DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 11 - Bahn und Medien 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Software, Medien aller Art und Literatur zum Themengebiet Eisenbahn
Moderatoren: Klaus Habermann - MWD
Guten Tag zusammen,

ich weiß, dass die von mir hier eingestellten Buchbesprechungen / Rezensionen,
erstellt von dem Kollegen und Nahverkehrsfachmann Axel Reuther, gern gelesen
und häufig lange erwartet werden. Das ist auch ein Grund dafür, dass verschiedene
Kollegen-Publikation seine Besprechungen gern übernehmen.
Ich richte sie an einen größeren Kudenkreis, der noch n i e m a l s etwas reklamierte.

Vielleicht haben Sie bemerkt, dass die Besprechung für Band 1 von Todt's Straßen-
und Privatbahnen in beiden Einträgen wieder gelöscht wurde. Der Grund ist die Bitte
vom Ersteller diese zurückzunehmen, nachdem der Autor eine starke Reaktion
dagegen vorgebracht hatte.
Ich konnte den Kollegen gerade noch ermutigen, die in Arbeit befindlichen Besprechungen
weiter zu erstellen, sie werden in Kürze folgen.

Buchbesprechungen können je nach Sichtweise und eigener Auffassung sehr unterschiedlich
ausfallen! So lese ich hin und wieder in sehr unterschiedlichen Periodika stark abweichende
Rezensionen - über das selbe Buch!
Wesentlich ist die Beschreibung des Inhalts, in welcher Art und Weise dieser dargestellt wird,
welche Ergänzungen und Randthemen behandelt werden. Die Sachinfo steht im Vordergrund.

Anders bei den Abbildungen, da gibt es schon mal in der Qualität Abweichungen, auf die
doch hingewiesen werden sollte - bei einem Straßenbahnbuch hatten wir mal "abgeschnittene
Stromabnehmer", und das auf etlichen Aufnahmen. Solche Informationen, oder wie über den
Falz gehende Doppelseiten (manchmal durch das Fahrzeug hindurch) sollen eine Information
darstellen - letztendlich entscheidet der Interessent, ob ihm dieses Thema gefällt oder nicht.

In den Rezensionen wird kein Autor angegriffen oder verteufelt, es sind (notwendige) Infos.
Auch dürfen doch Wünsche angemeldet werden, zumal wenn so etwas im Allgemeinen üblich
ist oder anderswo positiv praktiziert wird.
Argumente seitens der Autoren sind ebenso erlaubt. Da aber niemand angegriffen wird,
muss sich auch niemand verteidigen! Dabei macht der Ton die Musik ....

Ich habe 35 Jahre lang erfolgreich für und mit Japanern gearbeitet, damals war die UE-Branche
(Unterhaltungselektronik und HiFi) noch sehr erfolgreich. Mein "Meister" bei der letzten Firma
gab das Motto aus "Listen to the consumer" - höre auf den Endverbraucher .....
Man könnte auch sagen "höre dem Kunden aufs Maul". Damit hoben wir uns mit Erfolg ab.

Als bekannter Buchautor kennt der Rezensent verschiedene Verlage. Zuletzt hat er ein
Standardwerk abgeliefert. Er greift dabei auf ein sehr großes Archiv zurück, Netzpläne und
Fahrpläne wurden als hilfreich bezeichnet, die "Tram-Tour Rhein" auch nachverfolgen zu können.

Warum darf er diese Wünsche nicht äußern?

Ich habe mir angewöhnt, immer erste eine Nacht über nicht so geläufige Kritik zu schlafen.
Wir brauchen keine Beruhigungstablette - es sei manchmal beim Betrachten von Bildern und
Lesen von Informationen .... Aber in der Ruhe liegt die Kraft. Das sollte auch für Antworten
auf eine Rezension gelten.

Solche Auseinandersetzungen helfen nicht dazu beizutragen das Für und Wider zu beleuchten.

Gruß aus Köln
Rolf Hafke

Warum das denn?

geschrieben von: Peter

Datum: 15.06.20 21:14

Hallo!

Diese Entscheidung des Rezensenten finde ich bedauerlich.

