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 04 - Historisches Forum 

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Teil 9: Gaivoron

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Teil 9 Gaivoron 19.4.1997

Im letzten Teil waren wir mit der FD20 bis zum Bahnhof Ziatkovzy gefahren. Dort übernachteten wir im stehenden Hotelzug. Am nächsten Morgen ging es dann von dort weiter. Ziel war der Bahnhof Gaivoron, von dort gab es noch eine 750mm Schmalspurbahn, die wir befahren wollten. Die Schmalspurbahn wurde 1899 als "Südlichen Zufuhrbahn" errichtet und diente als Zubringerbahn zur Breitspurbahn. Ursprünglich begann die Schmalspurbahn mal in Rudnyzja und das Netz umfasste mal 188km. In der Nachkriegszeit begann man Teile des Streckennetzes umzuspulen. Dabei wurde die neue Breitspurstrecke neben die Schmalspurbahn verlegt, so dass man diese bis zur Inbetriebnahme der neuen Strecke weiter nutzen konnte. So findet man neben der Breitspurstrecke noch viele Relikte, wie etwa Brücken, die auf die Schmalspurbahn hinweisen.
In aller Frühe brachen wir am 19.4.1997 in Ziatkovzy auf. Unsere Zuglok war die SU 218-31 Diesen Typ Personenzuglok hatten wir ja bereits am 2. Tag.

Hinter dem Bahnhof teilten sich die Strecken
Bild 1
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Bei Dooklja gab es weitere Fotostopps
Bild 2
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Bild 3
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Bild 4
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Bild 5
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Da wir mit einer Personenzuglok unterwegs waren, konnten wir diesmal die Annehmlichkeiten unseres Hotelzuges nutzen.
Unsere Wagenschaffnerin Valentina zog in ihrem Dienstabteil Tomaten für den Hausgarten vor.
Bild 6
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Bei Genrihovka standen die nächsten Fotohalte an

Bild 7
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Bild 8
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Bild 9
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Bild 10
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Im Vordergrund sieht man die Reste der alten Schmalspurstrecke
Bild 11
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Bild 12
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Bild 13
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Dschulinka ist erreicht. Hier hatten wir einen längeren Aufenthalt.
Bild 14
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Zeit um auch mal unsere Zuglok bei Sonnenschein abzulichten
Bild 15
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Weiter ging es über diesen schönen Bahnübergang
Bild 16
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Zurücksetzten für den Runpast bei Sonnenschein
Bild 17
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Bei der Vorwärtsdurchfahrt warteten wir vergeblich auf Sonnenstrahlen
Bild 18
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Gaivoron ist erreicht, buntes Treiben auf dem Bahnhof

Bild 19
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Bild 20
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Im Bahnhof reizten die Zwillingswassertürme im Sonnenschein zu einem Foto
Bild 21
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Ab hier sollten wir im Schmalspurzug weiterreisen, und hier ist er:
Bild 22
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Die Zuglok ist deutscher Abstammung Baureihe GR. Sie stammt aus einer Reparationsleistung der DDR

Bild 23
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Bild 24
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Bild 25
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Dann wurde rangiert für ein Foto mit dem Breitspurzug daneben
Bild 26
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Ein Blick in die Hauptwerkstatt der Schmalspurbahn mit damals aktuellen Planfahrzeugen
Bild 27
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Die Helden der Arbeit und ihre Heldentaten
Bild 28
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Es war sicher nicht einfach unter diesen Bedingungen den Betrieb aufrecht zu halten.
Bild 29
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Hinter den Wassertürmen lugt das Wrack einer E hervor.
Bild 30
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Der Schmalspurzug ist abfahrbereit
Bild 31
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Aus Gaivoron geht es mit einem Vierschienengleis heraus
Bild 32
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Bild 33
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Dann gab es für die verschiedenen Spurweiten auch verschiedene Trassen
Bild 34
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Schmal- und Breitspur verlaufen parallel
Bild 35
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Einfahrt in den nächsten Bahnhof
Bild 36
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Ab hier gönnten wir uns den Spaß einer Parallelfahrt mit den 2 Dampfzügen

