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Hallo zusammen, es gab einen lesenswerten Artikel im Generalanzeiger, der ungewöhnlicherweise nicht hinter einer Bezahlschranke lauert, zum oben genannten Thema:

[ga.de]

Neben dem bereits bekannten Einerlei fand ich Folgendes interessant:
"Aber auch die Stadt Bonn hat noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen“, sagte er. Vor allem müssten Lösungen gefunden werden, wie zukünftig der Knotenpunkt Niederkasseler Straße/Sankt Augustiner Straße den Bahnverkehr bewältigen soll, wenn ab 2023 die Linie 66 im Fünf-Minuten-Takt verkehrt und zusätzlich die neue Rheinuferbahn von dort in Richtung Bonn fährt."

Davon dass es korrekterweise hier 66/77 heißen müsste, bin ich gespannt, welche Lösungen ihr hier für möglich haltet, Gleiches gilt natürlich für folgenden Klassiker unter den Engstellen:
"Unter anderem werde an Bypass-Anlagen am Bonner Landgericht gearbeitet, wo drei oder vier Gleise koordiniert werden müssten"



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.21 16:09.

Re: [K/BN/SU] Stadtbahn Niederkassel Neuigkeiten

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 19.11.21 20:09

Zitat
Viele grundlegende Beschlüsse der betroffenen Kommunen lägen mittlerweile vor, und auch die wichtige sogenannte Standardisierte Bewertung, mit der eine gesamtwirtschaftliche Nutzen-Kosten-Rechnung des ÖPNV-Projekts erfolgt, liege seit Sommer vor. Sie sei derzeit „in der Endabstimmung mit dem Landesverkehrsministerium“. Wird sie abgenommen, könne sie Anfang 2022 veröffentlicht werden, und man habe dann Aussicht auf Bundesförderung
Das liest sich auf jeden Fall sehr gut und lässt auf eine relativ schnelle Umsetzung hoffen!

Re: [K/BN/SU] Stadtbahn Niederkassel Neuigkeiten

geschrieben von: Schwarz-Fahrer

Datum: 19.11.21 21:58

Also wenn da eine Linie im 5min-Takt geradeaus fährt (oder zwei Linien im 10min-Takt) und nun kommt noch eine Linie im 10min-Takt dazu, die dort abbiegt, dann ist das doch eigentlich nicht unmöglich, oder? Das entspricht in Hannover Noltemeyerbrücke oder Clausewitzstraße. Am Gleisdreieck Freundallee ist mehr los.
Landgericht/Stadthaus ist da schon interessanter.

Re: [K/BN/SU] Stadtbahn Niederkassel Neuigkeiten

geschrieben von: PL

Datum: 20.11.21 09:20

Wir haben wieder den Fall "Karlsruhe S1-Nord". Da liegen in ungefähr brauchbarer Richtung und Entfernung Gleise herum. Daraus eine Stadtbahn zu machen ist in erster Linie eine Frage des Baurechts. Und der Einigung mit Häuslesbauern ("NIMBYS").

Grüße aus Wü

TW 239

Re: [K/BN/SU] Stadtbahn Niederkassel Neuigkeiten

geschrieben von: Gernot

Datum: 20.11.21 09:46

Schwarz-Fahrer schrieb:
Also wenn da eine Linie im 5min-Takt geradeaus fährt (oder zwei Linien im 10min-Takt) und nun kommt noch eine Linie im 10min-Takt dazu, die dort abbiegt, dann ist das doch eigentlich nicht unmöglich, oder? Das entspricht in Hannover Noltemeyerbrücke oder Clausewitzstraße. Am Gleisdreieck Freundallee ist mehr los.
Landgericht/Stadthaus ist da schon interessanter.
Och, das ist alles hinzukriegen. In Köln am Barbarossaplatz ist mehr los, auch wenn es nicht gerade die optimale Lösung ist und gerne ein paar Verspätungen produziert.