Ein Forum dient dem Austausch verschiedener Meinungen, nicht der Verlautbarung einer Meinung (sonst waere es eine Pinwand).

Diese Meinungen koennen frei geaeussert werden, einerlei, ob man Rezensent oder Autor oder Leser ist.
Natuerlich kommen verschiedene Rezensenten zu verschiedenen Ergebnissen - sie alle empfinden das Gelesene ja auch unterschiedlich, bewerten es anders und fassen es in unterschiedliche Worte.

Man muss natuerlich nicht mit irgendeiner anderen Meinung uebereinstimmen und kann die Dinge komplett anders bewerten.
Doch duennhaeutig oder gar beleidigt zu sein und seine freie Meinungsaeusserung zurueckzuziehen - nun ja, das ist traurig.
Haette man das kommentarlos stehenlassen, koennte jeder Leser fuer sich bewerten, ob er den Argumenten des Rezensenten oder des Verlegers (oder weiteren, noch folgenden Kommentaren) folgt.

So aber ist der Faden witzlos - schade, eine vertane Chance, sind doch aussagekraeftige Rezensionen, die ueber die Widergabe des verlagsseitigen "Waschzettels" hinausgehen, leider selten.

Es gruesst

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.
Ich schlage vor, einfach weiter machen wie bisher. Und wer mit einer Rezension oder einer Meinung ein (persönliches) Problem hat, möge das mit sich selbst vereinbaren.
Guten Abend,

was jetzt an Ludgers Aussagen in [www.drehscheibe-online.de] (zuletzt gelesen 15.6.2020; 21:15 Uhr) so schlimm sein soll, dass man gleich die Rezension zurückziehen muss, verstehe ich nicht. Ich empfinde Rezensionen als eine gewisse Hilfe beim Bücherkauf. Das gerade, wenn man Verlag und/oder Autor nicht gut einschätzen kann oder die Qualität der Produkte schwankt. Und Buchhandlungen, wo man mal reinschauen kann, werden auch immer seltener und seltener. Aber Rezensionen sind subjektiv. Da bleibt es nicht aus, dass andere Leser anderer Meinung sind. Auch ich habe mir schon auf eine positive Rezension hin Bücher gekauft und war in mindestens einem Fall nicht so begeistert wie der Rezesent.

Dass der Autor antwortet, ist nicht selbstverständlich und ein Vorteil dieser Plattform. Dass der Autor da seine Sicht der Dinge einbringt und verteidigt, ist völlig legitim. Ich weiß jetzt nicht, ob der Rezensent erstmals ins Forum reingeschaut hat oder nicht. Stammleser werden aber wissen, dass Ludger klare Worte schätzt und auch schreibt. Denn er wird sich, wie hoffentlich jeder Autor, sich Gedanken gemacht haben, was er wie schreibt und präsentiert.

Viele Grüße
Sören

Danke für die Diskussionsgrundlage!

geschrieben von: Flipp1982

Datum: 16.06.20 10:51

Hallo und ein herzliches Dankeschön für die Diskussionsgrundlage!

Ich erinnere mich an ein Vorwort in einer Eisenbahnzeitschrift, wo die Redaktion Stellung zum Vorwurf nahm, jedes Buch zu sehr über den Klee zu loben. Daraufhin wurde dann in den zwei folgenden Ausgaben jedes einzelne Buch zerrissen. War es dadurch besser? Nein.

Wenn ich eine Rezension lese, dann möchte ich gerne die persönliche Meinung des Schreibers haben. Als Leser weiß ich das. Eine gute Rezension begründet diese Meinung, und da sind die Meisten hier in DSO verfassten Beiträge ausgesprochen gut (Allgemeinlob :-)!).

