kann ich gar nichts sagen. Der erinnert an eine Kippmulde bei der Feldbahn. Leider habe ich keine weiteren Bilder dazu.
8283b.jpg

Und jetzt noch ein Wagen mit Detail-Bildern:

9706b.jpg

Dieses Bild spricht tausend Worte. Neben den vielen vorgefertigten Bauteilen, Feldbahnrädern usw. ist die Beschriftung der Waggons im Hintergrund bemerkenswert: Der vordere Waggon ist mit Orenstein&Koppel beschriftet und mit Hakenkreuz beschmiert, während die hinteren beiden bereits das MBA-Logo tragen


9706e.jpg


9706f.jpg

Aber auch da fehlen Bilder aus der Serie

Das war's schon für heute. Die nächsten Tage sind wir in einer Mission unterwegs, die wohl am Samstag mit einem Hilferuf endet...

Meine Bilder unterliegen dem Copyright, private Sammlung natürlich ausgeschlossen.
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2022:05:18:23:03:52.

Re: Aus dem IghB-Archiv 4

geschrieben von: eifelhero

Datum: 18.05.22 22:22

Vielen Dank

gruß aus der Eifel,
Heinz

Re: Aus dem IghB-Archiv 4

geschrieben von: Wolfram D.

Datum: 18.05.22 23:19

Hallo,

vielen Dank für Deine Serie, ich bin sehr angetan und habe schon mehrere mir unbekannte Wagen kennengelernt.

Eine Vermutung habe ich zu dem Dir unbekannten Wagen. Der Berliner Schlachthof besaß Spezialwagen, mit denen Schlachtabfälle vor Ort gesammelt und dann vor die Stadt, nach Rüdnitz in einen Entsorgungsbetrieb gebracht wurden. Von der Gestaltung des Wagens her ("blutdichte" Wanne, Deckel gegen Geruchsbelästigung und Aasfresser, einfache Entleerung) würde der genau dafür passen.

Gruß
Wolfram

Re: Aus dem IghB-Archiv 4

geschrieben von: befehlsturm

Datum: 19.05.22 03:02

Hallo,

den Verwendungszweck "Tierkörperbeseitigung" kann ich mir auch gut vorstellen. Die ursprünglichen Wagen von 1908/1909 sollen zwei eiserne Behälter gehabt haben - einen für Tiere, der andere für Innereien.

[www.albert-gieseler.de]

Grüße aus Charlottenburg
Manja

Spontane Zustimmung!

geschrieben von: Peter

Datum: 19.05.22 10:09

Hallo!
Wolfram D. schrieb:
Der Berliner Schlachthof besaß Spezialwagen, mit denen Schlachtabfälle vor Ort gesammelt und dann vor die Stadt, nach Rüdnitz in einen Entsorgungsbetrieb gebracht wurden. Von der Gestaltung des Wagens her ("blutdichte" Wanne, Deckel gegen Geruchsbelästigung und Aasfresser, einfache Entleerung) würde der genau dafür passen.
Das war auch mein spontaner Gedanke zum Bild.

Als Anregung: Eventuell auch mal unter dem Stichwort "Konfiskatwagen" oder "Konfiskat*" suchen - als solches werden diese Schlachtabfaelle naemlich auch bezeichnet.
Evtl. hat ja jemand schon einmal diesen Begriff gelesen, ohne etwas damit anfangen zu koennen.

Neudeutsch firmieren solche Unternehmungen unter "Eiweiss- und Protein-Recycling" und beliefern die Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharma-Industrie mit aus diesem Abfall gewonnenen Rohstoffen.

Wie immer: Sehr interessant! Dem Faden-Oeffner ein grosses DANKESCHOEN!

Gruss

Peter

+++ Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
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+++ Rechtschreibfehler sind beabsichtigt: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten.
Gegen einen kleinen Obolus biete ich sogar Patenschaften fuer meine Schreibfehler an. Und bald ist Weihnachten ...