Re: [K/BN/SU] Stadtbahn Niederkassel Neuigkeiten

geschrieben von: Val

Datum: 20.11.21 12:13

Gernot schrieb:
Schwarz-Fahrer schrieb:
Landgericht/Stadthaus ist da schon interessanter.
Och, das ist alles hinzukriegen. In Köln am Barbarossaplatz ist mehr los, auch wenn es nicht gerade die optimale Lösung ist und gerne ein paar Verspätungen produziert.
Barbarossaplatz zähle ich in der HVZ 6 Zugpaare pro 10 Minuten, davon eins abbiegend.
Stadthaus hat aktuell in der HVZ 5 Zugpaare und soll auf 7 anwachsen,, mit dem Unterschied, dass es keine geradlinige Kreuzung gibt, sondern dass sich alle Fahrten (bis auf die 65) im Kreuzungsbereich zwei Gleise zu teilen haben. Zusätzlich gibt es noch drei Kfz-Linksabbiegspuren zu berücksichtigen.

Gruß,

Val

[BN] Kreuzung Stadthaus/Landgericht (mB)

geschrieben von: Val

Datum: 20.11.21 18:27

Hier haben wir die zukünftige Belastung des Kreuzungsbereichs - in der HVZ soll jede der genannten Linien im 10-Minuten-Takt fahren. Zusätzlich in rot alle MIV-Beziehungen, die in Konflikt mit Schienenwegen stehen. Dazu kommen noch starke Fußgänger/Radfahrer-Ströme zwischen Sterntorbrücke/Florentiusgraben und Maxstraße/Breite Straße. Zusätzlich gibt es noch 4 Buslinien im 20-Minuten-Takt, die aus der Wilhelmstraße link in die Oxfordstraße abbiegen.
StadthausLandgericht.png

Gruß,

Val

Re: [BN] Kreuzung Stadthaus/Landgericht (mB)

geschrieben von: Christoph L

Datum: 20.11.21 18:43

Es gibt einen viergleisigen Trassierungsentwurf mit zusätzlichen Vorsortiergleisen. Die Notwendigkeit muss aber zunächst nachgewiesen werden. Freiwillig wird der erforderliche Straßenraum von den anderen Verkehrsträgern nicht abgegeben. Neben dem Kfz-Verkehr konkurriert der ÖPNV jetzt auch mit der Fahrradlobby.
Also, ich weiß nicht, wo Du die Grafik her hast, Val, oder ob Du sie selbst erstellt hast, aber die ist super nützlich 👍.

Ich Frage mich ja, ob es wirklich auf weitere Gleise, an der selben Stelle hinauslaufen wird oder ob nicht sogar andere Trassierungen denkbar sind, etwa über einen irgendwan geräumten Cityring mit Westbahn, denn die Stelle bleibt sehr eng und auch die Autospuren erscheinen offengestanden wichtig.

Re: [BN] Kreuzung Stadthaus/Landgericht (mB)

geschrieben von: Val

Datum: 20.11.21 19:42

Christoph L schrieb:
Es gibt einen viergleisigen Trassierungsentwurf mit zusätzlichen Vorsortiergleisen. Die Notwendigkeit muss aber zunächst nachgewiesen werden. Freiwillig wird der erforderliche Straßenraum von den anderen Verkehrsträgern nicht abgegeben. Neben dem Kfz-Verkehr konkurriert der ÖPNV jetzt auch mit der Fahrradlobby.
Die Schweierigkei ist ganz klar, dass man dem MIV dort wehtun wird müssen. Außerdem sind die Radwege in dem Bereich lächerlich schmal. Die Frage wird dann, ob die Fahrrad-Advokaten hier Verbündete oder Konkurrenten im Kampf um den verfügbaren Platz werden.

Am Sinnvollsten wäre aus meiner Sicht ganz klat, den gemeinsam genutzten Bereich viergleisig auszustatten, so dass die Abbieger jeweils nebeneinander auf ihre Ampelphasen warten können. Ich kann mir aber vorstellen, dass es in Richtung Bertha-von-Suttner-Platz auch von den Zuglängen her problematisch wird - ob eine 61 aus der Thomas-Mann-Straße profilfrei links an einem wartenden Stadtbahn-Doppelzug vorbei käme.

