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Re: Mein liebes Trotzköpfchen

geschrieben von: Gernot

Datum: 01.05.21 10:57

Strizie schrieb:
Meine Großeltern haben damals in der Borsigstraße gewohnt. Die Umstellung der Linien 3 und 4 habe ich in jungen Jahren live miterlebt und den Wegfall des Abschnittes Subbelrather Str./Gürtel bis Borsigstraße verstehe ich bis heute nicht. Der U-Bahntunnel hat diese nicht ersetzt. Die Buslinien 141 und 143 fahren zwar zusammengenommen im 10 Minuten-Takt aber in die Innenstadt ist immer ein Umstieg notwendig und Umsteigen finden viele als lästig dazu kostet es viel Zeit.

Fuhr in der Borsigstr. jemals eine Straßenbahn? Du meisnt wahrscheinlich die Strecke auf der Subbelrather Str bis zur Inneren Kanalstr. Das war eine reine Umleitungsstrecke während des U-Bahnbaus unter der Venloer Str.. Davor und danach gab es dort nie eine Straßenbahn. Die ist auch nicht nötig, da die Subelrather Str. nur etwa 400 m von der Venloer Str. entfernt ist. Und die Borsigstr. liegt zimelich exakt mittig zwischen den beiden. Übrigens wurden beim bau des Tunnels unter der Venloer Str. alle vorherigen Straßenbahnhaltestellen 1:1 übernommen. Eine schlechtere Anbindung sehe ich da nur durch den Weg in den Untergrund. Dafür ist die Bahn jetzt schneller als an der Oberfläche.
Zitat:

Diese Straßenbahn hätte man damals ja auch einfach ab der Borsigstraße (zumindest mal prüfen können) ob man diese weiter Richtung Ossendorf durch den Sandweg verlängert und dann in Mengenich oder am Butzweilerhof wieder raus kommt.
Äh was? Mal von Süd nach Nord: Venloer Str. mit U-Bahn. Dort fährt die 3 und 4, wobei die 3 bis Bocklemünd/Mengenich fährt. Dann folgt etwa 350 m nördlich die Subelrather Str. mit Bus und noch mal 600 m weiter nördlich die Iltisstr. mit Straßenbahn, nämlich der Linie 5. Und wohin fährt die? Genau: Sie fährt zum Butzweilerhof. Wozu also sollte man auf der Subbelrather Str. eine weitere Straßenbahn bauen?

Zitat:
Von der S-Bahnstrecke kann man vom Hansaring kommend nach Ehrenfeld fahrend auf der rechten Seite auch das schöne neue Viertel von der Herkulesstraße in Neuehrenfeld bewundern. Die Anbindung des Viertels erfolgt über eine kümmerliche Buslinie. In anderen Städten oder Ländern wäre man wohl hingegangen und hätte das Viertel über eine Straßenbahnlinie angebunden, welche dort ja perfekt in Mittellage der A 57 reingepasst hätte.

Du meinst wahrshceinlich das Gebiet rund um den ehemaligen Schlachthof. Von der Haltestelle Liebigstr. (Linie 5) sind das etwa 600 m. Das ist ein kleiner Fußweg als Alternative zur kümmerlichen Buslinie. Und nein, in anderen Städten oder Ländern hätte man auf den Mittelstreifen der Autobahn auch keine Straßenbahn gebaut, weil gut 600 m südlich davon schon eine fährt und nördlich der A 57 keine nennenswerte Bebauung vorhanden ist.

Re: Mein liebes Trotzköpfchen

geschrieben von: Strizie

Datum: 01.05.21 11:45

Also mal ganz ehrlich, wenn man das Argument mit den Fußwegen auspackt könnte man alles einstampfen.

Persönlich habe ich damit keine Probleme zu Fuß zu laufen aber frage mal die ganzen Autofahrer, welche z.B. sonntags die 200m zum Bäcker fahren damit Sie nicht laufen müssen.

Deutschland nähert sich von der Mentalität eher den USA an. Wer zu Fuß zum MCD läuft gilt dort als arm. Da steigt man besser ins Auto und fährt die 100m.
Das Problem ist halt, dass Busse nicht als sonderlich attraktiv empfunden werden. Kurzfristig ist es zwar besser als nichts aber langfristig gesehen müssten da auch teilweise Alternativen her.

