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Gesucht: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 22.05.20 20:11

Hallo zusammen,

es geht zwar hier um PC-Hardware, aber ich poste mein Anliegen trotzdem mal hier im Medienforum, ich denke das passt hier noch am besten rein.
Nachdem ich von einem Bekannten eine Sammlung historischer Dias erhalten habe und ich diese digitalisieren möchte, liegt es nahe, einen Scanner dafür zu beschaffen – kann auch gebraucht sein. Worauf ist bei der Anschaffung eines solchen Gerätes zu achten und welchen Scanner würdet ihr empfehlen?

Danke im Voraus,
Daniel

Re: Gesucht: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: Brettho

Datum: 23.05.20 10:53

Hallo Daniel,

zunächst sollte man überlegen, ob sich die Anschaffung lohnt. Will sagen, wie viele Dias willst Du einscannen? Welche Qualität möchtest Du haben?

Ich habe lange überlegt. Als ich aber vor etwa einen Monat mal wieder 30 Jahre alte Dias mit Projektor auf Leinwand geschaut habe, merkte ich doch - die Zeit drängt, die Dias werden nicht besser....

So langsam werden die Farben schlechter.

Deshalb habe ich mir vor drei Wochen den DigitDia 7000 Magazin-Scanner von Reflecta gekauft. Hat 1.999.- € gekostet....

Da ich aber ca. 20.000 Dias habe, die alle gescannt werden sollen, komme ich also auf Kosten von etwa 10 cent pro Dia.

Der Scanner hat eine Garantie für 20.000 Scans oder 2 Jahre - das sollte bei mir also genau passen.

Ich habe bisher schon 1.800 Dias mit 5000 dpi gescannt - ein 50er Magazin dauert etwa 5,5 Stunden.

Vorteil: wenn ich zur Arbeit fahre oder bevor ich ins Bett gehe, starte ich den Scanner und dann ist bei meiner Rückkehr bzw. nach dem Aufstehen das Magazin fertig.

Klappt hervorragend!

Bei den Amazonen gibt es Anbieter, da kann man so einen Scanner auch für 149.- € für eine Woche leihen.

Ansonsten bliebe noch die Möglichkeit, einen Scanservice zu nutzen. Werbung gibt es hier manchmal oben im Werbebanner.

Für mich war diese Möglichkeit zu teuer und ich hätte noch alles verschicken müssen - mit der Gefahr, das mal ein Paket verloren geht....


Für einige Beiträge im HiFo hatte ich zuvor meinen Epson-Flachbettscanner V370 Photo genutzt - damit kann man 4 Dias zur gleichen Zeit einscannen, die zuvor manuell eingelegt werden müssen. Es war immer ein Glücksspiel, ob die Dias scharf wurden und wie viel Staub man hinterher per Software entfernen muss. Macht nicht wirklich Spaß....

Hoffe, damit ein wenig geholfen zu haben.

Gruß aus Celle,
Thorsten Bretschneider

Re: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: wolfgang-d. richter

Datum: 24.05.20 10:02

Guten Morgen Daniel,

am besten greife ich einen älteren Beitrag von mir noch einmal auf.

Wenn man keine Mittelformatdias für Werbezwecke zu scannen hat, kann man sich durchaus auch eine wirtschaftliche Lösung überlegen.

Ich bin dazu eher durch Zufall gekommen, da mein normaler Scanner vor ein paar Jahren ersetzt werden musste und ich bei der Gelegenheit die Foto-Features einfach mitgenommen habe. Dass diese durchaus brauchbar sind, habe ich erst nach mehreren Monaten festgestellt, als ich meinen Nikon Coolscan IV wegen Betriebssystemwechsel nicht gleich zum Laufen brachte und schnell einen Scan vom Negativ brauchte.

Diesen Coolscan habe ich inzwischen eingemottet, da der neu angeschaffte (normale) Scanner (mit integriertem Durchlichtaufsatz) EPSON V600 Photo wesentlich bessere Ergebnisse in deutlich kürzerer Zeit bringt.
Abgesehen davon, dass er bei alten Farbnegativfilmen mit nahezu jeder (oder auch keiner) Maskierung zurecht kommt, zeigt er schon in der Vorschau, was die anwählbare Farbkorrektur mit einem Klick bietet, hier bei einem Dia aus dem Jahre 1985 (aufgenommen mit Pentax ES II mit Takumar 1:1,8/55):

https://abload.de/img/epsonfarbkorrekturdiaxmjkh.jpg

Die Ausschnittsvergrößerung lässt erkennen, dass man bei 3200 dpi schon an Abbildungs- und Korngrenzen kommt:

https://abload.de/img/epson_3200dpi_abbildu5hjal.jpg

Der Scanner verdaut Kleinbildmaterial aller Art (wie in allen gezeigten Beispielen), Mittelformat 6x6 und 6x9, auch 10x15-Glasplatten müssten passen, habe ich aber noch nicht probiert.

