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Moderatoren: Klaus Habermann - MWD
Hallo,

vor kurzem ist in der Buchreihe "Sutton Zeitreise" des Erfurter Sutton-Verlags mein neuestes Buch

Unvergessene Schambachtalbahn - Eine nostalgische Reise von Ingolstadt nach Riedenburg

erschienen.

Auf 128 Seiten habe ich die Geschichte der einstigen Lokalbahn von 1904 bis 1994 nachgezeichnet und mit 160 inzwischen historischen Fotos, Zeichnungen und Dokumenten illustriert.

Das Buch ist beim Verlag, in den bekannten Buchhandlungen sowie portofrei bei mir erhältlich und kostet 19,99 €.
ISBN-Nummer: 978-3-95400-988-6.

Die Buchpräsentation findet am Sonntag, 18. November 2018, um 15 Uhr im Barocksaal des Ingolstädter Stadtmuseums statt.

Leonhard (98 507)

INHALT:
1. Ingolstädter Eisenbahngeschichte
2. Viele Wege ins Altmühltal
3. Lokalbahngesetz, Bahnbau, Eröffnung
4. Bayerns erste Bahnagentin
5. Dampflok, Diesellok, Schienenbus
6. 50 Jahre Schambachtalbahn
7. Zuckerrüben - Süße Fracht auf der Schiene
8. Erinnerungen an den Mai 1972
9. Sonderzüge ins Schambachtal
10. Rückzug von der Schiene
11. Die Schambachtalbahn im Modell
12. Natur und Geschichte: Der Schambachtalbahn-Radweg



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:12:01:17:52:57.

Zeitungsbericht zur Buchpräsentation

geschrieben von: 98507

Datum: 20.11.18 12:11

Der DONAUKURIER berichtete über die Buchpräsentation am 18. November:

"Nostalgische Reise nach Riedenburg
Leonhard Bergsteiner und sein Buch über die einstige Schambachtalbahn


Ingolstadt (peh) Nur wenig erinnert noch an diese Zeit. Aber man erkennt noch einige Relikte, wie etwa die früheren Bahnstationen in Mendorf oder Theißing, heute schön gelegene Privathäuser. Fährt der Ausflügler heute mit dem Fahrrad ins Altmühltal, war dies einst ein schöner Tagesausflug mit der Bahn. Der Eisenbahnexperte Leonhard Bergsteiner hat jetzt ein neues Buch herausgebracht, in dem er 90 Jahre Eisenbahngeschichte wieder zum Leben erweckt. "Unvergessene Schambachtalbahn - Eine nostalgische Reise von Ingolstadt nach Riedenburg" lautet der Titel des Buches, das er gestern im Barocksaal des Stadtmuseums vorgestellt hat.

Bergsteiner ist nicht einer von vielen Bahn-Nostalgikern in der Region. Er ist der Eisenbahnfachmann, der schon etliche Bücher über sein Lieblingsthema verfasst hat. Archivar Edmund Hausfelder erläuterte in seiner Einführung kurz die Geschichte des Eisenbahnwesens in Ingolstadt. Erst spät, 1867, wurde Ingolstadt an das Bahnnetz in Bayern angeschlossen. Nach der Strecke nach München folgten in den Jahren darauf die Linien nach Treuchtlingen, Regensburg und Donauwörth sowie 1875 nach Augsburg.

Damit war für fast drei Jahrzehnte erst mal Schluss. Bis dann im Jahr 1894 die Ratskollegien von Ingolstadt und Riedenburg ein Bittgesuch nach München sandten, man möge doch prüfen, ob eine Zugverbindung entweder nach Kinding oder nach Riedenburg möglich sei, so Bergsteiner. Interessant ist die Begründung: Man wollte nicht nur den Güterverkehr stärken. Vielmehr sollten die Menschen in Ingolstadt die Möglichkeit haben, kleine Tagesausflüge ins Altmühltal zu unternehmen, da sie sich größere Reisen ohnehin nicht leisten konnten. Zunächst passierte überhaupt nichts, weil in dieser Zeit mehrere derartige Projekte verwirklicht wurden. Doch im Jahr 1900 wurden die ersten Schienen verlegt, 1902 war Dolling erreicht, 1904 schließlich Riedenburg. 42 Kilometer vom Hauptbahnhof aus, 39 vom Nordbahnhof. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern in der Stunde dauerte die einfache Fahrt gute eineinhalb Stunden.

Bergsteiner hat einen alten DK-Artikel aus dem Jahr 1954 ausgegraben, worin der Heizer der allerersten Fahrt sich an die Premiere erinnert. Da die Zugfahrt kostenlos war, wollten viele Riedenburger die Gelegenheit nutzen, um günstig aufs Oktoberfest zu kommen. Viele auf dem Land hatten zuvor noch nie einen Zug gesehen, manche alten Frauen fürchteten gar, der Leibhaftige sei erschienen. Geschichten wie diese sind es, die das Buch von Bergsteiner zu einer unerschöpflichen Quelle der lokalen Eisenbahngeschichte machen. Oder die Erinnerung an Bayerns erste Bahnagentin. Käthe Stadler hatte während der Bauphase für die Arbeiter gekocht und sich anschließend für die Agentur in Mendorf beworben. Das heißt, sie verkaufte Billets und erledigte den Frachtverkehr. Bis 1929 war sie Agentin, bis zur Schließung der Agentur im Jahr 1962 ihr Sohn Michael.

