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Moderatoren: Klaus Habermann - MWD
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Gruß
Rolf Hafke
hafke.koeln@t-online.de



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.12.18 19:40.
Mein Exemplar inklusive CD ist schon vor einer Woche bei mir eingegangen.
Das Buch gefällt mir bisher sehr gut, allerdings sind die Streckenpläne und auch viele Repro vom Zeichnungen infolge der sehr geringen Größe eine Zumutung. Selbst mit meiner bisher immer hilfreichen Leselupe kann ich vieles nicht entziffern oder gar lesen. Und ich bin schon jetzt gespannt, wie hier im Forum der Widerspruch zwischen der Repro der Genehmigungszeichnung für den Umbau von Wagen 5.2 und den bildlichen Darstellungen des Wagens auf Seite 163 erklärt wird. Laut Umbauzeichnung müsste laut meines Ansicht das eine Wagenseitenende beiderseits auf den Längsträgern enden, der Wagen an dem Ende also relevant schmäler sein. Info: Um den Omnibus- und Straßengüterverkehr geht es auf Seite 208 bis 256.
Wenn ich allerdings das gesamte VGB/Klartext-Buch zur Plettenberger Kleinbahn mit dem Kenning Buch zur Hohenlimburger Kleinbahn vergleiche, dann gefällt mir das Kenningbuch logisch etwas besser.
Was mir bleibt ist die fast schon absurde Hoffnung auf ähnlich gute Bücher zur Forster und zur Spremberger Industriebahn, die transpress-Preuß-Bücher sind dazu kein Vergleich. Die Forster Industriebahn dürfte es von der Anzahl der Gleisanschlüsse zumindest mit der Hohenlimburger Kleinbahn aufnehmen können.

Wünsche allen Besitzern viel Freude beim Lesen. Auf der DVD dominieren natürlich Filmaufnahmen beim DEV mit der Plettenberg. Leider sind einige Interview-Tonaufnahmen sehr leise.

1. edel sei der Mensch, hilfreich und gut
2. ein Freund, ein guter Freund - das ist das Beste was es gibt auf der Welt
3. wahr sind auch die Erinnerungen, die wir mit uns tragen; die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.11.18 19:23.
Ja,ich bin jetzt auch im Besitz des Buches von der Plettenberger Kleinbahn.

Mir gefällt es,selbst als einigermassen Kenner der Plettenberger Kleinbahn gibt es für mich eine Fülle von Neuigkeiten!
Dietmar Kunen
Blocksiesel
Hast Du auch die DVD? Hast Du als Kenner auch das Kenning Buch von 1993 oder gar 2002 und kannst Du das inhaltlich vergleichen?
Vermutlich hat der fleißige Herr W.D. Grothe nochmals ergänzt und korrigiert - oder nicht?
Vergriffene Kenning-Bücher sind ja zumeist leider nur zu von Soros zusätzlich hoch spekulierten Mondschein-Goldblatt-Apotheken-Preisen zu bekommen und damit für mich unerreichbar.

Re: Die Preise fallen scheints ... ;-)

geschrieben von: Rolf Hafke

Datum: 18.11.18 12:15

Wieso???

Das Ursprungsbuch ist dagegen mit 96 Seiten A4 "recht dünn", hat mal 19,90 € gekostet.....

Wolf Dietrich Groote (Lektor: Ludger Kenning)
Die Plettenberger Kleinbahn
1. Auflage vom April 1994: ISBN 978-3-927587-30-4, 84 Seiten 21x21 cm geb., 2 Farb- und 107 SW-Fotos, 26 Skizzen
Überarbeitete Neuauflage vom Juli 2002: ISBN 978-3-933613-56-1, 96 Seiten DIN-A4 geb., 188 SW-Fotos, 85 Skizzen

Ob das Buch von 2006 bereits mehr als bei dem Link gekostet hat,
kann ich nicht beurteilen.

Auf jeden Fall ist es "mehr Wert" geworden .....