Ein besonderes Feature ist die automatische Entfernung von Kratzern und Fusseln über einen (integrierten) zweiten Scanvorgang.
Im Gegensatz zu den Programmen, die in den Bildinhalten selbst Veränderungen vornehmen (und so auch mal kleine Anschriften verschwinden lassen), können mit Digital ICE keine Bildinhalte mehr verfälscht werden, da der Infrarotscan nur nach Elementen außerhalb der Filmebene sucht. Staubkörner und kleine Fehlstellen werden mit Bildinformationen aus der direkten Nachbarschaft ausgeglichen - das würde man von Hand auch nicht anders machen.

Nacharbeiten entfallen damit komplett, wie die beiden nachfolgenden Scans belegen.
Zuerst ein Dia von 1980, aufgenommen im oberen Enztal bei Höfen (mit Contarex mit Planar 1:1,4/55):

https://abload.de/img/d_1980-02_4640-10_db_34jet.jpg

Ein weiteres Beispiel aus dem Jahre 1985 mit einem PCC aus Toronto (mit Pentax ES II mit Takumar 1:1,8/55):

https://abload.de/img/ttc_4313_toronto_1985pekgl.jpg

Mit dem EPSON angefertigte Scans wurden bereits als Druckvorlagen verwendet.

Wenn das so trotzdem nicht ausreicht (hier sind nur die Screenshots zu sehen, die Originaldateien haben (10 - 12 MB), kann man sich immer noch eine Profiausrüstung zulegen oder ausleihen.

Viele Grüße
Wolfgang-D.

Re: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: Türen schließen selbsttätig

Datum: 27.05.20 16:03

Ich denke, es geht zunächst um die Grundsatzentscheidung: was will man tun? Scannen und / oder Bearbeiten?

Wenn die Zahl der Dias, die da gescannt werden soll, die magische Wirtschaftlichkeitsgrenze nicht erreicht, ist der Auftrag zum Scannen an einen externen Anbieter die wesentlich bessere Lösung, denn man spart sich nicht nur den finanziellen Aufwand zum Kauf der Technik, sondern auch alle weiteren Geschichten, die da mit dranhängen. Der Scanner kann z.B. auch irgendwann seinen Geist aufgeben. Abgeben - Abholen, nix damit zu tun haben und Bearbeitung dann nach Lust und Laune - ich bearbeite z.B. nur, wenn ich ein Bild benötige. Das Wichtigste ist mit dem scan passiert: der Verfallsprozeß der Dias spielt keine Rolle mehr. Man muss schon ziemlich viele Dias haben, damit sich der Kauf eines Scanners lohnt.

Vor einer Kaufentscheidung auch zu bedenken: was sind das für Dias? Es gibt Scanner, die nur Dias verarbeiten können, die nach dem E6-Prozess entwickelt sind. Konkret (Wolfgang hat es "nur" allgemein ausgedrückt): alles ausser Kodachrome; wenn Kodachrome-Dias dabei sind, muss er die auch verarbeiten können.

Beste Grüße, Tss

Re: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 27.05.20 16:41

Hallo!

Von der Sache her hat tss absolut richtig argumentiert. Allerdings möchte ich der Entscheidungshilfe von tss noch anfügen, das man bei einer Fremdvergabe sein Bildmaterial (Versandrisiko) aus der Hand gibt, während bei einem eigenen Scanner gleich welcher Art dieses Risiko natürlich nicht besteht. (Es sei denn, man hat die Möglichkeit des persönlichen Hinbringens und Abholens)

Mit freundlichem Gruß

Helmut

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Re: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: wolfgang-d. richter

Datum: 27.05.20 17:14

Scanarbeiten würde ich nie an einen externen Anbieter geben - abgesehen von den üblichen Transportgefahren, die mich früher auch mehr als einen Film gekostet haben - ist die Bandbreite dessen, was da zurückgeliefert wird, immens. Im Hifo waren dazu schon erschütternde Beispiele zu sehen, die ich in einem Fall auch entsprechend kommentiert habe.

