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Moderatoren: Klaus Habermann - MWD
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Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 29.12.20 11:54

KkStB schrieb:
Ich habe nur in Erinnerung, daß es schon einen Rechtsstreit vor ca. 30 Jahren wegen der Urheberrechte um die Bello-Foto ging, und die klagende Partei (ein Verlag) bei Gericht baden ging. Als Begründung wurde die große Verbreitung der Bilder angegeben. Ich kenne das Urteil nicht, aber die Bilder dieser damals aktiven Fotografengruppe sind zig-fach im Umlauf.

Das Problem ist, dass der EK-Verlag zwar die Urheberrechte übernommen hat, aber bereits zuvor in größerem Ausmaß Nutzungsrechte an Verlage vergeben worden waren. Und da war kaum noch auseinanderzuhalten, wer alte Rechte hatte und wer nicht.

Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 29.12.20 12:04

kaufhalle schrieb:
Das Problem ist, dass der EK-Verlag zwar die Urheberrechte übernommen hat,
Hat der EK die geerbt?

Grüße

-chriz

--
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Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 29.12.20 12:17

Hallo,

nein nicht geerbt, aber der EK hat sich seinerzeit am schnellsten um die Sammlung bemüht und saß sehr schnell auf dem Sofa von Bellos Witwe Annegret. Und als damaliger EK-Mitarbeiter hatte ich dann das Vergnügen, die Platten- und Musterbildsammlung in Freiburg auszuladen und in einen Keller zu verfrachten...

Grüße

Martin

Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: Cossebaude

Datum: 29.12.20 14:06

Es ging dabei um ein Güterwagenbuch. Der potentielle Autor hat aber Lücken in seiner Sammlung für die entsprechende Periode. Daher hat er bei anderen Photographen angefragt, die wollten dann teilweise Freiexemplare und Entschädigungen in einem "unverträglichen" Ausmass. Es ging also um Dokumentations-Photos, nix "künstlerisches" oder "kompositorisches"...

Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 29.12.20 21:23

Cossebaude schrieb:
Es ging dabei um ein Güterwagenbuch. Der potentielle Autor hat aber Lücken in seiner Sammlung für die entsprechende Periode. Daher hat er bei anderen Photographen angefragt, die wollten dann teilweise Freiexemplare und Entschädigungen in einem "unverträglichen" Ausmass. Es ging also um Dokumentations-Photos, nix "künstlerisches" oder "kompositorisches"...

Das ist alles urheberrechtlich geschützt, mindestens bis 50 Jahre nach Erstveröffentlichung (allenfalls für reine Fahrzeugaufnahmen anwendbar), alles andere bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Urheberrechtsfreie Fotos gibt es innerhalb dieser Fristen nicht. Der Preis für die Nutzung ist Verhandlungssache.

Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 30.12.20 00:13

Danke.

Also hat er das Urheberrecht nicht.

Grüße

-chriz

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Wobei die Bilder nicht "dem EK" gehören...

geschrieben von: Trittbrettfahrer

Datum: 30.12.20 01:22

...bzw. vermacht wurden, sondern in der Szene durchaus bekannten Privatpersonen, die einstmals "im Dienste des EK" standen! Bellingrodt war ja seinerseits selbst Mitbegründer des Eisenbahn-Kurier, daher ist an dem Vermachen "seiner" Bilder an "seinen" Verlag auch erstmal nix Anstößiges zu finden! Allerdings kümmerte er sich wohl nicht mehr "rechtzeitig" um sein Foto-Erbe, weshalb die konkreten Verhandlungen über diese Erbmasse dann - wie bereits richtig geschildert - über die Witwe liefen. Und die hat sich wohl das berühmt-berüchtigte Kleingedruckte bei der "Übetragung der Bildrechte an den EK-Verlag, Freiburg" damals nicht so ganz durchgelesen.....

