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[S] Zacke: Alt und Neu an der Liststraße

geschrieben von: Südwestbahner

Datum: 13.10.21 19:47

Hallo zusammen,

auf dem Weg zum Bäcker lief ich gestern mehr zufällig am Betriebshof der Zacke vorbei und wurde dabei vom ersten "Neuen" überrascht: der Wagen 1101 stand vor dem Betriebshof auf der Schiebebühne und wurde fleißig inspiziert. [1] Hier das Ergebnis:

https://live.staticflickr.com/65535/51585777074_be28f9f8d3_b.jpg


https://live.staticflickr.com/65535/51584286507_11841fbd48_b.jpg
[2] Und weil die Alten auch nicht mehr ewig fahren, drückte ich noch beim talwärts fahrenden Tw 1001 ab.

https://live.staticflickr.com/65535/51585340348_0f59ebccb2_b.jpg
[3] Bereits wieder abfahrbereit für die Bergfahrt in Richtung Degerloch.

Leider nur Handyfotos. Bei Gelegenheit werde ich mal den alten Fahrzeugen mit der Spiegelreflexkamera auflauern.

Viele Grüße aus dem Stuttgarter Westen
Steffen

Re: [S] Zacke: Alt und Neu an der Liststraße

geschrieben von: krolopfoto

Datum: 13.10.21 20:31

Interessante Aufnahmen. Vor 40 Jahren stand eine ganz andere Triebwagengeneration vor der Ablösung - und auch die Örtlichkeiten haben sich "leicht" verändert - siehe hier: [www.drehscheibe-online.de]

Bitte Beachten: Die Nutzung meiner Fotos auf anderen Webseiten oder in anderen Foren und das Kopieren der Bilder in andere Foren ist nur mit meiner ausdrücklichen Genehmigung gestattet.
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Meine Fotoseite: [KrolopFoto.de]
Meine Hifo-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]

Danke!

geschrieben von: schoki41

Datum: 13.10.21 22:33

Hallo Südwestbahner,
hübsch isser. Schön auch, dass man die Gestaltung nach wie vor an die DT8 anlehnt.

schoki41

Re: Danke!

geschrieben von: der weiße bim

Datum: 13.10.21 23:51

schoki41 schrieb:
hübsch isser. Schön auch, dass man die Gestaltung nach wie vor an die DT8 anlehnt.
Kein Kunststück. Beide sind ja von gleichen Herstellerkonzern.

Kann man irgendwo nachlesen, warum man bei der Kompletterneuerung des Wagenparks nicht auch die Spurweite der Gleisanlage an die Normalspur der Stuttgarter Stadtbahn anpasst?
Und keine Hochbahnsteige baut, sondern auf Niederflur setzt?
Beim Riesenaufwand, den die Landeshauptstadt mit Bundeshilfe in die Stadtbahn investierte, wäre diese Vereinheitlichung doch vergleichsweise günstig zu haben. Und die Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder ...

So long

Mario




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.21 23:52.

Keine Umspurung

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 14.10.21 00:33

Hallole!

der weiße bim schrieb:
> Kann man irgendwo nachlesen, warum man bei der Kompletterneuerung des Wagenparks nicht auch die Spurweite der Gleisanlage an die Normalspur der Stuttgarter Stadtbahn anpasst?
> Und keine Hochbahnsteige baut, sondern auf Niederflur setzt?
> Beim Riesenaufwand, den die Landeshauptstadt mit Bundeshilfe in die Stadtbahn investierte, wäre diese Vereinheitlichung doch vergleichsweise günstig zu haben. Und die Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder ...

Ob man es nachlesen kann weiß ich nicht, aber warum sollte man das Inselnetz "Zacke" mit Riesenaufwand umspuren?

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN

Re: Keine Umspurung

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 14.10.21 00:42

Um irgendwelche „Synergieeffekte“ zu erreichen, müsste man dann auch die U-Bahnstrecken komplett mit Zahnstangen versehen, denn ohne eine solche würden sich die Zahnradbahn-Tw keinen Millimeter aus eigener Kraft fortbewegen. Und mit ihrer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h wären sie arge „Betriebsbremsen“ auf der Stadtbahn.
Faszinierend finde ich ja, dass die „Alten“ noch heute keineswegs alt aussehen, sondern eine fast zeitlose Modernität ausstrahlen.

