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Moderatoren: Klaus Habermann - MWD

Bahn Epoche Herbst 2020 ausgeliefert.

geschrieben von: selketalkrokotil

Datum: 30.08.20 11:45

Hallo,

die Bahn Epoche herbst 2020 wurde ausgeliefert.

Dieses Mal ohne DVD.Aber sonst wie immer sehr gut gemacht.

Gruß

Selketalkrokotil
Das Vorwort ist an für sich schon interessant, wenn man es zwischen den Zeilen liest : "Abneigung der Kunden gegen Gedrucktes, keine DVD, damit sich die Ausgabe rechnet!"... und so weiter: Wahrscheinlich hat die Geschäftsleitung hier Druck gemacht, irgendwas einzusparen - mal sehen, was zum Jahresende geschieht. Die Thematik des Inhalts ist das übliche, die S 10.1 im Osten und viele "alte Lokführer erzählen!. Eigentlich nett, aber was macht die Redaktion , wenn die mal alle nicht mehr leben ? Nostalgie ist gut, aber die damaligen (Bahn-) ereignisse sollten auch nicht verklärt und mit einer typisch-politischen Note gewichtet werden .... . Wie toll war doch die "Beamtenbahn" und wie schlimm ist die jetzige... Die Zeiten ändern sich und die Bahn ist eben "unpünktlich", ( weil sie keine altgedienten Zeitsoldaten mehr verbeamtet......)
schweijkjosef schrieb:
Das Vorwort ist an für sich schon interessant, wenn man es zwischen den Zeilen liest : "Abneigung der Kunden gegen Gedrucktes, keine DVD, damit sich die Ausgabe rechnet!"... und so weiter: Wahrscheinlich hat die Geschäftsleitung hier Druck gemacht, irgendwas einzusparen - mal sehen, was zum Jahresende geschieht. Die Thematik des Inhalts ist das übliche, die S 10.1 im Osten und viele "alte Lokführer erzählen!. Eigentlich nett, aber was macht die Redaktion , wenn die mal alle nicht mehr leben ? Nostalgie ist gut, aber die damaligen (Bahn-) ereignisse sollten auch nicht verklärt und mit einer typisch-politischen Note gewichtet werden .... . Wie toll war doch die "Beamtenbahn" und wie schlimm ist die jetzige... Die Zeiten ändern sich und die Bahn ist eben "unpünktlich", ( weil sie keine altgedienten Zeitsoldaten mehr verbeamtet......)
Das wurde doch schon mehrfach in DSO bez. im Fachhandel angedeutet. Um noch einmal einige (mündliche) Infos von Fachhandels - Vertretern in einer gut sortierten Kölner Buchhandlung aufzugreifen: Nach der Übernahme der VGB durch GeraMond müssen Kosten gespart werden. Es kommt alles auf den Prüfstand und selbst angefangene Projekte sollen noch einmal durchgerechnet werden. Was bisher wohl schon feststeht und zu den Vertretern bez. zum Teil auch schon zum Handel durchgesickert ist: Alle Miba DVD und die gedruckten Miba Sonderhefte werden eingestellt, der Abverkauf hat ja auch schon begonnen um das Lager der VGB zu reduzieren da der jetzige Standort aufgegeben und nach München verlagert wird. Das sorgt vor allem bei den Händlern für Unmut, die noch ältere Hefte und DVD am Lager haben. Das EJ soll spätestens Ende 2021 eingestellt werden. Wie man in der Kölner Buchhandlung von einem "Insider" erfahren hat, gehen dann wohl zwei langjährige EJ Redaktions - Mitarbeiter in den Ruhestand und es stellt sich dann zudem noch das Nachfolge - Problem. Der MEB bleibt als auflagenstärkste Publikation erhalten. Die Bahn Epoche sollte seinerzeit als Projekt über rund zwei Jahre beweisen das sich so eine Zeitschrift trägt. "Angefüttert" wurden die Kunden durch die Gratis DVD, die ja nun ab auch schon entfallen ist um weitere Kosten zu sparen. Der Rest kann man sich ja denken, ohne DVD sinkt die Auflage noch weiter und dann ist auch hier -so wie im Handel bereits prognostiziert- in Kürze auch das Ende erreicht. Was im allgemeinen sehr befürchtet wird, das ist das die sehr gute Zusammenarbeit mit den Autoren der "Klartext" Bücher womöglich beendet wird. Die letzten Bücher sind in Mengen verkauft worden, da kommen bestimmte andere Verlage längst nicht mehr mit. Kurios ist auch folgendes Detail: Ein Händler hat bei der VGB angefragt wie es denn nun weitergeht. Da war man mit der Anfrage wohl etwas überfordert bez. angesäuert und hat auf GeraMond verwiesen. Da hat er dann auch angefragt und hier wurde gemauert. Selbst in den (jetzt) GeraMond Produkten wurde bis heute nichts davon berichtet, wie man sich künftig aufstellen will.
Gärtner schrieb:
schweijkjosef schrieb:
Das Vorwort ist an für sich schon interessant, wenn man es zwischen den Zeilen liest : "Abneigung der Kunden gegen Gedrucktes, keine DVD, damit sich die Ausgabe rechnet!"... und so weiter: Wahrscheinlich hat die Geschäftsleitung hier Druck gemacht, irgendwas einzusparen - mal sehen, was zum Jahresende geschieht. Die Thematik des Inhalts ist das übliche, die S 10.1 im Osten und viele "alte Lokführer erzählen!. Eigentlich nett, aber was macht die Redaktion , wenn die mal alle nicht mehr leben ? Nostalgie ist gut, aber die damaligen (Bahn-) ereignisse sollten auch nicht verklärt und mit einer typisch-politischen Note gewichtet werden .... . Wie toll war doch die "Beamtenbahn" und wie schlimm ist die jetzige... Die Zeiten ändern sich und die Bahn ist eben "unpünktlich", ( weil sie keine altgedienten Zeitsoldaten mehr verbeamtet......)
Das wurde doch schon mehrfach in DSO bez. im Fachhandel angedeutet. Um noch einmal einige (mündliche) Infos von Fachhandels - Vertretern in einer gut sortierten Kölner Buchhandlung aufzugreifen: Nach der Übernahme der VGB durch GeraMond müssen Kosten gespart werden. Es kommt alles auf den Prüfstand und selbst angefangene Projekte sollen noch einmal durchgerechnet werden. Was bisher wohl schon feststeht und zu den Vertretern bez. zum Teil auch schon zum Handel durchgesickert ist: Alle Miba DVD und die gedruckten Miba Sonderhefte werden eingestellt, der Abverkauf hat ja auch schon begonnen um das Lager der VGB zu reduzieren da der jetzige Standort aufgegeben und nach München verlagert wird. Das sorgt vor allem bei den Händlern für Unmut, die noch ältere Hefte und DVD am Lager haben. Das EJ soll spätestens Ende 2021 eingestellt werden. Wie man in der Kölner Buchhandlung von einem "Insider" erfahren hat, gehen dann wohl zwei langjährige EJ Redaktions - Mitarbeiter in den Ruhestand und es stellt sich dann zudem noch das Nachfolge - Problem. Der MEB bleibt als auflagenstärkste Publikation erhalten. Die Bahn Epoche sollte seinerzeit als Projekt über rund zwei Jahre beweisen das sich so eine Zeitschrift trägt. "Angefüttert" wurden die Kunden durch die Gratis DVD, die ja nun ab auch schon entfallen ist um weitere Kosten zu sparen. Der Rest kann man sich ja denken, ohne DVD sinkt die Auflage noch weiter und dann ist auch hier -so wie im Handel bereits prognostiziert- in Kürze auch das Ende erreicht. Was im allgemeinen sehr befürchtet wird, das ist das die sehr gute Zusammenarbeit mit den Autoren der "Klartext" Bücher womöglich beendet wird. Die letzten Bücher sind in Mengen verkauft worden, da kommen bestimmte andere Verlage längst nicht mehr mit. Kurios ist auch folgendes Detail: Ein Händler hat bei der VGB angefragt wie es denn nun weitergeht. Da war man mit der Anfrage wohl etwas überfordert bez. angesäuert und hat auf GeraMond verwiesen. Da hat er dann auch angefragt und hier wurde gemauert. Selbst in den (jetzt) GeraMond Produkten wurde bis heute nichts davon berichtet, wie man sich künftig aufstellen will.
Der Wegfall der nachträglich erstellten Jahres-CD's wäre ein großer Verlust, für mich zumindest.
Ist ja Geschmackssache, aber ich fand die Hefte von VG Bahn von der Gestaltung her wesentlich besser, als die Geramond Publikationen.
Vielleicht sollte man, das gemeinsame Programm anschauen und stattdessen auch das Ein oder Andre Geramond Heft einstellen.
Hoffentlich lesen die Verantwortlichen von Geramond hier mit !!
axelloko schrieb:
Ist ja Geschmackssache, aber ich fand die Hefte von VG Bahn von der Gestaltung her wesentlich besser, als die Geramond Publikationen.
Vielleicht sollte man, das gemeinsame Programm anschauen und stattdessen auch das Ein oder Andre Geramond Heft einstellen.
Hefte von VG Bahn sind auch besser! Nicht nur in der Gestaltung, sondern auch vom Inhalt. Bei Geramond entdeckt man so oft immer wieder die selben Fehler, wo man sich fragt ob dort jeder wie bei Sutton als Autor auftreten kann. Ich bin gerade fertig mit dem Buch "Bahnhöfe der Welt". Ich habe das Gefühl die Informationstexte und Bildtexte waren in Englisch und wurden mit google translate ohne Korrekturlesen abgedruckt. Wenn es ein Lektorat gab für dieses Buch ist es der Rechtschreibung nicht her, denn über 100 Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie zahlreiche geografische Fehler sind einfach nicht vertretbar für den Preis von 39,99 EUR.

Bei den Heften von VG Bahn hat man wirklich das Gefühl, dass jemand mit Orts- und Themenkenntnis an den Schreibtisch gesetzt hat und ggf. in Archive gewälzt hat bei Geramond hat man das Gefühl überhaupt nicht. Wo ich nicht mitreden kann ist die Edition XL von VG Bahn. Dort werden ja mehrere ältere Sonderausgaben zusammengefasst aber fließen dort auch Aktualisierungen mit ein. Bei Geramond werden ja gerne ehemalige Bahn Extra-Hefte in Bücher zusammengefasst, wo es keine Aktualisierung gibt. Dort sind die gleichen Fehler zu finden wie schon im Heft und auch am Layout hat sich dort nichts geändert.

642
Es wird sich zeigen, ob es wirklich eine Vereinigung beider Verlage gibt.

Vielleicht möchte man auch nur einfach einen Konkurrenten aus dem Markt drängen. Dann wird nicht viel übrigbleiben.
Und vor allem: Bei Geramond werden die Bücher und Hefte in Regel nach kurzer Zeit "verramscht" und dies zu Lasten der gutgläubigen Normalpreis-Kunden ... Und es überwiegen in der Regel die "Bildchen" - hier scheiden sich eben die Geister, zwischen demjenigen , der etwas lesen will und dies auch kann und dem TV-gefütterten "Alltagstropf", der alles möglichst komplett vorgekaut und bildgewaltig verarbeitet haben will . Es bestehen ja auch bestimmte Unterschiede in der Leserschaft von "Bild" und der "FAZ" oder dem "Spiegel".... Ergo passt das Programm von VGB und Geramond eigentlich gar nicht zusammen und die Geschäftskriteria werden entscheiden....

Kann man so nicht pauschalisieren.

geschrieben von: EP 5

Datum: 03.09.20 15:39

Hallo,


mag sein, dass Deine Kritik in einigen Punkten zutrifft.


Ich besitze selbst einige Eisenbahnbücher des GeraMond-Verlages, bei dem anscheinend schon viele namhafte Autoren aus meiner Sicht fast unverzichtbare Nachschlagewerke publiziert haben.

Ich nenne hier mal folgende Bücher, die mir wichtig sind: „Berliner Bahnbetriebswerke“ der Autoren Michael Reimer und Dirk Winkler, „Regierungszüge“ der Autoren Peter Bock und Alfred Gottwaldt, „Berlin Ostkreuz“ von Erich Preuß, Hans-Joachim Kirsche und Andreas Butter, „Die Berliner Bahnhöfe“ von Bernd Kuhlmann und „Führerstände“ von Rudolf Heym.

Einige der oben genannten Bücher haben sogar Eingang in die Bibliothek des Deutschen-Technikmuseums gefunden. Um reinen Schund - wie dargestellt - kann es sich eigentlich kaum handeln.

Erst neulich erwarb ich das recht informative Nachschlagewerk „101 Dinge, die man über die Deutsche Reichsbahn wissen muss“, von dem bereits oben genannten Autor Michael Reimer, der selbst vom Fach kommt.


Viele Grüße,
Marc

Alfred Döblin über Berlin: "Hier war von Anfang an alles verdorben."


