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Gute Decals selbst erstellen: Eine kurze Anleitung

geschrieben von: hdk

Datum: 25.03.20 12:19


Ich habe einmal einen eigen Thread aufgemacht, da ich befürchte, dass das Thema im Thread von Go zu seinen Bitmaps sonst verloren geht.

Decals auf handelsüblichen Folien auszudrucken, ok, das geht.
Man kann dann auch hübsche Bildchen drucken, wobei das Decal-Trägermaterial dann entweder transparent ist, oder weiß.
Klar, es ist dann individuell, aber wie???

Das Herumschnipseln an Kaufdecals kommt für mich auch nicht in Frage.

Viele von uns sind ja nun auf Beschriftungen aus, aber hier wird es schon kritisch, wenn helle Farbtöne ins Spiel kommen.

https://abload.de/img/_dsc5882-3oek0s.jpg

Der Ofen ist dann ganz aus, wenn man auf transparenten Folien Decals haben möchte, die weiße Flächen enthalten.
Ist ja am Inkjet alles ganz einfach...
...aber eben nur, wenn das Trägermaterial weiß ist.

Möchte ich also weiße Grafikelemente haben und möchte ich vor allem eine gestochen scharfe Grafik bekommen, dann sind Pixelgrafiken zu verwerfen.

Die Option ist dann ein kleines CAD-Programm, wobei man an eine alte CorelDRAW Version schon für wenig Geld kommt.

Aber auch dann ist noch einiges zu beachten.

Das nachfolgende Decal zeigt Elemente, bei denen zu erkennen ist, dass sie reinweiße Flächen enthalten.

https://abload.de/img/_dsc5882-21ckxo.jpg

Aber es ist eben auch einiges zu beachten, damit ein befriedigendes Ergebnis herauskommt.

Betrachten wir einmal kurz und danach etwas ausführlicher, wo die Fallstricke lauern:

Dann kannst Du auch sowas hinbekommen

Ein Decal mit weißen oder hellen Elementen besteht aus zwei "Schichten". Das eine ist der reinweiße Grundierungslayer, das andere der darüber liegende Farblayer.
Der Grundierungslayer enthält grundsätzlich nur eine Farbe. Dies kann ein beliebiger Farbton sein, in meinem Falle Schwarz.

https://abload.de/img/20200325_103210lfk14.jpg

Der farbige Layer muss natürlich das aussparen, was durch den darunter liegenden weiß werden soll.

https://abload.de/img/decal1k9kw7.jpg

Zur Verdeutlichung habe ich unter den Farblayer mal ein grünes Kästchen gelegt.

https://abload.de/img/decal2pckk9.jpg

Naochmals im Einzelnen:
- Es ist grundsätzlich so, dass wenn helle oder weiße Farbtöne ins Spiel kommen, ein Grundierungslayer angelegt wird.
- Eine Farbe innerhalb des Farblayers als reinweiß zu definieren geht nicht.
- Der Grundierungslayer entspricht zunächst einmal dem Farblayer, wobei alle Flächen eine einheitliche Farbe haben.
- Eine Feinheit ist, das Reinschwarz auf Reinweiß nicht geht, da die Farben verlaufen. Das heißt, der Grundierungslayer muss dort transparent sein, wo der Farblayer schwarz aufweist.

https://abload.de/img/decal11pvjsg.jpg

Der Farblayer wiederum muss alles aussparen, was reinweiß erscheinen soll.
Zur Verdeutlichung nochmals das grüne Kästchen, damit man nicht den Eindruck bekommt, dass das was weiß erscheint auch weiß ist.

https://abload.de/img/decal12kek0z.jpg

Hier einmal das Grundierungeselement einfach übers Farbelement gelegt. Man sieht, das Schwarze scheint durch.

https://abload.de/img/decal13nuk9i.jpg

Und zuguterletzt das Farbelement vor dem Grundierungselement. Das Grüne scheint nun durch.
Oder wie der Elektriker sagt: Blau ist Gelb und Plus ist Minus.

https://abload.de/img/decal14yhki4.jpg

Ich habe das gerade mit einem befreundeten Modellbahnkollegen durchexerziert, auch selbst erst lernen müssen.
Der richtige Aufwand war die Korrektur die notwendig wurde, weil ich all das nicht bedacht hatte. Das Konstruieren geht mir mittlerweile relativ leicht von der Hand.

Was kostet der Scherz nun?
Nerven, ok.
Aber im Ernst, bein Druckeronkel liegt man für einen DIN A4 Bogen derzeit bei etwas unter 30 €.
Und da passt richtig, richtig viel drauf.

Viele Grüße

Hans-Dieter



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 12:31.
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