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Eisenbahn-Journal wird mit eisenbahn magazin vereint

geschrieben von: Walter

Datum: 12.11.20 12:17

Heute kam es schriftlich:
Ab dem Januar-Heft 2021 erscheinen das EJ und das em als "eisenbahn magazin vereint mit Eisenbahn Jornal". (Keine Ahnung, ob das auch der endgültige Verkaufstitel bleibt).
Das erste Heft sogar mit DVD "Die V100 der DB und DR".
Und sogar 6 Seiten mehr (112 statt 106) werden versprochen. WOW !!
Ich persönlich trauere dem EJ sehr nach, hab es schon seit 1975 (damals noch als M+F Jornal) gelesen...

Gruß
Walter


Bleibt die Frage, was da jeweils übrigbleibt. Diese Konstruktion dient üblicherweise nur dazu, Abonnenten mitzunehmen, die dann selbst kündigen müssten.

Re: Eisenbahn-Journal wird mit eisenbahn magazin vereint

geschrieben von: air

Datum: 12.11.20 14:42

Und was passiert mit den Spezial Zeitschriften vom
Eisenbahn Journal ?

Re: Eisenbahn-Journal wird mit eisenbahn magazin vereint

geschrieben von: Walter

Datum: 12.11.20 16:51

Zumindest wird auf der Homepage schon das Eisenbahn Journal Extra 1/21 (Arlbergbahn) beworben, welches im Dezember erscheinen soll. Von den anderen Sonderheft-Reihen (Sonder-, Special-) liest man noch nichts.

Gruß
Walter


Re: Eisenbahn-Journal wird mit eisenbahn magazin vereint

geschrieben von: 245 002

Datum: 12.11.20 20:50

kaufhalle schrieb:
Bleibt die Frage, was da jeweils übrigbleibt. Diese Konstruktion dient üblicherweise nur dazu, Abonnenten mitzunehmen, die dann selbst kündigen müssten.
Wer das Kombi-Heft nicht beziehen will, wird kündigen - ob so oder so.
Mir persönlich ist wichtig, dass der MEB erhalten bleibt. Das gerade erschienene Dezember-Heft behandelt äußerst interessante Vorbild-Themen, u.a. den VT 95 und den Schweizer Diesel-TEE.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:12:20:52:46.
KkStB schrieb:
Woher willst Du das wissen?
Die Frage stelle ich mir auch! Ich gehe davon aus, dass es mit Sicherheit wieder nur eine schon Ewigkeiten im Verlagsprogramm zu bekommende DVD ist und sollte es so sein ja, dann ist diese DVD nicht wirklich schlecht aber halt auch schon sehr alt.

642
es sind sind sehr schöne bBetriebsaufnahmen im klassischen Alltagsbetrieb, einschl. Letzter planmässiger GmP der DB und viele schöne Aufnahmen aus DR-Zeiten auch auf heute längst sillgelegten Strecken, auch in Verbindung mit Dplanmässigen Dampfeinsätzen aus DDR-Zeiten zu sehen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:13:10:20:54.
die geschichte der ost/west V 100 ist auch schon lange her. steckt viel arbeit drin.

lg cm peters
245 002 schrieb:
kaufhalle schrieb:
Bleibt die Frage, was da jeweils übrigbleibt. Diese Konstruktion dient üblicherweise nur dazu, Abonnenten mitzunehmen, die dann selbst kündigen müssten.
Wer das Kombi-Heft nicht beziehen will, wird kündigen - ob so oder so.

Man nutzt hier die Bequemlichkeit bzw. das Beharrungsvermögen der Leute aus. Das Weiterlaufenlassen eines Abos erfordert keine Initiative, das Kündigen schon. Und das Neubeauftragen eines Abos auch. Wenn man das EJ einfach beendet hätte, wären die Abonnenten weg gewesen. So transferiert man sie zum EM. In der Form, wie es GNB macht, ist es auch legal und wirksam (es dürfte allerdings ein Sonderkündigungsrecht bestehen), zahlreiche andere Abonnententransfers von einem Verlag zum anderen bei Einstellung einer Zeitschrift sind es nicht.
Die Zusammenlegung von zwei Hobby-Magazinen, deren Verkaufszahlen und vor allem "Ausstrahlung/Wirk-Weiten" in der Szene (was ich langfristig für fast noch wichtiger halte!) längst nicht mehr mit früheren Zeiten vergleichbar sind, halte ich für legitim und vollkommen logisch - ganz unabhängig vom neuen Eigentümer! Allerdings dürfte man dabei dann eben auch mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen können, dass es halt jene beiden dann vereinigten Zeitschriften sind, die von GeraNova wohl noch in diesem nun angebrochenen Jahrzehnt auf das "Abstellgleis" geschoben werden dürften, denn neues Käufer-Publikum für diese beiden erzkonservativen "Nostalgie-Sülz-Blättchen" dürfte es wohl kaum noch geben.....

