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Moin,

wer die morgige Ausgabe der HNA aufschlägt, wird traurige Nachrichten für einen Aus der Straßenbahnstrecke nach Harleshausen lesen.
Die Strecke soll ein nicht förderfähiges Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen, Kosten von rund 100 Mio. Euro statt den bisher veranschlagten 44 Mio. Euro sind ein ausschlaggebender Punkt.
Ebenfalls sind zusätzliche Fahrgäste und Mehrerlöse aus Ticketverkäufen nicht in erforderlichem Maße zu erwarten.
Der Nutzen läge laut CDU Kassel Stadt bei einem fünftel der Kosten.

Umkehren könne dies nur eine Veränderung der Bewertungsmodalitäten durch Land und Bund.

Spannend wird auch die nächste Sitzung der StaVO. Unter anderem reicht die CDU erneut den Antrag zur Rücknahme der Liniennetzreform 2018 ein und mutmaßlich werde auch die Neubaustrecke nach Harleshausen ein Thema sein.

Schade sei der geplatze Traum vor allem deshalb, da durch alle politischen Parteien ein Konsens zum Bau der Strecke vorhanden sei, mit neuen Förderkriterien ist er allerdings noch nicht ganz ausgeträumt.

Quelle:

Herrmann, A. (2021). Aus der Traum von der Tram? Studie: Strecke nach Harleshausen derzeit nicht finanzierbar. In: Hessische Niedersächsische Allgemeine, 11. Juni 2021, S. 1f.

Freundliche Grüße

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.06.21 21:26.
Wie hätte denn die Endstation aussehen sollen? Mit Stumpfgleis innerhalb der Wolfhager Str. in der Ortsmitte (Ossenplatz) oder mit einer Wendeschleife auf dem Festplatz am Freibad Harleshausen??

Die Ortsmitte ist bereits heute ein Nadelör. Der Individualverkehr dort ist an der Grenze des Möglichen - und für die direkten Anwohner vermutlich des Erträglichen. Zusätzliche Gleise und gedachterweise, wie mittlerweile üblich, Kap-Haltestellen brächten den Verkehr vermutlich zum kompletten Erliegen. Und man muss sehen, dass die Wolfhager Str. durch Harleshausen auch gleichzeitig eine Bundesstraße ist (B 253). Viele LKW nutzen die Route um die A44 zu erreichen. Die Ortsmitte wegen der Straßenbahn hypothetisch für den IV zu sperren wäre vermutlich nicht einfach bis unmöglich gewesen.

Die Gartenstadt Harleshausen gehört zu den wenigen noch bürgerlichen und nicht gerade armen Stadteilen mit hohem Anteil an Grundbesitz und Wohneigentum der Stadt Kassel. Ob eine sich ausreichend rechnende Masse Einwohner mit mindestens Zweit-Pkw auf das alternative Angebot "Straßenbahn" umsteigen würde, hätte ich mal ganz stark zu bezweifeln gewagt!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.06.21 21:48.

Bedenken und Praxis?

geschrieben von: 400mm

Datum: 10.06.21 22:22

Dolcevita6 schrieb u.a.:

„Der Individualverkehr dort ist an der Grenze des Möglichen - und für die direkten Anwohner vermutlich des Erträglichen.“
Richtig. Gerade deswegen muss der ÖV verbessert werden!

„Kap-Haltestellen brächten den Verkehr vermutlich zum kompletten Erliegen“
Die gibt es dort schon lange. Nur dass bisher die Busse dran halten. Und der Verkehr besteht nicht nur aus Privat-PKW.

„auch gleichzeitig eine Bundesstraße ist... Viele LKW nutzen die Route..“
Schau Dir die Leipziger Straße in Bettenhausen an, wie es dort funktioniert.


„Harleshausen gehört zu den … nicht gerade armen Stadteilen ... Ob eine sich ausreichend rechnende Masse Einwohner ... auf das alternative Angebot "Straßenbahn" umsteigen würde“
Schau Dir Wahlershausen/Mulang an, wo es sogar zwei Strecken mit je einer Linie gibt. Die Bahnen sind nicht gerade leer.

Dolce vita geht auch mit Tram.

Sehr überraschend!

geschrieben von: Siggis Malz

Datum: 10.06.21 23:45

Hallo,

da bin ich mal auf die Veröffentlichung gespannt, das ist ein vor allem in der Höhe (Niedrigkeit) überraschendes Ergebnis.

Man will ja schon die Herkules-Bahn ohne jedes berechenbare NKV bauen, hier wird man das kaum auch so machen.

