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Re: Schaffnerjob

geschrieben von: Linie21

Datum: 04.05.21 01:47

MrEnglish schrieb:
Linie21 schrieb:
Der Sinngehalt Deines Beitrags liegt genau bei Null, aber wenn man damit seine politisch-ideologischen Ansichten anbringen kann, ist das natürlich in Ordnung. Auch wenn man damit anderen Usern Dinge unterstellt, die sie weder gesagt noch impliziert haben.
Doch, genau das hat er impliziert indem er es in Zusammenhang mit den Kosten für Arbeitslose gesetzt hat.
Kölnbahner hat die Lohnkosten mit den Kosten von Arbeitslosigkeit für das Sozialsystem in Zusammenhang gebracht, weil das die logische Folge an der Stelle ist, wenn man für dieses zusätzliche Personal Arbeitslose rekrutieren will. Nichts weiter. Zwischen diesem Vergleich und dem, was Du da hereininterpretierst, besteht überhaupt kein Zusammenhang.
Daher passt Dein Beitrag an der Stelle überhaupt nicht und erweckt den Eindruck, dass Dir solche legitimen Vergleiche (warum auch immer) nicht passen und Du deswegen erstmal die Keule auspackst, ohne den Beitrag im Ganzen auch nur annähernd verstanden zu haben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 02:03.

Re: Schaffnerjob

geschrieben von: Kölnbahner

Datum: 04.05.21 07:29

Danke.
Das Schaffnerrekrutation in Rotterdam (und Amsterdam? ) verlief nach einem ähnlichen Finanzierungsmodell wie damals hierzulande die so genannten 1€-Jobs. Nur dass die Arbeitslosen deutlich mehr als 1€ extra verdient haben, keine Arbeitslosen mehr waren, sondern langfristige oder zeitlich unbegrenzte Verträge als Festangestellte der Verkehrsbetriebe bekamen und einen respektierten Job in der Mitte der Gesellschaft erhielten.

Also 1€-Jobs ohne die berechtigten Kritikpunkte an diesem System.
Den (arbeitslosen) Menschen war und ist geholfen, dem Rest der Gesellschaft ist geholfen worden und den Verkehrsbetrieben ist geholfen worden.
Eine Win-Win-Win-Situation, an der ich nichts Verwerfliches finden kann.

Dass solche ungelernten Jobs* trotz Schichtdienst nicht bezahlt werden wie spezielle handwerkliche Fähigkeiten oder akademische Berufe, dass liegt außerhalb des real existierenden Sozialismus auf der Hand.

* Die Leute wurden innerhalb von drei Wochen angelernt: Kommunikationstraining, Tarif- und Netz-/Streckenkunde und Deeskalationstraining.



So, und jetzt bitte mal die Füße still halten und zurück zu den Wasserbussen.
Danke.

Re: Barrierefreiheit

geschrieben von: Nils Berends

Datum: 04.05.21 08:12

Überleg bitte noch mal genau, was du da gerade gesagt hast. Ich denke, du hast die letzten zehn Jahre Barrierefreiheit verpasst.

Re: Schaffnerjob

geschrieben von: cinéma

Datum: 04.05.21 10:25

Die Diskussion um den Schaffnerjob ist sowieso sinnlos, weil wir gar nicht in großer Zahl diese Arbeitslosen haben, die geeignet wären für diesen Job.

Re: Gegenstück zur Stadtbahn eher die Metro

geschrieben von: kmueller

Datum: 04.05.21 10:33

MrEnglish schrieb:
kmueller schrieb:
Wo im Hamburger Hafenbereich Strömung ist, wechselt sie regelmäßig die Richtung. Am Rhein kommt das seltener vor; deshalb lassen sich dort die Anlegestellen besser optimieren.
Was was willst du jetzt damit ausdrücken?
Daß man die Strömung zum Fixieren des Fahrzeugs am Anleger (mit)benutzen und dadurch Leinenunterstützung (samt Leinenbediener) einsparen kann. Jedes Manöver (samt Anlagengestaltung), das auf eine Strömungsrichtung optimiert ist, wird aber erheblich gestört, sobald die Strömung dreht.
MrEnglish schrieb:
kmueller schrieb:
Zu den Wasserbussen: das Öffnen und Schließen der Sicherung kann man schlecht den Fahrgästen überlassen.
Welche Sicherung?
Jede Vorrichtung, welche Fahrgäste daran hindert, während der Fahrt über das Ende der Rampe bzw. eines Fußgängerzugangs hinaus zu spazieren oder zu torkeln.

