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Software, Medien aller Art und Literatur zum Themengebiet Eisenbahn
Moderatoren: Klaus Habermann - MWD
Seiten: 1 2 3 4 All Angemeldet: -

Re: Wie schade

geschrieben von: Südbadener

Datum: 14.11.20 13:03

Hallo,
die Super-Anlagen-Hefte gibt es doch schon seit einigen Jahren nicht mehr...
Und bezüglich Brandl hast du selber hier geschrieben, dass er keine Anlagen mehr baue: [www.drehscheibe-online.de] Von was sollen dann Hefte erscheinen? Oder woher hast du diese Information?



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.11.20 16:10.

Re: Wie schade

geschrieben von: air

Datum: 14.11.20 13:30

Hallo
Es stand in einen seiner Hefte das er keine weiteren Anlagen baut
Außerdem gab's auch keine Anzeigen mehr das er noch Anlagen baue.
Vielleicht kommen ja mal Bücher wie sie einst beim Alba Verlag erschienen sind z.b. Traumhafte Modellbahnanlagen oder Ideenreiche Modellbahnanlagen
Da waren wirkliche gute Gleipläne drinnen.
Oder es greift jemand diese Anregungen wieder auf.
Man sollte niemals die Hoffnung aufgeben
Vorbildgerechte Anlagen wird es immer geben
und dessen Vorstellungen.


air



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.11.20 13:30.

Re: Nicht gut, ...

geschrieben von: andreas +

Datum: 14.11.20 23:40

Trittbrettfahrer schrieb:
... Die "Arbeiterklasse" hat ihr weniges Geld halt schon immer lieber in der örtlichen Kneipe verballert (und heute eben im Netz bzw. fürs Smartphone und sonstige "sinnvolle" Lifestyle-Abos) und bevorzugt eher "passive" Beschäftigungen (Glotze, Social Media).
Aah, das ist ja übelste bourgeoise Schmähkritik gegenüber den Werktätigen, die infame und revisionistische Diskreditierung der Arbeiterklasse durch die großkapitalsitische Bour­geoi­sie!!

jetzt mal ernsthaft!

geschrieben von: held-der-arbeit

Datum: 15.11.20 14:59

wenn ich hier all diese Kritiken und Schmähungen lese, kommt es mir ein wenig vor im Kindergarten. Jedem Mitglied unserer Hobby-Gemeinde sollte es klar sein, dass das Interesse am Hobby und damit der Markt kontinuierlich schrumpen. Die Folgen sind Umsatzrückgänge sowohl bei der Modellbahnindustrie als auch bei den Eisenbahnmedien. Denkt biitte mal daran, wieviele Modellbahngeschäfte es vor 20 Jahren gab und wie es heute aussieht.

Einzelne Hobbyzeitschriften wären finanziell nicht mehr herstellbar, also müssen Synergien erzeugt werden.

Die VGB gehört bis dato zur Funke -Mediengruppe (WAZ und Co). Einer der Erben, nämlich Daniel Funke, hat sich erst in diesem Sommer gemeinsam mit seinen Ehemann, nämlich Bundesmaskenminister Jens Spahn, für 4,1 Millionen Euro in Villa in Berlin-Dahlem geleistet - nur mal so.

Das bedeutet, die Funke-Mediengruppe wollte die Bahnsparte loswerden, ich behaupte natürlich ausdrücklich nicht, um aus einem Teil des Erlöses Villen in Berlin-Dahlem zu finanzieren. Aber ich lese keinen Vorwurf an die Funke-Mediengruppe, der aus eisenbahnfanmoralischen Gründen dann eher welche zu machen wären.

GeraNova-Bruckmann dagegen betreibt nichst anderes, als die Sicherung des Potentials, das bei dem Markt überhaupt möglich ist. Sie stabilisieren damit den Bestand, auch wenn es dabei Verluste geben wird. Der Markt gibt eben nicht mehr her - alles andere ist Illusion.

Im Gegensatz zu Funke agiert hier GNB konstruktiv und geht dabei ins unternehmerische Risiko. Wäre die VGB "gesund" gewesen, wäre sie nicht abgestossen worden. Im Zweifelsfall wäre auch eine Liquidation denkbar. Bei der Gelegenheit bitte auch mal an Fleischmann denken.