Sammelantwort-versuch:

geschrieben von: olek

Datum: 14.10.21 07:57

Hallo,
Umspurung auf Normalspur: Der Aufwand ist gigantisch und stand NIE zur Debatte. Es wurde über längere TW nachgedacht, 30 MeterZüge, aber, dann hätte die SSB die Werkstatt und vor allem die Schiebebühne erneuern müssen, auch dieser Aufwand inmitten der Wohnbebauung war zu groß.

Zeitloses Aussehen der alten/Bestandswagen: Sie entstammen der ersten Bauserie der DT 8, insofern sehen sie nicht richtig "historisch" aus, das Pendant, der DT 8.4 fährt nur wenige Meter ( und auch sonst im Netz) weiter am Marienplatz in der U-Bahn. Es ist, mal abgesehn von der Länge der Zacke, kaum ein Unterschied für normale ÖPNV Kunden ( viele Kunden kommen am Marienplatz und stehen an der Zacke und fragen aber wo die Zahnradbahn fährt....!!)

Allein die Trittstufen, die Übersetzfenster ( fehlende Klimatisierung) und die Meterspur zeichneten die Zackewagen aus - für Kenner. Die Profis darunter wußten auch Bescheid ob des Zahnstangenantrieb.

Und, die Neuen werden demnächst sicherlich auch auf Strecke fahren....aber, abwarten.

Und, nicht vergessen - auf der eingleisigen Strecke der Zahnradbahn wird OHNE Fahrsignale gefahren, allein der Fahrplan regelt die Begegnung in der einzigen Ausweiche - der Haltestelle Wielandshöhe. Einzigartig, fahren wie ganz ganz früher....denn, was ist wenn eine Zacke NICHT zur Begegnung in der Wielandshöhe einfährt......????

MFG

"Willst du ein Leben streng nach Plan..fahre niemals Eisenbahn!"

Re: [S] Zacke: Alt und Neu an der Liststraße

geschrieben von: nozomi07

Datum: 14.10.21 07:57

Früherwarallesbesser schrieb:
Faszinierend finde ich ja, dass die „Alten“ noch heute keineswegs alt aussehen, sondern eine fast zeitlose Modernität ausstrahlen.
Ja, das ist das Bewundernswerte an Stuttgart: Die haben ein zeitlos prägnantes Design gefunden, und entwickeln es behutsam weiter. In diesem Bilderbogen sieht man das sehr schön. Welcher andere Verkehrsbetrieb ist da so konsequent?

Re: Keine Umspurung

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 14.10.21 10:54

Früherwarallesbesser schrieb:Zitat:
Um irgendwelche „Synergieeffekte“ zu erreichen, müsste man dann auch die U-Bahnstrecken komplett mit Zahnstangen versehen, denn ohne eine solche würden sich die Zahnradbahn-Tw keinen Millimeter aus eigener Kraft fortbewegen. Und mit ihrer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h wären sie arge „Betriebsbremsen“ auf der Stadtbahn.
Zumal die Zahnstange der Zacke versenkt ist, d.h. die Zahnstange überragt die Schiene nicht. Also selbst wenn man die Spurweite anpassen würde, würde jedes Fahrzeug mit einem Antriebs- oder Bremszahnrad an der nächsten Weiche nicht mehr weiterkommen...

Vergleichbar ist dies bei der Rigibahn: Die neuen Triebwagen können nicht auf eigenen Rädern angeliefert werden, obwohl die Spurweite (dort: Normalspur) übereinstimmt...

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Alles irrelevant

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 14.10.21 14:48

Die Zacke ist ein Inselbetrieb ohne irgendwelchen Anschluß an das weitere Stadtbahnnetz.