Dazu kommen dann ja noch die VRS-Premiumfahrpreise wo insbesondere ja die KVB immer auf Preiserhöhungen pocht.

Re: Mein liebes Trotzköpfchen

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 01.05.21 12:05

Den Abschnitt Subbelrather/Gürtel über Bickendorf und weiter bis Vogelsang ließe sich gut als Straßenbahn betreiben und hätte sicher seine Fahrgäste, auch wenn es damals nur eine Umleitungsstrecke war.

Auf der Venloer wurden übrigens die Haltestellen Alpnener Platz und Rochusstraße zur einer zusammengefasst...

Re: Mein liebes Trotzköpfchen

geschrieben von: Kölnbahner

Datum: 01.05.21 12:23

Die Straßenbahn über den Subbelrath nach Vogelsang war 1992 durchaus ein Thema. In der Presse wurde auch moniert, dass die KVB es nach Außerbetriebnahme des Subbelraths auffällig eilig hatte, die Schienen auf dem Subbelrath noch im gleichen Monat raus zu reißen - obwohl stadteinwärts, wo der Subbelrath Gladbacher Str. heißt noch jahrzehntelang die Schienen der dortigen Umleitungsstrecke drin blieben.

@Gernot und Stritzie: Die Haltestelle Ecke Subbelrather/Äußere hieß "Borsigstraße". Wahrscheinlich ist das die Quelle eures Missverständnisses.

Re: Mein liebes Trotzköpfchen

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 01.05.21 13:03

Das stimmt, ich erinnere mich. Hatte mich damals auch über den schnellen Abbau der Strecke gewundert und vermutet, dass man vollendete Tatsachen schaffen wollte...

Dass tatsächlich Thema war, die Strecke beizubehalten und nach Vogelsang zu verlängern, war mir allerdings neu. Wer weiß, vielleicht hätte Widdersdorf dann schon längst seinen Bahnanschluss mit Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn im Vogelsang.

Das hätte heute den Vorteil, dass der Halt der S-Bahn in Bocklemünd zweifellos in Höhe der Autobahn und der alte Bahnhof aus dem Rennen gewesen wäre. Was im Hinblick auf P+R auch absolut sinnvoll ist.
Strizie schrieb:
Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Frechen die Linie 7 komplett auf die Klüttenbahn verlagert. Ich denke eher, dass man hier an eine alternierende Variante denkt (alle 20 Minuten via. Rathaus und alle 20 Minuten via. Klüttenbahn) um auch hinter Benzelrath einen 10 Minuten-Takt anbieten zu können.
Ich kann Dir dazu auch nur schreiben, was ich in der Presse gelesen habe. Im Moment sind das natürlich alles nur Überlegungen, die aber auch nicht weiter verwundern, denn bei einer Verlängerung nach Habbelrath wäre das Gekrieche durch die Frechener Fußgängerzone mit Sicherheit nicht attraktiv. Das Gleiche gilt für Köln, auch hier wäre es vollkommen kontraproduktiv, aus dieser Bahn eine Straßenbahn über die Dürener zu machen. Vorortanbindungen sind als Teil eines zu bauenden Straßenbahnnetzes mit Sicherheit nicht geeignet. Bei der 16 ist man froh, wenn die NSS endlich in Betrieb ist, bei der 7 würde man sich dann auf Dürener direkt das nächste Ei ins Nest setzen. Nein, das hat ausgerechnet die FDP mal richtig erkannt: wenn die 7 auf die Dürener soll, dann nur im Tunnel. Andernfalls führt man die 7 über die Aachener und dann über die HGK, auch da gibt es ja Überlegungen zur Nutzung durch die Stadtbahn.
Kurzum: Wenn man in Köln ein Straßenbahnnetz aufbauen wollte, würden sich dafür keinesfalls Strecken eignen, die schnellbahnmäßig ins Umland führen oder dafür vorgesehen sind. Das gilt für Frechen–Habbelrath(–Kerpen) genauso wie für Zündorf–Niederkassel oder Schlebusch(–Burscheid).
cinéma schrieb:
Strizie schrieb:
Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Frechen die Linie 7 komplett auf die Klüttenbahn verlagert. Ich denke eher, dass man hier an eine alternierende Variante denkt (alle 20 Minuten via. Rathaus und alle 20 Minuten via. Klüttenbahn) um auch hinter Benzelrath einen 10 Minuten-Takt anbieten zu können.
Ich kann Dir dazu auch nur schreiben, was ich in der Presse gelesen habe. Im Moment sind das natürlich alles nur Überlegungen, die aber auch nicht weiter verwundern, denn bei einer Verlängerung nach Habbelrath wäre das Gekrieche durch die Frechener Fußgängerzone mit Sicherheit nicht attraktiv. Das Gleiche gilt für Köln, auch hier wäre es vollkommen kontraproduktiv, aus dieser Bahn eine Straßenbahn über die Dürener zu machen. Vorortanbindungen sind als Teil eines zu bauenden Straßenbahnnetzes mit Sicherheit nicht geeignet. Bei der 16 ist man froh, wenn die NSS endlich in Betrieb ist, bei der 7 würde man sich dann auf Dürener direkt das nächste Ei ins Nest setzen. Nein, das hat ausgerechnet die FDP mal richtig erkannt: wenn die 7 auf die Dürener soll, dann nur im Tunnel. Andernfalls führt man die 7 über die Aachener und dann über die HGK, auch da gibt es ja Überlegungen zur Nutzung durch die Stadtbahn.
Kurzum: Wenn man in Köln ein Straßenbahnnetz aufbauen wollte, würden sich dafür keinesfalls Strecken eignen, die schnellbahnmäßig ins Umland führen oder dafür vorgesehen sind. Das gilt für Frechen–Habbelrath(–Kerpen) genauso wie für Zündorf–Niederkassel oder Schlebusch(–Burscheid).
Möglich ist vieles und man könnte auch gemischte Konzepte sicherlich umsetzen. Also Straßenbahn durch die Fußgängerzone alle 20 Minuten und über die Klüttenbahn alle 20 Minuten eine Stadtbahnlinie. Die Stadtbahnlinie könnte dann ja auch Stationen wie Haus Vorst oder Stüttgenhof auslassen, sofern die Straßenbahn dann ab Haus Vorst im 10 Minuten-Takt fahren würde. Damit hätte man dann sogar eine Angebotsverbesserung.

Sammelantwort

geschrieben von: Linie21

Datum: 04.05.21 01:19

cinéma schrieb:
Heutige Auslastungszahlen sind aus bekannten Gründen mitnichten aussagekräftig, und vor Corona sind die Busse über die Einführungsphase nicht hinausgekommen. Die Buslinien sind jedoch nicht ohne Grund eingerichtet worden, eben weil die Bahnen es nicht mehr geschafft haben.
Das ist korrekt, allerdings gab es auch schon Entlastungsbusse zur Linie 18 nach Hürth, wennauch nicht im gleichen Ausmaß. Der Unterschied ist, dass Richtung Hürth/Brühl die S-Bahn geplant ist und somit mittel- bis langfristig Fahrgäste der Linie 18 auf die S-Bahn verlagert werden. Das dürfte auch der Grund sein, warum für die Luxemburger Straße kein derartiger Ausbau der Stadtbahn geplant ist wie auf der Aachener Straße.

mannibreuckmann schrieb:
Wenn man sich übrigens die Auslastung der Buslinien ansieht, dann scheint es offenbar keine Notwendigkeit der Entlastung zu geben.
Die Notwendigkeit einer Entlastung erkennt man nicht an der Auslastung der Entlastungslinien, sondern an der der zu entlastenden Linie und die Auslastung der 1 vor Corona dürfte hier bekannt sein.

Gernot schrieb:
Strizie schrieb:
Meine Großeltern haben damals in der Borsigstraße gewohnt. Die Umstellung der Linien 3 und 4 habe ich in jungen Jahren live miterlebt und den Wegfall des Abschnittes Subbelrather Str./Gürtel bis Borsigstraße verstehe ich bis heute nicht. Der U-Bahntunnel hat diese nicht ersetzt. Die Buslinien 141 und 143 fahren zwar zusammengenommen im 10 Minuten-Takt aber in die Innenstadt ist immer ein Umstieg notwendig und Umsteigen finden viele als lästig dazu kostet es viel Zeit.
Fuhr in der Borsigstr. jemals eine Straßenbahn? Du meisnt wahrscheinlich die Strecke auf der Subbelrather Str bis zur Inneren Kanalstr.
Nee, die hat ja nichts mit der 141/143 und mit der Borsigstraße zu tun. Ich fand den Beitrag recht eindeutig, da die Bushaltestelle heute noch Borsigstraße heißt. Im heutigen Netz hätte die Strecke keinen Platz, das ist klar. In einem separaten Straßenbahnnetz, wie es gelegentlich Thema ist, m. E. schon; für den westlichen Endpunkt der Linie könnte man sich noch was ausdenken.

