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Moderatoren: Klaus Habermann - MWD

Re: Buchankündigung Eisenbahnen im Eifel-Vorland

geschrieben von: fzx2

Datum: 14.05.21 17:45

Hallo Herr Heinzel,

ich gratuliere Ihnen schon jetzt zu diesem großartigen Buch, zu dem ich ja auch eine Kleinigkeit beisteuern konnte.

Gruß

Alex Klein

Erscheinungstermin Sommer 2022?

geschrieben von: Gärtner

Datum: 15.05.21 05:34

Erscheinungstermin Sommer 2022? Ist das mit der Ankündigung nicht noch ein wenig früh oder ist Sommer 2021 gemeint?

Re: Erscheinungstermin Sommer 2022?

geschrieben von: Seku

Datum: 15.05.21 07:03

So steht es in der Verlagsankündigung. Von einem großen Eisenbahn-Buch-Verlag sind wir derartiges doch gewöhnt !

Grüßle

Günther

Da bin ich ja mal gespannt...

geschrieben von: EP 5

Datum: 15.05.21 08:14

Hallo,


danke für die mich erfreuende Ankündigung des neuen Buches, das von den Eisenbahnstrecken der Voreifel handeln soll.

Da ich bereits das Buch „Eisenbahnen in Euskirchen – Zwischen Eifel, Börde und Ville“ (Nordhorn 1991) besitze, in dem die Geschichten jener Strecken ausführlich behandelt werden, werde ich mir die angekündigte Neuerscheinung, die mit Sicherheit neue Aspekte enthalten wird, mit großer Wahrscheinlichkeit dennoch zulegen.

Jedenfalls gefällt mir die Gestaltung des Buchdeckels spontan schon mal recht gut, auf der gleich zwei Lokomotiven der Baureihe 50 zu erkennen sind. Jener Maschinentyp war zwischen 1940 bis 1965 – von kurzen Unterbrechungen abgesehen – beim Bw Euskirchen beheimatet, an dessen Rechteckhalle ich als Schüler in den 1980er Jahren oft mit dem Zug nach Bad Münstereifel vorbei gefahren bin.



Viele Grüße,

Marc


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"Hier in Berlin kamen wir uns immer fast wie Gefangene vor... Wie groß war daher unsere Freude, wenn es im Frühling nach Potsdam ging."

Wilhelm II.






2-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.21 19:33.

Re: Da bin ich ja mal gespannt...

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 15.05.21 14:04

Die Verlagsankündigung sehe ich erst mal als nette Information an.
Wenn man jedoch den Autor und seine bisherigen Publikationen kennt, kann man erahnen was Einen erwartet.
Alles weitere bleibt Spekulation.

Wenn dieses Buch erschienen ist werde ich es mir in jedem Fall zulegen, da Informationen grundsätzlich nie schaden.


Beste Grüße
Bernd



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.21 14:06.

Re: Da bin ich ja mal gespannt...

geschrieben von: BahnDahm

Datum: 21.05.21 12:24

Zitat von Bernd:
... Wenn man jedoch den Autor und seine bisherigen Publikationen kennt, kann man erahnen was Einen erwartet.
Eine Frage: Ist diese Aussage positiv oder negativ gemeint?
(Ich gehe davon aus, positiv ...)

MfG Raimund

Re: Da bin ich ja mal gespannt...

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 23.05.21 01:17

Aus Deine Frage erlese ich mir das du von Ihm noch keine Bücher gelesen hast.
Ich meine das natürlich positiv.


Beste Grüße
Bernd

Jetzt habe ich doch mal eine Frage.

geschrieben von: EP 5

Datum: 23.05.21 18:38

eifelindianer schrieb:

Wenn man jedoch den Autor und seine bisherigen Publikationen kennt, kann man erahnen was Einen erwartet.




Hallo,


jetzt würde es mich, der mit Spannung das neue Buch erwartet, doch mal interessieren, was man erwarten kann, wenn man die Publikationen des Autors bereits kennt?


