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Re: EK Verlagsprogramm 2018 ohne MV

geschrieben von: Rolf Hafke

Datum: 16.12.17 12:40

saum13 schrieb:
>> Ein Buch zu schreiben bedarf einer festen Motivationslage und dem Vorhandensein genügender Quellen. Motivation ? <<

NEIN, die fachliche KOMPETENZ ist gefragt !!!
Dazu gehört auch ein gewisses Einfühlungsvermögen in die HISTORIE
und als AUTOR bzw. Journalist.
Journalisten können im allgemeinen ganz gut recherchieren,
man muss Archive ausfindig machen und sich den Zugang verschaffen .....

Dazu gehören auch KONTAKTE zu Insidern inklusive Fotografen
(oder Sammlungs-/Archiv-Inhabern).

Gruß
R H


Ich habe schon viele Bücher gesehen, die von "Schreiberlingen"
erstellt worden sind OHNE Hintergrund Stande.

Einen schönen 3. Advent.

R H

Re: EK Verlagsprogramm 2018 ohne MV

geschrieben von: Anschlussbahn

Datum: 16.12.17 13:01

Hallo,

> Dazu gehören auch KONTAKTE zu Insidern inklusive Fotografen
> (oder Sammlungs-/Archiv-Inhabern).

eben das ist es. Ich will zwar kein Buch schreiben, aber ich sehe es ja selber bei den Recherchen zur Tecklenburger Nordbahn, speziell dem Bahnhof Stadtberg, der als Modell entstehen soll. Die Gebaeude habe ich 1992 vorm Abriss aufgemessen Inzwischen sind die Originalzeichungen von 1905 aufgetaucht und ueber Umwege im Stadtarchiv gelandet. Teilweise hochinteressante Fotos habe ich von zwei Leuten bekommen. Der eine hatte einen Verwandten, der dort gearbeitet und im Verwaltunsggebaeude gwwohnt hatte, der andere hat viel in Rheine fotografiert. Dazu kommen die eigenen Fotos. Das war jetzt nur fuer einen (!) Bahnhof...


Wuenschenswert waere auch ein Buch ueber den Bahnknoten Rheine. Das Filmprojekt, das wir mit ein paar Leuten um 2010 gemacht haben, war schon viel Recherche und mein "Altpapier" hat dabei auch viel geholfen. Aber die meisten Fotografen waren in Rheine doch nur dampflokgeil :-(
Dampflok im Vollformat und kaum jemand hat die Betriebsanlagen fotografiert. Selbst im HiFo muss man solche Bilder suchen. Beim Filmprojekt kam durch die rund 40h Interview mit den alten Eisenbahnern viel ans Tageslicht, auch als ich aeltere Dinge aus meiner Sammlung im Rahmen einer Austellung zeigte. So wurde die Geschichte eines Schluesselbrettes aus dem Ersatz fuer ein 1944 zerstoertes Stellwerk geklaert und zum nie gebauten SpDrS60-Stellwerk kamen einige interessante Fakten zutage.

Aber das war viel, eher sehr viel Arbeit, bis man diese Puzzle-Stuecke zusammen hatte.


Ich kann verstehen, wenn die Quellenlage zu mager ist und es deshalb nichts gibt.


Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)

Re: EK Verlagsprogramm 2018 ohne MV

geschrieben von: Bw Betzdorf

Datum: 16.12.17 13:37

Du beschreibst hier sehr gut eines der größten Probleme. Die vielen Kleinigkeiten links und rechts der Gleise. Ich bin zwar froh, das ich auch das gefühlt 50. Foto von 044 594 im Bw abgespeichert oder abgelegt habe, aber ein Foto aus der Lokleitung oder den Waschräumen im Bw ist leider Fehlanzeige.
Ich will hier nicht auf hohem Niveau jammern, gerade die Suche hat mir so viele nette und auch kompetente Kontakte verschafft, das ich dafür durchaus dankbar bin, auch wenn ein solcher Kontakt vielleicht nicht immer die gewünschten Ergebnisse brachte. Dafür kam manchmal aber durchaus noch etwas anderes zutage, was sonst bestimmt in Vergessenheit geraten wäre.

