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Moderatoren: Klaus Habermann - MWD

Schlechte Papierqualität und Bildwiedergabe im Lok-Magazin

geschrieben von: Jo

Datum: 27.10.19 10:54

Hallo,

ist es allgemein aufgefallen, wie schlecht die Papierqulität des Lok-Magazins geworden ist. Oft ist das Papier stark wellig oder auch schonmal Knicke (oder Falze.... keine Ahnung wie man das nennt) über mehrere Seiten.

Die Bilder (vor allen Dingen Farbbilder) sind extrem grisselig oder körnig. Oft sind die Farben eher verschmiert und enden nicht an den Motivgrenzen.

Inhalte sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Mit großem Interesse erwarb ich die Ausgabe mit dem Artikel über die Ottenser Industriebahn. Da wurde von einzelnen Loks "geschwafelt", eine Liste fehlte aber vollständig. Die Artikel werden immer oberflächlicher. Kein Vergleich zu den Heften aus den 1960er/1970er Jahren.

Schade darum....

LG Jo(achim)
Mit den früheren Heften aus dem Frenckh Verlag kann man das Lok Magazin heute wirklich nicht mehr vergleichen. Überhaupt waren die wenigen Zeitschriften und Bücher die es damals über die Eisenbahn gab oft vom Inhalt hochwertiger als heute.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.19 20:19.
Das trifft aber auch auf das Märklin Magazin zu. Die Zeitschrift war auch besser, als sie noch blau war.
Seit dem Wechsel zu diesem anderen Verlag ist das Heft auch nicht mehr das, was es mal war. Sowohl inhaltlich als auch vom Papier her hat das auch ziemlich nachgelassen.

Eines sollte man als gestandener Eisenbahnfreund bedenken:

geschrieben von: T13

Datum: 28.10.19 15:41

Je länger man das Hobby betreibt, desto mehr Wissen häufen wir über die Jahre im Gedächtnis an.

Da sind dann viele Themen für die "alten Hasen" inzwischen abgefrühstückt oder abgehakt,
so daß immer weniger Themen für diese Zielgruppe relevant sind.

In das Lok-Magazin habe ich ewig nicht mehr geschaut, aber bei anderen Publikationen ist mir das
schon häufig passiert, daß ich einige Artikel einfach überblättere, da es für mich schon der x-te Aufguss ist. ;-)

http://abload.de/img/rimg00141kav1.jpg
Grüße aus Fredenbeck
Tjark
Stimmt, Vergleiche sind schlecht möglich! Ich bin Leser des LM seit Heft 1 und habe mir einfach mal ein Heft aus der Franckh-Zeit aus dem Schrank geholt:

LM 28, Februar 1968, kostete 6,80 DM (sehr viel Geld für die damalige Zeit), Umfang 80 Seiten, davon eine Seite Eigenwerbung, ausschließlich s/w-Abbildungen, wie damals üblich. Inhalt:

Abschied auch von der 66? 3 Seiten, 1 Bild
Fünfzig Jahre G 12: 12 Seiten, 7 Bilder, Tabellen
Dampfloks der Pennsylvania RR, teil 2: 11 Seiten, 8 Bilder
Jugoslawien im Durchgangsverkehr: 7 Seiten, 3 Bilder
Die Zugbeeinflussung: 10 Seiten, 5 Bilder
Interessantes Experiment (SBB-Dampflok mit Stromabnehmen): 2 Seiten, 1 Bild

Dazu die damals üblichen Rubriken Kleine Lokomotivgeschichte, Die besonderen Bilder, Moderne Schienenfahrzeuge (V 200 der DR), Dokumentationen zur Lokomotivgeschichte, Seltene Fotos im LM.

Ich habe das Heft damals "verschlungen", aber mit einem solchen Inhalt samt Illustrationen lässt sich heute kein Blumentopf mehr gewinnen. Und das war noch ein gutes Heft, es gab auch welche mit 12-Seitern über russische Dieselloks in den 20er/30er-Jahren oder noch exotischeren Themen, die ich als "Auflockerung" persönlich sehr schätze.

Grüße

Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.10.19 17:03.
Ja, die journalistische Qualität hat in den letzten Jahren stark nachgelassen. Wahrscheinlich weil auch viele der "Urgesteine" aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr mitschreiben.
Da müssen wir wohl abwarten, bis der Schreibernachwuchs die Qualitäten erreicht, die die "Urgesteine" zu Papier brachten, auch was die Recherche betrifft.
Zum anderen sind natürlich viele Themen bis zum geht nicht mehr schon durchgekaut. Aber das betrifft auch andere Hobbyzeitschriften, nicht nur aus dem Bereich des Schienenverkehrs.
Die neue Papierqualität sehe ich nicht unbedingt als Nachteil an. Das Papier reflektiert weniger und lässt sich gerade bei starkem Sonnenschein augenschonender lesen. Was die Dauerhaftigkeit der neuen Papiersorten betrifft, da habe ich keine Ahnung :(

Der Ossi isst Nudossi!
Moijen,

ich bin mir nicht sicher, ob die "journalistische Qualität" wirklich nachgelassen hat. Ich glaube vielmehr, daß sie nie so hoch war, wie Du rückblickend verklärend glaubst. Welche "Urgesteine" haben diese Qualität denn früher geliefert? Ich lese seit 1985 verschiedene Zeitschriften und in dieser Zeit gab es bestenfalls zwei händevoll guter Autoren, die mit der Zeit älter wurden und teilweise schon verstorben sind. Aber kommen wirklich keine neuen nach oder läßt man sie nur nicht?
Im übrigen reicht aber der zur Verfügung gestellte Platz für einen gut recherchierten Artikel meines Erachtens selten aus. Im übrigen fehlt zum Beurteilen der Qualität gegebenenfalls ein Literaturverzeichnis, das aber in dieser Branche leider völlig unüblich ist.

