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Hallo in die Runde,

folgende Frage habe ich gestern erfolglos an einen HiFo-Beitrag über Kölner Ganzreklame-Achtachser gehängt:

Ich habe nie begriffen, warum die Wagen mit B-Teilen aus ehemaligen Großraum-Bw 26 cm länger waren als die Achtachser der Regelbauart. Sowohl die ursprünglichen Sechsachser als auch die 4x-Beiwagen hatten jeweils 7100 mm Drehzapfenabstand. Bei den GTw 3001-3039 sowie 3101-3121 waren es dagegen hinten 7330 mm [korrigiert], also 230 mm [korrigiert] mehr als beim in diesen Fahrzeugen zweitverwerteten Ex-Bw, dazu addierte sich dessen um ca. 30 mm längerer Hecküberhang [ergänzt]. Ursächlich dafür müssen ja technische Gründe gewesen sein, die ich aber (leider) nicht kenne. Weiß jemand mehr dazu?

Vielleicht läuft die Anfrage ja hier besser ;-)

Viele Grüße und vielen Dank
Helmut



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.06.21 17:17.

Re: Mutmaßung dazu

geschrieben von: Thomaner

Datum: 03.06.21 15:22

Hallo Helmut,

vorweg, eine Mutmaßung, kein Wissen:
Möglicherweise musste man zwei Fenster rechts der (mittleren) Tür mit übernehmen, da sonst die Stabilität im Bereich der Tür nicht mehr gewährleistet wäre.
Bei der vorderen Tür war es egal, der Teil wurde eh nicht mehr gebraucht. Außerdem musste ja die Aufnahme für das Gelenk eingebaut werden.
Direkt ab Werk kein Problem, aber beim Umbau vielleicht doch nicht so trivial.

Oder man hat schlicht auf diese Art und Weiße eine, wenn auch geringe, Kapazitätserweiterung erreicht.

LG Thomas

! und ? sind keine Rudeltiere.

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Re: Mutmaßung dazu

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 03.06.21 15:38

Hallo Thomas,

zunächst mal besten Dank für Deine sehr schnelle Reaktion! Bei den Fenstern wäre ich eher unsicher, denn die beiden vor Tür 4 wurden neu eingesetzt; sie sind deutlich schmaler als die ursprünglichen, daher hat auch der Holm dazwischen eine neue Position bekommen. Gegenüber wurde übrigens nur ein Fenster eingesetzt, allerdings ein überbreites. Trotzdem verblieb dort ein sehr großer "Dunkelraum" im Gelenkbereich.

Deine zweite Mutmaßung finde ich dagegen höchst plausibel; da hätte ich auch selbst drauf kommen können ;-) Wahrscheinlich war es tatsächlich einfacher, die Gelenkaufnahme nicht im Bereich des alten Drehzapfens einzubauen, sondern ein Stück weit davor.

Nochmals danke und viele Grüße aus dem Norden
Helmut

Re: Mutmaßung stimmt

geschrieben von: Helmut Ulrich

Datum: 03.06.21 18:00

Hallo Thomas,

ich habe das mal mit Zeichnungen aus meinem privaten Hobbyarchiv abgeglichen und eine Vergleichsskizze daraus destilliert. Tatsächlich zeigt die gestrichelte Trennlinie, dass die Gelenkaufnahme fast exakt den alten Drehkreismittelpunkt trifft. Man hat also die dort ohnehin schon vorhandene tragende Quertraverse als stabilisierendes Element genutzt:

https://abload.de/img/koeln_bw_zu_twmhjl7.jpg
VG Helmut
[Edit:] Sorry, die Angabe des hinteren Drehzapfenabstandes ist falsch, sollte korrekt 7330 mm sein.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.21 18:05.

Re: Mutmaßung stimmt

geschrieben von: Thomaner

Datum: 03.06.21 21:53

Hallo Helmut,

gern geschehen!
Wie Du siehst, war meine Idee nicht so falsch, aber genau die falsche Schlussfolgerung gezogen.
Es war nichts im Weg, was stört - im Gegenteil - es war was "im Weg", was man gerne weiter nutzen wollte.
Mit den verkleinerten Scheiben hast Du natürlich vollkommen Recht.
Beide was gelernt, so soll es sein - vielen Dank für die tolle Zeichnung

LG THomas

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