Re: Sammelantwort-versuch:

geschrieben von: dt8.de

Datum: 14.10.21 16:28

Hallo,

eine kleine Korrektur:

olek schrieb:
Zeitloses Aussehen der alten/Bestandswagen: Sie entstammen der ersten Bauserie der DT 8, insofern sehen sie nicht richtig "historisch" aus, das Pendant, der DT 8.4 fährt nur wenige Meter ( und auch sonst im Netz) weiter am Marienplatz in der U-Bahn.

Dem muss ich widersprechen, die alten ZT4 entsprechen den Stadtbahn-Prototypen DT8.1 bis DT8.3 und haben mit den DT8.4 nicht einmal den Hersteller gemeinsam. Die ZT4 wie die DT8-Prototypen kamen von MAN, während die DT8.4 von Düwag kamen. Nur die Türen erinnern etwas an die DT8.4, aber das sind nachträgliche Umbauten an den ZT4.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
PFMJI,
das ist korrekt, die Verwandtschaft erkennt man auch dann, wenn man hinter den Anfang der 1990er durch Serienvarianten ersetzten Türen in geöffnetem Zustand die oben ursprünglich rechtwinkelig-eckigen Türportale sah. Die sind bei den DT8-Prototypen eingerissen und mussten mehrfach nachgeschweisst werden. Bei den Zackewagen ZT4(II) (im Prinzip die Stadtbahn-Prototyp-Wagenkästen 7 bis 9) kam es vermutlich deshalb nicht zu diesen Rissen, weil die tragende Struktur ("Röhre") hier durch den festen Trittstufenkasten unten ausgesteift wurde, während bei den 6 Proto-Kästen die beweglichen Trittstufen wie nasse Säcke in der geschwächten Struktur hingen. Bei den Serienwagen DT8.5ff war lt. Auskunft von Hr. M. Bonz (anlässlich der Abladung des erstgelieferten DT8.4 #3013+14 anno 1985) durch die Duewag eine komplette Neukonstruktion fällig. U.a. sind die Türportale bei den Serienwagen oben ausgerundet ... grad' für die ursprünglichen "Klappies" darunter sinnvoll. Und der ganze DT wurde ggü. MAN um 10 t leichter.
Verwandtschaft besteht zu dem im Museum stehenden Wagen 3001 insbesondere auch darin, dass die E-Ausrüstung von der GEAMATIC-C über den Chopper bis hin zu den ABS332x-Fahrmotoren ("Typ Hannover") zumindest sehr ähnlich war, wenngleich diese in den ZT-4 (II) quer gelagert und in den Zahnradantrieb eingebunden waren. Allerdings sind die klassischen Thyristor-Chopper vor ca. 19 Jahren bei den ZT-4(II) durch solche auf IGBT-Basis ersetzt worden (Vorbild für die Modernisierung der DT8.5-9 ?).
Und, Verzeihung, Korinthe, ich weiss, ferner hat man ausser in den Führerstandstüren nie "Übersetzfenster" in den Fahrzeugen bei Stadtbahn und Zahnradbahn gehabt - das wären m.E. solche wie bei den GT-4 an den Endplattformen gewesen. Das in den ZT-4 sind m.E. Klappfenster, aber auch nicht von Anfang an: Zunächst nicht im Mittelbereich, wegen der ursprünglichen "Klima" (Miefquirl trafs besser; seitliche Öffnungen im Dachbereich später verschlossen). Bereits ab 1984 ersetzte man jedoch die gewichtige Doppelverglasung der ZT-4(II) durch Einfachverglasung mit den einheitlichen Klappfenstern im oberen Bereich. Durch diese und andere Entfeinerungen sollen um die 2 t Gewicht eingespart worden sein; beim Zackefest 09/1984 brodelte etwas die Gerüchteküche. Auch die Front musste noch 1983/84 korrigiert werden, nachdem durch Erschütterungen oder Resonanzschwingungen, vielleicht auch die hohen Temperaturen im Sommer 1983, die Frontscheiben der ZT-4(II) mehrfach gerissen waren und ihnen auch ohne entgleiste Vorstellwagen das "Kotelett aus dem Gesicht zu fallen" drohte: Füllstücke mit grösseren Ausrundungsradien an den Ecken der Frontfensterportale und dickere Gummiprofile der Fassungen dieser Fenster schufen nachhaltige Abhilfe, übrigens später auch bei den Stadtbahn-Protos. Ich weiss nicht, ob's jemand bestätigen kann: Diese Scheibensätze haben in den ZT4(II) dann die restlichen 38 Jahre gehalten. Vielleicht haben sie auch nur von den 1989 ausgebeinten Wagen 3002-3005 profitiert, egal: Hoffen wir mal, dass die stark gebogenen (teuer!) Stadler-Scheiben von Anbeginn ein besseres Standing besitzen!

