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Re: [M] Historische Fahrzeugsammlung gefährdet

geschrieben von: schroed2

Datum: 04.04.21 19:18

no-night schrieb:
Man sage, das sei Landessache?! Warum geht das aber in Nürnberg ziemlich reibungslos? (Und in München ist es für Neuwagen genauso umständlich, wie es bei Variobahnen, Avenios und U-Bahn-Wagen C immer wieder vorkam und vorkommt...)
in Bayern sind die Technischen Aufsichtsbehörden bei den Bezirksregierungen angesiedelt.

Dabei ist die TAB bei der Regierung von Oberbayern für die BOStrab-Betriebe in München (inkl. Flughafen) sowie Augsburg zuständig und die TAB bei der Regierung von Mittelfranken für die BOStrab-Betriebe in Nürnberg sowie Würzburg (dazu kommt zukünftig wohl auch Erlangen samt Landkreis, falls es für die StuB einen eigenen Betrieb gibt).

Spannend könnte auch die Zuordnung von Regensburg werde, falls das mal was wird...

Re: [M] Historische Fahrzeugsammlung gefährdet

geschrieben von: Ronny Quaß

Datum: 05.04.21 12:51

Hallo nach München,

vielen Dank für die Klarstellung! Kopf hoch - ihr bekommt das in Griff!

Grüße von der Gothaer Truppe

Ronny

Re: [M] Historische Fahrzeugsammlung gefährdet

geschrieben von: no-night

Datum: 05.04.21 13:24

Reinhold Kocaurek schrieb:
Seit 4 Jahren gibt es ein umfangreich in Print & Netz veröffentlichtes Fahrzeugkonzept [www.trambahn.de] . Kein Trambahnbetrieb hat sich vorausdenkend z.B. 1926 je ein Modell der damaligen Baureihen für ein künftiges Museum aufgehoben. Dieses Fahrzeugkonzept zeigt genau auf, welche Wagen in welche Epochen zurück-gebaut werden sollen, um etwa die Vorkriegsvielfalt mit ihren Unterschieden abzubilden. Man braucht natürlich keine 2 Salzmühlen-Beiwagen, aber einer war ein Post-Trambahn-Beiwagen und soll in diesen Zustand von 1926 zurück-gebaut werden und so weiter. Dafür brauchen wir auch unser umfangreiches Ersatzteillager.
Diese Seite habe auch gefunden und hier verlinkt. Leider herrscht ein Bisschen Wirrwarr, daß zwei gesonderte Fahrzeuglisten mit gesonderten Unterseiten zu allen Wagen vorliegen.... ehrlich gesagt, ich habe dann nicht mehr weitergeblättert. Es wäre viel zu nützlicher, alles zu vereinigen, und bei den einzelnen Fahrzeugen Geschichte und Zukunftspläne - bzw. Links zu die laufenden Arbeiten - genauso aufzuführen.

(Programmierung hinter der Webseiten mit den Link-Adressen "Kopie von vorheriger Seite" ist auch wenig glücklich, auch ein "Sitemap" wäre sehr hilfreich.)

So ist's aber sehr schön, daß konkrete Pläne zur Rückbauten in früheren Zustände (539+1472 der 20er und 624+1456 der 40er) bestehen. wie auch die Rekonstruktion von c-Bw zu A-Tw.


Reinhold Kocaurek schrieb:
Fahrfähig mit Zulassung ist der Heidelberger Tw 721 mit Bw 1509, der Tw 490 mit Bw1401, der A-Tw 256
Wie ist es aber genau mit dieser Zulassung? Ich habe jetzt die Hefte der damaligen Zeitschrift "E" ausgesucht, wo über die Eröffnung der Linie 17 bzw. der Osttangente berichtet wurde. Damals waren neben der A-Tw und der KSW-Garnitur auch 670+1334+1401 präsent, aber nur der A 256 - und auch nur bei erstem Ereignis - durfte Fahrgäste befördern.

Bei Jubiläum von 2010 war ich persönlich da, und konnte sowohl mit 490+1401 als auch mit dem KSW-Tw - damals noch kein Bw dazu - reisen. Damals wurde von anwesenden Mitgliedern gesagt, daß vor allen Sonderfahrten gesonderte Zulassungen nötig sind, das tauchte auch anderswo auf. (Die vorher gesagte Kompetenzerei verrät dazu auch viel, warum auch Augsburg trotz einer umfangreichen Sammlung sich nur mit den einigen KSW's begnügen muß.)

Schlimmer dagegen, daß in den letzten 25 Jahren die Zahl der verfügbaren Altfahrzeugen sich überhaupt nicht änderte... und so'was zeigt nur äußerst selten Problemen an Vereinsarbeit. Hier kann ich mit dieser Engagement auch nichts gegen FMTM vorwerfen... aber auch objektive externe Gründen fehlen, wie Streckenstillegungen, Stadtbahnisierungen oder Abbau der Schleifen. In München trifft sich Stadtarchitektur und Strassenbahninfrastruktur gut zusammen, auch da die Bahnen nicht aus der Innenstadt komplett vertrieben wurden... schwer zu fassen, warum die zuständigen da keine tourismusfördernde Wirkung sehen.


Reinhold Kocaurek schrieb:
Unser Bestreben ist es, auf alle Fälle alle historischen Wagen & das Ersatzteillager dazu zu erhalten wie auch unser unermessliches Trambahnarchiv von Klaus Onnich, das unsere Publikationen online/Print speist. Wir können viele Angebote machen, uns wurden Hilfsangebote bis hin zu externen Abstellplätzen gemacht, jetzt müssen oft angekündigte Gespräche mit der SWM/MVG stattfinden.
Und was kann da ein potentielles Ausgang sein, was schon zu verraten sei? Die Auslagerung mancher - sowieso nicht ausstellungsfähiger und für umfangreichere Restaurierung vorgesehener - Wagen würde noch nicht das Ende der Welt sein, wenn sie an solchen Orten abgestellt werden könnte, wo daran gleichzeitig auch gearbeitet werden könnten.

Größte Frage jedoch? Ist MVG, SWM und die Stadt selbst wirklich auf einer solchen ablehnenden/ignoranten Haltung, wie es sich sieht?

Re: [M] Historische Fahrzeugsammlung gefährdet

geschrieben von: Elektofreund

Datum: 05.04.21 16:04

Hallo Herr Kocaurek

danke für diese Erläuterungen.

Ich hatte die Tage die Beiträge der MVG/SWM auf Facebook zur Lieferung des ersten U-Bahn DTW 091 gelesen und deren Antwort auf Ihre Anmerkungen zur möglicherweise bevorstehenden Verschrottung dieses DTW zunächst so verstandenen, dass 10 U-Bahnwagen erhalten werden sollen.
Erst durch Ihren Beitrag hier habe ich verstanden, dass es um 10 Trambahnwagen geht und von U-Bahn wohl überhaupt keine Rede ist. Ich kann das einfach nicht glauben/verstehen, dass man diese historischen Fahrzeuge wirklich weggeben will, die sind doch identitätsstiftend für München.
Wirklich bedauerlich, dass ausgerechnet ein Verkehrsbetrieb, der bis vor Kurzem finanziell noch verhältnismäßig gut da stand, bei Problemen sofort an die Veräußerung der historischen Sammlung denkt.

Und dass der 091 wirklich im Gespräch zur Verschrottung ist, kann ich noch gar nicht glauben...
Natürlich ist es schwer einen ca. 34 m langen U-Bahnwagen gut unterzubringen, aber das muss doch angesicht dessen Bedeutung für die Münchner Mobilitätsgeschichte möglich sein?
Wenn alle A-Wagen verschrottet sind, wird so ein Museumsfahrzeug fehlen. Dann gibts nur noch den halben 092 im Deutschen Museum.

Daher möchte ich Ihnen für Ihre Bemühungen Dank und Zuversicht aussprechen.

Freundliche Grüße aus München.
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