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Guten Abend!

Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet (*klick*) war vor kurzem das Straßenbahn-Gutachten wieder Thema im Verkehrsausschuss.

Rimbert Schürmann vom mit der Erstellung des Gutachtens beauftragten Institut "PTV Transport Consult GmbH" lieferte einen Zwischenbericht ab.
Auch wenn das fertige Gutachten erst im Herbst vorliegen wird, ließ man bereits durchblicken, dass wohl keinen positiven KNU-Wert für die Verlängerungen zur Westfälischen Hochschule sowie zum Bahnhof Buer Nord geben wird.

Die Strecke nach Buer Nord würde 1000 zusätzliche Fahrgäste pro Tag bringen, bei Baukosten von EUR 20 Mio. (bei einer optionalen Verlängerung weiter bis Hassel +3500 Fahrgäste/Tag bei EUR 70 Mio. Baukosten).
Noch schlechter steht es um die Strecke zur Westfälischen Hochschule, hier stünden einem Zuwachs von +1000 Fahrgäste/Tag Baukosten von EUR 30 Mio. entgegen.

Beide Projekte sind somit wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Gute Aussichten hat hingegen die geplante Neubaustrecke Schloss Horst <-> Hans-Böckler-Allee, welche eine Direktverbindung von Horst über Heßler in die Innenstadt ermöglichen würde.
Hier stünden Baukosten von EUR 70 Mio. einem Potenzial von bis zu 9000 zusätzlichen Fahrgästen entgegen, sodass dieses Projekt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen positiven KNU-Wert geben wird.

Gruß,
Lukas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.21 21:46.
Da der Artikel hinter einer Bezahlschranke steht, welche Streckenführung für die Verbindung Schloss Horst - Hans-Böckler-Allee ist denn vorgesehen? Den Straßenzügen A.d. Rennbahn und Grothusstraße folgend?
Gutachten kann man stets drehen und wenden wie man möchte.

Jede durch Straßenbahn ersetzte Busfahrt ist ein Segen für die Umwelt. Mich würde doch sehr interessieren wie der Umweltfaktor als auch indirekte Auswirkungen durch die Verbesserung des städtischen Umfeld durch eine Straßenbahn in dem Gutachten berücksichtigt wurden.
Samba Tw 303 schrieb:
Verbesserung des städtischen Umfeld durch eine Straßenbahn
Vermutlich wird nicht jeder das Aufstellen von Oberleitungsmasten sowie das Abholzen von knapp 1,5km Grünstreifen ohne Vor-Ort-Ersatz als Verbesserung sehen.

Gut, die FH kann halt nicht mit Fahrgastzahlen wie die RUB aufwarten bei knapp 4000 Studenten. Dann sollte man aber jetzt zumindest mal über eine bessere Anbindung "von hinten" nachdenken, das war nämlich bei meinen Kollegen aus Bottrop und Gladbeck einer der Punkte, warum sie mit dem Auto kamen, der Umweg über Buer Rathaus war ihnen zu blöd. Dazu Verlegung der bisherigen Haltestelle näher ans Gebäude, dann eine Durchfahrmöglichkeit für Busse nach hinten raus schaffen und über Nordring - Buersche Straße nach Gladbeck Goetheplatz oder gleich weiter bis zum Westbahnhof zwecks Anbindung an die dortigen Züge.
Samba Tw 303 schrieb:
Gutachten kann man stets drehen und wenden wie man möchte.
Die PTV Transport Consult GmbH, die das Gutachten erstellt hat, ist nicht gerade als Straßenbahnhasser bekannt. Im Gegenteil hat diese Firma im anderen großen Betriebsgebiet der Bogestra, also in Bochum, sinngemäß folgende Aussage getätigt: "Das Straßenbahnnetz ist schon ganz gut, aber man kann noch etwas mehr heraus holen." Wenn die PTV also keine Chance sieht, steht es wirklich schlecht um die Verlängerungspläne.

Zitat:
Jede durch Straßenbahn ersetzte Busfahrt ist ein Segen für die Umwelt. Mich würde doch sehr interessieren wie der Umweltfaktor als auch indirekte Auswirkungen durch die Verbesserung des städtischen Umfeld durch eine Straßenbahn in dem Gutachten berücksichtigt wurden.

