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Software, Medien aller Art und Literatur zum Themengebiet Eisenbahn
Moderatoren: Klaus Habermann - MWD
Bernd Franco Hoffmann

111 Eisenbahnorte im Rheinland, die man gesehen haben muss
240 S. m. vielen Farbfotos, kart., 13,5 x 20,5 cm
ISBN: 978-3-7408-0344-5
Herausgeber: Emons Verlag
Preis: 16,95 Euro

Das Buch enthält neben Museumsbahnen/Eisenbahnmuseen, einigen Denkmalloks, sehr vielen alten Bahnhöfen (oder was
davon übrigblieb), interessanten Brücken u.a. auch kleinere Sehenswürdigkeiten wie z.B. Gedenktafeln.
Und ob sich ein Besuch im "Wurst-Waggon", einer einfachen Imbißbude an der früheren Bonner Wesselbahn, sich wirklich lohnt, ist
ebenfalls Ansichtssache (immerhin sind hier noch Gleisreste übriggeblieben!). So werden z.B. auch die Kölner Ludolf-Camphausen-
Straße (benannt nach einem Eisenbahnpionier) und der Haltepunkt Köln-Holweide ("Willy-Röhrig-Gedächtnis-Bahnhof"!) als
"sehenswert" vorgestellt. Der Gleisbogen im sog. "Rheinuferbahnhof" der alten Rhein-Sieg-Eisenbahn ist beim Abbau der Anlagen
nicht vergessen worden, sondern wurde erst viel später angelegt ...
Jeder Ausflugstipp bzw. Eisenbahnort wird auf einer Doppelseite (Text & Foto) mit genauer Ortsangabe, ÖPNV-Verbindungen
bzw. Anreisemöglichkeiten vorgestellt. Zwei Übersichtskarten zur Orientierung sind auch dabei. Die Druckqualität ist gut,
einige Aufnahmen sind jedoch etwas zu dunkel abgebildet.
Trotz der Kritik: Das preiswerte Buch bietet einen guten Überblick über wichtige und auch weniger wichtige "Bahnorte" im
Rheinland.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.18 12:24.
Sind denn wenigstens Relikte der richtigen Rheinuferbahn, respektive der KBE in der Publikation zu finden?

Gruß

Rübezahl

Neues Buch: "111 Eisenbahnorte im Rheinland ....

geschrieben von: Seku

Datum: 27.02.18 15:15

.... die man gesehen haben muss". Eine Kurzbeschreibung aus der Tagespresse.

[www.rundschau-online.de]
[www.emons-verlag.de]

Oha! Haben die Darmstädter ...

geschrieben von: Frankfurter

Datum: 27.02.18 17:37

.. jetzt im Bergischen eine Dependance oder haben sie tatsächlich ihre heißgeliebete Zucker-Susi dorthin verkauft?

Denn es kann nur eine (Zuckersusi) geben!

Noch en Gude,
Manfred

PS: Offensichtlich ein "Werk", daß zumindest ich nicht brauche. ;-)

Gelesen ?

geschrieben von: Seku

Datum: 27.02.18 18:26

@ Frankfurter: also, wer den Beitrag richtig liest, wird feststellen, dass eine andere Lok gemeint ist.

In Euskirchen gibt es auch eine Zuckerfabrik, nicht nur in Regensburg

[www.bahnbilder.de]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.02.18 19:17.

Eine "Zucker-Susi" hat es in Euskirchen . . .

geschrieben von: RailDahm

Datum: 28.02.18 09:03

nie gegeben. Es handelt sich hier um eine feuerlose Dampfspeicherlok, welche in der dortigen Zuckerfabrik
ihren Dienst tat und nun hinter (nicht vor!) dem Bahnhof zu bewundern ist.

Bei dem Museum in Asbach handelt es sich wohl nicht um ein "Museumsbähnchen", sondern um eine kleine,
jedoch sehr interessante Sammlung mit teilw. Originalfahrzeugen der Rhein-Sieg Eisenbahn/Bröltalbahn im
ent- und ansprechenden "Ambiente" . . . (ehem. RSE-Bf. mit Lokschuppen!).