Schöne Grüße,

Marc


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Wilhelm II.


Re: Erscheinungstermin Sommer 2022?

geschrieben von: ludger K

Datum: 23.05.21 18:52

Das war auch mein erster Gedanke! Da liegt ganz gewiß ein Schreibfehler vor und es muß 2021 heißen. Hier gibt es sogar jemanden, der weiß heute schon, daß er in 17 Jahren ein Buch machen wird, und hat sogar schon das sogenannte "Vorwort" fertig.

Das Thema interessiert mich ja sehr und ist wohl eine gute Ergänzung zu unserem Euskirchen-Buch, die Frage ist aber: Überwiegen die Fotos aus den letzten 30 Jahren? Dann wäre es mir das Geld nicht wert.

Den Anfängerfehler, Bücher lange im voraus anzukündigen, habe ich auch mal gemacht. Da wird man ständig mit so lästigen Fragen wie "wann erscheint denn endlich?" genervt, und darauf antworte ich schon lange nicht mehr.

Re: Erscheinungstermin Sommer 2022?

geschrieben von: Seku

Datum: 23.05.21 21:50

ludger K schrieb:
Da liegt ganz gewiß ein Schreibfehler vor und es muß 2021 heißen.
Gewiß wäre das geändert worden, da Autor ja mitliest

Günther

Re: Erscheinungstermin Sommer 2022?

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 23.05.21 23:51

Es ist jedenfalls sicher, bisher hat man diese Gegend, in Bezug auf Eisenbahn, eher stiefmütterlich behandelt. Nur die EKB wurde relativ, das heißt zu etwa 80%, ausführlich beschrieben. Woran das stiefmütterliche Darsein dieser drei Eisenbahnstrecken liegen mag, darüber kann man nur spekulieren. Unterlagen über alle Eisenbahnstrecken gibt es anscheinend wohl genug, sonst würde sich ein Buch erst gar nicht lohnen. Fotografiert hat man in den letzten dreißig Jahren an diesen Strecken jedenfalls mehr genug, aber das kann ja nicht alles sein.

Ich halte die Ankündigung einfach mal im Hinterkopf, schaue ob hier und da noch ein paar Infos dazu auftauchen und freue mich erst einfach mal auf das Buch und hoffen das es gut wird.
Ich denke der Autor weiß schon was er tut. Alles weitere bleibt eh abzuwarten.

Das Buch "Eisenbahnen in Euskirchen" aus dem Kenning Verlag war seinerzeit schon gut, bedarf inzwischen aber einer grundlegenden Überarbeitung. Alleine schon anhand dem Stand der Technik. Leider ist der Hauptakteur W. Perrilieux (ich hoffe ihn richtig geschrieben zu haben), ehem. Leiter des Oberbaubüros in Köln, nun schon etliche Jahre tot. Ob H.J. Leven noch lebt weiß ich nicht, aber B. Schwarz ist, wenn wer denn noch lebt (was ich ihm natürlich gönnen würde), jedenfalls auch schon etwas älter. Von daher würde eine Neuherausgabe dieses Buchs mit Sicherheit den gewünschten Absatz finden.

Ich bin weiterhin gespannt.

Beste Grüße
Bernd

Re: Erscheinungstermin Sommer 2022?

geschrieben von: EP 5

Datum: 24.05.21 08:40

Hallo Bernd,


ich möchte auf den von Dir angesprochenen Aspekt des bisher eher dürftigen Angebotes an Literatur zum Eisenbahnknoten Euskirchen noch einmal gerne eingehen und finde es tragisch, dass es angeblich kaum Nachwuchsforscher oder Autoren gibt, die sich mit dieser Geschichte näher beschäftigen.

Auch zur Werksbahn der Zuckerfabrik mit ihrer mittlerweile wohl verlorengegangenen Infrastruktur (bauliche, technische und maschinelle Anlagen) wurde nach meinem Kenntnisstand noch nichts, mal von dem Kapitel „Privatgleisanschlüsse und Anschlussbahnen“ in dem 1991 erschienenen Kenning-Buch „Eisenbahnen in Euskirchen“ abgesehen, Vernünftiges publiziert.

