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Moderatoren: Klaus Habermann - MWD

eingetroffen: Kieler Straßenbahn (Suton)

geschrieben von: Rolf Hafke

Datum: 31.03.21 18:50

Liebe Forumsleser,

bereits letzten Samstag ist das mehrmals als Neuheit verschobene Buch eingetroffen:

Die Kieler Straßenbahn
auf dem Titel mit Untertitel: Die Geschichte der Linien von 1881 bis 1985,
auf dem Deckblatt bisheriger Untertitel: Auf Schienen durch die Fördestadt.

Es scheint so, dass das Autorenpaar mit den Kieler Straßenbahnfreunden und / oder
dem VVM am Schönberger Strand keinerlei Kontakte hatte. Abgebildet sind vor allem
Aufnahmen aus eigenem Archiv (schätze rund 2/3), aus dem Stadtarchiv (mit max. 20 %)
sowie von verschiednen Familien, hauptsächlich in Kiel.

Es gibt keinen Liniennetzplan, wie wir ihn uns wüscnhen - typisch Sutton,
lediglcih 2 kleine Pläne mit jeweils 6,5 x 6.5 cm (je halbe Seitenbreite) plus
einen mit 6,5 x 9 cm hoch im Kapitel Linienverläufe .....

Nach kurzer Einführung wird mit der Pferdebahn begonnen, fortgeführt mit der
Elektrifizierung, danach folgen die einzelnen Linien, danachLinienverläufe und Bedienung
der Stadteile, Fahrscheine und Tarife, Stadtbahnprojekte und Zukunftsperspektiven.

Etliche der historischen Aufnahmen um die Jahrhundertwende 1900 lassen an Brillianz
zu wünschen (teils "zugelaufen", in den Textpassagen fehlen nicht nur Hinweise zu den
Fahrzeugen bzw. deren Nummern, auch die Jahreszahlen bei älteren Aufnahmen fehlen häufig.

Eine Wagenparkstatistik fehlt, das Thema Fahrzeuge geht zwischen den Bildunterschriften
unter, welcher Hersteller wie viele Fahrzuge geliefert hat, wird nicht erläutert.
siehe aber: [de.wikipedia.org]

Auch das neueste Straßenbahn- bzw. StadtRegionalBahn-Projekt wird nicht konkret beschrieben
(soweit ich weiß, gibt es seit Oktober 2020 den Auftrag für eine Trassenpalnung;
binnen 2 Jahren soll Tram oder BRT-Bus entschieden werden).

Es gibt auch keinerlei Hinweise auf erhaltene Straßenbahnen, sei es am Schönberger Strand,
in Wehmingen oder Braunschweig. Auch die Kieler Straßenbahnfreunde werden nicht erwähnt!
siehe dazu: [www.fsk-kiel.de]

Mein Eindruck: Bilder aus Privatbesitz und dem Stadtarchiv stellen interessante Alternativen
zu dem bisherigen Kieler Straßenbahn-Buch bzw. zu Fachbüchern (Wolff, Kenning etc.) dar.

Rofl Hafke, TS: TramShop
hafke.koeln@t-online.de

Re: eingetroffen: Kieler Straßenbahn (Suton)

geschrieben von: ludger K

Datum: 31.03.21 23:33

Hallo Rolf!

Was hast Du erwartet? Wenn Du dir im Schnellimbiß für 1,99 € eine Bratwurst bestellst, dann kannst Du auch kein 5-Gänge-Menü erwarten.

Sutton bleibt eben Sutton, die Pommesbude der Eisenbahnliteraturszene.

Viele Grüße
Ludger



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.04.21 05:33.

Re: eingetroffen: Kieler Straßenbahn (Suton)

geschrieben von: 98507

Datum: 01.04.21 09:52

ludger K schrieb:
Hallo Rolf!

Was hast Du erwartet? Wenn Du dir im Schnellimbiß für 1,99 € eine Bratwurst bestellst, dann kannst Du auch kein 5-Gänge-Menü erwarten.

Sutton bleibt eben Sutton, die Pommesbude der Eisenbahnliteraturszene.

Viele Grüße
Ludger
Ist es nicht möglich, sachlich zu bleiben?
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

Für Inhaltsverzeichnisse von weiteren Eisenbahnfreunden
bitte hier klicken!

Re: eingetroffen: Kieler Straßenbahn (Suton)

geschrieben von: Rolf Hafke

Datum: 01.04.21 12:53

>> Was hast Du erwartet? Wenn Du dir im Schnellimbiß für 1,99 € eine Bratwurst bestellst, dann kannst Du auch kein 5-Gänge-Menü erwarten.

Sutton bleibt eben Sutton, die Pommesbude der Eisenbahnliteraturszene. <<

Hallo Ludger,
liebe Forumsleser,

es gibt durchaus "gute" bzw. gutgemachte Sutton-Bücher im Bereich Nahverkehr,
wie die beiden Trier-Bände und zuletzt auch die Saarland-, Neunkirchen- und Naumburg-Bücher.

1 Seite (ggf. auch 2) für einen Liniennetzplan findet man eigentlich immer, ggf. sogar im Vorsatz
bzw. Nachsatz, meist gibt es doch mehrere Vorlagen, Nachkriegszeit und "Höhepunkt" .....

Dass eine Bildbearbeitung nicht vorgenommen wird, wissen wir. Dass aber Themen wie Wagenpark
und auch Statistik unter den Tisch fallen, zeugt nicht von tiefer Kenntnis des Autoren(paares). Schade!

Aber: diese Bücher sind ja nicht unbedingt für die "kleine Schar der Insider" gemacht,
sondern für das breite Publikum ....

Aber es soll ja noch Weiteres von Herrn Hellmuth folgen.
Lieferbar: Kieler Straßenbahn I Schienengebundener Nahverkehr 1881-1931, 204 S. ~A4 49,95 €

Rolf Hafke, TS: TramShop
hafke.koeln@t-online.de

Re: eingetroffen: Kieler Straßenbahn (Suton)

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 01.04.21 13:42

ludger K schrieb:
Was hast Du erwartet? Wenn Du dir im Schnellimbiß für 1,99 € eine Bratwurst bestellst, dann kannst Du auch kein 5-Gänge-Menü erwarten.