Gruß
R H

kein Vergleich

geschrieben von: ludger K

Datum: 18.11.18 21:45

Das VGB-Buch ist sehr sehr viel üppiger, kein Vergleich zu den Büchlein von damals. Und die Wiedergabequalität der Bilder ist dank heutiger Technik wesentlich besser. Man bekommt für sein Geld eine Menge Kleinbahngeschichte in allerbester Qualität.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.18 22:38.

Re: kein Vergleich

geschrieben von: Rolf Hafke

Datum: 20.11.18 18:20

Guten Tag,

muss leider ergänzen, dass WIR Hädler das Paket-Angebot Buch + DVD
NICHT anbieten können. Wir müssen beides separat zum Normalpreis
einkaufen, würden somit 10.00€ Spanne verlieren.

Ein Unding, dieses Verhalten von VGB....

Gruß
R H

Re: kein Vergleich

geschrieben von: ludger K

Datum: 20.11.18 19:19

Wie geht das, Buch & DVD separat zu erwerben? Im neuen Mosbach-Mudau-Buch ist die DVD (übrigens bereitgestellt von der VGB) fest eingeklebt, dann ist das ganze Buch in Folie verschweißt. Das Paket ist ausschließlich als Ganzes verkäuflich. Einen getrennten Verkauf kann ich mir nicht vorstellen.

Dieses Schimpfen auf die VGB gefällt mir nicht. Welcher andere Verlag gibt sich so viel Mühe bei der Erstellung eines Buches? Etwa jener Erfurter Katastrophenverlag oder vielleicht die Freiburger? Auch über mich wird viel geschimpft, viele Leser haben hier schon kundgetan, daß sie von einem derart unsympathischen Verlag niemals Bücher kaufen würden. In solchen Fällen kann ich nur jenen Erfurter "Verlag" empfehlen: Die verstehen zwar nicht viel vom Büchermachen, sind dafür aber gewiß sagenhaft sympathisch.

Re: kein Vergleich

geschrieben von: Meise

Datum: 20.11.18 20:08

Moin!

Man bestellt einfach beide Artikel getrennt. Es gibt im Shop von VGB das Buch für 49,95 €, die DVD für 22,95 € und das "Das Plettenberger Kleinbahn-Paket" für 59,95. Man spart bei dem Paket also 12,95 € gegenüber den Einzelpreisen.

Die Links zu den Artikeln im VGB-Shop:

Buch "Plettenberger Kleinbahn"

DVD "Plettenberger Kleinbahn"

"Das Plettenberger Kleinbahn-Paket"

Wenn man dank der Preisbindung das Buch im Direktverkauf nicht billiger anbieten darf, dann unterläuft man seine Händler eben durch eine derartige Paketbildung, bei der man die nicht preisgebundene Zugabe rabattiert...

Ob man als Kunde dieses Vorgehen unterstützen möchte, muss jeder selber entscheiden. Um einen Akt der Wohltätigkeit wird es sich angesichts des Hintergrundes Funke Mediengruppe wohl kaum handeln.

Gruß
Gunnar

Re: kein Vergleich

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 21.11.18 12:20

ludger K schrieb:
Welcher andere Verlag gibt sich so viel Mühe bei der Erstellung eines Buches? Etwa jener Erfurter Katastrophenverlag oder vielleicht die Freiburger?
Hallo,

Ich bin zumindest vom neuen "Deppmeyer" sehr angetan, auch wenn sich der wirkliche Mehrwert vor allem in Listen und Tabellen versteckt...

MfG

"Weiss jemand ob DR Kesselwagen auch durch die BRD gefahren sind. Von Güterwagen weiss ich, dass sie auch in der BRD unterwegs waren, aber Kesselwagen ?"
Aus: [www.stummiforum.de]
(:-O???)
meine aktuelle Hymne: [www.youtube.com]

Re: kein Vergleich

geschrieben von: Rolf Hafke

Datum: 21.11.18 16:17

Ludger,

nichts gegen das Plettenberg-Buch, Spitze!
Du hast ja Recht mit Erfurt, auch jetzt im Neunkirchener Buch wieder Bilder durch den Falz!!

