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Neue Buchreihe: Die S-Bahn im geteilten Berlin

geschrieben von: jenswinnig

Datum: 07.08.20 13:21

Hallo,
vor ein paar Tagen ist der 1. Band der neuen Reihe vom Lok-Report "Die S-Bahn im geteilten Berlin - Band 1 Ringbahn (West)" vom Autor Manuel Jacob zum Preis von 28,80 € erschienen.

Die Aufmachung der Reihe ist an die der Straßenbahn-Bücher angelehnt, jedoch sind hier 128 Seiten zusammengekommen.

Farb- und schwarz/weiß-Bilder, 4 S-Bahn Übersichtskarten.

Da ich kein S-Bahn-Experte bin, kann ich in den Inhalt nicht beurtelen.
Qualität wie bei den Straßenbahn-Büchern vom Lok Report

Das Buch ist beim Verlag, Buchhandel oder bei Region im Modell erhältlich.

Mit freundlichen Grüßen, schönes Wochenende und bleibt Gesund

Jens

Mein Shop unter [www.region-im-modell.de]

Re: Neue Buchreihe: Die S-Bahn im geteilten Berlin

geschrieben von: FTB

Datum: 07.08.20 18:18

Wär auf jeden Fall auch mal interessant, eine Abhandlung über Ostberliner Eisenbahner im Westberliner Betriebsdienst (oder umgedreht, der gesamtberliner S-Bahnchef z.B. war ja auch zu DDR-Zeiten ein Westberliner, der jeden Tag zum Arbeiten in den Osten fuhr).
Interessante Themen, die sich da anbieten :)

Schlechtes Licht fördert schlechte Manieren

Re: Neue Buchreihe: Die S-Bahn im geteilten Berlin

geschrieben von: mjacob

Datum: 09.08.20 22:57

Friedrich Kittlaus (1901 - 1991), S-Bahn-Chef in der Rbd Berlin von 1954 - 1973 war bis zu seinem Tod parteiloser (!) West-Berliner (!!). Das hat mich so fasziniert, dass ich über ihn drei umfassende biografische Artikel veröffentlicht habe (siehe unten). Dazu konnte ich in den frühen 90er Jahren noch mehrere Mitarbeiter, die ihn persönlich kannten und schätzten, befragen und habe auch seinen Nachlass im Deutschen Technik-Museum Berlin ausgewertet.

Hier nachzulesen.:

- Berliner Verkehrsblätter 2/96, Seite 21ff: "Wer war Friedrich Kittlaus – ein Portrait"
- Kapitel im Buch „Der elektrische Betrieb auf der Berliner S-Bahn, Band 5: Auf Zeit getrennt -1960 bis 1980“, Seite 80ff: „Vom Lokheizer zum Vizepräsidenten“
- Kapitel im Buch „Endstation Mauerbau“, "Wer war Friedrich Kittlaus?“ (Seiten 71ff)

Beste Grüße, M. Jacob
mjacob schrieb:
parteiloser (!)
Seine Partei gab es halt nicht mehr.

Grüße

-chriz

--
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Hallo Christoph!

Du schriebst (Zitat): Seine Partei gab es halt nicht mehr.

Dein Statement ist schlicht und ergreifend vollkommen aus der Luft gegriffen und damit natürlich falsch. Er war zu keinem Zeitpunkt Mitglied einer west- oder ostberliner Partei. deshalb kann auch keine Partei mal die "seine" gewesen sein.

Worin besteht denn Deiner Meinung nach der Sinn Deines Kommentares? Er ist doch vollkommen aus der Luft gegriffen und obendrein falsch. Was bezweckst Du damit?

Mit freundlichem Gruß

Helmut

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Re: Neue Buchreihe: Die S-Bahn im geteilten Berlin

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 10.08.20 11:44

Moin Helmut.

Du schreibst Er war zu keinem Zeitpunkt Mitglied einer west- oder ostberliner Partei. Das hat ja auch niemand behauptet. [www.stadtschnellbahn-berlin.de] weiß mehr.

Viele Grüße
Sören
Moin Sören!

