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SICHERHEITSHINWEIS und Tipps! (geändert am 11.01.2022!!!)

geschrieben von: mrathmann

Datum: 09.01.22 20:54


Hallo zusammen,

die Faktenlage zu diesem "Kondensator-Problem" hat sich geändert, nachdem mir Thomas (233Fan) mir ein paar "hochinteressante" Infos und Fotos zugesendet hatte.

Es ist kein Fertigungsfehler, sondern ein Konstruktionsfehler an der Lokplatine!! Daraufhin habe ich kontaktiert, recherchiert und selbst die Lokplatinen meiner 218 463 und 218 116 (und die PRESS 218 054) durchgemessen...

Folgendes ist passiert:
Die Lokplatine wurde zunächst für die Einführung der Plux22 Schnittstelle (vorher Plux16) überarbeitet. Soweit kein Problem, die Platine kam bei der PRESS 218 054 und der Citybahn 218 144 zum Einsatz.
Dann wurde der "neue" Motor eingeführt. Hierzu wurde die Platine nochmals geändert, die Kontaktflächen für die Motor-Kontaktfedern wurdden auf der Platinen-Unterseite vergrößert. Und hierbei hat der Konstrukteur nicht bemerkt bzw. nicht kontrolliert, dass vom PC-Platinen-Routing Programm Leiterbahnen verlegt/verschoben wurden und als Resultat die beiden Kondensator-Lötpads getauscht wurden und die +/- Beschriftung, die nun auch nicht mehr aufgedruckt ist, sondern aus der Kupferschickt der Platine ausgeätzt ist, zu korrigieren.

Das bedeutet, bei allen Modellen der Roco 218 463 orientrot und 218 116 altrot ist die Platinenbeschriftung +/- bei den beiden Lötpads für den ELKO falsch herum und deswegen auch bei allen Sound-Varianten dieser beiden Modelle (auch bei selbst umgebauten mit selbst eingelötetem Kondensator) dieser ELKO falsch herum eingelötet!!!

Daher besteht bei allen Modellen der 218 463 (MSL) und 218 116 (Uli Reyer) akuter Handlungsbedarf, auch bei den analogen ohne oder mit nachgerüstetem Kondensator, weil hier auch das RIsiko der Verpolung und Platzens mit Folgeschäden des bereits nachgelöteten oder zukünftig vielleicht eingelöteten ELKOS besteht!

Ich habe es nachgemessen (Verbindung zwischen den entsprechenden Plux-Pins und den beiden ELKO Lötpads) und die Messungen haben diesen Fehler bestätigt. Sie haben auch bestätigt, dass bei der Lokplatine für die 218 054 PRESS und der 218 144 Citybahn hingegen alles in Ordnung ist.

Roco plant da wohl eine Aktion, frage mich aber wie es da eine wirklich praktikable und kundenfeundliche Lösung geben kann. Ich möchte das nicht weiter kommentieren, wie auch das Entstehen des Fehlers (wie viele andere Fehler auch) in dieser selbstzerstörerischen Firma... ich habe vor fast 30 Jahren so einige Platinen mit den damaligen Versionen von Platinen Routing Programmen auf PC entworfen. Schon damals war es bei guter Softwäre möglich, sich die Leiterbahnen farblich entsprechend der Verbindungen/Potenziale anzeigen zu lassen. Da hätte man einfach schnell sehen können, dass die Polung der beiden Pads nicht zur Beschriftung passt, zumal hier ja auch noch bei der Änderung der Platine für den neuen Motor ja auch gleichzeitig die +/- Beschriftung von aufgedruckten Symbolen auf ausgeätzte Symbole geändert wurde, da hat jemand doppelt gepennt. Und ich erinnere mich, dass ich damals (und das würde ich heute immer noch so machen) bei polatirätsempfindlichen Bauteilen, wie z.B. ELKO, penibel kontrolliert hate, ob die Polarität auch tatsächlich stimmt. Heute scheint aber alles irgendwie "schneller" und "effizienter" zu gehen, Ergebnis bekannt.. gggrrrrrrr :-(