Re: Gegenstück zur Stadtbahn eher die Metro

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 04.05.21 13:07

kmueller schrieb:
MrEnglish schrieb:
kmueller schrieb:
Wo im Hamburger Hafenbereich Strömung ist, wechselt sie regelmäßig die Richtung. Am Rhein kommt das seltener vor; deshalb lassen sich dort die Anlegestellen besser optimieren.
Was was willst du jetzt damit ausdrücken?
Daß man die Strömung zum Fixieren des Fahrzeugs am Anleger (mit)benutzen und dadurch Leinenunterstützung (samt Leinenbediener) einsparen kann. Jedes Manöver (samt Anlagengestaltung), das auf eine Strömungsrichtung optimiert ist, wird aber erheblich gestört, sobald die Strömung dreht.
Verstehe ich nicht. Im Hamburger Hafen legt man ohne Fixierung am Pier an, auf dem Rhein hab ich das noch nicht gesehen, also genau anders herum.
kmueller schrieb:
Jede Vorrichtung, welche Fahrgäste daran hindert, während der Fahrt über das Ende der Rampe bzw. eines Fußgängerzugangs hinaus zu spazieren oder zu torkeln.
Wie verhindert man denn heute, dass Fahrgäste während der Fahrt aus der Straßenbahn fallen, und wer bedient das?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 13:08.
MrEnglish schrieb:
kmueller schrieb:
Jede Vorrichtung, welche Fahrgäste daran hindert, während der Fahrt über das Ende der Rampe bzw. eines Fußgängerzugangs hinaus zu spazieren oder zu torkeln.
Wie verhindert man denn heute, dass Fahrgäste während der Fahrt aus der Straßenbahn fallen, und wer bedient das?
Bei der DB macht das die Türstörung.

Bei der Schiffahrt gibts aber auch noch die Landebrücke, die zu sichern ist. Sicher kann man das alles automatisieren (und bei Störungen sofort stillegen), man kann aber auch vom Schaffner (der anschließend das Fahrgeld kassiert) eine Kette aus/einhängen oder eine Tür öffnen/schließen lassen.

Re: Gegenstück zur Stadtbahn eher die Metro

geschrieben von: kmueller

Datum: 04.05.21 13:37

MrEnglish schrieb:
kmueller schrieb:
Daß man die Strömung zum Fixieren des Fahrzeugs am Anleger (mit)benutzen und dadurch Leinenunterstützung (samt Leinenbediener) einsparen kann. Jedes Manöver (samt Anlagengestaltung), das auf eine Strömungsrichtung optimiert ist, wird aber erheblich gestört, sobald die Strömung dreht.
Verstehe ich nicht. Im Hamburger Hafen legt man ohne Fixierung am Pier an, auf dem Rhein hab ich das noch nicht gesehen, also genau anders herum.
Welche Rheinschiffe meinst du? Die kleinen Auto/Rad/Fußgängerfähren mit 5 Minuten Fahrzeit und 2-5 Minuten Aufenthalt zwischen Kleinstädten die Brücke ersetzen, oder die großen Ausflugs- bzw. Hotelschiffe, die immer wieder Stunden oder gar Tage an derselben Stelle liegen? Was im Hamburger Hafen fährt kenne ich nicht; sind darunter auch Tragflächenboote?