Sutton bleibt eben Sutton, die Pommesbude der Eisenbahnliteraturszene.

Die grundsätzliche Kritik an Sutton ist schon richtig, aber konkrete Detailkritik ist eben auch wichtig. Und Netzplan und Wagenparkstatistik gehören nun mal dazu. Zumindest ersteres macht natürlich Arbeit.

Re: eingetroffen: Kieler Straßenbahn (Suton)

geschrieben von: 642

Datum: 01.04.21 16:54

Ich habe selbst schon etliche Bücher aus dem Sutton Verlag rezensiert und auch zumindest was meinen heimatlichen Berliner Bezirk angeht im heimischen Bücherschrank zu stehen. Und ich muss leider hier widersprechen. Das Problem ist einfach, dass der Titel der Bücher von Sutton Verlag etwas erwarten lässt was sie nicht sind. Es sind einfach Bildbände über Verkehrsbetriebe, Strecken oder Regionen in unserem Hobbybereich und keine Chronikbände halt mit wenigen Ausnahmen. Alleine schon bei den Namen der Autoren kann man das schon erkennen. Nur leider gibt es zahlreiche Bildbände die halt lieblos gestaltet werden und dort mischt sich der Verlag halt nicht ein. Und zumindest ich erwarte in einem Bildband keine Wagenparkliste und kritisiere deren fehlen halt nicht. Außerdem schon das gewählte Format spricht für mich halt nicht für Chronikbände, wenn man dann das Verhältnis Seitenzahl und Bilder vergleicht.

Der Verlag wird auch an sein Geschäftsmodell nichts ändern solange er Erfolg hat. Den Erfolg sehe ich dann allerdings eher an den heimatlichen Bildbänden, diese sind wesentlich besser gestaltet als zahlreiche Bildbände über Eisenbahn. Aber danke für die Beiträge hier schon, dann bin ich richtig froh, dass jemand anderes über den Kiel-Band die Rezension machen möchte. Dort beschäftige ich mich lieber mit anderen Büchern.

642

Kennig Bücher

geschrieben von: SES

Datum: 01.04.21 16:56

Wenn man schon nur austeilt, sollte man sich schon klar sein, daß ein oder mehrere Bücher aus dem eigenen Hause auch nicht Fehlerfrei sind.

Zu mal ich das hin und her vor der Veröffentlichung incl. "Ihr als Verein müßt die Hälfte der Produktionskosten übernehmen, sonst drucke ich es nicht." bis hin zur Veröffentlichung von Fotos im Bimmelbahn Forum die im Buch als "Erstveröffentlichung" geplant waren, der Verleger sein eigenes Produkt vorher schon kaputt macht.
Zu mal der Verein mit dem ersten Buch und auch mit dem zweiten Buch nichts zu tun hatte oder hat.

Nur mal so, wer trägt bitte schön das Unternehmerische Risiko? Der Verleger oder der Autor?

"8. Dezember 2011
#10 Hallo Thomas!

Auf Wunsch des Vereins begannen wir vor längerer Zeit mit den Vorbereitungen einer komplett überarbeiteten Neuauflage (nunmehr DIN-A4). Ich hatte von vornherein klargestellt, daß ich das Risiko nicht alleine tragen wolle, und wir vereinbarten, daß der Verein gleich nach Erscheinen einen gewissen Posten abnehmen müsse. Gesagt, getan, wir begannen mit der Arbeit, das Layout steht zur Hälfte, doch dann wollte man sich an die Vereinbarung nicht mehr erinnern. Da ich nicht deren Kreditinstitut bin, liegt das Material jetzt brach. Ich hatte bereits etliche Fotos hinzubesorgt (auch die hier gezeigten), schade drum...

Der Obus fuhr übrigens bis Markranstädt. Am Adler (einen solchen Namen einer Kreuzung gibt es offiziell garnicht) war die Keimzelle des Leipziger Obusbetriebs. Mehr dazu in meinem 1. Band "Obusse in Deutschland".

Viele Grüße Ludger


Einmal editiert, zuletzt von Ludger K (8. Dezember 2011)"

Das Posting aus dem Bimmelbahn Forum enthält eindeutig Behauptungen und Falschaussagen.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.04.21 17:43.

Re: Kennig Bücher

geschrieben von: FTB

Datum: 01.04.21 17:20

Welches Buch ist schon komplett fehlerfrei? Kein Buch mit einem gewissen Anspruch kommt ohne Korrigenda aus.
Die Bücher aus dem Kenning-Verlag halte ich schon für den "Goldstandard" im Nahverkehrsbereich.

Re: Kennig Bücher

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 01.04.21 17:21

642 schrieb:
Das Problem ist einfach, dass der Titel der Bücher von Sutton Verlag etwas erwarten lässt was sie nicht sind. Es sind einfach Bildbände über Verkehrsbetriebe, Strecken oder Regionen in unserem Hobbybereich und keine Chronikbände halt mit wenigen Ausnahmen. Alleine schon bei den Namen der Autoren kann man das schon erkennen. Nur leider gibt es zahlreiche Bildbände die halt lieblos gestaltet werden und dort mischt sich der Verlag halt nicht ein. Und zumindest ich erwarte in einem Bildband keine Wagenparkliste und kritisiere deren fehlen halt nicht. Außerdem schon das gewählte Format spricht für mich halt nicht für Chronikbände, wenn man dann das Verhältnis Seitenzahl und Bilder vergleicht.

Ein Buch "Die Kieler Straßenbahn - Die Geschichte der Linien von 1881 bis 1985" lässt eine historische und komplette Abhandlung erwarten und kein Bilderbuch.

SES schrieb:
Wenn man schon nur austeilt, sollte man sich schon klar sein, daß ein oder mehrere Bücher aus dem eigenen Hause auch nicht Fehlerfrei sind.

Zu mal ich das hin und her vor der Veröffentlichung incl. "Ihr als Verein müßt die Hälfte der Produktionskosten übernehmen, sonst drucke ich es nicht." bis hin zur Veröffentlichung von Fotos im Bimmelbahn Forum die im Buch als "Erstveröffentlichung" geplant waren, der Verleger sein eigenes Produkt vorher schon kaputt macht.
Zu mal der Verein mit dem ersten Buch und auch mit dem zweiten Buch nichts zu tun hatte oder hat.