Re: Aus dem IghB-Archiv 4

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 19.05.22 10:49

zu den Kohelntransporten sagt keiner was ;)

Der Franzose ist insofern hochinteressant, weil er nur zu einer Seite hin (nöämlich der fotografierten) entladen werden konnte. Möglicherweise diente er zur Feinkohlenbekohlung eines Kesselhauses - ähnliche fotograisch festgehaltene Fahrzeuge gab es auch auf der Zeche Langenbrahm. Die Ansichten des Uacs-Vorläuferns sind natürlich auch interessant, letztendlich sind ja geschweißte Rohrleitungen zu sehen, so daß von einer Druckluftentladung ausgegangen werden kann. Die Muschelscheiber wurden ja auf jeden fall von einem Druckluftzylinder bewegt.

Daß bei dem "Lukenfoto" so viel Zeitkolorit mit hereingerutscht ist, macht uns heute betroffen, aber die radikalen und erzwungenen Umbrüche (Zwangsarisierung und Umbenennung!) werden so sehr offenbar. Trotzdem belibe ich immer bei der Notation OK bzw. O&K und nicht dem aufoktroierten MBA bei der Herstellerangabe.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

seit dem 24.II.2022 bittere Wahrheit in Europa

Re: Aus dem IghB-Archiv 4

geschrieben von: zurichrail

Datum: 19.05.22 11:46

Fäkalienwagen:
Schöne Fabrikaufnahmen einer Bauart, die auch von der Maschinenfabrik Esslingen so hergestellt wurden.
Die Größe des Wagens täuscht, denn der eigentliche Fäkalienbehälter stand auf einem Untergestell, dass mit Blech verkleidet war. Daher in Wagenmitte der Auslauf mit seinem Schieberverschluß, die hohe Position ergibt sich aus der
Anforderung, den Inhalt direkt in Fuhrwerke entladen zu können. Bei der Bundesbahn gab es ca. 20 Stück, die für verschiedene städtische Gemeinden, teilweise noch bis 1960, im Betrieb waren, bekannt sind die Städte Stuttgart, Schwäbisch Gmünd und Esslingen.

Einseitig tiefentladender Kohlewagen:
Ich dachte, lass mal Joachim L. den Vortritt im Kommentieren .....
Die angeschriebene "Societe Houillere de Sarre et Modelle" war so eine Art staatliche/halbstaatliche Dachgesellschaft aller Montanbetriebe in Französisch-Lothringen, also vergleichbar mit dem englischen National Coal Board oder der deutschen Ruhrkohle AG.
Carling war ein bedeutender Zechen- und Kokerei-Standort (Letztere wurde erst 2009 stillgelegt) an der Grenze zum Saarland, nicht weit von Lauterbach.
Wie Joachim L. bereits kommentierte, dürfte der sehr spezielle Wagen ein Pendelwagen zwischen dem Kohlebunker der Zeche Carling und einem internen Verbraucher, z.B. das Zechenkraftwerk, gewesen sein.

Vielen Dank fürs Einstellen und beste Grüsse,
Michael

Beleg zu Wagen der Fleischvernichtungsanstalt

geschrieben von: befehlsturm

Datum: 20.05.22 00:01

Hallo,

im Buch "Die Berliner Ringbahn" von Sven Heinemann, VGB Verlag, München 2021 ist auf Seite 126/127 das Verladehaus der Hauptsammelstelle der Fleischvernichtungsanstalt des Zentralviehhofs Berlin an der Paul-Heyse-Straße 26 beschrieben. Da gibt es auch ein Foto, wie aus einem Wagen, der identisch mit dem hier gezeigten aussieht, Schlachtabfälle in einen Blechkübel gekippt werden. Wir können also davon ausgehen, dass es sich um einen solchen Wagen für die Berliner Fleischvernichtung handelt.

LG,
Manja
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