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Wer finanziert den stehenden Autoverkehr? Die KFZ-Steuern allein richten es nicht. Ganz einfach: ÖPNV ist Daseinsvorsorge. Und kann demzufolge aus Steuermitteln finanziert werden. Allein seine Nutzung iat wirtschaftlich darstellbar.
Helge

kaufhalle schrieb:
StrabfreundAlexcgn schrieb:
Das nenn ich doch mal nee gute Idee, sollten sich andere Städte mal abschauen.
Das kann man auch anders sehen. Wer finanziert das? Und warum? Kriegen Zeitkarteninhaber bei Benutzung was raus?
kaufhalle schrieb:
MSS schrieb:
kaufhalle schrieb:
StrabfreundAlexcgn schrieb:
Das nenn ich doch mal nee gute Idee, sollten sich andere Städte mal abschauen.
Das kann man auch anders sehen. Wer finanziert das? Und warum? Kriegen Zeitkarteninhaber bei Benutzung was raus?
Kann man, braucht man aber nicht.
Solche Angebote kann Fahrgäste verlocken, die sonst nicht (mehr) der ÖPNV benutzt, und einige davon wird überzeugt der ÖPNV (wieder) regelmässig zu benutzen.
Es lohnt sich bestimmt.
Darüberhinaus fährt immer halb- oder völlig leere Fahrzeuge zu bestimmte Zeiten herum. Auch diese verdient kein Zent, sind aber ein wichtiger teil des gesamtangebotes.
Vor allem geht es darum der ÖPNV attraktiv zu machen.
Und Bitte, warum sollte Zeitkartrneinhaber etwas daraus krigen? Man bekommt ja schon der billigsten Tarif. Ich denke die meisten versteht der sinn ein solcher Angebot.
Ja, Verarsсhung von Zeitkarteninhabern. Ich verstehe durchaus die Intention, aber man sollte da nicht auf dem Level "Tolles Angebot, so gewinnt man neue Fahrgäste" das Denken einstellen. So gewinnt man Gelegenheitsfahrgäste, die auch immer welche bleiben werden; die was abgreifen, was es umsonst gibt. Daher ist durchaus die Frage angebracht, was das kostet und wer das zahlt. Und was man anderweitig damit machen könnte. Zeitkarteninhaber sind übrigens die finanzielle Stütze des ÖPNV, ohne die geht gar nichts.
Ich denke, so eine einzelne Maßnahme "aus dem Aktionsprogramm Innenstadt" (Weser-Kurier vom 24.02.21) mit dem Ziel, die City (wieder) zu beleben, sollte man nicht inhaltlich überfrachten.

Die Kosten für die "11" sind absolut überschaubar. Vermutlich ließen sich auch in Bremen Beispiele für "ÖV-Marketing" finden, die mehr Geld kosten - und womöglich dennoch nicht sinnvoller sind. Übrigens können auch Gelegenheitsfahrgäste aus ganz unterschiedlichen Motiven zu Dauerfahrgästen werden - so wie sie auch aus ganz unterschiedlichen Motiven Gelegenheitsfahrgäste sind.

"Zeitkarteninhaber sind übrigens die finanzielle Stütze des ÖPNV, ohne die geht gar nichts". Ich füge dem zitierten Satz einen Satz hinzu: Die öffentliche Hand ist übrigens die finanzielle Stütze des ÖPNV, ohne die geht gar nichts.

Allseits einen schönen Sonnabend wünscht Euch
Marienfelde
Bahnhof Mickten schrieb:
Wer finanziert den stehenden Autoverkehr? Die KFZ-Steuern allein richten es nicht. Ganz einfach: ÖPNV ist Daseinsvorsorge. Und kann demzufolge aus Steuermitteln finanziert werden. Allein seine Nutzung iat wirtschaftlich darstellbar.

Dieser ÖPNV ist aber keine Daseinsvorsorge, sondern ein Sonderangebot an Autofahrer.

Marienfelde schrieb:
Ich denke, so eine einzelne Maßnahme "aus dem Aktionsprogramm Innenstadt" (Weser-Kurier vom 24.02.21) mit dem Ziel, die City (wieder) zu beleben, sollte man nicht inhaltlich überfrachten.

Eine öffentliche Aufgabe ist das aber nicht. Das sollten dann die Gewerbetreibenden der Innenstadt schon selbst finanzieren.