Hat das was mit der Kieler Straßenbahn zu tun?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.04.21 17:25.

Re: Kennig Bücher

geschrieben von: SES

Datum: 01.04.21 17:29

kaufhalle schrieb:
642 schrieb:
Das Problem ist einfach, dass der Titel der Bücher von Sutton Verlag etwas erwarten lässt was sie nicht sind. Es sind einfach Bildbände über Verkehrsbetriebe, Strecken oder Regionen in unserem Hobbybereich und keine Chronikbände halt mit wenigen Ausnahmen. Alleine schon bei den Namen der Autoren kann man das schon erkennen. Nur leider gibt es zahlreiche Bildbände die halt lieblos gestaltet werden und dort mischt sich der Verlag halt nicht ein. Und zumindest ich erwarte in einem Bildband keine Wagenparkliste und kritisiere deren fehlen halt nicht. Außerdem schon das gewählte Format spricht für mich halt nicht für Chronikbände, wenn man dann das Verhältnis Seitenzahl und Bilder vergleicht.
Ein Buch "Die Kieler Straßenbahn - Die Geschichte der Linien von 1881 bis 1985" lässt eine historische und komplette Abhandlung erwarten und kein Bilderbuch.

SES schrieb:
Wenn man schon nur austeilt, sollte man sich schon klar sein, daß ein oder mehrere Bücher aus dem eigenen Hause auch nicht Fehlerfrei sind.

Zu mal ich das hin und her vor der Veröffentlichung incl. "Ihr als Verein müßt die Hälfte der Produktionskosten übernehmen, sonst drucke ich es nicht." bis hin zur Veröffentlichung von Fotos im Bimmelbahn Forum die im Buch als "Erstveröffentlichung" geplant waren, der Verleger sein eigenes Produkt vorher schon kaputt macht.
Zu mal der Verein mit dem ersten Buch und auch mit dem zweiten Buch nichts zu tun hatte oder hat.
Hat das was mit der Kieler Straßenbahn zu tun?
Genau so wenig/ viel, wie das Posting vom Herrn Kennig selbst. Such den Fehler nicht bei mir, sondern bei Ihm!

Kaufhalle, tritt der Herr K hier als Privatperson auf oder als Gewerbetreibender? So eindeutig sind die Grenzen leider nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.04.21 17:35.

Re: Kennig Bücher

geschrieben von: SES

Datum: 01.04.21 17:31

FTB schrieb:
Welches Buch ist schon komplett fehlerfrei? Kein Buch mit einem gewissen Anspruch kommt ohne Korrigenda aus.
Die Bücher aus dem Kenning-Verlag halte ich schon für den "Goldstandard" im Nahverkehrsbereich.
Zum ersten Satz: da gebe ich dir recht. Nur mach das mal dem Herrn K. klar.

Letzter Satz: nenne mir auch nur ein Buch.

Re: eingetroffen: Kieler Straßenbahn (Suton)

geschrieben von: ludger K

Datum: 01.04.21 18:24

98507 schrieb:

Ist es nicht möglich, sachlich zu bleiben?
Genau das mache ich ja gerade: Ich verteidige Sutton und will Rolf klar machen, daß er die falschen Maßstäbe ansetzt. In einer Pommesbude kann man eben nur eine Bratwurst mit Pommes rot/weiß erwarten, und eben kein gediegenes Fünf-Gänge-Menü, in diesem Fall (bezogen auf ein Eisenbahnbuch) mit Vorgeschichte, Bahnbau, Betriebszeit, Stationen und (zum Dessert) den Fahrzeugen, und das alles mit ausführlichen Tabellen, Zeichnungen und Beschreibungen sowie jeglichen verfügbaren Fotos. Da die Pommesbude offenbar einen so üblen Geschmack hinterläßt: Wenn ich mir einen FIAT Punto kaufe, dann darf ich nicht meckern, daß er keinen so hohen Komfort hat wie ein Auto A8, sondern sollte mich freuen wie ein Schneekönig, daß er viel besser ist als eine Seifenkiste. Man darf sich auch nicht beschweren, daß der FC Ingolstadt lange nicht so gut ist wie Bayern München, sondern sollte sich freuen, daß er im Fußball viel besser ist als der VFB Eichstätt. Besser wäre es, ein Sutton-Buch mit einer Schülerzeitung zu vergleichen, dann wird es immer gut abschneiden und man könnte es über den grünen Klee loben.

Re: Kennig Bücher

geschrieben von: 614 005

Datum: 01.04.21 18:25

Meiner Meinung nach tritt er hier eindeutig als Gewerbetreibender auf.
Aber seiner Art des Auftritts erreicht er bei mir das Gegenteil - ich lasse ihm nichts verdienen. Sollte ein Buch mal von Interesse sein, lese ich via Fernleihe.
614 005

Re: Kennig Bücher

geschrieben von: Dr. Joachim Ludwig

Datum: 01.04.21 18:28

Durch den Titel werden Erwartungen geweckt, die dieser Bildband offensichtlich nicht erfüllt. Ich kenne kein Buch aus dem Sutton- Verlag, bin aber im Lokmagazin 3/21 auf S. 27 auf eine ganzseitige Werbung des Sutton- Verlags gestossen. Neben dem Titel: "Im Zug über die Ostsee " mit dem Titelbild mit 01.10 vor einem Fährschiff in Puttgarden ( die Vogelfluglinie war im Regelverkehr dampffrei ) wurde angepriesen:" Unsere Neubergerbahn 1879 - 2000 " Klingt nach Österreich. Titelbild: Eine österreichische Lok der BR 91 mit Spantenwagen. Sieht nach Österreich aus. Darunter der Text:" Rund 190 faszinierende Fotografien vermitteln abwechslungsreiche Eindrücke vom Dampfbetrieb zwischen Glauchau und Großbothen ( = Muldentalbahn). Was soll ich da erwarten ? Sachkenntnis jedenfalls nicht.
Grüße und bleibt gesund.
Joachim



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.04.21 18:35.