Das wiederum ist ein durchaus berechtigter Einwand. Da es aber in dem Gutachten letztendlich um die Erzielung eines Nutzen-Kosten-Koeffizienten von größer 1 gegangen ist, womit die Förderfähigkeit zu erzielen gewesen wäre, dürften die Auswirkungen auf die Umwelt außen vor geblieben sein. Angesichts der zunehmenden Elektrifizierung des Linienbusverkehrs wird das in Zukunft aber auch nicht einfacher werden. Leider nehmen Landes- und Bundespolitiker zwar häufig den Begriff "Elektromobilität" in den Mund, meinen aber in erster Linie elektrische PKW, dann elektrische LKW und Busse und eher selten elektrische Bahnen.

Man könnte natürlich immer noch darauf hoffen, dass stark nachgefragte Buslinien durch die Umstellung auf Strom noch attraktiver werden und ein neues Gutachten dann darauf verweisen kann, dass die Kapazitäten eines Busbetriebs so allmählich an die natürlichen Grenzen kommen.
Früherwarallesbesser schrieb:
Da der Artikel hinter einer Bezahlschranke steht, welche Streckenführung für die Verbindung Schloss Horst - Hans-Böckler-Allee ist denn vorgesehen? Den Straßenzügen A.d. Rennbahn und Grothusstraße folgend?
Das sollte sich mittels Suchfunktion finden lassen. Leider ist zu dem TOP der Ausschussitzung nur die Mitteilung der Verwaltung hinterlegt, dass zum Termin (war am Donnerstag, 2.9.) ein Mitarbeiter des Büros mittels einer PPT einen Zwischenbericht abgibt.

In der Sitzung im Juni gab es auch schon einen Zwischenbericht, der deine Frage klären könnte: [ratsinfo.gelsenkirchen.de] (direktes verlinken klappt wegen Session-ID nicht, musst du dich etwas durchklicken).

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.
Ruhri schrieb:
Samba Tw 303 schrieb:
Gutachten kann man stets drehen und wenden wie man möchte.
Die PTV Transport Consult GmbH, die das Gutachten erstellt hat, ist nicht gerade als Straßenbahnhasser bekannt. Im Gegenteil hat diese Firma im anderen großen Betriebsgebiet der Bogestra, also in Bochum, sinngemäß folgende Aussage getätigt: "Das Straßenbahnnetz ist schon ganz gut, aber man kann noch etwas mehr heraus holen." Wenn die PTV also keine Chance sieht, steht es wirklich schlecht um die Verlängerungspläne.
Zitat:
Ich kenne jetzt den Inhalt des Gutachten nicht um dies rein nach BWL-Kriterien näher zu beurteilen. Fakt ist aber dass die Trasse von Buer Rathaus bis zum S-BF Buer Nord und sogar darüber hinaus vorhanden ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Strecken muss hier also keine völlig neue Trasse errichtet werden.

Je nachdem WAS man für Masten (wie z. B. in Polen) verwendet, kann man derartige Masten durchaus als Hingucker sogar bezeichnen. Wenn stattdessen immer nur die in Deutschland üblichen Doppel-T Träger verwendet werden wundert mich nicht, wenn so mancher Bürger die auch als Schandfleck ansieht.

