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Moderatoren: Klaus Habermann - MWD

Hinweise zum neuen Dresden-Straßenbahnbuch (VGB)

geschrieben von: 970-222

Datum: 26.01.21 14:42

Hallo,

obwohl es hier im Medium-Forum bereits einmal um das VGB-Buch "Straßenbahnen in Dresden. Die Linien in den Westen der Stadt" ging, möchte ich heute dennoch einen neuen Ast aufmachen.

Anlass sind für mich die niedrigen Zugriffszahlen auf die Antworten im betreffenden Ast im DSO-Straßenbahnforum:

[www.drehscheibe-online.de]

in dem die Buchautoren um Bildmaterial bitten.

Um das Niveau vom vorliegenden Werk auch im Band 2 zu bieten, sind also vor allem noch Fotos aus Potschappel und von der meterspurigen Industriebahn Deuben willkommen.

Seit Ende voriger Woche kann das Straßenbahnmuseum Dresden die Bücher verschicken. Dort ging u. a. diese Rückmeldung von einem begeisterten Vereinsfreund aus Frankfurt zum Buch ein:

"Ich finde das Buch einfach suuuper. Es ist eines der besten (wenn nicht sogar das beste) Straßenbahnbuch, das ich habe. Fast jeden Tag blättere und lese ich darin, meist mit einem Dresden-Stadtplan daneben, damit ich eine Vorstellung habe, wo einzelne Straßen sind. Hoffentlich schlägt es ein, so dass weitere Bände folgen."

Dieser Hoffnung schließe ich mich an!

Mit vielen Grüßen

AM
970-222 schrieb:
Anlass sind für mich die niedrigen Zugriffszahlen auf die Antworten im betreffenden Ast im DSO-Straßenbahnforum:

[www.drehscheibe-online.de]

in dem die Buchautoren um Bildmaterial bitten.
Zum einen werden Aufrufe in der "flachen Ansicht" nur für den Ausgangsbeitrag gezählt, die Zugriffszahlen bei Antworten sind deshalb nicht wirklich nützlich.

Zum anderen versteckt sich der Aufruf doch zwischen einigen anderen Buchstaben und ist deshalb als solcher auch nicht wirklich prominent.

Wenn ich suchen würde, würde ich das prominenter tun, und ggf. auch das HiFo einbinden, wo ich die Changen auf Erfolg eher sehen würde.

Grüße

-chriz

--
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und hier die Buchbesprechung / Rezension:

Gruß aus Köln
Rolf Hafke, hafke.koeln@t-online.de
TS: TramShop
Der einzige Versandbuchhandel für Nahverkehrs-Literatur mit
entsprechenden Buchrezensionen bzw. Besprechungen


*** Strassenbahnen Deutschland ***
„Straßenbahnen in Dresden – Die Linien in den Westen der Stadt“ von Frank Ebermann, Norbert Kuschinski und Jören Zill, München 2020, 288 Seiten im Format 22,5 x 29,5 cm, gebunden, Herausgeber: VGB/Geramond, Preis: 49,95 €

In eher ungewöhnlicher Form nähert sich dieses schwergewichtige Buch dem behandelten Straßenbahnbetrieb von Dresden und hier auch nur in einem Teilbereich der Stadt, wobei aber, wie aus dem Vorwort zu erfahren ist, Fortsetzungen geplant sind. Dabei stimmt der Untertitel nicht ganz, denn im Buch werden die einzelnen Strecken beschrieben und dabei natürlich auch die Linien, die dort verkehrten oder verkehren genannt und gezeigt. Ungewöhnlich ist das Thema deshalb, weil es in der Vielzahl der Möglichkeiten, einen Straßenbahnbahnbetrieb und seine Teilaspekte zu beschreiben recht selten aufgegriffen wird. Die geschichtliche Entwicklung des Streckennetzes wird in der Regel chronologisch dargestellt, der Fahrzeugpark bildet einen zweiten Schwerpunkt in der Literatur. Übersichten über die Linienführungen gibt es auch von einigen Städten, wobei hier aber immer noch erhebliche Lücken bestehen.

Dieses Buch nimmt sich die sechs Strecken in den Westen der Stadt vor und dokumentiert sie von ihren Anfängen bis heute oder aber bis zu ihrer Stilllegung. Welche dies sind, zeigt bereits übersichtlich ein farbiger Strecken- und Haltestellenplan des Gesamtnetzes 1973, in dem sie entsprechend hervorgehoben sind. Deutlich wird dabei, dass der gewählte Bereich nur einen recht kleinen Teil des umfangreichen Netzes der sächsischen Stadt darstellt und die übrigen Netzteile sicher noch Stoff für mehrere derartige Veröffentlichungen bieten.

Zum „Einstieg“ in die Materie gibt es auf den ersten 20 Seiten des Buches einen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung des Verkehrsmittels Straßenbahn, an deren Beginn 1872 die Pferdebahn stand. Es entstanden zwei Gesellschaften und die Trennung in eine „gelbe“ (englische) und „rote“ (deutsche) blieb auch bei Einführung der elektrischen Straßenbahn 1896 erhalten, bis schließlich die Betriebe 1906 in städtische Hand übergingen. In kurzen Absätzen wird die Entwicklung bis in die heutige Zeit knapp und übersichtlich dargestellt.