Eine Ursache des Vergessens sehe ich auch im Fehlen eines Museums in Euskirchen (nicht nur dort), das sich dieser Thematik oder dieser Geschichte ernsthaft annimmt, diese den Leuten zeigt, vermittelt, Forschung betreibt und zur weiteren Forschung anregt.

Gerade vor diesem Hintergrund ist die hier angekündigte Neuerscheinung sehr zu begrüßen.


Viele Grüße,

Marc

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Wilhelm II.


Eifel

geschrieben von: bahamas

Datum: 24.05.21 11:47

eifelindianer schrieb:
Es ist jedenfalls sicher, bisher hat man diese Gegend, in Bezug auf Eisenbahn, eher stiefmütterlich behandelt.

Könnte daran liegen, dass es dort eben kaum noch Eisenbahnen gibt...

Re: Erscheinungstermin Sommer 2022?

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 24.05.21 11:48

Hallo Zusammen,

ehrlich gesagt ich wäre für ein Buch nicht der Richtige.
Ich bin nicht geschickt genug und vielleicht auch zu pingelig, weil mir immer noch mal etwas mehr zum Thema einfällt und mein ehemaliger Text dann nicht mehr passt. Inzwischen bin ich wohl auch nicht mehr der Eisenbahnfreund wie vor zwanzig Jahren. Im Alter verschieben sich schon mal ein wenig die Prioritäten.
Buch vs. neues Buch: Ich grundsätzlich schon bereit etwas zu so einem Projekt beizutragen. Ein klärendes Gespräch wäre hier wohl nötig, weil ich von so was absolut keine Ahnung habe.

Eine Art Eisenbahnmuseum gibt es im ehemaligen Lokschuppen/ Vt-Schuppen in Euskirchen. In diesem Verein sind sehr viele Eisenbahner, die sich aber nur beiläufig mit der Eisenbahngeschichte beschäftigen. Vorrang haben da die Fahrzeuge.
Ich bin in diesen Verein nie eingetreten, weil der Verein anfangs in Siegen sein Zuhause hatte und Siegen halt nicht Mal eben um die Ecke liegt.
Irgendwann ist der Verein dann nach Euskirchen umgezogen, weil das in Siegen nicht mehr so klappte. Ich bin dann auch nicht mehr da eingetreten, weil ich das für und wider abgewägt habe und dann zum Entschluss gekommen bin "Nein".


Beste Grüße
Bernd

Re: Erscheinungstermin Sommer 2022?

geschrieben von: eifelhero

Datum: 24.05.21 20:23

@ eifelindianer,
Hans-Joachim ist vor 20 Jahren verstorben,
und B.Schwarz müßte mittlerweile ein bibliches Alter haben.
Das Buch "Eisenbahnen in Euskirchen" ist Jahrgang 91, und danach ging es mit den restlichen Eifelstrecken nur noch bergab.
Bücher über die Eifelbahnen gibt es aber einige, zb von den Eisenbahnfreunden Jünkerath und halt von Michael Heinzl.
Und da war ja auch noch der mittlerweile verstorbene Peter Weber,
der den Bahnen in der Eifel auf CD/DVD ein Denkmal setzte.
Den Rechtecklokschuppen in EU würde ich allerdings nicht als Eisenbahnmuseum bezeichnen.

gruß aus der Eifel,
Heinz

Re: Erscheinungstermin Sommer 2022?

geschrieben von: ludger K

Datum: 24.05.21 21:17

eifelhero schrieb:
und B.Schwarz müßte mittlerweile ein bibliches Alter haben.