Jedenfalls lagen die alleinigen Verwertungsrechte an den Bellingrodt-Fotos wohl so lange "beim EK", wie die enstprechenden Personen dort tätig waren. Das war wohl vor allem über die 1970er-/1980er-Jahre der Fall, als man die typischen "Bello-Bilder" auch noch kräftig über Bildbände, Postkarten usw. in der Szene "monetarisieren" konnte. Später dann wurden auch andere Altmeister der Eisenbahnfotografie (wieder-)entdeckt, weshalb der "Bello-Hype" dann doch etwas abflaute. Zudem waren die "eigentlichen Erben" irgendwann auch nicht mehr für den EK tätig, als der Verlag in den 90er-Jahren strukturell und personell ziemlich intensiv umgebaut wurde. Seither sind die Bellingrodt-Aufnahmen auch bei der "Konkurrenz" wie GeraMond oder VGB verstärkt aufgetaucht. Inzwischen dürfte das aus den Urheberrechten "herausschlagbare Kapital" so gering sein (wenn es nicht gerade um einen neuen Luxus-Bildband geht), dass recht viele seiner Aufnahmen schon frei zugänglich in der bekannten Bildergalerie der Eisenbahnstiftung hochgeladen wurden: [eisenbahnstiftung.de] Man muss nur einmal seinen werten (Nach-)Namen als Suchbegriff dort eingeben.....

Grüße, Trittbrettfahrer

Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 30.12.20 10:10

KkStB schrieb:
Ich habe nur in Erinnerung, daß es schon einen Rechtsstreit vor ca. 30 Jahren wegen der Urheberrechte um die Bello-Foto ging, und die klagende Partei (ein Verlag) bei Gericht baden ging. Als Begründung wurde die große Verbreitung der Bilder angegeben. Ich kenne das Urteil nicht, aber die Bilder dieser damals aktiven Fotografengruppe sind zig-fach im Umlauf.

Das könnte man nur anhand einer Urteilsbegründung nachvollziehen. Mit derart groben Angaben kommt man da nicht weiter.

Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: 614 005

Datum: 30.12.20 11:29

kaufhalle schrieb:
KkStB schrieb:
Ich habe nur in Erinnerung, daß es schon einen Rechtsstreit vor ca. 30 Jahren wegen der Urheberrechte um die Bello-Foto ging, und die klagende Partei (ein Verlag) bei Gericht baden ging. Als Begründung wurde die große Verbreitung der Bilder angegeben. Ich kenne das Urteil nicht, aber die Bilder dieser damals aktiven Fotografengruppe sind zig-fach im Umlauf.
Das könnte man nur anhand einer Urteilsbegründung nachvollziehen. Mit derart groben Angaben kommt man da nicht weiter.
Ich finde die Angaben von User KkStB nicht "grob". Hätte der EK damals Recht bekommen, würde er sicher gegen die Veröffentlichungen der Bellingrodt-Bilder vorgehen.

Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 30.12.20 12:08

614 005 schrieb:
kaufhalle schrieb:
KkStB schrieb:
Ich habe nur in Erinnerung, daß es schon einen Rechtsstreit vor ca. 30 Jahren wegen der Urheberrechte um die Bello-Foto ging, und die klagende Partei (ein Verlag) bei Gericht baden ging. Als Begründung wurde die große Verbreitung der Bilder angegeben. Ich kenne das Urteil nicht, aber die Bilder dieser damals aktiven Fotografengruppe sind zig-fach im Umlauf.
Das könnte man nur anhand einer Urteilsbegründung nachvollziehen. Mit derart groben Angaben kommt man da nicht weiter.
Ich finde die Angaben von User KkStB nicht "grob". Hätte der EK damals Recht bekommen, würde er sicher gegen die Veröffentlichungen der Bellingrodt-Bilder vorgehen.