Re: Gegenstück zur Stadtbahn eher die Metro

geschrieben von: Gernot

Datum: 04.05.21 14:12

kmueller schrieb:
MrEnglish schrieb:
kmueller schrieb:
Daß man die Strömung zum Fixieren des Fahrzeugs am Anleger (mit)benutzen und dadurch Leinenunterstützung (samt Leinenbediener) einsparen kann. Jedes Manöver (samt Anlagengestaltung), das auf eine Strömungsrichtung optimiert ist, wird aber erheblich gestört, sobald die Strömung dreht.
Verstehe ich nicht. Im Hamburger Hafen legt man ohne Fixierung am Pier an, auf dem Rhein hab ich das noch nicht gesehen, also genau anders herum.
Welche Rheinschiffe meinst du? Die kleinen Auto/Rad/Fußgängerfähren mit 5 Minuten Fahrzeit und 2-5 Minuten Aufenthalt zwischen Kleinstädten die Brücke ersetzen, oder die großen Ausflugs- bzw. Hotelschiffe, die immer wieder Stunden oder gar Tage an derselben Stelle liegen? Was im Hamburger Hafen fährt kenne ich nicht; sind darunter auch Tragflächenboote?
Tragflügelboote lohnen sich nur, wenn längere Strecken mit hoher Geschwindigkeit zurückgelegt werden sollen. Die sind zwar schneller als Boote mit normalem Rumpf oder Katamarane, haben aber den Nachteil, dass sie bei langsamer Fahrt viel schwieriger zu manövrieren sind. Und besonders wendig sind die mit ihren Flügeln auch nicht. Für eine Art Fährverkehr auf dem Rhein also nicht gerade die optimale Lösung.
Auf dem Rhein muss man zwei Punkte berücksichtigen, welche das Anlegen und den Fahrgastwechsel etwas erschweren. Erstens die für einen Fluss ziemlich starke Strömng. Der Rhein ist der schnellste Flachlandfluss Europas. Und zweitens die wechselnden Wasserstände. Da ist alles dabei vom Niedrigwasser mit einem Pegelstand von gerade mal einem Meter bis zum Hochwasser mit über 7 m. Darauf müssen die Anleger ausgelegt sein.
Vergleichbar ist das alles höchstens mit dem Hamburger Hafen, weil dort durch die Tide ebenfalls Strömungen und starke Schwankungen des Wasserstandes vorhanden sind. Wenn man also gucken will wie es geht, dann nur dort und nicht am Maschsee, der Kieler Förde, Amsterdam oder wo auch sonst.

Was ich problematischer als die ganzen Sicherheitserwägungen sehe ist die Kompatibilität zum restlichen ÖPNV. Wo gibt es in Köln Stadtbahnhalte, die näher als 100m Fußweg vom nächsten potentiellen Anleger entfernt sind? Mir fallen da nur drei Haltepunkte der Rheinuferbahn und Deutzer Freiheit ein. Und schon wird das Umsteigen unattraktiv, weil man von der Fähre zur Bahn oder umgekehrt ewig latschen muss.
Wenn man solche Wasserbusse betreiben will, dann am besten mit ganz viel Platz für Fahrräder. Radfahrer scheinen mir die geeignetste Zielgruppe zu sein. Aber je ein Dutzend Räder rein und raus verlängert die Aufenthalte am Ufer erheblich. Auch nicht einfach hinzukriegen...

Re: Gegenstück zur Stadtbahn eher die Metro

geschrieben von: sepruecom

Datum: 04.05.21 14:27

falls es sich bei "Wasserbussen" um Busse handelt, die schwimmfähig sind (ein solcher hat über Jahre z.B. in Budapest Touristen über die Donau geschippert, das Prinzip existiert also bereits), dann kann der Bus von der Stadtbahnhaltestelle im Straßenverkehr bis zur "Wasserungsstelle" fahren, danach über den Fluss übersetzen und am Ende an einer Rampe wieder rausfahren und zur nächsten Stadtbahnhaltestelle fahren, gerne auch mit Zwischenhaltestellen.

Das Prinzip hat aber den Nachteil, dass diese Busse sehr hochflurig sind (über einen Meter hoch), daher die in einem vorigen Beitrag angesprochenen Hochbussteige. Außerdem kenne ich von Einzelexemplaren abgesehen keinen Betrieb, der größere Mengen solcher Fahrzeuge einsetzt. Wenn sich Köln eine Flottille von 10 solchen Bussen anschafft, dürften sie der größte Betreiber solcher Fahrzeuge weltweit sein...

