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Moderatoren: Klaus Habermann - MWD

Das unendliche Thema - Deutsche Bahn seit Mehdorn

geschrieben von: CarstenHan

Datum: 19.11.21 19:24

Hallo miteinander,

ich möchte keinem die gute Laune vermiesen, aber wenn man nur einem Teil der Darstellung in folgendem Link

[www.nachdenkseiten.de]

Glauben schenkt, kann man gar nicht so schnell k....., wie man möchte.

Anhand einer gerade heute erlebten ICE-Reise ist der Artikel nachvollziehbar.

VlG!
Danke für den link!

Eigentlich ist das ja alles bekannt, aber kaum einer will's wahrhaben.
Die "Nachdenkseiten" sind schon lange voll im verschwörungsmythischen Milieu angekommen. Da kann man auch darüber "nachdenken", ob die Amerikaner das world-trade-center selber gesprengt haben. Und Willy Brandts Ostpolitik muss für aktuelle Putin-Seligkeit herhalten.
Zu den "Sensationen" in Sachen Eisenbahn: Kurz vor Stilllegung des letzten Atomkraftwerks ist Alarmismus in dieser Richtung etwas verstaubt. Da wäre wohl eher mal an den Türen der französischen und tschechischen Nachbarn anzuklopfen.
Und natürlich die alte dreckige Diesellokflotte der DB. Ja, die ganzen 211, 212, 215, 216, 218 aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Komisch: Gesehen habe ich die eigentlich seit langem kaum mehr. Aber ich kann mich täuschen.

Vorsicht "Arno Luik"

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 21.11.21 00:14

Zitat
Glauben schenkt, kann man gar nicht so schnell k....., wie man möchte.
Wenn ich den Namen "Arno Luik" lese, hab ich mittlerweile die Angewohnheit, nicht mehr weiter lesen. Es lohnt sich eh nicht, dem Typen weiter Aufmerksamkeit zu schenken.

Zitat
Das unendliche Thema - Deutsche Bahn seit Mehdorn
Ich verstehe nicht warum alle nur auf Mehdorn rumhaken, der hat auch nur fortgesetzt was Heinz Dürr in die Wege geleitet hat.

Re: Vorsicht "Arno Luik"

geschrieben von: Betra

Datum: 21.11.21 17:27

Signalschruber schrieb:Zitat:
Ich verstehe nicht warum alle nur auf Mehdorn rumhaken, der hat auch nur fortgesetzt was Heinz Dürr in die Wege geleitet hat.
Das sehe ich auch so. Dürr ist aus heutiger Sicht der Verursacher vieler Probleme, mit denen wir heute noch immer kämpfen. Das eigenwirtschaftliche Netz zum Beispiel. Mehdorn hast Mist gemacht. Das war vielen während seiner Amtszeit bewusst. Dennoch hat er vom Bundeskanzler Schröder und der - rot/grünen - Parlamentsmehrheit die erforderliche Rückendeckung bekommen. Warum?

Letzten Endes hat die Bahn seit dem 2. Weltkrieg eigentlich immer politischen Gegenwind gehabt und nie wirkliche Unterstützung erhalten. Das wir immer noch so viel und meist brauchbare Eisenbahn haben, zeigt zumindest, dass es sich bei der Eisenbahn um ein sehr robustes Verkehrssystem handelt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.21 17:28.

Verschwörungstheorien und die Realität

geschrieben von: Ingo

Datum: 22.11.21 17:09

Da empfehle ich doch mal
[twitter.com]
Vor einigen Tagen war die Impfpflicht gegen Covid19 noch völlig undenkbar und inzwischen fordern immer mehr Politiker diese. Und gerade die Corona-"Pandemie" hat die Halbwertszeit, in der etwas von einer Verschwörungstheorie zur Realität wurde massiv schrumpfen lassen. Die Lockdowns sind ein weiteres gutes Beispiel.

Nur weil ich so etwas hab kommen gesehen und die Wahrscheinlichkeit, dass die noch völlig unbekannten Langzeitwirkungen der Gen-Pampe aka Covid-Impfstoff hoffentlich für mich keine Rolle spielen werden, habe ich mich impfen lasen. Ich hätte nämlich eigentlich viel lieber auf eine herkommliche Totimpfstoff-Impfung gewartet, bei der sind die Langzeit-Nebenwirkungen nämlich hinreichend bekannt, nur sind die, die es bisher gibt, noch in der EU nicht zugelassen.
Und wie sehr die Hersteller der Covid-Impfstoffe ihren eigenen Produkten vertrauen, zeigt doch, dass sie sich von der EU bezüglich der Haftung in den Verträgen haben freistellen lassen - nicht gerade Vertrauensbildend!

