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Frage zum Buch des EK-Verlages "Baureih 64"

geschrieben von: Zugbeobachter

Datum: 21.12.20 17:51

Hallo liebe Mitleser,

eine Frage zum Buch aus dem EK-Verlag "Die Baureihe 64".
Bei Ebay gibt es Bücher mit dem gleichen Coverbild aus dem Jahr 2008.
Beim EK-Verlag ist das Buch mit demselben Bild aktuell erhältlich - wurde es seitdem überarbeitet?

Danke für Hinweise dazu :)

Re: Frage zum Buch des EK-Verlages "Baureih 64"

geschrieben von: 2000_001

Datum: 21.12.20 19:01

Moin,

das aktuelle Buch (= EK-Verlag) ist von 2018 und es wurde überarbeitet. Die Erstauflage ist von 1987 (= Eisenbahn-Kurier Verlag).

Viele Grüße,
Carsten

Re: Frage zum Buch des EK-Verlages "Baureih 64"

geschrieben von: miwe

Datum: 21.12.20 19:57

Guten Abend,

als Besitzer des Buches von 1987 schließe ich mich mit einer Frage an:

Lohnt sich der Kauf der neuen Auflage (Fotos / neue Infos etc.)?

Vielen Dank im voraus!

Grüße
miwe

Re: Frage zum Buch des EK-Verlages "Baureih 64"

geschrieben von: 2000_001

Datum: 21.12.20 22:48

Moin,
miwe schrieb:
... Lohnt sich der Kauf der neuen Auflage (Fotos / neue Infos etc.)? ...
Zwischen der ersten und der neuen Auflage liegen 31 Jahre. Da sind Quellen dazu gekommen, die bei der ersten Auflage nicht verfügbar waren. Bei den Bildern sind viele neue dabei.
Ich hatte das Buch damals vorbestellt und habe die erste Auflage trotzdem noch im Schrank stehen.

Viele Grüße,
Carsten

Re: Frage zum Buch des EK-Verlages "Baureih 64"

geschrieben von: miwe

Datum: 22.12.20 11:09

Danke Carsten!

Dann werde ich bestellen ...

Viele Grüße
miwe

Re: Frage zum Buch des EK-Verlages "Baureihe 64"

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 23.12.20 09:10

Hallo miwe,

vielleicht kommst meine Antwort ja noch zeitig genug.
Zum Vergleich mal beide Vorworte.
Lese dir das aktuelle Vorwort einfach mal in Ruhe durch und entscheide dann ob sich für dich ein Kauf lohnt.
Wenn es dir um Bilder geht, die bekommst du jederzeit auch aus dem [www].
Falls es dir um die nachträglichen Korrekturen geht, sieht das schon anders aus.

Egal wie du dich entscheidest, ich wünsche dir aber in jedem Fall ein besinnliches Weihnachtsfest

Bernd



Bildschirmfoto 2020-12-23 um 09.02.24.png
Sowohl die Nachfrage als auch der Zugang zu zahllosen Informationen, die beim Ersterscheinen 1987 noch nicht greifbar waren, legten dem EK-Verlag nahe, die 64 und die 86 neu aufzulegen. Auch galt es, zwei neue Jahrzehnte musealer Schicksale einzubringen. Bei der 86 entschieden sich Verlag und Autor dafür, alte und neue Seiten zu kombinieren. Neu waren praktisch alle Stationierungsangaben bei der DR nach 1945. Die neu konfigurierten Seiten umfangmäßig passend mit dem alten Aufbau zu kombinieren, gestaltete sich aber sehr schwierig. Deshalb wählte man dann bei der 64 einen Neubeginn. In beiden Fällen handelt es sich aber letztlich um ein ziemlich neues Buch mit vielen nicht gesehenen Fotos in besserer Wiedergabe, mit gereiften Stationierungsangaben, mit der fortgeschriebenen Geschichte der erhaltenen Loks und endlich brauchbaren Kapiteln zu Osteuropa.
Andreas Knipping schrieb:
Sowohl die Nachfrage als auch der Zugang zu zahllosen Informationen, die beim Ersterscheinen 1987 noch nicht greifbar waren, legten dem EK-Verlag nahe, die 64 und die 86 neu aufzulegen. Auch galt es, zwei neue Jahrzehnte musealer Schicksale einzubringen. Bei der 86 entschieden sich Verlag und Autor dafür, alte und neue Seiten zu kombinieren. Neu waren praktisch alle Stationierungsangaben bei der DR nach 1945. Die neu konfigurierten Seiten umfangmäßig passend mit dem alten Aufbau zu kombinieren, gestaltete sich aber sehr schwierig. Deshalb wählte man dann bei der 64 einen Neubeginn. In beiden Fällen handelt es sich aber letztlich um ein ziemlich neues Buch mit vielen nicht gesehenen Fotos in besserer Wiedergabe, mit gereiften Stationierungsangaben, mit der fortgeschriebenen Geschichte der erhaltenen Loks und endlich brauchbaren Kapiteln zu Osteuropa.
Danke Herr Knipping für diese Hinweise. Der Erwerb des Buches dürfte sich also lohnen, vor allem wenn man wie ich die früher erschienen Bände nicht besitzt. Frohe Festtage und einen guten Rutsch wünscht aus dem Taunus
Langenschwalbacher