Marienfelde schrieb:
Die Kosten für die "11" sind absolut überschaubar. Vermutlich ließen sich auch in Bremen Beispiele für "ÖV-Marketing" finden, die mehr Geld kosten - und womöglich dennoch nicht sinnvoller sind.

Es ist aber gar kein ÖPNV-Marketing, sondern Innenstadtmarketing.

Marienfelde schrieb:
Übrigens können auch Gelegenheitsfahrgäste aus ganz unterschiedlichen Motiven zu Dauerfahrgästen werden - so wie sie auch aus ganz unterschiedlichen Motiven Gelegenheitsfahrgäste sind.

Dazu tragen aber solche Gratismaßnahmen nichts bei.

Marienfelde schrieb:
"Zeitkarteninhaber sind übrigens die finanzielle Stütze des ÖPNV, ohne die geht gar nichts". Ich füge dem zitierten Satz einen Satz hinzu: Die öffentliche Hand ist übrigens die finanzielle Stütze des ÖPNV, ohne die geht gar nichts.

Das ist so pauschal zwar schlichtweg falsch, aber darum ging es nicht. Es ging um den Vowurf, Zeitkarteninhaber würden zu wenig bezahlen. Und genau das stimmt eben nicht, sie sind auf der Einnahmenseite der zuverlässigste und wichtigste Posten.
kaufhalle schrieb:
Es ging um den Vowurf, Zeitkarteninhaber würden zu wenig bezahlen.
Ich habe in keinem Beitrag dieses Fadens den Vorwurf, Zeitkarteninhaber würden zu wenig bezahlen, gelesen. Du scheinst da einen Strohmann aufzubauen.
cs schrieb:
kaufhalle schrieb:
Es ging um den Vowurf, Zeitkarteninhaber würden zu wenig bezahlen.
Ich habe in keinem Beitrag dieses Fadens den Vorwurf, Zeitkarteninhaber würden zu wenig bezahlen, gelesen. Du scheinst da einen Strohmann aufzubauen.

MSS schrieb:
Und Bitte, warum sollte Zeitkartrneinhaber etwas daraus krigen? Man bekommt ja schon der billigsten Tarif.
kaufhalle schrieb:
Marienfelde schrieb:
"Zeitkarteninhaber sind übrigens die finanzielle Stütze des ÖPNV, ohne die geht gar nichts". Ich füge dem zitierten Satz einen Satz hinzu: Die öffentliche Hand ist übrigens die finanzielle Stütze des ÖPNV, ohne die geht gar nichts.
Das ist so pauschal zwar schlichtweg falsch, aber darum ging es nicht. Es ging um den Vowurf, Zeitkarteninhaber würden zu wenig bezahlen. Und genau das stimmt eben nicht, sie sind auf der Einnahmenseite der zuverlässigste und wichtigste Posten.
Dann schlage ich einfach einfach einmal folgende Verfahrensweise vor: Alle Unternehmen des ÖV in unserem Land verzichten für den Rest dieses Jahres auf sämtliche Zuwendungen aus öffentlichen Kassen - mal sehen, wie lange es den ÖV z.B. im Land Bremen dann noch im jetzigen Umfang gibt.
Marienfelde schrieb:
kaufhalle schrieb:
Marienfelde schrieb:
"Zeitkarteninhaber sind übrigens die finanzielle Stütze des ÖPNV, ohne die geht gar nichts". Ich füge dem zitierten Satz einen Satz hinzu: Die öffentliche Hand ist übrigens die finanzielle Stütze des ÖPNV, ohne die geht gar nichts.
Das ist so pauschal zwar schlichtweg falsch, aber darum ging es nicht. Es ging um den Vowurf, Zeitkarteninhaber würden zu wenig bezahlen. Und genau das stimmt eben nicht, sie sind auf der Einnahmenseite der zuverlässigste und wichtigste Posten.
Dann schlage ich einfach einfach einmal folgende Verfahrensweise vor: Alle Unternehmen des ÖV in unserem Land verzichten für den Rest dieses Jahres auf sämtliche Zuwendungen aus öffentlichen Kassen - mal sehen, wie lange es den ÖV z.B. im Land Bremen dann noch im jetzigen Umfang gibt.

Und wozu? Was hat das mit dem Thema zu tun? Du hast behauptet, ÖPNV wäre prinzipiell zuschussbedürftig, und das ist so pauschal schlicht und einfach falsch. Die Behauptung, dass der Bremer Straßenbahnverkehr kostendeckend zu betreiben wäre, hat dagegen niemand aufgestellt.