Frage zu den "Alten" (1982 auch mal "Neuen") ZT-4(II): Die Fahrzeugumgrenzung, Spurweite, tiefe Zahnrad/Zahnstangenlage und das Stromsystem stimmen überein (Streckenparameter-Tabellen in W. HEFTI: "Zahnradbahnen der Welt" Basel: Birkhäuser 1972): Könnte man zwei der "Alten" ZT-4(II) nicht - aufgearbeitet - noch einige Jahre bei der Drachenfelsbahn einsetzen? Dort könnte man einige der Doppeltraktionen ersetzen, und ausserdem ist die Modernisierung der dortigen (noch älteren) Zweiachser auch schon eine Weile her. Muss sich aber rechnen, natürlich. Und die ZT-4(II) sind, User "olek" hatte es in der Vergangenheit gelegentlich angemerkt, offenbar ziemlich "durch". Trotzdem ... geht da noch was?

Alles Gute aus der Ferne! Hier noch die auszugsweise zusammengesetzten Tabellen aus dem (lange vergriffenen) "Hefti" hier nur für REINE Zahnradbahnen (ohne Mischbetrieb Zrd./Adh.), deren Zahnräder die SOK UNTERgreifen und damit den Übergang der Fahrzeuge auf konventionelle Bahngleise mit Weichen unmöglich machen (Spalte 7 !):
>>
1-Zahnrad-UNTERgreifende-Zrbn_n-HEFTI.gif
2-Zahnrad-UNTERgreifende-Zrbn_n-HEFTI.gif<<Zitat Ende

Der Unglaeubige Thomas




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.10.21 22:15.

Re: Alles irrelevant

geschrieben von: der weiße bim

Datum: 16.10.21 23:15

märchenerzähler schrieb:Zitat:
Die Zacke ist ein Inselbetrieb ohne irgendwelchen Anschluß an das weitere Stadtbahnnetz.
Gab es nie einen Anschluss an das Meterspur-Straßenbahnnetz?

So long

Mario

Re: Alles irrelevant

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 17.10.21 00:34

Einen Anschluss an das Meterspurnetz der Filderbahn und später der Stuttgarter Straßenbahn gab es in Degerloch, einen Wagenübergang von der Zahnradbahn zur Adhäsionsbahn gab es planmäßig allerdings nie. Welchen Zweck dieses Gleis hatte, ist mir unbekannt, aber immerhin blieb es bis 1977 in Betrieb.

Re: Alles irrelevant

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 17.10.21 18:28

märchenerzähler schrieb:Zitat:
Die Zacke ist ein Inselbetrieb ohne irgendwelchen Anschluß an das weitere Stadtbahnnetz.
Das habe ich nicht anders gesehen. Selbst wenn man die Zacke komplett neubauen würde (neue Zahnstangenhöhe, Normalspur) würde man den Inselbetrieb nicht sinnhaft aufgeben können;:
1. Die Fahrzeuge sind zu teuer für Linienwegverlängerungen auf der Stadtbahn.
2. Sowohl am Marienplatz als auch in Degerloch liegt die Zahnradbahnstation oberiridisch und die Stadtbahnstation unterirdisch.
3. Es hätte bedeutend mehr Fahrzeuge bedeutet
4. Höhere Zahnstangen wären im Straßenverkehr eher problematisch oder aufwändiger.
5. Es enstünden unnötige Kosten, deren Nutzen in keinem Verhältnis stünden.

