DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 11 - Bahn und Medien 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
Software, Medien aller Art und Literatur zum Themengebiet Eisenbahn
Moderatoren: Klaus Habermann - MWD

EK-Verlag: Züge im Morgenlicht

geschrieben von: Wolfram D.

Datum: 02.11.19 10:19

Etwas länger erhältlich ist der neue Bellingrodt-Band „Züge im Morgenlicht. Das frühe Schaffen von Carl Bellingrodt“.
Ich hatte den Kauf eigentlich nicht so dringlich gesehen, sondern wollte erst einmal einen Blick ins Buch werfen. Ich bezog den Buchtitel nach einer wohl mehr oberflächlichen Lektüre der Verlagsankündigung ausschließlich tageszeitlich, und von den Nachkriegsaufnahmen des Meisters aus Wuppertal habe ich schon mehr als für meinen Anspruch genügend.

Anläßlich einer Reise hatte ich in der immer empfehlenswerten Leipziger Filiale von Ludwig die Gelegenheit, einen Blick ins Buch zu werfen und war vom Inhalt begeistert. Gezeigt werden ausschließlich Aufnahmen aus den 1920er und 1930er Jahren, einige bekannte Aufnahmen, aber viele auch mir nicht (oder nicht mehr? Man wird schließlich nicht jünger…) bekannt. Im Vergleich zu den mehr auf Vollständigkeit angelegten Brinker-Bänden erfolgt der Abdruck der Fotos teilweise ganzseitig. Das erlaubt es dem Betrachter, im Bild förmlich spazieren zu gehen und Neues zu entdecken. Das ist vor allem der Fall bei den Aufnahmen, auf denen auch der Wagenzug Bestandteil des Motivs ist oder dort, wo abseits der Bahn heute längst nicht mehr so zu findende Stadt- oder Dorflandschaften Teil des Motivs sind.
Bekanntermaßen lag der Arbeitsschwerpunkt Bellingrodts im Westen und Südwesten des Reiches, diese Gewichtung zieht sich leider, aber folgerichtig auch durch die wiedergegebene Bildauswahl.

Nebenbei erfährt man im Begleittext manch Unbekanntes, dass z.B. die Verbandsbau-G des Gattungsbezirks München älter als die des Gattungsbezirks Kassel sind (S. 120), oder die (mir jedenfalls) bisher unbekannte kurzzeitige Stationierung von Lok der BR 54.15-17 in der RBD Stettin (S. 13).
Wie häufig in den Büchern von A. Knipping finden sich sachkundige Anmerkungen zum politischen und sozialen Geschehen der betrachteten Epoche. Wertvoll sind auch die im geografischen Kontext getätigten Hinweise auf die später erfolgte, aber auf politischen Entwicklungen der 1930er Jahre beruhende Teilung Europas mitten in Deutschland bis zur fast vollständigen Abgrenzung durch den Mauerbau 1961.
Was den Verfasser des Begleittextes dann aber angesichts 38 468 im romantischen Vilstal zu einem Verweis zum antistalinistischen Arbeiteraufstand in einer weit entfernten Gegend des dann nicht mehr existierenden Reiches motivierte, bleibt im Dunkeln. Das lässt schon Parallelen zur gelebten Praxis dieses östlichen Nachfolgestaates anklingen, wo selbst ein botanisches Werk immer noch zum Verbreiten politischer Parolen dienen konnte. Waren es nur die Zahlen 17 und 6 – oder 17 und 4?

Ja, Zahlen sind eindeutig die Schwäche dieses Buches. Es kann nur gewarnt werden, trotz des vorangestellten und statistische Tiefe vermuten lassenden Tabellenwerks, das Buch einem an exakter Lokomotivhistorie forschenden Mitbürger anzuvertrauen. Dieser würde einen Herzkasper erleiden, z.B. beim Versuch, die Heimat-Betriebsstellen der 152 Stück Lokomotiven der BR 54.15-17 der RBD Essen herauszufinden. Eher leicht zu erkennen ist die ungewollte „Abwanderung“ aller vier Lok der BR 62 aus der RBD Stettin in die RBD Schwerin (oder wurde die organisatorische Zuordnung des Bw Saßnitz geändert?). Auch bei der tabellarischen Aufstellung der Schnellzuglokomotiven ist irgendwo der Wurm drin, jedenfalls ergibt die Summierung Abweichungen von den im Begleittext genannten Zahlen. Damit ist eigentlich das gesamte Tabellenwerk entwertet, denn wie sollte der zufällige Leser Zugriff auf die von Dr. A. Mühl erstellte und als Grundlage herangezogene Liste haben, um Fehlerkorrektur zu betreiben? Herausgeber und Verlag wären gut beraten, dazu einen korrigierten Listenteils, ggf. als Download mit Formatmarkierung in Buchgröße, zur Verfügung zu stellen. Diese Korrektur würde Verlag und Herausgeber vielleicht auch vor weiteren hämischen Bemerkungen vom Erfurter Wiesenhügel herab bewahren.