Vor allem: Was hat das alles noch mit einer öffentlich finanzierten Werbeaktion für die Innenstadt zu tun?
Freifahrt ist völlig sinslos. In Oslo haben wir Automaut und wenn ich zu Arbeit fahre kostet es 4 euro. Meine Kollegen und ich fahren mit ÖPNV um sonst. Unser Parkplatz ist doch überfüllt egal was es kostet Auto zu fahren. Nulltarif mach nur dass die Einnahmen weniger wird.
Nulltarif kann durchaus Sinn machen. In Melbourne mit seinem umständlichen (und langsamen) Myki-Ticketsystem (wo das Lesegerät schon mal mehrere Sekunden brauchen kann, bis es die Karte registriert, und mitunter mehrere Anläufe notwendig sind) beschleunigt die "Free Tram Zone" das häufige Umsteigen innerhalb der Innenstadt, weil dort die meisten Umsteigevorgänge stattfinden und die Leute nur noch beim "letzten Einstieg" ihre Karte registrieren müssen. Allerdings wurde auch dort schon kritisiert, dass die Free Tram Zone letztendlich die Wirtschaft der Innenstadt auf Kosten der Außenbezirke bezuschusst.

Gruss, sepruecom

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle
kaufhalle schrieb:
Bahnhof Mickten schrieb:
Wer finanziert den stehenden Autoverkehr? Die KFZ-Steuern allein richten es nicht. Ganz einfach: ÖPNV ist Daseinsvorsorge. Und kann demzufolge aus Steuermitteln finanziert werden. Allein seine Nutzung iat wirtschaftlich darstellbar.
Dieser ÖPNV ist aber keine Daseinsvorsorge, sondern ein Sonderangebot an Autofahrer.

Marienfelde schrieb:
Ich denke, so eine einzelne Maßnahme "aus dem Aktionsprogramm Innenstadt" (Weser-Kurier vom 24.02.21) mit dem Ziel, die City (wieder) zu beleben, sollte man nicht inhaltlich überfrachten.
Eine öffentliche Aufgabe ist das aber nicht. Das sollten dann die Gewerbetreibenden der Innenstadt schon selbst finanzieren.

Marienfelde schrieb:
Die Kosten für die "11" sind absolut überschaubar. Vermutlich ließen sich auch in Bremen Beispiele für "ÖV-Marketing" finden, die mehr Geld kosten - und womöglich dennoch nicht sinnvoller sind.
Es ist aber gar kein ÖPNV-Marketing, sondern Innenstadtmarketing.

Marienfelde schrieb:
Übrigens können auch Gelegenheitsfahrgäste aus ganz unterschiedlichen Motiven zu Dauerfahrgästen werden - so wie sie auch aus ganz unterschiedlichen Motiven Gelegenheitsfahrgäste sind.
Dazu tragen aber solche Gratismaßnahmen nichts bei.

Marienfelde schrieb:
"Zeitkarteninhaber sind übrigens die finanzielle Stütze des ÖPNV, ohne die geht gar nichts". Ich füge dem zitierten Satz einen Satz hinzu: Die öffentliche Hand ist übrigens die finanzielle Stütze des ÖPNV, ohne die geht gar nichts.
Das ist so pauschal zwar schlichtweg falsch, aber darum ging es nicht. Es ging um den Vowurf, Zeitkarteninhaber würden zu wenig bezahlen. Und genau das stimmt eben nicht, sie sind auf der Einnahmenseite der zuverlässigste und wichtigste Posten.
Aber: Stosszeit > Maximal Einsatz Personale und Wagen > Höchste Kosten

mfG aus Asd (AMS), Robert
sepruecom schrieb:
Nulltarif kann durchaus Sinn machen. In Melbourne mit seinem umständlichen (und langsamen) Myki-Ticketsystem (wo das Lesegerät schon mal mehrere Sekunden brauchen kann, bis es die Karte registriert, und mitunter mehrere Anläufe notwendig sind) beschleunigt die "Free Tram Zone" das häufige Umsteigen innerhalb der Innenstadt, weil dort die meisten Umsteigevorgänge stattfinden und die Leute nur noch beim "letzten Einstieg" ihre Karte registrieren müssen. Allerdings wurde auch dort schon kritisiert, dass die Free Tram Zone letztendlich die Wirtschaft der Innenstadt auf Kosten der Außenbezirke bezuschusst.