Beste Grüße
Wolfgang

"Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen" - Plato
Die Gebrüder Preuß fallen mir da als Beispiel für gut geschriebene und recherchierte Artikel schon als gutes Beispiel ein.
Und ob ein (ausgiebiges?) Literaturverzeichnis für Zeitschriftenbeiträge wirklich notwendig ist, da habe ich meine Zweifel. Schon oft gesehen, dass für "to go"-Artikel der Quellennachweis länger war als der Artikel selbst. Bei Büchern sollte natürlich ein Quellenverzeichnis selbstverständlich sein.

Der Ossi isst Nudossi!
FTB schrieb:
Die Gebrüder Preuß fallen mir da als Beispiel für gut geschriebene und recherchierte Artikel schon als gutes Beispiel ein.
Ausgerechnet die. ;-) Hab da so einiges von denen schon gesehen, was mir ausgesprochen negativ (unstrukturierte Sammelsurien plus Belanglosigkeiten) aufgefallen ist. Abger gut.

Ansonsten muss man halt auch immer bedenken, dass früher die Printmedien die quasi einzige Informationsquelle waren, für alles. Heute ergänzen, vertiefen und erweitern sie eigentlich nur noch das Internet. Das wirkt sich natürlich auch auf Nachfrage, Bedeutung, Anzahl und vielleicht deshalb auch Qualität aus.
Ja, da gebe ich Dir recht. Im Nahverkehrsbereich haben sich die Fanzines ganz gut sortiert (bzw. gab es nie eine so undurchsichtig große Auswahl). Ein Prozess, der den Eisenbahnfreunden noch bevorstehen dürfte.

Der Ossi isst Nudossi!
Moijen,

ja, genau mit solchen Namen habe ich gerechnet. Die Herren gehören auch zu den Vielschreibern, die zu allem und jedem etwas wußten...

Selbstverständlich gehören zu den längeren Artikeln, nicht zu den Tagesmeldungen(!), in einer Zeitschrift auch ein Literaturverzeichnis (= Quellenverzeichnis). Dabei geht es nicht um ein "ausgiebiges" Literaturverzeichnis, sondern um die verwendete Literatur . Erstens gibt das dem Leser Hinweise bzw. Ansatzpunkte für eigene Recherchen und zweitens ist das ein Teil des Qualitätsnachweises. Wie soll denn der Inhalt beurteilt werden, wenn niemand weiß, woher die verwendeten Informationen stammen?

Beste Grüße
Wolfgang

"Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen" - Plato
Moijen,

daß die Printmedien das Internet nur "ergänzen, vertiefen und erweitern" halte ich für ausgemachten Unfug. Das mag für Zeitschriften und deren Spezialausgaben gelten, aber nicht für Bücher (zumindest die guten). Die behandeln Themen. Es sei denn, es reicht, einen Satz zu einem Thema im Netz zu schreiben, um alle weiteren Printveröffentlichungen dann als Ergänzung bezeichnen zu können.

Zu vielen Eisenbahnthemen, die mich interessieren, steht wenig Brauchbares im Netz. Insbesondere, wenn es um Themen geht, die 20 und mehr Jahre alt sind. Leider glauben viele Menschen inzwischen, daß es dann eben keine Informationen dazu gibt, weil ja nichts im Internet steht. Abgesehen davon ist das www-Geschreibsel oft bestenfalls genauso oberflächlich, wie die bemängelten Zeitschriftenartikel. Das einizge, was im Internet massenhaft zu finden ist, sind die Bilder vom aktuellen Betrieb. Es gibt aber wie immer löbliche Ausnahmen.

Beste Grüße
Wolfgang

"Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen" - Plato
WHA schrieb:
ja, genau mit solchen Namen habe ich gerechnet. Die Herren gehören auch zu den Vielschreibern, die zu allem und jedem etwas wußten...



Hinweis, falls du es nicht weißt: Erich und Rainer Preuß sind verstorben. Daher: "gehörten".
Übrigens habe ich aus DDR-Zeiten etliche Transpress-Bücher von ihnen bei mir im Regal stehen. Vor 1989 gab es fast nur diese Bände, wollte man sich über Bahnen in der ehemaligen DDR informieren.
ETA-150
Hallo,

als Leser des Lokmagazins möchte ich sagen, das durchaus auch das Heft im Edeka Regal sehen lasse und wiederum andere Hefte mitnehme, wenn mich die Themen interessieren. Manchmal kauf ich auch 2 Hefte, weil das Heft " ausgeschachtet!"wird und weil erhaltenswerte Artikel hintereinander stehen. Die Seiten werden nach Themen dann archiviert.
Thema Papierqualität. Es wird wohl eine gewisse Streubreite geben, die vom Verlag akzeptiert werden muß?
Dazu kann sich ja Mal Rudolf Heym äußern.
Inhaltlich wachsen die Fehler, weil die zur Verfügung stehen Schreiber die alten Sachen gar nicht mehr kennen gelernt haben.

Gruß
Kevin 17