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Moderatoren: Klaus Habermann - MWD

Besprechung: DR in West-Berlin

geschrieben von: Max Weißenborn

Datum: 19.04.20 19:55

Hallo,

ein sehr interessantes Buch, das auf eine Geschichte hinweist die am 31.12.1993 im Wesentlichen endet. Im Buch wird aber noch die Zeit bis Ende Dezember 1998 behandelt.

Das Buch ist in 8 Kapitel unterteilt:
1. Wie wurde Berlin geteilt
2. Die rechtliche Stellung der DR in West-Berlin
3. Die Struktur der DR in West-Berlin
4. Arbeitsrecht, Sozialpoilitik und politische Beeinflussung der Eisenbahner
5. Die finanzielle Situation der DR in West-Berlin
6. Die Transport- und Bahnpolizei in West-Berlin
7. Bauen auf Bahnanlagen in West-Berlin und auf den Transitstrecken
8. Die Übergabe der Betriebsrechte für die S-Bahn an den Senat

Hier einige Details vorab:

Selbst für Insider der Materie gibt das Buch noch zahlreiche neue Einblicke wie weit sich das DDR Rechssystem auf die Westberliner DR Anlagen erstreckt hat.
Den "Knaller" im Buch ist der Befehl Nr. 0027/85 des DDR Ministers des Innern des DDR Armeegeneral Friedrich Dickel vom 1.8.1985 über die Führung der polizeilchen Arbeit auf dem Gelände der DR in Westberlin!

Getarnt ist die DDR Trapo und die Trapo-K mit Dienstausweisen der DR und mit Uniformen der Westberliner Bahnpolizei.
Das die Reise- und Besucherbüros, vorher Pasierscheinstellen, die mit angeblichen Postlern betrieben wurden, waren alle MfS Mitarbeiter, ist einigen Menschen bekannt gewesen.

Recht genau werden der "UGO Putsch" und der Streik der Westberliner Streik vom 17.9.-25.9.1980 mit Dokumenten belegt.

Der Niedergang des GV in Berlin (West) wurde später mit Mora C 1994 bei der DBAG noch Mal in gleicher Weise umgesetzt.
Ein Neubau eines neuen Gbf. in Berlin (West)-Tempelhof scheitert an 3 wesentlichen Dingen:
1. Der GV Anschließerverkehr wurde von 1977-1985 praktisch eingestellt (der Hausbrand wurde von Braunkohlebriketts auf Öl umgestellt)*
2. Reduzierung von Personal und Reduzierung von Güterbahnanlagen
3. die Grünen....

Sehr gut am Schluss des Buches eine Zeittafel.

Zu Fotos gilt hier, was auch bei Peter Bley gilt: Im Regelfall keine schöne Wiedergabe,vmtl. wg. mäßiger Scanns und manchen mäßigen Vorlagen.

Bewertung: Sollte man wenn man über die DR in West-Berlin Bescheid wissen möchte unbedingt beschaffen!

Die Deutsche Reichsbahn in West-Berlin

Artikelnummer: 9783613713116 /ISBN 978-3-613-71311-6

[www.transpress.de]
192 Seiten | Format ca: 23 x 26,5 cm
Bilderanzahl: ca. 350 s/w & color

EVP/VK /UvP 29.90 €

Gruß
Max

* Die wesentlichen Ausnahmen:

polnische Steinkohle für Kraftwerk Reuter West
Heizöl, Benzin, Dieselkraftstoff in Berlin Ruhleben, Berlin-Marienfelde und Berlin-Rudow
Material und Bahnbaustoffe Berlin-Köpenick und Berlin-Grünau
Container Westhafen
Stadlerrail: Berlin-Pankow Park / Berlin-Reinickendorf und Velten (Mark)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.04.20 19:58.

Re: Besprechung: DR in West-Berlin

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 20.04.20 08:56

Moin,

die Bildwiedergabe empfand ich als schlechter als bei den Bley-Bänden von Neddermeyer. Ferner zu viele Aufnahmen nur briefmarkengroß und recht duster. Wiedergabe mancher Originaltexte arg klein, der abgebildete Interzonenpass schlichtweg unlesbar. Einzelne Textstellen doppelt vorhanden wie auch das Lektorat nicht ganz überzeugen kann. Zum Schluss dann noch ein arg schiefes Bild, das nicht zum Text passt.

Einen Vergleich zum vor einigen Jahren erschienenen Buch bei Neddermeyer kann ich nicht ziehen, Inhaltsverzeichnisvergleich und Vorwort erwecken den Eindruck einer um geschichtliche Hintergründe erweiterten Neuauflage.

Viele Grüße
Sören

Re: Besprechung: DR in West-Berlin

geschrieben von: 642

Datum: 20.04.20 14:42

Ehrlich gesagt solch eine schlechte Bildqualität habe ich noch nie gesehen! 90% der Bilder empfinde ich unbearbeitet einfach als nicht zeigbar, zumal diese alle von einem einzelnen Fotograf stammen. In Berlin gibt es zahlreiche Fotografen die mit Sicherheit bereit gewesen wären ihre Archive zu öffnen und aus der gleichen Zeit wesentlich bessere Bilder gehabt hätten. Außerdem empfinde ich für so ein Buchformat den Inhalt mit zahlreichen "Bildbriefmarken" voll zuschütten in solch mieser Qualität absolut nicht passabel. Wenn man sich dann noch die inhaltlichen Fehler vornimmt die auch nicht gerade in geringer Anzahl vorliegen sollen wie mir von Herrn Hilkenbach zugetragen wurde ist dieses Buch sein Geld nicht wert. In den älteren Auflagen sollen diese inhaltlichen Fehler nicht vorhanden gewesen sein.

642

Wie heisst denn der Autor des Buches? (o.w.T)

geschrieben von: TransLog

Datum: 16.05.20 22:21

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Hallo,

zu Deiner Frage nach dem Auorennamen hier das Suchergebnis: [www.motorbuch.de].




Gruß

Walter