Da wäre es dann doch besser, den Tarif und vor allem das Entgeltsicherungsverfahren anzupassen.

robert55 schrieb:
Aber: Stosszeit > Maximal Einsatz Personale und Wagen > Höchste Kosten

Das Personal kostet zu Stoßzeiten auch nicht mehr als sonst. Im Gegenteil, je nach Tarif werden abends und sonntags Lohnzuschläge fällig. Davon abgesehen stimmt die Rechnung so schon lange nicht mehr, in gut organisiertem und gut nachgefragtem ÖPNV sind die Spitzen geglättet. Und Fahrzeugmehrbedarf in der HVZ schlägt nur bedingt auf den notwendigen Gesamtbestand durch.
kaufhalle schrieb:
Dieser ÖPNV ist aber keine Daseinsvorsorge, sondern ein Sonderangebot an Autofahrer.

Und genau das ist der Punkt. Das hat mit ÖV Förderung genau gar nichts zu tun. Man fördert es mit dem Auto in die Stadt zu fahren um dort einzukaufen. Die Leute die wirklich den ÖV nutzen haben davon gar nichts. Und das betrifft gar nicht nur die Zeitkarteninhaber, das betrifft jeden der mit dieser Autofahrerlinie nicht auskommt, was die meisten Nutzer betreffen dürfte.
Hier wurde eine City-Ringbuslinie eingerichtet, die man mit dem Parkticket eines Parkhauses in Hbf-Nähe kostenlos mit bis zu 3 Erwachsenen und einer Anzahl (genau weiß ich es nicht mehr) Kindern benutzt werden konnte. Die Ringbuslinie wurde irgendwann aus Kostengründen eingestellt, dafür konnte man zu gleichen Bedingungen alle Verkehrsmittel im Innenstadtbereich mit dem Parkschein nutzen. Inzwischen kann man mit den Parkscheinen fast aller Mainzer Parkhäuser das gesamte Tarifgebiet von Mainz und Wiesbaden befahren. Zwar zahlen die Parkhäuser den Verkehrsbetrieben Ausgleichszahlungen, aber den größten Teil dürften wohl „normale“ ÖPNV-Nutzer und die Steuerzahler übernehmen.
MrEnglish schrieb:
kaufhalle schrieb:
Dieser ÖPNV ist aber keine Daseinsvorsorge, sondern ein Sonderangebot an Autofahrer.

Und genau das ist der Punkt. Das hat mit ÖV Förderung genau gar nichts zu tun. Man fördert es mit dem Auto in die Stadt zu fahren um dort einzukaufen. Die Leute die wirklich den ÖV nutzen haben davon gar nichts. Und das betrifft gar nicht nur die Zeitkarteninhaber, das betrifft jeden der mit dieser Autofahrerlinie nicht auskommt, was die meisten Nutzer betreffen dürfte.
Moin!

Natürlich richtet sich diese Linie an Autofahrer - an wen denn sonst??? Der Zeitkartenbesitzer ist schon Kunde, den muß man nicht mehr locken. Der Autofahrer soll ein bequemes Angebot bekommen, die Straßenbahn einfach mal unkompliziert zu testen. Und dabei merken, daß die ja viel besser ist, als ihr Ruf... und in der Bremer Innenstadt soll er natürlich auch ordentlich Umsatz machen, nicht irgendwo am Stadtrand im Shoppingcenter mit großem Parkplatz. Richtet sich auch an Umlandbewohner, wo nicht alle 10 Minuten ein Bus oder eine Bahn in die Stadt abfahren.

Das ist nicht der große Durchbruch zum kostenlosen ÖPNV, sondern einfach eine Werbeaktion. Kostet natürlich auch ein bißchen Steuergeld und vielleicht etwas von der BSAG, aber es wird sich durch den Werbeeffekt hoffentlich lohnen. Da es ein zusätzliches Angebot ist, stellt es für niemand eine Verschlechterung dar.
Besser eine kostenlose Straßenbahnlinie anbieten als kostenloses Parken im Parkhaus.

Mal zum Vergleich: wenn ein Fitnessstudio neue Kunden werben will, bietet es auch nicht den bestehenden Abonnenten einen kostenlosen Probemonat an - sondern Neukunden, am liebsten denen, die bisher bei der Konkurrenz trainieren...