Re: Frage zum Buch des EK-Verlages "Baureihe 64"

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 25.12.20 11:28

Hallo und guten Morgen verehrter Herr Knipping,

ich danke Ihnen für ihre Ausführungen. Das Vorwort zur Reihe 64 hätte man dann aber auch etwas günstiger verfassen können.
Immerhin hat man beim Buch zur Reihe 86 die Änderungen zur Reihe 86 textlich erfasst, obwohl ich die dazugehörigen Zeichnungen auch interessant finde.
Doch so ist halt ein Jeder anders gestrickt und ich bevorzuge mehr die technischen Details. So wünscht sich von einem Buch halt Jeder etwas anderes.

Beste Grüße und besinnliche Weihnachten
aus der Eifel wünscht Allen

Bernd
Bildschirmfoto 2020-12-25 um 11.11.32.png



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:12:25:11:29:48.

Re: Frage zum Buch des EK-Verlages "Baureihe 64"

geschrieben von: miwe

Datum: 25.12.20 16:16

Hallo Eifelindianer und hallo Herr Knipping,

vielen Dank für die zusätzlichen Informationen! Ich werde die Neuauflage kaufen ;-)

Allen noch schöne Feiertage und herzliche Grüße aus Franken,

miwe

Re: Frage zum Buch des EK-Verlages "Baureihe 64"

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 26.12.20 12:11

Hallo miwe,

sehr schön, dann hat sich der Beitrag anscheinend gelohnt.

Wünsche noch ein paar ein erholsames Tage zwischen den Jahren.

Beste Grüße
Bernd

--------

Ein kleiner Nachtrag zu gestern sei gestattet:
Das grundsätzliches Problem eines Autors dürfte auch sein, das man es im Grunde nur selten schafft die Geschichte eines Kapitels abschließend nieder zuschreiben. Immer wieder tauchen neue Details auf, so könnte es auch bei der Reihe 86 sein. Bei Durchsicht meiner Unterlagen habe ich festgestellt das man anscheinend an der Reihe 86, neben einem Friedmann Abdampf-Injektor (was dann wohl nach 1934 passiert sein müsste, sonst hätte man es hier bereits erwähnt) auch einen Abdampf-Injektor der Düsseldorfer Firma "De Limon Fluhme & Co" verwendet hat. Ein Abdampf-Injektor von "De Limon Fluhme) wurde nämlich auf der Anlage Blatt "B" entsprechend abgebildet. Er sah dem Abdampf Injektor "SHG" von Friedmann, der unter anderem auch über die Schmidt'sche Heissdampfgesellschaft vertrieben wurde, schon sehr ähnlich. (Lizenzbau???)

Die Firma Friedmann war bereits 1931 in Bezug auf Eisenbahn gut im Geschäft und stellte für Dampflokomotiven: Abdampf-Injektoren, Frischdampf-Injektoren, Auftrieböler (sogenannte Lubrikatoren), Schmierapperate, Abschlammschieber undf Kohlenspritzen her, sowie für Eisenbahnwagen: Niederdruckheizungen, Reduzierventile und metallische Heizkupplungen.