Das man durch diese "lebensverlängernden Maßnahmen" die Abos noch mitnehmen möchte, stimmt schon - ist zwar nicht die feine Art, aber für das Verlagswesen insgesamt typisch und auch rechtlich lauter. Viel schlechter wäre aber ein plötzliches Aus für beide Magazine, denn sowas vergessen die Kunden so schnell nicht. Und GeraNova, dessen Image eh schon auf ganzer Linie einem "Monsanto unter den Eisenbahnpublizisten" entspricht, kann sich ein solches dann doch für viele Kunden unerwartetes Vor-den-Kopf-stoßen einfach nicht leisten...

Viel interessanter ist aber das "beredte Schweigen" des nun entstandenen "GNB-Konzerns" im Hinblick auf die Eingliederung der Verlagsgruppe Bahn in den GeraNova Bruckmann-Verlag. In keiner der nun im Konzernbesitz befindlichen Zeitschriften gab es auch nur einen direkten Hinweis auf den Übernahmeprozess! In den (noch) VGB-Heften wurden in den Impressi bisher lediglich die Geschäftsführer ausgetauscht, obwohl die gesamte VGB-Mannschaft bis zum 31.12.2020 den Fohlenhof in FFB geräumt haben muss und der eigene Vertrieb samt Anzeigenleitung aufgegeben wird (die Mitarbeiter werden wohl aber immerhin alle erstmal übernommen), sofern ich dies aus bislang immer absolut sicherer Quelle auch diesmal richtig mitbekommen habe. Kein Chefredakteur von MEB, MIBA, EJ oder der sonst immer recht umtriebige Verlagsleiter Herr H. hat bislang in einem Editorial zur Übernahme und vor allem der damit zwangsweise folgenden Neuaufstellung der früheren VGB-Erzeugnisse Stellung gennommen oder wohl besser gesagt, "Stellung nehmen dürfen". Dabei hätten die Kunden - in sehr vielen Fällen langjährige, treue Leser einer dieser Zeitschriften - einen offeneren Umgang mit diesem Prozess nun wirklich verdient! Als vor gut acht Jahren schon der ALBA-Verlag (Eisenbahn-Magazin) von GNB übernommen wurde, hat das doch wesentlich besser funktioniert... So ensteht wohl nicht nur bei mir der Eindruck, dass GeraNova Bruckmann noch gar kein echtes Konzept hat, was mit seinem jüngsten Einkauf "VGB" überhaupt geschehen soll! Und das ist eher kein gutes Zeichen.....

Grüße, Trittbrettfahrer
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:13:19:03:35.

Wie gut, ...

geschrieben von: Ulrich Vogel

Datum: 13.11.20 12:47

... dass ich vorsorglich meine Abonnements der EJ-Sonderausgaben und der BahnEpoche gekündigt habe, BahnEpoche allerdings unabhängig von der feindlichen Übernahme wegen zunahmender Unzufriedenheit über Bundesbahn- und Reichsbahnnostalgiegesülze. So werden meine Abonnements nicht auf die neuen Tiel "übernommen", und ich bekomme nicht etwas völlig Anderes bzw. anders Ausgerichtetes unter neuem Namen.
Es bliebe zu hoffen, dass in den Heften unter der Regie von GeraNova der Modellbahnteil deutlich kleiner wird als bisher ca. 50+% des Heftumfangs. Es stehen ja eh nur Berichte über Super-(teure)Modelle, Nietenzählerträume und perfekt(ionistische)e Anlagen drin - ideal für ein Hobby alter reicher Männer. Aber die sichere Gewähr dafür, dass ihm (und damit den Modellbahnkram in den Zeitschriften) der Nachwuchs (mit schmalem Geldbeutel) noch schneller ausgeht als dem Bahn-Hobby allgemein.