Gruss, sepruecom

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle

Re: Gegenstück zur Stadtbahn eher die Metro

geschrieben von: kmueller

Datum: 04.05.21 14:35

Gernot schrieb:
Auf dem Rhein muss man zwei Punkte berücksichtigen, welche das Anlegen und den Fahrgastwechsel etwas erschweren. Erstens die für einen Fluss ziemlich starke Strömng. Der Rhein ist der schnellste Flachlandfluss Europas. Und zweitens die wechselnden Wasserstände. Da ist alles dabei vom Niedrigwasser mit einem Pegelstand von gerade mal einem Meter bis zum Hochwasser mit über 7 m. Darauf müssen die Anleger ausgelegt sein.
Vergleichbar ist das alles höchstens mit dem Hamburger Hafen, weil dort durch die Tide ebenfalls Strömungen und starke Schwankungen des Wasserstandes vorhanden sind.
Was Wasserstände und Strömungsgeschwindigkeit angeht, ist Hamburg weniger anspruchsvoll. Der mittlere Tidenhub ist deutlich unter 4m, d.h. ein Anstieg von 7m über 'niedrigstes' Niedrigwasser entspräche einer Sturmflut, bei der ohnehin alles stilliegt, was mit Wasser zu tun hat. So nahe an der Staustufe Geesthacht ist auch die Geschwindigkeit der Tidenströmung in den zwei Hauptarmen weitaus schwächer als diejenige im Rhein bei Hochwasser an der Grenze zur Schiffahrtseinstellung. Störend ist aber der Richtungswechsel; nur gegen die Strömung läßt sich kontrolliert an- und ablegen.

Am Rhein dürfte ein großstädtisches Verkehrsmittel aber eben nicht schon dadurch lahmgelegt werden, daß es im Stromgebiet längere Zeit großflächig schüttet oder daß in den Alpen eine Extrem-Schneeschmelze abgeht.

Mit den Tragflügelbooten hast du recht; für einen Fährverkehr Typ Rodenkirchen-Porz sind sie ungeeignet, weil die teuer erkaufte Geschwindigkeit kaum zum Einsatz kommt, und solche Fahrzeuge schlechter manövrierbar sind. Es gab aber im Raum Rotterdam/Dordrecht mal Versuche, damit eine Art Schnellbusverkehr auf den dortigen Rheinarmen aufzuziehen. Was daraus geworden ist, weiß ich nicht; eine Gelegenheit zum Mitfahren ergab sich nie.

Re: Schaffnerjob

geschrieben von: westring

Datum: 04.05.21 14:39

cinéma schrieb:Zitat:
Die Diskussion um den Schaffnerjob ist sowieso sinnlos, weil wir gar nicht in großer Zahl diese Arbeitslosen haben, die geeignet wären für diesen Job.
Hallo,

alleine in Köln gab es 2020 durchschnittlich 36.469 Arbeitslose, die Grundsicherunng gem. SGB II erhielten [www.arbeitsagentur.de]. Das sind also praktisch alles Langzeitarbeitslose/"Hartz-IV-Empfänger" (unter einem Jahr erhalten Menschen in der Regel ALG I gem. SGB III). Die KVB hat laut wikipedia 409 Stadtbahnen. Wenn man jetzt von einem Dreich-Schicht-Betrieb und 10% Reserve ausgeht, wären das 1.350 Mitarbeiter. Du behauptest also, dass weniger als 3,7% der Kölner Langzeitarbeitslosen für einen Schaffner-Job geeignet sind?

Gruß
westring

Re: Schaffnerjob

geschrieben von: cinéma

Datum: 04.05.21 14:59

westring schrieb:
Hallo,

alleine in Köln gab es 2020 durchschnittlich 36.469 Arbeitslose, die Grundsicherunng gem. SGB II erhielten [www.arbeitsagentur.de]. Das sind also praktisch alles Langzeitarbeitslose/"Hartz-IV-Empfänger" (unter einem Jahr erhalten Menschen in der Regel ALG I gem. SGB III). Die KVB hat laut wikipedia 409 Stadtbahnen. Wenn man jetzt von einem Dreich-Schicht-Betrieb und 10% Reserve ausgeht, wären das 1.350 Mitarbeiter. Du behauptest also, dass weniger als 3,7% der Kölner Langzeitarbeitslosen für einen Schaffner-Job geeignet sind?

