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[H] ? 1300er Beiwagen hinter 500er Triebwagen

geschrieben von: Rote11

Datum: 06.06.21 12:00

Hallo,
während des Umbaues der 1500er Beiwagen auf Federspeicherbremse (auch Umbau auf Schaffnerlos?) gab es 1300er Beiwagen hinter 500er Triebwagen im Linieneinsatz. Ich habe zwei Bilder aus dem Netz. Einmal Vahrenwalderstr. Nichttürenseite mit halben TW und einmal auf der Brücke Hainholz von hinten. Hier zu sehen, dass der Beiwagen hinten schon nur noch zwei Türen hat. Frage(n), gab es spezielle 500er Triebwagen und spezielle 1300er Beiwagen? Gibt es Aufzeichnungen zu den Wagennummern? Und gib es noch mehr Bilder?
Falls jemand Bilder hat, ich suche sowas für Modellzwecke. Nicht zum veröffentlichen. Danke schonmal.

Gruß Wolfgang

Rote11,
http://s14.directupload.net/images/140201/l6qsxysi.jpg
Rote11;Die Straßenbahnlinie zwischen Hannover und Hildesheim

Re: [H] ? 1300er Beiwagen hinter 500er Triebwagen

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 06.06.21 13:03

Keine Antwort, aber eine Anschlussfrage: Waren 500er und 1300er überhaupt dauerhaft kompatibel? Mir wurde mal erklärt, dass (zumindest im Zustand der 80er Jahre) das trotz passender Motorisierung nicht möglich war oder zumindest nicht zugelassen war. Praxisrelevant war es damals durch den Überhang an betriebsfähigen 1500ern (oder eher Mangel an betriebsfähigen 500ern) eh nicht.

Re: [H] ? 1300er Beiwagen hinter 500er Triebwagen

geschrieben von: Tw336

Datum: 06.06.21 14:54

Hallo

Die Kombination 5..+13.. gab es nur um 1967, weil die damaligen Bw 2061 - 2080 (später 1501 - 1520) auf schaffnerlosen Betrieb umgebaut wurden.

Mechanisch waren alle Vier-/Sechsachser miteinander kuppelbar (außer 600, 601).

Die Belegung der Kupplungskontakte war aber verschieden, so dass ein Einsatz im Linienverkehr nicht möglich war (wohl aber für Überführungsfahrten).

Für o. e. Einsätze wurden die Kontakte an den Bw 1302 bis 1305 oder 1306 an die 500er angepasst und das nach ungefähr einem Jahr wieder rückgängig gemacht.

Der Umbau der Bremsen an den Bw 2061 - 2080 fand erst zwischen 1974 und 1978 statt.
In dem Zuge erfolgte auch die Umnummerierung in 1501 - 1520.
Die ersten waren 1517 (1974), 1505, 1508, 1509, 1516 (1975).
Dann erfolgte eine knapp zweijährige Pause (weil die Werkstatt mit anderen Wagen beschäftigt war) in der die übrigen Bw noch als 20.. fuhren.

P. S.: Die Links zu den Bildern im Netz wären nett.

Gruß

http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/336_L4_Kling_120722_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/8420_6001_Humb_120401_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/DSO/7420_6156_6157_20160306_klein.jpghttp://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/710_522_sdl_Stadtbad_20120527_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/478_20120501_Wiehb_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/KS_652_Wolfsa_120622_kln.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/336_L11_120722_Gld_mitt.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.21 15:06.

Re: [H] ? 1300er Beiwagen hinter 500er Triebwagen

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 06.06.21 15:12

Tw336 schrieb:
Die Kombination 5..+13.. gab es nur um 1967, weil die damaligen Bw 2061 - 2080 (später 1501 - 1520) auf schaffnerlosen Betrieb umgebaut wurden.

Danke für die zeitliche Einordnung.

Tw336 schrieb:
Mechanisch waren alle Vier-/Sechsachser miteinander kuppelbar (außer 600, 601).

Die Belegung der Kupplungskontakte war aber verschieden, so dass ein Einsatz im Linienverkehr nicht möglich war (wohl aber für Überführungsfahrten).