mannibreuckmann schrieb:
Natürlich bräuchte man da einen Tunnel. Aber das wäre wenigstens einer, der neue Potentiale erschließt: Die Ost-West-Strecke von Weiden bis Deutzer Freiheit bliebe (womöglich mit Kurztunnel am Heumarkt) an der Oberfläche erhalten und der Innenstadttunnel würde weiter entlastet.
Zu den Verknüpfungen der übrigbleibenden Strecken gab es hier schon diverse Ideen. Das sollte kein Problem sein.
Hilf mir mal bitte auf die Sprünge, die Ideen lauten...?

Re: Sammelantwort

geschrieben von: Strizie

Datum: 04.05.21 11:08

Linie21 schrieb:
Das ist korrekt, allerdings gab es auch schon Entlastungsbusse zur Linie 18 nach Hürth, wennauch nicht im gleichen Ausmaß. Der Unterschied ist, dass Richtung Hürth/Brühl die S-Bahn geplant ist und somit mittel- bis langfristig Fahrgäste der Linie 18 auf die S-Bahn verlagert werden. Das dürfte auch der Grund sein, warum für die Luxemburger Straße kein derartiger Ausbau der Stadtbahn geplant ist wie auf der Aachener Straße.
Das trifft aber nur auf Köln selber zu. Dort könnte man die S-Bahn schon als Stadtbahnersatz ansehen.

Für Hürth ist der geplante S-Bahnhaltepunkt in Fischenich wesentlich interessanter als der derzeitige Bahnhof Hürth-Kalscheuren. Letzterer ist eher für Köln-Meschenich interessant jedenfalls solange die Stadtbahnlinie 5 nicht dorthin fährt.

Was Brühl angeht ist zwar Brühl-Ost erheblich gewachsen aber immer noch kein Vergleich zu den ganzen neuen Wohngebieten in Brühl Süd oder rund um die Stadtbahnhaltestelle Brühl-Badorf. Dazu soll noch ein neues Wohngebiet in Brühl-Schwadorf kommen. Auch rund um die Gieseler-Galerie sind neue Wohnungen entstanden. Der meiste Teil wird also eher die Stadtbahn nutzen als mit dem Auto erst zum Bahnhof Brühl zu fahren.

Re: Sammelantwort

geschrieben von: kmueller

Datum: 04.05.21 13:24

Linie21 schrieb:
Der Unterschied ist, dass Richtung Hürth/Brühl die S-Bahn geplant ist und somit mittel- bis langfristig Fahrgäste der Linie 18 auf die S-Bahn verlagert werden. Das dürfte auch der Grund sein, warum für die Luxemburger Straße kein derartiger Ausbau der Stadtbahn geplant ist wie auf der Aachener Straße.
Die Verlagerung auf die S-Bahn bezweifele ich. Die Strecke der '18' und die DB-Strecke erschließen ganz andere Siedlungsgebiete. Ich bin einige Jahre von Brühl Nord zur Weißhausstr. gependelt und wäre nie auf dei Idee gekommen, stattdessen nach Kierberg oder Brühl (DB) zu laufen, um von dort nach Köln-Süd zu fahren.

Viel wahrscheinlicher ist, daß die Anbindung des Hürther 'Zentrums' einen weiteren Nachfrageschub auf der Stadtbahn auslösen wird.

Entlastung der Stadtbahn durch die S-Bahn

geschrieben von: cinéma

Datum: 04.05.21 15:13

In Köln wird die S-Bahn die Stadtbahn schon entlasten, und gerade weil die Stadtbahnanbindung von Hürth-Mitte einen weiteren Nachfrageschub bringen wird, wird diese Entlastung auch dringend nötig sein.