Seien wir also froh, dass man eine Modernisierung der Zacke für die nächsten Jahrzehnte erhält. Wenn man incht in Stuttgart ein solches Bekenntnis zur Zacke hätte, würde man sie schnell in Frage stellen können.

Insofern: Ich sehe weder einen Umbau noch eine Verlängerung als irgendwie sinnvoll an.

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Re: Alles irrelevant

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 18.10.21 01:17

Die einzig sinnvoller Verlängerung, nämlich in Degerloch vom alten Zahnradbahnhof zum Albplatz (wo bis 1977 eine Betriebsstrecke existierte, die aber nicht von Zahnradbahnfahrzeugen befahren werden konnte), wurde ja schon vor etlichen Jahren realisiert. Es kommt doch auch keiner auf die Idee, die Standseilbahn umzuspuren, um deren Wagen dann auf das Stadtbahnnetz übergehen zu lassen.

Re: Alles irrelevant

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 18.10.21 01:21

Früherwarallesbesser schrieb:
Zitat:
Die einzig sinnvoller Verlängerung, nämlich in Degerloch vom alten Zahnradbahnhof zum Albplatz (wo bis 1977 eine Betriebsstrecke existierte, die aber nicht von Zahnradbahnfahrzeugen befahren werden konnte), wurde ja schon vor etlichen Jahren realisiert.
Naja, es gab noch eine andere sinnvolle Verlängerung: Jene zum Marienplatz und diese ist bereits 1936 realisiert worden...


Früherwarallesbesser schrieb:
Es kommt doch auch keiner auf die Idee, die Standseilbahn umzuspuren, um deren Wagen dann auf das Stadtbahnnetz übergehen zu lassen.
Guter Vergleich ;-)

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Übergang

geschrieben von: Mijk

Datum: 18.10.21 11:13

Früherwarallesbesser schrieb:
Einen Anschluss an das Meterspurnetz der Filderbahn und später der Stuttgarter Straßenbahn gab es in Degerloch, einen Wagenübergang von der Zahnradbahn zur Adhäsionsbahn gab es planmäßig allerdings nie.
Doch, es gab Güterwagen, die von den Fildern kommend auf die Zahnradbahn (am ehem. Zackenbhf in Degerloch) übergingen.

https://abload.de/img/s21_dfi_s212czjsx.jpg






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.10.21 11:14.

Re: Übergang

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 18.10.21 18:27

Das dürfte dann aber noch zu Dampflokzeiten gewesen sein.

Re: Übergang

geschrieben von: derasselner

Datum: 18.10.21 21:09

Man könnte vermuten dass die früheren Zahnradfahrzeuge auch auf dem Schienenweg ihren Bestimmungsort erreichten, und sei es auf Hilfsgestellen oder Rollböcken. Der Transport von Straßenbahnwagen auf Gummireifen ist ja noch nicht soooo lange die Norm.

Re: Übergang

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 18.10.21 23:04

Dann aber nicht über Degerloch, sondern direkt zum alten Zahnradbahnhof, den sonst hätte man sie erst mal hoch nach Degerloch, und von dort aus wieder die Zahnradstrecke herunter befördern müssen, denn die Werkstatt befand sich immer beim Zahnradbahnhof im Tal.

Re: Übergang

geschrieben von: dt8.de

Datum: 19.10.21 01:02

Früherwarallesbesser schrieb:
Dann aber nicht über Degerloch, sondern direkt zum alten Zahnradbahnhof, den sonst hätte man sie erst mal hoch nach Degerloch, und von dort aus wieder die Zahnradstrecke herunter befördern müssen, denn die Werkstatt befand sich immer beim Zahnradbahnhof im Tal.
Ich hätte schon eine Anlieferung über Degerloch angenommen, denn dorthin konnten neue Fahrzeuge per normalspurigen Güterwagen gebracht werden. Die ME hatte in Esslingen auch nur einen Anschluss an die Eisenbahn, aber nicht an die Straßenbahn. Es hätte sich also angeboten, das mit einem Güterwagen von Esslingen nach Degerloch West zu machen. Wie hätte ein Wagen zum Betriebsghof an der Liststraße kommen sollen, dort gab es keinen anderweitigen Anschluß ans SSB-Netz.

