geschrieben von: RadUndSchiene
Datum: 16.06.26 06:38
Gab es im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 eine verhängnisvolle Fehlerkette bei der Deutschen Bahn? Insider sprechen davon, dass mehr als 1000 Kilometer Kabel und Kabelschächte falsch verlegt wurden. Davon müsse der allergrößte Teil ausgetauscht werden, um den neuen Bahnknoten betriebsfähig zu machen. Auch deswegen verschiebe sich die Eröffnung von Stuttgart 21 bis voraussichtlich frühestens Dezember 2031. Was lief schief? Weil die Deutsche Bahn versäumt hat, den Güterverkehr in Sachen digitaler Technik (ETCS / European Train Control System) rechtzeitig zu integrieren, musste sie laut einem Bahn-Experten 45 Millionen Euro für eine doppelte Signalausstattung ausgeben. Dies wiederum habe die Bahn in Zugzwang gebracht. Sie habe Kabel verlegen lassen, ohne zu überprüfen, ob es die richtigen sind. Eröffnung wohl frühestens in fünf Jahren Da Stuttgart 21 ohne die moderne Signaltechnik ETCS nicht betriebsfähig ist, ist eine Eröffnung nach Recherchen des SWR wohl frühestens erst im Dezember 2031 möglich - also in fünf Jahren. Die Kosten für Stuttgart 21 belaufen sich offiziell auf 11,5 Milliarden Euro. Rechnet man die Folgeprojekte dazu, kommt man nach SWR-Recherchen auf rund 25 Milliarden Euro. Die Bahn möchte dazu aktuell keine Stellung nehmen und verweist auf eine Pressekonferenz noch im Juni diesen Jahres.
geschrieben von: RadUndSchiene
Datum: 16.06.26 06:34
31 Min., Verfügbar bis zum 14.06.2027.
Schon als Kind schaute Michal Jaros (29) den Zügen in Prag sehnsüchtig hinterher. Heute ist er Steward im tschechischen Nachtzugunternehmen ČD Night und fährt regelmäßig mit dem Nachtzug Canopus von Prag nach Zürich. Warum will das kleine tschechische Unternehmen trotz vieler Probleme sein Schlafwagennetz ausbauen, während andere Bahn-Unternehmen in Europa aufgeben?
Seit einigen Jahren erlebt der Nachtzug eine leise Renaissance. Zwischen Ost und West entsteht ein Netz, geprägt von Idealismus, wirtschaftlichem Risiko und wachsendem Druck, klimaschonender zu reisen. Michal Jaros (29), ein junger Steward aus Prag, schaute schon als Kind sehnsüchtig den Zügen hinterher. Inzwischen arbeitet er für das tschechische Bahn-Unternehmen ČD Night und fährt regelmäßig mit dem Nachtzug Canopus von Prag nach Zürich. ČD Night arbeitet in Kooperation mit der Deutschen Bahn, die 2016 alle ihre Nachtzüge als unrentabel abgestoßen hat. Michal und seine Kollegen blicken mit Idealismus in ihrem Glauben in die Zukunft der Nachtzüge. "Prag ist ein Knotenpunkt zwischen Ost und West", sagt er begeistert. "Unsere Züge verbinden Europa – das macht diesen Job so spannend". Gegen Abend erwacht der Bahnhof zum Leben: Nachtzüge rollen in alle Richtungen – nach Österreich, in die Ukraine, nach Polen und Richtung Norden nach Deutschland. Aber die unterschiedlichen nationalen Regelungen und die Verspätungen durch die Baustellen der Deutschen Bahn machen ihnen sehr zu schaffen. Europa brauche ein vereintes Netz an Nachtzugverbindungen und keinen Flickenteppich, meint Bernhard Knierim vom Bahnnetzwerk Back on Track. Er organisiert eine Pyjamademo in Berlin, bei der Menschen in Schlafanzügen mehr Schlafwagen und bezahlbare Nachtzugverbindungen fordern. Das Besondere an der Demo: Sie findet auf 20 Bahnhöfen in ganz Europa gleichzeitig statt. Ein Symbol! Auch in Malmö, Paris, Stockholm oder Lissabon fordern Menschen, dass Reisemöglichkeiten auf der Schiene ausbaut werden.
geschrieben von: Klosterwappen
Datum: 17.06.26 07:15
geschrieben von: Eurocity341
Datum: 21.06.26 17:19
geschrieben von: Eurocity341
Datum: 12.07.26 17:59
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