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Versuch einer Antwort

geschrieben von: Matthias.Vollstedt

Datum: 29.04.21 21:00


ThorstenL schrieb:
Hallo allerseits,

habe auch den Thread um die Inneneinrichtung des Bahnhofshalle mit verfolgt - klasse!

MV: Besten Dank!

(Nur diese oktogonale Turmkrone auf einem Sockel mit quadratischem Grundriss gefällt mir persönlich nicht so recht. Ist das wirklich typisch? Naja - nebensächlich! Ich hätte zumindest die Brüstung auch quadratisch gemacht - siehe z.B. Rathaus 'Leer' von Kibri)

MV: Das Rathaus Leer ist ein Renaissance-Bau, Karlsberg hingegen einer des Heimatstils vor dem Ersten Weltkrieg. Da sind mal eben 250 bis 300 Jahre zwischen...

Erstmal Respekt vor der Arbeit und dem Gehirnschmalz, der hier investiert wurde - und Danke für's Zeigen! Dies auch und vor allem deshalb, weil man was daraus lernen kann! Ein 'Boah ey!' will mir - wie schon so manches Mal hier im MoBaFo - allerdings nicht so recht entfahren. Ich bemühe ich mich mal, meine Kritik einigermaßen 'polite' rüber zu bringen. Niemand muss sie teilen - und nein, ich kann's wahrscheinlich auch nicht wesentlich besser - schon weil's N ist. Von daher...

Das ist mir aufgefallen:

1.) Der Maßstab, der zwar mehr Eisenbahn auf kleinerer Fläche erlaubt, aber eben auch in der Feinheit der Details gewisse Grenzen - und damit in der Schaffung von 'Eisenbahnfeeling' setzt. Die 'Stadt' selbst ist hier zwar nicht Thema, aber umfangreich und raumgreifend mit Bausatzhäusern dargestellt - und eben nicht nur angedeutet. Und das ist in gewisser Weise auch ein Problem (dazu weiter unten).

MV: Das zu ändern, war weder von den beiden Anlagenbesitzern noch von mir gewollt.

2.) Dadurch, dass das Empfangsgebäude und die Bahnsteigbrücke nachträglich in eine bestehende Anlage eingebaut wurden, wirkt's m.E. nicht so recht wie aus einem Guss.
Es entsteht hier irgendwie auch keine richtige Anbindung - kein 'Tor zur Stadt', wie ich es bei einem Hbf erwarten würde. Stattdessen eine Straßenbahn, die in einem eingleisigen Stumpfgleis endet und dieser (sorry!) für einen Hbf etwas mickrige ZOB (...war ja schon Thema).

MV: Da liegst Du falsch: Die vorgegebene Situation hat danach gerufen, dass der Uhrenturm als Symbol der Bahn und des Fortschritts in der Sichtachse der Straße aus der Stadt platziert wird.
Die Kritik an der Straßenbahnendstelle und dem Busbahnhof nervt langsam, weil da schlicht nicht mehr Platz ist (siehe oben "Kurze Enden sind nicht länger").
Abgesehen davon gab es an mehreren bedeutenden Bahnhöfen nur ein Stumpfgleis der Straßenbahn - erwähnt seien hier nur Minden, Hattingen (Ruhr) oder bis heute Bochum-Dahlhausen.

3.) Du hast Dir viel Mühe gegeben, den Baustil und die regionalen Anmutung des EG herauszuarbeiten (...das Schiefer-Mansardendach ist super, könnte m.E. aber noch 2-3 Schornsteine mehr vertragen!), aber:
Der Baustil findet sich auch nur im Ansatz nirgends in der umfangreich und raumgreifend dargestellten 'Stadt' wieder. Er hat nirgendwo ein architektonisches Pendant und wirkt daher nicht so wirklich dazugehörend. War denn nach dem Krieg echt alles zerstört außer dem EG?

MV: Du irrst auch hier. Die auf Bild 4 im Hintergrund erkennbaren Häuser nach Vorbildern aus Wuppertal-Elberfeld entstammen einer Region, in der der Stil von Karlsberg bei Bahnbauten allgemein gebräuchlich war. Stilelemente von Karlsberg finden sich überdies auch in den Düsseldorfer Häusern der Hintergrundkulisse wieder (Bilder 4 und 5).
Abgesehen davon steht es mir nicht zu, Hobbykollegen für ihren Städtebau zu kritisieren und es ist auch irrelevant, wie ich die Stadt gebaut hätte. In einer Mittelgebirgslandschaft im Einzugsbereich der KPEV passt der Stil jedenfalls. Ein modernes Gebäude war nicht gefragt, zumal Stadtansichten bis heute von ihren Türmen leben.

4.) Als vorbildwidrig empfinde ich außerdem die Lücken zwischen den Bahnsteigüberdachungen und den überdachten Aufgängen - und unglücklich, dass beide weder architektonisch noch farblich zueinander passen. Ich würde versuchen. die Bahnsteigüberdachungen an die Aufgänge heranzurücken und die Bahnsteig-Dachstützen im selben grün streichen. Dann wirkt es passender.

MV: Das gebe ich den Anlagenbesitzern weiter - die Bahnsteigdächer sind nämlich noch lose.

5.) Ich nehme mal an, die Gleislage sollte unverändert bleiben. Ich finde sie etwas unglücklich - Acht Gleise, fünf Bahnsteige, nur ein Abstellgleis für Güter/Post/Stückgut, keine Durchgangs- oder Wartegleise für Güterzüge, Bahnsteige etwas schmal, dafür Gleisabstände dazwischen etwas breit - und nicht zuletzt das treppauf treppab, um zum hochgelegenen letzten Bahnsteig zu gelangen.

MV: Noch einmal zum Mitschreiben: Der Bahnhof war fertig, als ich die Bauaufgabe übernommen habe. Ich bin beruflich jahrelang (Straßen-)bahnaufsicht gewesen, aber das hier ist ein Hobby.

Soweit meine 2 Cent.

MV: Ich würde mich ehrlich freuen, einmal eine Deiner Arbeiten hier im Forum zu sehen.


Viele Grüße
Matthias



8-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.04.21 06:56.
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