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Software, Medien aller Art und Literatur zum Themengebiet Eisenbahn
Moderatoren: Klaus Habermann - MWD
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Heute lag das ersehnte Heft im Briefkasten - und ich bin begeistert! Kurz und knackig mit allen relevanten Informationen sowohl über den Einsatz der KT4 als auch der T6/B6 bei den Berliner Verkehrsbetrieben sind enthalten.
Einige Dinge waren gedanklich schon gar nicht mehr so präsent weil inzwischen viel zu lange her, so z.B. über die letzten Einsätze der T6/B6 als Großzug oder dass es auch mal einen auf Serien-Parallel-Schaltung umgebauten KT4D in Berlin gab.
Vielen vielen Dank lieber DVN für dieses tolle Heft. Wird in meiner Hobby-Bibliothek einen Ehrenplatz bekommen!

Guten Tag,

hier nun die Buchbesprechungen der im März erschienenen neuen Titel:

Rolf Hafke, TS: TramShop
hafke.koeln@t-online.de

„Die Tatra-Wagen bei den Berliner Verkehrsbetrieben“ von Marcel Götze und Jan Ruppert, Berlin 2021, 56 Seiten im Format 14,5 x 21,0 cm, geheftet, Herausgeber: Denkmalpflege-Verein Berlin Nahverkehr (DVN) e.V., Preis: 7,00

Zum eigentlich geplanten Einsatzende von Straßenbahnen der Bauart TATRA in Berlin im März 2021 gab der DVN eine kleine Broschüre über die dort gefahrenen Wagen heraus. Aus dem „Aus“ wurde jedoch nichts, da der Berliner Senat bei der BVG Zusatzleistungen bestellte, für deren Erbringung der Einsatz der Hochflurfahrzeuge weiterhin notwendig war. Nach Magdeburg, wo es ebenfalls bereits vor einigen Jahren einen „letzten Einsatztag“ gab, den die Bauart aber geflissentlich ignorierte und sich im letzten Jahr sogar wieder über Zuwachs freuen konnte, ist Berlin nun der zweite Betrieb der ehemaligen DDR, wo sich der unverwüstliche Fahrzeugtyp nach 44 Jahren Einsatz quasi selbst überlebte.

Die nett gestaltete und mit vielen guten Fotos illustrierte Broschüre beschreibt übersichtlich die Beschaffung, den Einsatz, die Modernisierung und den Verbleib der beiden eingesetzten Fahrzeuggattungen KT 4 und T6A2/B6A2. Eingegangen wird auch auf die Besonderheiten einzelner Wagen und die Farbversuche weg von uniformen rot-weiß bei Lieferung bis hin zum heutigen sonnengelb.

Das Heft versteht sich als Überblick und nicht als ausführliche Chronik, so dass es keine Fahrzeugstatistik enthält und z.B. auch keine Wagenzeichnungen, die allerdings nach Ansicht des Rezensenten durchaus ihren Platz in einer derartigen Veröffentlichung hätten finden können. Der DVN hält in seiner Sammlung mit einigen in verschiedenen Zuständen erhaltenen Gelenkwagen und einem vierachsigen Zug in modernisierter Form die Erinnerung an die Fahrzeuge aus Prag wach. Zusätzlich gibt es in Potsdam und damit ganz in der Nähe den „Ur KT4D“ mustergültig restauriert und einsatzfähig. Wer Einzelheiten zu den einzelnen Fahrzeugen und auch den Einsätzen „aus 2. Hand“ vor allem in Osteuropa sucht, der wird hierzu auf den einschlägigen Internetplattformen fündig.

Die gut gestaltete Broschüre leistet auf jeden Fall ihren Beitrag, dieses wichtige Kapitel deutscher Fahrzeuggeschichte für einen Teilbereich zu dokumentieren in ausgezeichneter Weise. (reu)
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