Ich halte es allerdings für einen Fehler nach nur reinen Zahlen etwas zu entscheiden und nicht nach Lebensqualität. Die Strecke bis Polsum hätte niemals stillgelegt werden dürfen. Die Bogestra hätte seinerzeit wie es angedacht war durchaus auch Teilabschnitte bis Hassel und Resse von der Vestischen übernehmen sollen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.09.21 10:30.
Samba Tw 303 schrieb:
Ich halte es allerdings für einen Fehler nach nur reinen Zahlen etwas zu entscheiden und nicht nach Lebensqualität.
Aber Lebensqualität ist ein sehr subjektiver und demzufolge äußerst dehnbarer Begriff. Als objektives - also für andere nachvollziehbares - Kriterium für Baumaßnahmen ist Lebensqualität nur schwierig anzuwenden. Zudem geht es letzten Endes um Geld. Und das bemisst sich in reinen Zahlen. Sicherlich kann man auch solche Einflüsse wie Abgasbelastung in geldwerte Faktoren umrechnen, aber das öffnet den Zweiflern Tür und Tor.
Samba Tw 303 schrieb:
Ich kenne jetzt den Inhalt des Gutachten nicht um dies rein nach BWL-Kriterien näher zu beurteilen. Fakt ist aber dass die Trasse von Buer Rathaus bis zum S-BF Buer Nord und sogar darüber hinaus vorhanden ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Strecken muss hier also keine völlig neue Trasse errichtet werden.
Je nachdem WAS man für Masten (wie z. B. in Polen) verwendet, kann man derartige Masten durchaus als Hingucker sogar bezeichnen. Wenn stattdessen immer nur die in Deutschland üblichen Doppel-T Träger verwendet werden wundert mich nicht, wenn so mancher Bürger die auch als Schandfleck ansieht.

Ich halte es allerdings für einen Fehler nach nur reinen Zahlen etwas zu entscheiden und nicht nach Lebensqualität. Die Strecke bis Polsum hätte niemals stillgelegt werden dürfen. Die Bogestra hätte seinerzeit wie es angedacht war durchaus auch Teilabschnitte bis Hassel und Resse von der Vestischen übernehmen sollen.

Es geht aber hier nicht um BWL-, sondern um VWL-Kriterien. Schließlich handelt es um ein mögliches öffentliches Projekt, und das muss volkswirtschaftlich betrachtet werden. Wie gut man Schadstoffbelastung oder gar das Lebensgefühl nummerisch erfasst, ist wieder eine andere Frage.
Mich würde mal interessieren wie der Nutzen aussähe, wenn man die Baukosten nicht mitrechnen würde und den Nutzen allein mit den Betriebskosten und zu erwartenden Sanierungskosten aufrechnet?

Ist er dann positiv, dass sich die Strecke zumindest langfristig im Betrieb halten könnte, ich finde nämlich, dass solche Fälle zumindest dann trotzdem gefördert werden sollten, wenn es sich um Reaktivierungen handelt, die Baukosten sollte man als Wiederaufbaukosten der Schäden der autogerechten Stadt Ideologie betrachten.
Also wenn ich mir einen neuen Wohnsitz suche, lege ich neben dem Umfeld auch Wert auf eine ordentliche schienengebundene Erschließung mit möglichst wenig Individualverkehr.
Samba Tw 303 schrieb:
Also wenn ich mir einen neuen Wohnsitz suche, lege ich neben dem Umfeld auch Wert auf eine ordentliche schienengebundene Erschließung mit möglichst wenig Individualverkehr.
Das entscheidende Wort in dieser Aussage ist "ICH".
Das mag für Dich und Deine aktuellen Lebensumstände stimmen, ich würde bzw. habe es ähnlich gewählt, aber wir beide sind nicht alle und auch nicht die Mehrheit.
Wem anders ist der ÖPNV schnurzpiepe, der möchte (und muss) schnell auf der Austobahn sein, weil er für seine Fahrten den ÖPNV nicht nutzen kann oder will.

Von daher muss man sich hüten, die eigenen Maßstäbe auf die Gesellschaft zu übertragen und damit sein Urteil zu fällen.

! und ? sind keine Rudeltiere.

Meine Bildbeiträge
Thomaner schrieb:
Samba Tw 303 schrieb:
Also wenn ich mir einen neuen Wohnsitz suche, lege ich neben dem Umfeld auch Wert auf eine ordentliche schienengebundene Erschließung mit möglichst wenig Individualverkehr.
Das entscheidende Wort in dieser Aussage ist "ICH".
Das mag für Dich und Deine aktuellen Lebensumstände stimmen, ich würde bzw. habe es ähnlich gewählt, aber wir beide sind nicht alle und auch nicht die Mehrheit.
Wem anders ist der ÖPNV schnurzpiepe, der möchte (und muss) schnell auf der Austobahn sein, weil er für seine Fahrten den ÖPNV nicht nutzen kann oder will.