Re: Kann man so nicht pauschalisieren.

geschrieben von: schweijkjosef

Datum: 03.09.20 18:52

Hallo Marc,
Ausnahmen bestätigen die Regel! Die von Dir genannten Bücher habe ich auch und sind besser als die Mehrzahl, das sind auch Autoren, die eher nicht für Geramond typisch sind. Die "101-Dinge" Reihe finde ich eher flach, oft lieblos "schnell-schnell" zusammengestupfelt. Und bei "333"-Büchern sind oft dicke Fehler enthalten - wahrscheinlich war ein fachkundiger Lektor zu teuer..

Re: Kann man so nicht pauschalisieren.

geschrieben von: 98 1802

Datum: 03.09.20 18:55

Guten Abend,
der Meinung von EP 5 stimmer ich zu.
Hier eine Auswahl meiner GeraMond-Bücher
- Die Blütezeit der Bundesbahn
- Baureihe 111
- Das Deutsche Lokomotivbild-Archiv
- Meisterfotos aus der großen Eisenbahnzeit
- Das große Buch der Reichsbahnzeit
- Schnellverkehr der Reichsbahnzeit
- Wie funktioniert eigentlich die Dampflok
- Unvergessene Schachbachtalbahn (erschienen bei Sutton)
Außerdem beziehe ich die Sammlereditionen zum Thema Neben- und Schmalspurbahnen in D, Wagen, Bahnbetriebswerke und hoffe, dass diese nicht eingestellt werden.
Gruß und schönen Abend aus Augsburg
Ulrich



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.20 18:56.

Re: Kann man so nicht pauschalisieren.

geschrieben von: axelloko

Datum: 04.09.20 15:59

Es ist aber richtig, dass Sonderhefte von Geramond relativ schnell ins Moderne Antiquariat wandern.
Habe schon einige Hefte für 3 Euro erwerben können und zwar in neuer Qualität.

Re: Kann man so nicht pauschalisieren.

geschrieben von: schweijkjosef

Datum: 04.09.20 18:00

Das stimmt allerdings - und genauso die Bücher...! Und wenn schon was mit "Das große Buch von Sonstwas" betitelt ist (ähnlich wie "das große Buch der Hunderassen " für Mutti"), kann man als anspruchsvollerer Kunde davon ausgehen, dass es nicht viel taugt. Denn gerade zwischen den Buchdeckeln solcher Rundumschläge verbirgt sich meist nichts Tiefgehendes.. Das war schon mit manchen Büchern wie "Diesellokgiganten " etc. vor Jahren so, die findest Du dann für den halben Preis beim Verramscher. Und diese völlig überteuerten "Sammelwerke"? Irgendwann merkt es auch der letzte Kunde, dass das viel zu teuer ist - enteweder der Verlag stellt sie ein oder sie werden gekündigt - da gab es doch mal diese ordnerweise "Archive " von einem Atlas-Verlag - die findet man dann zusammen mit "Alf"-Büchern in der Flohmarktkiste oder immer mehr Börsen in den Kisten unter dem Tisch, angeboten von gutgläubigen Händlern , die das Zeug zu teuer in Zahlung genommen haben - und keiner will es haben ! Ein ähnliches "schreckliches" Werk sind die beiden Dickbücher "Vom Reiz... und Geschichte der Eisenbahn" - die hat sogar mal die GDED an Pensionäre verschenkt, dann nochmal Weltbild tonnenweise nachgedruckt - sie sind "unmöglich" und in Massen vorhanden.... nd ulachen einem aus fast jedem Bücherkorb auf den Börsen entgegen - so immer wieder erlebt...
Den Beitrag über die S10.1 finde ich schon außergewöhnlich, ich hätte nicht geglaubt, dass es bisher unbekannte Schilderungen zu so einem Thema und in dieser Art noch gibt. Deshalb ist mir bisher jede Ausgabe der BE ihr Geld mehr als Wert gewesen.
Immerhin auch nett, dass in dieser Ausgabe auch DSO eine Würdigung erfährt. :-)


Gruß
Wolfram
In der Sommer-Ausgabe war ein ebenso fundierter Beitrag zu den 52ern mit Kondenstender des Bw Cottbus.
98 507
Guten Tag

Der Artickel über die S10.1 hat mir auch sehr gut gefallen. Was ich mir wünschte ,wären Informationen über die nach dem Zweiten Weltkrieg bei der Deutschen Reichsbahn West noch im Betrieb gestandenen Lok. Sonst war die Bahnepoche eben BahnEpoche. Wieder gut!!!

VG Dietmar Kunen
Blocksiesel