Traurige Grüße,
Ulrich

Wie schade

geschrieben von: air

Datum: 13.11.20 13:22

Hallo
wie schade das es keine Ausgaben mehr von den Super Anlagen
und keine Hefte mehr von Josef Brandl mehr gibt.
Ich hoffe aber das es sowas in anderer Form wieder geben wird


air
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
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Re: Wie gut, ...

geschrieben von: Trittbrettfahrer

Datum: 13.11.20 18:56

Zitat
Es bliebe zu hoffen, dass in den Heften unter der Regie von GeraNova der Modellbahnteil deutlich kleiner wird als bisher ca. 50+% des Heftumfangs. Es stehen ja eh nur Berichte über Super-(teure)Modelle, Nietenzählerträume und perfekt(ionistische)e Anlagen drin - ideal für ein Hobby alter reicher Männer. Aber die sichere Gewähr dafür, dass ihm (und damit den Modellbahnkram in den Zeitschriften) der Nachwuchs (mit schmalem Geldbeutel) noch schneller ausgeht als dem Bahn-Hobby allgemein
Tja, so unterschiedlich können Erwartungshaltungen sein - denn ich hoffe, dass dies so NICHT eintritt! Ich weiss durchaus, dass sich nicht alle Eisenbahnfans auch für deren verkleinerte Nachbildungen begeistern können (außer evtl. ein paar "Schmuckstücke" für die heimische Wohnzimmer- oder Büro-Vitrine). Aber als "selbst praktizierender Modellbahner" finde ich, dass bislang nur in den VGB-Heften noch einigermaßen vernünftiger Eisenbahn-Modellbau mit gut ausgearbeiteten Basteltipps, aussagekräftiger Beschreibung und vernünftiger Bebilderung geboten wird, der eben auch mal über das Niveau der typischen EM-Berichte im Stil von "wie schließe ich den Trafo an die Gleise an, ohne eine Kurzschluss zu verursachen" hinausgeht, sich aber auch nicht in reinen "Tellerrand-Themen" wie häufig beim EK zu sehen/lesen erschöpft...

Dass diese Form der Darstellung nicht mehr gefragt ist, liegt einfach auch daran, dass die heutigen Modelle aus Sicht des Durchschnitts-Modellbahners eben so "gut" (ich schreibe das ganz bewusst in Anführungszeichen!) detailliert sind und es so viel fertiges Zubehör zu kaufen gibt, dass heute kaum noch Jemand die Muße zu einer "richtig schön ausschweifenden Bastel-Orgie" aufzubringen vermag! Daher betrachtet man gerade die Bauberichte, die früher die Quintessenz einer jeden Eisenbahnzeitschrift waren, als überflüssig, was ich wirklich jammerschade finde... Zwar gibt es im Netz auch ganz gute Berichte, hier auf DSO oder vor allem im Stummi-Forum, aber die kommen in ihrer "Ganzheitlichkeit" meist nicht an die Heftthemen heran, da dort nur das gebaut und gezeigt wird, was derjenige "Erschaffer" für eben zeigenswert hält, und daher einen Nachbau nur zulässt, wenn man sich die ausgelassenen Zwischenschritte selbst zusammenreimen kann. Das geht aber nur, wenn man bereits umfassende modellbauerische Kenntnisse/Erfahrung/Übung hat - für Leute, die "endlich mal was Richtges basteln möchten, aber nicht wissen, wie", ist das leider kein Ersatz, führt am Ende nur zu Frust und Unlust zu weiteren Projekten, weil man das Thema nicht komplett "druchsteigt".

Wirklich überflüssig sind aber tatsächlich die ohnehin in den seltesten Fällen aussagekräftigen und vor allem objektiven so genannten "Testberichte", die eher verkappte Werbung für die Hersteller sind. Aber hierzu verlinke ich mal eben auf eine aufschlussreiche Disskussion, die erst vor einigen Tagen hier im Modellbahn-Forum geführt wurde: [www.drehscheibe-online.de]

Das erwähnte monetäre Problem resultiert IMHO bestenfalls daraus, dass sehr sehr viele Modellbahner einem kollektiven Neuheiten-Kaufrausch verfallen, statt sich fahrzeugtechnisch und thematisch ein wenig einzuschränken. Das hat aber mehr mit der Persönlichkeit eines jeden Einzelnen zu tun als mit den zu hohen Preise, denn die Modelleisenbahn - und das Eisenbahn-Hobby überhaupt - war schon immer eher eine Sache der gut gebildeten und auch recht gut situierten Mittelschicht (man vergleiche mal die Preise der gängigen Startsets von Fleischmann, Märklin oder Trix aus den 1950er- und 1960er-Jahren mit der damaligen Kaufkraft). Die "Arbeiterklasse" hat ihr weniges Geld halt schon immer lieber in der örtlichen Kneipe verballert (und heute eben im Netz bzw. fürs Smartphone und sonstige "sinnvolle" Lifestyle-Abos) und bevorzugt eher "passive" Beschäftigungen (Glotze, Social Media). Ich gehe davon aus, dass die Einordnung der einzelnen Leute in die gehobene Mittelschicht ebenso für mindestens zwei Drittel der DSO-Teilnehmer zutrifft, egal ob nun Modellbahner oder nicht. Sonst würden z.B. im Modellbahnforum nicht jeden Tag auf's Neue die stolzen Erwerbungen präsentiert werden, bei denen es sich meist nicht um preiswertes Einsteigermaterial handelt!