Tatsächlich muss man sich dann aber fragen, wo man in Kassel dann wirtschaftlich (nach jetzigem Standard)
Straßenbahnen bauen will, weil wenn nicht hier, wo dann.
So oder so wird das ein krasser Dämpfer für die grün-roten Ambitionen, die Reaktion wird nicht minder spannend.
Demnach dürfte in Kassel nämlich bis 2030 gar nichts mehr gebaut werden, diese Strecke war das einzige Zugpferd, auf dass sich alle einigen konnten (außer AfD) und das mit Abstand (!) die besten Voraussetzungen hat(te).

Schade, dass man für das Ergebnis aber 3 Jahre gebraucht hat, dass die Zielsetzung der Studie noch irgendwas mit dem heutigen Status Quo zu tun hat, ist unwahrscheinlich.

Die verschiedenen betrachteten Versionen werden interessant, dass in jedem Variantenvergleich nur 0,2 in der Bestversion rauskommt,
haut mich ehrlich gesagt vom Hocker.

Ernüchterte Grüße.
Siggis Malz schrieb:
Hallo,

da bin ich mal auf die Veröffentlichung gespannt, das ist ein vor allem in der Höhe (Niedrigkeit) überraschendes Ergebnis.

Man will ja schon die Herkules-Bahn ohne jedes berechenbare NKV bauen, hier wird man das kaum auch so machen.

Tatsächlich muss man sich dann aber fragen, wo man in Kassel dann wirtschaftlich (nach jetzigem Standard)
Straßenbahnen bauen will, weil wenn nicht hier, wo dann.
So oder so wird das ein krasser Dämpfer für die grün-roten Ambitionen, die Reaktion wird nicht minder spannend.
Demnach dürfte in Kassel nämlich bis 2030 gar nichts mehr gebaut werden, diese Strecke war das einzige Zugpferd, auf dass sich alle einigen konnten (außer AfD) und das mit Abstand (!) die besten Voraussetzungen hat(te).

Schade, dass man für das Ergebnis aber 3 Jahre gebraucht hat, dass die Zielsetzung der Studie noch irgendwas mit dem heutigen Status Quo zu tun hat, ist unwahrscheinlich.

Die verschiedenen betrachteten Versionen werden interessant, dass in jedem Variantenvergleich nur 0,2 in der Bestversion rauskommt,
haut mich ehrlich gesagt vom Hocker.

Ernüchterte Grüße.
Ja, die Nachrichten sind in der Tat ernüchternd, anders kann man es nicht ausdrücken.
Vergleichen wir mal mit der Helleböhnstrecke. Beide Strecken sind ungefähr gleich lang und haben eine Ähnliche Verbindungswirkung (obwohl natürlich Baunatal - Bf. Wilhelmshöhe wichtiger ist).
Sie sind ähnlich lang (fünf Kilometer vs. sechs Kilometer) und bindet ähnlich gelagerte Wohnquartiere an.
Süsterfeld ist ebenfalls eine Gartenstadt, Rothenditmold und Harleshausen-Frasenweg ist vergleichbar mit Helleböhn.
Ja im Helleböhn gibt es einige Hochhäuser, diese stehen aber wiederum weiter auseinander und haben gar nicht so eine hohe Dichte Mensch pro Quadratkilometer.



@DolceVita

Problematisch an Harleshausen ist eher die geringe Dichte der Wohnbebauung und weite Fächerung des Ortes, nicht das hohe soziale Niveau.
Das Ortszentrum kann zumindest vom PKW-Verkehr entlastet werden, wenn die ehemalige Wolfhager Straße (heute Ahnatalstraße) wieder stärker in Beschlag genommen wird, für LKW selbstredend nicht möglich). Eine dritte Spur und damit in Richtung der LSA die Führung der Gleise auf einem Rasengleis pro Richtung ist möglich, schon heute liegen die Haltestellen des ÖV verkehrsbedingt suboptimal, der Ortskern muss vom PKW-Verkehr befreit werden nicht der ÖV entfernt werden.

Grundsätzliche Probleme:
- Die geringe Ortsbebauung zieht sich auch an der gesamten Wolfhager Straße durch, wenn wir vom Holländischen Platz bis zum Freibad denken.
- Das Schillerviertel wird nur einseitig an die neue Strecke angebunden
- Rothenditmold ist praktisch nicht besiedelt. Es gibt viel Industrie aber wenig Wohnbebauung, zwischen Wolfhager Straße und Eisenbahn einmal abgesehen, nördlich der Wolfhager Straße gibt es fast nur grün.
- Bereich Rothenditmold bis Harleshausen: gar keine Wohnbebauung aber fast ein Kilometer Strecke.
- Harleshausen-Frasenweg bis Bf. Harleshausen: Wichtiger bereich mit guter Wohnbebauung für ÖV-Nutzung, hier kann die Tram wirklcih etwas erschließen
- Harleshausen selbst ist schwer mit einer Straßenbahn zu erschließen aber bis zur Ahnatalstraße (Haltestelle Seebergstraße) möglich zu führen.
- Harleshausen ist eine Gartenstadt mit EFH-Bebauung. Dagegen gibt es im "Villenviertel" Mulang sogar fast nur Mehrfamilienhäuser.

