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 11 - Bahn und Medien 

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Software, Medien aller Art und Literatur zum Themengebiet Eisenbahn
Moderatoren: Klaus Habermann - MWD
Hallo!

Gute Fachbücher gibt es ja nicht nur von entsprechenden Verlagen, die natürlich einen Gewinn erzielen müssen, sondern (zunehmend?) auch von e. V. (eingetragenen Vereinen), deren Hauptzweck nicht die Gewinnerzielung ist („Idealverein“).

(Mir ist bekannt, dass die freien Autoren, die ihre Werke bei kommerziellen Verlagen verlegen lassen, ebenfalls häufig keinen Gewinn erzielen, wenn man den hohen - insbesondere auch zeitlichen - Aufwand für die Recherchen etc. berücksichtigt. Diese Diskussion bitte ich hier nicht wieder aufzugreifen, da wir sie ja schon an anderer Stelle hatten.)

Unter „gut“ verstehe ich vereinfacht ausgedrückt:
- ein Thema wird ausführlich und strukturiert in mehreren Kapitel behandelt
- ausgewogenes Verhältnis von Text, Fotos und Abbildungen / Zeichnungen
- Nutzung und Nennung zahlreicher Quellen

Ich möchte mal einige Beispiele solcher Bücher neueren Datums geben, die mir selbst vorliegen und die ich jeweils schon zumindest teilweise gelesen habe. Sie haben bei mir alle einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.

Habt ihr weitere Beispiele für solche Bücher neueren Datums, die empfehlenswert sind?


1) Jünkerath - früher einmal der bedeutendste Eisenbahnknotenpunkt in der Eifel

[www.eisenbahnmuseum-juenkerath.de]

Autor:
Wolfgang Kreckler

Herausgeber:
Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V.

Format:
DIN A4

Seitenzahl:
476

Abbildungen:
ca. 675

Preis:
42,50 EUR

Hauptüberschriften des Inhaltsverzeichnisses:

1. Vorwort
2. Wo und was ist Jünkerath?
3. Der Kampf um die Eisenbahnkonzession
4. Die Eisenbahn kommt
5. Die soziale Lage der Arbeiter beim Bau der Eisenbahn durch die Eifel
6. Die Tunnel der Eifelstrecke
7. Die „Alte Kolonie“
8. Der Anfang der Eisenbahn in Jünkerath und die ersten Betriebsjahre
9. Jünkerath wird zentraler Bahnknotenpunkt in der Eifel
10. Der Erste Weltkrieg und seine Folgen für die Eisenbahn in Jünkerath
11. Die Reichsbahnzeit
12. Die „Neue Kolonie“
13. Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg
14. Die Zeit des Aufschwungs nach dem Zweiten Weltkrieg
15. Auf den Aufschwung folgen Rationalisierung und Stilllegungen




2) Reisebürosonderzüge – Urlaub von Anfang an
Die Geschichte des Turnusverkehrs von 1948 bis 1993


Hauptüberschriften des Inhaltsverzeichnisses gem.:
[d-nb.info]

Vorwort 4
1 Einleitung 5
2 Bahnpauschalreise und Turnusverkehr 9
3 Kurze Historie des Bahntourismus 11
4 Die Innovation - Der Liegewagen 14
5 Deutsche Bundesbahn und Turnusverkehr 25
6 Vorstellung der Unternehmen 35
6.1 Alpen-See-Express (ASE) 41
6.2 Ameropa-Reisen GmbH 47
6.3 Das Deutsche Reisebüro GmbH (DER) 49
6.4 Dr. Carl Degener 53
6.5 HUMMEL-Reise GmbH 57
6.6 SCHARNOW-Reisen GmbH & Co. KG 65
6.7 TOUROPAOHG 73
6.8 Touristik Union International (TUI) und der FerienExpress 84
6.9 Industrie-Turnusverkehr 92
7 Dieseltriebzug BR 601 im Turnusverkehr (ASE) 93
8 Speisewagen WRtm für Turnuszüge 97
9 Sonderzug-Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG (SBG) 99
10 Pagen, Betreuer und Reiseleiter - Die Betreuung der Reisenden 106
Erlebnisse eines Reisezugleiters 108
11 Fahrplanauszüge für Sonderzüge (Grünbücher) 115
12 Ende des Turnusverkehrs der vorgestellten Reiseveranstalter 120
Anhänge
A Zielbahnhöfe der Reisebürosonderzüge 1981 121
B Begriffe und Erläuterungen 123
Danksagung und Ausblick 124
Schluss-Widmung Rainer Schmitz-Rudolph 125