Gruß Ingo

Re: Verschwörungstheorien und die Realität

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 22.11.21 17:32

...und was hat Deine persönliche Corona-Meinung mit diesem Forum "Bahn und Medien" zu tun?

fragt mit freundlichem Gruß
Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

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Re: Verschwörungstheorien und die Realität

geschrieben von: Ingo

Datum: 23.11.21 00:15

Frag Andreas, warum er mit Verschwörungsmythen anfängt. Ich habe nur aufgezeigt, dass die schneller zu Realität werden können, als erwartet und man sich heute leider schon darauf einstellen muss, dass im politischen Bereich 180°-Wendungen von einen auf den anderen Tag eintreten.
Das passiert auch im Schienenverkehr. Mal heißt es, das man mehr Schiene will und dann sabotiert man zB Hamburg-Hannover.

Gruß Ingo

Re: Verschwörungstheorien und die Realität

geschrieben von: Andreas Knipping

Datum: 23.11.21 07:25

Der Erstbeitrag hat auf die "Nachdenkseiten" Bezug genommen. Ich habe als kritischer Medienkonsument und Beobachter der politischen Szene darauf hingewiesen, dass diese Seiten leider einen Weg vom investigativen Journalismus zu den Verschwörungsfantasien genommen haben. Wenn ich angeblich sensationelle Enthüllungen wie vorliegend über die DB lese, dann werfe ich selbstverständlich einen Blick auf deren Quelle. Und wenn dieselbe Quelle schon mal geäußert hat, dass vielleicht die Amerikaner selbst am 11.9.2001 das world-trade-center gesprengt haben, dann verliert diese Quelle für mich sogleich an Aussagekraft.
Ich begnüge mich aber geradezu automatisch nicht damit, die Seriosität einer Quelle zu überprüfen, sondern prüfe zugleich auch die getroffenen Aussagen. Ich bin z.B. kein Virologe und kein Fußballkenner, kein Weltraumforscher und kein Kunstsachverständiger. Aber wie alle Teilnehmer dieses Forums verfüge ich über einiges Wissen zum Eisenbahnwesen. Und wenn mir nun als vermeintliche Sensationen aufgetischt werden, dass die DB an einem hochgefährlichen Kernkraftwerk beteiligt ist und eine alte Diesellokflotte mit problematischen Emissionen betreibt, dann kann ich von weiterer Lektüre und besonderem Ernstnehmen getrost Abstand nehmen. Alle deutschen Kernkraftwerke werden 2022 abgeschaltet. Und die vermeintliche Diesellokflotte weicht bekanntlich geradezu Tag für Tag dem so langsam wie stetig erweiterten elektrischen Betrieb und den durchaus intelligent gesteuerten modernen Dieseltriebzügen, von denen ja sehr viele gar nicht der DB gehören.
Klar, ich könnte sowas auch einfach kopfschüttelnd überfliegen und vergessen. Die Abkehr von einem faktenbasierten Weltbild, von der 300 Jahre alten Kultur der Aufklärung und vom Ringen um Wahrheit ist jedoch die größte Bedrohung für Demokratie, Rechtsstaat und Menschenwürde. Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der nur noch Lautstärke zählt und in der jeden Tag die noch krassere Lüge über die Lüge von gestern siegt.
Ganz allgemein darf zu Klima, Regierung, Kennedy, Mondlandung, Corona, Holocaust, Mauerbau, Mauerfall usw. usw. und eben auch Eisenbahn gelten: Große systematisch und mit großer Mühe arbeitende Teams aus Journalismus und Wissenschaft können wichtige und wissenswerte Sachverhalte erarbeiten. Den einzelnen Schriftsteller oder den einzelnen website-Betreiber, der mal eben mitteilt, dass alles ganz anders ist als wir je gedacht haben, können wir getrost vergessen.

Re: Verschwörungstheorien und die Realität

geschrieben von: PeterK

Datum: 23.11.21 08:43

Hallo Andreas,

vielen Dank für diesen Beitrag, ich stimme Dir zu 100% zu!

Gruß

Peter

Vielen Dank!

geschrieben von: Peter

Datum: 23.11.21 10:02

Hallo!