Re: Kenning Bücher

geschrieben von: ludger K

Datum: 01.04.21 18:34

Wer noch nicht einmal in der Lage ist, meinen Namen richtig zu schreiben oder in seinem Beitrag auch nur einen einzigen Satz unfallfrei zustande zu bringen, der sollte sich hier bei der Frage, ob es fehlerfreie Bücher geben darf oder nicht, doch tunlichst zurückhalten. In sprachlicher und in diesem Fall auch sachlicher Hinsicht hat er sich längst disqualifiziert, und das nicht erst heute.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.04.21 19:37.

Re: Kennig Bücher

geschrieben von: FTB

Datum: 02.04.21 10:09

> Letzter Satz: nenne mir auch nur ein Buch.

Wenn ich schon danach gefragt werde, so möchte ich exemplarisch zumindest ein Buch nennen. Und zwar "Obusse in Kapfenberg und Bruck a.d. Mur" von Hans Lehnhart und Jörg Prix. Nein, das wird keine Rezension, das können andere besser. Ich möchte zumindest einige Eindrücke von diesem Buch wiedergeben.
Auf 96 Seiten im Hardcover und angenähertem A5-Format wird die Geschichte dieses kleinen österreichischen Obusbetriebes beschrieben. Klar strukturiert, erstklassige Fotos, sauber gedruckt, gute Beschreibungen von Strecken, Fahrzeugen und Technik, auch ein kleiner Schwenk in die österreichische Obusgeschichte insgesamt ist enthalten. MMn. ein Buch, dass für andere Monographien Vorbild sein könnte.
Auch die Monographien über eingestellte ostdeutsche Straßenbahnbetriebe (Stralsund, Hohenstein - Ernstthal, Klingenthal i.t.d.) setzen meiner Ansicht nach Maßstäbe.
Ich freue mich über weitere Publikationen aus dem Verlag Kenning und bleibt alle schön negativ (virentechnisch gesehen)! :)

Korrektur 10:36: In der ersten Zeile meiner Antwort aus Bus das richtige Wort Buch gemacht :)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.21 10:36.

Re: Kennig Bücher

geschrieben von: Bw Betzdorf

Datum: 02.04.21 12:40

Zitat: "Klar strukturiert, erstklassige Fotos, sauber gedruckt, gute Beschreibungen von Strecken, Fahrzeugen und Technik, auch ein kleiner Schwenk in die österreichische Obusgeschichte insgesamt ist enthalten. MMn. ein Buch, dass für andere Monographien Vorbild sein könnte. "

Durchaus. Aber die Frage ist doch auch, für welchen Personenkreis geschrieben wird, bzw was der Verlag vorgibt.
Reine Fachbücher die entsprechende Vorkenntnisse oder Erfahrungen voraussetzen (wie hier auch von einigen als selbstverständlich angesehen) verkaufen sich halt nur in einer geringeren Auflage, und schrecken den "Unbedarften" Leser ab.
Dann lieber ein Buch, was auch andere Zielgruppen mit anspricht. In einem solchen Buch haben dann aber technische Details und Auswüchse nichts zu suchen oder nur als Randbemerkung.

Re: Falsche Texte

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 02.04.21 13:17

Hallo,

ja, ja, die Anzeigenabteilungen! Das mit falschen Texten passiert, weil die Leute dort von der Materie keine Ahnung haben - und wenn so eine Seite dann "durchgewunken" wird, schafft es der Blödsinn eben ins Heft. Ich habe gerade etwas Vergleichbares entdeckt: Ein Reiseanbieter bewirbt in BE/BE 2 auf der 4. Umschlagseite eine Reise zu den rumänischen Waldbahnen mit dem richtigen Termin und dem richtigen Bild, laut Fließtext lernt man aber auf dieser Reise den Charme der britischen Eisenbahnen kennen...

Beste Grüße

Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.21 13:17.
SES schrieb:
kaufhalle schrieb:
Hat das was mit der Kieler Straßenbahn zu tun?
Genau so wenig/ viel, wie das Posting vom Herrn Kennig selbst. Such den Fehler nicht bei mir, sondern bei Ihm!

Er hat pauschale Kritik am Sutton-Verlag geäußert. Im Prinzip hat er in Anbetracht des hohen Anteils dürftiger Bücher aus diesem Verlag recht. Auch wenn ich dem Vergleich mit einer Pommesbude so nicht zustimmen kann. Schließlich sind 20 Euro für ein solches Buch nicht billig.

SES schrieb:
Kaufhalle, tritt der Herr K hier als Privatperson auf oder als Gewerbetreibender? So eindeutig sind die Grenzen leider nicht.

Ich weiß zwar nicht, ob das hier überhaupt unterscheidbar ist - aber frag ihn doch selbst.


Bw Betzdorf schrieb:
Durchaus. Aber die Frage ist doch auch, für welchen Personenkreis geschrieben wird, bzw was der Verlag vorgibt.
Reine Fachbücher die entsprechende Vorkenntnisse oder Erfahrungen voraussetzen (wie hier auch von einigen als selbstverständlich angesehen) verkaufen sich halt nur in einer geringeren Auflage, und schrecken den "Unbedarften" Leser ab.
Dann lieber ein Buch, was auch andere Zielgruppen mit anspricht. In einem solchen Buch haben dann aber technische Details und Auswüchse nichts zu suchen oder nur als Randbemerkung.

Da zitiere ich mich einfach mal selbst:

kaufhalle schrieb:
Ein Buch "Die Kieler Straßenbahn - Die Geschichte der Linien von 1881 bis 1985" lässt eine historische und komplette Abhandlung erwarten und kein Bilderbuch.

Ich halte den Hinweis auf eine vermeintlich andere Zielgruppe für eine Ausrede. Auch rein heimatkundlich orientierte Leser wollen Fakten haben. "Lustige Anekdoten von der Kieler Straßenbahn" ist woanders.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.21 13:29.