Leonhard Bergsteiner hat sich akribisch mit der Schambachtalbahn beschäftigt, und das in allen Bereichen. Ob Lokomotiven, Bahnstationen und Bahnhöfe, der Transport der Zuckerrüben, die Modellbahn, das Dampflok-Sammellager Desching (heute Gunvor-Raffinerie) oder die schrittweise Einstellung des Verkehrs bis 1994: Der Eisenbahnkenner hat alles dokumentiert. Besondere Erwähnung müssen hier auch die zahlreichen historischen Fotos finden, die die Erinnerung an die Schambachtalbahn hoch halten. Manches dürfte vielleicht noch bekannt sein, wie der Nordbahnhof und das Wandgemälde mit den Ausflugstipps der Region, einiges ist in Vergessenheit geraten. Leonhard Bergsteiners Buch ist ein unverzichtbarer Beitrag, dass auch kommende Generationen bei ihren Ausflügen auf dem schon ab Ingolstadt ausgeschilderten Schambachtal-Radwanderweg wissen, dass sie auf einer früheren Bahnstrecke radeln.

Leonhard Bergsteiner: Unvergessene Schambachtalbahn, Erfurt 2019, Sutton Verlag, 120 Seiten, zahlreiche Abbildungen."
Giuten Abend,
anlässlich eines Besuchs in Nürnberg habe ich mir in der allen bekannten Nürnberger Buchhandlung den Band über die Schambachtalbahn von Ingolstadt nach Riedenburg gekauft.
Um es kurz zu machen: Ich bin sehr angetan von der Fülle interessanter Aufnahmen und fundierter Texte und habe mich gleich festgelesen. Der Autor versteht es, den Leser zu fesseln. Das Buch ist mit viel Herzblut gemacht. Derartige Bücher wünscht man sich mehr!
Die Bildwiedergabe und das Layout sind voll in Ordnung. Die hier wiederholt geäußerte Kritik am Verlag ist daher vollkommen fehl am Platz!
Gruß aus dem Taunus
Langenschwalbacher



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:12:17:19:02:43.
Habe seit gestern das Buch. Leider ist das Buch für mich inhaltlich eine Enttäuschung. Nur auf den Seiten 43 bis 106 geht es im Buch wirklich um die Schambachtalbahn. Bei den Aufnahmen auf diesen Seiten dominiert leider die Dieseltraktion, wenn auch knapp. Auch viele sonst zu Strecken übliche Infos vermisse ich, ähnlich wie aussagekräftige Fotos auf denen die Gleisanlagen der Bahnhöfe der Bahn mal komplett abgebildet sind.
*
Es hat nun mal jeder etwas andere Vorstellungen von so einem Buch. Und ein Buchtitel wie "Der Bahnhof Ingolstadt und die Schambachtalbahn" wäre wohl ehrlicher gewesen. Wobei der Preis des Buches angemessen und ehrlich ist.

Re Unvergessene Schambachtalbahn, Ingolstadt-Riedenburg

geschrieben von: 98 1802

Datum: 18.12.18 18:32

Hallo,
ich bin nur einmal auf der Schambachtalbahn gefahren und zwar 1984 im Rahmen einer ETA-Abschiedsfahrt der Augsburg-Hochzoller Eisenbahnfreunde mit einer Garnitur aus 3x515 und 211.
Das neue Buch steht bei mir auf dem weihnachtlichen Wunschzettel und ich bin schon sehr gespannt darauf. Den Autor kenne ich von zahlreichen anderen Veröffentlichungen. Meine Meinung zum Buch folgt im neuen Jahr.
Grüße aus Augsburg
Ulrich
Guten Abend,
ich habe das Buch auch geschenkt bekommen und möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass im Kapitel über die Sonderfahrten der ETA-Sonderzug (3x ETA+V 100) aus Augsburg im Bahnhof Altmannstein gezeigt wird.
Der Band hat meine Erwartungen voll erfüllt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für Nebenbahnen interessiert. Aber auch Kapitel 1 über Ingolstadt ist informativ, zumal die Bahn ohne den Eisenbahnknoten nicht existiert hätte. Im Abschnitt über das Aw Ingolstadt wird u.a. die neubekesselte S 3/6, Nr. 18 620, gezeigt. Diese Maschine lief zusammen mit ihren Schwestern im Allgäu nach Lindau.
Gruß aus dem Allgäu und allen einen guten Rutsch
ETA 150



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:12:31:14:52:04.