Grundsätzlich trifft also das Problem lange Strecke auf schwieriges Einzugsgebiet und schlechtes Baufeld.
Die Helleböhnstrecke hat als Beispiel fast kaum große Straßenbaumaßnahmen, da außer einem Kleingartenverein und NSG nichts im Weg stand. Nur in Oberzwehren Mitte musste wirklich in das Straßenplanum eingegriffen werden. Dies fehlt in Harleshausen leider komplett und macht einen Bau schwer und teuer.

Freundliche Grüße

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Tw666 schrieb:
Problematisch an Harleshausen ist eher die geringe Dichte der Wohnbebauung und weite Fächerung des Ortes, nicht das hohe soziale Niveau.
Das Ortszentrum kann zumindest vom PKW-Verkehr entlastet werden, wenn die ehemalige Wolfhager Straße (heute Ahnatalstraße) wieder stärker in Beschlag genommen wird, für LKW selbstredend nicht möglich). Eine dritte Spur und damit in Richtung der LSA die Führung der Gleise auf einem Rasengleis pro Richtung ist möglich, schon heute liegen die Haltestellen des ÖV verkehrsbedingt suboptimal, der Ortskern muss vom PKW-Verkehr befreit werden nicht der ÖV entfernt werden.

Grundsätzliche Probleme:
- Die geringe Ortsbebauung zieht sich auch an der gesamten Wolfhager Straße durch, wenn wir vom Holländischen Platz bis zum Freibad denken.
- Das Schillerviertel wird nur einseitig an die neue Strecke angebunden
- Rothenditmold ist praktisch nicht besiedelt. Es gibt viel Industrie aber wenig Wohnbebauung, zwischen Wolfhager Straße und Eisenbahn einmal abgesehen, nördlich der Wolfhager Straße gibt es fast nur grün.
- Bereich Rothenditmold bis Harleshausen: gar keine Wohnbebauung aber fast ein Kilometer Strecke.
- Harleshausen-Frasenweg bis Bf. Harleshausen: Wichtiger bereich mit guter Wohnbebauung für ÖV-Nutzung, hier kann die Tram wirklcih etwas erschließen
- Harleshausen selbst ist schwer mit einer Straßenbahn zu erschließen aber bis zur Ahnatalstraße (Haltestelle Seebergstraße) möglich zu führen.
Und hier wirds nämlich spannend, hat man einfach stumpf bis zur Rasenallee dem jetzigen Verlauf nachgeplant?
Bis zum Freibad? Hat man keine Wendemöglichkeit im Ortskern gefunden? Hat man bspw. bei einer Führung zum Freibad die P+R Möglichkeiten betrachtet?

Nächstes Problem, dass ich sehe. Rothenditmold ist im starken Wandel, Harleshausen hat immer mehr Einwohner.
Deine Analyse der Wohnbebauung kann ich aber trotzdem nicht nachvollziehen, Rothenditmold hat ~7500 Einwohner, davon 100% in maximal 700 Meter Luftlinie zur Wolfhager Straße.

Zusätzlich stellt man sich Fragen, wie:
-Ist das Neubaugebiet am Feldlager eingerechnet?
-Sind die neuen Drei Brücken schon eingeplant?
-Wussten die Planer von dem riesigen Neubaugebiet zwischen Maybach- und Wolfhagerstraße, dass sich derzeit in der Planung befindet?
-Was nicht drin sein kann, was aber noch kommt ist das Henschel-Gelände, das erst jüngst gekauft wurde und jetzt "urban" entwickelt wird.
-Wurden die Verkehre zu den neu entstanden Jobcenter- und AfA Gebäuden eingeplant?

Welche Varianten sind bei der Einbindung in der Innenstadt untersucht worden, noch so ein Klassiker.

Wenn diese Fragen nicht beantwortet werden können, ist diese Untersuchung halt leider nichts wert, dass man dafür 3 Jahre gebraucht hat, ist schon "ärgerlich", wenn diese jetzt nur "eindimensional" und ohne Perspektiven erscheint, hat man sich einen mittelschweren Skandal geleistet.

Aber, ich atme erstmal durch, vielleicht liefert ja schon die HNA die ersten Erkenntnisse und die Studie wird im Verlauf der Wochen noch öffentlich gemacht und die Studie wurde ordentlich ausgearbeitet.

Was bleibt, ist ein schwarzer Tag für den Kasseler Tram-Verkehr, denn egal was im Nachlauf passiert, es sind mindestens 3-5 Jahre verloren gegangen und im schlimmsten Fall ist es der Beginn einer weiteren 10-jährigen Durststrecke im Ausbau.