Andreas Knipping schrieb:
Die Abkehr von einem faktenbasierten Weltbild, von der 300 Jahre alten Kultur der Aufklärung und vom Ringen um Wahrheit ist jedoch die größte Bedrohung für Demokratie, Rechtsstaat und Menschenwürde. Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der nur noch Lautstärke zählt und in der jeden Tag die noch krassere Lüge über die Lüge von gestern siegt.
Ganz allgemein darf zu Klima, Regierung, Kennedy, Mondlandung, Corona, Holocaust, Mauerbau, Mauerfall usw. usw. und eben auch Eisenbahn gelten: Große systematisch und mit großer Mühe arbeitende Teams aus Journalismus und Wissenschaft können wichtige und wissenswerte Sachverhalte erarbeiten. Den einzelnen Schriftsteller oder den einzelnen website-Betreiber, der mal eben mitteilt, dass alles ganz anders ist als wir je gedacht haben, können wir getrost vergessen.
Vielen Dank! Sehr treffend formuliert!
Darauf kann man gar nicht oft genug hinweisen!

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

***** Friends help you move. True friends help you move bodies. *****

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

Re: Verschwörungstheorien und die Realität

geschrieben von: TramTrainer

Datum: 23.11.21 16:10

Andreas Knipping schrieb:
Die Abkehr von einem faktenbasierten Weltbild, von der 300 Jahre alten Kultur der Aufklärung und vom Ringen um Wahrheit ist jedoch die größte Bedrohung für Demokratie, Rechtsstaat und Menschenwürde.

Große systematisch und mit großer Mühe arbeitende Teams aus Journalismus und Wissenschaft können wichtige und wissenswerte Sachverhalte erarbeiten. Den einzelnen Schriftsteller oder den einzelnen website-Betreiber, der mal eben mitteilt, dass alles ganz anders ist als wir je gedacht haben, können wir getrost vergessen.
Tja, wenn es so einfach wäre. Ist es aber nicht.

In diesem Zusammenhang möchte ich den Philosophen Robert Spaemann zu Wort kommen lassen, der mal in einem Zeitungsinterview gefragt wurde:

"Herr Professor Spaemann, durch Ihr ganzes Denken, haben Sie einmal geschrieben, ziehe sich wie ein roter Faden das Bemühen, die Aufklärung gegen ihre Selbstdeutung zu verteidigen. Warum muss man die Aufklärung vor sich selbst in Schutz nehmen? Ihrem Selbstverständnis nach ist sie doch der Mut, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Sie sollte also ganz gut alleine zurechtkommen ..."

Spaemann antwortete:

"Der erste, der das sah, war Nietzsche. Nietzsche schreibt einmal, dass die Aufklärung letzten Endes zum Atheismus führe. Wenn aber dieses Ziel erreicht wird, wird die Aufklärung selbst sinnlos, denn sie bringt eine Voraussetzung mit, die sie vom Christentum geerbt hat, nämlich dass es Wahrheit gibt und – wie Nietzsche sagt – dass die Wahrheit göttlich ist. Wenn es Gott nicht gibt, sagte Nietzsche, dann gibt es keine Wahrheit, dann gibt es nur die individuellen Perspektiven jedes Menschen auf die Welt, und die Frage nach einer wahren Perspektive stellt sich nicht, denn das wäre die Perspektive Gottes. Wenn dem aber so ist, folgt daraus, dass das ganze Geschäft der Aufklärung rückblickend sinnlos war."

Mit anderen Worten: Die Aufklärung ist nicht die Lösung, sondern das Problem.

Und ist nicht gerade die Entwicklung der Bahn in den letzten Jahrzehnten ein Paradebeispiel dafür, dass eben oft nicht "große Teams aus Journalismus und Wissenschaft", sondern der "einzelne Schriftsteller" letztlich Recht behalten?

Wer sich z. B. in den 80er Jahren in München und Frankfurt für den Erhalt der Straßenbahn einsetzte, wurde verlacht und verhöhnt, als "Bimmelbahn-Nostalgiker" dargestellt, und zwar nicht nur von Politikern und Fachleuten, sondern gerade auch von den Groß-Journalisten der FAZ und SZ. Glücklicherweise haben sich in beiden Fällen die "Spinner" durchgesetzt.

Und wenn jetzt endlich das große Generationen-Projekt "Deutschland-Takt" in Angriff genommen wird, dann haben wir das auch wieder nicht "großen systematisch und mit großer Mühe arbeitenden Teams" der DB zu verdanken, sondern in erster Linie einer vergleichsweise kleinen Schar von Pro-Bahn- und VCD-Aktiven, die schon seit fast 30 Jahren für den ITF "trommeln" und jetzt endlich Gehör gefunden haben. Und wir haben es natürlich Hans Leister zu verdanken, der mit seinem herausragenden Engagement gezeigt hat, dass man als "einzelner Schriftsteller" im Zweifelsfall mehr erreichen kann als der ganze DB-Apparat, der von diesem Konzept ja lange Zeit überhaupt nichts wissen wollte.