Re: Falsche Texte

geschrieben von: Dr. Joachim Ludwig

Datum: 02.04.21 13:56

@ Martin ( QJ 7002) Vollkommen richtig. Ich habe mir nach Deinem Beitrag die 4. Umschlagseite der BE/BEp 2/ 21 angesehen. Das ist ja noch hanebüchener als die Sutton - Anzeige im Lokmagazin. Da wird direkt nebeneinander für eine Reise " Dampf im Herzen Englands" und eine Reise " Waldbahnen in Rumänien " geworben mit demselben Fließtext für die Englandreise. Da genügt ein Blick, um den Fehler zu erkennen. Aber Hauptsache schnell die Arbeit erledigen , ob richtig oder falsch ist egal. Heutzutage kommt das Arbeitsethos immer mehr unter die Räder.
Grüße und bleib gesund!
Joachim

Re: Falsche Texte

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 02.04.21 15:31

...ja, und das bei einer bezahlten Anzeige! Der Reiseveranstalter bekommt die 4. Umschlagseite ja nicht für lau und sollte schon im eigenem Interesse an einer einwandfreien Seite interessiert sein - beim Verlag wird ja nur das fertige Druck-PDF vom Anzeigenkunden übernommen und an die Druckerei weitergeleitet.

Gesunde Ostern wünscht

Martin

Re: Kenning Bücher

geschrieben von: T13

Datum: 02.04.21 19:22

Bw Betzdorf schrieb:
Durchaus. Aber die Frage ist doch auch, für welchen Personenkreis geschrieben wird, bzw was der Verlag vorgibt.
Reine Fachbücher die entsprechende Vorkenntnisse oder Erfahrungen voraussetzen (wie hier auch von einigen als selbstverständlich angesehen) verkaufen sich halt nur in einer geringeren Auflage, und schrecken den "Unbedarften" Leser ab.
Dann lieber ein Buch, was auch andere Zielgruppen mit anspricht. In einem solchen Buch haben dann aber technische Details und Auswüchse nichts zu suchen oder nur als Randbemerkung.
Hallo Bw Betzdorf,

Ich frage mich gerade, welche Vorkenntnisse und Erfahrungen ich für ein Kenning-Buch oder ähnliche Publikationen brauche?
Und vielleicht hat der unbedarfte Leser sogar Spaß daran, seinen Horizont zu erweitern?

Bei einigen Sutton-Werken braucht man nicht mal lesen können, weil die Bildtexte ggü. dem beschriebenen Bild keinen Mehrwert haben!

http://abload.de/img/rimg00141kav1.jpg
MiniMax-Grüße aus Fredenbeck
Tjark




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.21 19:28.

Re: Kenning-Bücher

geschrieben von: ludger K

Datum: 02.04.21 20:48

Ein gutes Beispiel, FTB! Zum Thema Kapfenberg erhielt ich vom Autor ein sehr oberflächliches, fachlich und sprachlich höchst dürftiges Manuskript, auch die Fotos waren kaum brauchbar. Ich habe daraufhin einige Obusfachleute eingeschaltet (die Namen sind Dir bestens bekannt, FTB), die den Text von Grund auf neu aufbereitet und bis ins letzte Detail waschfest gemacht haben, und ich habe weitere Fotos hinzubesorgt (die Fotos im Buch entspringen zu 90 % dieser Suche). Das alles hat Monate gekostet, hat sich bei einem so exotischen Thema natürlich überhaupt nicht gerechnet, aber darum ging es weniger, wichtig war eben, daß wir hinterher noch in den Spiegel schauen und mit gutem Gewissen sagen konnten, das Thema erschöpfend dargestellt und jede erdenkliche Quelle ausgeschöpft zu haben.

Nun mal Hand aufs Herz, Ihr Sutton-Fans: Hätte jener Fast-Food-Verlag, der einzig und allein auf klingelnde Kassen erpicht ist, auch nur einen einzigen Finger krumm gemacht, den Inhalt zu überarbeiten und die Fotos in optimaler Qualität wiederzugeben? Wundert Ihr Euch wirklich noch, daß es Leser gibt, die auf dieses Haus überhaupt nicht gut zu sprechen sind?

Erst kürzlich nahm ich das Trier-Buch von Sutton in die Hand, um für ein anderes Thema etwas nachzuschlagen. Es war hoffnungslos, von vorne bis hinten mit der heißen Nadel gestrickt. Mehr als 2-3 Tage dürfte der Autor dafür nicht investiert haben (von den Fotos, die er aus meinem HiFo-Beitrag geklaut hat, ganz zu schweigen).

Re: Kenning-Bücher

geschrieben von: 245 002

Datum: 03.04.21 10:39

ludger K schrieb:
Ein gutes Beispiel, FTB! Zum Thema Kapfenberg erhielt ich vom Autor ein sehr oberflächliches, fachlich und sprachlich höchst dürftiges Manuskript, auch die Fotos waren kaum brauchbar. Ich habe daraufhin einige Obusfachleute eingeschaltet (die Namen sind Dir bestens bekannt, FTB), die den Text von Grund auf neu aufbereitet und bis ins letzte Detail waschfest gemacht haben, und ich habe weitere Fotos hinzubesorgt (die Fotos im Buch entspringen zu 90 % dieser Suche). Das alles hat Monate gekostet, hat sich bei einem so exotischen Thema natürlich überhaupt nicht gerechnet, aber darum ging es weniger, wichtig war eben, daß wir hinterher noch in den Spiegel schauen und mit gutem Gewissen sagen konnten, das Thema erschöpfend dargestellt und jede erdenkliche Quelle ausgeschöpft zu haben.


Da sag ich nur: EIGENLOB STINKT!

Re: Kenning-Bücher

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 03.04.21 17:34

245 002 schrieb:Zitat:
Da sag ich nur: EIGENLOB STINKT!
Wie bitte? Du musst Ludger ja nicht mögen, aber er hat hier lediglich in äußerst sachlicher Form erläutert, welche umfangreiche "Nacharbeit" das eingereichte, offenbar ziemlich dürftige Kapfenberg-Manuskript erforderte, um ein vorzeigbares Buch daraus zu stricken. Ich vermute, er hat sich die Mühe aus persönlicher Freude am Thema gemacht, aber das schmälert den Aufwand in keiner Weise.

Gruß, Helmut

Re: eingetroffen: Kieler Straßenbahn (Suton)

geschrieben von: vierachser

Datum: 03.04.21 19:59

Hallo zusammen,

hier noch etwas zum Kieler Buch. Denn darum ging es ja ursprünglich.