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Re: Übergang

geschrieben von: anagel

Datum: 19.10.21 09:50

Guten Morgen,

ihr diskutiert hier um ein Thema, was so nicht möglich ist.

1. Es gibt im gesamten Netz der SSB keinen DB-Anschluß, also keine Anlieferung durch Eisenbahn.
2. Die Anlieferung aller Schienenfahrzeuge erfolgt immer auf der Straße in die Hauptwerkstatt in Möhringen.
3. Anlieferung der Zahnradbahnfahrzeuge erfolgt immer auf der Straße über die Autobahn nach Degerloch.
a. nur hier ist die einzige Stelle die wagerecht liegt und von der Starße aus erreicht werden kann.
b. im alten Zahnradbahnhof ist die einzige wagerechte Stelle die Schiebebühne und die Abstellgleiße alles andere liegt im Berg
und ist von der Straße für Großtransporte nicht erreichbar.
c. alle anderen Streckenteile liegen im Berg und sind meist auf eigenem Bahnkörper.
4. Die Abladung der Zahnradbahnfahrzeuge erfolgt also in Degerloch und die Fahrzeuge werden hinter einem anderen Triebwagen in den Betriebshof Berg hinab
abgesichert. Dies erfolgte auch mit den ZT 4 hinter 2 alten Triebwagen der 3. Baureihe.

Eine sehr gute Info liefert das von der SSB herausgegebene Buch "die Bahn zur schönen Aussicht"

Re: Übergang

geschrieben von: dt8.de

Datum: 19.10.21 11:25

Hallo

anagel schrieb:
ihr diskutiert hier um ein Thema, was so nicht möglich ist.
Für heute ist das richtig. Allerdings ging es um die Historie der Gleisverbindung in Degerloch, und die letzten Anlieferungen, bei denen dieses Gleis noch existierte, waren die ZT3 von 1950. Bei den ZT4.1 und ZT4.2 existierte das Gleis ja nicht mehr.

anagel schrieb:
1. Es gibt im gesamten Netz der SSB keinen DB-Anschluß, also keine Anlieferung durch Eisenbahn.
Der Anschluss zum Gleisbauhof sollte auch heute als Gleis noch existieren, die Befahrbarkeit ist aber nicht mehr gegeben.

1950 (s.o.) war Degerloch West per Normalspurgüterwagen erreichbar, es wäre also nur ein Straßentransport von Degerloch West zum Zahnradbahnhof nötig gewesen. Ohne Steigung usw. auch mit damaligen Lkw keine große Sache. Per Gleis wäre natürlich trotz existierendem Gleis nicht möglich gewesen.

anagel schrieb:
2. Die Anlieferung aller Schienenfahrzeuge erfolgt immer auf der Straße in die Hauptwerkstatt in Möhringen.
Das war 1950 noch nicht der Fall.

Der Rest mit den ZT4 ist klar, aber darum ging es ja gar nicht ;-)

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Hallo Thomas,

woher hast Du die Kenntnis, dass bei den ZT4 die Wagenkästen über den Türen nicht gerissen sind? Mir geht da etwas anderes im Kopf herum. Deine Idee mit der Drachenfelsbahn halte ich eher für abenteuerlich, Du schreibst ja selbst: Die sind durch.