Re: Vielen Dank!

geschrieben von: Wolfram D.

Datum: 23.11.21 16:43

Peter schrieb:
Hallo!

Andreas Knipping schrieb:
Die Abkehr von einem faktenbasierten Weltbild, von der 300 Jahre alten Kultur der Aufklärung und vom Ringen um Wahrheit ist jedoch die größte Bedrohung für Demokratie, Rechtsstaat und Menschenwürde. Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der nur noch Lautstärke zählt und in der jeden Tag die noch krassere Lüge über die Lüge von gestern siegt.
Ganz allgemein darf zu Klima, Regierung, Kennedy, Mondlandung, Corona, Holocaust, Mauerbau, Mauerfall usw. usw. und eben auch Eisenbahn gelten: Große systematisch und mit großer Mühe arbeitende Teams aus Journalismus und Wissenschaft können wichtige und wissenswerte Sachverhalte erarbeiten. Den einzelnen Schriftsteller oder den einzelnen website-Betreiber, der mal eben mitteilt, dass alles ganz anders ist als wir je gedacht haben, können wir getrost vergessen.
Vielen Dank! Sehr treffend formuliert!
Darauf kann man gar nicht oft genug hinweisen!

Gruss

Peter
Im Prinzip ja.
Man sollte aber auch die Fälle nicht vergessen, in denen uns viele "Große systematisch und mit großer Mühe arbeitende Teams aus Journalismus ..." im Auftrag Lügen erzählt haben und vereinzelte Gegenmeinungen eben mit dem Kampfruf des Verschwörungstheorismus niedergebügelt wurden. Da vertraue ich noch eher Wissenschaftlern, die können sich lediglich mal irren.

Gruß
Wolfram

Re: Vielen Dank!

geschrieben von: Betra

Datum: 23.11.21 18:09

Auch ohne Lügen oder Weglassen zeichnen sich viele Presseberichte, leider auch in von mir wertgeschätzten Medien, zu Bahnthemen immer wieder durch grobe Schnitzer aus. Das fängt mit dem Lokführer an, der als "Zugführer" bezeichnet wird. Und das, obwohl es eine auch abseits der Eisenbahn recht bekannte Gewerkschaft gibt, die die Berufsbezeichnung "Lokführer" im Namen trägt. Bei Bahnübergangsunfällen rassen Züge in Autos, obwohl ein simples Andreaskreuz die Vorfahrtfrage eindeutig klärt. Und von angeblichen aktuellen Tun der "Bundesbahn" war noch ein Jahrzehnt später regelmäßig zu lesen.

Journalisten, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg kontinuierlich mit einem Thema beschäftigen können sind leider eine Ausnahme.

Auch bei den Beiträgen hier bei DSO gibt es viele Beiträge, in denen angebliche bessere und günstigere Lösungen beschrieben werden. Ebenso wie es sehr fundierte Beiträge gibt, die eine Diskussion mit Ortskenntnis und Wissen bereichern. Wer sich eine Meinugn auf basis der Information hier bilden will, muss lernen, die Vielfalt und den Widerspruch der Informationen zu bewerten. Nicht so selten hilft ein Verweis auf eine Primärquelle (z..B. die Pressemittlung, auf die sich der Artikel bezieht oder die entsprechende Vorlage oder Protokoll im Gremieninformationsystem) dabei, sich eine eigene Meinung abseits der Medienberichte zu bilden.

Re: Vielen Dank!

geschrieben von: Andreas Knipping

Datum: 23.11.21 19:17

Und wer sollte Journalisten oder gar ganzen Gruppen von Journalisten "Aufträge" erteilen?
Und wes Geistes Kind müssten Journalisten sein, um solche Aufträge anzunehmen und zu befolgen?
Und was wären die Beispiele für kollektive planmäßige Lügen des Journalismus?
Sind wir da wieder bei dem ganzen langen Sofa bei Angela Merkel, auf dem 1000 miteinander heftig konkurrierende Medienleute von SZ bis BILD und von Junge Welt bis Junge Freiheit und von FAZ bis TAZ und von BR bis WDR jeden Morgen erfahren, was sie heute schreiben sollen oder weglassen müssen?