Hier kommen 2 wichtige Faktoren zusammen:
1. Der Autor ist in der Kieler Historie bewandert. Er hat schon einige Bildbände über das alte Kiel veröffentlicht und
viele Lichtbildervorträge gehalten. Auch zum Thema Straßenbahn, allerdings ist er hier nur oberflächlich bewandert.
Hintergrundwissen fehlt.
2. Der Sutton-Verlag mit seinen schon besprochenen Umständen.

Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber schon beim Durchblättern sind mir einige Fehler aufgefallen.
Als Linienchronik im Untertitel beschrieben ist das im Buch allerdings schwer nachvollziehbar. Der Autor springt mithilfe
der Bilder sehr durch die Zeit. Linienentwicklungen und -verläufe werden nicht erklärt. Wer hier also eine Linie nachvollziehen
will wird so seine Probleme bekommen.

Schaut man sich die Quellenangaben an wird das verständlich. Der Autor hat sich bei den bekannten
Kieler Straßenbahnbüchern (Mausolf, Kreipe und Höltge) bedient. Bedenklich allerdings ist die Quelle Hackhe. Ulrich Hackhe hat
um 1999/2000 herum seine Erinnerungen als „Buch“ verfasst.
Wobei das Wort Buch schon zu hoch gegriffen ist. (Fotokopierte Seiten im festen Einband gebunden) Darin sind zum Teil
Bildkollagen mit irrwitzigen Schlussfolgerungen ohne Hintergrundwissen zusammengetragen. Und dieses „Werk“ hat er ungefragt
einigen Leuten zugeschickt und auch im Stadtarchiv hinterlegt.
So wurde z.B. ein Bild (von mir) einer Sonderfahrt so umgedeutet, als wenn es sich hierbei um eine angepasste Betriebsform handelt.
Wenn man also ohne großes eigenes Wissen sich solch einem komplexen Thema widmet und dann nicht selber recherchiert, von dem
kann man kein Standartwerk erwarten.

Und so hatte ich selber auch keine großen Erwartungen, die voll und ganz erfüllt worden sind.

Dieses Buch ist als „Bilderbuch“ ohne viel Inhalt dem normalen, historisch interessierten Kieler , bzw. an Kiel Interessierten zu
empfehlen. Mehr aber auch nicht.

Für den Straßenbahnfreund aber gibt es zum Glück den schon von Rolf erwähnten Band 1 von André Hellmuth. Ich kann hier
bereits schon berichten, das der 2. Band in Vorbereitung ist. Aufgrund der Fülle des Materials, und der entsprechenden qualitativen
Aufarbeitung von Plänen, Zeichnungen und Fotos ist aber die Fertigstellung noch nicht zu terminieren.
Wer z.B. die Vorlagen kennt und dann die Ergebnisse in dem Band 1 sieht, weiß was hier an Arbeit drinsteckt.
Aber das Warten lohnt sich...

Gruß vom vierachser

Re: eingetroffen: Kieler Straßenbahn (Suton)

geschrieben von: Harald Müller

Datum: 04.04.21 12:27

Hallo zusammen, nachdem ich die vorangegangenen Beiträge gelesen habe, möchte ich
mich dazu nur insofern äussern, das ich mich den Ausführungen von vierachser voll und
ganz anschliesse – es ist einfach ein „Kieler Bilderbuch“ über die dortige, ehemalige
Strassenbahn – gewürzt mit einigen Informationen, die teils wohl korrekturbedürftig sind.
Das kann vierachser – als langjährig profunder Kenner der Kieler Strassenbahn und des
Kieler ÖPNV – sicherlich behaupten dürfen.

Wer weitergehende Informationen über die Kieler Strassenbahn wünscht, sollte sich auf
die bereits erschienenen und noch erscheinenden Bücher von André Hellmuth freuen.
Hier bleibt kaum eine Frage offen.

Vom preislichen Standpunkt hatte ich auch nicht mehr erwartet ( € 19,99 ).
Trotzdem habe ich noch einige Aufnahmen gefunden, die ich nicht kannte und aufgrund
meiner Kenntnisse der Kieler Stadt gut zuordnen konnte.

Einer Beurteilung des Sutton Verlages möchte ich mich enthalten, hier kann ich weder
positiv noch negativ etwas berichten. Sicherlich ist es immer ein Wagnis, ein Buch mit
nicht so grosser Auflage zu finanzieren und zu vermarkten. Aus diesem Grund habe ich
auch meine nicht gerade wenigen Aufnahmen hier in DS-Online veröffentlicht. Eine
kommerzielle Verbreitung wollte ich nicht beginnen bzw. finanziell verantworten.

Was ich auch im Kieler Buch von Pieper-Wöhlk vermisse sind eben Gleisnetzgrafiken
und Wagenparkstatistiken. Bei dem Kieler Betrieb wäre es wohl nicht so schwer, diese
aufzustellen bzw. von anderen Autoren zu erbitten. In einem der „Kreipe“ Bücher
findet man auch eine damals aktuelle Fahrzeugaufstellung. Selbst solch eine Liste
fehlt leider.

Auch die Veröffentlichungen bzw. Quellenangaben zum Thema des Berliner Ulrich Hackhe
finde ich sehr bedenklich, da ich ebenso wie vierachser damals um 2000 einen regen Schrift-
wechsel mit Herrn Hackhe über seine Veröffentlichung hatte. Er hatte damals einige Fotos
aus meiner Sammlung – veröffentlicht in einem Artikel des Strassenbahn Magazins – unge-
fragt in sein Buch „hineinkopiert“ - !

Aber eine Frage sei mir doch genehmigt: Hat eigentlich schon einmal jemand die
Herausgeber gefragt, welchem Anspruch sie mit diesem Buch hier gerecht werden wollten?
Vielleicht soll es ja auch „nur ein Bilderbuch“ werden……

Ich finde, nun sind genug der Worte gefallen – obwohl über 50% dieses Forum-Beitrages
eigentlich nichts mehr mit dem Kieler Buch (!) zu tun haben – und wir Strassenbahnfreunde
sollten uns wieder dem eigentlichen Hobby widmen und es nicht gegenseitig in wortreichen
Beiträgen zerreden…. – ein Hobby soll doch Freude bereiten – oder ??

