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[K] Designentwurf eines Studenten für den KVB-Netzplan

geschrieben von: UK

Datum: 02.04.21 09:05

Gerade im Netz beim Express gefunden:

[www.express.de]

Aus dem Artikel:


https://www.express.de/image/38248326/max/600/450/ff91454262a1cea230965be058e91ef4/oQ/plan-visualisiert.jpg
Auf der Website des Designers findet sich der Plan auch in lesbarer Auflösung:

[www.b-schmitz.com]
Gefällt mir gut, ist mMn nicht nur schöner, sondern auch übersichtlicher so mit Ring- und Gürtellinien als (Halb-) Kreise.
Nur schade, dass die S-Bahnen fehlen.

PS: Auch gut, dass er die Barrierefreiheitssymbole von der Logik her umgekehrt hat. Er zeigt Rollstuhlsymbole nur noch als Warnung an den Haltestelken an, bei denen es KEINEN barrierefeien Zugang gibt. Das macht mehr Sinn und spart eine große Anzahl überflüssiger Piktogramme.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.21 09:53.

anders ! - besser ?

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 02.04.21 10:34

Stell dir vüür - de Mauritiuskirch steht am Ring, also am Hohenstaufenring.

Und von der Stegerwaldsiedlung bis zum Rhing iss et @#$%& wig ze loofe - un wenn die Bahn op dr Düx-Müllerer widderkütt, passt das Bildcher nit mie

Cölle is hat mieh, vill mieh als nur ne Punkt innder Mitte.
Et jitt Lück, die heiße zwar Schmitz, äver die denken wie ne Pimok ...
Guten Morgen,

könnte es sein, daß sich der Student zu seinem Plan von diesem Vorbild hat »inspirieren« lassen?

[www.tubemapcentral.com]

Auf der Seite tubemapcentral.com von Maxwell Roberts gibt es noch viel mehr interessant designte Pläne. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Der Kölner Plan stammt aus dem Jahr 2016 und enthält übrigens auch die S-Bahn Linien.

Frohe Ostern
Werner
Hallo,

auf den ersten Blick dachte ich: genial übersichtlich! Bei genauerem Hinsehen ging mir aber durch den Kopf, ob es für Fahrgäste nicht hilfreich wäre, auch auf dem Plan zu erkennen, dass die Linien 7 und 16 abschnittsweise am Rhein entlang fahren!

Gruß
Klaus
>Student
>Liniennetzplan

Hoffe mal, er wird nicht als Nerd, Autist oder sonstwas mit Inselbegabung verschrien. Zumindest der allgemeine deutsche Michel würde nur den Verkehrsplaner als legitim betrachten, alles andere sind doch bloß Kellerkinder! xD

Edit: Sage natürlich nicht, dass es schaisse ist. Sieht sogar sehr übersichtlich, sauber und drückt mit ner Art und Weise, die an den Minimalismus erinnert, die wichtigsten Informationen aus.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.21 12:29.
Klaus Groß schrieb:
Hallo,

auf den ersten Blick dachte ich: genial übersichtlich! Bei genauerem Hinsehen ging mir aber durch den Kopf, ob es für Fahrgäste nicht hilfreich wäre, auch auf dem Plan zu erkennen, dass die Linien 7 und 16 abschnittsweise am Rhein entlang fahren!

Gruß
Klaus
Genau das dachte ich mir auch. Übersichtlich ist der Plan definitiv. Keine Frage. Diese geografische Sache stört mich aber auch. Zum Beispiel das die S-Bahn vom Deutzer Bahnhof nach Weiden so wirkt, als würde sie einen großen Umweg in den Norden nehmen. Das die Fahrt mit der S-Bahn mit 16 Minuten, im Vergleich zu 38 Minuten mit der Linie 1, wesentlich schneller ist kommt auf dem aktuellem Plan besser durch.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.21 13:47.
RWDeisser schrieb:
Guten Morgen,

könnte es sein, daß sich der Student zu seinem Plan von diesem Vorbild hat »inspirieren« lassen?

[www.tubemapcentral.com]

Auf der Seite tubemapcentral.com von Maxwell Roberts gibt es noch viel mehr interessant designte Pläne. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Der Kölner Plan stammt aus dem Jahr 2016 und enthält übrigens auch die S-Bahn Linien.

Frohe Ostern
Werner
Von Moskau geklaut, würde ich sagen.

[www.metro.ru]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.21 14:12.
Elztalbahn schrieb:
Auf der Website des Designers findet sich der Plan auch in lesbarer Auflösung:

[www.b-schmitz.com]
Was mir an der Arbeit des Studenten besonders gefällt, ist die stärkere Herausstellung der Linienfarben. Im untersten Slider ist gezeigt, wie die Linienbezeichnungen an den Ausgängen und Treppen durch jene in den entsprechenden Farben aus dem Liniennetzplan ausgetauscht wurden. Ich finde das deutlich angenehmer und übersichtlicher als die schwarzen Kästen mit der weißen Zahl drin. Ebenso gefallen mir die Linienbänder für die Linien 3, 4 und 5 mit Angabe von Fahrzeiten.

