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Der historische Triebwagen 47 ist der letzte noch erhaltene Regensburger ‎Straßenbahnwagen. Ziel ist, den Wagen optisch und technisch aufzuarbeiten, um damit eine ‎museale Präsentation zu ermöglichen. Keine Veränderungen durchzuführen, die für eine ‎spätere Inbetriebnahme und Wiederzulassung nach der Verordnung über den Bau und den ‎Betrieb der Straßenbahnen (BOStrab) nachteilig sind. Die funktionale Fahrfähigkeit ist zu ‎erhalten und zu ermöglichen. Dabei soll grundsätzlich der Wagen in einem solchen Zustand ‎aufgearbeitet werden, dass die Gebrauchsspuren weiterhin sichtbar bleiben, jedoch Schäden ‎aus der Abstellung im Freien behoben werden.‎ Die für die optische Aufarbeitung erforderlichen Schritte sind als Basispositionen formuliert. ‎Optional sollen auch weitere Instandsetzungsarbeiten angeboten werden.
Ah. Interessant. Sehr schön.

Könnte man den Wagen theoretisch umspuren, damit er auf dem neuen Netz fahrbar wäre? Auch für 750V müsste er dann vmtl. tauglich gemacht werden.
Theoretisch wäre das möglich, man müsste „nur“ ein komplett neues Fahrgestell bauen. Aber andernorts (Linz, Pöstligbergbahnwagen; Lissabon, Remodelados) hat das ja auch geklappt. Die andere Frage wäre, ob die Zulassungsbehörden da dann auch mitspielen.
Früherwarallesbesser schrieb:
Theoretisch wäre das möglich, man müsste „nur“ ein komplett neues Fahrgestell bauen. Aber andernorts (Linz, Pöstligbergbahnwagen; Lissabon, Remodelados) hat das ja auch geklappt. Die andere Frage wäre, ob die Zulassungsbehörden da dann auch mitspielen.
Eine Umspurung ist ein heikles Thema - unsere Chemnitzer Schmalspurwagen ließen sich z. B. nicht auf Regelspur umspuren. Grund ist, dass die Hauptlangträger außen verlaufen - die Scheuerleiste und der darunter befindliche Bereich werden von einem massiven Walzprofil gebildet, das noch ca. 15 - 20 cm nach innen reicht. Man muss sich das etwa als L-Profil mit oben angewalzter Scheuerleiste vorstellen. Innerhalb dieser nach innen reichenden Schenkel würde ein regelspuriges Fahrwerk keinen Platz finden. Ich weiß natürlich nicht ob der Regensburger Wagen ähnlich konstruiert ist - man kann also nicht pauschal sagen "Umspurung ist möglich".

Alle wollen zurück zur Natur. Aber keiner zu Fuß.

Die echte Seite über die Chemnitzer Straßenbahn: [www.strassenbahn-chemnitz.de]
Moin,
Zitat:
man müsste „nur“ ein komplett neues Fahrgestell bauen.
Gab es den Verbandstyp auch in Regelspur? Wenn ja, wäre ein derartiges Fahrgestell aufzutreiben? Das würde vieles vereinfachen, auch wenn es trotzdem ein paar Anpassungen am Wagenkasten erfordern würde.

1418
Es gab und gibt viele Verbandwagen die auf Normalspor fuhren und noch fahren z.B Frankfurt, Düsseldorf und Berlin.
Es gab ja nich „den“ Verbandstyp, es gab da vielerlei Wagen, die auf vielerlei Fahrgestellen aufgebaut waren. Eigentlich war für die Neubauten ein modifiziertes KSW-Fahrgestell vorgesehen, aber z.B. Frankfurt/M. und Düsseldorf bevorzugten bei ihren Neubauten nachgebaute Vorkriegsfahrgestelle, um eine größere Einheitlichkeit und Austauschbarkeit zu erreichen. Ich weiß nicht, was Regensburg für Fahrwerke verwendete, aber selbst z.B. ein regelspuriges KSW-Fahrgestell dürfte nicht mehr all zu einfach zu beschaffen sein.

Re: ? zu Fahrgestellen vom Tw 260 ex KS

geschrieben von: Typ N

Datum: 06.05.21 09:47

Hallo,

es gab eine Meldung, wonach der ins HSM gelangte Gelenk-Tw 260 aus Kassel zerlegt werden sollte. Dieser Wagen wurde ab Werk als Gelenkwagen geliefert. Er entstand auf der Basis von je einem Tw und Bw vom Verbandstyp. Existieren die Fahrgestelle noch?

Viele Grüße

Typ N

Re: ? zu Fahrgestellen vom Tw 260 ex KS

geschrieben von: Christoph Heuer

Datum: 06.05.21 11:06

[/sub][sub]Moin,

Typ N schrieb:
Hallo,

es gab eine Meldung, wonach der ins HSM gelangte Gelenk-Tw 260 aus Kassel zerlegt werden sollte. Dieser Wagen wurde ab Werk als Gelenkwagen geliefert. Er entstand auf der Basis von je einem Tw und Bw vom Verbandstyp. Existieren die Fahrgestelle noch?
der ganze Wagen existiert noch.

Viele Grüße

Christoph

Meine Homepages im Retro-Look (seit 2004 bzw. 2002 unverändert)

Die Straßenbahnwagen des VEB Waggonbau Gotha

Die Straßenbahnwagen des RAW Schöneweide




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.05.21 11:06.
Früherwarallesbesser schrieb:
Es gab ja nich „den“ Verbandstyp, es gab da vielerlei Wagen, die auf vielerlei Fahrgestellen aufgebaut waren. Eigentlich war für die Neubauten ein modifiziertes KSW-Fahrgestell vorgesehen, aber z.B. Frankfurt/M. und Düsseldorf bevorzugten bei ihren Neubauten nachgebaute Vorkriegsfahrgestelle, um eine größere Einheitlichkeit und Austauschbarkeit zu erreichen.
Dennoch erleichtert die Bauweise als Einheitswagen die Umspurung durch Tausch des Fahrgestells.
Im Osten wurden so einige LOWA- und Gothawagen noch zu DDR-Zeiten, aber auch spätere Museumswagen, bei der Übernahme durch andere Betriebe mittels Fahrgestelltausch umgespurt. Im Detail ganz schön knifflig (wie der Umbau der Handbremsen), aber prinzipiell durch eine Werkstatt mit fach- und sachkundigem Personal gut zu händeln.
Auch lassen sich für 600 V ausgelegte Reihenschluß-Bahnmotore durch Neuberechnung und Neubewicklung der Spulen durch einen Fachbetrieb auf 750 V Nennspannung ändern.

So long

Mario