Insgesamt fehlt eins: Die Machbarkeitsstudie.

geschrieben von: Tw666

Datum: 11.06.21 01:03

Siggis Malz schrieb:
Und hier wirds nämlich spannend, hat man einfach stumpf bis zur Rasenallee dem jetzigen Verlauf nachgeplant?
Bis zum Freibad? Hat man keine Wendemöglichkeit im Ortskern gefunden? Hat man bspw. bei einer Führung zum Freibad die P+R Möglichkeiten betrachtet?

Nächstes Problem, dass ich sehe. Rothenditmold ist im starken Wandel, Harleshausen hat immer mehr Einwohner.
Deine Analyse der Wohnbebauung kann ich aber trotzdem nicht nachvollziehen, Rothenditmold hat ~7500 Einwohner, davon 100% in maximal 700 Meter Luftlinie zur Wolfhager Straße.

Zusätzlich stellt man sich Fragen, wie:
-Ist das Neubaugebiet am Feldlager eingerechnet?
-Sind die neuen Drei Brücken schon eingeplant?
-Wussten die Planer von dem riesigen Neubaugebiet zwischen Maybach- und Wolfhagerstraße, dass sich derzeit in der Planung befindet?
-Was nicht drin sein kann, was aber noch kommt ist das Henschel-Gelände, das erst jüngst gekauft wurde und jetzt "urban" entwickelt wird.
-Wurden die Verkehre zu den neu entstanden Jobcenter- und AfA Gebäuden eingeplant?

Welche Varianten sind bei der Einbindung in der Innenstadt untersucht worden, noch so ein Klassiker.

Wenn diese Fragen nicht beantwortet werden können, ist diese Untersuchung halt leider nichts wert, dass man dafür 3 Jahre gebraucht hat, ist schon "ärgerlich", wenn diese jetzt nur "eindimensional" und ohne Perspektiven erscheint, hat man sich einen mittelschweren Skandal geleistet.

Aber, ich atme erstmal durch, vielleicht liefert ja schon die HNA die ersten Erkenntnisse und die Studie wird im Verlauf der Wochen noch öffentlich gemacht und die Studie wurde ordentlich ausgearbeitet.

Was bleibt, ist ein schwarzer Tag für den Kasseler Tram-Verkehr, denn egal was im Nachlauf passiert, es sind mindestens 3-5 Jahre verloren gegangen und im schlimmsten Fall ist es der Beginn einer weiteren 10-jährigen Durststrecke im Ausbau.
Du hast vollkommen recht. Sind diese Punkte bedacht worden? Ich weiß es nicht.

Eventuell muss man hier splitten und die HNA sieht die "Vorzugsvariante" von OB Geselle nur im Nachteil, eine Strecke Bf. Wilhelmshöhe - Teichstraße - Harleshausen und Erzberger Straße - Rothenditmold ergibt wiederum Sinn als zwei unabhänige Projekte.
Vor allem im Hinblick dass auf dem Abschnitt Teichstraße - Ahnatalstraße in der HVZ mehr Busse fahren als auf der Wolfhager Straße (Linie 10 vsl. Linie 11, 14, 110 und E). Ich glaube nämlich, dass bei einem 10-Minuten-Takt eine Umlegung bspw. der Linie 7 ab BWI nach Harleshausen wirklich sinnvoll wäre, gemeinsam mit einer Linie 10 Rothenditmold - Waldau (oder ähnliches).

Diese Fragen werden aber erst geklärt werden können, wenn die Machbarkeitsstudie fertig ist. Ist überhaupt die Harleshäuser Straße mit drin, welche Endhaltestelle, welche Streckenführung in Rothenditmold usw. usf.

Freundliche Grüße

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Re: Insgesamt fehlt eins: Die Machbarkeitsstudie.

geschrieben von: Siggis Malz

Datum: 11.06.21 10:48

Tw666 schrieb:
Eventuell muss man hier splitten und die HNA sieht die "Vorzugsvariante" von OB Geselle nur im Nachteil, eine Strecke Bf. Wilhelmshöhe - Teichstraße - Harleshausen und Erzberger Straße - Rothenditmold ergibt wiederum Sinn als zwei unabhänige Projekte.
Vor allem im Hinblick dass auf dem Abschnitt Teichstraße - Ahnatalstraße in der HVZ mehr Busse fahren als auf der Wolfhager Straße (Linie 10 vsl. Linie 11, 14, 110 und E). Ich glaube nämlich, dass bei einem 10-Minuten-Takt eine Umlegung bspw. der Linie 7 ab BWI nach Harleshausen wirklich sinnvoll wäre, gemeinsam mit einer Linie 10 Rothenditmold - Waldau (oder ähnliches).