Beste Grüße
Bernd


Bildschirmfoto 2020-12-26 um 10.45.48.png
Bildschirmfoto 2020-12-26 um 10.43.53.pngBildschirmfoto 2020-12-26 um 10.42.34.png
Bildschirmfoto 2020-12-26 um 11.31.30.pngBildschirmfoto 2020-12-26 um 11.31.53.png



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:12:26:15:41:35.

Re: Frage zum Buch des EK-Verlages "Baureihe 64"

geschrieben von: ludger K

Datum: 26.12.20 18:17

Andreas Knipping schrieb:
Bei der 86 entschieden sich Verlag und Autor dafür, alte und neue Seiten zu kombinieren.
Hallo Andreas!
Wie soll das denn gehen? 1987 arbeitete man noch mit Lithos, aber heute gibt es kaum einen Drucker mit so alten Maschinen. Und selbst wenn: Es müssen horrende Druckkosten sein, wenn der Drucker einen Teil des Buches auf der alten Maschine (sofern die Seiten kein Griebl-Foto enthalten) und einen Teil digital auf der neuen Maschine drucken soll. Was wäre es auch für ein Irrsinn, die alten Lithos wieder zu verwenden, wenn man mit der heutigen Digitaltechnik eine um Lichtjahre bessere Wiedergabequalität erzielen kann? Der "Kartoffeldruck" von damals ist doch längst Schnee von gestern. Bei der 64er weiß ich (da sind Fotos von mir drin), daß Jörg alles von Grund auf neu aufgebaut hat.
Viele Grüße
Ludger



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:12:26:18:18:52.
Im Falle der 86 glaube ich ein ganz wenig mitreden zu dürfen, weil ich rein zufällig der Autor bin. Und als solcher weiß ich ganz genau, dass zu einem großen Teil wie etwa der nicht weiter anpassungsbedüftigen Kapitel zur Entstehungsgeschichte, zur Bauartbeschreibung und zu den Bauartänderungen die alten "Filme" für die Neuauflage wiederverwendet wurden. Mit welcher Technologie deren Inhalt 2008 ins neue digitale Gesamtpaket eingebaut wurde, hatte mich nicht zu interessieren. Aber im Alter täuscht man sich manchmal über so Manches. Vielleicht heiße ich gar nicht Andreas Knipping. Soll ja vorkommen.

Re: Frage zum Buch des EK-Verlages "Baureihe 64"

geschrieben von: Seku

Datum: 27.12.20 00:10

ludger K schrieb:
Bei der 64er weiß ich (da sind Fotos von mir drin), daß Jörg alles von Grund auf neu aufgebaut hat.

Hast wenigstens Deine Bilder zurück und Beleg sowie Honorar erhalten ? Und heißt Peter jetzt Jörg ?

Günther
Seku schrieb:
Und heißt Peter jetzt Jörg ?
Hallo,

vielleicht einfach mal den "Klappentext" lesen?

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Re: Frage zum Buch des EK-Verlages "Baureihe 64"

geschrieben von: Seku

Datum: 27.12.20 07:18

Matthias Muschke schrieb:
"Klappentext" lesen?

Liegt mir leider nicht vor.

mfG
Seku schrieb:
Matthias Muschke schrieb:
"Klappentext" lesen?

Liegt mir leider nicht vor.
Oben gibt es dich zwei Vorworte, eins von Peter, eins von Jörg.

Grüße

-chriz

--
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Ich hänge es mal hier an...

geschrieben von: Wolfgang Sorger

Datum: 27.12.20 15:42

Hallo Andreas,

ich hänge es mal hier an: ich bin unverändert sehr angetan von Deinem Buch über die BR 86, auch wenn ich "nur" die Erstauflage habe. Es war und ist für mich der Durchbruch und Neuanfang bei den EK-Büchern gewesen: vorher kannte ich nur die kleineren weißen Bändchen, mit Fotowiedergabe in einer Qualität, die aus einer anderen Zeit ist.