Gruß
westring
Diese Langzeitarbeitslosen sind fast alle ungeeignet, ja, das behaupte ich.

Es gibt dafür drei Hauptgründe:

1. Gesundheit
2. Nicht qualifiziert (insbesondere mangelhafte bis keine Sprachkenntnisse)
3. Unzuverlässigkeit (keinen Bock zu arbeiten)

Das sind die Erfahrungen, die wir bei uns in der Firma hauptsächlich mit diesen Leuten machen.
Wer leistungsfähig- und bereit ist, hat heutzutage meist einen Job. Mag sein, dass sich das durch Corona ändern wird.

Re: Schaffnerjob

geschrieben von: Gernot

Datum: 04.05.21 16:55

cinéma schrieb:
westring schrieb:
Hallo,

alleine in Köln gab es 2020 durchschnittlich 36.469 Arbeitslose, die Grundsicherunng gem. SGB II erhielten [www.arbeitsagentur.de]. Das sind also praktisch alles Langzeitarbeitslose/"Hartz-IV-Empfänger" (unter einem Jahr erhalten Menschen in der Regel ALG I gem. SGB III). Die KVB hat laut wikipedia 409 Stadtbahnen. Wenn man jetzt von einem Dreich-Schicht-Betrieb und 10% Reserve ausgeht, wären das 1.350 Mitarbeiter. Du behauptest also, dass weniger als 3,7% der Kölner Langzeitarbeitslosen für einen Schaffner-Job geeignet sind?

Gruß
westring
Diese Langzeitarbeitslosen sind fast alle ungeeignet, ja, das behaupte ich.

Es gibt dafür drei Hauptgründe:

1. Gesundheit
2. Nicht qualifiziert (insbesondere mangelhafte bis keine Sprachkenntnisse)
3. Unzuverlässigkeit (keinen Bock zu arbeiten)

Das sind die Erfahrungen, die wir bei uns in der Firma hauptsächlich mit diesen Leuten machen.
Wer leistungsfähig- und bereit ist, hat heutzutage meist einen Job. Mag sein, dass sich das durch Corona ändern wird.
und 4. alleinerziehend mit kleinerem Kind(ern) und deshalb zeitlich nur eingeschränkt arbeitsfähig.

Nicht ohne Grund haben wir in zahlreichen Bereichen schon jetzt einen Arbeitskräftemangel. Und das sind nicht nur akademische Berufe, sondern auch solche ohne erforderliche dreijährige Berufsausbildung.
Warst du mal in Hamburg an den Landungsbrücken oder der Überseebrücke? Das einzige, was dich dort daran hindert ins Wasser zu fallen, ist dein Gehirn, das dir sagt, von der Kante genug Abstand zu halten. Bei den übrigen Fähranlegern ist das genauso, die sind jederzeit frei zugänglich und zur Wasserkante hin völlig ungesichert.

Re: Gegenstück zur Stadtbahn eher die Metro

geschrieben von: Gernot

Datum: 04.05.21 17:14

kmueller schrieb:
Gernot schrieb:
Auf dem Rhein muss man zwei Punkte berücksichtigen, welche das Anlegen und den Fahrgastwechsel etwas erschweren. Erstens die für einen Fluss ziemlich starke Strömng. Der Rhein ist der schnellste Flachlandfluss Europas. Und zweitens die wechselnden Wasserstände. Da ist alles dabei vom Niedrigwasser mit einem Pegelstand von gerade mal einem Meter bis zum Hochwasser mit über 7 m. Darauf müssen die Anleger ausgelegt sein.
Vergleichbar ist das alles höchstens mit dem Hamburger Hafen, weil dort durch die Tide ebenfalls Strömungen und starke Schwankungen des Wasserstandes vorhanden sind.
Was Wasserstände und Strömungsgeschwindigkeit angeht, ist Hamburg weniger anspruchsvoll. Der mittlere Tidenhub ist deutlich unter 4m, d.h. ein Anstieg von 7m über 'niedrigstes' Niedrigwasser entspräche einer Sturmflut, bei der ohnehin alles stilliegt, was mit Wasser zu tun hat. So nahe an der Staustufe Geesthacht ist auch die Geschwindigkeit der Tidenströmung in den zwei Hauptarmen weitaus schwächer als diejenige im Rhein bei Hochwasser an der Grenze zur Schiffahrtseinstellung. Störend ist aber der Richtungswechsel; nur gegen die Strömung läßt sich kontrolliert an- und ablegen.

