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 11 - Bahn und Medien 

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Software, Medien aller Art und Literatur zum Themengebiet Eisenbahn
Moderatoren: Klaus Habermann - MWD
heute die beiden nachträglichen Buchbesprechungen von Februar und März (2 Teile).

Da viele dieser Titel Spezialitäten sind, sind sie neicht immer "um die Ecke" erhältlich.

Spoorwegen hatte ich nur auf Vorbestellung im Abo.
Ansonsten führe ich die Straßenbahn-, Obus- und Bustitel, aber auch Bücher Nahverkehr.

Gruß aus Köln
Rolf Hafke, TS: TramShop
hafke.koeln@t-online.de


*** Autobusse Deutschland ***
„Büssing-Busse bei Bahn und Post“ von Volkhard Stern, Freiburg (Brsg.) 2020, 112 Seiten im Format 29,0 x 21,0 cm, gebunden, Herausgeber: EK-Verlag; Preis: 29,80 €

In der Buchreihe über Autobusse bei den Staatsbetrieben von Volkhard Stern bei EK ist nun eine Veröffentlichung über die Fahrzeuge eines Herstellers dort erschienen. Der Titel heißt aber „bei Bahn und Post“, so dass über den Einsatz bei der DB hinaus auch die Einsätze von Büssing-Fahrzeugen bei Privatbahnen bildlich dokumentiert sind. Der Inhalt ist übersichtlich in drei Blöcke gegliedert, die da DB, Privatbahnen und DP heißen. Bei den Staatsunternehmen werden auch kurz einzelne von den Vorgängerbetrieben Reichsbahn und Reichspost beschaffte Wagen vorgestellt, ansonsten werden schwarz-weiß und Farbaufnahmen jeweils in getrennten Kapiteln zusammengefasst. In den Anhängen finden sich komplette Lieferverzeichnisse für Bahn und Post für die Nachkriegszeit bis Mitte der 1970er Jahre. Auch eine Kurzchronik des Herstellers wurde nicht vergessen. Die Bildergalerien werden durch Anzeigen und Typenblätter aufgelockert.

Auch dieses wie immer beim Verlag gut gestaltete Buch legt den Schwerpunkt auf die Fotografien, wobei diese zumeist keine reinen Typenaufnahmen darstellen, sondern die Wagen „im Einsatz“ und damit in ihrem zeitgenössischen Umfeld zeigen. Die Formate der Abbildungen reichen von Postkarte bis ganzseitig. Sie stammen zum Großteil von den Werksfotografen des Herstellers aber auch von den Berufsfotografen von Bahn und Post, ergänzt durch Bilder von Verkehrsfreunden.
Die Bildunterschriften geben viele Informationen zu den gezeigten Wagenbauarten, aber auch zu Ort und Situation einzelner Aufnahmen. Die Bildmotive sind sorgfältig auf ihre Wirkung hin ausgewählt, so dass der Leser sie teilweise lange betrachten kann, um alle Details zu erfassen. Entstanden ist von einem fachkundigen Autor und einem in der Gestaltung solcher Bücher nicht minder professionellem Verlag eine wunderschöne Bilddokumentation als herrlicher Rückblick auf längst vergangene Zeiten der Personenbeförderung auf den Straßen der Bundesrepublik. Auch wer sich nicht unbedingt für das Verkehrsmittel Autobus interessiert, wird von den Motiven begeistert sein. (reu)



*** Eisenbahnen international ***
„Spoorwegen 2020“ von Richard Latten, Alkmaar (NL) 2020, 696 Seiten im Format 14,5 x 20,5 cm, broschiert, Herausgeber: Uitgeverij de Alk; Preis: 32,50 €

Erneut im Frühjahr des Folgejahres und damit in mehrmonatigem Abstand zum Jahrbuch „trams“ ist bei de Alk das Jahrbuch über die Eisenbahnen erschienen. Der späte Erscheinungstermin hat es ermöglicht, alle Veränderungen des Fahrplanwechsels vom Dezember und zum Teil auch dessen Probleme und Nachbesserungen mit zu berücksichtigen. In der Stärke ist das Jahrbuch mit fast 700 Seiten unverändert geblieben.

Es bleibt nach wie vor schwierig, diesen „Brocken“ noch als Reisebegleiter zu nutzen. Aber nicht nur vom Gewicht, sondern auch mit seiner unheimlichen Datenfülle, aufgeteilt nach Ländern, „erschlägt“ es den Leser. Dem langjährigen Herausgeber Richard Latten gelingt es ausgezeichnet in das seit der Freigabe der Staatsbahnnetze für private Betreiber immer größer werdende Durcheinander von kommenden, gehenden und fusionierenden Betreibern Ordnung zu bringen. Nur mit Hilfe einer Vielzahl von Korrespondenten ist es überhaupt möglich, alle Daten zu erfassen. Enthalten ist auch ein interessantes Kapitel über die Entwicklungen der Fahrzeugindustrie.

Das Buch „lebt“, wie auch „Trams“ von seinen zahlreichen halbseitigen Fotos. Die über Farbaufnahmen zeichnen sich allesamt durch eine gute Motivwahl und Bildqualität aus. Einziges „Manko“, was aber nicht Autor und Verlag angelastet werden kann, ist das Fehlen einer deutschen Ausgabe. So bleibt dem „Chronisten“ nur übrig, sich mit den (durchaus beherrschbaren) Eigenheiten der niederländischen Sprache anzufreunden um sich über die aktuelle Entwicklung bei den Eisenbahnen Europas auf dem Laufenden zu halten. (reu)