Und besonders bemerkenswert war für mich auch, daß ein historischer Kontext hergestellt wurde, siehe Seite 273 mit Bild 355 vom Bahnhof Bielitz.
Das hat für mich eine andere Qualität als z.B. eine unselige Bildunterschrift bei Wenzel im Buch zur BR 57 (2. Auflage 1979), wo es heißt "er hat gut lachen, denn im Sommer 1942 ging es noch vorwärts..." (S. 155, Bild 55) oder auch die wolkigen Schilderungen bei Maedel über die armen Eisenbahner in grau oder blau...

Beste Grüße

Wolfgang

Mich interessiert vieles - und alles rund um das Bw Bestwig!

Re: Ich hänge es mal hier an...

geschrieben von: Andreas Knipping

Datum: 27.12.20 18:35

Eine bewegende Wertschätzung nach all den Jahrzehnten! Vielen Dank! Übrigens war die Entstehungsgeschichte des 86er-Buches reichlich verworren. So etwa 1980-84 erstellte ich mit der mechanischen Schreibmaschine das schlanke Manuskript für ein Baureihenporträt der alten kleinen roten Serie mit dem riesigen Schwerpunkt "Stationierungen". Nach langem Schweigen erhielt ich dann etwa 1986 ein völlig untaugliches Layout. Und wenig später entschied sich der Verlag für das große neue Konzept nun mit sorgfältiger Darstellung der Entstehungsgeschichte, der Bauart und der Bauartänderungen. Auch sachliche Kritik an einstigen Entscheidungen sollte Platz finden. Und so hämmerte ich dann wieder monatelang neue Texte in die erwähnte Schreibmaschine. 1987 erschien dann die Erstauflage.
Und ja, ich wagte darin auch klare historisch-politische Worte. In der Bewertung von Naziregime und Krieg war und bin ich mir übrigens mit Hans-Jürgen Wenzel völlig einig und wurde von ihm darin immer unterstützt. Wichtig ist bei Formulierungen hierzu aber immer auch die sorgfältigste Wahl der sprachlichen Ebene und jedes einzelnen Wortes. Am ehesten von Alfred Gottwaldt habe ich gelernt, dass Ironie hier sehr gefährlich ist und jederzeit missverstanden werden kann. Vor dem Erscheinen meiner "Reichsbahn hinter Ostfront" hat er jede Zeile meines Manuskripts durchgearbeitet. (Übrigens hat diese Titelbezeichnung einem anderen recht bekannten Autor später so gut gefallen, dass er sie für ein eigenes Buch übernommen hat. Meine Beanstandung ließt er unbeantwortet.)
Ja, noch zur Ironie: Der große Kabarettist Gerhard Polt hat einmal eine bitterböse Satire vorgetragen, in der ein unbelehrbarer Nazi darüber schwadroniert, dass doch alles eigentlich gar nicht so schlimm gewesen sei und dass man den alten Kameraden heute Unrecht tue. Und er bekam viele begeisterte Zuschriften, weil endlich mal einer den Mut zu solcher Wahrheit gehabt habe.

Re: Ich hänge es mal hier an...

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 27.12.20 21:39

Hallo und guten Abend

Natürlich kann man die kleinen alten EK-Bücher nicht mit den großen blauen EK-Bücher vergleichen, das wäre auch wenig zielführend. Das die alten Bücher nicht schlecht waren zeigt weiterhin ihre Beliebtheit, immerhin werden sie heute immer noch gekauft.
Mit den blauen Büchern vom EK ist nicht nur der Umfang und die Qualität, zwangsläufig auch der Anspruch der Leser gewachsen. Wesentlich schlimmer wäre doch wenn sie nicht gekauft würden.
Aber egal wie man ein Buch auflegt, egal was man dran ändert, egal was es kostete. Keine Veränderung wird immer nur Befürworter finden. Als nimmt man es leicht und solange irgendwer die gedruckten Bücher kauft, lohnt sich ihre Herstellung. Falls es sich nicht mehr lohnt, druckt man diese Bücher auch nicht mehr.

Also nehmt es leicht.


Ich diskutiere immer gerne sachlich über Fachthemen der Eisenbahn, mit Leuten die Ahnung davon haben und soweit es mir möglich ist untermauere ich meine Behauptungen mit Fakten, was jetzt nicht heißen soll das ich alles weiß.


Beste Grüße
Bernd



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:12:27:21:41:09.