Aus der Sicht des Autors finde ich das auch absolut hilfreich. Ich weiß nicht, wie Andere es machen: Für mich gesprochen ziele ich auf eine spezielle Zielgruppe und richte den Text und Umfang danach aus mit gleichzeitig dem Blick darauf, es "den Anderen" auch irgendwie Recht zu machen. Das ist aber ausgesprochen schwierig, da man sich bei der Erstellung ja hauptsächlich mit seiner Zielgruppe umgibt. Daher ist Kritik vor allem ein Lerneffekt den man sich selbst in drei Kategorien einteilen kann:

a) die (aller)seltensten: Der Rezensent hat seit 5 Jahren seinen Modellbahnkeller nicht verlassen und ist einfach ein @#$%&. Kommt vor. Funfact: Es ist ausgesprochen lustig, bei Veranstaltungen mit Leuten die einen vorher seitenweise in Foren beleidigt haben gemeinsam für 8 Stunden bei einer Sonderfahrt in einem 1-Wagen-Zug eingesperrt zu sein (--- Grüße an die mitlesenden Kollegen die genau wissen, was und wen ich meine :-) ).

b) die meisten Fälle: Ich bin selbst schuld. Wir hatten neulich mal die Diskussion, dass man einen Text 10 mal durchliest. 20 mal. Dann geht er in den Druck, man schlägt die Seite auf und ein völlig offensichtlicher Fehler springt einem auf exakt der Seite entgegen. Shit happens. Das kann man aber noch verbessern, daher sind besonders frühe Rezensionen sehr sehr wertvoll!

c) der Rezensent gehört nicht ansatzweise zur Zielgruppe, ihm gefällt es überhaupt nicht: Wow. Was für ein Lerneffekt! Danke für die Kritik und Rezension. Das, was man als Autor davon mitnehmen kann, ist extrem wertvoll. Ich weiß nicht, wie es bei anderen Verlegern ist - im on-Demand-Vertrieb muss man für solch eine Beratung durch den Verlag als Autor richtig Schotter bezahlen...

Daher: Man möge den Text einer Rezension als persönliche Meinung akzeptieren, und alles ist gut. Und wenn etwas sachlich falsch dargestellt wird es doch einfach nach dem Prinzip: "Lieber Rezensent, Sie haben geschrieben: ... Richtig ist aber: ..." darlegen, bessere Werbung kann man doch fast nicht haben - oder sehe ich das falsch?

Viele Grüße

Bastian

Deutsche Dampflokomotiven im Ausland - (m)ein spannendes Thema. Literaturtipps:

JETZT NEU: "pomnik parowóz - die polnischen Denkmaldampflokomotiven. Ein Reiseführer zu Geschichte, Geschichten und Gegenwart aller normalspurigen Museums- und Denkmaldampflokomotiven in Polen. 536 (!) Seiten, 700 Abbildungen, davon über 200 in Farbe. 33,00 €, ISBN 9783750412019

Auch aus der Reihe: "Preußens Gloria in Siebenbürgen - das Eisenbahnmuseum Sibiu und seine (deutschen) Fahrzeuge" und "Dampfloktechnik heute - Einsatz, Technik & Wartung der deutschen 52er im Jahr 2019 in den KREKA-Minen BiH".
Guten Abend,

auch ich finde es schade, dass die Buch-Besprechungen aufgrund der „starken Reaktion“ des betreffenden Autors gelöscht wurden. Schließlich haben sie Zeit und Mühen gekostet.

Der betreffende Autor ist mir schon mehrfach, auch im historischen Forum, unangenehm aufgefallen:
Er selbst teilt gerne verbal aus, aber wehe, es erlaubt sich jemand, Meinungen, welche ihn oder seine Produkte tangieren und ihm nicht gefallen, zu artikulieren....
Man könnte den Eindruck gewinnen, dass da jemand auf einem ganz hohen Tier sitzt.

P.S.: Ich habe in jungen Jahren mal gelernt, dass Kritik die höchste Form der Wertschätzung sei...

Kann ich nicht bestaetigen

geschrieben von: Peter

Datum: 18.06.20 13:07

Hallo!

SamothR schrieb:
Der betreffende Autor ist mir schon mehrfach, auch im historischen Forum, unangenehm aufgefallen:
Er selbst teilt gerne verbal aus, aber wehe, es erlaubt sich jemand, Meinungen, welche ihn oder seine Produkte tangieren und ihm nicht gefallen, zu artikulieren....
Man könnte den Eindruck gewinnen, dass da jemand auf einem ganz hohen Tier sitzt.
Das kann ich so nicht bestaetigen.
Auch ich habe den Betreffenden schon (mehrfach) kritisiert - und bin keineswegs angefahren worden (wie andere auch).
Man kann ihm also nicht pauschal unterstellen, duennhaeutig zu sein, sondern muss den jeweiligen Einzelfall beachten.