Diese Fragen werden aber erst geklärt werden können, wenn die Machbarkeitsstudie fertig ist. Ist überhaupt die Harleshäuser Straße mit drin, welche Endhaltestelle, welche Streckenführung in Rothenditmold usw. usf.
Das Problem an der Trasse über die Harleshäuser Straße ist halt, dass man dafür mehr Linienbrüche hinnehmen müsste, generell könnte dieser zusätzliche Umsteigezwang negative Auswirkungen haben, der wäre bei einem 1 zu 1 Ersatz der Linie 10 Ahnatalstraße - Innenstadt aber geringer.
Eine Kappung der Linie 11 und 110 wäre bedeutend gravierender, weiter fahren lassen kann man sie aber auch nicht, weil die 14 als einzige verbleibende Linie nur in der HVZ fährt.

Re: Insgesamt fehlt eins: Die Machbarkeitsstudie.

geschrieben von: Tw666

Datum: 11.06.21 13:57

Siggis Malz schrieb:
Tw666 schrieb:
Eventuell muss man hier splitten und die HNA sieht die "Vorzugsvariante" von OB Geselle nur im Nachteil, eine Strecke Bf. Wilhelmshöhe - Teichstraße - Harleshausen und Erzberger Straße - Rothenditmold ergibt wiederum Sinn als zwei unabhänige Projekte.
Vor allem im Hinblick dass auf dem Abschnitt Teichstraße - Ahnatalstraße in der HVZ mehr Busse fahren als auf der Wolfhager Straße (Linie 10 vsl. Linie 11, 14, 110 und E). Ich glaube nämlich, dass bei einem 10-Minuten-Takt eine Umlegung bspw. der Linie 7 ab BWI nach Harleshausen wirklich sinnvoll wäre, gemeinsam mit einer Linie 10 Rothenditmold - Waldau (oder ähnliches).

Diese Fragen werden aber erst geklärt werden können, wenn die Machbarkeitsstudie fertig ist. Ist überhaupt die Harleshäuser Straße mit drin, welche Endhaltestelle, welche Streckenführung in Rothenditmold usw. usf.
Das Problem an der Trasse über die Harleshäuser Straße ist halt, dass man dafür mehr Linienbrüche hinnehmen müsste, generell könnte dieser zusätzliche Umsteigezwang negative Auswirkungen haben, der wäre bei einem 1 zu 1 Ersatz der Linie 10 Ahnatalstraße - Innenstadt aber geringer.
Eine Kappung der Linie 11 und 110 wäre bedeutend gravierender, weiter fahren lassen kann man sie aber auch nicht, weil die 14 als einzige verbleibende Linie nur in der HVZ fährt.
Nein, die Linie 11 würde ich in der Tat nicht kappen sondern über Frasenweg zum Bahnhof Wilhelmshöhe führen, die 110 kann schon gekappt werden, bei gutem Anschluss, auf der anderen Seite fährt auch die 100 einen Parallelverkehr Vellmar - Bf. Wilhelmshöhe, ebenso die Linie 500 auf ihrer Strecke.

Eine Linie Harleshausen - Bf. Wilhelmsöhhe - Innenstadt dürfe äußerst attraktiv sein, da beide Kasseler Zentren mit einer Linie angebunden werden.

Freundliche Grüße

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Stadt und KVG sehen Strecke nicht zwingend vom Tisch

geschrieben von: Tw666

Datum: 12.06.21 00:03

Moin,

die Stadt hat sich zu Wort gemeldet:

Die Strecke sei nicht zwingend vom Tisch, durch veränderte Förderkriterien wäre ein Bau auch in Zukunft noch möglich.

Ebenfalls wirft die BTW2021 ihren Schatten voraus:
Timon Gremmels (SPD), Bundestagsabgeordneter Wahlkreis Kassel, habe einen Brief an VM Scheuer geschrieben, die Kriterien Umweltschutz und Klima stärker ins Profil zu nehmen.

Problematisch für die Tram nach Harleshausen sei die schon heute gute Anbindung durch Busse.
Diese solle zum Fahrplanwechsel im Dezember noch besser werden.
Stadt und KVG hofften, dass Punkte wie CO2-Ausschuss stärker in eine Bewertung einfließen werden.

Freundliche Grüße

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PS: Nicht immer sind meine Beiträge zu 100% ernst gemeint.
Tw666 schrieb:
Moin,

die Stadt hat sich zu Wort gemeldet:

Die Strecke sei nicht zwingend vom Tisch, durch veränderte Förderkriterien wäre ein Bau auch in Zukunft noch möglich.

Ebenfalls wirft die BTW2021 ihren Schatten voraus:
Timon Gremmels (SPD), Bundestagsabgeordneter Wahlkreis Kassel, habe einen Brief an VM Scheuer geschrieben, die Kriterien Umweltschutz und Klima stärker ins Profil zu nehmen.