Gruss Harald - und bleibt alle gesund.

Die gezeigten Fotos stammen von mir und das Urheberrecht liegt falls nicht anders gekennzeichnet bei mir.
Anmerkungen und Korrekturen zu meinem Beitrag sind willkommen und sogar gewünscht.

Eine Übersicht meiner Beiträge / Zeitraum bis1989 findet man hier: [www.drehscheibe-online.de]
Eine Übersicht meiner Beiträge ab 1990 sehr Ihr hier: [www.drehscheibe-online.de]

Harald Müller

Re: eingetroffen: Kieler Straßenbahn (Suton)

geschrieben von: 642

Datum: 04.04.21 23:03

Harald Müller schrieb:
Zitat:
Hallo zusammen, nachdem ich die vorangegangenen Beiträge gelesen habe, möchte ich
mich dazu nur insofern äussern, das ich mich den Ausführungen von vierachser voll und
ganz anschliesse – es ist einfach ein „Kieler Bilderbuch“ über die dortige, ehemalige
Strassenbahn – gewürzt mit einigen Informationen, die teils wohl korrekturbedürftig sind.
Das kann vierachser – als langjährig profunder Kenner der Kieler Strassenbahn und des
Kieler ÖPNV – sicherlich behaupten dürfen.
Die Ansichten von vierachser teile ich ohne weiteres auch und auch die knappe Anmerkung zu dem Buch kommt mir nicht unbekannt vor. Denn, dass sind zu 90% und vielleicht sogar mehr alle Bücher aus dem Sutton Verlag die es für unsere Hobbyrichtung bei dem Verlag gibt. Ich kann mich auch an recht gute Werke erinnern aber diese sind schon seit langer Zeit nicht mehr erhältlich. Ich möchte mich nicht beschweren, dass es sich um Bildbände handelt nein keinesfalls aber ich kenne neben den Bücher an deren Layout ich beteiligt bin und auch aus zahlreichen anderen Verlage sehr gute Bildbände die auch eine Geschichte wieder geben können und bei Lesern auch es schaffen können die die Geschichte eines Verkehrsbetriebes, eines Verkehrsmittels oder einer Strecke hinein zu versetzen. Dies gelingt aber beim Sutton Verlag meistens nicht, weil vieles mit der "heißen Nadel gestrickt" wurde, die Bildbearbeitung fehlt oder mangelhaft bis ungenügend ist. Weiterhin fehlt das Lektorat, wenn nicht der Autor selbst Kenner zu der Geschichte fragt und um ordentliche Überarbeitung bittet. Und zum Abschluss kommt dann hinzu das Informationsgehalt fehlt, wenn ich eine Geschichte in Form eines Bildbandes wiedergeben möchte, was beim Sutton Verlag der Fall ist dann muss ich auch entsprechende Bildunterschriften liefern und nicht vor Fehler, Ungereihmtheiten so nichts aussagende Texte hinknallen.


Harald Müller schrieb:
Zitat:
Vom preislichen Standpunkt hatte ich auch nicht mehr erwartet ( € 19,99 ).
Trotzdem habe ich noch einige Aufnahmen gefunden, die ich nicht kannte und aufgrund
meiner Kenntnisse der Kieler Stadt gut zuordnen konnte.
Wie bereits schon weiter oben geschrieben habe ich das Buch nicht und kann mir somit eigentlich weniger ein Urteil erlauben aber ehrlich gesagt, wenn ich mir alle Beiträge zu diesem Buch hier durchlese und nicht die Kritiken über Sutton Verlag oder ob Bücher aus einem anderen Verlag, dessen Eigentümer hier z. B. selbst mitliest besser sind kann ich nur sagen, dass mir dort sogar die 19,99 € zu viel sind, weil anscheinend kaum Informationsgehalt vorhanden ist und wahrscheinlich die Zielgruppe die Bevölkerung der Stadt Kiel ist bzw. deren Teil der gerne in Erinnerungen schwelkt oder ehemalige Kieler und keine Straßenbahnfreunde wie ich es z. B. in diesem Fall wäre.


Harald Müller schrieb:
Zitat:
Was ich auch im Kieler Buch von Pieper-Wöhlk vermisse sind eben Gleisnetzgrafiken
und Wagenparkstatistiken. Bei dem Kieler Betrieb wäre es wohl nicht so schwer, diese
aufzustellen bzw. von anderen Autoren zu erbitten. In einem der „Kreipe“ Bücher
findet man auch eine damals aktuelle Fahrzeugaufstellung. Selbst solch eine Liste
fehlt leider.
Das unterscheidet uns wieder von einander und auch zu anderen. Wenn ich solch einen Bildband in den Hände halte der mir auf dem Cover bewirbt ich erfahre etwas über die Geschichte der Straßenbahnlinien in Kiel, dann erwarte ich Gleispläne, Linienchroniken und Kapitel die entweder nach Zeitepochen oder nach Linien sortiert sind, was sich dann z. B. am besten mit den Linienchroniken verbinden lässt. Dort erwarte ich keine Wagenparkstatistiken, sondern eher Anmerkungen hierzu in ausführlichen Bildunterschriften oder Einleitungstexten zu den einzelnen Kapiteln oder als gesondertes Kapitel als Zugabe über die dort in der Zeit eingesetzt wurden. Dies hat man bei wenigen Sutton-Werken bislang leider geboten bekommen. Denn wenn ich eine ausführliche Geschichte erwarte mit allen drum und dran, wozu dann auch die Wargenparkstatistik gehört, dann kann ich mir

a) kein Bildband kaufen, denn dort bleibt mit Sicherheit immer etwas auf der Strecke und bei Sutton leider häufig ziemlich viel und
b) dann kalkuliere ich selbst nicht mit einen Kaufpreis von 19,99 € oder nur mit einem Band zu diesen Preis, sondern mit mehreren

Harald Müller schrieb:Zitat:
Auch die Veröffentlichungen bzw. Quellenangaben zum Thema des Berliner Ulrich Hackhe
finde ich sehr bedenklich, da ich ebenso wie vierachser damals um 2000 einen regen Schrift-
wechsel mit Herrn Hackhe über seine Veröffentlichung hatte. Er hatte damals einige Fotos
aus meiner Sammlung – veröffentlicht in einem Artikel des Strassenbahn Magazins – unge-
fragt in sein Buch „hineinkopiert“ - !