Dass man Scanfehler nachträglich durch Bearbeitung korrigieren kann, ist ein leider weit verbreiteter Irrtum.
Was bei der Scaneinstellung nicht korrigiert wird, bleibt und kann auch mit großem Aufwand nicht in die eigentlich mögliche Abbildungsform gebracht werden.

Einen Eindruck der Bandbreite dessen, was beim Scannen ein und derselben Vorlage (Papierabzug 13x18) möglich ist, sei hier gezeigt:

https://abload.de/img/scanfehler3ijqp.jpg

(Siemens-Werkfoto, als Screenshot eingestellt)

Vor allem die Fotos, die ich selbst aufgenommen habe, möchte ich auf jeden Fall auch selber scannen - und ich habe manches Negativ wieder herausgesucht, wenn ich bei der Arbeit mal eine alternative Einstellung gefunden habe.

Nach welchem Prozess welches Dia entwickelt wurde, war meinem Scanner bisher egal, bei Fremdfotos weiß ich das noch weniger als bei denen, die ich vor 40 Jahren in Auftrag gegeben habe. Hier ein Beispiel einer Kodachrome-KB-Aufnahme von 1965:

https://abload.de/img/siemens-gterbahn_lok47nkgw.jpg

(Siemens-Werkfoto, als Screenshot eingestellt)

Auch bei den zuvor gezeigten Scans von 1980 und 1985 handelt es sich um Kodachrome-Material.
An Negativmaterial wurde Agfacolor (unmaskiert, ab 1950) und Kodacolor I und II mit verschiedenen Maskierungen verarbeitet; problemlos, soweit nicht Alterungseinflüsse durch Licht und Temperatur (manchmal am Ende eines Streifens festzustellen) größeren Aufwand verursachen.

Bei einem Preis um die 300,- € für einen Allroundscanner denke ich nicht darüber nach, ob der mal kaputtgehen könnte, im Gegenteil, für meine ehrenamtliche Arbeit in einem Museumsarchiv habe ich gleich einen zweiten selbst beschafft, weil ich nicht auf eine freie Lücke im Budget warten wollte...

Viele Grüße
Wolfgang-D.

Scanergebnisse

geschrieben von: sc

Datum: 27.05.20 17:40

Hallo Wolfgang,

auch wenn ich Dir vom Grundsatz in Bezug auf Scanergebnisse Recht gebe, ist das Bild der E 320 als Argument nur bedingt geeignet.

https://abload.de/img/scanfehler3ijqpr1kg1.jpg

Mit wenigen Handgriffen lässt sich nämlich die rechte Seite so bearbeiten, wie das Bild oben zeigt (das hat gerade mal zwei Minuten gedauert).

Viele Grüße
Stefan



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.05.20 17:42.

Re: Scanergebnisse

geschrieben von: wolfgang-d. richter

Datum: 27.05.20 18:02

Nicht schlecht, Stefan!

Da muss ich wohl was härteres raussuchen!
Aber wer will schon jeden Scan nacharbeiten... ;-))
Und die wenigen Handgriffe reichen nicht bei beliebigen Bildbearbeitungsprogrammen; dafür muss man auch schon mal mehr Geld in die Hand nehmen, als mancher Scanner kostet.

Viele Grüße
Wolfgang-D.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.05.20 18:05.

Re: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: Türen schließen selbsttätig

Datum: 27.05.20 20:04

wolfgang-d. richter schrieb:
Scanarbeiten würde ich nie an einen externen Anbieter geben - abgesehen von den üblichen Transportgefahren, die mich früher auch mehr als einen Film gekostet haben - ist die Bandbreite dessen, was da zurückgeliefert wird, immens. Im Hifo waren dazu schon erschütternde Beispiele zu sehen, die ich in einem Fall auch entsprechend kommentiert habe.

Dass man Scanfehler nachträglich durch Bearbeitung korrigieren kann, ist ein leider weit verbreiteter Irrtum.
Was bei der Scaneinstellung nicht korrigiert wird, bleibt und kann auch mit großem Aufwand nicht in die eigentlich mögliche Abbildungsform gebracht werden.

