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Software, Medien aller Art und Literatur zum Themengebiet Eisenbahn
Moderatoren: Klaus Habermann - MWD

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Angemeldet: -

Re: Nein

geschrieben von: Bw Betzdorf

Datum: 08.01.18 11:03

Entschuldigung, das ich erst jetzt reagieren kann,

Ich könnte auch mit Eisenbahnfreund leben, wenn dieser Begriff nicht, wie einige hier richtig erkannt haben, mittlerweile so negativ besetzt ist.
Vielleicht habe ich mich auch nicht klar genug ausgedrückt. Im Kreis gleichgesinnter ist dieses Wort natürlich vollkommen in Ordnung, und auch "Pufferküsser" kann man akzeptieren.
Nenne aber mal einen Eisenbahnfreund, auch hier im Forum, "Nietenzähler", "Schachtelbahner" oder "Teppichbahner". Da lassen entsprechende Kommentare dann auch nicht lange auf sich warten.
So habe ich halt oft bei der Nennung des Begriffes Eisenbahnfreund meine Schwierigkeiten, da es ja zu mindestens 90 Prozent Menschen in der Zeitung lesen, die zur Materie selbst keinen Bezug haben, die sich aber wahrscheinlich daran erinnern, das einige Monate vorher in der Zeitung stand/selbst erlebt wurde/im Gespräch aufgeschnappt, das es wilde Verfolgungsfahrten mit dem Auto von "Eisenbahnfreunden" hinter einem Sonderzug gegeben hat, oder die Bundespolizei mehrerer Exemplare dieser fotografierenden (und oftmals im Zug nicht mitfahrenden) Gattung von den Schienen zurückholen musste, und deshalb auch normale Züge Verspätung einfuhren.
Habe es ja selbst schon erlebt, wie bei einem Museumsfest die Lok nicht gedreht werden konnte, weil einer dieser "unverbesserlichen" die Drehscheibengrube mit seiner Fotoausrüstung blockierte, und auch auf gutes zureden nicht bereit war, von dort zu verschwinden. Und am Rand der Drehscheibe standen Familien und auch andere fotografierenden Eisenbahnfans/freunde, die dieses Schauspiel miterleben mussten.

Re: Nein

geschrieben von: EP 5

Datum: 08.01.18 11:35

…, weil einer dieser "unverbesserlichen" die Drehscheibengrube mit seiner Fotoausrüstung blockierte,…




Das könnte mir auch passieren!




Gruß,
Marc (Wedding)

Re: Ist der Begriff "Eisenbahnfreund" despektierlich?

geschrieben von: WHA

Datum: 08.01.18 12:47

'N Tag allerseits,

es stimmt, daß viele Privatarchive (relativ) unbekannt sind, weil niemand bzw. fast niemand weiß, daß sie existieren, geschweige denn ihren Umfang und Inhalt kennt. Andererseits gibt es vermutlich auch nicht so viele interessante Archive: Nicht jedes aufbewahrte Schreiben der Bahnverwaltung und schon gar nicht jedes Foto von der Eisenbahn ist wirklich archivierenswert. Das gilt beispielsweise für die ewiggleichen Bilder vom letzten Dampfbetrieb der DB und den Sonderfahrten der 1970er Jahre. Und ein Kursbuch, ein Buchfahrplan oder ein Umlaufplan machen noch keinen Sommer. In dieser Hinsicht erwarte ich doch von jedem "Eisenbahnfreund" eine realistische Einschätzung der Qualität seiner Sammlung.

Und was die "Kulturarbeit im Stillen" anbelangt: Ich weiß zwar nicht genau, was damit gemeint ist. Aber ich vermute, daß damit irgendwelche Sammelaktivitäten der jeweiligen Eisenbahnfreunde gemeint sind. Es mag sein, daß die "ausstellenden Institutionen" sich wenig mit dem Thema Eisenbahn beschäftigen, aber Dank des hier im Forum bereits kritisierten Sutton-Verlages hat andererseits fast jedermann die Möglichkeit sein Wissen bzw. seine Sammlung der Welt zugänglich zu machen. Anders ausgedrückt: Die drucken fast alles, was sie in die Finger kriegen. Über die Qualität der Druckwerke läßt sich hinterher trefflich streiten. Und beim Durchblättern verschiedener dieser Werke ist mir bisher kein Archiv untergekommen. Worin besteht also die Kulturarbeit? Im Sammeln von Bildern und Zeitungsschnipseln? So etwas will vermutlich keine "ausstellende Institution" zeigen, vom Heimatmuseum Hinterposemuckel abgesehen - nur wird deren Ausstellung nicht deutschlandweit bekannt. Vielleicht möchte auch nicht jedes Museum diese Ansammlung von Soziopathen die Christian (aka 6083) weiter oben beschrieben hat in seinen vier Wänden haben - die sind nicht werbewirksam! Ich habe hier insgesamt den Verdacht, daß die Tätigkeit der erwähnten Eisenbahnfreunde etwas überschätzt wird.