Mein Fazit: Ein empfehlenswertes „Bilder“buch mit leichten Schwächen im Text, aber leider unbrauchbarem Tabellenteil.
Angesichts der Freude beim Betrachten der Bilder war es mir den Kaufpreis wert, auch wenn man sieht, z.B. zu welchen Preisen einzelne Abzüge aus dem DLA bei Sammlungsauflösungen auf ebay über den Tisch gehen.

Gruß
Wolfram

Re: Züge im Morgenlicht

geschrieben von: bahamas

Datum: 03.11.19 01:47

Wie sieht es denn mit den Bildern aus, ist das wirklich alles "im Morgenlicht" entstanden - bei einem flüchtigen Durchblick kamen mir daran Zweifel - oder wählte man da eine recht großzügige Abgrenzung in der Uhrzeit bis fünf vor 12 Uhr mittags?

Re: EK-Verlag: Züge im Morgenlicht

geschrieben von: selketalkrokotil

Datum: 03.11.19 10:17

Zitat
Ja, Zahlen sind eindeutig die Schwäche dieses Buches. Es kann nur gewarnt werden, trotz des vorangestellten und statistische Tiefe vermuten lassenden Tabellenwerks, das Buch einem an exakter Lokomotivhistorie forschenden Mitbürger anzuvertrauen. Dieser würde einen Herzkasper erleiden,.....
Wäre interessant zu wissen,was der Autor des Buches zu Deiner "" persönlichen Feststellung"" zu sagen hat.
Bist Du schon mit ihm in Kontakt getreten ?
Wäre doch eigentlich der nächst logische Schritt.

Gruß

Selketalkrokotil




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.11.19 10:18.

Re: EK-Verlag: Züge im Morgenlicht

geschrieben von: Andreas Knipping

Datum: 04.11.19 10:51

Nach jeder Neuerscheinung eines selbst verfassten Buches ist es immer wieder spannend, wer wann wie reagiert und welche krassen Fehler aufgedeckt werden – oder an welchen völlig harmlosen Stellen sich jemand extrem aufregt. Da ringe ich um den einen oder anderen Bildtext, da quetsche ich zum einen oder anderen Foto alle möglichen Bücher und das Internet aus und bemühe ortsnahe Freunde, da formuliere ich eine politische Anspielung fünfmal um – und dann gibt es da offenkundig nicht das geringste Problem.
Dann kommen belehrende Leserbriefe, vorliegend gipfelnd in der Rüge, ich hätte einen Bach fälschlich als Fluss bezeichnet. Siehe auch meine Nachlese in EK 11/2019! Aber dann hier der Hinweis, dass ich nicht weniger als 152 bay. G 3/4 in die Rbd Essen phantasiert habe. Oje, wirklich mein bester Kalauer seit vielen Jahren. Danke für den Hinweis! Dieser Unsinn stand natürlich nicht im Text von Dr. Mühl.
Meine Wiedergabe seines fast 60 Jahre alten Textes war nicht mit der Behauptung verbunden, dieser Altmeister habe immer recht gehabt. Vielmehr wollte ich zeigen, wie ein Kenner der Materie in einer noch dampfgesättigten DB-Zeit auf eine kaum 30 Jahre zurückliegende Reichsbahnzeit zurückblickte. Manches zu seinen Bemerkungen über Baureihen habe ich schon stillschweigend berichtigt, doch die Zahlen habe ich nicht nachgeprüft. Ich schaue bei Gelegenheit noch mal rein.
Ja, den Hinweis auf den 17. Juni 1953 hätte es nicht gebraucht, oder ich hätte ihn anders formulieren müssen. Was mich zeitgeschichtlich immer fasziniert, sind die völligen "Paradigmenwechsel" binnen weniger Jahre. Am 17. Juni 1939 sind sich die meisten Volksgenossen darüber einig, dass man Polen, Russland und den Kommunismus demnächst ohne allzugroße Mühe von der Landkarte abräumen wird. Und nur 14 Jahre später hat Deutschland den größten Krieg der Weltgeschichte verloren und muss man von einem schmalen Weststaat aus mit ohnmächtiger Wut beobachten, wie "Moskau" seine Position am Brandenburger Tor behauptet.
Und damit Ihr von der Lektüre meiner Ausführungen noch konkrete Erträge habt: Bild 24 zeigt keine Spülmaschinenfabrik, sondern eine Fabrik für die der Textilindustrie dienenden Spulmaschinen. Was zwei ü-Pünktchen doch ausmachen! Und Bild 151 ist in Herzhausen entstanden, nicht in Gerzhausen.
Vielen Dank jedenfalls für die grundsätzliche positive Aufnahme meines Buches! Und wohl schon in wenigen Tagen darf die Fachwelt meine größten Fehler in den anderorts erscheinenden "Dampfschnellzuglokomotiven" suchen!