Wenn man sich selbst helfen will und kann (ich werde das Problem bei meinen Modellen selbst lösen und sie nirgendwo hinschicken):

Als erste Massnahme habe ich gestern Abend einen Kondensator-Pin (ELKO) in der 90 Grad Biegung mit einem Seitenschneiter durchtrennt und ein offenes Drahtende zur Seite weg gebogen, damit nichts mehr passieren kann, also ELKO-Plats-/Explosionsrisiko gebannt:


Hier ganz links ist der ELKO mit
dem durchtrennten Draht-Pin zu
und die falsche +/- Beschriftung
zu sehen.


https://up.picr.de/42806425wj.jpg

Ich werde versuchen, den senkrechten Strich des + Symbols weg zu kratzen und die +/- Beschriftung mit einem hltbaren Lackstifft umgekehrt neben den Pins beschriften. Dann wird der Kondensator und das Drahtstück ausgelötet und ein neuer 220µF/35V ELKO anders herum eingelötet. Bitte unbedingt einen neuen Kondensator nehmen, sobald das Modell schon mindestens einmal Fahrspannung gesehen hat, weil der Kondensator vorgeschädigt sein, deswegen später immer noch platzen könnte.


Anleitung zum Aus- und EInlöten hatte ich ja schon gestern gegeben:

ELKO auslöten. Am besten einen Drahtanschluss im Bereich der BIegung mit einem kleinen Seitenschneider durchtrennen. Dann zuerst den Lötanschluss mit Lötkolben erhitzen, bei dem der Draht noch mit dem ELKO verbunden ist, und dann den ELKO samt Draht vorsichtig heraus ziehen. Zum Schluss dann mit einer Zange das Draht-Stück, das im anderen Lötanschluss auf der Plantine noch verlötet ist, nach Erhitzen der Lötstelle mit dem Lötkolben vorsichtig heraus ziehen. Falls an den beiden Lötpads auf der Platine noch mit Lötzinn verschlossen sein sollten, das Lötzinn mit den Lötkolben erhitzen und mit dem Löt-Sauger absaugen. Bitte auf KEINEN FALL mit einem Bohrer aufbohren, weil dann die Durchkontaktiierung im Lok beschädigt oder zerstört wird.

An neuem Elko die beiden Draht-Anschlüsse richtig herum um 90 Grad abwinkeln (wie oben auf den Fotos) und dann richtig herum in die beiden Löcher der beiden Lötpads einstecken und mit etwas Lötzinn verlöten. Bitte darauf achten, dass der ELKO eine Spannungsfestigkeit von 35 Volt und nicht weniger hat.

Wichtig ist auch, dass ein neuer ELKO wieder eingelötet wird, wenn die Lok schon Gleisspannung hatte, weil das Risiko sonst zu hoch ist, dass der ELKO schon Schaden genommen hat und trotz Umlötien vielleicht später noch platzen und Schäden verursachen könnte.



Viele Grüße,
Markus



!!! ALTER TEXT NUN UNGÜLTIG DA ZWISCHENZEITLICH INHALTLICH ÜBERHOLT !!!

ich würde vermuten, dass dieser Einbau-Fehler des falsch herum eingelöteten Elkos nicht nur auf die AC (Sound) Varianten begrenzt sein muss, sondern zumindest theoretisch auch die DCC Sound-Varianten betreffen könnte, da die Lok-Platinen beider Varianten identisch sein müssten.

Also kann ich jedem, der die jüngsten Roco 218 Sound-Varianten besitzt, empfehlen, das Gehäuse abzunehmen und sicherheitshalber zu prüfen, ob der ELKO richtig herum eingelötet wurde.