Jetzt konkret zur neuen Linie 11 - ich bin am Eröffnungstag mitgefahren. Immer mal wieder ein- und ausgestiegen. Dank der kostenlosen Linie brauchte ich nur Hin- und Rückfahrt, kein Tagesticket - also habe ich auch als ÖPNV-Nutzer Geld gespart.

Es werden 4 Kurse eingesetzt, planmäßig sind es GT8N1. An den 11 Haltestellen der Linie machen auffällige Zusatzschilder auf das Angebot aufmerksam.

Die Ehre des ersten Fahrt hatte 3126, hier an der Warteposition in der Schleife Bürgerpark.
https://abload.de/img/20210605li111j3k9b.jpg

An der Haltestelle Obernstraße ist man direkt in der Fußgängerzone und kann direkt vor der Kaufhaustür aussteigen. Bequemer gehts doch nicht... und im Hintergrund grüßen Rathaus und Domtürme:
https://abload.de/img/20210605li111892jc2.jpg

Sehr voll waren die Bahnen am ersten Tag noch nicht. An den Haltestellen merkte man, daß einige Leute schon gezielt auf die 11 warteten. Eine Direktverbindung Hbf.-Obernstr. gibt es sonst nicht.
Wie man sieht, herrschte allerfeinstes Schmuddelwetter, was nicht gerade zum Einkaufsbummel einlud. Es war aber schon viel mehr in der Innenstadt los als in den letzten Wochen - die Geschäfte hatten ohne Terminvereinbarung geöffnet. Touristen sind vermutlich auch noch nicht viele unterwegs. Das spielt sich hoffentlich in den nächsten Wochen noch ein, muß sich ja auch erstmal rumsprechen... ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.

Viele Grüße aus Bremen
schienenbär / Björn
Kostenloses Innenstadtverkehr mit der Strassenbahn, das gibt's auch in Graz. Aber dafür wurde keine neue Linie eingerichtet, nur tariflich geregelt.
schienenbär42 schrieb:
Natürlich richtet sich diese Linie an Autofahrer - an wen denn sonst??? Der Zeitkartenbesitzer ist schon Kunde, den muß man nicht mehr locken. Der Autofahrer soll ein bequemes Angebot bekommen, die Straßenbahn einfach mal unkompliziert zu testen. Und dabei merken, daß die ja viel besser ist, als ihr Ruf...

Und er wird weiterhin mit dem Auto in die Stadt fahren und die Straßenbahn nur dann benutzen, wenn sie kostenlos ist. Werbeeffekt für ÖPNV-Nutzung gegen Beitrag zu den Kosten: Nicht vorhanden.

schienenbär42 schrieb:
und in der Bremer Innenstadt soll er natürlich auch ordentlich Umsatz machen, nicht irgendwo am Stadtrand im Shoppingcenter mit großem Parkplatz. Richtet sich auch an Umlandbewohner, wo nicht alle 10 Minuten ein Bus oder eine Bahn in die Stadt abfahren.

Das zu subventionieren ist keine öffentliche Aufgabe.

schienenbär42 schrieb:
Das ist nicht der große Durchbruch zum kostenlosen ÖPNV, sondern einfach eine Werbeaktion. Kostet natürlich auch ein bißchen Steuergeld und vielleicht etwas von der BSAG, aber es wird sich durch den Werbeeffekt hoffentlich lohnen.

Für wen? Für die Autofahrer, die im Gegensatz zu Stammkunden jeglicher Art für die Straßenbahnnutzung nicht bezahlen muss? Sicher. Für die Gewerbetreibenden der Innenstadt? Sicher. Beides nicht subventionswürdig. Für die nachhaltige Förderung der ÖPNV-Nutzung? Sicher nicht.

schienenbär42 schrieb:
Da es ein zusätzliches Angebot ist, stellt es für niemand eine Verschlechterung dar.

Da steckt öffentliches Geld drin, also darf es auch hinterfragt werden.

schienenbär42 schrieb:
Besser eine kostenlose Straßenbahnlinie anbieten als kostenloses Parken im Parkhaus.

Nö. Das kommt ziemlich aufs gleiche raus. Ob man als Autofahrer nun das Geld fürs Parkhaus spart oder für den Parkhauszubringer in der Innenstadt, ist letztlich egal. Es sieht nur hässlicher aus, wenn man Parkhäuser subventioniert. Aber letztlich ist es das gleiche.

schienenbär42 schrieb:
Mal zum Vergleich: wenn ein Fitnessstudio neue Kunden werben will, bietet es auch nicht den bestehenden Abonnenten einen kostenlosen Probemonat an - sondern Neukunden, am liebsten denen, die bisher bei der Konkurrenz trainieren...