Grüße, Trittbrettfahrer

unsachliche Pauschalkiritk

geschrieben von: Anschlussbahn

Datum: 13.11.20 20:35

Hallo,

> Aber als "selbst praktizierender Modellbahner" finde ich, dass bislang nur in den VGB-Heften noch einigermaßen
> vernünftiger Eisenbahn-Modellbau mit gut ausgearbeiteten Basteltipps, aussagekräftiger Beschreibung und vernünftiger
> Bebilderung geboten wird, der eben auch mal über das Niveau der typischen EM-Berichte im Stil von "wie schließe ich
> den Trafo an die Gleise an, ohne eine Kurzschluss zu verursachen" hinausgeht, sich aber auch nicht in reinen
> "Tellerrand-Themen" wie häufig beim EK zu sehen/lesen erschöpft...

als jemand, der den Grossteil der Technik-Beitraege fuer das EM schreibt, interessiert mich, wann Du solche Beitraege gelesen hast. Bitte mal konkret die Hefte und Beitraege benennen und was Dich dort stoert. Hast Du denn mal einen Leserbrief geschrieben?


> Wirklich überflüssig sind aber tatsächlich die ohnehin in den seltesten Fällen aussagekräftigen und vor allem
> objektiven so genannten "Testberichte", die eher verkappte Werbung für die Hersteller sind. Aber hierzu verlinke ich
> mal eben auf eine aufschlussreiche Disskussion, die erst vor einigen Tagen hier im Modellbahn-Forum geführt wurde:
> [www.drehscheibe-online.de]

Auch da bitte ich um konkrete Beispiele. Ich habe so einige Vergleichstest gemacht. Sicherlich macht das leider nicht jeder Autor mit der Gewissenhaftigkeit und dem Fachwissen, wie ich es habe. Aber pauschal solche Testberichte als "verkappte Werbung für die Hersteller" zu titulieren, verbitte ich mir.

Ich habe dort durchaus Fehler angeprangert. Gut, dafuer habe ich halt das noetige Fachwissen, weshalb ich auch nicht jedes Fahrzeug teste, sondern nur die wo mir genug Unterlagen und Vorbildfotos fuer die Beurteilung vorliegen. Die Testmuster werden dafuer sogar sehr oft von der Redaktion gekauft, vor allem wenn es Modelle nicht mehr neu gibt.



Was die Einstellung des EJ und die gesamte Verlagsuebernahme betrifft, habe ich dazu auch eine Meinung. Aber das ist hier gar nicht mehr das Thema.

Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
Trittbrettfahrer schrieb:
Die Zusammenlegung von zwei Hobby-Magazinen, deren Verkaufszahlen und vor allem "Ausstrahlung/Wirk-Weiten" in der Szene (was ich langfristig für fast noch wichtiger halte!) längst nicht mehr mit früheren Zeiten vergleichbar sind, halte ich für legitim und vollkommen logisch - ganz unabhängig vom neuen Eigentümer! Allerdings dürfte man dabei dann eben auch mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen können, dass es halt jene beiden dann vereinigten Zeitschriften sind, die von GeraNova wohl noch in diesem nun angebrochenen Jahrzehnt auf das "Abstellgleis" geschoben werden dürften, denn neues Käufer-Publikum für diese beiden erzkonservativen "Nostalgie-Sülz-Blättchen" dürfte es wohl kaum noch geben.....

Das EJ hat mich nie so richtig interessiert, das war auch vor 20 Jahren schon irgendwie "von vorgestern". Aber das EM hatte sich zumindest zu alba-Zeiten doch erkennbar von den anderen abgehoben - eben weil es nicht ein Dampfloksonderfahrtblatt für Rentner wie der EK war, sondern die ganze Bandbreite der Eisenbahn abbildete. Zu GNB passte das eigentlich nicht so ganz, aber der Verseichtungsprozess, der z. B. beim Straßenbahn-Magazin schon lange abgeschlossen ist, steht wohl noch am Anfang.