Aber eine Frage sei mir doch genehmigt: Hat eigentlich schon einmal jemand die
Herausgeber gefragt, welchem Anspruch sie mit diesem Buch hier gerecht werden wollten?
Vielleicht soll es ja auch „nur ein Bilderbuch“ werden……
Das mit den Quellen zu dem Hackhe-Buch finde ich jetzt schon mehr als bedenklich zumal in den letzten 20 Jahren das Thema Quellen, Bildrechte etc. schon häufig in dieser Zeit zu negativen Nebenerscheinungen geführt hat. Die Frage ob es nur ein "Bilderbuch" werden sollte ist gestattet, nur sorry dann benenne ich den Titel auch entsprechend und bewerbe das Buch nicht mit einem Untertitel der nicht der Wahrheit entspricht. Denn zwischen ein Bildband und einen Bilderbuch liegen für mich auch Welten, zumal ich diese auch von vornerein anders bewerte und beurteile.

Fazit zum Ende: Für mich lesen sich die wenigen ehrlichen und themenorientierten Beiträge in diesem Thema eines. Mir wird für 19,99 € ein Bilderbuch geboten dessen Versuch es in Richtung eines Bildbandes zu bringen durch zahlreiche fehlende Punkte und Fehler grandios gescheitert ist. Somit gewinne ich als Außenstehender zu diesem Thema zu dem Gefühl das der gewählte Titel des Buches für mich reiner Etikettenschwindel ist. Es wird etwas angepriesen was nicht vorliegt.

642

Rezension: Kieler Straßenbahn (Sutton)

geschrieben von: Rolf Hafke

Datum: 06.04.21 14:33

hier nun die versprochenen Buchbesprechungen (Neuheiten März):

klar hinzuweisen ist auf den geänderten Untertitel,
daher die Konzentratiopn auf die einzelnen Linien.

Nicht unbedingt für Straßenbahnfeunde!!

Gruß
Rofl Hafke, TS: TramShop
hafke.koeln@t-online.de


*** Strassenbahnen Deutschland ***
„Die Kieler Straßenbahn – Die Geschichte der Linien von 1881 bis 1985“ von Dieter Wöhlk und Hannelore Pieper-Wöhlk, Erfurt 2021, 124 Seiten im Format 16,5 x 24,0 cm, gebunden, Herausgeber: Sutton-Verlag, Preis: 19,99 €

Entgegen der sonst üblichen Einstellung in eine Buchreihe (z.B. Zeitreise) fehlt diese bei der Neuerscheinung. Um keine falschen Erwartungen zu haben, sollte der Untertitel unbedingt zur Kenntnis genommen werden, denn es wird nicht die gesamte Geschichte der Straßenbahn mit allen Aspekten behandelt, sondern schwerpunktmäßig deren Linien. Auch wird das Buch ausdrücklich als Bildband bezeichnet. Unter diesen Einschränkungen erfüllt es dann seinen Anspruch weitgehend, wenn auch mit kleinen Einschränkungen. Das Autorenehepaar ist bislang mit einigen Publikationen zur Heimat- und Stadtgeschichte in Erscheinung getreten und auch die nun vorliegende Veröffentlichung zielt eher auf diesen Interessentenkreis, als auf die Straßenbahnfreunde. Das äußert sich z.B. darin, dass es keine näheren Angaben zu den zu sehenden Fahrzeugen gibt.

Die zahlreichen unveröffentlichten Aufnahmen zeigen vor allem die Straßenbahn im Stadtbild mit recht ausführlichen Beschreibungen der jeweiligen Örtlichkeit. Die Einteilung nach Linien liefert dabei den roten Faden, wobei zuvor ein eigenes Kapitel über die Pferdebahn den Bilderreigen eröffnet. Viele der Aufnahmen aus der Vorkriegszeit, aber auch aus den 1950er und 1960er Jahren sind vom Motiv her sehr ansprechend. Es gibt aber, gerade für die letzten Jahre, auch etliche „Ausreißer“ was die Qualität angeht, für die sich bei entsprechender Suche sicherlich auch besseres Material hätte finden lassen.

Ein Fehlen von Übersichtskarten wie z.B. Stadtplanausschnitten erschwert leider auch in diesem Buch die Orientierung für nicht Ortskundige. Die drei sehr kleinen Abbildungen im nur zweiseitigen Kapitel über die Linienverläufe in den Stadtteilen vermögen diese Aufgabe nur unzureichend wahrzunehmen. Ebenfalls zwei Seiten behandeln das Thema Fahrscheine und Tarife, stellen aber nur wenige Aspekte eher zusammenhanglos dar. Die letzten Seiten widmen sich den Stadtbahnprojekten und Zukunftsaussichten, erschöpfen sich aber in ausführlichen Beschreibungen von Bildern von Bahnhöfen und Zügen in und um Kiel herum und ergeben kein Gesamtbild dazu.

Wer sich für bildliche Darstellungen der Straßenbahn im Stadtbild interessiert, der wird in diesem Buch gut fündig, einen tiefergehenden Einstieg in das Thema Straßenbahn in Kiel vermittelt es jedoch nicht und war wohl auch nicht die Intention der Autoren. Ob es daher, wie auf der Rückseite im „Waschzettel“ zu lesen ein „Muss für Straßenbahn-freunde“ darstellt, sollte jeder potentielle Interessent aus diesem Kreis für sich selbst entscheiden. (reu)

Re: Rezension: Kieler Straßenbahn (Sutton)

geschrieben von: vierachser

Datum: 06.04.21 15:02

Hallo Rolf,

ja, diese Buchbesprechung (von Axel Reuter ?) trifft des "Pudelskern" sehr gut.

Mir sind mittlerweile auch schon einige Fehler aufgefallen. So wurde die Linie 3 beispielsweise nicht wie im Buch beschrieben 1964,
sondern erst 1965 stillgelegt. Also sind die Angaben mit "Vorsicht" zu genießen.
Aber als Bilderbuch geht es durchaus durch...

Gruß aus Kiel
vom
vierachser



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.21 15:02.