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.02.18 14:10.

Re: Eine "Zucker-Susi" hat es in Euskirchen . . .

geschrieben von: RailDahm

Datum: 28.02.18 21:54

Bei der vor wenigen Minuten erfolgten Lektüre eines (natürlich!) positiven längeren Artikels zu diesem "Fachbuch" in der heutigen Ausgabe
des Bonner "Generalanzeiger" (Tageszeitung v. 28.02.) belustigte mich gegen Ende der Satz "An die Rheinuferbahn in Beuel [dagegen] erinnert
nur noch ein Gleisbogen im Gras."
Die amtliche Bezeichnung des dortigen Kleinbahnhofs lautete zwar "Beuel Rheinufer". Dieser gehörte jedoch zur
Rhein-Sieg Eisenbahn und hatte mit der Rheinuferbahn, welche linksrheinisch Köln über Wesseling mit Bonn verband (heutige Stadtbahn-Linie 16)
und ein Bestandteil der Köln-Bonner Eisenbahnen war, absolut nichts zu tun. (rd)

Generalanzeiger

geschrieben von: Seku

Datum: 28.02.18 22:16

Online finde ich leider den Artikel nicht. Es stellt sich die Frage: Ist die "Rheinuferbahn" in Beuel aus dem Buch zitiert oder dort Erfindung des Rezensentens ?

Re: Generalanzeiger

geschrieben von: RailDahm

Datum: 28.02.18 22:59

Auch ich kann den Artikel (Überschrift: "Faszination des Schienenstrangs") online (noch?) nicht finden.
Leider ist aus dem Text für mich nicht erkennbar, ob mein zitierter Satz vom Buchautor oder von der
angegebenen Journalistin (also Rezensentin) stammt ...
Gruß rd

Re: Gelesen ? Nein!

geschrieben von: Frankfurter

Datum: 01.03.18 02:39

Da habe ich wesentlich Besseres noch auf meiner To-Les-Liste.

Aber der Bericht über dieses Werk reicht mir auch schon. Da kann man seine Euros besser ausgeben, aber jeder mag das nach seinem Belieben tun. Und wenn es eine Zusammenfassung von bestimmt interessanten Punkten mit Phantasieerzählungen ist. Darauf wird ja auch in anderen Beiträgen hingewiesen. So ein Reiseführer ist im Prinzip eine sehr gute Sache, aber Fakten sollten Fakten bleiben.

Und nicht jede Zuckerfabrik hatte eine "Zucker-Susi". Es gab keine BR "Zucker-Susi". Die ist halt die Einzigste!

;-)

Manfred

Re: Eine "Zucker-Susi" hat es in Euskirchen . . .

geschrieben von: EP 5

Datum: 01.03.18 12:51

Hallo Eisenbahnfreunde,

ich weiß zwar jetzt nicht genau, was man konkret unter dem Begriff „Zucker-Susi“ versteht, aber vielleicht kann ich zur Klärung des Sachverhaltes – „Zucker-Susi“ in Euskirchen - ein wenig beitragen.

Die grüne Dampfspeicherlok von Henschel Baujahr 1949, die zwischen 1968 und 1983 den Werksbetrieb der Euskirchener Zuckerfabrik von Pfeifer & Langen mit anderen Lokomotiven bestritt und 1986 hinter dem Bahnhof Euskirchen als Denkmal aufgestellt wurde, kann „Zucker-Susi“ nicht sein. Ich denke, da sind wir uns alle einig.

Die „Zucker-Susi“ Euskirchens – eigentlich eine waschechte Berlinerin - stellt meines Erachtens einzig und alleine die werkseigene Borsig-Lok vom Typ 9.1 Baujahr 1893 mit der Anschrift „Cöln 7270“ dar, die zwischen 1925 und 1968 in der hiesigen Zuckerfabrik unermüdlich ihren Dienst versah.

Da man in Euskirchen vor 50 Jahren nichts mehr mit „Zucker-Susi“ anzufangen verstand, schenkte man sie einfach der DGEG. Heute steht sie vor dem Bochumer Starlight-Express-Theater. Ich hoffe, es geht ihr den Umständen entsprechend gut.