Von daher muss man sich hüten, die eigenen Maßstäbe auf die Gesellschaft zu übertragen und damit sein Urteil zu fällen.
Das kann zwar sein aber man darf nicht vergessen dass z. B. zahlreiche Gemeinden entlang der AVG-Stadtbahnstrecken und auch anderswo wo neue Straßenbahnstrecken gebaut wurden, die daran gelegenen Immobilien erhebliche Wachstums- und Wertsteigerungen erfahren haben.
Samba Tw 303 schrieb:
Das kann zwar sein aber man darf nicht vergessen dass z. B. zahlreiche Gemeinden entlang der AVG-Stadtbahnstrecken und auch anderswo wo neue Straßenbahnstrecken gebaut wurden, die daran gelegenen Immobilien erhebliche Wachstums- und Wertsteigerungen erfahren haben.

Das dürfte nun eigentlich bei der volkswirtschaftlichen Betrachtung mit eingerechnet werden.
Hallo!

Was du so knapp beschreibst, ist leider so nicht möglich.

Das ganze Regularium, welches Streckenübergänge auf andere EIU bei der Eisenbahn regelt, gilt nun mal nicht im Bereich Straßenbahn. Und leider ist es nach wie vor so, dass sich jedes ÖPNV- Unternehmen dagegen wehrt, Strecken an andere abzugeben. Man stellt auf Bus um, auch wenn der Nachbar die Strecke übernehmen wollte. Bloß keine Kooperation.

Genau daran krankt die Nahverkehrslandschaft im Ruhrgebiet.

Und von Buer nach Polsum ist nun mal das Gebiet der Vestischen. Um Gottes willen, doch bloß nicht an die BOGESTRA übertragen. Wo kommen wir da hin...

Gruß

Guido
Guido Strauß schrieb:
Und von Buer nach Polsum ist nun mal das Gebiet der Vestischen. Um Gottes willen, doch bloß nicht an die BOGESTRA übertragen. Wo kommen wir da hin...
Das heutige Angebot - ein Bus im Halbstundentakt - spricht auch nicht gerade für ein Fahrgastaufkommen, das eine Straßenbahn rechtfertigen würde.
Guido Strauß schrieb:
Hallo!

Was du so knapp beschreibst, ist leider so nicht möglich.

Das ganze Regularium, welches Streckenübergänge auf andere EIU bei der Eisenbahn regelt, gilt nun mal nicht im Bereich Straßenbahn. Und leider ist es nach wie vor so, dass sich jedes ÖPNV- Unternehmen dagegen wehrt, Strecken an andere abzugeben. Man stellt auf Bus um, auch wenn der Nachbar die Strecke übernehmen wollte. Bloß keine Kooperation.

Genau daran krankt die Nahverkehrslandschaft im Ruhrgebiet.

Und von Buer nach Polsum ist nun mal das Gebiet der Vestischen. Um Gottes willen, doch bloß nicht an die BOGESTRA übertragen. Wo kommen wir da hin...

Gruß

Guido
Rein rechtlich ist es ja wohl so, dass oberirdische Straßenbahnstrecken den Verkehrsbetrieben gehören. Ich bezweifle allerdings, dass die Vestische die aufgegebenen Strecken nach wie vor im Bestand hat. So etwas belastet eine Bilanz doch nur. Also wird ein Übergang auf die Stadt Gelsenkirchen stattgefunden haben. Zudem liegt die Planungshoheit nun einmal nicht bei einem Verkehrsbetrieb oder dessen Mehrheitseigner, sondern immer bei dem Stadt, auf deren Gemeindegebiet der Verkehr stattfindet, bei kreisangehörigen Gemeinden natürlich beim jeweiligen Kreis.