Bild 37
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Bild 38
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Bild 39
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Die Fahrt ging bis Hochevata
Bild 40
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Dann stiegen wir wieder um in unseren Hotelzug und die Diesellok zog uns zurück.
In der zurückliegenden Woche hatten wir 12 verschiedene Dampfloks aus 9 Typen vor dem Zug erlebt. Ein repräsentativer Querschnitt des Dampfbetriebes in der Nachkriegssowjetunion wurde uns damit geboten.
Mit einem Abendessen und anschließendem Konzert verabschiedete sich die Zugbegleitmannschaft von uns.

Bild 41
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Bild 42
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Über Ziatkovzy ging es zurück Richtung Kiev. Unsere Kleingruppe, die mit dem Zug aus Deutschland angereist war sollte allerdings den Hotelzug in Vinnitza verlassen und dort in den aus Kiev kommenden Nachtzug nach Prag umsteigen. Fast wäre das schiefgegangen, hätte nicht unsere Schlafwagenschaffnerin Valentina in Vinnitza nicht geistesgegenwärtig die Notbremse gezogen, als die Lokmannschaft keine Anstalten zum Halt machte.

Im Nachtexpress nach Prag mussten wir dann feststellen, dass die Zugmannschaft unsere reservierten Plätze anderweitig verkauft hatte. Dank der Erfahrung und der Autorität von Wolfgang Löckel, die er auch ohne Sprachkenntnisse ausstrahlte, räumte die Zugmannschaft schließlich ihr Dienstabteil für uns.

Bei Tagesanbruch näherten wir uns der slowakischen Grenze
Bild 43
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In Prag hieß es dann umsteigen in den IC nach Hamburg
Bild 44
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Olav war begeistert, "Gaivoron -Hamburg, mit nur 2x umsteigen in Vinnitza und Prag"
Ich musste allerdings noch 2 weitere Male umsteigen, in Berlin und Hannover ehe ich meinen Heimatbahnhof erreichte.

Euer Pängelanton

Mein Inhaltsverzeichnis




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2024:06:24:10:21:50.

Re: Frage zur Fahrt

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 30.03.22 12:05

Halli,

zuerst einmal danke für das zeigen der Herrlichen Fotos.

Meine Frage, warum wurde keines der Östlichen Gebiete befahren?
Ein Freund von mir war vor Jahren in den Östlichen Russischen Gebieten der Ukraine und sah geschlossene Bergwerke, Kraftwerke und extreme Armut. Was man in den westlichen Gebieten nicht sah.

lg
Chris
Hallo Ulrich,

vielen Dank für die Bilder, ich hatte das Glück, die Tour exakt 10 Monate später zu machen.

Auf Bild 28 geht es nicht um die Helden der Arbeit, sondern die Veteranen des Krieges.

Viele Grüße
Falk
Guten Morgen,

vielen herzlichen Dank für diese wundervolle Beitragsreihe. Wunderbar, was es damals noch alles zu sehen und zu erleben gab. Auch die vielen kleinen Details am Rande, einfach schön. Und auf dem Plakat ging es um den Jahrestag des Sieges: 50 лет великой победы.

Nochmals Danke
Uwe

Re: Vor 25 Jahren - Mit dem Dampfzug durch die Ukraine Teil 9: Gaivoron (m44B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 01.04.22 10:19