Problematisch für die Tram nach Harleshausen sei die schon heute gute Anbindung durch Busse.
Diese solle zum Fahrplanwechsel im Dezember noch besser werden.
Stadt und KVG hofften, dass Punkte wie CO2-Ausschuss stärker in eine Bewertung einfließen werden.
Danke,

Es ist genau das was ich im Thread zur Standardisierten Bewertung meinte:

Zitat
-Entlastungs- und Verdrängungseffekte werden anders berechnet.
Ein "Upgrade" bestehender ÖPNV-Strukturen war quasi nicht möglich, da die bestehenden Strukturen durch neue Systeme "geschwächt" werden und somit viel zu negativ in die Bewertung mit eingegangen sind, dass der Status vorher vielleicht unhaltbar war, war dem alten System egal.
Siehe das angesprochen U9-Problem in München oder jetzt erst jüngst die Straßenbahn-Diskussion in Kassel.
In der alten Berechnung war somit immer nur ein Ausbau in einem ÖPNV-Trümmerhaufen möglich.
Progressive Stadt- und Landplanung somit über ein "gutes" oder akzeptables Niveau nicht darstellbar.
Was ändert man aber im Dezember? Ist da schon was bekannt?
Linie 10 außerhalb der HVZ verdichten?
Moin,

Tw666 schrieb:
(...)

Problematisch für die Tram nach Harleshausen sei die schon heute gute Anbindung durch Busse.
Diese solle zum Fahrplanwechsel im Dezember noch besser werden.(...)
diese Logik soll jemand verstehen: "Wir haben schon so viele Busse, da brauchen wir keine Straßenbahn". Wäre es nicht logischer zu sagen: "Wir brauchen so viele Busse, um die Fahrgäste zu befördern, da lohnt sich eine Straßenbahn"? Es sind in der HVZ aktuell dreizehn Busse pro Stunde, m.W. alles Gelenkbusse: Sechs Fahrten der Linie 10 über Wolfhager Str. Richtung Innenstadt, Zwei Fahrten der Linie 14 über Harleshäuser und Kölnische Straße zur Innenstadt, vier der Linie 11 und einer der Linie 11 über Harleshäuser Str. zum Bhf. Wilhelmshöhe.

Auch die Kostensteigerung gegenüber den ursprünglichen Plänen wirkt merkwürdig. Haben da Planer Kosten vom Straßenbau zur Straßenbahn verschoben, etwa für eine südlich Umgehung von Rothenditmold entlang der stillgelegten Bahnstrecke zum Unterstadtbahnhof und die Angersbachstraße, um den Ortskern für die Straßenbahn frei zu bekommen?

Im Moment ist ja nicht einmal klar, welche Trassenvarianten untersucht wurden. Am logischsten und einfachsten fände ich eine Führung am Lutherplatz über Hoffmann-von-Fallersleben-Str. - Wolfhager Str. bis Haroldplatz in Harleshausen - Ahnatalstraße - Harleshäuser Str. bis Uhrentürmchen und Schleife im Dreieck Wolfhager Str./Niederfeldstr.. Aber, wie gesagt, was da untersucht wurde, ist nicht bekannt.

Viele Grüße

Christoph

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Re: Stadt und KVG sehen Strecke nicht zwingend vom Tisch

geschrieben von: Tw666

Datum: 12.06.21 15:00

Christoph Heuer schrieb:
Moin,

Tw666 schrieb:
(...)

Problematisch für die Tram nach Harleshausen sei die schon heute gute Anbindung durch Busse.
Diese solle zum Fahrplanwechsel im Dezember noch besser werden.(...)
diese Logik soll jemand verstehen: "Wir haben schon so viele Busse, da brauchen wir keine Straßenbahn". Wäre es nicht logischer zu sagen: "Wir brauchen so viele Busse, um die Fahrgäste zu befördern, da lohnt sich eine Straßenbahn"? Es sind in der HVZ aktuell dreizehn Busse pro Stunde, m.W. alles Gelenkbusse: Sechs Fahrten der Linie 10 über Wolfhager Str. Richtung Innenstadt, Zwei Fahrten der Linie 14 über Harleshäuser und Kölnische Straße zur Innenstadt, vier der Linie 11 und einer der Linie 11 über Harleshäuser Str. zum Bhf. Wilhelmshöhe.

Auch die Kostensteigerung gegenüber den ursprünglichen Plänen wirkt merkwürdig. Haben da Planer Kosten vom Straßenbau zur Straßenbahn verschoben, etwa für eine südlich Umgehung von Rothenditmold entlang der stillgelegten Bahnstrecke zum Unterstadtbahnhof und die Angersbachstraße, um den Ortskern für die Straßenbahn frei zu bekommen?