Nachfolgend ein Zitat aus:
[www.lokschuppen-hochdahl.de]

Zitat
„Das Eisenbahn- und Heimatmuseum hat ein neues Buch „Reisebürosonderzüge – Urlaub von Anfang an“ aufgelegt.

Das Buch gibt einen Überblick über die Entwicklung und die eisenbahngeschichtlichen Aspekte des Turnusverkehrs mit Liegewagen der Reiseveranstalter Hummel, Touropa, (Dr. Degener), Scharnow, TUI u. a.
In den 50er und 60er Jahren fuhren viele Urlauber mit dem TOUROPA-Fernexpress oder mit Reisebürosonderzügen der anderen Veranstalter in den Urlaub. Sie wurden dabei von Mitarbeitern der Sonderzug-Betriebsgesellschaft (SBG) betreut. Das Aufkommen der Flugtouristik und des Individualverkehrs erzwang die Zusammen-arbeit der Reiseveranstalter und führte 1968 zur Gründung der Touristik Union International (TUI), die ab 1979 einen eigenen Urlaubszug mit Liegewagen als TUI-Ferien-Express einsetzte. Die Geschichte der Bahnpauschalreisen mit Reisebürosonderzügen endete 1993 mit der Abstellung des TUI-Urlaubszuges. Das Buch zeigt somit einen spannenden Einblick in die dynamische Entwicklung der Bahnpauschalreisen bzw. des Turnusverkehrs ab 1948 und die Veränderungen sowie die Zusammenschlüsse der Unternehmen im Touristikmarkt zur TUI.
Die Geschichte der Reisebürosonderzüge ist eng verbunden mit Dr. Degener, der vor allem die Entwicklung und den Bau des Liegewagens für die Touropa ab 1953 vorantrieb. Das Buch enthält daher je ein Kapitel über den Liegewagen für die Reiseveranstalter sowie ein Kapitel über Dr. Degener als Impulsgeber für die Entwicklung dieses Reisewagentyps.

Das Buch zum Preis von 35,00 Euro ist beim Verein im Lokschuppen erhältlich.

Interessenten melden sich bitte unter 0211 30269005, um einen Abholtermin zu vereinbaren oder senden eine E-Mail an archiv@lokschuppen-hochdahl.de, um das Buch zu bestellen.“


3) 150 Jahre Eisenbahnstrecke Northeim - Nordhausen

Schriftenreihe des Vereins für Heimatgeschichte Walkenried, Bad Sachsa und Umgebung e.V.; Heft 48

Broschur : EUR 15.00

Clausthal-Zellerfeld : Papierflieger Verlag

(Die Bezeichnung „ehrenamtliche“ Literatur trifft hier wohl nur auf den herausgebenden e. V. bzw. die Verfasser zu, aber es ist ja im Gegensatz zu den oben aufgeführten Büchern auch ein kommerzieller Verlag beteiligt, weshalb das Buch nicht hundertprozentig in die Kategorie „ehrenamtlich“ fällt.)


Inhaltsverzeichnis gemäß:
[d-nb.info]

Vorwort 9
Grußwort der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen 11
Grußwort der DB Regio Nord 13
Von Northeim nach Nordhausen im Jahr 2019 - eine kleine Zeitreise 15
Über die Schwierigkeiten, eine Bahnstrecke durch drei Staaten zu bauen 71
Vom Walkenrieder Tunnel und seinen Überraschungen 81
Die Strecke Northeim - Nordhausen im Zweiten Weltkrieg 89
(von Paul Lauerwald)
Herzberg: Vom Grenz- und Rangierbahnhof zum Knotenpunkt des Holztransports - 97
ein Rückblick auf die Entwicklung des Güterverkehrs
Individuell und umsteigefrei - Fahrpläne erzählen die Geschichte 123
des Reisezugverkehrs
Heute im Takt und mit kostenlosem WLAN - und was kommt morgen? 195
Persönlichkeiten aus der Geschichte der Südharzstrecke 231
Literatur zur Südharzstrecke und ihrer Geschichte 239



Ich bin gespannt auf eure aktuellen Beispiele für "ehrenamtliche" Bücher, die von e. V. herausgegeben wurden!