Wenn der ELKO richtig herum eingelötet wurde sieht das so aus:


Foto 1

Foto 2

Wie auf dem oberen Bild zu sehen ist, muss der graue Streifen mit den Minus-Symbolen auf dem schwarzen Kondensator auf der gleichen Seite liegen, wie der Löt-Anschluss mit dem Minus-Zeichen neben dem Lötpunkt auf der Platine.

Wäre der besagte graue Streifen mit den Minus-Symbolen auf der anderen Seite, wo auch der Löt-Anschluss mit dem Plus-Zeichen auf der Platine ist, wäre der Kondensator falsch herum eingelötet.

Sollte er falsch herum eingelötiet sein, igbt es zwei Möglichkeiten, das Problem zu lösen:


Variante 1 (versierte Lötfähigkeiten und ein neuer ELKO mit 220µF/35Volt vorhanden (Hinweis: unter Umständen Verlust des Garantie-Anspruchs):

ELKO auslöten. Am besten einen Drahtanschluss im Bereich der BIegung mit einem kleinen Seitenschneider durchtrennen. Dann zuerst den Lötanschluss mit Lötkolben erhitzen, bei dem der Draht noch mit dem ELKO verbunden ist, und dann den ELKO samt Draht vorsichtig heraus ziehen. Zum Schluss dann mit einer Zange das Draht-Stück, das im anderen Lötanschluss auf der Plantine noch verlötet ist, nach Erhitzen der Lötstelle mit dem Lötkolben vorsichtig heraus ziehen. Falls an den beiden Lötpads auf der Platine noch mit Lötzinn verschlossen sein sollten, das Lötzinn mit den Lötkolben erhitzen und mit dem Löt-Sauger absaugen. Bitte auf KEINEN FALL mit einem Bohrer aufbohren, weil dann die Durchkontaktiierung im Lok beschädigt oder zerstört wird.

An neuem Elko die beiden Draht-Anschlüsse richtig herum um 90 Grad abwinkeln (wie oben auf den Fotos) und dann richtig herum in die beiden Löcher der beiden Lötpads einstecken und mit etwas Lötzinn verlöten. Bitte darauf achten, dass der ELKO eine Spannungsfestigkeit von 35 Volt und nicht weniger hat.

Wichtig ist auch, dass ein neuer ELKO wieder eingelötet wird, wenn die Lok schon Gleisspannung hatte, weil das Risiko sonst zu hoch ist, dass der ELKO schon Schaden genommen hat und trotz Umlötien vielleicht später noch platzen und Schäden verursachen könnte.


Variante 2:

Bitte schafes Foto des falsch herum eingelöteten ELKOS auf der Lokplatine machen und dann einen der bieden Drähte (bitte nur einen der beiden Drähte) am ELKO im 90 Grad Bogen mit einem kleinen Seitenschneider durchtrennen und einen der beiden Draht-Enden vorsichtig so zur Seite biegen, dass die beiden Draht-Enden nicht mehr zusammen kommen können. So kann die Lok zumindest ohne Risiko. dass der ELKO explodiert/platzt und Decoder wie auch Lok Schaden nehmen können, vorübergehend weiter betrieben werden.
Dann per E-Mail mit Foto, Artikelnummer der Lok, und Nummer auf silbernem Qualitäts-Aufkleber auf Lok-Unterseite an Roco Service Hotline senden und um Behebung des Fehlers bitten.


Vielleicht hilft ja auch eine kompentente Fachwerkstatt des Händlers, bei dem die Lok erworben wurde, die o.g. Variante 1 auszuführen, wenn man sich das selbst nicht zutraut. Im Zweifel lieber Roco wie in Variante 2 empfohen kontaktieren.

Das sind jetzt private Tipps von mir, der Elektrotechnik-Fachkenntnisse hat, habe dieses Problem (noch) nicht mit Roco diskutiert, da ja noch Wochenende ist.

Viele Grüße,
Markus




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2022:01:11:01:00:48.
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