Im Moment ist ja nicht einmal klar, welche Trassenvarianten untersucht wurden. Am logischsten und einfachsten fände ich eine Führung am Lutherplatz über Hoffmann-von-Fallersleben-Str. - Wolfhager Str. bis Haroldplatz in Harleshausen - Ahnatalstraße - Harleshäuser Str. bis Uhrentürmchen und Schleife im Dreieck Wolfhager Str./Niederfeldstr.. Aber, wie gesagt, was da untersucht wurde, ist nicht bekannt.

Viele Grüße

Christoph
Das ist ein zweischneidiges Schwert. Ersetzt man die Linie 10 spart man sich keine Personalkosten da (stand heute) eine Tram einen Bus ersetzen würde.
Würde man über Harleshäuser Straße bauen, würde man die Linien 14, 110 und E voll ersetzen können und die 11 über Frasenweg umleiten und damit in der Spitze sechs Fahrten die Stunde (4 der 14, 2 der 110 und 2 der E) ersetzen können.
Aber grundsätzlich muss man ja nur die vollen Busse anschauen und sehen, dass eine Erweiterung der Platzkapazitäten notwendig ist und auch in der Vergangenheit suchen und sehen, dass alle Neubaustrecken die erwartete Nachfrage weit übertroffen haben.

Wie die Linie 10 erweitert werden kann, weiß ich nicht. Eventuell fährt man Harleshausen - Waldau alle 7,5 Minuten oder in höherer Taktung bis Auestadion.

Würde ich mal planen würde ich ebenfalls am Lutherplatz starten und über Unterstadtbahnhof bis zur Brücke der Wolfhager Straße gehen.
Dann allerdings mit einem Damm auf das Gelände des Henschelwerkes und mit einem Durchbruch durch die Hallen des TMK in die Naumburger Straße, vor allem um die enge Wolfhager Straße zu umgehen.
Ab den Discountern bzw. der heutigen Haltestelle Naumburger Straße wieder entlang der Wolfhager Straße bis zur Einmündung Harleshäuser Straße auf eigener Trasse. Um den engen Bereich der Wolfhager straße zu umgehen würde ich mit einer Gleisverschlingung auf eigener Trasse bis Einmündung Obervellmarer Straße arbeiten.
Im Straßenraum kann weiter bis Papen Änne geführt werden.
Entweder links in den Wilhelmshöher Weg oder dahinter in das kleine Stück Wolfhager Straße abbiegen und Entlang des Döllbaches bis zur Ahnatalstraße. Dort die Schleife im Grünen.

Freundliche Grüße

666

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PS: Nicht immer sind meine Beiträge zu 100% ernst gemeint.
Verzeihung für Meldung von aussen, aber m.E. hat man die Planung kaputtgerechnet.
Ich hatte solches hier bereits früher mal befürchtet.

Der Ansatz, schrittweise zu bauen, ist in dem Verfahren nicht aufgetaucht ? Beispiel: "Verlängerte Linie 7", die vor ziemlich genau 50 Jahren bis Rothenditmold fuhr, bis vor die "Drei Brücken", dort provisorische Schleife. Weiterbau vorsehen.
Der Ansatz, mit richtungsgebundenen eingleisigen Blockumfahrungen gewisse Engstellen zu umfahren, wurde nicht untersucht ?

Es wurde offenbar vom Holländ. Platz aus geplant. Warum nicht wie früher die SL 7 ab Grüber Weg/Erzbergerstrasse durch die Reuterstrasse (schlechtest ausgelastete 4-spurige Strasse Kassels und bis 1971 die Trasse der SL7 nach Rothenditmold aufnehmend!) ?

Kritisch zu sehen wäre aus meiner Sicht bei der Planung insgesamt aber die isolierte Nicht-Betrachtung des möglichen Umsteigeknotens "Bf. Harleshausen" zur Regio-Tram. Bei entsprechender Kurslage wären RT-Züge schneller von Harl. aus in der Innenstadt als eine Strassenbahn. Wurden die Konkurrenzsituation zur RT und alternativ ein Verbesserungspotenzial der heutigen Situation am Bf. Harl. diskutiert und abgewogen ? Hat ja keinen Wert, wenn man vom Bus aus in die RT zur Innenstadt umsteigen will und dann länger braucht als wenn man im Bus geblieben wäre. Vertaktung? Bf. Harl. "barrierefrei" ?

Die Querverbindung zum Bf.Wilh. wurde in den 1940ern als O-Bus-Linie realisiert; das ist ein alter Hut. Grund war, dass für eine bereits damals geplante Strassenbahnverbindung nach Harleshausen in Verlängerung der SL ab Rothenditmold die Materialkontingente nicht zur Verfügung standen. Jedenfalls nach offizieller Lesart.
Die O-Bus-Linie wurde 1962 wieder still gelegt und de facto der heutige Zustand eingeführt. 1971 kappte man dann noch die Strassenbahn nach Rothenditmold. OK, unmögliche Seitenlage in einer Bundesstrasse, könnte man mit gutem Willen damals wie heute gelöst haben. Aber der war damals nicht vorhanden, und heute anscheinend auch nicht.