Einen Eindruck der Bandbreite dessen, was beim Scannen ein und derselben Vorlage (Papierabzug 13x18) möglich ist, sei hier gezeigt:

https://abload.de/img/scanfehler3ijqp.jpg

(Siemens-Werkfoto, als Screenshot eingestellt)

Vor allem die Fotos, die ich selbst aufgenommen habe, möchte ich auf jeden Fall auch selber scannen - und ich habe manches Negativ wieder herausgesucht, wenn ich bei der Arbeit mal eine alternative Einstellung gefunden habe.

Nach welchem Prozess welches Dia entwickelt wurde, war meinem Scanner bisher egal, bei Fremdfotos weiß ich das noch weniger als bei denen, die ich vor 40 Jahren in Auftrag gegeben habe. Hier ein Beispiel einer Kodachrome-KB-Aufnahme von 1965:

https://abload.de/img/siemens-gterbahn_lok47nkgw.jpg

(Siemens-Werkfoto, als Screenshot eingestellt)

Auch bei den zuvor gezeigten Scans von 1980 und 1985 handelt es sich um Kodachrome-Material.
An Negativmaterial wurde Agfacolor (unmaskiert, ab 1950) und Kodacolor I und II mit verschiedenen Maskierungen verarbeitet; problemlos, soweit nicht Alterungseinflüsse durch Licht und Temperatur (manchmal am Ende eines Streifens festzustellen) größeren Aufwand verursachen.

Bei einem Preis um die 300,- € für einen Allroundscanner denke ich nicht darüber nach, ob der mal kaputtgehen könnte, im Gegenteil, für meine ehrenamtliche Arbeit in einem Museumsarchiv habe ich gleich einen zweiten selbst beschafft, weil ich nicht auf eine freie Lücke im Budget warten wollte...

Viele Grüße
Wolfgang-D.
Lieber Wolfgang,

sorry, aber da muss ich mehrfach Einspruch einlegen. Du preist einen Flachbettscanner namens Epson V 600 als tolle Lösung an - das sei Dir natürlich freigestellt, das so zu sehen, aber in der Fachwelt wirst Du damit nicht ernst genommen werden. Das Gerät wird in Bewertungen echter Profis in der Sache selbst unter den Flachbettscannern als "preisgünstiges Einsteigergerät" gewertet, beim Scannen von "Dias und Negativen ist die Bildqualität eher bescheiden". Um das Gerät zu besseren Ergebnissen zu bewegen müsstest Du zumindest eine andere Software einsetzen als die in Deinem Preis enthaltene. Du hast aber offensichtlich keine hochwertigere Software, denn dann würde das ICE-Verfahren mit diesem Gerät kaum noch funktionieren und Du hättest auch deutlich mehr bezahlen müssen.

"Nach welchem Prozess welches Dia entwickelt wurde, war meinem Scanner bisher egal" - sorry, aber das ist ein absolut essentieller Punkt! Kodak und E6 sind wie Wasser und Feuer! Wenn Dich nie ein Scanner danach gefragt hat, dann kann es gar kein Gerät sein, das hohen Ansprüchen Genüge tut. Die Gesetze der Physik gelten auch hier....

Es geht auch nicht um "scanfehler" -wo habe ich das geschrieben?- sondern um eine stufenweise aufgebaute Verarbeitung. Ich habe zwei, drei Grundeinstellungen beim scannen vorgewählt, und da gibt es keine "scanfehler". Ich habe meine gescannten Dateien einmal im RAW-Format, offen für alle zukünftigen Entscheidungen, und dann als jpg-Datei in der höchstmöglichen Auflösung fürs schnelle Agieren abgelegt. Was soll da später nicht mehr gehen?

Du scannst offenbar nicht auf einem anspruchsvollen Niveau -das ist ja auch in Ordnung und jedermanns eigene Entscheidung. Aber sei bitte vorsichtig, wenn Du hier Empfehlungen gibst, ohne zu berücksichtigen, von welchem Niveau aus Du die aussprichst. Ein Gerät Deiner Wahl -ich zitiere nochmal eine Profibewertung: "Als günstiger Flachbettscanner ist der Epson V 600 schwerpunktmäßig nicht darauf ausgelegt, Filmmaterial in guter Qualität zu digitalisieren."- KANN keine hochwertigen Ergebnisse liefern, darauf ist es nicht ausgelegt und auch preislich spielt es nicht in dieser Klasse.

Mit Scannern ist es wie mit der Photographie allgemein: eine Kamera, die Dir alle Entscheidungen abnimmt und wo Du nur noch "draufdrücken" musst, kann kein individuell definiertes Ergebnis liefern. So ist das auch mit Scannern. Man muss schon selbst auswählen können, was man als wichtig ansieht, sonst wird das eben nur bestenfalls Durchschnitt.

Beste Grüße, Tss

Re: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: wolfgang-d. richter

Datum: 27.05.20 20:44

Nicht ohne Grund habe ich die gescannten Bilder als Beispiel eingestellt und dazu geschrieben:
"Wenn das so trotzdem nicht ausreicht (hier sind nur die Screenshots zu sehen, die Originaldateien haben 10 - 12 MB), kann man sich immer noch eine Profiausrüstung zulegen oder ausleihen."
Bisher hat allerdings keiner der Verlage, mit denen ich bisher zusammengearbeitet habe (nein, Sutton war nicht dabei), die Ergebnisse als ungeeignet zurückgewiesen.

Sicher, mehr geht immer - aber das Gros der im Forum gezeigten Fotos lässt doch erkennen, dass es noch viel Spielraum gibt, das Niveau für den Durchschnittsgebrauch anzuheben.
Und besser als die vor 40 Jahren abgezogenen Papierbilder:

https://abload.de/img/1020.26_seefeld_prtmbk3a.jpg

ist so ein aktueller Scan vom Negativ allemal:

https://abload.de/img/1020.26_seefeld_nscan9akcq.jpg

Es geht mir sicher nicht um einen Wettbewerb der besten Systeme, sondern um einen für die meisten gangbaren und praktikablen Weg, die alten Schätze vom Karton auf die Festplatte zu bringen.
Das birgt manch positive Überraschung, wie gerade gezeigt, und bereitet die Freude, die wir von unserem Hobby erwarten.

Viele Grüße
Wolfgang-D.

Re: Empfehlung für Dia-Scanner - ?

geschrieben von: andreas +

Datum: 27.05.20 23:37

Türen schließen selbsttätig schrieb:
Kodak und E6 sind wie Wasser und Feuer!
?? - der E6-Prozeß stammt von Kodak
andreas + schrieb:
Türen schließen selbsttätig schrieb:
Kodak und E6 sind wie Wasser und Feuer!
?? - der E6-Prozeß stammt von Kodak
Kodachrome sollte es heissen, sorry. Ektachrome war der Kodak-Film mit E6-Entwicklung. Es geht um zwei völlig unterschiedliche chemische Prozesse, nicht darum, wer was entwickelt hat...:)

Re: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: Türen schließen selbsttätig

Datum: 28.05.20 00:38

Alles gut, ich wollte nur ein bisschen graderücken - wir wissen ja nicht, welches Anforderungsniveau der Fragesteller hat....:)

Beste Grüße, Tss

Re: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: Wolfgang Sorger

Datum: 28.05.20 11:25

Moin Tss,
was wäre denn ein Scanner, der höheren Ansprüchen genügt?
Beste Grüße
Wolfgang

Mich interessiert vieles - und alles rund um das Bw Bestwig!

Re: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: Türen schließen selbsttätig

Datum: 28.05.20 14:13

Wolfgang Sorger schrieb:
Moin Tss,
was wäre denn ein Scanner, der höheren Ansprüchen genügt?
Beste Grüße
Wolfgang
Hi Wolfgang,

als ich damals -ist mittlerweile schon 16 Jahre her- meinen Scanner gekauft habe wollte ich ein Gerät haben, mit dem ich alle Kleinbild-Negative und Dias verarbeiten kann (Mittelformat war für mich verzichtbar). Die Scans sollten auch den Ansprüchen von Medien zur Veröffentlichung genügen können (Format und Auflösung). Echte Profigeräte, die auch einem gewerblichen Dauerbetrieb standhalten, habe ich ausgeschlossen, das wäre für mich einfach über das Ziel hinaus geschossen gewesen - auch preislich natürlich.... Die breite Auswahl einfacher Geräte mit begrenzten Möglichkeiten habe ich auch ausgeblendet. Es blieb ein Mittelfeld aus damals ca. 8 - 10 Möglichkeiten zur Auswahl übrig. Ich habe mich dann für den Nikon coolscan V entschieden und diese Entscheidung bis heute nicht bereut. Eine ausführliche Profi-Beschreibung und Bewertung findet man z.B. hier:

[www.filmscanner.info]

Seitdem habe ich mich nicht mehr tiefer gehend mit dem Thema beschäftigt. Aber ich kann sehr empfehlen die Seite von ScanDig, die wirklich gut und umfassend informiert. Dort habe ich damals auch gekauft; damals war die Beratung ausgezeichnet. Jahre später habe ich dort nochmal angerufen und eine Frage zu klären versucht, da war jemand am Apparat, der das Thema gar nicht gut drauf hatte. Aber das war vielleicht Zufall, ich will damit nur sagen, dass es zu lange her ist, um verlässlich auf heute bezogen etwas sagen zu können. Die Infoseite ist aber nach wie vor sehr gut!

[www.scandig.de]

Der aktuelle Nachfolger des Nikon coolscan V wäre demnach wohl dieser:

[www.scandig.de]

Du siehst aber natürlich gleich auch den im Vergleich mit dem gestern diskutierten Flachbildscanner stolzen Preis. Nachdem das Thema "Diafilm" mittlerweile eigentlich mausetot ist und demnach kaum noch Nachschub zu verarbeiten ist -es sei denn, man kauft Sammlungen auf- kann man ganz gut überschlagen, ob so eine Anschaffung auch wirtschaftlich lohnend ist. Der Preis zeigt auch eindrucksvoll, dass man da schon ganz schön viele Dias wirtschaftlich günstiger als Fremdauftrag zum scannen geben kann.....

Natürlich, das Risiko und die Angst um die guten Stücke, wenn man sie weggibt, Helmut hat es gestern angesprochen, muss jeder für sich abwägen.

Beste Grüße, Tss

Prima Tss, danke für Deine Antwort! (o.w.T)

geschrieben von: Wolfgang Sorger

Datum: 28.05.20 15:06

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Mich interessiert vieles - und alles rund um das Bw Bestwig!

Re: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: Rainer Schnell

Datum: 29.05.20 11:15

Hallo zusammen,

tss hat theoretisch recht. Unter „Laborbedingungen“ mag es Scanner geben, die die Epson Scanner der Reihe V*** übertreffen. Für mich war das praktische Ergebnis wichtig. Da ich kein Fan vom Pixelpeeping (Photohop 100 %-Ansicht) bin und selten Vergrößerungen mit 100 cm Seitenlänge anfertige, sondern mich meistens im Bereich bis 40 cm bewege, ist ein Qualitätsunterschied nicht erkennbar. Ich scanne hauptsächlich Mittelformatvorlagen von 4,5x6 bis 6x9 cm. Aber auch Kleinbildnegative und Dias mit meinem Epson V700 gescannt, bieten die für meine Publikationen *) erforderliche Auflösung und Schärfe. Besonders hervorheben möchte ich die problemlose Verarbeitung von Kodachrome Dias. Eine Nachbearbeitung der Fotos mit einem Bildbearbeitungsprogramm ist nach dem Scannen (egal mit welchem Scanner) in den allermeisten Fällen - abhängig von den Qualitätsansprüchen - erforderlich. Stefan Carstens hat umfangreiche PRAXIStests in DSO eingestellt, vielleicht kann er hier mal den Link posten.

Happy Scanning
Rainer

*) Hier gibt es Beispiele für Fotos aus dem Epson-Scanner:
Hamburg und die Eisenbahn, Rainer Schnell, Verlagsgruppe Bahn
Doppelseite 62/63, 29x44, Vorlage 6x6
Doppelseite 76/77, 25x38, Vorlage Kleinbild



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.05.20 11:26.

Diafilm hat durchaus noch Potential!

geschrieben von: Alexander Bergner

Datum: 29.05.20 14:31

Hallo,

Zitat:
[...] Nachdem das Thema "Diafilm" mittlerweile eigentlich mausetot ist [...]..
Das sollte in dieser Vehemenz nicht behauptet werden. Sicherlich ist das Fotografieren auf Film nur noch eine Nische für Enthusiasten, die vor allem vom Schwarzweiss-Film lebt. Aber auch der von Vielen zu Unrecht leider schon längst abgeschriebene Umkehrfilm hat doch noch immer Fans! Schließlich hat Kodak Alaris mit dem Ektachrome 100 erst vor etwas über einem Jahr wieder einen neuen Diafilm herausgebracht, der so gut ankommen ist, dass er nun neben der 135er-Konfektion auch schon als 120er und künftig sogar als Planfilm angeboten wird. Die Nachfrage soll die Absatzerwartungen seitens Kodak Alaris übrigens deutlich übetroffen haben, so dass es sogar schon zu Lieferengpässen gekommen sein soll - und das, obwohl viele Film-Fotografen (auch meine Wenigkeit) derzeit oft noch ganz ordentlich gefüllte Vorrräte haben...