Mit anderen Worten: Hätte Gelsenkirchen gewollt, gäbe es noch heute auf den stillgelegten Strecken Straßenbahnverkehr. Der Kreis Recklinghausen hätte sich selbstverständlich trotzdem heraus ziehen können, womit nur eine Rumpfstrecke übrig geblieben wäre. Die Vestische hätte daraufhin, nicht ohne Bedauern, ihr Unvermögen ausdrücken können, diesen Restverkehr weiter zu betreiben. Nun befindet sich Gelsenkirchen allerdings in der ungewöhnlichen Lage, Anteile an gleich zwei Verkehrsbetrieben zu besitzen. Es wäre also ohne weiteres möglich gewesen, dass Gelsenkirchen die Strecke von der Vestischen übernommen und an die Bogestra mit dem Auftrag zur Aufrechterhaltung des Straßenbahnbetriebs übergeben hätte. Dies ist nicht geschehen, aber der Grund dafür kann nur der eine sein, dass niemand darin einen Sinn hatte erkennen können. Es war also niemandem wichtig genug.

Und bevor sich einer wundert, warum die grenzüberschreitenden Linien nicht komplett an die Bogestra übergeben worden sind, möchte ich noch hinzufügen, dass es dazu einen politischen Beschluss des Kreises gebraucht hätte. Welche Linien mit welchen Verkehrsmitteln im Kreis Recklinghausen gefahren werden, wird im Kreis entschieden. Der politische Wille im Vest war aber damals, aus dem System Straßenbahn komplett auszusteigen. Und so geschah es.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.09.21 08:49.
Dazu sei anzumerken, nachdem die 210 in Gelsenkirchen eingestellt war, übernahm die 302 für einige Jahre den Abschnitt Buer Rathaus - GE Buer Nord Bf. Dieser Abschnitt war weiterhin Abschnitt der Vestischen, im Fahrplanbuch wurden als Betreiber sowohl Bogestra als auch Vestische angezeigt. Durchgeführt wurde der Betrieb allerdings ausschließlich durch die Bogestra.

DIESER Abschnitt wurde letztlich nur stillgelegt, weil man an einer Stelle eine Gleiserneuerung scheute. Eine Schande, wenn man bedenkt dass der damalige Gleisstern am Buerer Rathaus erst in den 70ern errichtet wurde. Die Stilllegung dieses Abschnitts war aber keine Entscheidung aufgrund des Ausstiegs der Vestischen.
Samba Tw 303 schrieb:
Dazu sei anzumerken, nachdem die 210 in Gelsenkirchen eingestellt war, übernahm die 302 für einige Jahre den Abschnitt Buer Rathaus - GE Buer Nord Bf. Dieser Abschnitt war weiterhin Abschnitt der Vestischen, im Fahrplanbuch wurden als Betreiber sowohl Bogestra als auch Vestische angezeigt. Durchgeführt wurde der Betrieb allerdings ausschließlich durch die Bogestra.
Da dürfte das Regularium mit den Konzessionen mit hinein gespielt haben. Die Vestische hatte die Konzession und man hätte das ansonsten ganz offiziell ändern müssen. Vermutlich hat man damals schon nicht so recht daran geglaubt, dass es auf Dauer so weitergehen würde.

Zitat:
DIESER Abschnitt wurde letztlich nur stillgelegt, weil man an einer Stelle eine Gleiserneuerung scheute. Eine Schande, wenn man bedenkt dass der damalige Gleisstern am Buerer Rathaus erst in den 70ern errichtet wurde. Die Stilllegung dieses Abschnitts war aber keine Entscheidung aufgrund des Ausstiegs der Vestischen.

Klar, natürlich nicht, zumindest nicht unmittelbar. Man hat sich im Gelsenkirchener Rathaus die Lage angeschaut und hat sich zur endgültigen Stilllegung entschlossen. So etwas mag man im Nachhinein natürlich als Fehler betrachten und tut es irgendwie auch. Aber auch wenn eine bis heute betriebene Strecke jetzt nicht mehr stillgelegt werden würde, so wird die Reaktivierung zunächst einmal eher nicht kommen, mangels Förderungsfähigkeit.
THU schrieb:
Das heutige Angebot - ein Bus im Halbstundentakt - spricht auch nicht gerade für ein Fahrgastaufkommen, das eine Straßenbahn rechtfertigen würde.
Das lässt sich nicht miteinander vergleichen. Autofahrer steigen oftmals erst bei schienengebundenen Verkehren im ÖPNV oder SPNV um. Busse werden bei Autofahrern meist als unattraktiv empfunden.
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