Re: Entlastung der Stadtbahn durch die S-Bahn

geschrieben von: Strizie

Datum: 04.05.21 16:01

cinéma schrieb:
In Köln wird die S-Bahn die Stadtbahn schon entlasten, und gerade weil die Stadtbahnanbindung von Hürth-Mitte einen weiteren Nachfrageschub bringen wird, wird diese Entlastung auch dringend nötig sein.
Die S-Bahn hängt sehr von der ÖPNV-Erschließung ab.

Wenn die Linie 13 nicht bis zum S-Bahnhalt Klettenberg verlängert wird, ist der Nutzen dort viel geringer.

Für Hürth-Kalscheuren gilt das gleiche und sobald die Linie 5 nach Köln-Meschenich fährt, fallen diese Fahrgäste weg. Die Stadt Hürth wiederum hat ihr Stadtbussystem nur auf Hürth-Mitte ausgerichtet. Es gibt keine Stadtbuslinie ab Bf. Hürth-Kalscheuren, welche die dortigen Gewerbegebiete erschließt.

In Brühl wird es auch keinen S-Bahnhalt in Höhe der Unterführung Renault-Nissan-Str. geben und selbst aus Brühl-Ost läuft man teilweise bis zu 20 Minuten zum Bahnhof.

Wesseling-Keldenich ist auch gut gewachsen aber eine Buslinie nach Sechtem Bf. sucht man dort vergeblich.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 16:02.

S-Bahn und Stadtbahn

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 04.05.21 16:48

am Beispiel der Luxemburger Straße

Heute sind die Regionalbahnen aus Bonn voll und schnell in Köln.
Künftig werden diese in Hürth-Kalscheuren, Sülzgürtel, Weishausstraße, Aachener Straße und am Hansaring zusätzlich halten und damit gegenüber heute langsamer werden.
Für die, die unterwegs aussteigen, werden sich Reisezeitvorteile ergeben.
Für die, die nach West, zum Hbf oder darüber hinaus wollen, ergeben sich Reisezeitnachteile.

Wieviel ein Halt Aachener Straße in der Relation zur Innenstadt (Neumarkt, Heumarkt) gewinnt, hängt sehr stark von der Infrastruktur dort ab - nur eine Treppe auf die Straßenebene runter und in die Bahn einsteigen oder muss der Mensch noch in den Keller ....

Wie das genau sein wird, kann uns keiner sagen - nur glänzen der Ergebnisse der bekannten Machbarkeitsstudien nicht gerade mit einem guten NKF.

Wenn sich durch längere Reisezeiten der S-Bahn Menschen auf die Vorgebirgsbahn verlagern, bekommt Köln das Problem auf der Luxemburger Straße.

Da kann man alles so lassen wie es ist - oder aber auch dort über Kapazitätsausweitungen nachdenken.

Tunnel und Straßenbahn - ggf. noch in zwei parallelen Staßen

Tunnel mit unterschiedlichen Bedienungsarten - "Eilzüge" - betrieblich oder bautechnisch aufwändig

Die S-Bahn wird anders sein als die heutigen RBs und je nach dem wie es sich dort entwickelt, hat dies Auswirkungen auf die Stadtbahn - von Mehrverkehr bis viel mehr Mehrverkehr ...

Re: Sammelantwort

geschrieben von: Gernot

Datum: 04.05.21 16:49

kmueller schrieb:
Viel wahrscheinlicher ist, daß die Anbindung des Hürther 'Zentrums' einen weiteren Nachfrageschub auf der Stadtbahn auslösen wird.
Deshalb wird doch der Takt bis Hermülheim verdichtet.

Re: Sammelantwort

geschrieben von: Linie21

Datum: 05.05.21 00:02

kmueller schrieb:
Linie21 schrieb:
Der Unterschied ist, dass Richtung Hürth/Brühl die S-Bahn geplant ist und somit mittel- bis langfristig Fahrgäste der Linie 18 auf die S-Bahn verlagert werden. Das dürfte auch der Grund sein, warum für die Luxemburger Straße kein derartiger Ausbau der Stadtbahn geplant ist wie auf der Aachener Straße.
Die Verlagerung auf die S-Bahn bezweifele ich. Die Strecke der '18' und die DB-Strecke erschließen ganz andere Siedlungsgebiete. Ich bin einige Jahre von Brühl Nord zur Weißhausstr. gependelt und wäre nie auf dei Idee gekommen, stattdessen nach Kierberg oder Brühl (DB) zu laufen, um von dort nach Köln-Süd zu fahren.
Das stimmt so nicht, es gibt mit Fischenich sogar einen gemeinsamen Halt. Für Deinen Weg würde es vielleicht keinen Unterschied machen, aber ein Teil der Nutzer wird neue Möglichkeiten haben, die Du damals natürlich nicht hattest, da Du konkret auf Deinen Fall bezogen mit der RB von Brühl/Kierberg aus kommend nicht an der Weißhausstraße aussteigen konntest und zudem nicht das Fahrtenangebot hattest, was die S-Bahn haben wird. Ein ganzer Teil der Fahrgäste wird ohnehin nicht direkt im ausschließlichen Einzugsgebiet einer der beiden Bahnstrecken sein, sondern irgendwo dazwischen oder abseits, sodass sowie erstmal der Bus benötigt wird. Den kann man ja zusätzlich mehr auf die S-Bahn ausrichten.

Zitat:
Viel wahrscheinlicher ist, daß die Anbindung des Hürther 'Zentrums' einen weiteren Nachfrageschub auf der Stadtbahn auslösen wird.
Das würde ich sogar als sicher bezeichnen, aber wie Gernot schon angemerkt hat, wird ja dort auch bald das Angebot Richtung Köln verdoppelt.

Re: Sammelantwort

geschrieben von: kmueller

Datum: 05.05.21 11:16

Linie21 schrieb:
kmueller schrieb:
Verlagerung auf die S-Bahn bezweifele ich. Die Strecke der '18' und die DB-Strecke erschließen ganz andere Siedlungsgebiete. Ich bin einige Jahre von Brühl Nord zur Weißhausstr. gependelt und wäre nie auf dei Idee gekommen, stattdessen nach Kierberg oder Brühl (DB) zu laufen, um von dort nach Köln-Süd zu fahren.
Das stimmt so nicht, es gibt mit Fischenich sogar einen gemeinsamen Halt. Für Deinen Weg würde es vielleicht keinen Unterschied machen, aber ein Teil der Nutzer wird neue Möglichkeiten haben, die Du damals natürlich nicht hattest, da Du konkret auf Deinen Fall bezogen mit der RB von Brühl/Kierberg aus kommend nicht an der Weißhausstraße aussteigen konntest und zudem nicht das Fahrtenangebot hattest, was die S-Bahn haben wird. Ein ganzer Teil der Fahrgäste wird ohnehin nicht direkt im ausschließlichen Einzugsgebiet einer der beiden Bahnstrecken sein, sondern irgendwo dazwischen oder abseits
Sowohl die '18' als auch die DB-Linie verlaufen durch Siedlungs- oder Gewerbeschwerpunkte, nur eben durch verschiedene. In meinem Fall hätte ich vom Kölner Südbf. fast genausoweit laufen müssen wie von der Weißhausstr., aber der Weg zum KBE-Haltepunkt in Brühl war konkurrenzlos kurz.

Fischenich wäre vor allem interessant als Umsteigepunkt für Fahrgäste der 18, deren Ziel günstig zu S-Haltestellen südlich oder westlich des Kölner Zentrums liegt. Das könnte die 18 insbes. im Kölner Stadtbereich entlasten, wo sie es am nötigsten hat. Ferner verkürzt die Verschwenkung des NV (egal ob er S-Bahn heißt oder nicht) nach Fischenich die Länge entweder des Mischverkehrs oder die Länge der neu zu bauenden Gleise entlang der Hauptstrecke. Die Zahl der Einsteiger dort war ziemlich überschaubar und wird es bleiben.

Re: S-Bahn und Stadtbahn

geschrieben von: Strizie

Datum: 05.05.21 15:03

Ich kann Dir nur sagen, dass die Radstation am Bahnhof Brühl recht beliebt und gut angenommen wird. Die Leute kommen mit dem Fahrrad meist aus Richtung Innenstadt.

Die Züge sind deshalb so beliebt, weil diese im Vergleich zur Stadtbahn rund 50% schneller sind etwa. Da lohnt es sich auch von weiter her zu kommen.

Bei der angedachten S-Bahn bin ich zumindest schon mal froh darüber, dass man auf den Umweg über Hürth-Fischenich verzichtet.

Dem S-Bahnhalt in Klettenberg sehe ich auch positiv, sofern dort eine Verknüpfung mit der Linie 13 stattfindet.

