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Moderatoren: Klaus Habermann - MWD

Neues Buch über Eisenbahnen im Bayerischen Wald

geschrieben von: Seku

Datum: 02.04.19 22:07

Als die Eisenbahn in den Wald kam: Eine Erfolgsgeschichte aus dem Bayerischen Wald von Rupert Berndl

Verlag: SüdOst-Verlag
ISBN: 978-3-95587-750-7
Auflage: 1. Auflage 2019
Abbildungen: farbig
Hardcover: 136 Seiten
Format: 17 x 24 cm

[www.vintagebuch.de]
Hallo Seku,

es wäre sehr schön, wenn außer einer Ankündigung auch eine Rezension erfolgt!

Gruß Sebastian Schulz

Rezension

geschrieben von: Seku

Datum: 03.04.19 06:14

Gerne, wenn das Buch vorliegt ...

... vorab mal eine Leseprobe >> [www.battenberg-gietl.de]

Günther



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.04.19 12:13.

Bis jetzt ist dieses Journal Maß aller Dinge...

geschrieben von: olek

Datum: 04.04.19 08:32

..zumindest für mich:

[www.booklooker.de]

Naja,

zumindest die Leseprobe sieht nicht sehr vielversprechend aus.....

Olek

Na toll!

geschrieben von: ludger K

Datum: 04.04.19 12:22

Als Autor von Kochbüchern, Gedichten und Theaterstücken scheint der Autor ja so richtig Ahnung von der Eisenbahn zu haben. Kennt er denn den Unterschied zwischen Farb- und SW-Fotos? Angekündigt werden ausschließlich Farbfotos, doch in der PDF sieht man durchweg SW-Fotos. Und ein miserables Repro vom Repro ist als Titelbild ja nicht gerade der Renner, geschweige denn eine Visitenkarte. Toll, daß von den 136 Buchseiten die ersten vier Seiten weiß geblieben, so hat man genug Platz für Notizen, Grußworte und zum Einkleben von Rabattmarken. Wenn dann auch noch etliche Seiten folgen, wo es mehr um Weltgeschichte als um bayerische Eisenbahngeschichte geht, dann bleibt die spannende Frage: Wie mag der Autor wohl die übrigen Seiten gefüllt haben (wenn überhaupt)?

Ein Kandlersches Schnellschuß-Kellerheft für 48,- € ist alles andere als das Maß aller Dinge. Maßgebend sind für mich nach wie vor die meisterlichen Zeitler-Bücher.
Gude auch,

Da muß ich doch mal meine Bücherdatenbank neu umrechnen. Da habe ich doch damals den falschen Faktor bei der Teuroumstellung verwendet.

Es fällt mir wie Goldpennies von den Augen, wenn ich sehe, das DM 19,80 ja nur 48 Euros entsprechen!

Nur wie bringe ich das mir bei, das der Versicherungswert sich plotztausend in etwa verfünffacht hat. Da müßte ich ja für die Hausratversicherung mehr bezahlen, als wie mir die Rentenversicherung auszahlt.

;-)
Manfred

PS: Meinungsäußerungen der DSO-Duden-Redaktion sind mir egalerer als wie Trumpsche Twitterer. ;-)

Re: Neues Buch über Eisenbahnen im Bayerischen Wald

geschrieben von: slpa

Datum: 05.04.19 15:47

Im Grunde ist bereits der Buchtitel missverständlich - Thema des Buches sind ausweislich des Inhaltsverzeichnisses ausschließlich die von Passau aus in den Wald hineinführenden Nebenbahnen. Der Bayerische Wald - streng genommen nur der Gebirgszug entlang der Donau im Gegensatz zum böhmischen Grenzgebirge, das heute begrifflich meist dazugeschlagen wird - reicht aber hinauf bis zum Regen. Die Nebenbahn von Wutzlhofen nach Falkenstein, die Verbindung Straubing - Cham, ja selbst die Strecke Deggendorf-Kalteneck sind offenbar nicht Thema des Buches.

Zum Inhalt lässt sich auf Grundlage der Online-Leseprobe nicht viel sagen - Inhaltsverzeichnis, leere Seiten und Überblick über die Weltgeschichte lassen keine Schlüsse über die Abhandlung des Eisenbahnthemas selbst zu.

Das Kandler-Heft ist eine nette Bildersammlung; der Textteil ist zu vernachlässigen. Interessierten, denen die Zeitler-Bücher und das Löckel-Buch über die Bahnen nach Hauzenberg und Wegscheid nicht zur Verfügung stehen, mag das Buch nützlich sein. Ich werde es mir einmal durchsehen.

Beste Grüße
Stefan
Um es gleich zu Beginn zu sagen: Dies ist offenkundig kein Eisenbahn-Fachbuch im üblichen Sinne, sondern ein Werk zur Heimatgeschichte, das sich jedenfalls auch, wenn nicht gar mit Schwerpunkt, an Leser ohne eisenbahntechnische und eisenbahnhistorische Vorkenntnisse wendet. Mehr noch: Ein vertieftes eisenbahntechnisches Interesse wird offenbar weder erwartet noch soll es bedient werden.

Schwerpunkt der Darstellung sind die von Passau ausgehenden Nebenbahnen durch das Ilztal hinauf nach Freyung und Haidmühle sowie donauabwärts nach Hauzenberg und Wegscheid. Die von der Ilztalbahn in Kalteneck abzweigende Bahn nach Deggendorf wird nur an Rande gestreift.