Gruß
Paul
cargofuzzy schrieb:
weshalb das Buch nicht hundertprozentig in die Kategorie „ehrenamtlich“ fällt.)

und in die Kategorie "gut" fällt das Südharz-Buch noch viel weniger!
Hallo!

Gibt es denn ein anderes Buch, dass u. a. so viele historische Informationen zum Güterverkehr über den Rangierbahnhof Herzberg (Harz) enthält?

Gruß
Paul


ludger K schrieb:
cargofuzzy schrieb:
weshalb das Buch nicht hundertprozentig in die Kategorie „ehrenamtlich“ fällt.)

und in die Kategorie "gut" fällt das Südharz-Buch noch viel weniger!
Hallo,

in diese Kategorie fällt meines Erachtens unbedingt der im Herbst 2020 erschienene Band 1 von „Die Gelenktriebwagen der AVG“ vom Autorenduo Markus Weineich und Jochen Zefferer. Herausgeber ist der Treffpunkt Schienennahverkehr Karlsruhe e.V. Das Buch bzw. der Band 1 ist in diesem Fall wohl das, was man bei der "großen Eisenbahn" als Baureihenbibel bezeichnen würde.

Wer das Werk kennt, wird mir bestimmt zustimmen.

Viele Grüße

Tobias


"Es ist die Erkenntnis, dass der Pendler im öffentlichen Verkehrssystem sehr ungern umsteigt. Er fährt nicht mit dem Omnibus zum DB-Zug, dann zum Hauptbahnhof um dann wieder in die Strassenbahn zu wechseln um in die Stadt zu kommen."
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Dieter Ludwig

Hier gibts eine Zusammenstellung meiner bisherigen DSO-Bildbeiträge.


Hallo Paul,

da schneidest Du ein sehr spannendes Thema an. Bei meinem doch zugegebenermaßen sehr speziellen Interessensgebiet (Eisenbahn im Bereich der KED Elberfeld, Essen und Cöln von 1840 bis 1920) sind gerade die Veröffentlichungen abseits der Hauptwege eine besonders interessante Quelle. Werden doch hier Themen aufbereitet, die sich aus kommerzieller Sicht nur sehr schwer lohnen würden.
Allerdings hat es sich für mich auch bewährt den Blick noch mehr zu weiten, denn auch Heimatgeschichtliche Jahrbücher sind oft eine höchst spannende Quelle.

Gerne greife ich aber mal in das neben mir stehende Bücherregal und nenne mal einige Titel:

Die Steilstrecke Erkrath-Hochdahl
Hrsg. Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V.

108 Seiten komprimierte Eisenbahngeschichte mit dem Fokus auf die Strecke Düsseldorf - Erkrath - Wuppertal. Für mich ist dieses Buch aus mehreren Gründen besonders zu empfehlen:
- natürlich wird die Besonderheit des Steilstreckenbetriebes inklusive dem "Betrieb mit Seil" ausführlich und anschaulich beschrieben. Ich kenne kein anderes Buch, das sich dieser bis in die 20er Jahre genutzten Besonderheit so gut lesbar, aber trotzdem fachlich belastbar widmet.
- Die Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn wird mit einem ausführlichen Kapitel beschrieben. Ich wüsste kein Buch, was hier mehr Informationen zu diesem sehr frühen Vorläufer der Bergisch-Märkischen Eisenbahn liefert.
- und natürlich: Auch die Informationen über die Zeit der Bergisch-Märkischen Eisenbahn und der KED Elberfeld kommen nicht zu kurz, sondern werden im Gegenteil ausführlich vermittelt.

=> Mein Fazit: Das Buch sollte bei jedem "Preußen-Fan" der Rhein-Region im Regal stehen.