Traurig ist immer ein Verlust angehmer Gewohnheiten, aber die Übernahme durch GNB ist eben nicht egoistisch oder destruktiv, sondern eine Rettung und Bündelung des vorhandenen Potentials. Und ganz nebenbei: auch der betroffenen Arbeitsplätze.

Die Fusion dieser beiden Fachverlage ist schlicht eine folge der Realität am Markt und eher ein Segen als ein Fluch.

Die Auflagenentwicklung anderer Printmedien, z. B. Tageszeitungen geht steil bergab. Die Tendenz ist dort eine Verlagerung ins [www]. siehe etwa Bild-online, Spiegel-online, Welt-online usw.

Das findet in unserem special-interest-Bereich wegen der Altersstruturen kaum statt. Eine der rühmlichen Ausnahmen ist dieses hier: DSO. Das funktioniert mit Idealismus, Engagement, ehrenamtlichem Fleiss und vor allem der Schwarmintelligenz der Nutzer. Ein riesiges Potential! Ausdrücklich grossen Lob!

Printmedien enstehen anders, sind mit Personal-, Herstellungs-, Autoren-, Vertriebskosten verbunden. Wenn die Kosten nicht erwirtschaftet werden können, nicht aus Unfähigkeit sondern weil der Markt schrumpft, kann eben nicht weiter produziert werden. Siehe VGB. Aus meiner Sicht gehört auch unternehmerischer Mut dazu, etwas wirtschaftlich nicht mehr Funktionierendes zu übernehmen und damit zu retten. Durch Synergieeffekte können in dem Fall Kosten gesenkt werden (Herstellung, Vertrieb, Reaktion usw.) und effizient zum Weitererhalt, bzw. zur Rettung beizutragen.

Auch in den öffentlich-rechtlichen Medien (die sich durch Gebühren von jedem finanzieren) wird gnadenlos zusammengelegt, gespart und eingestellt. Es ist ein allgemeiner Trend aller bisherigen Medien. Der Weg geht überall rapide in den online-Bereich.

Durch die Fusion der beiden Eisenbahn-Verlage ist der Trend hier erstmal gestoppt.

Auch, wenn es im einzelnen unkonfortabel ist, kann ich daran nicht Schlechtes finden.

mit konstrutiven Grüssen

CM Peters

Re: jetzt mal ernsthaft!

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 15.11.20 15:06

Und was nützt mit das alles, wenn für mich dabei nichts mehr heraus kommt? Das was du schreibst ist sicher alles gut und schön, trotzdem ist GN das RTL2 der Literatur und ich offenbar nicht (mehr) die Zielgruppe.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Re: jetzt mal ernsthaft!

geschrieben von: axelloko

Datum: 15.11.20 15:18

Also die VGB wurde ein Teil des Klartext Verlags, der zu Funke gehört.

Der Klartext Verlag hat ein Sachbuch Programm mit vielen wissenschaftlichen Titeln. Zum anderen ein Hobby Programm mit Titeln u.a. zu den Themen Ruhrgebiet und Fussball. Da kam es wohl zu einer Zusammenarbeit bei einem Buch über Eisenbahnen im Ruhrgebiet. Das führte dann wohl zu dieser Übernahme.

Ob dieser Eisenbahn Teil, der ja nur ein kleiner Teil von Klartext war, jetzt sooo viel am Gesamtumsatz von Funke Medien ausmacht wage ich zu bezweifeln. Und was das mit der Villa von Spahns Lebenspartner zu tun hat, ist mir auch nicht so ganz klar.

Die Millionen verdient Funke doch ganz wo anders.

Re: jetzt mal ernsthaft!

geschrieben von: KkStB

Datum: 15.11.20 15:23

Glaube mir, gute Literatur und interessante Themen haben sich immer noch verkauft. Das andere Problem ist, daß den Verlagen auch die Autoren wegsterben.

Re: jetzt mal ernsthaft!

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 15.11.20 19:19

held-der-arbeit schrieb:
Einzelne Hobbyzeitschriften wären finanziell nicht mehr herstellbar, also müssen Synergien erzeugt werden.

Nun, da hätte VGB eigentlich eine ganz gute Basis. Sie haben da ja einiges.

held-der-arbeit schrieb:
GeraNova-Bruckmann dagegen betreibt nichst anderes, als die Sicherung des Potentials, das bei dem Markt überhaupt möglich ist. Sie stabilisieren damit den Bestand, auch wenn es dabei Verluste geben wird. Der Markt gibt eben nicht mehr her - alles andere ist Illusion.