Moinsen,

Bild 41 und 42 - herrlich, wir haben sie liebevoll unsere Küchenpunkband genannt. Deren Gesichter, als wir jungen Kerle nicht nur mitgeschunkelt habe, sondern das Tanzbein geschwungen haben. Ach das waren die 3 schönsten Sonerfahrten meines Leben und ich könnte drüber Geschichten erzählen. Schön, das Du einen wieder daran errinnerst.Bei uns standen eher die Dieselloks im Vordergrund - besonders der Besuch der Lokfabrik von Lugansk.
Der Oschatzer Saarsachse
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2022:04:01:10:58:11.
Ja Hallo Ulrich , lang ist her , Chapeau die Örtlichkeiten sind mir so nach und nach durch den Rost der Zeit gerutscht , aber die Vielen Erlebnisse am Rand ..
Bei keine anderen Tour hab ich je wieder so viele Dinge rechts und links vom Gleis erlebt ...
Dank unserem Freund Wolfgang Löckel wurde die Anreise ordentlich mit dem Zug begonnen
,,Prag - Kosice - Kiew - Moskau '' mit Kurswagenzulauf Wien/Budapest / Bukarest sowie Kurswagenzielauf nach St. Petersburg
Fahrzeit ca 30 Std inc. Spurwechsel in Coop mit 3 Std Aufenthalt .
In Kiew angekommen hatten wir noch nen halben Tag Zeit bis zur Abfahrt unseres Sonderzuges die Stadt auf eigene Art zu besichtigen .
Es ging auch mal mit der sehr Tief liegenden U-Bahn zur nächsten Stadion . Ein O-Bus auf der Pflasterstraße unterwegs verlies unkontroliert die Fahrleitung ,
worauf der Fahrer seine Bügel wieder einfangen musste , die Tatra Strab. wenig später kam nicht so leicht aus der Misere ,
nach dem Rauch aufstieg bewegte sie sich keinen Meter mehr was einen Strab. Stau zur Folge hatte !!
Bei der Fahrt unseres Zuges wurden immer wieder die Maschinen getauscht , auch wurde eine Fahrt mit Foto Güterzug organisiert , es ging mit G-Wagen ausgestattet
mit Bierzeltgarnitur weiter zur Fotostelle auf freier Strecke . Zu erst musste aber ne Überholung abgewartet werden mit dem P-Zug . Die Reisenden mit viel Handgepäck
für den Bauernmarkt in der Stadt warteten auf dem Hausbahnsteig , auf der Wiese neben an lagen Leinesäckchen die sich auffällig bewegten , eines der Säckchen ging auf
und ein Ferkel sprang davon , es begann eine wilde Verfolgung .....
Ein Brückenbauwerk mit Strategischer Bedeutung wurde erreicht , der Kommandant wollte uns nicht fotografieren lassen , aber wir hatten
bei der Überfahrt auf der Lok schon schon alles im Kasten , Das mitgeführte Schreiben der Tourismus Behörde überzeuge Ihn dann Doch ( mit Einschränkungen )
Bei weitere Fahrt wurde ein Zementwerk als Hintergrund aus erkoren , die Mitarbeiter versammelten sich auf der Hochgelegenen Bühne und liesen Arbeit , Arbeit sein .
Ein alter Russischer LKW hielt neben mir an , der Fahrer nahm mich ein kleine Strecke mit zu einem Bü . Dort stand ein Motorradgespann als einer der Arbeiter mir
den Schlüssel anbot eine Runde zu drehen was ich aber ablehnte ....
Am Tagesziel angelangt mit unserem Dampflok bespannten Sonderzug wurden wir natürlich von einer großen Kinderschar empfangen , was Wolfgang und mich dazu animierten
den örtlichen Einkaufsladen aufzusuchen für Süssigkeiten eizukaufen , worauf die Verkäuferin uns mit stolz Ihre Russische Rechenmaschine vorführte
Und,Und,Und Eine Reise in eine andere Welt , die Ukraine vor 25 Jahren

Sorie meine Bilder sind zu Fett , aber Ulrich hat Euch ja bestens Verführt

Mit vielen Grüßen von der Bergstraße von Kraftbahn und vor allem von Wolfgang Löckel der leider seid dem 19.1.2021 nicht mehr unter Uns weilt
und großen Dank an Günter Oczko der diese Reise Organisierte
Stellvertretend für die ganze Serie hier ein dickes Dankeschön für die interessante Fotodokumentation!

"Als Schwabe befindet man sich automatisch am anderen Ende der Popularitätsskala. Mich interessiert, woher das kommt.
Im Spätmittelalter waren die Schwaben überall als verluderter, versoffener Haufen bekannt. Heute gelten wir als geizig, verbiestert, unfroh."

Ulrich Kienzle
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