Dennoch ist es eine Diskriminierung des Fahchandels, wenn VGB Buch und DVD e4inzeln verkaufen,
zusätzlich ein recht interessantes Oaket machen, das der Fachhandel NICHT bekommt .....

Wir werden hingestellt, als ob wir nicht wollen, wenn ein Kunde das bestellt.
Und das ist UNpartnerschaftlich.

Gruß
R o l f

Re: kein Vergleich

geschrieben von: ludger K

Datum: 21.11.18 17:21

Hallo Rolf!

So wie Du es schilderst, ist es wirklich nicht okay. Vielleicht sprichst Du mal WS darauf an. Ärgerlicher sind dort eher die immensen Lieferzeiten, weil im gesamten Verlagshaus nur ein einziger Packer tätig ist. Aber die Sache mit den Bildern über den Falz hängt Ihr manchmal zu hoch auf. Für mich ist ein Bild über den Falz nicht generell ein KO-Kriterium, aber auf das Wie kommt es an. Falz durch die Lok geht absolut nicht, aber durch eine Freifläche ist es okay. Im Plettenberg-Buch gehen einige Bilder durch das Fahrzeug, was mir nicht gefällt, aber deshalb ist nicht gleich das ganze Buch schlecht. Bei Sutton dagegen fehlt ein Mindestmaß an Bildbearbeitung und Lektorat, und das Layout hat oft das Niveau einer Schülerzeitung. Alles hängt nur davon ab, ob der (in der Regel laienhafte) Autor etwas von der Vorstufe versteht oder nicht. Das ist für mich kein Verlag, sondern nur ein seelenloser Buchherausgabeautomat, etwa wie jene Verlage, die vom Autor einfach nur eine PDF annehmen und sie unbesehen an den Drucker weitergeben. Ganz zu schweigen von jenen "Verlagen", bei denen der Autor die Druckkosten vorschießen muß, das ist einfach nur unterirdisch.

Viele Grüße
Ludger

Rezension - Besprechung !

geschrieben von: Rolf Hafke

Datum: 01.12.18 19:40

*** Privatbahnen Deutschland ***
„Plettenberger Kleinbahn – Auf Schiene und Straße“ von Wolf Dietrich Groote, Fürstenfeldbruck und Essen 2018, 272 Seiten im Format 22,5 x 29,5 cm, gebunden, Herausgeber: Verlagsgruppe Bahnen und Klartext-Verlag; Preis: 49,95 €

Im westsauerländischen Lennetal reihten sich einst im Verlauf der Eisenbahnstrecke Hagen – Finnentrop – Siegen an den wichtigeren Bahnhöfen dort beginnende Schmalspurbahnen wie die Perlen aneinander: Hohenlimburg, Letmathe, Altena, Werdohl und Plettenberg waren Ausgangspunkte für Strecken in die Seitentäler, wobei nur die Iserlohner Kreisbahn nach Altena und Letmathe – Nachrodt elektrisch als Straßenbahn betrieben wurde. Alle sind zum Teil mehrfach literarisch behandlet worden, so auch die Plettenberger Kleinbahn (PK), zu der der Autor des neuen Buches bei Kenning schon einmal ein in zwei Auflagen hergestelltes Werk veröffentlicht hat. Auch in den Klein- und Privatbahnbänden des EK-Verlages wird die Bahnen ausführlich beschrieben.