Im Übrigen gibt es inzwischen verschiedene private Institutionen, die sich mit der Sammlung und Aufbewahrung von Eisenbahnfreunde-Nachlässen beschäftigen, und zwar nicht nur die Eisenbahnstiftung! Man muß sich nur schlau machen... Da diese Institutionen aber alle mit Platz- und Zeitproblemen kämpfen, behalten sie sich auch, vor nicht alle Sammlungen/Archive/Bibliotheken in vollem Umfang unverändert zu erhalten. Und die haben auch Kosten - es ist also leicht, den Erhalt einer Sammlung zu fordern, ohne zu erklären, wie das ganze finanziert werden soll.

Beste Grüße
Wolfgang



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.18 07:20.

Was stimmt denn mit deiner Formatierung nicht?

geschrieben von: 6083

Datum: 09.01.18 02:58

Hallo,

das sieht ja furchtbar aus:

ScreenShot001.jpg

Gruß
Christian

Re: Was stimmt denn mit deiner Formatierung nicht?

geschrieben von: WHA

Datum: 09.01.18 07:21

Hallo Christian,

keine Ahnung, was da nicht funktioniert hat, aber ich hoffe, daß es jetzt besser aussieht.


Beste Grüße
Wolfgang

Re: Was stimmt denn mit deiner Formatierung nicht?

geschrieben von: EP 5

Datum: 09.01.18 07:24

Vermutlich eine Betriebsstörung, kommt nicht nur in Berlin vor…


Schöne Grüße und guten Morgen,
Marc

Re: Was stimmt denn mit deiner Formatierung nicht?

geschrieben von: manuelberlin

Datum: 09.01.18 22:21

Hallo zusammen!

WHA schrieb:
keine Ahnung, was da nicht funktioniert hat, aber ich hoffe, daß es jetzt besser aussieht.
Text in „Word“ vorgeschrieben und dann in den Editor kopiert? Das scheint nicht zu funktionieren.


Ansonsten, Begriff „Eisenbahnfreund“:

Die damals noch eigenständige Stadt Rixdorf (mit dem „Groß-Berlin-Gesetz“ von 1920 nach Berlin eingemeindet) benannte sich 1912 auf Betreiben findiger Marketing-Leute, wie man diese heute nennen würde, in „Neukölln“ um. Grund war der damals üble Ruf Rixdorfs. Es gibt ja aus dieser Zeit den Schlager „In Rixdorf ist Musike“. Wobei mit „Musike“ nicht Musik gemeint ist, sondern das, was täglich den Polizeibericht füllt.

Bekanntlich hat sich der Name, aber nicht der schlechte Ruf Neuköllns geändert. Von daher denke ich über den Begriff Eisenbahnfreund gar nicht erst nach.

Um 1990 herum habe ich einige Jahre im Betriebsdienst bei der S-Bahn München gearbeitet. Dort war der Spottbegriff „Eisenbahnerfreund“ geläufig. Gemeint war damit ein Eisenbahnfreund, der die Betriebseisenbahner durch sein Verhalten genervt oder behindert hat.

Viele Grüße
Manuel

Re: Was stimmt denn mit deiner Formatierung nicht?

geschrieben von: EP 5

Datum: 10.01.18 10:01

Als „Eisenbahnfreund“ und jemand, der sich ein wenig für Industrie-Kultur interessiert, erlaube ich mir noch die Erwähnung zweier Neuköllner Bauwerke:

Der Bezirk besitzt zum einen an der Ringbahn noch ein originales Empfangsgebäude im Stil der Neuen Sachlichkeit, das von Alfred Grenander (1863 – 1931) gestaltet und 1930 eröffnet wurde. Schon vor Müller und Brademann soll er sich nach Susanne Dost (Richard Brademann – Architekt der Berliner S-Bahn, Berlin 2002) mit seinen Bauten als bedeutender Architekt für Industriebauten etabliert haben.

Spontan fällt mir in diesem Zusammenhang auch die frühere Kindl Brauerei im Rollbergviertel ein. Das Unternehmen wurde zunächst unter dem Namen „Vereinsbrauerei Berliner Gastwirte zu Berlin Aktiengesellschaft“ 1872 in Böhmisch-Rixdorf gegründet. 1927 entstand dort der prägnante und heute noch erhaltene Brauerei-Neubau der beiden Architekten Hans Claus und Richard Schepke. Im Jahre 2005 wurde die traditionsreiche Brauerei wegen des sinkenden Bierkonsums leider stillgelegt. Berlin war vor vielen, vielen Jahren mal eine relativ große Braumetropole, davon zeugen heute noch einige imposante Gebäude u.a. von Franz Schwechten in der Stadt. Wovon eines in Moabit dem Zeitgeist entsprechend momentan in eine gigantische Shopping-Mall verwandelt wird…

Darüber hinaus weist Neukölln meiner Ansicht nach ein vorbildlich geführtes „Heimat-Museum“ [www.museum-neukoelln.de] auf, das einem bei Fragen oder Recherche sehr entgegenkommt!


Gruß,
Marc



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.02.18 15:54.

Re: Ist der Begriff "Eisenbahnfreund" despektierlich?

geschrieben von: Kosrail

Datum: 01.02.18 14:06

Hallo Alle!

In Grossbritannien nennt man uns einfach auch "Anoraks" oder, wenn man sich feiner ausdruecken will "Railway Enthusiast".
"Anorak" ist uebrigens auch das englische Wort fuer Besserwisser... :-)

Mir egal, mir macht mein Hobby so oder so Spass!

Gruesse

Raphael

http://www.kosrail.de/Bilder/EiK_small.jpg

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