Das ist relativ. Erst ist im blühenden Alter und noch längst keine 70. Herr Perillieux war die graue Eminenz und hat viele wichtige Unterlagen beigesteuert, Bernd hat die Fäden gezogen und Herr Leven hat das Buch schließlich geschrieben, und ich finde es sehr angenehm lesbar. Fachlich hätte sich allerdings noch viel mehr aus dem Thema rausholen lassen, mancher Archivbesuch und mancher Kontakt, den wir damals noch nicht hatten, hätte noch so manche neue Erkenntnis gebracht. Aber das läßt sich ja jetzt mit dem angekündigten Werk alles nachholen.

Re: Erscheinungstermin Sommer 2022?

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 24.05.21 21:59

Hallo Eifelhero,

danke für deine Rückmeldung.
Das Hans Joachim Leven bereits verstorben sein könnte hatte ich irgend schon geahnt und das Bernd Schwarz ein fast biblisches Alter hat, hatte ich auch in Erinnerung. Wie ich schrieb, Bernd Schwarz ist schon älter. Das Peter Weber tot ist hatte ich wohl noch nicht gehört und ist mir völlig neu. Ich habe Ihn schon ewig weder gesehen noch gesprochen. Als es irgendwann mal nicht mehr gepasst hat, verlor man sich aus den Augen. Das letzte Mal sah ich ihn als die Eisenacher 41-er in Heimbach war und das ist auch schon sehr lange her. Er hat in Euskirchen wohl noch mal neu gebaut hörte ich. Irgendwann habe ich dann noch mal was auf Ebay von Ihm gekauft. Dafür das Peter Weber ja nur Laie und Eisenbahnfreund war und hatte im Grunde von der Eisenbahn nur wenig Ahnung, hat er mit seinen CD's, ohne Zweifel, schon sehr viel geschaffen. Daran ist aber auch sein Beruf mit schuld gewesen. Er hat an viele Türen geklopft und so von den Eifeleisenbahnen schon Einiges zusammengetragen. Sein Bruder hatte dem Buch "Die Ahrtalbahnen, Klaus Kemp" aus den 1983(-?) auch einige uralte Bilder aus Familienbesitz beigesteuert. Peter hat immer bedauert davon keine Abzüge zu besitzen. Bei einem großen Teil der CD's habe ich wohl noch mitgemacht, bei den DVD's dann nachher nicht mehr. Dann hat er ja einige Jahre die Eifelbahn Seite betreut und gehofft sich dadurch weitere Quelle zu erschließen und hatte zum Teil damit dann wohl auch Erfolg. RIP.
Auch wenn das Buch "Eisenbahnen in Euskirchen" erst 1991 (geschrieben, wurde es ja früher, bzw.) herausgegeben wurde, quasi also als es mit den Eisenbahnen der Eifel nur noch bergab ging, hatte das nicht zu bedeuten das man damals auch alle Quellen ausgeschöpft hat, obwohl Perrilieux schon die Super Connection zur Bahn hatte. Richtig angestrengt hat er sich dabei wohl nicht, ihm lag da auch immer mehr die Eisenbahn in und um Brühl am Herzen. Bei dem Buch wäre jedenfalls wesentlich mehr machbar gewesen. Ich war gelegentlich schon mal bei meinem Nachfolger, als das Oberbaubüro noch Deutschen Bundesbahn und in Köln war. Ich weiß das aufgrund dieses Buchs noch einige Akten aufgetaucht sind, die bisher nie mitbenutzt wurden (wahrscheinlich war das Manuskript da schon fertig geschrieben und irgendwann muß man ja mal einen Schnitt machen). Man war vielleicht auch vorher nur zu bequem in jeder Ecke genauer nach zu schauen. Ist halt passiert.
Michael Heinzel ist aktuell der noch letzte Eisenbahnhistoriker in die Richtung, der sich auch darum bemüht die Eifeleisenbahnen etwas besser in der Literatur zu verewigen. Ansonsten wird das für die vordere Eifel aber schon so richtig eng. Ausgesprochene Kenner fehlen hier leider einfach und die wird wohl so auch nicht mehr geben. Die Uralt-Original-Quellen (Eisenbahner) sterben dann irgendwann mal auch halt einfach weg.
Die Jünkerather sind für ihre bzw. in ihrer Ecke schon noch sehr aktiv, obwohl sich da auch schon der höhere bis hohe Altersdurchschnitt sehr gut bemerkbar macht. Keiner wird halt jünger.
Im Euskirchener Lokschuppen bzw. der Truppe hätte ich noch mal eine Chance gesehen das sich etwas in Richtung Literatur zu den Eifeleisenbahnen rührt. Von der Truppe kenn ich alle (nun ja - fast alle) Eisenbahner, aber die haben halt den Schwerpunkt Fahrzeuge und diese zu präsentieren. Irgendwie muß ja Geld rein. Aber das müssen die selber wissen.
Für die Zukunft sieht es daher in Bezug auf gute und ausführliche Literatur über die Eifeleisenbahnstrecken (bis Kall/ Nettersheim) eher dunkel grau bis schwarz aus, denn man hat von Seiten der Eisenbahn um 1990 herum aus Brandschutzgründen einfach alles in Müll-Container entsorgt bzw. entsorgen müssen. Es hat Keinen groß interessiert. Dafür kam dann extra ein eigens beauftragter Räumtrupp (Fremdfirma), der da alles zertrümmert und dann, inclusive alter Ordner, in die Container geschmissen hat. Kurz drauf hat es dann ein paar mal gut geregnet und dann war alles hin. Etliche Tonnen Altpapier aus der Bahnmeisterei und dem Bahnhof wurden ohne groß zu überlegen geschreddert und entsorgt.