Es liegt vermutlich daran, wie man Kritik uebt: Konstruktiv oder destruktiv.

Und wenn Spekulationen ueber die wirtschaftliche Lage von Unternehmungen getroffen werden, ohne dass belastbare Informationen vorliegen - nun ja, da waere ich dann an seiner Stelle auch angefressen...

Ich bin mit den Buechern seines Verlages bisher immer gut gefahren - solide gemachte Buecher, die einen einheitlichen Qualitaetsstandard (gutes, lesbares Manuskript, gutes Lektorat, gutes Layout, gute Bildbearbeitung(!), gute Verarbeitung des Buches insgesamt) aufweisen - ich habe bisher keine negativen Ueberrascungen erlebt (was ich von anderen Verlagen leider nicht immer sagen kann).

Dass ein Mensch, der offenbar mit Herzblut an seinem Produkt "Fachbuch" arbeitet, angefressen ist, wenn andere Autoren oder Verlage mit "schnell & schmutzig" Produkten den Markt versauen (weil eben ein Thema "abgegrast" ist oder weil eben der Anspruch bei Buchkunden sinkt) und eben auch mal Kritik deutlich und unverbluemt ausspricht, ist doch klasse!
Ohne solche direkten Worte wuerden manche Leser doch gar nicht merken, worauf sie alles achten muessen, wenn sie die Qualitaet von Buechern vergleichen.
Denn sonst ist es, als vergleicht man einen Dacia mit einem Daimler - beide sind Autos, beide haben ihre Kunden (und damit auch ihre Berechtigung), doch man muss sich bewusst sein, dass man fuer solide Verarbeitung und Detailloesungen eben mehr zahlen muss als fuer 08/15-Massenproduktion. Und einen Dacia uber den gruenen Klee loben und als Innovation preisen wird eben nur der, der noch nie bessere Verarbeitung oder bessere Fahreigenschaften erlebt hat. Ansonsten muss man eben abwaegen, was man will (Anspruch) und wieviel man zu geben (Preis) bereit ist

Seine Kritik ist i. d. R. konstruktiv, weil er den Finger in die Wunde legt und auf Defizite beim Produkt bzw. in der Produktion hinweist - dass das mitunter nicht diplomatisch-verbraemt, sondern norddeutsch herb und direkt erfolgt, ist eben so.
Aber im Gegensatz zu manchen Noerglern weiss er wenigstens, wovon er schreibt.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.
Hallo anonymisierter "SamothR"!

Du schriebst u.a. folgendes: "auch ich finde es schade, dass die Buch-Besprechungen aufgrund der „starken Reaktion“ des betreffenden Autors gelöscht wurden. Schließlich haben sie Zeit und Mühen gekostet." Auch der Autor des Buches hat viel Zeit und Mühe investiert, um das Buch im gewohnt hohen Autoren- und Verlagsniveau herauszubringen. Die Infos, Texte und Bilder sind ja schließlich nicht vom Himmel gefallen. Und was die Sensibilität von Ludger Kenning betrifft, so ist der Dialog zwischen ihm und den Usern bezüglich der Wortwahl keinesfalls nur eine Einbahnstraße. Sicherlich ist L.K. nicht gerade prädestiniert für eine Diplomatenlaufbahn (ich denke, das weiß er auch), er bevorzugt eben die direktere Wortwahl. Aufgrund welcher Vorkommnisse Du diese Deine Feststellung (Zitat): "Er selbst teilt gerne verbal aus, aber wehe, es erlaubt sich jemand, Meinungen, welche ihn oder seine Produkte tangieren und ihm nicht gefallen, zu artikulieren...." (Zitatende) belegen kannst, würde mich schon interessieren!

Mit freudlichem Gruß

Helmut

(der fachlich und auch ansonsten gut gemachte Bücher sehr schätzt, nicht nur aus dem Hause Kenning!)

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

Für Inhaltsverzeichnisse von weiteren Eisenbahnfreunden
bitte hier klicken!

Re: Kann ich nicht bestaetigen

geschrieben von: Türen schließen selbsttätig

Datum: 18.06.20 18:18

Peter schrieb:
Hallo!

SamothR schrieb:
Der betreffende Autor ist mir schon mehrfach, auch im historischen Forum, unangenehm aufgefallen:
Er selbst teilt gerne verbal aus, aber wehe, es erlaubt sich jemand, Meinungen, welche ihn oder seine Produkte tangieren und ihm nicht gefallen, zu artikulieren....
Man könnte den Eindruck gewinnen, dass da jemand auf einem ganz hohen Tier sitzt.
Das kann ich so nicht bestaetigen.
Auch ich habe den Betreffenden schon (mehrfach) kritisiert - und bin keineswegs angefahren worden (wie andere auch).
Man kann ihm also nicht pauschal unterstellen, duennhaeutig zu sein, sondern muss den jeweiligen Einzelfall beachten.

Es liegt vermutlich daran, wie man Kritik uebt: Konstruktiv oder destruktiv.

Und wenn Spekulationen ueber die wirtschaftliche Lage von Unternehmungen getroffen werden, ohne dass belastbare Informationen vorliegen - nun ja, da waere ich dann an seiner Stelle auch angefressen...

Ich bin mit den Buechern seines Verlages bisher immer gut gefahren - solide gemachte Buecher, die einen einheitlichen Qualitaetsstandard (gutes, lesbares Manuskript, gutes Lektorat, gutes Layout, gute Bildbearbeitung(!), gute Verarbeitung des Buches insgesamt) aufweisen - ich habe bisher keine negativen Ueberrascungen erlebt (was ich von anderen Verlagen leider nicht immer sagen kann).

Dass ein Mensch, der offenbar mit Herzblut an seinem Produkt "Fachbuch" arbeitet, angefressen ist, wenn andere Autoren oder Verlage mit "schnell & schmutzig" Produkten den Markt versauen (weil eben ein Thema "abgegrast" ist oder weil eben der Anspruch bei Buchkunden sinkt) und eben auch mal Kritik deutlich und unverbluemt ausspricht, ist doch klasse!
Ohne solche direkten Worte wuerden manche Leser doch gar nicht merken, worauf sie alles achten muessen, wenn sie die Qualitaet von Buechern vergleichen.
Denn sonst ist es, als vergleicht man einen Dacia mit einem Daimler - beide sind Autos, beide haben ihre Kunden (und damit auch ihre Berechtigung), doch man muss sich bewusst sein, dass man fuer solide Verarbeitung und Detailloesungen eben mehr zahlen muss als fuer 08/15-Massenproduktion. Und einen Dacia uber den gruenen Klee loben und als Innovation preisen wird eben nur der, der noch nie bessere Verarbeitung oder bessere Fahreigenschaften erlebt hat. Ansonsten muss man eben abwaegen, was man will (Anspruch) und wieviel man zu geben (Preis) bereit ist

Seine Kritik ist i. d. R. konstruktiv, weil er den Finger in die Wunde legt und auf Defizite beim Produkt bzw. in der Produktion hinweist - dass das mitunter nicht diplomatisch-verbraemt, sondern norddeutsch herb und direkt erfolgt, ist eben so.
Aber im Gegensatz zu manchen Noerglern weiss er wenigstens, wovon er schreibt.

Gruss

Peter
Sei gegrüßt,

ich bin ganz bei SamothR - es geht halt nicht nur um Bücher, sondern wie zutreffend geschrieben z.B. auch um Beiträge im HiFo, aber auch um Erlebnisse aus dem "richtigen Leben"; da zieht sich eine Linie durch. Aber wie das schöne Sprichwort so heisst: jeder blamiert sich selbst so gut er kann.....:) Und ein wenig differenzierter sollte man die Welt der Bücher schon betrachten als "Dacia versus Daimler": zwischen diesen Extremen liegen viele, viele Schattierungen. Genau diese Betrachtungsweise (Freund oder Feind? Schwarz oder weiss?) ist es aber, die Konflikte eskalieren, Formulierungen erst unpassend, dann unerträglich werden lässt, und in dieser Falls steckt -warum auch immer- der, um den es hier geht. Nur bitte: ich kenne als Süddeutscher nicht wenige feine bis sehr feine Norddeutsche, die sich keineswegs nur "herb" ausdrücken und benehmen können, sondern ganz im Gegenteil von einnehmender Freundlichkeit sind. "Herb" wird man nicht geboren!

Beste Grüße, Tss
Helmut Philipp schrieb:
"Er selbst teilt gerne verbal aus, aber wehe, es erlaubt sich jemand, Meinungen, welche ihn oder seine Produkte tangieren und ihm nicht gefallen, zu artikulieren...." (Zitatende) belegen kannst, würde mich schon interessieren!
(Aufgepasst - das ist kein Zitat von Helmut Phillip, er hat es vielmehr selbst in seinem Beitrag zitiert und mich um dies Klarstellung gebeten) Nun, ein besseres Beispiel als die von Rolf Hafke geschilderte Reaktion auf seine Besprechung braucht man nicht suchen - je nach dem, wie "intensiv" diese von Rolf Hafke benannte "Bitte" auf Rücknahme der Besprechung war: eine Besprechung ist Basisbestandteil des demokratisch verbrieften Rechts auf Pressefreiheit. Versuche, dagegen vorzugehen, sind als Angriff auf die Pressefreiheit zu werten. Wer sich da nicht gebührend zurückhalten kann, hat ein Problem - nicht der, der die Besprechung verfasst hat! Man halte sich nur vor Augen, wie gnadenlos sich ungezählte Autorinnen und Autoren vom legendären Kritiker Marcel Reich-Ranicki den Kopf waschen lassen mussten. Nicht alle konnten darauf mit der gebotenen Gelassenheit reagieren. Genau vor dieser Situation stehen wir bei unserem diskutierten Fall. Ich wünsche Axel Reuther jedenfalls weiterhin den Mut, sich nicht einschüchtern zu lassen und Rolf Hafke, solche Reaktionen wie von L.K. bitte auszuhalten ohne einzuknicken!

Beste Grüße, Tss



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.06.20 11:14.

Re: Kann ich nicht bestaetigen

geschrieben von: Zaubermark

Datum: 18.06.20 18:41

Hallo Peter,


Peter schrieb:
Denn sonst ist es, als vergleicht man einen Dacia mit einem Daimler - beide sind Autos, beide haben ihre Kunden (und damit auch ihre Berechtigung), doch man muss sich bewusst sein, dass man fuer solide Verarbeitung und Detailloesungen eben mehr zahlen muss als fuer 08/15-Massenproduktion. Und einen Dacia uber den gruenen Klee loben und als Innovation preisen wird eben nur der, der noch nie bessere Verarbeitung oder bessere Fahreigenschaften erlebt hat. Ansonsten muss man eben abwaegen, was man will (Anspruch) und wieviel man zu geben (Preis) bereit ist
ich denke, der Vergleich hinkt. Autos und Bücher kann man so wohl nicht vergleichen und was die Aussagen zu einem Dacia betrifft: mit Daimler kann er sicher nicht mithalten (und muss er das?), aber was die Innovation, was Fahrkomfort, Detaillösungen und die Verarbeitungsqualität anbelangt, ist er sicherlich auf Augenhöhe mit einem VW oder Opel. Ich fahre seit fünf Jahren einen Sandero und hatte bislang nicht das klizekleinste Problem. Gut, wir sind hier in einem Eisenbahnforum. Aber genauso, wie ein Daimler und ein Dacia seine Kunden findet, finden auch bestimmte Bücher ihre Käufer. Viel wichtiger als hochglanzpolierte Fotos oder schickes Layout ist mir der Inhalt. Und da gibt es durchaus auch Publikationen aus Elite-Verlagen (ich rede jetzt nicht von Kenning-Büchern, ich habe davon zu wenige im Regal, weil sie nicht unbedingt mein Interessensgebiet abdecken), die inhaltlich mehr als schwach trotz Hochpreis sind. Und auf der anderen Seite auch Schnäppchen, die einen gerade wegen ihrer inhaltlichen Qualitäten staunen lassen.
Wie ein Mensch nach aussen hin auftritt und wahrgenommen wird, liegt meines Erachtens nicht daran, ob er jetzt aus dem Norden oder Süden kommt. Man denke nur an den Franzl Josef S., der sich oft genug wie der Elefant im Porzellanladen benommen hat und der war sicher kein Norddeutscher... Die meisten Norddeutschen, die ich kenne, haben ein sehr freundliches und einnehmendes Wesen.