GNB profitiert durch Beseitigung des Wettbewerbs. Außer dem MEB, der vom Anspruch her genau zu GNB passt, haben sie doch nichts von VGB haben wollen. Der Rest ist gerade mal noch gut dafür, Abonnenten abzuwerfen, die man dann versucht umzulenken. Das Buchsortiment wird abverkauft, da kommt dann nichts mehr nach. Und die Heftreihen und Zeitschriften werden sobald es passt, eingestampft. Da wird nicht mal der klassische GNB-Verseichtungsprozess durchlaufen werden.

held-der-arbeit schrieb:
Im Gegensatz zu Funke agiert hier GNB konstruktiv und geht dabei ins unternehmerische Risiko. Wäre die VGB "gesund" gewesen, wäre sie nicht abgestossen worden. Im Zweifelsfall wäre auch eine Liquidation denkbar. Bei der Gelegenheit bitte auch mal an Fleischmann denken.

Was ist daran konstruktiv? Wo ist da ein Risiko? Was der MEB abwirft, ist berechenbar. Außer dem Kaufpreis wird nichts investiert.

GNB profitiert durch Beseitigung von Konkurrenz. Jeder andere Käufer hätte aus der Übernahme was machen müssen und das VGB-Sortiment straffen müssen - eben das, was VGB auch selbst hätte machen können.

Vor allem aber: Abgesehen vom MEB - wo ist ein Unterschied zwischen Liquidierung der Zeitschriften durch Schließung des Verlags und Liquidierung durch GNB? Eben, da ist keiner.

held-der-arbeit schrieb:
Traurig ist immer ein Verlust angehmer Gewohnheiten, aber die Übernahme durch GNB ist eben nicht egoistisch oder destruktiv, sondern eine Rettung und Bündelung des vorhandenen Potentials. Und ganz nebenbei: auch der betroffenen Arbeitsplätze.

Ich wüsste nicht, was ich da positiv sehen sollte.

held-der-arbeit schrieb:
Die Fusion dieser beiden Fachverlage ist schlicht eine folge der Realität am Markt und eher ein Segen als ein Fluch.

Das ist keine Fusion, das ist eine Übernahme.

held-der-arbeit schrieb:
Printmedien enstehen anders, sind mit Personal-, Herstellungs-, Autoren-, Vertriebskosten verbunden. Wenn die Kosten nicht erwirtschaftet werden können, nicht aus Unfähigkeit sondern weil der Markt schrumpft, kann eben nicht weiter produziert werden. Siehe VGB. Aus meiner Sicht gehört auch unternehmerischer Mut dazu, etwas wirtschaftlich nicht mehr Funktionierendes zu übernehmen und damit zu retten. Durch Synergieeffekte können in dem Fall Kosten gesenkt werden (Herstellung, Vertrieb, Reaktion usw.) und effizient zum Weitererhalt, bzw. zur Rettung beizutragen.

Es wird doch gar nichts gerettet. Außer dem MEB.

held-der-arbeit schrieb:
Durch die Fusion der beiden Eisenbahn-Verlage ist der Trend hier erstmal gestoppt.

Noch mal: Es ist keine Fusion. Und gestoppt wird gar nichts.

Pauschalkiritk - ja, weil es zutrifft!

geschrieben von: Trittbrettfahrer

Datum: 16.11.20 02:13

Zitat
als jemand, der den Grossteil der Technik-Beitraege fuer das EM schreibt, interessiert mich, wann Du solche Beitraege gelesen hast. Bitte mal konkret die Hefte und Beitraege benennen und was Dich dort stoert. Hast Du denn mal einen Leserbrief geschrieben?
Ehrlicherweise kann ich keine kronkreten Einzelbeispiele nennen, da ich lediglich gelegentlicher "Bahnhofskiosk-Leser" des EM bin und keinerlei EM-Hefte in meinem ohnehin eher kleinen Zeitschriftenarchiv habe. Mir ging es aber tatsächlich auch eher um eine "Pauschalkritik", denn das grundsätzliche Niveau der Bau- und Bastelbeiträge (Beschreibung, Fotografie, logische Struktur) und auch der Anlagenportraits empfinde zumindest ich persönlich als eine ganze Stufe niedriger als bei ALLEN Mitbewerber-Magazinen auf dem Markt - was letztlich eben auch einer der Hauptgründe (neben dem furchtbaren Layout, noch schlimmer als bei der MIBA!) dafür ist, warum ich eben kein "richtiger" EM-Leser bin.....