Was mich aber teilweise "entsetzt", ist die Ignoranz von denen, denen so etwas eigentlich am Herzen liegen sollte. Wie bereits geschrieben, bin ich gerade an der Zusammenstellung für ein neues Buch. Dazu wurden von mir auch 22 Gemeindeverwaltungen und Heimatvereine angeschrieben. Von diesen haben 11 direkt geantwortet, drei nach nochmaliger Aufforderung und der Rest bis heute nicht. Hinzu kommen noch das Kreisarchiv, eine regionale Zeitung, die Bahn AG und neun Firmen (welche einmal über einen Gleisanschluß verfügten), von denen bis heute jede Antwort fehlt, oder die mir ganz klar sagten, das sie keine Unterstützung leisten möchten.

@EP5 Zitat:"
 Vielleicht macht Ihr da irgendetwas falsch? Gab es da nicht jemanden in der Vergangenheit, der mit scheinbar größter Leichtigkeit ein Eisenbahnbuch nach dem anderen herausbrachte und immer noch von den Verlagen neu aufgelegt wird? Mir ist momentan sein Name entfallen. Nehmt Euch mal an ihm ein Beispiel, der hat es doch auch geschafft. Warum Ihr nicht?"
Jetzt liegen hier zwei Vorschläge auf dem Tisch, MV und Niederrhein. Ich freue mich schon darauf, in einigen Jahren (Qualität dauert halt) etwas interessantes von Dir als Autor lesen zu können. Streng Dich an, die von Dir gesetzte Messlatte liegt sehr hoch.

Re: EK Verlagsprogramm 2018 ohne MV

geschrieben von: andreas +

Datum: 16.12.17 21:53

K.Malzahn schrieb:

Literatur zu den Strecken Velgast Prerow, ... wäre sehr interessant.


Zur Darßbahn gibt es doch ein kleines Büchlein (http://www.darss-verlag.de/sortiment/), schon in der vierten Auflage. Das kann man in Zingst in der Bibliothek ausleihen und im Bücherstübchen Läsen und Schriben sowie in der Buchhandlung Lesezeit käuflich erwerben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:16:21:56:26.

Re: EK Verlagsprogramm 2018 ohne MV

geschrieben von: EP 5

Datum: 17.12.17 09:43

Hallo Autor,

zuerst einmal meine vollste Anerkennung für Deine Beharrlichkeit und Kraft, auf Deinem Gebiet weiter zu forschen. Ich freue mich mit Dir mit, wenn Du Dein Projekt erfolgreich zu Ende führen kannst und drücke Dir für ein gutes Gelingen selbstverständlich die Daumen.

Für Mecklenburg-Vorpommern hätte ich schon ein Faible, da mich nach gut vierzehn Jahren Berlin-Aufenthalt die ländliche Gegend – schon alleine der guten Luft wegen - ungemein reizt. Auf dem Bahnhof Gesundbrunnen las ich in den letzten Jahren oft gerne die Namen der Küsten-Städte wie etwa „Stralsund“ oder „Saßnitz“ auf den Anzeigetafeln. Und ein Mecklenburger Lokführer rief in seinem Dialekt vor einigen Monaten laut aus seiner Lok „nur weg hier“, als auf dem Bahnsteig akustisch gut wahrnehmbare, handgreifliche Auseinandersetzungen stattfanden.

Ein Buch über die Eisenbahnstrecken Mecklenburg-Vorpommerns zu verfassen, würde mir momentan nicht in den zeitlichen Rahmen passen. Ich habe hier in Berlin so viele inspirierende Abenteuer – von Rattenplagen angefangen über beglückende Erlebnisse (eher selten) – erlebt, über die man viel schreiben könnte. Aber dafür braucht es an Zeit und Muße, die ich wegen vorangestellter Projekte (in Arbeit) und Bestreitung des Lebensunterhaltes derzeit nicht finde.




Schöne Grüße,
Marc

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