Es ist jedenfalls bemerkenswert, dass GNB keine einzige Eisenbahnzeitschrift selbst aufgebaut hat, alles ist zugekauft (Bahn-Extra betrachte ich eher als Sonderheftreihe, hat ja auch von Anfang an GNB-Niveau gehabt).

Was GNB von VGB wirklich haben wollte, ist schon klar: Den MEB (passt perfekt zu GNB) und die Abonnenten vom Rest. Alles andere wird letztlich den Bach runtergehen.

Trittbrettfahrer schrieb:
Das man durch diese "lebensverlängernden Maßnahmen" die Abos noch mitnehmen möchte, stimmt schon - ist zwar nicht die feine Art, aber für das Verlagswesen insgesamt typisch und auch rechtlich lauter. Viel schlechter wäre aber ein plötzliches Aus für beide Magazine, denn sowas vergessen die Kunden so schnell nicht. Und GeraNova, dessen Image eh schon auf ganzer Linie einem "Monsanto unter den Eisenbahnpublizisten" entspricht, kann sich ein solches dann doch für viele Kunden unerwartetes Vor-den-Kopf-stoßen einfach nicht leisten...

Ich hab da bei Nicht-Eisenbahn-Zeitschriften schon fiesere Praktiken erlebt - auch solche, bei denen Abonnenten an einen anderen Verlag für eine andere Zeitschrift verkauft wurden.

Trittbrettfahrer schrieb:
Viel interessanter ist aber das "beredte Schweigen" des nun entstandenen "GNB-Konzerns" im Hinblick auf die Eingliederung der Verlagsgruppe Bahn in den GeraNova Bruckmann-Verlag. In keiner der nun im Konzernbesitz befindlichen Zeitschriften gab es auch nur einen direkten Hinweis auf den Übernahmeprozess! In den (noch) VGB-Heften wurden in den Impressi bisher lediglich die Geschäftsführer ausgetauscht, obwohl die gesamte VGB-Mannschaft bis zum 31.12.2020 den Fohlenhof in FFB geräumt haben muss und der eigene Vertrieb samt Anzeigenleitung aufgegeben wird (die Mitarbeiter werden wohl aber immerhin alle erstmal übernommen), sofern ich dies aus bislang immer absolut sicherer Quelle auch diesmal richtig mitbekommen habe. Kein Chefredakteur von MEB, MIBA, EJ oder der sonst immer recht umtriebige Verlagsleiter Herr H. hat bislang in einem Editorial zur Übernahme und vor allem der damit zwangsweise folgenden Neuaufstellung der früheren VGB-Erzeugnisse Stellung gennommen oder wohl besser gesagt, "Stellung nehmen dürfen". Dabei hätten die Kunden - in sehr vielen Fällen langjährige, treue Leser einer dieser Zeitschriften - einen offeneren Umgang mit diesem Prozess nun wirklich verdient! Als vor gut acht Jahren schon der ALBA-Verlag (Eisenbahn-Magazin) von GNB übernommen wurde, hat das doch wesentlich besser funktioniert... So ensteht wohl nicht nur bei mir der Eindruck, dass GeraNova Bruckmann noch gar kein echtes Konzept hat, was mit seinem jüngsten Einkauf "VGB" überhaupt geschehen soll! Und das ist eher kein gutes Zeichen.....

Die Ankündigung der Zusammenlegungen würde ich für die jeweils letzte separate Ausgabe erwarten - also die Dezemberhefte, die bald verfügbar sein sollten. Das müssen sie schon aus taktischen Gründen machen, weil die Einzelheftkäufer im Zeitschriftenladen sonst später nicht finden, was sie suchen bzw. nicht wissen, warum sie nichts finden.

Synergieeffekte

geschrieben von: axelloko

Datum: 14.11.20 06:58

Bei der ganzen Übernahme geht es letztendlich darum, kostengünstig eine Anzahl von Plattformen zu bespielen.

Vermutlich wird man eine gemeinsame Redaktion bilden, von denen dann die verbliebenen Zeitschriften betreut werden.
Es ist daher zu vermuten, dass sich auch die Inhalte angleichen werden.

Die diversen Inhalte können dann in Sonderheften und Büchern weiter vermarktet werden.
Im Bereich der kommerziellen Presse haben wir also jetzt zwei große Häuser(EK und Geramond). Mehr ist wohl nicht mehr am Markt zu plazieren.
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