Das ist eine der Sachen, die mir bei meinen Besuchen in Wien bisher immer aufgefallen ist: Dort sind alle U-Bahn-Linien eindeutig und überall durch ihre Linienfarbe gekennzeichnet, u.a. an den Stationseingängen oder auch bei Verbindungstreppen zwischen den verschiedenen Linien. Diesen Ansatz könnte man von mir aus deutlich mehr im Kölner Netz übernehmen und etwas mehr Farbe auf die Schilder bringen. Theoretisch möglich wäre auch eine farbliche Darstellung der Liniennummer auf den Fahrzeugen, wie es z.B. in Freiburg der Fall ist. Dass man dafür natürlich sämtliche Zielanzeiger austauschen müsste, ist mir aber auch klar.
Ich fänds auf jeden Fall besser und übersichtlicher so, ejal ob der Schmitze Jung dat vun 2016 jekläut hät...

An der S-Bahn müsste man jedoch tatsächlich noch etwas feilen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.21 18:28.

Vorsicht mit zuviel Geometrie!

geschrieben von: nozomi07

Datum: 02.04.21 19:00

Schön, dass er sich grundlegend Gedanken gemacht hat, und verschiedene Geometrien vergleicht. Da versteht sich jemand in Grafikdesign.

Dennoch halte ich nichts davon, ein Netz krampfhaft in eine Geometrie zu pressen. Das sieht zwar ästhetisch aus - aber findet man sich wirklich besser zurecht? In Köln mag das gehen mit den konzentrischen Kreisen, aber schon östlich des Rheins wirkt es gekünstelt und entspricht nicht mehr der Topographie. Es gab ähnliche Entwürfe für andere Städte, da wars einfach nur grauenhaft.

Man schaue sich den Liniennetzplan von London an, dem Prototypen des Liniennetzplan-Designs! Schlicht geordnet, aber eben nicht zwanghaft eine Fremd-Geometrie übergestülpt. Die Linien verlaufen, wie sie nun mal verlaufen, und die Lage von Linien zur Themse ist korrekt und erleichtert die Orientierung.

Ich finde den Entworf Octolinear weit besser. Mit 45-Grad-Winkeln ergibt sich ein aufgeräumtes Bild, der Linienverlauf lässt sich gut darstellen - und man verkünstelt sich nicht in Übergeometrisierung.
Kölnbahner schrieb:
Ich fänds auf jeden Fall besser und übersichtlicher so, ejal ob der Schmitze Jung dat vun 2016 jekläut hät...

An der S-Bahn müsste man jedoch tatsächlich noch etwas feilen.
An der S-Bahn müsste man aber auch heute schon etwas feilen. Warum gibt es in Köln separate Liniennetzschemata für Stadtbahn und S-Bahn? In anderen Städten schafft man es, die Pläne gleichwertig zu integrieren.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.21 19:22.

London

geschrieben von: U-Bahnfreund

Datum: 02.04.21 19:58

nozomi07 schrieb:
Man schaue sich den Liniennetzplan von London an, dem Prototypen des Liniennetzplan-Designs! Schlicht geordnet, aber eben nicht zwanghaft eine Fremd-Geometrie übergestülpt. Die Linien verlaufen, wie sie nun mal verlaufen, und die Lage von Linien zur Themse ist korrekt und erleichtert die Orientierung.
Den heutigen Londoner Netzplan ([content.tfl.gov.uk]) als Vorbild zu bezeichnen, ist aber auch gewagt. Voll gestopft mit unübersichtlichen Tarifzonen (am besten ist ja die Zone "2/3" oder auch die "London Trams fare zone", die sich durch die genummerten Zonen durchschlängelt), unnötigen Linien wie die Emirates Air Line (die werden wohl die wenigsten als Verbindung von A nach B nutzen, ist ja eher eine Touristenattraktion) und die Thameslink-Linie ist ja einfach nur verwirrend. Viele wichtige Vorortbahnen fehlen auch auf der Karte.

Geographisch richtig ist die Londoner Karte auch nicht: die Kurve der Themse ist verschoben (Westminster zum Beispiel ist in echt westlich von Waterloo, nicht nördlich), Paddington ist einfach falsch geordnet (die Bakerloo Line hält auf der Seite wo die Circle & District-Station ist, nicht auf der Seite mit der Circle & H&C-Station) und beispielsweise auch visuell weit von Lancaster Gate (Central Line) entfernt, was in echt direkt um die Ecke ist. Es gibt noch viele andere solche Beispiele. In der „Netzplanzeichnercommunity“ ist der Londoner Netzplan mittlerweile recht verpönt.

Es grüßt der U-Bahnfuchs :)
cinéma schrieb:
Kölnbahner schrieb:
Ich fänds auf jeden Fall besser und übersichtlicher so, ejal ob der Schmitze Jung dat vun 2016 jekläut hät...