Zitat
Auch da bitte ich um konkrete Beispiele. Ich habe so einige Vergleichstest gemacht. Sicherlich macht das leider nicht jeder Autor mit der Gewissenhaftigkeit und dem Fachwissen, wie ich es habe. Aber pauschal solche Testberichte als "verkappte Werbung für die Hersteller" zu titulieren, verbitte ich mir.

Ich habe dort durchaus Fehler angeprangert. Gut, dafuer habe ich halt das noetige Fachwissen, weshalb ich auch nicht jedes Fahrzeug teste, sondern nur die wo mir genug Unterlagen und Vorbildfotos fuer die Beurteilung vorliegen. Die Testmuster werden dafuer sogar sehr oft von der Redaktion gekauft, vor allem wenn es Modelle nicht mehr neu gibt
In dieser Hinsicht - und ich hoffe, dies versöhnt dich nun ein wenig mit meiner persönlichen Einschätzung/Bewertung des EM - muss ich das Eisenbahn-Magazin sogar mal ein wenig loben: Die für diese Publikation typische Gegenüberstellung zahlreicher, meist sogar aller irgendwie auftreibbaren Modelle eines Vorbildes in einem konkreten Maßstab, um sie sowohl untereinander als auch mit dem Vorbild selbst zu vergleichen, finde ich von allen so genannten "Testberichten" in den Hobby-Heften noch am gelungensten!

Allerdings liegt auch hier der "Teufel im Detail", wie man so schön sagt: Zu oft werden noch Modelle in einen Vergleich mit einbezogen, die nun wirklich nur noch als "Teil der Modellbahngeschichte" betrachtet werden können, wenn z.B. bei einem Vergleichstest der Bundesbahn-23er von Roco und Märklin auch noch das karikaturenhafte, uuuuralte Primex-"Modell" mit vorgestellt wird. Was soll das bitte, wenn außer einige Hardcore-Märklin-Nostalgiker interessiert diese "Ding" denn heute noch? Den wertvollen Platz auf dem Papier für das Foto dieses "Hobels" hätte man auch für mehr Text über oder weitere Bilder der "ernsthaft in betracht zu ziehenden Modelle" nutzen können! Teilweise kann ich auch den Fazits dieser EM-Vergleiche überhaupt nicht zustimmen: So wurden bei den großen Vergleichstests der 3yg- und 4yg-Umbauwagen vor einigen Jahren (ich glaube, als die Brawa-Modelle rauskamen) in beiden Fällen die Roco-Modelle als "noch immer gut/brauchbar" bewertet, weil sie in Ausführungsform (= Beschriftung) und Hauptabmessungen "korrekt" sind - Märklin und Fleischmann wurden dagegen wegen echtem "modellbauerischen Mimimi" regelrecht "abgewatscht"... Das kann doch aber nur ein Scherz sein, oder?! Die Roco-Umbauwagen sind die wohl mit weitem Abstand schlechtesten "Modelle" dieser Vorbilder, die ich überhaupt im Maßstab 1:87 kenne - vollkommen grobe und total misproportionierte "Nachbildungen"!!! Beim 3yg etwa ist selbst das vom seligen Willy Ade vor fast 60 Jahren für Trix/Mangold konstruierte Wägelchen besser gelungen als die Roco-Gurke, wäre es nicht leider im Maßstab 1:90 gehalten..... und das ist jetzt nur ein Beispiel, welches mir aber gerade deswegen in Erinnerung geblieben ist.

Zitat
Was die Einstellung des EJ und die gesamte Verlagsuebernahme betrifft, habe ich dazu auch eine Meinung. Aber das ist hier gar nicht mehr das Thema.
Aber gerade DIE würde mich und wohl auch alle anderen DSO-Teilnehmer hier wirklich interessieren! Ich glaub aber nicht, dass wir sie hier lesen werden - " aus Gründen"...

Grüße, Trittbrettfahrer
held-der-arbeit schrieb:
Zitat
Das bedeutet, die Funke-Mediengruppe wollte die Bahnsparte loswerden.
Zu deinen restlichen, reichlich "eigensinnigen" und IMHO auch nicht wirklich zutreffenden Ansichten möchte ich jetzt gar nicht eingehen - dass der Markt für Eisenbahnzeitschriften nicht mehr wie vor 30 oder 40 Jahren aussieht und langfristig eher schrumpft als wächst, ist ohnehin eine Binsenweisheit.....