So ungefähr meinte ich das, ja.

Tw336 schrieb:
Für o. e. Einsätze wurden die Kontakte an den Bw 1302 bis 1305 oder 1306 an die 500er angepasst und das nach ungefähr einem Jahr wieder rückgängig gemacht.

Und dazu die Folgefrage: Was hat man in dieser Zeit mit den überzähligen 300ern gemacht? Liefen die ohne Beiwagen in E-Wagen-Diensten?

Re: [H] ? 1300er Beiwagen hinter 500er Triebwagen

geschrieben von: Tw336

Datum: 06.06.21 15:47

Hallo
Dazu ist mir leider nichts bekannt.

Zumindest gab es ja die Linie 4, die mit Solo-Vierachsern fuhr.
Solange es durch die Alte Celler Heerstraße (heute Lister Meile) ging (bis 1968) ausschließlich mit Großraumwagen.

Diese Linie war ein Exot, fuhr nur Mo - Sa von etwa 8 bis 15 Uhr.

In den Wintermonaten bis 1968 lt. Fußnote im Fahrplan zusätzlich Mo - Fr 15 bis 18 h Buchholz - Döhren.
Doch diese Fahrten wurden mit Zweiachser + ein Bw durchgeführt.

Was mit den vormittags eingesetzten Solo-Tw in den Spitzenzeiten geschah, ist mir bis heute nicht bekannt.
Auch die HVZ-Linien 9, 17, die E1, E5, E7, E8 etc. fuhren in der Regel mit Zweiachsern.

Gruß

http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/336_L4_Kling_120722_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/8420_6001_Humb_120401_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/DSO/7420_6156_6157_20160306_klein.jpghttp://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/710_522_sdl_Stadtbad_20120527_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/478_20120501_Wiehb_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/KS_652_Wolfsa_120622_kln.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/336_L11_120722_Gld_mitt.jpg

Re: [H] ? 1300er Beiwagen hinter 500er Triebwagen

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 06.06.21 16:00

Tw336 schrieb:
Zumindest gab es ja die Linie 4, die mit Solo-Vierachsern fuhr.
Solange es durch die Alte Celler Heerstraße (heute Lister Meile) ging (bis 1968) ausschließlich mit Großraumwagen.

Diese Linie war ein Exot, fuhr nur Mo - Sa von etwa 8 bis 15 Uhr.

In den Wintermonaten bis 1968 lt. Fußnote im Fahrplan zusätzlich Mo - Fr 15 bis 18 h Buchholz - Döhren.
Doch diese Fahrten wurden mit Zweiachser + ein Bw durchgeführt.

Was mit den vormittags eingesetzten Solo-Tw in den Spitzenzeiten geschah, ist mir bis heute nicht bekannt.
Auch die HVZ-Linien 9, 17, die E1, E5, E7, E8 etc. fuhren in der Regel mit Zweiachsern.

Soweit ist mir das auch bekannt, und darüber habe ich mich auch schon gewundert. In gewissem Sinne war das ja eine verkürzte 9, so dass der Übergang auf diese naheliegend gewesen wäre. Vor allem dürfte der Fahrplanbedarf der 4 die Anzahl "überzähliger" Vierachs-Tw im Normalfall (also außerhalb des hier beschriebenen zeitlich begrenzten Sonderfalls) deutlich überschritten haben - zumal die ja nicht wirklich überzählig waren, sondern erhöhten Wartungsaufwand für Triebwagen abdecken sollten.

Kann es sein, dass die Wagen der 4 doch nach dem Einrücken noch einen Beiwagen bekommen haben und irgendwo Verstärkung gefahren sind, z. B. als Mehrumlauf auf regulären Linien zur Wendezeitverlängerung? Ich hab das alles nicht mehr miterlebt, das können eigentlich nur zeitgenössische Straßenbahnfreunde wissen, die die Tw der 4 in der HVZ wiedergesehen haben.