Wenn nun bei Klartext erneut ein sehr umfangreiches Werk zu Plettenberg herauskommt, dann erhebt sich natürlich die Frage, was es viel Neues enthalten kann um einen Erwerb auch durch denjenigen zu rechtfertigen, der die übrigen Veröffentlichungen bereits besitzt. Schon der Untertitel des Buches „auf Schiene und Straße“ zeigt, dass die PK mehr war, als ein reiner Bahnbetrieb, denn neben dem Schienenverkehr gab es im Personenverkehr auch einen umfangreichen Busbetrieb und im Güterverkehr ein Speditionsunternehmen, welche beide den Bahnbetrieb um Jahrzehnte überlebten. Der Autor, der auch zu den Initiatoren der 1982 gegründeten Märkischen Museumseisenbahnen gehört, die in der Nähe von Plettenberg auf einem Reststück der einstigen DB-Normalspurstrecke nach Herscheid mit zahlreichen Schmalspurfahrzeugen und auch einer meterspurigen Fahrstrecke die Erinnerung an die Sauerländischen Kleinbahnen wach hält, hat jedoch bei einer intensiven Materialsuche bei ehemaligen Betriebsangehörigen und Verkehrsfreunden im In- und Ausland sehr viele bisher unbekannte Bilder und Dokumente gefunden. So stellt dieses Buch auch für diejenigen, die bereits Besitzer der zuvor vorhandenen Literatur sind, eine sinnvolle Ergänzung dar.

Wie auch die anderen Kleinbahnen der Region, hatte auch die PK ihren besonderen Reiz, denn es handelte sich hier um ein Mittelding zwischen Straßenbahn- und Eisenbahn, die z.B. in unserem Nachbarland Niederlande sicher als „Stoomtram“ bezeichnet worden wäre. Mit ihren Kastendampfloks und der Streckenführung im Straßenbereich machte sie diesem Begriff alle Ehre und trug auch lange Jahre ihres Bestehens den Namen „Straßenbahn“ in ihrer Firmierung, ehe sie 1942 zu einer Kleinbahn umfirmierte. Vier Hauptkapitel beschäftigen sich mit der Geschichte der Stadt Plettenberg, mit der Entstehungsgeschichte der Straßen- bzw. Kleinbahn und ihrer insgesamt drei Strecken. Das über 180 Seiten starke Hauptkapitel „Die Kleinbahn auf der Schiene“ behandelt Strecken und Fahrzeugen sehr detailliert. Daran schließen sich 50 Seiten über Omnibus und Straßengüterverkehr an, ehe ein Anhang mit einigen Randthemen wie Mo dellen der Kleinbahn, aber auch einer ausführlichen Zeittafel und einem umfangreichen Quellenverzeichnis den Abschluss bilden.

Illustriert ist das Ganze mit etwa 650 zum Großteil unveröffentlichten Bildern und einer Vielzahl von Plänen und sonstigen Dokumenten.

Das Schienennetz war zwar insgesamt nur etwa 13 Kilometer lang, aber die hatten es in sich und boten immer wieder Besonderheiten. Das Hauptgeschäft der Bahn stellte die An- und Abfuhr von Gütern zu den zahlreichen Firmen des verarbeitenden Gewerbes dar, zu denen eine Vielzahl von Gleisanschlüssen führten. Hier mit aufgebockten und später aufgeschemelten Normalspurwagen eine Bedienung herzustellen, verlangte häufig viel Geschick und Improvisation. Das besondere Flair eines solchen Betriebes übertragen die Aufnahmen im Buch hervorragend und auch von dem bereits 1958 aufgegebenen Personenverkehr, für den sogar ein Dieseltriebwagen angeschafft wurde, gibt es zahlreiche schöne Aufnahmen. Man wird allerdings den Eindruck nicht los, dass dieser an den Fahrplan gebundene Verkehr den Güterbetrieb eher störte. Dass die Stadt Plettenberg zu Beginn der 1960er Jahre danach trachtete, den mit zunehmendem Autoverkehr in ihren Straßen immer mehr als störend empfundenen Bahnbetrieb loszuwerden, ist sogar verständlich. 1962 war denn auf der Schmalspur mit Ausnahme eines bescheidenen Restbetriebes im Bahnhofsbereich zur DB ebenfalls Ende.

Das gut gestaltete und sauber gedruckte Buch setzt der Plettenberger Kleinbahn ein hervorragendes Denkmal und ist für Kleinbahnfreunde sehr empfehlenswert. Auch Modellbahner finden zahlreiche Anregungen, wie auf kleiner Fläche ein abwechslungsreicher Bahn- und Rangierbetrieb durchgeführt werden kann. (reu)