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Moderatoren: Klaus Habermann - MWD

? Buch Endstation Mauer

geschrieben von: K.Malzahn

Datum: 19.06.19 16:09

Moin

In einer Bahnhofsbuchhandlung habe ich das Buch Endstation Mauer vom Mitteldeutschen Verlag gesehen.Leider war das Buch verpackt. Wer kennt dieses Buch vom Mitteldeutschen Verlag? Das Thema wurde auch schon von anderen Verlagen abgehandelt. Gibt es vom Inhalt her etwas neues in diesem Buch?

Bf. Zingst Darßbahn

Re: ? Buch Endstation Mauer

geschrieben von: Seku

Datum: 19.06.19 16:18

K.Malzahn schrieb:
Leider war das Buch verpackt.
Bisher konnte ich in jeder Buchhandlung jedes mich interessierende Buch zum anschauen auch auspacken ...

Re: ? Buch Endstation Mauer

geschrieben von: FTB

Datum: 19.06.19 18:30

In einer Westberliner Buchhandlung wurde ich mal ermahnt: Wir sind keine Bibliothek!
Diesen Buchladen habe ich seitdem gemieden.

Ex oriente lux!

Re: ? Buch Endstation Mauer

geschrieben von: Jens

Datum: 19.06.19 18:57

Man möchte sich ja ein Buch vorher anschauen bevor man es kauft.
Ich habe erlebt, dass extra ein Buch aufgeissen wurde (due Folie versteht sich) damit ich reingucken konnte.

Re: ? Buch Endstation Mauer

geschrieben von: axelloko

Datum: 20.06.19 09:20

Das Buch "Endstation Mauer" ist der dritte Teil der Chronik der BVG. Auch die anderen Bände sind im Mitteldeutschen Verlag erschienen. Das Buch ist also keine "neutrale" Dokumentation, sondern stellt die Zeit der Teilung Berlins aus der Perspektive der (West-) BVG da. Das bedeutet, das auf den Ostteil der Hauptstadt und den Betrieb bei den VEB Berliner Verkehrsbetrieben nur ganz am Rande eingegangen wird. Auch ist der Text nicht besonders neutral, da die Entscheidungen zum Beispiel zum forcierten U-Bahn Bau stets verteidigt werden.
Falls Du von dem Buch, detaillierte Beschreibungen der Linienverläufe oder den Wageneinsatzes z.B. bei der Straßenbahn erwartest, wirst Du enttäuscht sein. ES geht hier um die allgemeine politische Lage der Zeit und die Stellung der BVG im Rahmen der vollzogenen Teilung der Stadt. Das Buch enthält zahlreiche Fotos, vor allem offizielle Bilder der BVG aus Publikationen der Zeit. Es sind also keine detaillierten Aufnahmen von Triebfahrzeugen oder Bussen. Auch sind Auszüge aus Infobroschüren und Fahrplänen abgedruckt.
Zu Bemerken ist auch noch, dass auch die politische Geschichte der Teilung Berlins, stets aus der westlichen Perspektive erzählt wird. Da kommt teilweise sogar noch der alte "Frontstadt des Westens" Ton durch. Dies hat auch damit zu tun, dass die Autoren stark auf die BVG Chronik des ehemaligen Direktors Walter Schneider zurückgreifen, die von 1978-1986 in 12 Bänden publiziert wurde, jedoch heute kaum antiquarisch zu bekommen ist.
Mein Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. Allerdings bin ich auch mehr an zeitgeschichtlichen Informationen interessiert als an detaillierten Wagen Listen und Streckenchroniken. Ich hoffe das hilft Dir etwas weiter, als allgemeine Hinweise über das Öffnen oder Nicht Öffnen eingeschweißter Bücher.



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.06.19 09:46.

Re: ? Buch Endstation Mauer

geschrieben von: K.Malzahn

Datum: 20.06.19 13:47

Moin

Danke für eure Infos in dieser Buchhandlung war es nicht möglich das Buch auszupacken.

Bf. Zingst Darßbahn

Re: ? Buch Endstation Mauer

geschrieben von: jenswinnig

Datum: 20.06.19 14:43

Hallo Herr Mahlzahn,

ich kann Ihnen anbieten, am Tag der Straßenbahn des VVM am 6.7. am Schönberger Strand in das Buch hinein zuschauen bei mir am Stand.

Für mich ist das Buch interessant,, da es einen Braunschweiger Anderthalbdecker im Berlin-Einsatz zeigt.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Winnig

Mein Shop unter [www.region-im-modell.de]

Re: ? Buch Endstation Mauer

geschrieben von: Rolf Hafke

Datum: 21.06.19 16:26

Hier die4 Besprechung vom November 2017
(könnte hier evtl. noch zu finden sein???):

„Endstation: Mauer – Die Berliner Verkehrsbetriebe in Ost und West 1945 – 1989“ von Christian Dirks und Christian Mentel,
Halle 2017, 136 Seiten im Format 16,5 x 24,0 cm, gebunden, Herausgeber: Mitteldeutscher Verlag; Preis: 14,95 €

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) legen nun den dritten Band ihrer Firmengeschichte vor,
welche sich mit der Entwicklung der Jahre zwischen Ende des Zweiten Weltkrieges und dem
Ende der DDR befasst. Wer versucht, diese turbulenten Jahre auf 136 kleinformatigen Seiten
unterzubringen, der muss sich zwangsläufig kurz fassen. So können die in fünf zeitlich gut
abgegrenzte Kapitel eingeteilten Ereignisse immer nur kurz beschrieben werden ohne in die
Einzelheiten zu gehen. Dies gelingt aber recht gut, zumal Fußnoten mit zugehörigen Erklärungen
und Quellen demjenigen einen Weg weisen, der sich tiefer mit der Materie beschäftigen möchte.
Dennoch werden auch immer einzelne Details beschrieben, was die Lektüre abwechslungsreich
gestaltet. Dies besonders dann, wenn es sich um Interna handelt, die dem Außenstehenden
verborgen geblieben sind. Zahlreiche Illustrationen ergänzen den Text, auch hier weniger die
bekannten Szenen, sondern Unbekanntes, teilweise Bedrückendes, aber auch Erheiterndes.
Ein umfangreiches Literaturverzeichnis im Anhang hilft demjenigen, der Lust auf eine Vertiefung
des Wissens verspürt. Als Einstieg in und Wegweiser durch die Unternehmensgeschichte auf jeden
Fall geeignet, auch wenn der Kenner des Berliner Verkehrsgeschehens nicht viel Neues erfahren wird.
Er ist aber auch nicht unbedingt die Zielgruppe dieser Buchreihe! (reu)