Ach so: Der Zeitaufwand fürs Umstecken der Liniennummernschilder ist kein Argument. Es gab bis 1982 kombinierte Umläufe E8/E5, die in der Wendezeit am Rathaus mal eben umgeschildert werden mussten.

Re: [H] ? 1300er Beiwagen hinter 500er Triebwagen

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 06.06.21 16:36

Tw336 schrieb:
Für o. e. Einsätze wurden die Kontakte an den Bw 1302 bis 1305 oder 1306 an die 500er angepasst und das nach ungefähr einem Jahr wieder rückgängig gemacht.
Moin,

es waren tatsächlich fünf Wagen, also bis 1306. Die trugen während des Einsatzzeitraums 1966/67 den deutlichen Warnhinweis an der Front, dass sie nur mit GTw 5xx kuppelbar seien. Es gibt (gab?) tatsächlich ein Betriebsfoto von SL 19 auf der Vahrenwalder Straße bei DSO. Das wurde bereits vor etlichen Jahren eingestellt, und ich suche mir gerade einen Wolf danach ;-)

[Edit:] Ich vermute, dass während des Ausfalls von fünf Großraumwagenzügen vermehrt Reserve-Zweiachser im Plandienst ausgeholfen haben, von denen es ja noch reichlich gab (inkl. KS-Tw). Die vorübergehende Mindernutzung von 300ern dürfte also kaum aufgefallen sein.

VG Helmut

https://abload.de/img/opendocumentzeichnung79kkb.jpg





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.21 16:42.

[H] Linie 4

geschrieben von: Tw336

Datum: 06.06.21 17:03

Hallo

Ich durfte mal die Einsatzpläne der Linie 4 von 1960 und 1966 einsehen.

Die Vormittagskurse begannen und endeten in Buchholz ohne Linienwechsel.

Buchholz war auch der kleinste Betriebshof, so dass es wenige geeignete Vor- bzw. Anschluss-Verwendungen gegeben haben durfte.

Eine Verwendung auf Kursen anderer Linien (hier kam nur die 7 in Frage, die 3 fuhr mit Breitraumzügen und fast ausschließlich von Glocksee) passte rein zeitlich nicht.

Die 9 und die 4 waren bis 1968 übrigens nicht deckungsgleich.
Die 4 fuhr durch die Alte Celler Heerstraße, die 9 hingegen Bödeckerstr. - Emmichplatz - Königstraße.

Den "Ersatz" für die 4 in der HVZ stellte die E7 dar, diese fuhr aber nur mit Zweiachsern.
Auf diversen Bildern nie andere Fahrzeuge gesehen.

Die Solo-Tw wurden nicht mal abends als Tauschwagen auf die 7 geschickt.
Die 7 war die einzige Linie, die über lange Zeit in der Regel auch abends und Sonntag Vormittag mit Beiwagen fuhr (nach Überlieferung aus mehreren Quellen).

Deshalb waren in den Jahren bis 1975/76 auch hier die meisten "Pop"-Züge konzentriert, weil so ein Tausch der Wagen beim abendlichen Ab-/Ankuppeln vermieden werden konnte.

Zu dem Linienwechsel am Rathaus:
Vor September 1982 wurde häufig nur das vordere Schild und teilweise das erste rechts geändert.
Die erste Runde zum Nordhafen fuhren die Züge dann gemischt als halbe 8 bzw. halbe 5.

Auch ab September 1982 gab es das noch, jetzt halbe 18 bzw. halbe 5 (nun mit diagonalen roten Streifen).
Dabei waren die transparenten Schilder auf beiden Seiten unterschiedlich beschriftet.

Für die unbeleuchteten Schilder auf der linken Seite gab es Klapptafeln (eine Seite halbe 5, eine halbe 18), die herausgezogen, umgeklappt und wieder in die Halterung geschoben werden mussten.

Mit Umstellung der Strecke n. Stöcken auf Stadtbahnbetrieb ab 2.6.1985 hatte sich das erledigt.

Gruß

http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/336_L4_Kling_120722_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/8420_6001_Humb_120401_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/DSO/7420_6156_6157_20160306_klein.jpghttp://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/710_522_sdl_Stadtbad_20120527_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/478_20120501_Wiehb_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/KS_652_Wolfsa_120622_kln.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/336_L11_120722_Gld_mitt.jpg
Hallo Helmut,

ich befürchte, dass sich das Bild, das Du hier auf DSO gesehen hast, inzwischen wohl im digitalen Nirwana befindet [www.drehscheibe-online.de] … :-(

Sehr bedauerlich, dass sich Harald hier so zurückgezogen hat.



Gruß

Walter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.21 18:02.

Kommando zurück: (anderes) Bild gefunden! (mL)

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 06.06.21 18:24

Kommando zurück: es gibt hier doch noch ein Bild zum Thema (und sicherlich ist es sogar auch nicht dasselbe), nämlich in »[H] historisch: „Ja, ist denn heut schon Weihnachten?« von Stefan Krey vom 24.12.2012.


Walter

Re: [H] Linie 4

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 06.06.21 20:29

Tw336 schrieb:
Ich durfte mal die Einsatzpläne der Linie 4 von 1960 und 1966 einsehen.

Die Vormittagskurse begannen und endeten in Buchholz ohne Linienwechsel.

Buchholz war auch der kleinste Betriebshof, so dass es wenige geeignete Vor- bzw. Anschluss-Verwendungen gegeben haben durfte.

Eine Verwendung auf Kursen anderer Linien (hier kam nur die 7 in Frage, die 3 fuhr mit Breitraumzügen und fast ausschließlich von Glocksee) passte rein zeitlich nicht.

Fuhr SL 4 damals ausschließlich mit Großraumtriebwagen? Aus den letzten Betriebsjahren gibt es ja auch Bildbelege von Breitraumtriebwagen.

Irgendwie passt das für mich mit den Stückzahlen nicht. SL 4 dürfte im 12-min-Takt für Buchholz - Rathaus (Innenstadtschleifenfahrt bis 1968) drei Umläufe gebraucht haben, danach über Emmichplatz bis Klagesmarkt auch, im letzten Fahrplan 1975 bis Rathaus/Friedrichstraße über Hbf, 2 x Steintor und Kröpcke vermutlich einen weiteren. Es gab aber nur zwei überzählige Großraumtriebwagen, dafür aber vier überzählige Breitraumtriebwagen. Kann es sein, dass auch damals schon Breitraumtriebwagen auf SL 4 mitliefen? Wenn damals der ganze Triebwagenüberhang (oder auch nur vielleicht 4 der 6 Tw) in Buchholz stationiert war, könnte es passen. Das würde man in (mir nicht zugänglichen) Stationierungsstatistiken aber auch so sehen.

Tw336 schrieb:
Die 9 und die 4 waren bis 1968 übrigens nicht deckungsgleich.
Die 4 fuhr durch die Alte Celler Heerstraße, die 9 hingegen Bödeckerstr. - Emmichplatz - Königstraße.

Ja, ich weiß. Trotzdem waren sie über weite Teile der Strecke komplementär.

Tw336 schrieb:
Zu dem Linienwechsel am Rathaus:
Vor September 1982 wurde häufig nur das vordere Schild und teilweise das erste rechts geändert.
Die erste Runde zum Nordhafen fuhren die Züge dann gemischt als halbe 8 bzw. halbe 5.

Andersrum. Die Züge fuhren erst als E8 und dann als E5 (ausschließlich Hemelingstraße, die Züge nach Stöcken/VW zum Schichtwechsel waren andere), die Züge wurden teilweise schon in Nordhafen auf E5 umgeschildert. Nicht restlos sicher bin ich, ob der Schülerverkehr zur Hemelingstraße da auch mit drin hing, dann wäre es E5 - E8 - E5 gewesen. Vermutlich aber doch nur E8 - E5.

Tw336 schrieb:
Auch ab September 1982 gab es das noch, jetzt halbe 18 bzw. halbe 5 (nun mit diagonalen roten Streifen).
Dabei waren die transparenten Schilder auf beiden Seiten unterschiedlich beschriftet.

Für die unbeleuchteten Schilder auf der linken Seite gab es Klapptafeln (eine Seite halbe 5, eine halbe 18), die herausgezogen, umgeklappt und wieder in die Halterung geschoben werden mussten.

Mit Umstellung der Strecke n. Stöcken auf Stadtbahnbetrieb ab 2.6.1985 hatte sich das erledigt.

Das war schon ab Dezember 1982 beim E-Wagen-Kahlschlag erledigt. Danach gab es nachmittags nur noch eine einzige Fahrt Aegi - Hemelingstraße und zurück im Schülerverkehr, und keine E18 mehr. Die E18 kam dann nur noch in den Sommerfahrplänen wieder, war aber nicht mehr mit der E5 verknüpft.

Re: [H] Linie 4

geschrieben von: Tw336

Datum: 06.06.21 20:46

Hallo

kaufhalle schrieb:
Tw336 schrieb:
Ich durfte mal die Einsatzpläne der Linie 4 von 1960 und 1966 einsehen.

Die Vormittagskurse begannen und endeten in Buchholz ohne Linienwechsel.

Buchholz war auch der kleinste Betriebshof, so dass es wenige geeignete Vor- bzw. Anschluss-Verwendungen gegeben haben durfte.

Eine Verwendung auf Kursen anderer Linien (hier kam nur die 7 in Frage, die 3 fuhr mit Breitraumzügen und fast ausschließlich von Glocksee) passte rein zeitlich nicht.
Fuhr SL 4 damals ausschließlich mit Großraumtriebwagen? Aus den letzten Betriebsjahren gibt es ja auch Bildbelege von Breitraumtriebwagen.

Irgendwie passt das für mich mit den Stückzahlen nicht. SL 4 dürfte im 12-min-Takt für Buchholz - Rathaus (Innenstadtschleifenfahrt bis 1968) drei Umläufe gebraucht haben, danach über Emmichplatz bis Klagesmarkt auch, im letzten Fahrplan 1975 bis Rathaus/Friedrichstraße über Hbf, 2 x Steintor und Kröpcke vermutlich einen weiteren. Es gab aber nur zwei überzählige Großraumtriebwagen, dafür aber vier überzählige Breitraumtriebwagen. Kann es sein, dass auch damals schon Breitraumtriebwagen auf SL 4 mitliefen? Wenn damals der ganze Triebwagenüberhang (oder auch nur vielleicht 4 der 6 Tw) in Buchholz stationiert war, könnte es passen. Das würde man in (mir nicht zugänglichen) Stationierungsstatistiken aber auch so sehen.


Tw336 schrieb:
Die 9 und die 4 waren bis 1968 übrigens nicht deckungsgleich.
Die 4 fuhr durch die Alte Celler Heerstraße, die 9 hingegen Bödeckerstr. - Emmichplatz - Königstraße.
Ja, ich weiß. Trotzdem waren sie über weite Teile der Strecke komplementär.

Tw336 schrieb:
Zu dem Linienwechsel am Rathaus:
Vor September 1982 wurde häufig nur das vordere Schild und teilweise das erste rechts geändert.
Die erste Runde zum Nordhafen fuhren die Züge dann gemischt als halbe 8 bzw. halbe 5.
Andersrum. Die Züge fuhren erst als E8 und dann als E5 (ausschließlich Hemelingstraße, die Züge nach Stöcken/VW zum Schichtwechsel waren andere), die Züge wurden teilweise schon in Nordhafen auf E5 umgeschildert. Nicht restlos sicher bin ich, ob der Schülerverkehr zur Hemelingstraße da auch mit drin hing, dann wäre es E5 - E8 - E5 gewesen. Vermutlich aber doch nur E8 - E5.

Tw336 schrieb:
Auch ab September 1982 gab es das noch, jetzt halbe 18 bzw. halbe 5 (nun mit diagonalen roten Streifen).
Dabei waren die transparenten Schilder auf beiden Seiten unterschiedlich beschriftet.

Für die unbeleuchteten Schilder auf der linken Seite gab es Klapptafeln (eine Seite halbe 5, eine halbe 18), die herausgezogen, umgeklappt und wieder in die Halterung geschoben werden mussten.

Mit Umstellung der Strecke n. Stöcken auf Stadtbahnbetrieb ab 2.6.1985 hatte sich das erledigt.
Das war schon ab Dezember 1982 beim E-Wagen-Kahlschlag erledigt. Danach gab es nachmittags nur noch eine einzige Fahrt Aegi - Hemelingstraße und zurück im Schülerverkehr, und keine E18 mehr. Die E18 kam dann nur noch in den Sommerfahrplänen wieder, war aber nicht mehr mit der E5 verknüpft.
Die Strecke über Alte Celler Heerstraße war nur für 2,20 m breite Wagen zugelassen.
Breitraumwagen auf den Linien 4 und 7 finden sich erst auf Bildern aus der Zeit nach deren Einstellung 1968.

Zum Ende hin (ca. 1974 - 1976) überwogen auf beiden Linien die Breitraumzüge.

Zu den E-Wagen hatte ich doch geschrieben, erste Runde zum Nordhafen.
Die gemischte Beschilderung fiel mir im August 1981 schon auf der ersten Fahrt vom Betriebshof Glocksee über Friedrichswall - Aegi zum Nordhafen auf.
Da die unterwegs keine Standzeit hatten, sind die so zum Nordhafen gefahren.

Das mit der Einstellung zum Jahreswechsel 1982/83 stimmt, das war mir entfallen.

Die Wechsel-Schilder sind mir danach auch nicht mehr bewusst aufgefallen.

Gruß

http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/336_L4_Kling_120722_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/8420_6001_Humb_120401_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/DSO/7420_6156_6157_20160306_klein.jpghttp://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/710_522_sdl_Stadtbad_20120527_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/478_20120501_Wiehb_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/KS_652_Wolfsa_120622_kln.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/336_L11_120722_Gld_mitt.jpg




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.21 20:56.

Re: [H] Linie 4

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 06.06.21 20:54

Tw336 schrieb:
Die Strecke über Alte Celler Heerstraße war nur für 2,20 m breite Wagen zugelassen.
Breitraumwagen auf den Linien 4 und 7 finden sich erst auf Bildern aus der Zeit nach deren Einstellung 1968.

Zum Ende hin (ca. 1974 - 1976) überwogen auf beiden Linien die Breitraumzüge.

Danke, das wusste ich nicht und erklärt so einiges.

Tw336 schrieb:
Zu den E-Wagen hatte ich doch geschrieben, erste Runde zum Nordhafen.
Die gemischte Beschilderung fiel mir im August 1981 schon auf der ersten Fahrt vom Betriebshof Glocksee über Friedrichswall - Aegi zum Nordhafen auf.
Da die unterwegs keine Standzeit hatten, sind die so zum Nordhafen gefahren.

Dann habe ich das missverstanden, ich hatte das als "erste Runde nach Nordhafen nach Linienwechsel" verstanden.

Re: [H] halbe 18

geschrieben von: Tw336

Datum: 06.06.21 20:57

Hallo

Die halbe 18 fuhr nur noch in den Sommerfahrplänen 1984 (Einführung 15-Minuten-Takt ab 8.30 im Sommer) bis zum 15.6.1988 (letzter Schultag) an Schultagen. Nach den Sommerferien 1988 wurde auch diese komplett eingestellt.
Ich habe am letzten Tag den 460+1465 als dritte und letzte halbe 18 in den Betriebshof Glocksee einlaufen gesehen.
1465 kam danach auch nicht mehr zum Einsatz.

Gruß

http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/336_L4_Kling_120722_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/8420_6001_Humb_120401_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/DSO/7420_6156_6157_20160306_klein.jpghttp://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/710_522_sdl_Stadtbad_20120527_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/478_20120501_Wiehb_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/KS_652_Wolfsa_120622_kln.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/336_L11_120722_Gld_mitt.jpg

Re: [H] halbe 18

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 06.06.21 21:11

Tw336 schrieb:
Die halbe 18 fuhr nur noch in den Sommerfahrplänen 1984 (Einführung 15-Minuten-Takt ab 8.30 im Sommer) bis zum 15.6.1988 (letzter Schultag) an Schultagen. Nach den Sommerferien 1988 wurde auch diese komplett eingestellt.

Anfangs- und Schlusstermin hätte ich jetzt nicht mehr genau gewusst, aber der Grund (Ausdünnung auf 15-min-Takt, daher gab es die E18 auch nur nachmittags) stimmt. Auch wenn nur an Schultagen gefahren wurde, dienten die Fahrten aber höchstens teilweise dem Schülerverkehr, im wesentlichen wurde für den Berufsverkehr der Industriebetriebe an der Schulenburger Landstraße gefahren. Da war mit 15- statt 12-min-Takt eine Schmerzgrenze überschritten, die die E18 erforderte. Meines Wissens waren das immer drei Umläufe, so dass immer nur punktuell Lücken geschlossen wurden. Zumindest zeitweise wurde einer der Züge auch in Nordhafen für eine halbe Stunde aufs Abstellgleis gefahren.

Komplementär dazu gabs die E14 nur noch im Winterfahrplan.
Hallo Walter,

vielen Dank für den Link. Obwohl ich mich seinerzeit zu Stefan Kreys Beitrag geäußert hatte, war mir das Foto nicht mehr gegenwärtig. Und was Harald betrifft: Ich bedaure seine Abstinenz hier auch sehr. Andererseits weiß Du sicherlich besser als die Mehrheit der Teilnehmer hier, wie es es aktuell um seine Gesundheit bestellt ist. Ich habe keine Ahnung, hoffe aber: den Umständen entsprechend gut?!

Gruß
Helmut

Re: [H] Großraum-Tw: Einmann-Umbau 1965 - 67

geschrieben von: Tw336

Datum: 08.06.21 00:11

Hallo
Zitat
Und dazu die Folgefrage: Was hat man in dieser Zeit mit den überzähligen 300ern gemacht? Liefen die ohne Beiwagen in E-Wagen-Diensten?
Die Antwort ist viel einfacher.

Hätte ich schon vorher drauf kommen können, zumal ich die Listen schon in der Hand hatte ...

1965 - 1967 wurden die Großraum-Tw auf Einmannbetrieb umgebaut.
Gerade im zweiten Halbjahr 1966 waren mehrere gleichzeitig in Arbeit.

Da auch die Türen umgebaut wurden, dauerte das länger.

Da waren die fünf Beiwagen ohnehin übrig.

Der Umbau der Bw begann erst 1967 (anfangs in etwas geringerer Stückzahl), da war der Einsatz hinter Gelenk-Tw schon bald beendet.

Im Februar 1969 waren die Großraumzüge (ohne die ex-Hildesheimer) als erste Serie komplett schaffnerlos.
Letzter umgebauter Bw war übrigens der heutige Museumswagen 1304 (da schon mit der probehalber eingebauten Klapptrittstufe an einer Tür).

Gruß

http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/336_L4_Kling_120722_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/8420_6001_Humb_120401_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/DSO/7420_6156_6157_20160306_klein.jpghttp://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/710_522_sdl_Stadtbad_20120527_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/478_20120501_Wiehb_mitt.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/KS_652_Wolfsa_120622_kln.jpg http://www.imgbox.de/users/Thomas478/Signatur/336_L11_120722_Gld_mitt.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.06.21 00:22.

Re: [H] Großraum-Tw: Einmann-Umbau 1965 - 67

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 08.06.21 10:19

Tw336 schrieb:
1965 - 1967 wurden die Großraum-Tw auf Einmannbetrieb umgebaut.
Gerade im zweiten Halbjahr 1966 waren mehrere gleichzeitig in Arbeit.

Da auch die Türen umgebaut wurden, dauerte das länger.

Da waren die fünf Beiwagen ohnehin übrig.

Der Umbau der Bw begann erst 1967 (anfangs in etwas geringerer Stückzahl), da war der Einsatz hinter Gelenk-Tw schon bald beendet.

Danke. Ich hatte es schon ein bisschen geahnt, es erschien mir dann aber zu abwegig, dass man an allen Serien gleichzeitig gebastelt hätte.