Ich hoffe jedenfalls sehr, dass uns mit dem neuen Ektachrome 100 der klassische Umkehrfilm auch dann noch einige Zeit erhalten bleibt, wenn das abzusehende (Dia-)Film-Ende bei Fuji in den kommenden Jahren tatsächlich Realität wird - zumal der aktuelle Ektachrome wirklich exzellent ist!

Bezüglich der eigentlichen Anfrage nach Scanmöglichkeiten: Ich digitalisiere meine Dias und Negative mit dem Reflecta CrystalScan 7200. Das ist zwar "nur" ein Mittelklassegerät, aber selbst mit der mitgelieferten und im verlinkten Text so verrissenen Scan-Software CyberView-X lassen sich problemlos von der Auflösung her selbst für doppelseitige Aufmacher in Eisenbahnzeitschriften genügende Scans erstellen. Die beiden Hauptkritikpunkte sind eigentlich nur die Langsamkeit (ein Scan in voller Auflösung von ca. 3200dpi dauert etwa 5 Minuten) und der - zumindest gefühlt - recht geringe zu bewältigende Kontrastumfang, was bei sehr kontrastreichen Aufnahmen (insbesondere SW-Fotos) Mehrfachscans erforderlich machen kann (Beispielbild siehe unten). Ich würde aber trotzdem sagen, dass Preis-Leistungs-Verhältnis passt. Ja, die bekannten Nikon-Scanner (4000, 5000, V) sind sicher noch mal einen ganzen Tick besser, aber ob sich hierfür der nahezu fünffache Preis selbst mäßig erhaltener Gebrauchtgeräte wirklich rentiert? Ein großes Manko haben jedenfalls die meisten Scanner, auch die von Nikon: Sie sind nur auf Kleinbildfilme ausgelegt. Schlecht, wenn man auch ein wenig Mittalformat in überzeugender Qualität digitalisieren möchte. Und "richtige" Filmsanner, die auch MF beherrschen, gehen ordentlich ins Geld.

Br_152_verlaesst_Nuernberg_Rbf_am_Morgen_des_07._April_2020_A.BERGNER.jpg

Bildbeispiel für extrem harte Kontraste bei direktem Gegenlicht - hier musste mit dem Reflecta CrystalScan 7200 zweimal mit unterschiedlichen Voreinstellungen gescannt und die Bilder anschließend in PS zu einem zusammengelegt werden, um ein einigermaßen akzeptables Ergebnis zu bekommen (mit dem ich immer noch nicht ganz zufrieden bin).

Viele Grüße an das DSO-Forum,

Alexander Bergner

Praxistipps [was: Re: Empfehlung für Dia-Scanner]

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 29.05.20 14:45

Rainer Schnell schrieb:
[…] Stefan Carstens hat umfangreiche PRAXIStests in DSO eingestellt, vielleicht kann er hier mal den Link posten.
Hallo,

ich bin jetzt zwar nicht Stefan, aber über [www.drehscheibe-online.de] findet man Stefans Tipps »Dias und Negative scannen« vom 30.09.2010 (sowie eine vielleicht überlegenswerte Alternative zu einem Diascanner) im Nu.

.



Re: Empfehlung für Dia-Scanner

geschrieben von: sc

Datum: 29.05.20 15:24

Hallo Rainer,

dem ist eigentlich nur wenig hinzuzufügen, außer dass für Druckdaten von KC25-Dias der Nikon V ED doch noch etwas besser ist als der Epson V700. Alle anderen Dias und Negavtive sind für den Abdruck in meine Bücher – ebenso wie bei Dir – mit einem Epson V700 gescannt. Und zwar bisweilen auch Kleinbildnegative für den doppelseitigen Abdruck.

Vergleichsscans mit verschiedenen Auflösungen sind hier zu finden [www.drehscheibe-online.de]

Die Vergleichsbilder zeigen, dass die Behauptungen von ScanDig zur Auflösung des V700 eindeutig falsch sind – vermutlich hat man nicht erkannt, dass die Scanebene für die Negativhalter richtig eingestellt werden muss.

Viele Grüße
Stefan



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.05.20 16:00.
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