Gruß,

Val

Re: [BN] Kreuzung Stadthaus/Landgericht (mB)

geschrieben von: Val

Datum: 20.11.21 19:45

Schienenschiedsrichter schrieb:
Also, ich weiß nicht, wo Du die Grafik her hast, Val, oder ob Du sie selbst erstellt hast, aber die ist super nützlich 👍.

Vorhin gebastelt, also Danke.

Schienenschiedsrichter schrieb:
Ich Frage mich ja, ob es wirklich auf weitere Gleise, an der selben Stelle hinauslaufen wird oder ob nicht sogar andere Trassierungen denkbar sind, etwa über einen irgendwan geräumten Cityring mit Westbahn, denn die Stelle bleibt sehr eng und auch die Autospuren erscheinen offengestanden wichtig.

Der Bereich *ist* der Cityring. Das ist Teil des Konflikts. Ursprünglich fuhr die Bahn parallel zur Oxfordstraße durch die Friedrichstraße, aber das dürfte heute nicht mehr vermittelbar sein.

Gruß,

Val

Re: [BN] Kreuzung Stadthaus/Landgericht (mB)

geschrieben von: Christoph L

Datum: 20.11.21 21:27

Val schrieb:
Am Sinnvollsten wäre aus meiner Sicht ganz klat, den gemeinsam genutzten Bereich viergleisig auszustatten, so dass die Abbieger jeweils nebeneinander auf ihre Ampelphasen warten können. Ich kann mir aber vorstellen, dass es in Richtung Bertha-von-Suttner-Platz auch von den Zuglängen her problematisch wird - ob eine 61 aus der Thomas-Mann-Straße profilfrei links an einem wartenden Stadtbahn-Doppelzug vorbei käme.
Es gibt eine machbare Lösung mit kurzen Gleisen für 30 m-Züge in Richtung Auerberg und Dottendorf sowie längere 60 m-Gleise in Richtung Beuel bzw. Tunnel. Das Problem ist, dass man von überall nach überall fahren können muss, d. h. auch aus dem Tunnel nach Auerberg. Wenn irgendwann die Westbahn mit Doppelzügen von Beuel durch die Thomas-Mann-Straße fährt, entstehen neue Probleme.
In jedem Fall aber macht man sich um das Thema nun Gedanken, nachdem die Problematik außerhalb des Forums nie in Verbindung mit der Stadtbahn Niederkassel in den Medien erwähnt wurde. Persönlich glaube ich, dass der Knoten schon mit dem neuen Fahrplan 2023 deutlich problematischer wird. Das hat man schon gesehen als dieses Jahr in den Osterferien die Linie 66 die Stelle doppelt passierte, weil sie nach Bad Honnef über Beuel fuhr.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.21 03:55.

Re: [BN] Kreuzung Stadthaus/Landgericht wird Thema

geschrieben von: 103612

Datum: 21.11.21 09:22

Am besten wäre es den Knoten komplett in 2 Ebenen zu entfernen:
Der Stadtbahntunnel wird mit zwei unterirdischen Stationen bis an die Rheinbrücke verlängert und die Beueler Niederflurlinie wird auf Hochflur umgebaut.
Das löst nebenbei auch noch weitere Probleme nachhaltig.

Re: [BN] Kreuzung Stadthaus/Landgericht wird Thema

geschrieben von: Christoph L

Datum: 21.11.21 10:57

103612 schrieb:
Am besten wäre es den Knoten komplett in 2 Ebenen zu entfernen:
Der Stadtbahntunnel wird mit zwei unterirdischen Stationen bis an die Rheinbrücke verlängert und die Beueler Niederflurlinie wird auf Hochflur umgebaut.
Das löst nebenbei auch noch weitere Probleme nachhaltig.
Wegen der betrieblich erforderlichen Verbindungen ist das gar nicht so einfach umsetzbar.