Viele Grüße,
Marc



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.03.18 19:05.

Re: Eine "Zucker-Susi" hat es in Euskirchen . . .

geschrieben von: Frankfurter

Datum: 01.03.18 17:13

Ah, Euskirchen, Euskirchen, Euskirchen!

Nenene!

Überall gab es Loks von Südzucker, aber "Susi" gabs nur EINMAL. Siehe zB auf dem Foto in folgendem Tröt

[www.mysnip.de]

sieht man die Lok 4 der Südzucker mit ihrer stolzen Aufschrift "Susi", die vor- und nachmalige 98 727. Die anderen gezeigten sind einfach nur Loks der Südzucker.

Und wenn manchereiner schon darauf besteht, daß es doch mehr als eine "Susi" gab, dann vielleicht folgende Kopie

[hallozeitz.blogsport.de]

Wenn die Euskirchener T 9.1 auch "Susi" genannt wurde, hat sie dies zumindest jahrzehntelang gut vor der Öffentlichkeit versteckt, bis man es hier ans Licht der Welt zerrte. Getragen hat sie diesen Namen m.W. nie.

Auch wenn er [www.ksta.de] das meint

;-)
Manfred

Re: Eine "Zucker-Susi" hat es in Euskirchen . . .

geschrieben von: Eugen

Datum: 02.03.18 16:58

Ich habe mir das Buch geholt und bevor man hier unqualifizerte Äußerungen loslässt, sollte man sich vorab informieren. In dem Buch gibt es mehrere Kapitel über die Bröltalbahn und auch einige über Bonn-Beuel (z.B. Die Kleinbahn Beuel-Großenbusch). Zur Unterscheidung hat der Autor offenbar beim Gleisbogen die Unterscheidung Rheinuferbahnhof gewählt, was auch okay ist. In dem Kapitel ist ausschließlich von der Bröltalbahn und NICHT von der Rheinuferbahn die. Über die Rheinuferbahn gibt es eigene Kapitel. Das sind die FAKTEN!

Re: Eine "Zucker-Susi" hat es in Euskirchen . . .

geschrieben von: Eugen

Datum: 02.03.18 17:06

Die Betriffe "Zucker-Susi" sind beliebige Namen wie auch der Begriff "Balkan-Express" oder "Persil-Lok". In Euskirchen hat diese Lok jedenfalls den Kosenamen "Zucker-Susi", der natürlich nicht offiziell ist genau wie "Roter Brummer" o.ä., weil ich denke, dass es keine Firma gibt, die ihre Lok "Zucker-Susi" nennt.

[www.zuckersusi.de]
[www.rheinlandbahnen.de]

[www.swr.de]
[www.eifelbahn.de]


Alos erst mal informieren, bevor man losmeckert und imkompetente Unwahrheiten verbreitet.

Recht hat er ...

geschrieben von: Seku

Datum: 02.03.18 17:12

Eugen schrieb:


Also erst mal informieren, bevor man losmeckert und imkompetente Unwahrheiten verbreitet.
Genau so sehe ich das auch. Man sollte erst mal glotzen und dann, wenn es angebracht ist, motzen !

Re: Recht hat er ...

geschrieben von: Frankfurter

Datum: 02.03.18 18:06

Seku schrieb:
Eugen schrieb:


Also erst mal informieren, bevor man losmeckert und imkompetente Unwahrheiten verbreitet.
Genau so sehe ich das auch. Man sollte erst mal glotzen und dann, wenn es angebracht ist, motzen !

Vollste Zustimmung!

Gruß,
Zuckersusi - eine von Tausenden allein in diesem Forum

PS: Ach ihr Susis seid alle so süß!

Re: Eine "Zucker-Susi" hat es in Euskirchen . . .

geschrieben von: EP 5

Datum: 03.03.18 09:04

Hallo Eugen, hallo Eisenbahnfreunde,

das sind ja wieder ganz interessante Geschichten, die einem hier präsentiert werden. Ich fand Deinen Hinweis zur Euskirchener „Zucker-Susi“ hilfreich, demnach „nur“ die grüne Dampfspeicherlok von Henschel den Spitznamen trug, nicht wie von mir fälschlicherweise angenommen die preußische T 9.1.