Viele Grüße

Gerhard.
Die Infos waren aus erster Hand aus dem Depot Heslach (Vogelrain), wo die DT8.1-.3 Wagen um 1987/88 (iirc) abgestellt waren. Wie ich da 'rein durfte, weiss ich nicht mehr, die Leut' dort waren sehr nett, aber nicht gut auf die Protos zu sprechen. Mir fielen die Risse bzw. deren Schweissnähte aus Reparaturversuchen in den oberen Türportal-Ecken auf, und dass ich das an den ZT4 nicht gesehen hatte. Und fragte gleich nach. Nein, an den ZT-4 gebe es aus dem besagten Grund (Trittstufenkasten) keine derartigen Probleme, wurde mir gesagt. Heslach war lange Jahre für die Einsatzpläne der Zacke zuständig (wie's heute ist, weiss ich nicht).
Also: Das sind natürlich keine technischen Expertisen. Falls Du mich korrigieren könntest ... gerne!

Und ich habe derlei über die Jahre und besuchenderweise Jahrzehnte auch nicht an den ZT-4 entdeckt, wenngleich deren gelegentlich rostige "Streifschüsse" anderswo am WaKa schon einen zunehmend zwiespältigen Eindruck hinterliessen.
Nun kann man Schweissraupen auch aussen glattschleifen und verspachteln, und obendrein diskret Verstärkungsprofile dahintersetzen. Oder gleich ein dickeres Blech oben 'reinsetzen. Vielleicht war sowas der Anlass, die ZT-4 (II) in den 1990ern auf die Türen der Serien-DT8 umzubauen, oder umgekehrt: Da nun der Türantrieb weniger Platz brauchte als bei den originalen Schwenkschiebetüren, konnte man "sicherheitshalber" was dahintersetzen. Allein: Da man dort oben etwas 'reinkucken kann, und ich bis 2018 nichts dergleichen sah, dürften die Portale eben gehalten haben. Tatsache ist aber, dass die originalen Schwenkschiebetüren (im Gegensatz zu den heutigen Aussenschwenktüren) an dem Endanschlägen gefühlt "hammerhart" zu Werke gingen, und immer oben in die Ecke reinbolzten. Ein aussen und innen dazwischengehaltener Daumen wirkte nicht dämpfend, war aber dennoch nachher blau ...
Warum kucke ich da? Weil mich der Riss-Befund an den DT8-Protos doch ziemlich schockiert hatte (und noch immer nachwirkt) und weil "sowas" bei einer kleinen speziellen Bergbahn ratzfatz zur Existenzfrage führen kann.

Drachenfels: D'accord. Die Idee kommt bei Betrachtung der oftmals von der MF Esslingen gebauten frühen "reinen" Zahnradbahnen ohne Mischbetrieb ab 1883 auf. Tabellenzitat aus dem "Hefti" habe ich oben nachgereicht. Dass die Stuttgarter Zähne oben etwas "kupiert" sind, fällt nicht weiter ins Klavier. Nur Streckenseitig müsste es demnach passen.
Das ist aber nur die halbe Miete. Das Entscheidende ist wohl, dass eine Aufarbeitung und Modernisierung der ZT-4 (II) in der Art, wie das z.B. auch MGB in den 1990ern mit vielen GT4 gemacht hatte, inzwischen vermutlich in Richtung Kosten Neufahrzeug liefe (ansonsten hätten die SSB das - ebenfalls vermutlich - selbst gemacht). Zudem hat die Drachenfelsbahn (EDIT: [www.drehscheibe-online.de] ) eine Art "zurückgesetzten Mittelhochbahnsteig", weswegen man evtl. (wieder?) an den ZT-4 (II)- Trittstufen herumfrickeln müsste, ohne etwas richtig "Barrierefreies" zustande zu bringen. Für max. 15 Jahre Restnutzungsdauer vermutlich nicht lohnend.
"Vermutlich"! Daher meine Frage - ich könnte als Pessimist und Outsider etwas übersehen haben. Einfach "grün anstreichen und ..." bringts da sicher nicht.

Der Unglaeubige Thomas




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.21 13:11.
Nun steht die Drachenfelsbahn auch „dummerweise“ samt ihren Fahrzeugen unter Denkmalschutz, da wird es mit Neubeschaffungen ohnehin schwierig. Zumindest wird die Denkmalbehörde auf eine gewisse optische Ähnlichkeit der Neubauten mit den Bestandsfahrzeugen Wert legen, und das dürfte bei den ZT4 schwierig werden.