Re: [BN] Kreuzung Stadthaus/Landgericht wird Thema

geschrieben von: Michael89

Datum: 21.11.21 11:20

Hallo,

Tunnellösung ist vor Jahren mal untersucht worden und hatte kein ausreichendes NKV.

Gruß Michael

Re: [BN] Kreuzung Stadthaus/Landgericht wird Thema

geschrieben von: Val

Datum: 21.11.21 11:39

Christoph L schrieb:
103612 schrieb:
Am besten wäre es den Knoten komplett in 2 Ebenen zu entfernen:
Der Stadtbahntunnel wird mit zwei unterirdischen Stationen bis an die Rheinbrücke verlängert und die Beueler Niederflurlinie wird auf Hochflur umgebaut.
Das löst nebenbei auch noch weitere Probleme nachhaltig.
Wegen der betrieblich erforderlichen Verbindungen ist das gar nicht so einfach umsetzbar.
...und der Untergrund ist dort auch nicht einfach. Insbesondere die Tiefgarage unter der Kreuzung ist ein Zwangspunkt, der die möglichen Streckenführungen einschränkt. Eine tiefergelegte 66 müsste im Prinzip anstatt der heutigen Rampe am Stadthaus eine nach untern führende Rampe gleicher Ausmaße bekommen, um überhaupt unter der Tiefgarage durch zu kommen. Anschlüsse in die Thomas-Mann- und Wilhelmstraße sind in dieser Tiefe nicht machbar. Untersucht wurde als Alternative ein Abzweig in die Kölnstraße, der aber auch einige Häuser mit tiefen Kellern unterfahren müsste und entsprechend baulich aufwändig würde.

Gruß,

Val

Re: [BN] Tunnel unter Landgerichtsknoten

geschrieben von: Schienenschiedsrichter

Datum: 21.11.21 14:38

Das klingt ja spannend. Wann würde das denn untersucht? Das muss aber schon länger her sein, oder?

Re: [BN] Tunnel unter Landgerichtsknoten

geschrieben von: Christoph L

Datum: 21.11.21 15:05

Schienenschiedsrichter schrieb:
Das klingt ja spannend. Wann würde das denn untersucht? Das muss aber schon länger her sein, oder?
Unter der Rampe am Stadthaus befindet sich bereits als Bauvorleistung ein Tunnelstutzen. Ohne Eingriffe in die Tiefgarage und die ehemalige Fußgängerunterführung ist eine Verlängerung des Tunnels aber nicht möglich. Wegen der erforderlichen Betriebsverbindungen müsste gleichzeitig auch der Tunnelstutzen in Richtung Poppelsdorfer Allee in die Planung einbezogen werden. Nur eine Tieflegung der Linie 66 ohne Verbindungen zur Linie 61 ist nicht möglich. Abgesehen von der Frage der Fördermittel wäre so ein Projekt in Bonn politisch nicht mehr durchsetzbar.

Re: [BN] Tunnel unter Landgerichtsknoten

geschrieben von: Val

Datum: 21.11.21 15:23

Schienenschiedsrichter schrieb:
Das klingt ja spannend. Wann würde das denn untersucht? Das muss aber schon länger her sein, oder?
Ende der 90er oder Anfang der 00er. Tenor war jedenfalls, dass ein Tunnelbau in dem Bereich bereits zum damaligen Preisstand absurd teuer geworden wäre. Das war dann u.a. auch Grundlage der Entscheidung, die Haltestellen Bertha-von-Suttner-Platz und Stadthaus oberirdisch barrierefrei auszubauen.

Ein Hochflurbetrieb der 62 dürfte im übrigen an einem Veto aus Beuel scheitern. In der Friedrich-Breuer-Straße tut man sich ja schon schwer mit barrierefreien Haltestellen für 30-Meter-Niederflurbahnen. Hochbahnsteige wären dort nicht vermittelbar.

Die nun gefundene neue Variante für die Westbahn wäre mit einem Tunnel Oxfordstraße auch abgeklemmt.

Gruß,

Val
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -