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Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: sukram01

Datum: 23.02.21 06:39

Allem Anschein nach ist es hier noch nicht veröffentlicht worden, deshalb mache ich das jetzt: Die Stadt Essen soll eine neue oberirdische Straßenbahnstrecke durch die Innenstadt erhalten:

* [www1.wdr.de]

Nach 50 Jahren Gleisabstinenz sollen nun wieder Straßenbahnen am Essener Hauptbahnhof rollen und das schon in vier Jahren.

Eventuell der Hintergrund für die Aktion: Gerade in Essen kommen die Anlagen der U-Bahn allmählich in die Jahre; der Sanierungsstau ist ehrlich gesagt gigantisch. Da bittet es sich geradezu an, eine neue Straßenbahnstrecke durch die Innenstadt zu bauen als erneut Milliarden (!) im Untergrund zu versenken.

Guter Gruß aus dem frühlingshaften Kohlenpott

--
Markus

Museumsbahnhof Lette im Netz:
[www.bahnhof-lette.de]

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Plutone

Datum: 23.02.21 07:03

sukram01 schrieb:
Allem Anschein nach ist es hier noch nicht veröffentlicht worden, deshalb mache ich das jetzt: Die Stadt Essen soll eine neue oberirdische Straßenbahnstrecke durch die Innenstadt erhalten:

* [www1.wdr.de]

Nach 50 Jahren Gleisabstinenz sollen nun wieder Straßenbahnen am Essener Hauptbahnhof rollen und das schon in vier Jahren.

Eventuell der Hintergrund für die Aktion: Gerade in Essen kommen die Anlagen der U-Bahn allmählich in die Jahre; der Sanierungsstau ist ehrlich gesagt gigantisch. Da bittet es sich geradezu an, eine neue Straßenbahnstrecke durch die Innenstadt zu bauen als erneut Milliarden (!) im Untergrund zu versenken.

Guter Gruß aus dem frühlingshaften Kohlenpott

--
Markus
Heißt das im Umkehrschluss, dass die U-Bahn nicht mehr saniert wird oder kann sie nur nicht noch weiter ausgebaut werden für die Aufnahme weiterer Linien?
Verkehrlich sind die Stadtbahn-Strecken dort, wo sie umgesetzt wurden, ja durchaus ein wichtiger Verkehrsfaktor (wenn auch teuer erkauft).

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 23.02.21 07:25

Hej,

Plutone schrieb:
Heißt das im Umkehrschluss, dass die U-Bahn nicht mehr saniert wird oder kann sie nur nicht noch weiter ausgebaut werden für die Aufnahme weiterer Linien?
Verkehrlich sind die Stadtbahn-Strecken dort, wo sie umgesetzt wurden, ja durchaus ein wichtiger Verkehrsfaktor (wenn auch teuer erkauft).
es geht ja um die Straßenbahn und hier ist der Tunnel zwischen Berliner Platz und Porscheplatz äh Rathaus natürlich überlastet.

Deshalb soll als Entlastung die oberirdische Strecke wieder aufgebaut werden, denn ein Ausbau ist hier kaum bis gar nicht möglich möglich.

Gruß
Tz 4683
___________________

Mein Youtube-Kanal: [www.youtube.com]

Mein Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]
Heizlokführer schrieb:
siehe Betreffzeile
und? Darf das hier nicht stehen oder warum musst du hier wie klein Fritzchen rufen "Herr Lehrer, ich weiß was?"

Zum einen gibt es zur Benachrichtigung der Moderation die Schaltfläche "Beitrag melden", ganz diskret.

Und wenn die Berliner U-Bahn hier stehen darf, wieso soll es nicht auch die Essener Straßenbahn?

(und ansonsten: ich finde beides hier durchaus nicht richtig aufgehoben, aber das ist meine Meinung und keine Handlungsanweisung.)