Der S-Bahnhalt Weißhausstr. ist dagegen unmittelbar vor Köln Süd und auch nicht weit von der Stadtbahnhaltestelle entfernt. Für Köln selbst sicherlich positiv. Für Fahrgäste außerhalb von Köln vernachlässigbar. Davon abgesehen ist ja auch geplant, dass Amts- und Landgericht von der Weißhausstr. wegziehen. Die Agentur für Arbeit ist meines Wissens auch am Butzweilerhof. Wie lange der Real-Markt oder die Staatsanwaltschaft dort noch sind ist auch die Frage.

Beim geplanten S-Bahnhalt Aachener Str. kann man geteilter Meinung sein. In Klettenberg würde man die Linie 13 erreichen, welche zur Aachener Str./Gürtel fährt. Die Uni erreicht man über Köln Süd und den Neumarkt kann man über Köln West erreichen. Einzig zum Rudolfplatz ist es kürzer. Da könnte man vielleicht auch darüber nachdenken auf den Halt zu verzichten andererseits ist es eine Verknüpfungsstation und da dort derzeit eh nicht mehr als 80 km/h erlaubt sind der Fahrzeitverlust nur sehr gering.

In Köln-West halten zukünftig nur noch S-Bahnen. Köln-West ist mittlerweile ein ähnliches Trauerspiel wie Köln Süd. Der Fußweg zur U-Bahn über die Treppen ist einfach eine Unverschämtheit und die dortigen Aufzüge derart lahmarschig, dass man oben mehrere Minuten warten darf, wenn die erste Fuhre weg ist. Ich hoffe da ändert sich mal zeitnah etwas.

Immerhin sind im Deutschland-Takt trotz geplanter S-Bahn Köln-Bonn weiterhin 3 Regionalzüge pro Stunde vorgesehen.

Re: Sammelantwort

geschrieben von: Strizie

Datum: 05.05.21 15:19

Gernot schrieb:
kmueller schrieb:
Viel wahrscheinlicher ist, daß die Anbindung des Hürther 'Zentrums' einen weiteren Nachfrageschub auf der Stadtbahn auslösen wird.
Deshalb wird doch der Takt bis Hermülheim verdichtet.
Da wird dann nichts verdichtet. Der in Klettenberg endende Zwischentakt fährt einfach nach Hürth-Mitte weiter.

Die Frage ist halt, wie viel Entlastung bringt das noch, wenn man gleichzeitig neue Kundenpotentiale im Hürther Bogen und Hürth-Mitte erschließt. Man glaubt gar nicht was das ausmacht, wenn ein Umstieg auf den letzten Metern wegfällt und man direkt fahren kann. Dazu dürfte die Stadtbahn von Hürth-Hermülheim nach Hürth-Mitte wesentlich schneller sein als der heutige Stadtbus. Hinzu kommt dann noch der neue Stadtteil auf dem ehemaligen Verschiebebahnhof mit zusätzlicher Stadtbahnhaltestelle.

Es ist ja sehr positiv, dass man neue Wohngebiete in der Umgebung von schienengebundenen ÖPNV-Angeboten hochzieht nur wenn man letzteren so belässt wie heute ist das Ergebnis das gleiche wie derzeit.

In Brühl könnte man noch Entlastung schaffen indem man die Linie 5 von Köln-Meschenich Süd über eine NBS zur Querbahn verlängert und dann weiter nach Brühl-Mitte mit Wende im Ausziehgleis.

Langfristig denke ich jedoch kommt man um eine 90m-Variante bei der Linie 18 nicht drumherum. Je eher man das anpackt, desto besser.

Re: Sammelantwort

geschrieben von: Gernot

Datum: 05.05.21 16:32

Strizie schrieb:
Gernot schrieb:
kmueller schrieb:
Viel wahrscheinlicher ist, daß die Anbindung des Hürther 'Zentrums' einen weiteren Nachfrageschub auf der Stadtbahn auslösen wird.
Deshalb wird doch der Takt bis Hermülheim verdichtet.
Da wird dann nichts verdichtet. Der in Klettenberg endende Zwischentakt fährt einfach nach Hürth-Mitte weiter.

Eben. Und das nenne ich Taktverdichtung, weil die Bahnen zwischen Klettenberg und Hermülheim doppelt so oft fahren wie bisher.
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