Das Problem der "politischen" N/K-Analysen ist, dass man nur die "richtigen" Varianten nehmen muss, teure Komponenten hinzufügen mag, um das Thema schlecht da stehen zu lassen. Dasselbe erlebe ich bereits seit einiger Zeit mit dem Thema Herkulesbahn.

Trotzdem noch Schönes WoE

Der Unglaeubige Thomas
Hallo,

das Gutachten scheint ja auch etwa in der Zeit in Auftrag gegeben worden zu sein, in der die Linienreform mit Sparziel von der Stadt verlangt wurde. Deshalb wundert mich das Ergebnis jetzt nicht so. Mal sehen, wie es weitergeht, die Machtverhältnisse im rathaus haben sich ja bei der letzten Wahl geändert, wenn auch noch der OB von der SPD ist.

Die Anbindung vom HoPla aus würde die Uni dort umsteigefrei mit anbinden und in Richtung Innenstadt die Weiterfahrt über beide Strecken ohne weitere Umbauten ermöglichen. Vom Grünen Weg her kommt man derzeit ja nur durch die Königsstrasse.

Viele Grüße,
Alexander
Die Strecke ab HoPla zu bauen (auf den Spuren des alten Henschel-Überführungsgleises …;-)) würde erheblich höhere Bau- und wegen erheblich längerer Strecke höhere Unterhaltskosten verursachen. "Mitten auf der Bundesstrasse" 251 würde die Bundesstrassenverwaltung erst Recht auf die Barrikaden treiben und zu Drama animieren analog der "Leipziger Strasse" anno 2005.
Ein Gleisdreieck am Lutherplatz würde für Reuterstrasse - Grüner Weg das Problem der beschränkten Zufahrt bei Sperrung der Kö lösen. Damit umführe man zunächst mal eine umständliche teure Anbindung der Strecke. aber natürlich würde ein (teilweiser) Wiederaufbau der Trasse des ehemaligen 7ers manchen Betonköppen in 4. Generation im Rathaus auch nach 50+ Jahren nicht passen.
Wenn man am HoPla die Schleifenplanung wiederaufleben liesse, wäre eine ordentliche Anbindung durch Abbiegen "Am Stern" u.a. durch E-Wagen gegeben.
Natürlich: Eine RT, die sich nach schneller Fahrt von Harleshausen her bis Hbf ab dort via Ständeplatz erst mühsam im Schrittempo über Rathaus durch die Kö quält, kann keine "Anbindung" von städtischen Fahrzielen mehr darstellen. Das wäre allenfalls der Innenring als Wendeschleife ab Hbf. Alles andere ist ein Missbrauch der RT als reine Strassenbahn.

Der Unglaeubige Thomas
Hallo,

das mit dem Dreieck ist schon klar. In etwa auf der alten Trasse würde auch die Strecke zur Ottostraße stärken, und vom Grünen Weg ist man auch recht schnell am Hbf. Ob so viele aus Richtung Harleshausen und Rothenditmold zur Uni am Hopla wollen, weiß ich auch nicht. Ich habe seit Herbst 1988 auch leider nur genau eine gute Fahrgastbefragung erlebt, bei der Start und Ziel abgefragt wurden, und nicht nur an welcher Haltestelle man ein- und aussteigt.

Ich überlege gerade, warum die geplante Schleife dann doch nicht gebaut wurde. Lag es an der Tragfähigkeit der Unterführung außerhalb der jetzigen Trasse (kann ich mir bei Lkw-Verkehr, der über die Kreuzung fährt, nicht vorstellen), oder am "zusammenbrechenden Verkehr", wenn vielleicht alle 15 Minuten dort mal etwas wendet? Oder an ein paar Parkplätzen im Bereich der Schleife?

Viele Grüße,
Alexander
Moin,

noch was am Rande, ob ich das richtig verstanden habe: In die Bewertung geht wohl sehr stark ein, ob man zusätzliche Fahrgäste gewinnt. Da sieht man dann wohl wenig Chancen. Wenn es so wäre, hätten wir die aus meiner Sicht reichlich komische Situation, dass eine gut benutzte Buslinie nicht durch eine Straßenbahn ersetzt werden kann, weil es kaum Wachstumschancen gibt.

Was ich mich aber frage, und was vielleicht in die Bewertung eingeflossen ist, ist die Netzstruktur bei der Straßenbahn. Mit was für einer Linienführung würde man eine Strecke nach Harleshausen über Rothenditmold befahren?

Viele Grüße

Christoph

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