Meiner Ansicht nach ist es dennoch zutreffend, denn der User Christoph Zimmermann schreibt wortwörtlich "seine", und damit durchaus auf die parteilose Person Friedrich Kittlaus fokussiert. Ansonsten wäre das Wort "seine" hier nicht angebracht.

Mit freundlichem Gruß

Helmut

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Helmut Philipp schrieb:
Dein Statement ist schlicht und ergreifend vollkommen aus der Luft gegriffen und damit natürlich falsch. Er war zu keinem Zeitpunkt Mitglied einer west- oder ostberliner Partei. deshalb kann auch keine Partei mal die "seine" gewesen sein.
Er war unbestritten Mitglied der NSDAP, dies war also eine Zeit lang "seine" Partei. Und diese existierte nun nach 1945 nicht mehr.
Er war also keineswegs unpolitisch, vielleicht auch "nur" opportun. Aber eben nicht zeitlebens neutral, wie es das grundsätzliche "parteilos" impliziert.

Grüße

-chriz

--
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Moin Christoph!

Dein Argument ist aber meines Erachtens ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Thema dieses Beitragsbaumes ist die Berliner S-Bahn zu DDR-Zeiten. Es ist also wahrlich keine neue Erkenntnis, das es zu diesem Zeitpunkt, genauer seit 1945 die NSDAP nicht mehr gab. Vielmehr beschäftigt sich dieser Beitragsbaum mit einem S-Bahn-Chef der Deutschen Reichsbahn der DDR, der zum Einen nicht im Hoheitsgebiet der DDR ansässig war, sondern seinen Wohnsitz in Westberlin hatte und als parteilose Führungskraft eine Spitzenposition im Aufgabenbereich der unter DDR-Regie stehenden Berliner S-Bahn bekleidete. Das hat nun wirklich nichts mit der NSDAP zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass er keiner kommunistischen Partei oder einer diesem System nahestehenden anderen Partei angehörte und dennoch ein solches Amt bekleiden konnte.

Auch ich bin parteilos und nie in einer Partei gewesen, aber deshalb würde ich mich keinesfalls als unpolitisch bezeichnen. Deine Implizierung des Begriffes "neutral" trifft in dieser Auslegung sicherlich auf etliche Tausend von Bundesbürgern zu, die ebenfalls auf eine keineswegs neutrale Sichtweise in Bezug auf Politik haben. Und was die Mitgliedschaft in der NSDAP angeht: Diese teilte er mit Millionen von weiteren Menschen. Einige davon konnten leider sogar Bundeskanzler, Ministerpräsidenten oder Generalsekretär der UN werden, ohne jemals dafür belangt worden zu sein - dafür kann man sich schämen. Und auf der Namensliste des Nazi-Jägers Simon Wiesenthal stand er auch nicht...

Mit freundlichem Gruß

Helmut

(der sich dennoch gefreut hätte, wenn Du in Deiner Erwiderung auch eine Anrede verwendet hättest...)

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.20 11:22.

Re: Neue Buchreihe: Die S-Bahn im geteilten Berlin

geschrieben von: L-B-E

Datum: 11.08.20 15:20

Hallo Christoph,

Bei einem Eintritsdatum 1933 in die NSDAP darf man das schon hinterfragen.
Entweder war er überzeugter Anhänger oder Karrierist?
Von einem Zwangseintritt zu dieser Zeit kann auch keine Rede sein.
Die NSDAP wollte zu dieser gar keine neuen Mitglieder rekrutieren.
[de.m.wikipedia.org]
Wann und wie der Gesinnungswandel stattgefunden haben mag, scheint nicht überliefert zu sein.
Immerhin schien er aus der Vergangenheit gelernt zu haben?

VG Frank

Ergänzung:
Wikipedia meint dazu, daß er politischer Leiter in der NSDAP war.
[de.m.wikipedia.org]

Ein echtes Foto muß nicht erklärt werden; noch kann es mit Worten beschrieben werden - Anselm Adams




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.20 15:25.