Re: EK-Verlag: Züge im Morgenlicht

geschrieben von: selketalkrokotil

Datum: 04.11.19 12:34

Andreas Knipping schrieb:
Nach jeder Neuerscheinung eines selbst verfassten Buches ist es immer wieder spannend, wer wann wie reagiert und welche krassen Fehler aufgedeckt werden – oder an welchen völlig harmlosen Stellen sich jemand extrem aufregt. Da ringe ich um den einen oder anderen Bildtext, da quetsche ich zum einen oder anderen Foto alle möglichen Bücher und das Internet aus und bemühe ortsnahe Freunde, da formuliere ich eine politische Anspielung fünfmal um – und dann gibt es da offenkundig nicht das geringste Problem.
Dann kommen belehrende Leserbriefe, vorliegend gipfelnd in der Rüge, ich hätte einen Bach fälschlich als Fluss bezeichnet. Siehe auch meine Nachlese in EK 11/2019! Aber dann hier der Hinweis, dass ich nicht weniger als 152 bay. G 3/4 in die Rbd Essen phantasiert habe. Oje, wirklich mein bester Kalauer seit vielen Jahren. Danke für den Hinweis! Dieser Unsinn stand natürlich nicht im Text von Dr. Mühl.
Meine Wiedergabe seines fast 60 Jahre alten Textes war nicht mit der Behauptung verbunden, dieser Altmeister habe immer recht gehabt. Vielmehr wollte ich zeigen, wie ein Kenner der Materie in einer noch dampfgesättigten DB-Zeit auf eine kaum 30 Jahre zurückliegende Reichsbahnzeit zurückblickte. Manches zu seinen Bemerkungen über Baureihen habe ich schon stillschweigend berichtigt, doch die Zahlen habe ich nicht nachgeprüft. Ich schaue bei Gelegenheit noch mal rein.
Ja, den Hinweis auf den 17. Juni 1953 hätte es nicht gebraucht, oder ich hätte ihn anders formulieren müssen. Was mich zeitgeschichtlich immer fasziniert, sind die völligen "Paradigmenwechsel" binnen weniger Jahre. Am 17. Juni 1939 sind sich die meisten Volksgenossen darüber einig, dass man Polen, Russland und den Kommunismus demnächst ohne allzugroße Mühe von der Landkarte abräumen wird. Und nur 14 Jahre später hat Deutschland den größten Krieg der Weltgeschichte verloren und muss man von einem schmalen Weststaat aus mit ohnmächtiger Wut beobachten, wie "Moskau" seine Position am Brandenburger Tor behauptet.
Und damit Ihr von der Lektüre meiner Ausführungen noch konkrete Erträge habt: Bild 24 zeigt keine Spülmaschinenfabrik, sondern eine Fabrik für die der Textilindustrie dienenden Spulmaschinen. Was zwei ü-Pünktchen doch ausmachen! Und Bild 151 ist in Herzhausen entstanden, nicht in Gerzhausen.
Vielen Dank jedenfalls für die grundsätzliche positive Aufnahme meines Buches! Und wohl schon in wenigen Tagen darf die Fachwelt meine größten Fehler in den anderorts erscheinenden "Dampfschnellzuglokomotiven" suchen!
Sehr geehrter Herr Knipping,

ich habe das Buch und bin ebenfalls sehr zufrieden damit.