Viele Grüsse von Mark
Vielleicht habe ich ja ein Verständnisproblem, aber so wie ich das lese, hat doch der Rezensent darum gebeten den Text wieder zu entfernen und nicht L.K.?

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
Matthias Muschke schrieb:
Vielleicht habe ich ja ein Verständnisproblem, aber so wie ich das lese, hat doch der Rezensent darum gebeten den Text wieder zu entfernen und nicht L.K.?

MfG
Der Rezensent ist wohl von L.K. heftig angegangen worden wegen seiner Rezension und hat deswegen Rolf Hafke gebeten, sie zurückzuziehen. Sorry, da habe ich mich missverständlich ausgedrückt!

Beste Grüße, Tss
Türen schließen selbsttätig schrieb:
Helmut Philipp schrieb:
"Er selbst teilt gerne verbal aus, aber wehe, es erlaubt sich jemand, Meinungen, welche ihn oder seine Produkte tangieren und ihm nicht gefallen, zu artikulieren...." (Zitatende) belegen kannst, würde mich schon interessieren!
Nun, ein besseres Beispiel als die von Rolf Hafke geschilderte Reaktion auf seine Besprechung braucht man nicht suchen - je nach dem, wie "intensiv" diese von Rolf Hafke benannte "Bitte" auf Rücknahme der Besprechung war: eine Besprechung ist Basisbestandteil des demokratisch verbrieften Rechts auf Pressefreiheit. Versuche, dagegen vorzugehen, sind als Angriff auf die Pressefreiheit zu werten. Wer sich da nicht gebührend zurückhalten kann, hat ein Problem - nicht der, der die Besprechung verfasst hat! Man halte sich nur vor Augen, wie gnadenlos sich ungezählte Autorinnen und Autoren vom legendären Kritiker Marcel Reich-Ranicki den Kopf waschen lassen mussten. Nicht alle konnten darauf mit der gebotenen Gelassenheit reagieren. Genau vor dieser Situation stehen wir bei unserem diskutierten Fall. Ich wünsche Axel Reuther jedenfalls weiterhin den Mut, sich nicht einschüchtern zu lassen und Rolf Hafke, solche Reaktionen wie von L.K. bitte auszuhalten ohne einzuknicken!

Beste Grüße, Tss
Ganz meine Worte, für eine ähnliche Aussage wurde ich vor Jahren in der DSO gegeiselt.

Mir sind aber zu diesem Thema ein paar Beiträge abhanden gekommen. Wohin sind diese entschunden? Zensur?
KkStB schrieb:
Türen schließen selbsttätig schrieb:

Ganz meine Worte, für eine ähnliche Aussage wurde ich vor Jahren in der DSO gegeiselt.

Mir sind aber zu diesem Thema ein paar Beiträge abhanden gekommen. Wohin sind diese entschunden? Zensur?
Tja, willkommen bei DSO! "Eine Zensur findet nicht statt": Artikel 5 Abs. 1 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland - das wird man ja noch zitieren dürfen....:)
Moin TSS!

Sicherlich ist Dir das ohne Absicht unterlaufen, aber dennoch lege ich großen Wert auf die Feststellung, das ich den Satz "Er selbst teilt gerne verbal aus, aber wehe, es erlaubt sich jemand, Meinungen, welche ihn oder seine Produkte tangieren und ihm nicht gefallen, zu artikulieren...." (Zitatende) nicht selbst geschrieben habe (und deshalb auch nicht mit der Aussage übereinstimme), sondern ein Zitat vom User SamothR ist. Ich habe diesen Satz in meinem Posting deshalb als Zitat gekennzeichnet, also auch vor dem Satzbeginn das Wort "Zitat" in Klammern dem Satz vorangestellt.