Re: Neue Buchreihe: Die S-Bahn im geteilten Berlin

geschrieben von: schroed2

Datum: 11.08.20 15:32

L-B-E schrieb:
Hallo Christoph,

Bei einem Eintritsdatum 1933 in die NSDAP darf man das schon hinterfragen.
Entweder war er überzeugter Anhänger oder Karrierist?
Von einem Zwangseintritt zu dieser Zeit kann auch keine Rede sein.
Die NSDAP wollte zu dieser gar keine neuen Mitglieder rekrutieren.
[de.m.wikipedia.org]
Wann und wie der Gesinnungswandel stattgefunden haben mag, scheint nicht überliefert zu sein.
Immerhin schien er aus der Vergangenheit gelernt zu haben?

VG Frank
eines der kleinen dreckigen Geheimnisse der DDR waren die ehemaligen Nazis als Funktionsträger (was ja gegenüber der "BRD", wo das genauso war, gerne und ausführlich z.B. mit dem Braunbuch angeprangert wurde), was diese Personen natürlich gegenüber der Staatsführung usw. in ein doch ausgeprägtes Abhängigkeitsverhätnis gebracht hat.

Ob dabei ein wirklicher Lerneffekt im Bezug auf die Vergangenheit vorhanden war ???

Ich möchte da keine Wertung abgeben, aber die kommentarlose Verwendung von "parteilos (!)" im auslösenden Beitrag halte ich für mindestens vereinfachend und zur Kommentierung herausfordernd (was ja auch geschehen ist...)

Haben sie doch schon! Eine Wertung abgegeben.

geschrieben von: Georgi

Datum: 11.08.20 16:38

Zitat: "eines der kleinen dreckigen Geheimnisse der DDR" Zitat Ende. Wenn das keine Wertung ist! Was dann?

Re: Haben sie doch schon! Eine Wertung abgegeben.

geschrieben von: schroed2

Datum: 11.08.20 16:45

Georgi schrieb:
Zitat: "eines der kleinen dreckigen Geheimnisse der DDR" Zitat Ende. Wenn das keine Wertung ist! Was dann?
umgangssprachliche Umschreibung eines zeitgeschichtlichen Phänomens in allen deutschsprachigen Gebieten (und auch anderswo) nach 1945, über das gerne überall der Mantel des Schweigens ausgebreitet wurde, sofern es das eigene Gebiet betraf....

oder auch die kleinnen oder grösseren braunen Flecken auf der sauberen Weste (in welcher Farbe auch immer)





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.20 16:48.
Wieviel Genossen waren wegen der Karriere in der SED und wollen heute nichts mehr davon wissen?

Frank aus der Prignitz
____________________________________________________

Eisenbahn ist für mich Freizeit, nicht Lebensinhalt!
Habe das Buch ebenfalls seit heute und bin recht angetan über viele mir bis heute unbekannte Fotos und freue mich auf weitere Bände.

Frank aus der Prignitz
____________________________________________________

Eisenbahn ist für mich Freizeit, nicht Lebensinhalt!

Jetzt wiedersprechen sie sich aber :-))

geschrieben von: Georgi

Datum: 11.08.20 16:59

Zitat:"umgangssprachliche Umschreibung eines zeitgeschichtlichen Phänomens" Zitat Ende. Es kann nichts umgangs sprachlich sein,wenn darüber der Mantel des Schweigens gehüllt wird. Entweder oder!
Desweiteren kann ich hier konstatieren das die Verwendung ehemaliger "Systemträger" aus dem "Tausendjährigen Reich" in der Jungen DDR für den der sich dafür interresierte durchaus bekannt war und nie geheim.(Ich Persönlich lernte den Fakt an sich etwa 1975 in Jena kennen) Was dann die West nein altbundes Jurnallie daraus machte ist eine andere Geschichte.

Sicher viele!

geschrieben von: Georgi

Datum: 11.08.20 17:02

Aber das ist Menschlich.

Re: Jetzt wiedersprechen sie sich aber :-))

geschrieben von: schroed2

Datum: 11.08.20 17:43

Georgi schrieb:
Was dann die West nein altbundes Jurnallie daraus machte ist eine andere Geschichte.
die Presse im Westen hat das Thema writgehend ignoriert...warum auch nicht ?

Re: Jetzt wiedersprechen sie sich aber :-))

geschrieben von: schroed2

Datum: 11.08.20 17:46

kann es sein, dass die deutsche Sprache und ihre Feinheiten unterschiedliche Bedeutungen für unterschiedlich sozialisierte Menschen hat ?

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