Und schon wieder eine Folgefrage: Kann es sein, dass die Üstra von so etwa 1962 bis 1967 einen deutlichen Fahrzeugüberhang hatte, den man wegen der laufenden Umbauten auch brauchte?

Zur Erklärung: In leichter überschaubaren Fällen kennt man es eigentlich so, dass bei einer Fahrzeugbeschaffung hinterher was altes weggeschmissen wird, dass Mehrbedarf Fahrzeugkäufe braucht und dass bei Minderbedarf was ohne Neukauf weggeschmissen wird. Und selbst wo sich mehrere Ereignisse überlagern, kann man es von den Zahlen her eigentlich so etwa nachvollziehen. In Hannover nicht. Das alles war nun lange vor meiner Zeit, deswegen bin ich da auf Literaturangaben angewiesen.

Bis 1960 ist das alles Black Box und damit letztlich kein Problem, bergeweise Neukäufe, Verdrängung der Holzaufbauwagen, Minderbedarf durch Stilllegungen. 1960 waren die Holzaufbauwagen verschwunden, danach wurde noch SL 10 stillgelegt, und die 500er kamen. Damit konnten die Zweiachserzüge weitestgehend auf E- und HVZ-Linien abgeschoben werden. Bildbelege von einzelnen Zweiachserzügen auf Ganztagslinien aus dieser Zeit gibt es, und die Einsätze werden auch weitgehend geplant gewesen sein (da man den Mehrbedarf an Schaffnern ja nicht so mal eben decken konnte). Damit war eine Situation geschaffen, die theoretisch bis 1975 hätte stabil sein können. Es kamen ja keine Fahrzeuge hinzu. Es war aber nicht stabil. 1965 kamen die Linien 17 und 18 hinzu. SL 17 mag einer E19 nachgefolgt sein, auch wenn ich mich da nicht an Bildbelege erinnern kann, aber SL 18 war Mehrbedarf. Zudem wurde um 1965/1967 im Zweiachserbestand nochmals aufgeräumt: Ausmusterung der ESW-Beiwagen und etlicher Crede-Wagen. Das alles ohne Neukauf. Hatte man da einen Überbestand seit 1962 mitgeschleppt? Hat es Angebotskürzungen gegeben?
Moin,

ich kann Deine Fragen nicht schlüssig klären. Leider, denn ein paar Antworten hätte ich sehr gerne im Ärmel. Aber eine kleine Korrektur sei gestattet: Eine Handvoll Holzwagen "überlebte" das Jahr 1960. So sind Fotos von Solo-Tw als Einsatzwagen noch aus 1964 bekannt, und einige Bw wurden noch bis 1965 als Messe-Reserve vorgehalten. Im Übrigen hast Du natürlich recht mit den Daten der Abstellungen/Ausmusterungen von "Exoten" im Zweiachser-Bestand, ohne dass Ersatz beschafft worden wäre.

Danke an User Tw 336 für die Erklärung, dass 1966/67 wegen des Umbaus auf Einmannbetrieb sowieso stets ein paar 300er im Betriebsdienst fehlten. Darauf hätten wir wirklich alle von selbst kommen können ;-)

Gruß
Helmut

https://abload.de/img/opendocumentzeichnung79kkb.jpg

Re: [H] Großraum-Tw: Einmann-Umbau 1965 - 67

geschrieben von: Kalle W.

Datum: 08.06.21 17:09

Ohne es genau belegen zu können: Wegen des Messeverkehrs gab es bei der Üstra mehr Zweiachser als im Normalverkehr benötigt. Auf die konnte man zurückgreifen. Im großen Stil ausgemustert wurde erst Mitte der 70er. Und auch das Angebot wurde in den 60ern ausgedünnt: Streckung des Taktes von 12 auf 15 Minuten. Mangels greifbaren Fahrplan weiß ich nicht, wann genau das war. Aber die 1969er-Proteste kamen ja nicht von ungefähr.
Aber hier gibt es ja genug, die das ganz genau wissen.
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