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Ladegüter, aus der Reste- oder Bastelkiste; Nachtrag

geschrieben von: 38 228

Datum: 15.05.21 15:40


Ladegüter, aus der Reste- oder Bastelkiste, Nachgang

In der Abbildung ist ein Drehgestell einer E 44 zu sehen, die zwar von mir als „Ladegut“ auf alt und rostig patiniert worden, aber von meinem Vater 1952 am Küchentisch im damaligen „Dreibuchstabenland“ entstanden ist.

Die E 44 der DR war zu dieser Zeit sehr populär, zumal zahlreiche Beuteloks von der Besatzungsmacht zurück gegeben worden sind und das elektrische Netz im Raum Halle-Dessau-Leipzig nach den Kriegsschäden und Reparationen wieder aktiviert worden ist. Die BR E 44 galt damals regelrecht als Heilsbringer und als Mädchen für alles, da sie Güter- als auch Personenzüge befördern konnte und auch in größerer Anzahl, zwar teilweise kriegsbeschädigt, der DR zur Verfügung stand.

„Meine“ E 44 war ein Bausatz der Firma Fahrbach in Leipzig und wurde damals „unter dem Ladentisch“ gehandelt. Mein Vater hat solche Bückware dann stets mit Russenbenzin der Wismut beglichen. Der Bausatz enthielt zwar nahezu sämtliche Einzelteile, aber weder Farbe noch den Motor. So kam es, dass mein Vater einen von der Größe her passenden 24 V Motor aus einer deutschen Zeitzünderbombe verbaut hat, was die Lok fast in Weltrekorde der Geschwindigkeit versetzte. Auch bei der Farbe bediente man sich noch aus Wehrmachtsbeständen, die allerdings viel zu dickflüssig war, weil auch wiederum die Verdünnung fehlte. Das Gehäuse musste ich vor Jahren leider entsorgen, weil das damals verwendete Lötwasser das Blech regelrecht zerfressen hat. Aber, zu dem damaligen Zeitpunkt besaß dieser Bausatz bereits eine außergewöhnliche exakte maßstäbliche Genauigkeit,frei stehende Handgriffe, Federpuffer –wenn auch verkürzt- und funktionierende Stromabnehmer. Für die damalige Zeit im „Dreibuchstabenland“ eine Sensation auf dem Bereich Modelleisenbahnen…..

https://up.picr.de/41200239gz.jpg
Alle Teile mussten einzeln in die Drehgestellwangen eingearbeitet werden. (Ich höre meinen Vater heute noch fluchen....)
https://up.picr.de/41200240ol.jpg
Drehgestellzapfen mit Teilen des Getriebes....
https://up.picr.de/41200241xt.jpg
Die Sandkästen mussten mit Feilen entsprechend ihrem zugewiesenen Platz am Drehgestell angepasst werden und die Federpakete mussten Blatt für Blatt
zusammengefügt werden....
https://up.picr.de/41200310pp.jpg
Hier das Ganze etwas vergrößert.....
https://up.picr.de/41200242yo.jpg
Über eine Kardanwelle wurde vom "Bombenmotor" die Kraft auf das Getriebe übertragen. Ich habe weitere Teile hierzu entfernt....
https://up.picr.de/41200243vm.jpg
Hier sind die zahlreichen einzeln zu installierenden Teile nochmals zu sehen und die damit verbundenen Flüche des Erbauers sicherlich zu erahnen....

früher hier auch als "vps" bekannt




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.21 15:49.
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