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Re: Bahnhof Groß Schönebeck entsteht im Modell (1:160) (m.L.)

geschrieben von: Streckenrangierbezirk

Datum: 01.05.17 21:51


Hallo,

danke für den Link zu Eurem Projekt. Werde es gern weiterverfolgen.

Ihr fragt nach Betriebsabläufen. Das Modul soll Epoche IV darstellen. Für Ende der 80er bis Anfang der 90er Jahre könnte ich etwas beisteuern:

Reiseverkehr mit LVT BR 172 und Steuerwagen (meist in Tagesrandlage/Triebwagen-Symbol im Fahrplan) oder vierteiligem Doppelstock-Wendezug und BR 110/112 (alle Züge ohne Triebwagen-Symbol). Lok hing planmäßig Richtung Norden. Hatte angeblich was mit dem Standort der Wasserentnahmestelle zur Kühlwasserergänzung unmittelbar am Wasserkran zu tun, der sich m.W. am Streckenende befand. Gewendet wurde am Hausbahnsteig. Bei Betrachtung des Fahrplans jener Zeit lassen sich die Wendungen trotz vieler unterschiedlicher Verkehrstageregelungen recht eindeutig eruieren. Die im öffentlichen Fahrplan nicht nachvollziehbare Vorleistung des Piw 15153 morgens gegen 5 Uhr ab Groß Schönebeck an Mo - Sa kam unmittelbar vorher als Leerreisezug aus Basdorf. Es gab eine Übernachtungsmöglichkeit fürs Zugpersonal in Groß Schönebeck, ob im Bahnhof oder im Gebäude gegenüber, weiß ich nicht mehr.

Es verkehrte täglich ein Güterzugpaar mit BR 110/112 (manchmal auch BR 106) am frühen Nachmittag von Basdorf nach Groß Schönebeck und zurück, welches unterwegs in beiden Richtungen auch die Ausweichanschlußstelle Zerpenschleuse bediente. Der Güterzug fuhr in Groß Schönebeck ebenfalls am Hausbahnsteig ein, weshalb nur das zweite durchgehende Gleis zum Lokumlaufen bzw. zur Zwischenabstellung von Wagen beim Rangieren benötigt wurde. Das dritte Gleis kenne ich nur unter Gras und Gestrüpp. Umgeschlagen wurde in Groß Schönebeck Kohle, Haushaltwaren, Baustoffe und Dünger im Eingang, um nur mal einiges zu nennen. Letzten Endes fuhr in der DDR fast jedes vorstellbare Gut mit der Bahn. Im Versand sind Holz aus der Schorfheide und Bretter aus dem Sägewerk bekannt. Das Sägewerk befand sich unmittelbar westlich der Einfahrweichenstraße, besaß aber kein eigenes Anschlußgleis. Dafür gab es dort eine schmalspurige Gleisanlage mit Schiebebühne und flachen Transportwagen (Loks sind mir nicht bekannt).

Groß Schönebeck war zu jener Zeit schon nicht mehr fahrdienstlich besetzt. Ab Klosterfelde wurde die Strecke im vereinfachten Nebenbahndienst (vergleichbar mit Zugleitbetrieb) betrieben. Es gab aber noch einen zeitweise geöffneten Fahrkartenschalter, wenn ich mich richtig erinnere. Die Person dürfte auch die Frachtbriefe und Wagenzettel der Güterwagen vorbereitet haben. An der Einfahrt zum Bahnhof stand eine Trapeztafel. Alle Weichen in Groß Schönebeck wurden zu Handweichen umgerüstet. Die Stelldrähte und Seilrollen waren aber noch lange bis zur Modernisierung der Station vorzufinden.
Der mittlere Zweig der Dreiwegeweiche zur Kopframpe wurde Anfang der 90er Jahre gesperrt, später die Dreiwegeweiche durch eine einfache Weiche ersetzt.

Vielleicht können Euch die Leute aus dem HiFo noch weiterhelfen.

Grüße vom SRB



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.05.17 22:03.
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 Re: Bahnhof Groß Schönebeck entsteht im Modell (1:160) (m.L.)
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