Guten Tag zusammen,
beim Verein BAHN.medien.at ist ein weiterer Band über die Wiener BIM
erschienen, es behandelt die umfangreichste Zweiachser-Serie, den Typ M.
Wie immer, bei den einschlägigen Fachbuchhändlern, bei Donat in Duisburg
oder beim Privatversand (zuvor TramShop) erhältlich.
Gruß aus Köln
Rolf Hafke, Privatversand
hafke.koeln@t-online.de;
Mail@hafke-koeln.de
*** Strassenbahnen Österreich ***
„Die Type M der Wiener Verkehrsbetriebe“ von Josef Pospichal, Wien 2026,
120 Seiten im Format 24,0 x 21,0 cm, gebunden, Herausgeber: Bahnmedien.at,
Preis: 41,80 €
In seiner Bildbandreihe hat der Verlag nun einen über die Triebwagentype M der
Wiener Straßenbahn herausgebracht. Die 1927 bis 1929 gelieferten 150 Trieb-
und 250 Beiwagen brachten die Abkehr vom seit den Anfängen des Jahrhunderts in
verschiedenen Serien gebauten „Achtfenstertyp“. Ihr unmittelbares Vorbild waren
die in den zwei Jahren zuvor für die Stadtbahn gebauten Zweiachser der Typen N
und n, n1, welche aber auf die speziellen Gegebenheiten dieser ursprünglichen
Eisenbahnstrecken zugeschnitten waren und z.B. über Druckluftbremsen und
Vielfachsteuerung verfügten. Beide Typen hatten einen Wagenkasten mit vier großen,
durch breite Holme getrennte Fenster und ebenfalls breite Teleskopschiebetüren
auf den Plattformen für einen raschen Fahrgastwechsel. Im Gegensatz zu den
Stadtbahnfahrzeugen gehörte die Type M wie alle anderen zuvor gelieferten Bauarten
zu den „offenen“ Fahrzeugen, da die für den Fahrgastbetrieb genutzten Türen während
der Fahrt ebenfalls nicht geschlossen wurden.
Ergänzt wurden die Serienwagen durch zehn Versuchstriebwagen, bei denen unterschiedliche
technische Verbesserungen getestet werden sollten. Vom Aussehen her glichen sie den
M-Triebwagen und trugen die Typenbezeichnungen M1, P, P1 und P2. Auch diese werden
im Buch gezeigt. Die „M-Wagen“, die immerhin 50 Jahre im Netz der Wiener Straßenbahn
zumeist als Zwei- und Dreiwagenzüge, vereinzelt auch als Alleinfahrer bis Ende 1978
unterwegs waren, genossen spätestens nach der Ausmusterung der letzten Achtfensterwagen
K und L 1972 bei den Straßenbahnfreunden Kultstatus und galten im Betrieb als
fassungsstark und unverwüstlich, wurden aber aufgrund ihres hohen Personalbedarfs
in Zeiten des sich immer mehr durchsetzenden schaffnerlosen Betriebes zumeist nur noch
in Spitzenzeiten eingesetzt. Als zuletzt verbliebene einzige Zweirichtungswagen kamen
sie in der Endphase ihres Daseins auch immer wieder in besonderen Situationen
(z.B. nach dem Einsturz der Reichsbrücke am 1.8.1976) als „Nothelfer“ zum Einsatz.
Die Bilder im Buch, zumeist in Schwarz-weiß, etliche aber auch in Farbe, sind nach
Linien angeordnet: Zunächst die Buchstaben und dann die Zahlen. Sie zeigen in gewohnt
guter Qualität den Einsatz der Fahrzeuge seit den 1950er Jahren in ihrem sich bis 1978
auch ständig veränderndem Umfeld. Nicht nur die Straßenbahnen laden dabei zum Betrachten
ein, sondern auch das „Drumherum“ wie Autos, Personen und Bebauung. Zahlreiche namhafte
Fotografen der „Wiener Schule“ haben für die Illustration wieder ihre Schatzkisten geöffnet.
Von den Fahrzeugen sind auch heute noch etliche als betriebsfähige historische Wagen im
Einsatz und können daher auch weiterhin „erfahren“ werden.
Für den Freund der Wiener Tramway
erneut ein Buch, welches viele Erinnerungen konserviert und daher zur Anschaffung empfohlen ist! (reu)