Gruß

Selketalkrokotil

Re: EK-Verlag: Züge im Morgenlicht

geschrieben von: Andreas Knipping

Datum: 04.11.19 22:41

Übrigens noch zum Begriff "Morgenlicht": Vorwort und Einführung machen den übertragenen Sinn des Wortes deutlich. Es geht nicht konkret um die Tageszeit, sondern um den Beginn der Streckenfotografie.

Re: EK-Verlag: Züge im Morgenlicht

geschrieben von: selketalkrokotil

Datum: 05.11.19 18:38

Hallo Wolfram,

lebst Du noch oder verkriechst Du Dich nur.

Zitat:WolframZitat
Ja, Zahlen sind eindeutig die Schwäche dieses Buches. Es kann nur gewarnt werden, trotz des vorangestellten und statistische Tiefe vermuten lassenden Tabellenwerks, das Buch einem an exakter Lokomotivhistorie forschenden Mitbürger anzuvertrauen. Dieser würde einen Herzkasper erleiden,....
Ich werte Dein Schweigen als Eingeständnis,daß Du übers Ziel hinausgeschossen bist.

Gruß

Selketalkrokotil

Re: EK-Verlag: Züge im Morgenlicht

geschrieben von: Wolfram D.

Datum: 06.11.19 08:44

Manches kann man in einem Beitrag formulieren.

Da du das Buch ja ebenfalls besitzt, nehme ich an, dass dir die von mir zu den Stationierungstabellen genannten Punkte ebenfalls in Auge gefallen sind. Falls Du mir natürlich mitteilst, dass in deinem Exemplar diese Fehler nicht zu finden sind, sondern alles in Ordnung ist, packe ich das Buch ein und fahre gleich morgen zu meiner Bank, um es im Schließfach neben der Roten Venezuela zu deponieren.

Im übrigen bin ich erfreut, dass sich Andreas Knipping dazu zu Wort gemeldet hat und die Tabellen mit seiner Quelle vergleichen will. Deswegen werde ich auch ab und zu hier wieder hereinschauen, um seine Erkenntnisse zu erfahren.

Gruß
Wolfram

Re: EK-Verlag: Züge im Morgenlicht

geschrieben von: selketalkrokotil

Datum: 06.11.19 11:43

Wolfram D. schrieb:
Manches kann man in einem Beitrag formulieren.

Da du das Buch ja ebenfalls besitzt, nehme ich an, dass dir die von mir zu den Stationierungstabellen genannten Punkte ebenfalls in Auge gefallen sind. Falls Du mir natürlich mitteilst, dass in deinem Exemplar diese Fehler nicht zu finden sind, sondern alles in Ordnung ist, packe ich das Buch ein und fahre gleich morgen zu meiner Bank, um es im Schließfach neben der Roten Venezuela zu deponieren.

Im übrigen bin ich erfreut, dass sich Andreas Knipping dazu zu Wort gemeldet hat und die Tabellen mit seiner Quelle vergleichen will. Deswegen werde ich auch ab und zu hier wieder hereinschauen, um seine Erkenntnisse zu erfahren.

Gruß
Wolfram
Zitat:Wolfram
..........dass dir die von mir zu den Stationierungstabellen genannten Punkte ebenfalls in Auge gefallen sind.
Ich habe das Buch wegen die Bilder/Zugbildungen gekauft und in der Hoffnung,daß Schweinfurt erwähnt wird.

Wo eine Lok stationiert war,interessiert mich absolut nicht.
Das ist ein Spezialgebiet.
Was ich nicht leiden kann,sind Behauptungen ohne Beweise/Quellenangaben.

Wenn ich mir ein Buch kaufe,will ich mich darauf verlassen können,daß gründlich recherschiert wurde.
Was bei Themen die viele viele Jahrzehnte zurückliegen,nicht immer einfach ist.
Fehler können immer Mal vorkommen.Nur sollten die sich in Grenzen halten.