Am Rhein dürfte ein großstädtisches Verkehrsmittel aber eben nicht schon dadurch lahmgelegt werden, daß es im Stromgebiet längere Zeit großflächig schüttet oder daß in den Alpen eine Extrem-Schneeschmelze abgeht.

Nur dass in Hamburg der Wasserstand täglich zweimal von ganz hoch auf ganz niedrig wechselt (Spring- und Nipptiden lasse ich jetzt mal außen vor), während sich Hoch- und Niedrigwasser am Rhein über mehrere Tage hinweg auf- und abbauen. Das ist auch nicht das große Problem, die Anleger der traditionellen Personenschifffahrt schaffen das ja auch. Aber ich behaupte auch gar nicht, dass so ein kölsches Vaporetto nicht geht. Es muss nur gut durchdacht sein und von Anfang an eine längere Strecke fahren. Ein Punkt zu Punkt-Verkehr wie Porz - Rodenkirchen bringt selbstverständlich weniger Fahrgäste als wenn das Böötchen dann auch noch nach Weiß, Sürth und in die Südstadt fährt. Und das auch noch in einem vernünftigen Takt. So ein experimenteller Probebetrieb mit einem Boot, das im 30-Minutentakt zwischen Porz und Rodenkirchen tuckert, dürfte da wenig aussagekräftig sein. Man lässt eine Straßenbahn ja auch nicht ein Jahr lang eine Strecke von 700 m pendeln um anschließend festzustellen, dass sich der Ausbau nicht lohnt, weil sie schlecht angenommen wird.
Meine kritische Anfrage betraf mehr die Verknüpfung zu Stadtbahn und S-Bahn. Deren Halte sind fast alle nicht in üblicher Umstiegsentfernung zum Rheinufer und andererseits wohnt nur ein recht geringer Teil der Kölner fußläufig zum Rhein. Von daher habe ich so meine Zweifel, was die Netz- und Entlastungswirkung angeht.
Früherwarallesbesser schrieb:
Warst du mal in Hamburg an den Landungsbrücken oder der Überseebrücke? Das einzige, was dich dort daran hindert ins Wasser zu fallen, ist dein Gehirn, das dir sagt, von der Kante genug Abstand zu halten. Bei den übrigen Fähranlegern ist das genauso, die sind jederzeit frei zugänglich und zur Wasserkante hin völlig ungesichert.
Da bin ich gespannt, was für die Genehmigung neuer Liniendienste verlangt wird. Orientiert habe ich mich hieran (Abfahrten tagsüber alle 4 Minuten; Nachtrag dazu: obwohl Amsterdam Noord mittlerweile eine unter dieser Fährlinie verlaufende U-Bahn-Anbindung hatl)
[www.amsterdamnoord.com]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 19:01.

Re: Gegenstück zur Stadtbahn eher die Metro

geschrieben von: kmueller

Datum: 04.05.21 19:00

Gernot schrieb:
Es muss nur gut durchdacht sein und von Anfang an eine längere Strecke fahren. Ein Punkt zu Punkt-Verkehr wie Porz - Rodenkirchen bringt selbstverständlich weniger Fahrgäste als wenn das Böötchen dann auch noch nach Weiß, Sürth und in die Südstadt fährt. Und das auch noch in einem vernünftigen Takt. So ein experimenteller Probebetrieb mit einem Boot, das im 30-Minutentakt zwischen Porz und Rodenkirchen tuckert, dürfte da wenig aussagekräftig sein.
Interessant wird eine Fährlinie, sobald sie gegenüber dem Umweg über eine Brücke Wege stark verkürzt. Als Zubringer kann dann auch ein Bus dienen, der in der anderen Fahrtrichtung als Stadtbahnzubringer dient. Denn parallel zu dieser kann ein Schiff nicht mithalten.
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