Völlig unpassender Vergleich. Die kostenlose Probezeit im Fitnesscenter wäre vergleichbar mit Probezeitkarten für den Alltagsverkehr. Da gab es auch schon Ansätze. Das ist problematisch wegen Mitnahmeeffekten, aber dafür letztlich zielgerichtet auf die nachhaltige Gewinnung von Fahrgästen. Mit Samstagsparkhauszubringern dagegen ist nichts auszurichten.
Moin,
auf alles möchte ich nicht nochmal eingehen, nur noch ein paar Zusammenfassungen...

kaufhalle schrieb:
Da steckt öffentliches Geld drin, also darf es auch hinterfragt werden.

Klar darf alles hinterfragt werden, und man darf auch unterschiedliche Meinungen haben, was sinnvoll ist und was nicht.
Ich sehe das hier nicht so superpessimistisch, daß sich Autofahrer niemals aus ihrer Kiste rausbewegen lassen. Und Wirtschaftsförderung ist auch durchaus eine städtische Aufgabe - in der Hoffnung, daß damit Umsatz und Steueraufkommen gesteigert werden.

schienenbär42 schrieb:
Besser eine kostenlose Straßenbahnlinie anbieten als kostenloses Parken im Parkhaus.
kaufhalle schrieb:
Nö. Das kommt ziemlich aufs gleiche raus. Ob man als Autofahrer nun das Geld fürs Parkhaus spart oder für den Parkhauszubringer in der Innenstadt, ist letztlich egal. Es sieht nur hässlicher aus, wenn man Parkhäuser subventioniert. Aber letztlich ist es das gleiche.


Das ist schon ein großer Unterschied. Weniger im Geldbeutel, als in der Wirkung. Ein kostenloses Parkhaus sendet das Signal: "Fahrt mit dem Auto!"
Und dann könnte auch ein ÖPNV-Nutzer auf die Idee kommen, das doch mal auszuprobieren. Vielleicht waren ihm die Parkhäuser bisher zu teuer, und so wird es billiger als die Straßenbahnfahrkarten... und wenn er das erstmal gemerkt hat, wie bequem das ist, nimmt er nächstes Mal wieder das Auto. Das ist genau das Gegenteil der hier beabsichtigten Wirkung.

schienenbär42 schrieb:
Mal zum Vergleich: wenn ein Fitnessstudio neue Kunden werben will, bietet es auch nicht den bestehenden Abonnenten einen kostenlosen Probemonat an - sondern Neukunden, am liebsten denen, die bisher bei der Konkurrenz trainieren...
kaufhalle schrieb:
Völlig unpassender Vergleich. Die kostenlose Probezeit im Fitnesscenter wäre vergleichbar mit Probezeitkarten für den Alltagsverkehr. Da gab es auch schon Ansätze. Das ist problematisch wegen Mitnahmeeffekten, aber dafür letztlich zielgerichtet auf die nachhaltige Gewinnung von Fahrgästen. Mit Samstagsparkhauszubringern dagegen ist nichts auszurichten.
Na gut, vielleicht paßt als Vergleich hier nicht gerade der Probemonat, sondern eher ein kostenloses Ausprobieren einiger neuer Geräte.
Worauf ich aber hinaus will: die hier angesprochene Zielgruppe sind nicht die vorhandenen Stammnutzer, sondern bisherige Nicht-Kunden. Und wenn ich die schon mal irgendwie in die Straßenbahn locke, bin ich schon mal einen kleinen Schritt weiter. Auch die Gewinnung von Gelegenheitsfahrgästen kann interessant sein.
Nicht jeder aus dem Umland fährt jedes Wochenende zum Shoppen in die Stadt. Aber jedes Wochenende kommen andere Leute zum Shoppen in die Stadt, es ist also immer Potential da.
Und wie auch schon Marienfelde schrieb: auch aus Gelegenheitsfahrgästen können Stammnutzer werden.

Nach einiger Zeit wird man sehen, wie es sich entwickelt und kann daraus seine Schlüsse ziehen, ob es erfolgreich war oder nicht.