Übrigens berichtete dieser Trupp das er dies bereits schon in mehreren Bahnhöfen so gemacht hat und darunter dann auch alte Gleis- und Gebäudepläne aus der Jahrhundertwende einfach entsorgt wurde. Diese Trupps sind zwar herzlos, aber eben nicht blind. Etwas daraus zu entnehmen war ebenfalls verboten, denn der Dienststellenleiter hatte direkten Blickkontakt von seinem Büro auf diese Container (zumindestens bei uns). Es war somit quasi absolut geheimer Müll. ;-))

Und einmal fott is halt für immer f o t t.
Et is halt wie et is, da nutz auch kein jammern mehr was.


Beste Grüße
Bernd



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.05.21 05:30.

Würde das Ganze auch eher als Depot betrachten.

geschrieben von: EP 5

Datum: 25.05.21 08:49

eifelhero schrieb:

Den Rechtecklokschuppen in EU würde ich allerdings nicht als Eisenbahnmuseum bezeichnen.




Hallo,


es hätte mich als ehemaliger Euskirchener auch etwas gewundert, wenn die besagte Lokhalle an der Oststraße als Standort eines Industriemuseums (mit tragfähiger beziehungsweise spannender Ausstellungskonzeption, Forschungsaktivitäten, Museumspädagogik, Archiv etc.) zur Eisenbahngeschichte der Kreisstadt genutzt worden wäre. Für eine solche Institution fehlen einfach die Gelder, denke ich.

Die hinter dem Bahnhof am Parkplatz aufgestellte Dampfspeicherlok symbolisiert ebenfalls die aktuelle, mir etwas trostlos erscheinende Situation vor Ort.



Viele Grüße,

Marc


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Wilhelm II.


Hattest Du denn schon mal ein Buchprojekt beabsichtigt?

geschrieben von: EP 5

Datum: 25.05.21 11:57

eifelindianer schrieb:

Buch vs. neues Buch: Ich grundsätzlich schon bereit etwas zu so einem Projekt beizutragen. Ein klärendes Gespräch wäre hier wohl nötig, weil ich von so was absolut keine Ahnung habe.




Hallo Bernd,


hattest Du denn schon mal vor, ein Buch über ein spezielles Eisenbahnthema zu schreiben? Vielleicht findest Du auch einen Autor (Michael Heinzel?), mit dem Du Deine Geschichte zusammen herausbringen könntest? Ich wäre auf jeden Fall ein dankbarer Leser eines solchen Werkes.