Gruß

Selketalkrokotil




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.11.19 11:59.

Mag ja sein

geschrieben von: Peter

Datum: 06.11.19 12:38

Hallo!

selketalkrokotil schrieb:
Ich habe das Buch wegen die Bilder/Zugbildungen gekauft und in der Hoffnung,daß Schweinfurt erwähnt wird.

Wo eine Lok stationiert war,interessiert mich absolut nicht.
Das ist ein Spezialgebiet.
Was ich nicht leiden kann,sind Behauptungen ohne Beweise/Quellenangaben.

Wenn ich mir ein Buch kaufe,will ich mich darauf verlassen können,daß gründlich recherschiert wurde.
Was bei Themen die viele viele Jahrzehnte zurückliegen,nicht immer einfach ist.
Fehler können immer Mal vorkommen.Nur sollten die sich in Grenzen halten.
Es mag ja sein, dass diese Dinge fuer Dich unwichtig sind - doch warum kritisierst Du dann Wolfgang dafuer, dass er darauf hinweist?

Zumal er dem Buch wohlwollend gegenuebersteht und es nicht verreisst.

Dass Fehler vorkommen - geschenkt, wissen wir alle.

Da der Autor "eigentlich"(TM) gruendlich recherchiert und nicht fuer Schluderei bekannt ist, ueberraschen solche Fehler dann um so mehr -
sie sind aber Folge eines "Doppel-Versagens": Wenn naemlich der Autor einen Fehler begeht und der Lektor es nicht bemerkt, um noch berichtigend einzuwirken.

Solche Besprechungen wie diese sind Hilfen fuer die Kaufentscheidung:
Sie sind aussagekraeftiger als die "Waschzettel" der Verlage, aber keine ausgekuebelte Haeme - konstruktive Kritik, die Anregungen gibt, was Autor und Verlag kuenftig besser machen (oder wie sie den Fehler beheben) koennen.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: EK-Verlag: Züge im Morgenlicht

geschrieben von: selketalkrokotil

Datum: 06.11.19 18:07

Wolfram D. schrieb:
Manches kann man in einem Beitrag formulieren.

Da du das Buch ja ebenfalls besitzt, nehme ich an, dass dir die von mir zu den Stationierungstabellen genannten Punkte ebenfalls in Auge gefallen sind. Falls Du mir natürlich mitteilst, dass in deinem Exemplar diese Fehler nicht zu finden sind, sondern alles in Ordnung ist, packe ich das Buch ein und fahre gleich morgen zu meiner Bank, um es im Schließfach neben der Roten Venezuela zu deponieren.

Im übrigen bin ich erfreut, dass sich Andreas Knipping dazu zu Wort gemeldet hat und die Tabellen mit seiner Quelle vergleichen will. Deswegen werde ich auch ab und zu hier wieder hereinschauen, um seine Erkenntnisse zu erfahren.

Gruß
Wolfram
Zitat:Wolfram
Zitat:
Auch bei der tabellarischen Aufstellung der Schnellzuglokomotiven ist irgendwo der Wurm drin, jedenfalls ergibt die Summierung Abweichungen von den im Begleittext genannten Zahlen.
Also,mir scheint es,als würden die Zahlen im Text und in der Tabelle übereinstimmen.

Aber um ganz sicher zu gehen,wäre es nicht schlecht,wenn Du mir per PN die besagte Tabelle und den Text zukommen lassen würdest.
Dann kann ich beide vergleichen.

Wie schon erwähnt,habe ich das Buch nur wegen den Bildern kauft.
Für meinen Geschmack haben Stationierungsdaten in dem Buch,wo es doch um die Aufnahmen von Bellingrodt geht,nichts verloren.
Wenn schon dann hätte ich sie ganz am Schluß des Buches plaziert.

Gruß

Selketalkrokotil




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.11.19 18:11.