Allerdings war "denen die es wussten" schon recht lange bekannt, dass die WAZ/Funke-Gruppe die VGB am liebsten "sofort als gleich" veräußern wollte - und das im Übrigen trotz durchaus respektabler Unternehmenskennzahlen! Bereits einige Zeit vor der jetzigen "feindlichen Übernahme" durch GeraNova-Bruckmann gab es schon konkrete "Abstoßungsversuche" aus Essen in Richtung Fürstenfeldbruck, da man dort wohl nie so recht wusste, was man mit diesen Special-Interest-Zeitschriften in einem Portfolio, welches in erster Linie ja aus (sich einst sogar "feindlich gesinnten") NRW-Tageszeitungen und "seichter Unterhaltung für die ältere Dame" beteht, langfristig anfangen möchte. Es gab und gibt offenbar im Funke-Konzern niemanden, der für eine vernünftige Strategie zum Verbleib der VGB im eigenen Unternehmen hätte aktiv werden wollen oder besser gesagt, aktiv werden können. Das Thema "Eisenbahn" kommt halt selbst in den Vorlesungen zum Special-Interest-Bereich der Verlagswelt an den Hochschulen für zukünftige "Media Manager" nur irgendwo ganz am Rande mal in einer einzigen digitalen Flipchart-Folie vor... kein Wunder also, dass es letzlich so kommen musste!

axelloko schrieb:
Also die VGB wurde ein Teil des Klartext Verlags, der zu Funke gehört.

Der Klartext Verlag hat ein Sachbuch Programm mit vielen wissenschaftlichen Titeln. Zum anderen ein Hobby Programm mit Titeln u.a. zu den Themen Ruhrgebiet und Fussball. Da kam es wohl zu einer Zusammenarbeit bei einem Buch über Eisenbahnen im Ruhrgebiet. Das führte dann wohl zu dieser Übernahme.

Ob dieser Eisenbahn Teil, der ja nur ein kleiner Teil von Klartext war, jetzt sooo viel am Gesamtumsatz von Funke Medien ausmacht wage ich zu bezweifeln. Und was das mit der Villa von Spahns Lebenspartner zu tun hat, ist mir auch nicht so ganz klar.

Die Millionen verdient Funke doch ganz wo anders.
Nein, Funke/WAZ kam zunächst über die MIBA bzw. über Zwischenwege im Rahmen deren Neuaufstellung gegen Mitter der 1990er-Jahre und die anschließende Abtretung des Merker-Verlages (Eisenbahn-Journal) und des MEB (von Transpress/Motor-Presse Stuttgart) an das Verlagskonstrukt, welches sich bisher "Verlagsgruppe Bahn" nannte. Beim Funke-Konzern ist es aber wohl so, dass sämtliche "Nicht-Periodika", also in der Regel Bücher, über den vor ewigen Zeiten extra hierfür gegründeten Klartext-Verlag laufen. Daher war es nur logisch, dies auch für die Bücher der VGB so zu handhaben. Klartext ist bzw. jetzt ja war aber wie bereits von anderen hier gesagt nur der "Mittler zum Buchhandel" für die lediglich im Zeitschriftenhandel präsent gewesene Verlagsgruppe Bahn, die Bücher bzw. deren Inhalt selbst wurden immer von der VGB vollständig "intern" erstellt und eben nur über Klartext verlegt - das geht aber aus den Impressi der Bücher eigentlich auch recht eindeutig hervor...

Grüße, Trittbrettfahrer

Re: jetzt mal ernsthaft!

geschrieben von: wismarer

Datum: 16.11.20 09:09

kaufhalle schrieb:
GNB profitiert durch Beseitigung des Wettbewerbs. Außer dem MEB, der vom Anspruch her genau zu GNB passt, haben sie doch nichts von VGB haben wollen. Der Rest ist gerade mal noch gut dafür, Abonnenten abzuwerfen, die man dann versucht umzulenken. Das Buchsortiment wird abverkauft, da kommt dann nichts mehr nach. Und die Heftreihen und Zeitschriften werden sobald es passt, eingestampft. Da wird nicht mal der klassische GNB-Verseichtungsprozess durchlaufen werden.