Der Text intendiert offenbar, die Geschichte der beiden Bahnen, eingebettet in die politische und Verkehrsgeschichte seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, im Plauderton darzustellen. Gelegentliche Schwächen in der Verwendung der Begriffe lassen erkennen, dass der Autor kein Eisenbahnhistoriker ist - die bayerische Lokomotivbezeichnung "Pt" steht nicht für "Personentransport" (S. 80), sondern der Kleinbuchstabe "t" steht für "Tenderlok". Die Aussage "In der Anfangszeit der Eisenbahn hatte man noch keinerlei Erfahrungen mit dem Schienenverkehr" (S. 98) ist in ihrer zwingenden Logik geradezu bemerkenswert und die Bildunterschrift "Ehemals gab es Podeste vor der Schiebetüre, die ins Wageninnere führte" (S. 129; zu sehen ist eine alte Märklin-H0-Donnerbüchse 3. Klasse mit offenen Plattformen) zeugt von Unsicherheit im Umgang mit Fachtermini.

Vertiefte Ausführungen zum Betriebs- und Maschinendienst fehlen völlig.

Die Bildreproduktion ist meistenteils ordentlich, wenngleich die Wiedergabe alter Schwarz-Weiß-Aufnahmen im Farbdruck hier und da Verschmutzungen und Verfleckungen arg hervortreten lässt.

Wer sich zuvor bereits eingehender mit der Geschichte der Eisenbahnen im Bayerischen Wald und um Passau herum beschäftigt hat, mag in diesem Buch eine heimatgeschichtliche Ergänzung seiner Bibliothek sehen. Wer sich einfach einmal mit dem Thema beschäftigen will, findet in dem Buch einen ersten Überblick. Wer vertiefte eisenbahnhistorische Studien betreiben will, kommt um die Zeitler-Bücher weiterhin nicht herum - weder erweitert noch gar ersetzt das Buch die Zeitler-Klassiker. Eine Fehlinvestition ist das Buch so oder so dennoch nicht.

Empfehlung zum Schluss: Die Ausgabe April/Mai 2019 (Nr. 93) der DGEG-Publikation "Eisenbahn-Geschichte" beinhaltet einen ausführlichen und reich bebilderten Beitrag von Siegfried Bufe zum Thema "Eisenbahnen in und um Passau".

Beste Grüße

Stefan



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.19 16:07.
Hallo,

und Danke. Bei deinen Textbeispielen frage ich mich dann immer - Was hindert den Autor das jemanden vorher lesen zu lassen, der sich damit auskennt? Auch wenn sich das Buch nicht an ein Fachpublikum richtet, müssen solche Schnitzer nicht sein.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Man mag darüber diskutieren, wie schwer derartige sprachliche Wackler bei einem Buch wiegen, das sich wohl nicht an erster Stelle an Fachpublikum richtet.

Was ich indes bei diesem Werk des ehemaligen Freyunger Kreisheimatpflegers, vgl.

[www.pnp.de] ,

vermisse, dessen Intention es offenkundig ist, die Auswirkungen der Eisenbahn auch auf das Sozial- und Wirtschaftsleben der Region darzustellen, ist eine vertiefte Darstellung auch der Seilbahnen, die von den Steinbrüchen zu den Bahnhöfen führten, und der Steinbrüche selbst. Gerade die Strecke Passau - Freyung würde hier mit (nach meiner Kenntnis) mindestens vier zum Teil sehr langen Seilbahnen (Bahnhof Fischhaus - Büchlberg, Bahnhof Waldkirchen, Bahnhof Freyung - Carbidwerk Wiede und eine weitere Bahn zwischen Kalteneck und Fürsteneck) einiges an Potential für einen Blick nach links und rechts über den Bahndamm hinaus bieten.

Eine Darstellung der Eisenbahnen im (unteren) Bayerischen Wald, die sich nicht auch dezidiert mit den Anschließerbetrieben und der Anschluss-Infrastruktur beschäftigt, ist letztlich immer unvollständig.

Beste Grüße

Stefan



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.19 19:07.

Re: Bis jetzt ist dieses Journal Maß aller Dinge...

geschrieben von: Zaubermark

Datum: 07.04.19 12:00

Hallo Olek,

naja, das Journal habe ich auch, aber das Maß aller Dinge hinsichtlich Eisenbahn im Bayerwald ist für mich nach wie vor [www.booklooker.de] und [www.booklooker.de]

Ob die Neuerscheinung was taugt, wird sich weisen. Geordert habe ich das Buch jedenfalls.

Viele Grüsse von Mark

Re: Rezension

geschrieben von: Seku

Datum: 12.04.19 20:32

Das Buch liegt nun vor. "slpa" hat schon genügend dazu geschrieben.

Ich bin der Meinung, es wurde vom Kreisheimatpfleger für die heimatverbundenen Leser geschrieben und nicht für den Eisenbahnfreund mit speziellen Erwartungen.

Gruß

Günther

Weiteres Buch aus der Region

geschrieben von: Seku

Datum: 13.04.19 06:31

Habe soeben noch ein weiteres Buch gefunden, das die Bahnen in Ostbayern behandelt

[www.battenberg-gietl.de]

Gruß und schönes Wochenende

Günther