Der EK-Verlag hat der damaligen Berichterstattung nach gar nicht die vollständigen Rechte an allen Bildern. Er ist bei der Klage also möglicherweise zu weit gegangen. Ohne Urteilsbegründung ist das nicht nachzuvollziehen.

Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 30.12.20 13:09

kaufhalle schrieb:
Das ist alles urheberrechtlich geschützt, mindestens bis 50 Jahre nach Erstveröffentlichung (allenfalls für reine Fahrzeugaufnahmen anwendbar), alles andere bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Urheberrechtsfreie Fotos gibt es innerhalb dieser Fristen nicht. Der Preis für die Nutzung ist Verhandlungssache.
Genau um letzteres ging es hier ja wohl. Wenn der aufgerufene Preis nicht mehr wirtschaftlich darstellbar ist, kommt es halt zu keinem Abschluss. Und wenn die eine Seite nur "alles-nichts-oder" als Verhandlungsposition hat, dann ist sie auch ein Stück weit selber Schuld.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.

Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 30.12.20 14:40

Christoph Zimmermann schrieb:
kaufhalle schrieb:
Das ist alles urheberrechtlich geschützt, mindestens bis 50 Jahre nach Erstveröffentlichung (allenfalls für reine Fahrzeugaufnahmen anwendbar), alles andere bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Urheberrechtsfreie Fotos gibt es innerhalb dieser Fristen nicht. Der Preis für die Nutzung ist Verhandlungssache.
Genau um letzteres ging es hier ja wohl. Wenn der aufgerufene Preis nicht mehr wirtschaftlich darstellbar ist, kommt es halt zu keinem Abschluss. Und wenn die eine Seite nur "alles-nichts-oder" als Verhandlungsposition hat, dann ist sie auch ein Stück weit selber Schuld.

Eben. Dann kommt das Bild halt nicht ins Buch. In ein anderes dann wohl auch nicht.

Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: Bw Betzdorf

Datum: 30.12.20 15:21

Zitat:"
Eben. Dann kommt das Bild halt nicht ins Buch. In ein anderes dann wohl auch nicht."

Der Autor wird sich zwar ärgern, aber es dann irgendwie verschmerzen können.
Was dann aber garantiert folgt ist auch klar. Das Buch und der Autor werden dann hier in diesem Forum regelrecht zerissen und niedergemacht mit Verweis auf schlechte Recherche oder (wenn er stattdessen ein qualitativ schlechteres Bild hierzu nimmt) miserable Bildqualität.
In diesen Situationen ist es nachzuvollziehen, wenn man als Autor oder halt nicht-Autor (wenn man das Buchprojekt dann einstellt), dem Bildbesitzer oder dem Mitarbeiter des Archivs alles mögliche an den Hals wünscht.
Es ist halt bedauerlich, das es Richtlinien zur Vergütung bei Urheberrechtsverletzungen gibt, aber keine verbindlichen Vorgaben über die Nutzungsgebühren für zur Verfügung gestellte Fotos (einige Archive/Museen haben so etwas ja). Wenn man weiß, das dem Schöpfer des Fotos je Bild 10 Euro zustehen, könnte man als Autor ganz anders an ein Projekt herangehen.

Re: Güterwagen Band 9 – einfach Danke

geschrieben von: Alfons Grünewald

Datum: 30.12.20 19:34

Crankcase schrieb:
Mein Buch ist schon seit der Ankündigung beim Verlag vorbestellt.

Wie geht es weiter?
Was würde nach Band 9 kommen?
Ich habe alle seit 1990 erschienen Bände.
Auch die Neuauflagen.

Wie war das mit IKEA-Katalog und der Bibel?
In beiden geht es um die Schöpfungsgeschichte.
Also wie in allen Güterwagenbüchern. :)
Der IKEA-Katalog wird jetzt allerdings als Druckausgabe eingestellt. Bei der Bibel ist mir eine solche Absicht bisher nicht bekannt ;-).