ISBN 978-3-00-053489-8, Preis: 15 €, 108 Seiten DinA 4, über den Bahnladen des Museums problemlos zu beziehen: [www.lokschuppen-hochdahl.de]

--

und wenn wir gerade in Hochdahl sind:

Im Dienst der Kalkindustrie: Transportbahnen in Hochdahl und Umgebung
Autor: Uwe Berndt; Hrsg. Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V.

Natürlich: Welchen Einfluss haben ein paar Schmalspurbahnen rund um Hochdahl auf den Gang der Eisenbahngeschichte...? Neigt man nicht dazu, sich zu verzetteln, wenn man über jede Bahn auch ein Buch im Regal stehen haben möchte?
Das muss jeder für sich entscheiden. Ich kann nur für mich sagen, dass ich die Beschreibungen des Autors höchst aufschlussreich fand. Vor kurzem wurden im HiFo ja noch Fotos und Informationen zu den Kalkbahnen im Kreis Mettmann gesucht. Hier findet sich ein Buch, dass die Probleme beschreibt, wie man den Kalk aus dem Neanderthal zum Bahnhof transportiert hat. Wer weiß denn schon noch, dass es damals einen Schachtaufzug gab, mit dem ein Höhenunterschied von 50 m überwunden wurde. Am oberen Endpunkt wurden die ankommenden Wagen zu einem Zug zusammengestellt und von Pferden zum Bahnhof gezogen... Aber nicht falsch verstehen: Hier werdennicht die Kalkbahnen rund um Mettmann beschrieben, sondern die Bahnen, die in Hochdahl anlandeten.

...so zum Beispiel auch die Sandbahn, mit der Formsande transportiert wurden. Diese Anschlussbahn bestand im ersten Teil aus einer Schmalspurbahn, die nach der Hälfte der Strecke das Material dann auf eine normalspurige Anschlussbahn umlud.

Natürlich werden auch der damalige Fuhrpark beschrieben, soweit er bekannt ist.

=> Mein Fazit: Ein höchst spannendes Kapitel regionale Werkbahngeschichte.

ISBN 978-3-00-056661-5, Preis 21 €, 62 Seiten DinA 4, ebenfalls über den Bahnladen des Museums problemlos zu beziehen: [www.lokschuppen-hochdahl.de]

--

und um es abzurunden, möchte ich zu den beiden anderen von mir genannten Bereichen auch jeweils ein Beispiel bringen:

Im Strom der technischen Revolution: Ludwig Henz. - Vom Wasserbau-Techniker an der Ruhr zum Eisenbahn-Direktor in Preußen 1798-1860
Olaf Schmidt-Rutsch / Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.)

Ein kleines (DinA 5), schmales (74 Seiten) Heftchen über diesen Eisenbahn-Pionier, als es den Berufsstand des Eisenbahn-Ingenieurs noch nicht gab. Damals waren die Wasserstaßen die Verkehrswege und der Schienenweg musste sich erst erfinden. Ludwig Henz war ürsprünglich Wasserbau-Techniker, beschäftigte sich dann aber mit der Trassierung von Bahnstrecken im Ruhrgebiet und Rheinland.

=> Mein Fazit: Man macht sich kein Bild davon, wie damals die Bahn laufen lernte. Hier wird eine Facette davon sehr gut beschrieben. Ich habe gelesen und viel gelernt.

Antiquarisch sehr preiswert (< 10 €) zu bekommen. (Schade, dass der LWL diese Serie nicht mehr fortsetzt...)

Sehr lesenswert aus dergleichen Reihe: Die Fahne der Central-Locomotiven-Werkstatt Witten [www.beck-shop.de]

--

und zum Thema Geschichtsvereine:

Bochumer Zeitpunkte
Kortum-Gesellschaft Bochum (Hrsg.)

Natürlich decken die Veröffentlichungen der Geschichtsvereine die gesamte Themenpalette ab. Aber ab und an finden sich darin wirklich sehr gute Artikel, die man an anderer Stelle vergeblich sucht. Und selbst wenn die Aufbereitung nicht immer perfekt ist und bestimmt nicht den Ansprüchen von Buchlektoren genügt, so ist das hier wiedergegebene Wissen doch jedes fehlende Komma wert.
Bei diesen Heften finde ich sehr schön, dass der Blick auch durchaus etwas thematisch geweitet wird.