Die Thematik „Werksverkehr schienengebundener Fahrzeuge bei der Euskirchener Zuckerfabrik“ finde ich nicht nur aufgrund der dort einst eingesetzten Triebfahrzeuge spannend. Bis heute ist mir die Infrastruktur (Lokbehandlungsanlagen, Lokschuppen, Wasserturm) auf dem Fabrikareal für die dort lange Zeit eingesetzten Dampf- und Dieselloks einschließlich der Gleisanlagen ein Rätsel geblieben, obwohl ich das Buch „Eisenbahnen in Euskirchen“ vom Verlag Kenning und sogar noch den Eisenbahn-Kurier 06/78 mit dem Artikel „Das Bw Euskirchen“ besitze.

Im Rückblick muss diese rheinländische Kleinstadt einst eine Menge Fabriken gehabt haben, ich erinnere mich noch dunkel an einige Gebäude, Ruinen im Bahnhofsumfeld in den 1980er Jahren.

Inwieweit wurde zur Euskirchener Industriekultur schon etwas veröffentlicht?


Viele Grüße,
Marc (Berlin)
Hier nun noch ein Überblick über die KBE-Relikte, welche ich im Buch gefunden habe:

Unter dem Titel "Der Köln-Bonner Hermes - Der letzte Überlebende" wird auf eine Steinfigur hingewiesen,
welche am (abgerissenen) Bonner Rheinuferbahnhof befestigt war und nun im Betriebshof Dransdorf auf einem
Sockel steht. Vor einer Besichtigung wird jedoch eine Voranmeldung bei den Stadtwerken Bonn empfohlen (Betriebsgelände!).
Auch der Rheinhafen Godorf wird vorgestellt, welcher einen großen Hafenbahnhof besitzt und früher von den KBE
bedient wurde. (Neues EVU ist hier RheinCargo, die Nachfolgegesellschaft von Häfen und Güterverkehr Köln/HGK.)
Der Rheinauhafen im Kölner Süden ist dagegen längst Geschichte. Dieser besaß übrigens eine eigene Hafenbahn
(der Stadt Köln) und war somit Übergabebahnhof. Früher verkehrten hier auch lange KBE-Kesselwagenzüge über
die Rheinuferbahn bis bzw. von Wesseling/Godorf.
Nr. 61: Die Rheinuferbahn betrieb von 1929 bis 1933 ihren Endbahnhof "Köln-Mülheimer Brücke", welcher sich nicht
rentierte; deshalb wurde danach die Endstation wieder an die Hohenzollernbrücke zurückverlegt. Vorhanden ist jedoch
noch heute das kleine Empfangsgebäude.
Im KBE-Museum in Wesseling kann man eine große Ausstellung von Exponaten der KBE besichtigen. Auch ein -
damals hochmoderner - KBE-"Silberpfeil" ist hier noch vorhanden. (Ob dieser jedoch zugänglich ist?)
Quasi als "Außenstelle" des Museums befindet sich auf dem Gelände des Betriebshofs Brühl-Vochem von Rhein-Cargo
der Museumsbahnhof der Köln-Bonner Eisenbahnfreunde mit einigen interessanten Fahrzeugen (z.B. die KBE-Diesellok V 3,
eine Rheinbraun-E-Lok, die später zur KBE kam, Werkloks u.a.). Hier ist eine Besichtigung nur samstags und nur nach
tel. Voranmeldung möglich!

Übrigens: Im Rheinischen Industriebahn-Museum in Köln befindet sich der KBE-ET 57 ...




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.18 12:16.
Eine sehr ausführliche Rezension zu diesem Buch befindet sich in der neuen Ausgabe vom
KÖLN-BONNER Verkehrsmagazin (Nr. 51 - 2/2018).
Eine genaue Inhaltsangabe mit allen übrigen Themen findet sich hier:

http://www.koeln-bonner.de/aktuelle-ausgabe/


MfG RailDahm




5-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.05.18 13:25.