Meines Erachtens müssen auch nicht immer unbedingt große oder erschöpfende Buchwerke gedruckt werden. Ich finde zum Beispiel auch die Heftreihe "Rheinisch-Bergische Eisenbahngeschichte" von Kurt Kaiß interessant, in der einzelne Strecken und Bahnanlagen im Raum Wuppertal auf ca. 80 Seiten (A/5) mit Dokumenten etc. vorgestellt werden.


Viele Grüße,

Marc

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Wilhelm II.






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.05.21 11:58.
Um mal eins vorweg zu nehmen die im Vzehl sind ganz super Leute und die würden auch, aber es gibt daneben leider zu viele aber. Daneben haben die ja auch noch die üblichen Lokfüher-Problem die weiter zurück schon mal aufgezählt habe. Die Euskirchener DB-Archivalien sind den Weg eines jeden alten Papiers gegangen. Ablage "P". Was kannst da jetzt noch präsentieren. Alte Backsteine, von denen schon bereits hunderte fehlen, weil die auch Einer zum Wiederverkauf gebrauchen konnte, alte Dachpappe, versiffte alte Schottersteine, alte Schuppentore, ein paar alte Löcher in den Wänden wo mal Schilder gehangen haben. Der Schuppen ist jetzt ein Denkmal, so und nun denk mal nach. Ab jetzt wird es teuer.
Für so was brauchte Connection und Connection und nochmal Connection und dann noch einen Anderen (Stadt Euskirchen) der die Füße still hält. Ich würde sonst was drauf verwetten dass das Gelände rund um den Lokschuppen schon lange anderweitig verplant ist, ebenso wie das Gelände unterm Güterbahnhof. Da winken dir so richtig Dollars entgegen und es gibt etliche unterbeschäftigte Architekten. Und da werden die aus EU einen Lokschuppen wortlos abtreten! Welche feuchten Träume habt ihr nachts. Ich denke dieser Vzehl ist aktuell da nur geduldet, also seitens der Stadt. Man wartet bis so einem Verein die Puste ausgeht und dann wird eine Rechnung gemacht. Daneben wird DB Regio auch mitsprechen wollen. Schon ist die Birne geschält.
Ich würde sagen, danke fürs Gespräch. Jetzt trinken wir noch einen, gehen noch mal aufs Töpfchen und dann auf nach Hause, ist ja schon spät.


MfG
Bernd

Re: Würde das Ganze auch eher als Depot betrachten.

geschrieben von: eifelhero

Datum: 25.05.21 13:28

Hallo Eifelindianer,
ich befürchte das du Recht hast!
Der Denkmalschutz für die Dreiwegweiche hat nichts geholfen,
dann sagt der Buschfunk, das die Koblenzer ein Auge auf die 218 geworfen haben. Und DB Imobilien bekommt bei der Lage einen super Preis.
Hoffen wir mal, das im September dort mal wieder Tag der offenen Tür ist