Viele Grüße

Alfons

PS: Freue mich als Käufer zahlreicher von Stefan geschriebener Publikationen auch schon auf das Buch ...


Alfons Grünewald

Vorbestellungen

geschrieben von: Ingo

Datum: 30.12.20 19:45

Crankcase schrieb:
Mein Buch ist schon seit der Ankündigung beim Verlag vorbestellt.
Hallo,

ich habe eigentlich auch am Anfang des Jahres bestellt. Wenn man aber das hier [www.drehscheibe-online.de] liest, so muss damit gerechnet werden, dass die Vorbestellung in den Tiefen der VGB-Übernahme durch GNB verloren gegangen ist.

Da ich keinen Bock habe plötzlich zwei zu bekommen und eines dann auf meine Kosten zurück zu senden, werde ich warten bis zur Auslieferung und erst wenn nichts kommt, neu bestellen. Für die Planung von GNB schei..., aber da sind sie dann selbst Schuld, wenn sie Vorbestellungen versemmeln.

Gruß Ingo

Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 30.12.20 20:19

Bw Betzdorf schrieb:
Der Autor wird sich zwar ärgern, aber es dann irgendwie verschmerzen können.
Was dann aber garantiert folgt ist auch klar. Das Buch und der Autor werden dann hier in diesem Forum regelrecht zerissen und niedergemacht mit Verweis auf schlechte Recherche oder (wenn er stattdessen ein qualitativ schlechteres Bild hierzu nimmt) miserable Bildqualität.

Sicher nicht wegen eines fehlenden oder schlechten Bilds.

Bw Betzdorf schrieb:
Es ist halt bedauerlich, das es Richtlinien zur Vergütung bei Urheberrechtsverletzungen gibt, aber keine verbindlichen Vorgaben über die Nutzungsgebühren für zur Verfügung gestellte Fotos (einige Archive/Museen haben so etwas ja). Wenn man weiß, das dem Schöpfer des Fotos je Bild 10 Euro zustehen, könnte man als Autor ganz anders an ein Projekt herangehen.

Das wäre de facto eine Enteignung. Im übrigen wird man im Fall eines vorherigen Angebots bei einer Urheberrechtsverletzung sicher nicht mit Standardtarifen durchkommen.

Re: Nur? … ;-)

geschrieben von: ludger K

Datum: 30.12.20 20:58

Bw Betzdorf schrieb:
Es ist halt bedauerlich, das ...

Wenn man weiß, das ...
Bevor ein Autor sich über so hochkomplizierte rechtliche Zusammenhänge den Kopf zermartert, sollte er erst einmal ganz von vorn anfangen und einen Volkshochschulkurs belegen, um den Unterschied zwischen "das" und "dass/daß" zu erlernen. Sonst wird es peinlich. Wenn mir ein Autor ein Manuskript anbietet und schon im Anschreiben derart naive Fehler begeht, dann ist für mich die Sache schon erledigt.

Irgendwann in ferner Zukunft könnte er sich dann auch höheren Dingen zuwenden und lernen, zwischen Urheber- und Nutzungsrechten zu differenzieren. Da wurde in diesem Faden schon sooo viel durcheinandergeworfen, daß ein Jurist nur schmunzeln kann!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:12:30:21:00:56.
Hallo,

fangen wir mit der Person an. Es gibt natürliche Personen (Menschen) und juristische Personen (Firmen, Vereine, Stiftungen, ...).

Eine Privatperson ist eine natürliche Personen und handelt nur für sich selbst und nicht für andere Personen (wobei das dann wieder natürliche und/oder juristische Personen sind).

Gruß Ingo
ludger K schrieb:

.... um den Unterschied zwischen "das" und "dass/daß" zu erlernen.

......

Dafür gibts doch den Lektor, mal abgesehen vom heute gelehrten Schreiben nach Gehör.

;-)
Manfred



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.01.21 00:28.
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