Es folgen die sechs behandelten Strecken, an deren Anfang zunächst immer ein Blick in die Geschichte steht, dem dann ein umfangreicher Bildteil dazu folgt. Dabei beginnt die Darstellung immer im Innenstadtbereich und führt dann „nach draußen“ Begonnen wird auf über 100 Seiten mit der wohl bei Straßenbahnfreunden bekanntesten Verbindung nach Cossebaude, deren Außenstrecke Cotta – Cossebaude am Streckenende bis zu ihrer Einstellung noch im Jahr der Wiedervereinigung 1990 über keine Wendeschleife besaß und daher den Einsatz von älterem, zumeist zweiachsigen Wagenmaterial notwendig machte. Sie entwickelte sich daher schon recht früh zu einem regelrechten „Pilgerziel“, was sich auch in der Zahl der hier entstanden Bilder niederschlägt.
Es folgen die Strecken zum Schlachthof, nach Löbtau und Wölfnitz, die Zweigstrecke von Löbtau über Altcotta nach Leutewitz, die direkte Verbindung nach Cotta und erst in den 1980er Jahren entstandene Anbindung der großen Neubaugebiete auf den Höhen bei Gorbitz mit deren schrittweisen Erweiterungen. In der jeweiligen Einführung gibt es zumeist auch einen Fahrplanauszug, ferner werden die dort verkehrenden Linien mit ihren Einsatzjahren in einem Infokasten genannt.

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf dessen Illustrationen mit über 700 Bildern, aber auch etlichen Strecken- und Detailplänen. Der Großteil der Fotos stammt aus den vier Jahrzehnten der DDR, reichen aber teilweise auch in die Zeit davor und danach. Sie sind in unterschiedlichen Formaten, aber immer von ausreichender Größe, sowohl in schwarz-weiß als auch in Farbe innerhalb eines gut gelungenen Layouts übersichtlich angeordnet. Die Qualität der Widergabe aber auch der Motivwahl ist durchgehend gut bis ausgezeichnet. Erstaunlich gut ist bei den Aufnahmen auch die Zeit der 1950er und 1960er Jahre vertreten, die eindrucksvoll zeigen, welche Leistungen die Straßenbahn mit ihrem durch Kriegsverluste verminderten und überalterten Wagenpark in einem hauptsächlich im Innenstadtbereich durch die Zerstörungen des Februar 1945 stark gezeichneten Stadtbildes vollbrachte.
Jeder Strecke ist zudem eine „Leitfarbe“ zugeordnet, welche sich auf einem Streifen im oberen Seitenbereich wiederfindet, in dem jeweils auch der aktuell zu sehende Streckenbereich eingetragen ist. Dies ermöglicht eine gute und schnelle Orientierung.
Zu jeder Aufnahme gibt es eine ausführliche Bildlegende mit zahlreichen Informationen, die auch das Umfeld der Straßenbahn einschließen. Die Streckenentwicklung wird so, eingebettet in die baulichen Veränderungen, detailliert dokumentiert. Damit wird nicht nur der Verkehrsfreund angesprochen, sondern auch der an der Stadtentwicklung und Heimatgeschichte Interessierte.
Die unheimliche Akribie, welche in den Texten zum Ausdruck kommt setzt sich auch noch in den zu jedem guten Buch gehörenden „Randbereichen“ fort. Dazu gehört neben dem Register der Bildautoren und -geber, in dem jede einzelne Aufnahme mit ihrer Herkunft erfasst ist ein Literaturverzeichnis, ein umfangreiches Impressum und eine Legende zu den ins Buch eingestreuten Streckenplänen. Diese wurden allesamt neu und nach einheitlichen Gesichtspunkten mit heutiger Technik neu erstellt. Einige zeitgenössische Originalübersichten hätten sicher auch noch ihren zusätzlichen Reiz gehabt, da damit die Linienführungen auch vor 1973 hätten gezeigt werden können. Aber dies lässt sich ja in geplanten Folgebänden noch umsetzen. Völlig neu in einer Veröffentlichung über Straßenbahnen ist ein Register der im Buch abgebildeten Straßenbahnwagen, unterteilt nach Zeitperioden und Fahrzeugtypen.

Entstanden ist mit dieser Veröffentlichung ein qualitativ wie inhaltlich ausgezeichnetes Buch zu einem interessanten Aspekt der Verkehrsgeschichte einer Stadt. Die Autoren und André Marks als Herausgeber und zuständig für Redaktion und Layout haben hier ganze Arbeit geleistet. Es füllt in der doch recht zahlreichen Literatur über die Dresdner Straßenbahn eine Lücke. Es sollte Vorbild und Anreiz zugleich sein, dass sich Autoren auch einmal von dieser Seite dem Thema nähern.

Es bleibt zu wünschen, dass auch die anderen Bereiche des Streckennetzes in gleicher Form nach und nach behandelt werden um dann ein Gesamtbild in der gewählten Form zu liefern und einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation des Unternehmens zu liefern. Für Interessenten an der Verkehrs- und Stadtgeschichte Dresdens in gleicher Weise höchst empfehlenswert. (reu)

Re: Hinweise zum neuen Dresden-Straßenbahnbuch (VGB)

geschrieben von: ludger K

Datum: 26.01.21 18:13

Auch ich bin gespannt auf das Buch, aber meine Versuche, es beim Verlag zu beziehen, hatten keinen Erfolg. Selbst eine Anfrage an die Vertriebsleiterin blieb ohne Resonanz. Vielleicht sollten die mal einen Kursus belegen, wie man mit Bestellungen umgehen sollte, wenn man Bücher verkaufen will.
ludger K schrieb:
Auch ich bin gespannt auf das Buch, aber meine Versuche, es beim Verlag zu beziehen, hatten keinen Erfolg. Selbst eine Anfrage an die Vertriebsleiterin blieb ohne Resonanz. Vielleicht sollten die mal einen Kursus belegen, wie man mit Bestellungen umgehen sollte, wenn man Bücher verkaufen will.
Innerhalb kurzer Zeit das zweite Werk, das nicht zu dir gelangen will. Da könnte man sich Gedanken machen.

SCNR!

Grüße

-chriz

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