Ich verstehe nicht, warum du ständig gegen den MEB wetterst. Schon mein Großvater und mein Vater hatten ihn abonniert, obwohl dies zu DDR-Zeiten nicht einfach war. Und auch ich lese ihn und bin von der Vielfalt und Ausführlichkeit der Themen immer wieder begeistert. Schau dir dazu mal das Dezmber-Heft an. Das Heft ist klar gegliedert: vorne Vorbild, hinten Modellbahn. Das Durcheinander Vorbild-Modell beim EM dagegen missfällt mir. Ich leser diese Zeitschrift daher auch nicht und bevorzuge den EK
Wismarer
Trittbrettfahrer schrieb:
über den vor ewigen Zeiten extra hierfür gegründeten Klartext-Verlag laufen.
Danke für deine Ausführungen. Hier muss ich allerding einhaken:

Klartext gehört erst seit 2007 zur WAZ/Funke, es war vorher ein eigenständiger Verlag, gegründet 1983. Verleger war Ludger Claßen, der auch nach Übernahme durch die WAZ bis 2016 Geschäftsführer blieb.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.

Re: jetzt mal ernsthaft!

geschrieben von: KkStB

Datum: 16.11.20 12:40

wismarer schrieb:
kaufhalle schrieb:
GNB profitiert durch Beseitigung des Wettbewerbs. Außer dem MEB, der vom Anspruch her genau zu GNB passt, haben sie doch nichts von VGB haben wollen. Der Rest ist gerade mal noch gut dafür, Abonnenten abzuwerfen, die man dann versucht umzulenken. Das Buchsortiment wird abverkauft, da kommt dann nichts mehr nach. Und die Heftreihen und Zeitschriften werden sobald es passt, eingestampft. Da wird nicht mal der klassische GNB-Verseichtungsprozess durchlaufen werden.

Ich verstehe nicht, warum du ständig gegen den MEB wetterst. Schon mein Großvater und mein Vater hatten ihn abonniert, obwohl dies zu DDR-Zeiten nicht einfach war. Und auch ich lese ihn und bin von der Vielfalt und Ausführlichkeit der Themen immer wieder begeistert. Schau dir dazu mal das Dezmber-Heft an. Das Heft ist klar gegliedert: vorne Vorbild, hinten Modellbahn. Das Durcheinander Vorbild-Modell beim EM dagegen missfällt mir. Ich leser diese Zeitschrift daher auch nicht und bevorzuge den EK
Wismarer
Diese thematische Zerfledderung wurde bereits beim Lok-Magazin durchgemacht, indem der Aktuell-Teil über das gesamte Heft verteilt wurde. Ich betrachte es als Experiment, welches sich beim Leser nicht durchgesetzt hat. Zudem sorgt diese Zersplitterung bei der Produktion ganz andere Probleme und verhindert ein zügiges Fertigstellen.
Hilft mir nur nicht weiter, da es bei mir schon seit geraumer Zeit keinen DVD-Player im Haus mehr gibt, selbst neue Laptops findet man kaum noch damit.
Ich würde es begrüßen, wenn die Verlage diese Extras auf USB-Stick beilegen oder auf der Website des Verlags zum Download anbieten würden.
DVD ist heute das, was vor 20 Jahren die VHS-Kassette war ...

Daniel

Re: jetzt mal ernsthaft!

geschrieben von: Anschlussbahn

Datum: 16.11.20 14:03

Hallo,

> Ich verstehe nicht, warum du ständig gegen den MEB wetterst. Schon mein Großvater und mein Vater hatten ihn abonniert,
> obwohl dies zu DDR-Zeiten nicht einfach war.

was hat diese DDR-Zeitschrift mit der heutigen Zeitschrift gemeinsam, ausser dem Namen?


Armin

Edit: Tippfehler

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.11.20 14:03.

Re: jetzt mal ernsthaft!

geschrieben von: dorpmüller

Datum: 16.11.20 14:56

Hallo CM Peters,

das was Du schreibst, ist meiner Meinung nach nur teilweise richtig. Unbestreitbar ist wohl, dass der Eisenbahnliteraturmarkt insgesamt kein Wachstumsmarkt ist - und das schon seit Jahren.