gruß aus der Eifel,
Heinz
Zum Ersten muß man sich zum Thema Denkmal einfach nur mal das Hin und Her im ehemaligen Kreuzberger Lokschuppen anschauen. Der dortige Lokschuppen war über viele Jahre ein Denkmal und heute ist wieder alles entwidmet und vergessen. Und da war schon einer mit im Verein der richtig Ahnung von diesen Gesetzen plus einigen guten Beziehungen hatte.
Zum Zweiten muß man als Kommune nur viel Geduld haben, erst recht wenn das Objekt nicht sofort benötige wird. Lasset sie sich doch spielen und sich austoben. Die werden schon ruhiger. Dann kosten Fahrzeuge Geld, müssen unterhalten werden, müssen betrieben werden, brauchen Diesel und Schmierstoffe. Vereine leben sehr oft eh nur von +/- 10 bis 20 aktiven Mitgliedern, dazu kommt dann die Zeit. Es ändern sich Gewohnheiten, Hobbies, man heiratet, bekommt Kinder zieht weiter oder ganz weg oder oder oder. Häuser und Grundstücke müssen gepflegt werden, Ehefrauen?. Am Anfang macht das echt Spaß, die Euphorie verfliegt allmählich, Freizeit ist ein weiterer Faktor. Jeder kommt anfangs gerne, das verfliegt auch mit der Zeit. Reibereien innerhalb des Vereins entstehen früher oder später, dann DB-Im, Denkmalschutz, die Stadt, das Gebäude (undichtes Dach, kaputte Fenster, Heizung, Strom, nicht zu unterschätzen-die Politik)
Alleine 3000 Liter Diesel sind schon kein Schnäppchen, die Lok frisst 7 Liter pro km. Eine 218 säuft gerne Öl. Anbindung ans Netz, Anschlußmiete und überhaupt die Miete.
Es werden irgendwann wohl mal regelmäßige mal Einnahmen Dritten nötig sein und nicht nur die von Mitgliedern, denn das Unternehmen sollte mindestens mal kostendeckend betrieben werden, wenn es geht mit kleinen Rücklagen für Notfälle.
Insgesamt leider sehr viele Prim-Faktoren.
Hier kommt dann noch der Hammer obendrauf - Lokführer zu sein von Beruf - was eh schon weniger an (Frei-)Zeit bedeutet.



So gerne ich das Denen gönne, für mich - nein danke.

Beste Grüße
Bernd

Re: Würde das Ganze auch eher als Depot betrachten.

geschrieben von: EP 5

Datum: 25.05.21 19:19

Hallo Bernd,


jetzt sehe ich mich doch veranlasst, auf einige Deiner Punkte einzugehen.


Zum Ersten muß man sich zum Thema Denkmal einfach nur mal das Hin und Her im ehemaligen Kreuzberger Lokschuppen anschauen. Der dortige Lokschuppen war über viele Jahre ein Denkmal und heute ist wieder alles entwidmet und vergessen.

Das mag ja sein, aber es gibt auch positive Beispiele wie etwa in Pankow-Heinersdorf, wo sich das Denkmalamt in der Vergangenheit vehement für den Fortbestand zweier Lokschuppen und eines Bahnverwaltungsgebäudes einsetzte. In diesem Fall wurde sogar vor Gericht gegen den Eigentümer prozessiert und der Prozess zugunsten der oben genannten Relikte gewonnen. Zurzeit werden die Gebäude vom Besitzer saniert. Es geht auch anders!


Dann kosten Fahrzeuge Geld, müssen unterhalten werden, müssen betrieben werden, brauchen Diesel und Schmierstoffe.


Dieser Aspekt betrifft meines Erachtens nur speziell Schienenfahrzeuge, die im Rahmen von Museumsfahrten eingesetzt werden sollen, nicht Exponate, die natürlich bei der Beschaffung auch Geld kosten. Es sei denn, bei den Fahrzeugen handelt es sich um Leihgaben. So etwas soll es ja auch geben. Den im Depot stehenden (?) VT 95 fände ich persönlich zum Beispiel als Leihgabe vom Deutschen Technikmuseum, eventuell neben einer gut erhaltenen 50er für Euskirchen sehr interessant!


Am Anfang macht das echt Spaß, die Euphorie verfliegt allmählich, Freizeit ist ein weiterer Faktor.

Da frage ich mich, was man als Verein eigentlich möchte? Vielleicht kann mir noch einmal jemand erklären, was man in Euskirchen mit der Loksammlung intendiert? Wo soll der Weg eigentlich hinführen?

Mir persönlich würde zum Beispiel das Reparieren von Lokomotiven weniger Spaß machen, dann schon eher die Vermittlung von Ausstellungsinhalten. Bei der Euskirchener Loksammlung würde es mir schon etwas schwer fallen, die Leute „mitzunehmen“, für die Eisenbahn und deren Geschichte zu begeistern. Da fehlen mir einfach spannende Exponate. Es müssen übrigens nicht ausschließlich echte Lokomotiven sein.