Ich bitte um entsprechende Korrektur, da ohne diese Kennzeichnung der Eindruck erweckt wird, als ob er von mir stamme...


Mit freundlichem Gruß

Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

Für Inhaltsverzeichnisse von weiteren Eisenbahnfreunden
bitte hier klicken!
Leider habe ich von dem Ganze nur einen Teil mitbekommen - ja, und einige Beiträge von diesem Thema sind tatsächlich seit gestern nicht mehr wiederzufinden.
Wie "schlimm" das "Theater" hier gewesen sein mag, möchte ich nicht wissen, denn es war wohl nicht das erste Mal gewesen.
Eine Rezension zu einem Buch ist gut, weil da kann man als Leser sich selbst entscheiden, ob man das Buch kaufen möchte oder nicht. Allerdings ist eine Rezension wohl auch mit persönlicher Meinung verbunden, und wie es so halt im realen Leben ist, wird sie nicht bei allen akzeptiert. Dann unterhält man sich halt darüber, was gut ist und was nicht gut ist.
Was aber wirklich nicht in Ordnung ist: auffälliges Auftreten gegenüber anderen - so nach dem Motto: "Nach meiner Nase wird getanzt! Basta!"
Bei einigen Leuten macht es wohl eine "Freude", mit dem Motto anderen vor den Köpfen zu hauen.

Egal wie eine Rezension ist, ich persönlich schaue mir lieber ein Buch an, bevor ich mir meine eigene Meinung bilde.
Und selbst wenn ein Thema des Buches so interessant klingt, so manche Bücher sind nach der Ansicht bei mir postwendend "durchgerasselt" - egal wie eine Rezension dazu ausgefallen ist!
Ein gutes Buch sollte dem Leser beim Lesen auch Entspannung "überbringen" können, und das - meine persönliche Meinung - unabhängig vom Autor und Verlag!

Euch allen trotzdem schönen Start ins Wochenende.

Dirk
Helmut Philipp schrieb:
Moin TSS!

Sicherlich ist Dir das ohne Absicht unterlaufen, aber dennoch lege ich großen Wert auf die Feststellung, das ich den Satz "Er selbst teilt gerne verbal aus, aber wehe, es erlaubt sich jemand, Meinungen, welche ihn oder seine Produkte tangieren und ihm nicht gefallen, zu artikulieren...." (Zitatende) nicht selbst geschrieben habe (und deshalb auch nicht mit der Aussage übereinstimme), sondern ein Zitat vom User SamothR ist. Ich habe diesen Satz in meinem Posting deshalb als Zitat gekennzeichnet, also auch vor dem Satzbeginn das Wort "Zitat" in Klammern dem Satz vorangestellt.

Ich bitte um entsprechende Korrektur, da ohne diese Kennzeichnung der Eindruck erweckt wird, als ob er von mir stamme...


Mit freundlichem Gruß

Helmut
Du hast vollkommen Recht, Helmut, ich habe einen entsprechenden Hinweis eingefügt! Danke für den Hinweis, ist mir unbeabsichtigt unterlaufen!

Beste Grüße, Tss
Moin ins Forum,

auch wenn ich die Rezension, um die es hier konkret geht, nicht kenne, möchte ich anmerken:

Grundsätzlich toll, wenn Rezensionen so "treffend" sind, dass sie einen so langen Thread-Baum hervorrufen können.

Im neuesten Eisenbahn-Magazin (07/20) findet sich wieder mal eine wohlwollende aber nichtssagende Rezension (diesmal über "Die Eurocity-Züge, Teil 1" der Verlagsgruppe Bahn).

Da fragt man sich dann schon, ob der Rezensent dieses schlampig zusammengepfuschte, 60 Euro teure "Werk" wirklich gelesen, oder nur durchgeblättert hat. (Genauso wie der
sogenannte "Lektor" das Buches angesichts der zahlreichen orthographischen und stilistischen Katastrophen.

Man kann Rezensenten nur ermutigen, auch kritische Anmerkungen (und wenn nötig auch "Verrisse") zu schreiben. Man hat ja schon den Eindruck, es kämen nur supertolle Bücher auf den Markt.

Gruß aus OL

edit: Unsoinn ist Unsinn



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.06.20 16:48.