Re: Verschwörungstheorien und die Realität

geschrieben von: WHA

Datum: 23.11.21 19:42

Moijen Ingo,

Ingo schrieb:
...Nur weil ich so etwas hab kommen gesehen und die Wahrscheinlichkeit, dass die noch völlig unbekannten Langzeitwirkungen der Gen-Pampe aka Covid-Impfstoff hoffentlich für mich keine Rolle spielen werden, habe ich mich impfen lasen...
Du hast mein volles Beileid, aber dieses geballte Unwissen, daß aus diesem einen Satz quillt, ist leider erschreckend. Dummerweise darf heute jeder @#$%& sein Unwissen per Internet in die ganze Welt posten.

Beste Grüße
Wolfgang

"Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen" - Plato

Re: Verschwörungstheorien und die Realität

geschrieben von: Andreas Knipping

Datum: 23.11.21 19:47

Oh, da wird der ganz große geistesgeschichtliche Ballon aber gegen Ende sehr klein! Die Frage der Erhaltung (nicht des Erhalts) der Münchner Trambahn war eines von unzähligen klassischen Beispielen für eine rationale Fragestellung. Da ging es nicht um Bekennermut und Glaubensgewissheit gegen Herrschaftsdogma und Lüge, sondern um Argumente, die dann in einer demokratischen Wahlentscheidung Bedeutung gewannen.
Die CSU vertrat das Konzept "weitmaschiges U-Bahn-Netz und Ergänzung durch Busse anstelle der veralteten Trambahn". Das war kurzsichtig und unhaltbar, aber so eine Meinung war ja nicht verboten.
Die SPD hingegen hatte längst erkannt, dass neben einem auf unabsehbare Zeit weitmaschig bleibenden U-Bahn-Netz ein verbleibendes, modernisiertes und sogar erweitertes Trambahnnetz notwendig sei.
Ich saß an jedem Märztag 1984 als Wahlhelfer in einem Münchner Wahllokal, als ein Wahlkampf, der nicht zuletzt ein Trambahnwahlkampf war, zugunsten der SPD ausging (deren Mitglied ich zufällig war und bin).

Und zum Deutschlandtakt heute: Die von ganz vielen Leuten und ganz vielen Institutionen gelieferten Sachargumente setzen sich erfreulicherweise oft (leider nicht immer) durch. Das genau entspricht dem nur in der Demokratie gut aufgehobenen Konzept von aufklärerischem Denken und wissenschaftlichem Weltbild. Propheten, Märtyrer, Ketzer, Blutzeugen, Verschwörer, Engel und Teufel brauchen wir für Diskurse um Migration, Rente, Windräder, Wohnungsbau und natürlich auch für den Diskurs über das landesweite Mobilitätskonzept nicht. Dass freilich mal jemand für gute Meinungen verspottet wird, kommt im Leben schon mal vor.

Ich darf an den Beginn meiner Stellungnahmen in diesem Beitragsbaum erinnern: Wenn die Sensationen eines vermeintlichen Enthüllungsjournalisten in einem Falle altbekannt und im anderen Falle vom Zeitablauf überholt sind, dann ist da ein Ballon nicht nur klein geworden, sondern geplatzt.

Re: Zu viele Fragen

geschrieben von: Wolfram D.

Datum: 23.11.21 20:37

Andreas Knipping schrieb:
Und wer sollte Journalisten oder gar ganzen Gruppen von Journalisten "Aufträge" erteilen?
Und wes Geistes Kind müssten Journalisten sein, um solche Aufträge anzunehmen und zu befolgen?
Und was wären die Beispiele für kollektive planmäßige Lügen des Journalismus?
Keine Ahnung was die Beweggründe sind. Aber politisch interessierten Bürgern bekannt dürften einige Fälle sein, die nicht zu den Sternstunden dieser Berufsgruppe gehören, wie dieser z.B: [www.bpb.de]

Re: Zu viele Fragen

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 23.11.21 21:05

...und umgekehrt gehört zu den Sternstunden des Journalismus die Aufklärung des Watergate-Skandals (Hauptfigur war US-Präsident Richard Nixon) durch Journalisten der Washington Post. Es gibt also auch beim Journalismus eine gute und eine schlechte Seite der Medaille. Man sollte stets beide Seiten betrachten. Eine einseitige Darstellung, egal in welche Richtung, kann schnell zur Verzerrung eines Gesamtbildes führen. Aktuell ist da ja coronabezogen von gewissen Gruppierungslagern als "Argumentationshilfe" sogar Gewalttätigkeit eingesetzt worden.

Beide Waagschalen namens Pro und Contra scheinen gut gefüllt zu sein....

meint mit freundlichem Gruß
Helmut

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