An der S-Bahn müsste man jedoch tatsächlich noch etwas feilen.
An der S-Bahn müsste man aber auch heute schon etwas feilen. Warum gibt es in Köln separate Liniennetzschemata für Stadtbahn und S-Bahn? In anderen Städten schafft man es, die Pläne gleichwertig zu integrieren.
Gibt´s doch, wenn auch wegen des fragmentarischen S-Bahnnetzes einschließlich der Regionalbahnen. Aber je mehr Linien man auf den Plänen hat, desto unübersichtlicher werden sie zwangsläufig. Wenn man es auf die Spitze treibt, kommt so ein Chaos dabei raus. Man kann nicht alles haben.
Nein, dieser Plan ist eben nicht das, was sein sollte. Die S-Bahnen müssen in das differenzierte Farbschema aufgenommen werden, woanders geht das auch.

Re: London

geschrieben von: nozomi07

Datum: 03.04.21 01:23

U-Bahnfreund schrieb:
Den heutigen Londoner Netzplan ([content.tfl.gov.uk]) als Vorbild zu bezeichnen, ist aber auch gewagt. Voll gestopft mit unübersichtlichen Tarifzonen (am besten ist ja die Zone "2/3" oder auch die "London Trams fare zone", die sich durch die genummerten Zonen durchschlängelt), unnötigen Linien wie die Emirates Air Line (die werden wohl die wenigsten als Verbindung von A nach B nutzen, ist ja eher eine Touristenattraktion) und die Thameslink-Linie ist ja einfach nur verwirrend. Viele wichtige Vorortbahnen fehlen auch auf der Karte.

Geographisch richtig ist die Londoner Karte auch nicht: die Kurve der Themse ist verschoben (Westminster zum Beispiel ist in echt westlich von Waterloo, nicht nördlich), Paddington ist einfach falsch geordnet (die Bakerloo Line hält auf der Seite wo die Circle & District-Station ist, nicht auf der Seite mit der Circle & H&C-Station) und beispielsweise auch visuell weit von Lancaster Gate (Central Line) entfernt, was in echt direkt um die Ecke ist. Es gibt noch viele andere solche Beispiele. In der „Netzplanzeichnercommunity“ ist der Londoner Netzplan mittlerweile recht verpönt.
Das sind jetzt aber alles Details des Londoner Plans. Mir ging es um den Grundsatz: Man presst nicht alles zwanghaft in eine Geometrie. Sondern orientiert sich - stark schematisiert - an der Topografie. Niemand käme auf die Idee, die Circle Line zum Kreis zu formen, es würde keine Üersicht bringen.
Also mir gefällt der Entwurf sehr gut. Aber in der Außendarstellung kennen wir ja alle die „Kölner Verkehrsbehörde“, da wird kein Wert drauf gelegt. Der Zustand der Bahnen in Köln sagt einiges aus, wenn Frontscheiben mit Klebeband abgedichtet werden und über die Farbgebung innen brauchen wir gar nicht zu sprechen.

Auch die durchgeknallten Tickertexte regen mich regelmäßig auf. Statt auf den Punkt zu kommen, wird endlos gelabert. Die Fahrgäste stehen bei der KVB an letzter Stelle. Darum heißt die Haltestelle Rathaus auch Rathaus, weil tägliche tausende Menschen ins Rathaus wollen und nicht etwa zum „Alter Markt“.
flexi_swift schrieb:
Darum heißt die Haltestelle Rathaus auch Rathaus, weil tägliche tausende Menschen ins Rathaus wollen und nicht etwa zum „Alter Markt“.
Man könnte die Haltestelle ja alternierend bezeichnen: Von Freitag abend bis Montag früh Alter Markt und von Montag morgen bis Freitag nachmittag Rathaus. Das käme vermutlich den Fahrgastzielen am nächsten. Es ist numal nicht überall möglich, alle wichtigen Ziele in den Haltestellennamen zu packen. Dann könnte man auch Dom/Hbf./Hohe Str. nehmen oder Ebertplatz/Eigelstein/Agnesviertel oder Zoo/Flora/Rheinseilbahn. Oder man macht es so wie in manchen Städten, dass die Namen der Haltestellen nichts mit der Topographie zu tun haben. Dann steigt man an der Haltestelle Konrad Adenauer von der 9 in die 18 um oder steigt bei Bläck Fööss aus, wenn man zum Uni-Center möchte. Die Haltestelle am Rathaus hieße dann selbstverständlich Agrippina, um der Stadtgründerin zu danken.
Gernot schrieb:
Es ist numal nicht überall möglich, alle wichtigen Ziele in den Haltestellennamen zu packen. Dann könnte man auch Dom/Hbf./Hohe Str. nehmen oder Ebertplatz/Eigelstein/Agnesviertel oder Zoo/Flora/Rheinseilbahn.

In Bonn gibt es das reichlich und ohne Sinn:
- Heussallee/Museumsmeile/WCCB
- Bonn-West/August Macke Haus
- Hochkreuz/Deutsches Museum Bonn

Die Fußwege sind meist sehr lang zu den Attraktionen. Keine Ahnung, was die langen Haltestellennamen bezwecken sollen.
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