Muss das aber heißen, dass es nichts neues mehr geben darf? Wenn ganze Zeitschriften- und Buchreihen eingestellt werden, dann finde ich schon - um bei Deinen Worten zu bleiben - dass es eher ein Fluch ist als ein Segen. GeraNova-Bruckmann hat weder Phantasie noch Interesse gezeigt, um aus dem, was sie übernommen haben, etwas zu machen, das für den Markt interessant sein könnte. Hier geht es meiner Ansicht nach rein ums schnelle Geldverdienen und um zusätzliche Gewinne.

Wer sich ein wenig die Entwicklung von VGB in den letzten Jahren angeschaut hat, kann feststellen, dass man es dort geschafft hat, die Eisenbahnliteratursparte attraktiver und vermutlich auch profitabler zu machen. Jedenfalls hat während der Jahre bei der Funke-Medien-Gruppe die Zahl der Buchprojekte deutlich zugenommen und ich fand auch, dass die Qualität der Bücher besser geworden war. Zusätzlich hat man sich getraut mit der BahnEpoche ein völlig neues Magazin auf den Markt zu bringen, das einen deutlich anderen Schwerpunkt gesetzt hat, als die bis dato am Markt befindlichen Printmedien. Und dem Vernehmen nach, hat sich die BahnEpoche als eines der wenigen Magazine bislang auflagentechnisch noch positiv entwickelt (zumindest bis vor Corona).

Nun aber wird das alles eingestampft. Zählt man noch die inhaltlich ebenfalls guten und interessanten Sonderhefte des Eisenbahn-Journal hinzu, dann geht mit der Übernahme schon einiges verloren. GeraNova-Bruckmann hätte sicher die Möglichkeit, das anders zu gestalten. Aber eine Arbeitsweise, die nicht nur den schnellen Euro sondern auch einen qualitativ hohen Anspruch im Fokus hat, scheint man in München nicht zu kennen.

Florian

FD

Re: jetzt mal ernsthaft!

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 16.11.20 16:00

wismarer schrieb:
Ich verstehe nicht, warum du ständig gegen den MEB wetterst. Schon mein Großvater und mein Vater hatten ihn abonniert, obwohl dies zu DDR-Zeiten nicht einfach war. Und auch ich lese ihn und bin von der Vielfalt und Ausführlichkeit der Themen immer wieder begeistert.
Bei allen materiellen Unzulänglichkeiten - bis 1990 stimmt das. Seitdem ist das "Bahn-Bild". Das Abo hab ich in böser Ahnung 1990 gekündigt.

Allerdings sind mir die Monatshefte fast egal - schade ist es um viele Buchprojekte, ich weiß von einigen noch nicht angekündigten, die jetzt wohl ausfallen...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.11.20 16:05.

Re: Beilagen-DVD

geschrieben von: andreas +

Datum: 16.11.20 17:25

3-Löwen-Takt schrieb:
... da es bei mir schon seit geraumer Zeit keinen DVD-Player im Haus mehr gibt, selbst neue Laptops findet man kaum noch damit.
Ich würde es begrüßen, wenn die Verlage diese Extras auf USB-Stick beilegen oder auf der Website des Verlags zum Download anbieten würden.
a. DVD-Player (mit USB-Anschluß) fpr z.B. Laptops / Notebooks / Netbooks, (und wie die Dinger sich auch nennen mögen) kann man für wirklich kleines Geld in Coputer-Läden oder Elektronik-Märkten kaufen.
Und
b. ein USB-Stick ist um ein vielfaches teurer als eine DVD.
3-Löwen-Takt schrieb:
Hilft mir nur nicht weiter, da es bei mir schon seit geraumer Zeit keinen DVD-Player im Haus mehr gibt, selbst neue Laptops findet man kaum noch damit.
Ich würde es begrüßen, wenn die Verlage diese Extras auf USB-Stick beilegen oder auf der Website des Verlags zum Download anbieten würden.
DVD ist heute das, was vor 20 Jahren die VHS-Kassette war ...

Daniel
Hallo,
ich habe mir im Januar einen neuen hp-Laptop gekauft - mit DVD-Player und -Brenner. Außerdem besitze ich einen ca. 8 Jahre alten DVD-Player.
Daher würde ich es bedauern, wenn Zeitschriften keine DVDs mehr beiliegen. Statt USB-Stick wäre evtl. eine Speciherkarte eine Alternativlösung.
Ich kenne übrigens noch einige (Eisenbahnfreunde), die noch einen Video-Recorder besitzen. Es muss nicht alles gleich zum Schrott!
245 002
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