Hier kommt dann noch der Hammer obendrauf - Lokführer zu sein von Beruf - was eh schon weniger an (Frei-)Zeit bedeutet.

Das ist wirklich ein Nachteil, dass sich der Verein fast ausschließlich aus berufstätigen Lokführern rekrutiert und sich faktisch zeitliche Engpässe bei den Mitgliedern ergeben. Problematisch finde ich aber auch, dass man Leute wie zum Beispiel Bernd Schwarz nicht mit ins Boot holen konnte. Im Falle eines Museums sind solche Leute mit ihrem Hintergrundwissen ungemein wichtig. In Anbetracht der heutigen Situation frage ich mich auch, welche Tätigkeit er dort ausüben könnte? Seine Expertise wäre vor Ort ja eigentlich gar nicht gefragt. Im Stadtanzeiger von 1991, als das Kenning-Buch herauskam, stand in der Überschrift zum Autor: Ein Besessener in Sachen Eisenbahn.

Man muss sich in Anbetracht der heutigen Begebenheiten aber auch nicht groß wundern, dass von Seiten der Stadt, aus der Politik etc. nur wenig Unterstützung kommt. Das Euskirchener Projekt, so wie ich es verstanden habe, läuft Gefahr, zu scheitern.

Michael (Autor), ich/wir haben uns eigentlich ziemlich weit von Deinem Thema (Dein Buch) wegbewegt. Ich hoffe, dass Du Dich nicht darüber ärgerst, sondern das Phänomen positiv bewertest. Schließlich hat Dein Beitrag eine ganze Reihe von Reaktionen und Gedanken ausgelöst. Das kann meines Erachtens für Deine Publikation nur gut sein, die ich mit Spannung erwarte und mir auf jeden Fall zulegen werde!



Viele Grüße,

Marc

"Hier in Berlin kamen wir uns immer fast wie Gefangene vor... Wie groß war daher unsere Freude, wenn es im Frühling nach Potsdam ging."

Wilhelm II.






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.05.21 19:20.

Eisenbahnen im Voreifelland

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 25.05.21 23:42

Klar, also zurück zum eigentlichen Thema.

Michael Heinzel und sein neues Buch "Eisenbahnen im Voreifelland".


Beste Grüße
Bernd
Liebe Eisenbahnfreunde, ich bin Grad im Urlaub und kann mit meinen dicken Fingern keine lange Antwort schreiben. Ich mache hier nach dem 8.Juni eine ausführliche Stellungnahme. Gruss, MH

K.S. alias Bernd alias Eifelindianer

geschrieben von: fzx2

Datum: 26.05.21 20:24

Hallo Klaus,

also die Geschichte der Unterlagen kann ich nicht ganz nachvollziehen....

Du hast mir gegenüber vor 20 Jahren eine leicht andere Geschichte erzählt. Und mir auch Kistenweise Unterlagen/Pläne aus dem Bf Euskirchen gezeigt, die Du -nach deiner Aussage- aus den besagten Containern gezogen hast.

Leider lässt Du nur niemanden an deinem Schatz teilhaben, was sehr schade ist.
Denn Unterlagen auf thematisch passenden Webseiten oder CDs zu veröffentlichen oder auch für Buchprojekte zur Verfügung zu stellen, könntest Du ja durchaus. Den viele Leute haben bei Dir schon vorgesprochen, aber sind wohl -so wie ich und auch Peter W.- direkt oder nach einiger Zeit bei Dir „vor die Pumpe gelaufen“.

Ich möchte hoffen, dass dein Nachkomme weiß, was er eines Tages mit den Schätzen richtiges anfängt. Ansonsten wäre das auch noch verloren.

Gruß

Alex



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.05.21 15:45.

Re: Klaus S. alias Bernd alias Eifelindianer

geschrieben von: eifelhero

Datum: 26.05.21 23:10

Hallo Alex,
den Klarnamen aus dem Betreff würde ich streichen.
Das ist Privatsache, unter was für einem Namen man hier auftreten möchte.

gruß aus der Eifel,
Heinz