Re: EK-Verlag: Züge im Morgenlicht

geschrieben von: Andreas Knipping

Datum: 08.11.19 08:28

So, jetzt habe ich die Zahlen durchgeschaut. Echten Mist gebaut habe ich bei den Schnellzugloks.
01: 15 Loks Essen ergänzen, Hannover hat 28 statt 22
03: 17 Loks Münster ergänzen
17.0: die 27 in Halle streichen
17.2: hier gehören die 27 Hallenserinnen hin
39.0: 8 Loks in der von mir ganz vergessenen Rbd Trier

Bei Personenzugloks kein Fehler

Bei den Güterzugloks:
54.15: die 152 Loks in Essen streichen und ...
55.0/7: genau diese 152 Loks in Essen ergänzen

Damit habe ich den von Dr. Mühl berichteten Stand wiedergegeben, wobei er manche weniger wichtige Baureihen gar nicht erfasst hatte. So habe ich die 54.15 selbst erarbeitet und bin dann in die Spalte der G 7 gerutscht.

Und dank Hansjürgen Wenzel kann ich noch berichten: Bilder 35 und 37 zeigen nicht die Marksburg, sondern die Burg Maus oberhalb von Wellmich nördlich von St. Goarshausen. Bild 68 kann weder die 18 442 noch die 443 sein. Bild 111 zeigt einen Zug von Koblenz. Die Nummer 38 1201 hat Bello spontan vergeben, die Lok war schon 1931 ausgemustert worden.
Und jetzt erneut vielen Dank in die Runde für die kritische Durchsicht!

Klasse!

geschrieben von: Peter

Datum: 08.11.19 08:34

Hallo Andreas!

Chapeau - das nenne ich einen souveraenen Umgang mit Kritik!
Statt herumzukeilen oder beleidigt zu sein (wie es mitunter vorkommt), gehst Du der Kritik nach und lieferst eine kleine Korrekturliste.

So haben nun wirklich alle etwas davon - das macht eine gelungene Rezension (die gern auch konstruktive Kritik enthalten darf) aus.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: EK-Verlag: Züge im Morgenlicht

geschrieben von: Wolfram D.

Datum: 08.11.19 19:36

Hallo
und vielen Dank für die Korrektur,

die Änderungen werde ich sicherheitshalber direkt ins Buch übernehmen.

Bei den Personenzuglok muss ich allerdings doch noch die 4 Stück BR62 in der RBD Schwerin ankreiden, die gehören zur RBD Stettin (eine Zeile tiefer), die Gesamtzahl bleibt aber gleich.

Der Spülmaschinenfabrik bin ich übrigens auch auf den Leim gegangen, zwar verwundert, aber die Erklärung fand ich plausibel.

Ich habe inzwischen auch die Nachlese zum Buch im EK 11/2019 gelesen, was mich sehr erheitert hat. Stammen die Einwürfe von mehreren Lesern oder war ein Einzelner so fleißig?
Schön, dass auf diese Weise noch ein paar weitere Fotos gezeigt werden. Nicht ganz mitgehen will ich bei der Tenderbauart der 01 034 mit den Stummel-Windleitblechen, für mein Auge ist das kein 2'2T30, sondern ein (normaler) 2'2'T32 der Bauart 1926. Zur Sicherheit fehlt mir aber der Überblick über die Verwendung der paar Kurztender, da kennen sich andere hier bei DSO online viel besser aus.

Ich hoffe, die Lust der Herausgabe weiterer Werke bleibt lange erhalten,
viele Grüße
Wolfram

Wohl ziemlich sicher 2'2'T32

geschrieben von: 03 1008

Datum: 09.11.19 08:53

Hallo,

es handelt sich mit ziemlicher Sicherheit um einen 2'2'T32, die beiden Stahlgussteile der Drehgestelle sind deutlich zu erkennen:

[eisenbahnstiftung.de]

Die Kurztender hatten auch keinen Werkzeugkasten (?) zwischen dem zweiten und dem dritten Radsatz.

Viele Grüße, Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.19 08:54.

Re: Wohl ziemlich sicher 2'2'T32

geschrieben von: Andreas Knipping

Datum: 09.11.19 17:51

Danke, in Sachen Tender wieder was gelernt! Und noch zu den Leserzuschriften an den EK: Das waren mehrere Beschwerdeführer, und zwar jeweils nicht mit einer lockeren Email, sondern mit feierlichem Brief und tiefgestaffelter Darlegung (tiefe Enttäuschung, nie wieder ein Buch von diesem Verlag kaufen, Versagen des Lektors, früher war alles besser ...)