Zum Beispiel findet sich in der letzten Ausgabe (Heft Nr. 40) ein Artikel über die Geschichte "Wie Bochum zur Eisenbahn kam" von Axel Heimsoth und in der vorletzten Ausgabe (Heft Nr. 39) ein Artikel über nicht ausgeführte Projekte zur Kanalisierung der Ruhr und weiterer Schiffahrtskanäle rund um Bochum. Wie ich finde, eine durchaus ergänzende spannende Ausarbeitung um den Hintergrund für die Entstehung des Eisenbahnnetzes, so wie es ist, zu verstehen. Außerdem fident sich in dem Heft auch ein Artikel zum "Bochumer Verein und die Eisenbahn vor 1900" von - upps, der ist ja von mir... - ts, ts, ts Zufälle gibt's :-).

Die Hefte stehen hier zum kostenfreien Download: [www.kortumgesellschaft.de]

--

Seltener, aber nicht weniger spannend sind Monografien von Geschichtsvereinen, z.B.:

Der Ruhrorter Hafen. Technik und Innovation 1880-1870
Vincente Colom Gottwald; Duisburger Forschungen Band 39; Herausgegeben vom Stadtarchiv Duisburg in Verbindung mit der Mercator-Gesellschaft

Das Buch liegt gerade auf meinem Lesestapel. Wie der Name sagt beschäftigt es sich um mit der Situation als die Industrialisierung im Ruhrorter Hafen anfing. Dementsprechend findet man hier Informationen zum Werkbahnnetz im Bereich des Hafens, die Anschlüsse an die damaligen Privatbahnen, die Lokproduktion der Hüttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Haniel & Huyssen, der späteren Gutehoffnungshütte. Außerdem spielt natürlich der Traject der Aachen-Düsseldorf-Ruhrorter Eisenbahn eine Rolle.

--

Und jetzt wo mein Beitrag fertig ist, fällt mir ein, dass ich noch zwei Gruppen vergessen habe: Ausstellungsbücher bzw. -kataloge und Tagungsdokumentationen. Bei Interesse kann ich da aber noch einen "Nachschlag" servieren... - Jetzt ist erstmal Feierabend!

Soweit meine 50 Cent zu diesem Thema - was habt Ihr noch für Geheimtipps?

Beste Grüße

Christian

http://abload.de/img/signatur26pu08.jpgZu meinem HiFo-Inhaltsverzeichnis: Vor 100 Jahren in...

und zu meiner Internetseite über die KED Elberfeld, Essen und Cöln und deren Vorläufern ...
Hallo Paul,

vielen Dank für Deinen Beitrag, in dem Du die ehrenamtliche Arbeit von Autoren (ohne finanzielles Honorarierung in vielen Vereinen) würdigst und auch vor allem wertschätzt, wie das sicherlich auch viele Leser dieses Forums tun.
Wie in diesem Forum ja auch schon mehrfach diskutiert, erleben wir ja einen dramatischen Umbruch im Marktsegment Eisenbahnliteratur bei Zeitschriften und Büchern sowie Verlagen, der sicherlich noch nicht am Ende ist. DIeser Umbruch wird aus meiner Sicht dazu führen, dass die Zahl der Eisenbahnzeitschriften sinkt und auch neue Publikationen von Büchern bei den verbleibenden Verlagen möglicherweise weniger werden. Die ehrenamtlichen Publikationen von Vereinen stellen eine wertvolle, nicht zu unterschätzende Bereicherung des publizistischen Angebotes an Literatur über Eisenbahnen, Verkehrsgeschichte u. a relevanter Themen dar.

Um so erfreulicher ist es daher, wenn auch die genannten (und auch die nicht genannten) Autoren aus Vereinen (ich gehöre auch dazu - Danke) mit ihren Publikationen eine (partielle) Anerkennung in diesem Forum finden, die mit viel Zeit an Abenden und an Wochenenden ohne jegliches finanzielles Honorar Manuskripte schreiben. Man schreibt ja nicht nur aus purem Idealismus, sondern auch weil es Spaß macht, diese Themen interessieren und man überwiegend auch positives Feedback sowie konstruktive, sachliche und weiterbringende Kritik (!!!) erhält (mal von vereinzelten unsachlichen Kommentaren und Polemiken abgesehen).
Nicht zuletzt schreibt man ja auch für eine Menge von interessierten Menschen, die gerne zu diesen und anderen z. T. sehr speziellen Themen Literatur suchen und lesen möchten; und die sind (fast) immer dankbar dafür.