Viele Grüße
Björn
Hansawagen schrieb:
Kostenlos in die Innenstadt

Neue Straßenbahnlinie 11 nimmt Betrieb auf

Die neue Straßenbahnlinie 11 wurde am Freitag offiziell eingeweiht. Jeweils sonnabends von 11 bis 18 Uhr im 10-Minuten-Takt können die Fahrgäste die Linie kostenlos zwischen Bürgerpark und Innenstadt nutzen.

Nähere Infos (ohne Bezahlschranke!):
[www.weser-kurier.de]
Es gibt keinen kostenlosen ÖPNV, solch eine Phrase ist ein Widerspruch in sich.
schienenbär42 schrieb:
auf alles möchte ich nicht nochmal eingehen, nur noch ein paar Zusammenfassungen...

Dann wäre es schön, wenn du korrekt zitieren würdest, statt direkt in Zitate reinzuschreiben.

schienenbär42 schrieb:
Ich sehe das hier nicht so superpessimistisch, daß sich Autofahrer niemals aus ihrer Kiste rausbewegen lassen.

Das ist eine andere Frage. Aber mit gezielter Subventionierung von Parkhausanschlussfahrten erreicht man exakt gar nichts. Will man auch gar nicht, man verkauft es allenfalls so an Leute, die nicht weiterdenken.

Die Nutzer dieser Kostenlosparkhausanschlussfahrten nutzen den ÖPNV exakt so lange, wie er kostenlos ist.

schienenbär42 schrieb:
Und Wirtschaftsförderung ist auch durchaus eine städtische Aufgabe - in der Hoffnung, daß damit Umsatz und Steueraufkommen gesteigert werden.

Nein, eigentlich nicht. Das kann der Einzelhandel selbst finanzieren.

schienenbär42 schrieb:
Das ist schon ein großer Unterschied. Weniger im Geldbeutel, als in der Wirkung. Ein kostenloses Parkhaus sendet das Signal: "Fahrt mit dem Auto!"
Und dann könnte auch ein ÖPNV-Nutzer auf die Idee kommen, das doch mal auszuprobieren. Vielleicht waren ihm die Parkhäuser bisher zu teuer, und so wird es billiger als die Straßenbahnfahrkarten... und wenn er das erstmal gemerkt hat, wie bequem das ist, nimmt er nächstes Mal wieder das Auto. Das ist genau das Gegenteil der hier beabsichtigten Wirkung.

Nein, Wirkung und beabsichtigte Wirkung sind genau gleich.

schienenbär42 schrieb:
Na gut, vielleicht paßt als Vergleich hier nicht gerade der Probemonat, sondern eher ein kostenloses Ausprobieren einiger neuer Geräte.

Der Vergleich passt überhaupt nicht.

schienenbär42 schrieb:
Nicht jeder aus dem Umland fährt jedes Wochenende zum Shoppen in die Stadt. Aber jedes Wochenende kommen andere Leute zum Shoppen in die Stadt, es ist also immer Potential da.
Und wie auch schon Marienfelde schrieb: auch aus Gelegenheitsfahrgästen können Stammnutzer werden.

Warum sollten sie? Wenn es doch so praktisch ist, zum Parkhaus den Zubringer kostenlos dazuzubekommen? Das hat exakt gar nichts mit Nutzung des ÖPNV für andere Zwecke zu tun. Denn das kostet ja.

schienenbär42 schrieb:
Nach einiger Zeit wird man sehen, wie es sich entwickelt und kann daraus seine Schlüsse ziehen, ob es erfolgreich war oder nicht.

Was willst du da auswerten? Du hast Nutzungszahlen, weißt aber noch nicht mal, wer für die Fahrt bezahlt hat und wer nicht. Und Zahlen dazu, ob irgendjemand davon regulärer ÖPNV-Kunde geworden ist, kannst du gar nicht ermitteln. Zumal es eh niemanden interessiert, weil das gar nicht das Ziel ist.
kaufhalle schrieb:
cs schrieb:
kaufhalle schrieb:
Es ging um den Vowurf, Zeitkarteninhaber würden zu wenig bezahlen.
Ich habe in keinem Beitrag dieses Fadens den Vorwurf, Zeitkarteninhaber würden zu wenig bezahlen, gelesen. Du scheinst da einen Strohmann aufzubauen.
MSS schrieb:
Und Bitte, warum sollte Zeitkartrneinhaber etwas daraus krigen? Man bekommt ja schon der billigsten Tarif.
Und wo steht da, dass die Zeitkarteninhaber zu wenig bezahlen?
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