Ohne diese ehrenamtliche Tätigkeit und auch die Unterstützung der Autoren durch ihre Vereine gäbe es manches Buch und Thema nicht am Markt; auch für die Vereine ist es nicht immer leicht - vor allem in dieser Zeit - ein Buchmanuskript und/oder ein Heft finanziell zu stemmen, wenn auf der anderen Seite Einnahmen wegbrechen. Daher ist es auch gerechtfertigt, wenn die Vereine mit solchen Publikationen etwas Geld verdienen, ansonsten gibt es nämlich den einen oder anderen Verein bald nicht mehr!

Zum anderen handelt es sich vielfach um lokale/regionale oder sehr spezielle Themen, für die die etablierten Verlage keine ausreichende, wirtschaftliche Basis sehen bzw. keinen notwendigen Gewinn erwirtschaften können.

Daher bedanke ich mich für Deine Ausführungen auch im Namen meines Vereins EHEH (Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath Hochdahl e. V.).

Alles Gute und bleib gesund!

Armin Gärtner
Auch die Arbeitsgemeinschaft Drehscheibe e.V. gibt - nicht gewinnorientiert - Bücher und die gleichnamige Zeitschrift heraus. Mit etwaigen Gewinnen aus einzelnen Projekten wird beispielsweise unser Forum Drehscheibe-online finanziert.

Hier ein Blick auf das Verlagsprogramm:

[www.drehscheibe-online.de]

Wenn ihr also dieses DSO-Forum fördern wollt, wäre der Verein für neue Abonnenten und den Kauf von Büchern dankbar, zumal der Zeitschriftenverkauf pandemiebedingt durch den Bahnhofsbuchhandel schwieriger geworden ist.

FHWE

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 11.01.21 19:51

Moin,

der FHWE hat neben Broschüren auch ein paar Bücher im Sortiment: [www.fhwe.de]. Anfangs in Zusammenarbeit mit Verlagen, jetzt in Eigenregie.

Viele Grüße
Sören

Re: FHWE

geschrieben von: cargofuzzy

Datum: 14.01.21 17:45

Hallo!

Danke für den Tipp! Man kann ja einige Seiten der Bücher elektronisch durchblättern. Die Bücher machen ein guten Eindruck.

Leider sind die Inhaltsverzeichnisse nicht in der Vorschau enthalten bzw. nicht lesbar, weil die Schrift in der Vorschau zu unscharf ist. Aber unter
[portal.dnb.de]
(Deutsche National Bibliothek) kann man die Inhaltsverzeichnisse einiger (aller?) Bücher des Vereins als gut lesbare pdf finden.


Gruß
Paul


Sören Heise schrieb:
Moin,

der FHWE hat neben Broschüren auch ein paar Bücher im Sortiment: [www.fhwe.de]. Anfangs in Zusammenarbeit mit Verlagen, jetzt in Eigenregie.

Viele Grüße
Sören

Bahnmedien.at

geschrieben von: Klosterwappen

Datum: 14.01.21 18:40

Ich möchte in diesem Zusammenhang auf den österreichischen Verein Bahnmedien verweisen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Eisenbahnbücher zu verlegen. Über den Verlag
Viele von denen gefallen mir sehr gut; einige sind uneingeschränkt empfehlenswert.

Conflict of interests Erklärung:
Ich bin Mitglied bei diesem Verein.
Ich habe in einem seiner Bücher auch schon einen Beitrag verfasst.
Mehrere Bücher habe ich korrekturgelesen/lektoriert.
Das alles ist für mich mit keinerlei finanziellen Interessen oder Zuwendungen verbunden.

Aber nachdem die beiden österreichischen Verlage Szelak und Pospisil in den letzten Jahren zugesperrt haben, bin ich froh, dass es bei uns mittlerweile zwei Verlage gibt (vom zweiten kenne ich die Rechtsperson/Struktur nicht), die weiterhin Eisenbahnliteratur publizieren.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.21 18:42.