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Heizlokführer

Datum: 23.02.21 07:37

ist eine olle Kamelle und gehört ins HiFo,

alter YouTube-Fund-Imagefilm dazu von vor fast halbes Jahrhundert siehe [youtu.be]


Tz 4683 schrieb:
Hej,

Plutone schrieb:
Heißt das im Umkehrschluss, dass die U-Bahn nicht mehr saniert wirds geht ja um die Straßenbahn und hier ist der Tunnel zwischen Berliner Platz und Porscheplatz äh Rathaus natürlich überlastet.
Deshalb soll als Entlastung die oberirdische Strecke wieder aufgebaut werden, denn ein Ausbau ist hier kaum bis gar nicht möglich möglich.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ober-Rodener

Datum: 23.02.21 08:57

Heizlokführer schrieb:
ist eine olle Kamelle und gehört ins HiFo,

alter YouTube-Fund-Imagefilm dazu von vor fast halbes Jahrhundert siehe [youtu.be]



21 Jahre sind noch lange kein halbes Jahrhundert! Dummes Zeug.

Gruß

-OR

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 23.02.21 09:07

sukram01 schrieb:
Allem Anschein nach ist es hier noch nicht veröffentlicht worden, deshalb mache ich das jetzt: Die Stadt Essen soll eine neue oberirdische Straßenbahnstrecke durch die Innenstadt erhalten:

* [www1.wdr.de]

Nach 50 Jahren Gleisabstinenz sollen nun wieder Straßenbahnen am Essener Hauptbahnhof rollen und das schon in vier Jahren.

Eventuell der Hintergrund für die Aktion: Gerade in Essen kommen die Anlagen der U-Bahn allmählich in die Jahre; der Sanierungsstau ist ehrlich gesagt gigantisch. Da bittet es sich geradezu an, eine neue Straßenbahnstrecke durch die Innenstadt zu bauen als erneut Milliarden (!) im Untergrund zu versenken.

Guter Gruß aus dem frühlingshaften Kohlenpott

--
Markus
Wie kann es, dass das so schnell gehen soll? Keine Nimbys? Kein Planfeststellungsverfahren? Keine autovernarrten Politiker?

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 23.02.21 09:20

Plutone schrieb:
Heißt das im Umkehrschluss, dass die U-Bahn nicht mehr saniert wird oder kann sie nur nicht noch weiter ausgebaut werden für die Aufnahme weiterer Linien?
Verkehrlich sind die Stadtbahn-Strecken dort, wo sie umgesetzt wurden, ja durchaus ein wichtiger Verkehrsfaktor (wenn auch teuer erkauft).

Das heißt es natürlich nicht. Die ganzen Linien, die die Essener Innenstadt unterqueren, bekommst du nicht mal so eben aus dem Tunnel heraus. Also wird man auch weiterhin die Tunnelanlagen in Schuss halten müssen.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 23.02.21 09:24

traktionsumrichter schrieb:
Wie kann es, dass das so schnell gehen soll? Keine Nimbys? Kein Planfeststellungsverfahren? Keine autovernarrten Politiker?

Das wird sich zeigen, aber die letzte neue Strecke (109) ist ja auch recht schnell umgesetzt worden. Es fängt ja schon einmal damit an, dass beim letzten Mal sich keiner weggeduckt hat, um die Entscheidung den Bürger zu überantworten. So etwas führt erwartungsgemäß zu einem Projektstopp. Ich rechne damit, dass das auch dieses Mal nicht passieren wird. Aber das Procedere mit Planfeststellung, Einwendungen und Prozessen wird natürlich ablaufen wie immer. Man mag jetzt hoffen, dass die Betroffenen die Straßenbahn eher als Chance denn als Risiko betrachten werden.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 23.02.21 09:28

sukram01 schrieb:
Allem Anschein nach ist es hier noch nicht veröffentlicht worden, deshalb mache ich das jetzt: Die Stadt Essen soll eine neue oberirdische Straßenbahnstrecke durch die Innenstadt erhalten:

* [www1.wdr.de]

Nach 50 Jahren Gleisabstinenz sollen nun wieder Straßenbahnen am Essener Hauptbahnhof rollen und das schon in vier Jahren.

Eventuell der Hintergrund für die Aktion: Gerade in Essen kommen die Anlagen der U-Bahn allmählich in die Jahre; der Sanierungsstau ist ehrlich gesagt gigantisch. Da bittet es sich geradezu an, eine neue Straßenbahnstrecke durch die Innenstadt zu bauen als erneut Milliarden (!) im Untergrund zu versenken.

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--
Markus
Wo siehst du denn da eine Versenkung von Milliarden? Oder überhaupt eine direkte Verbindung zu dem Projekt? Die Tunnel sind nun einmal da und müssen instand gehalten werden, vor allem in Sachen Sicherheitstechnik. Es wird aber natürlich kein neuer gebaut, und meines Wissens wird genau eine Linie den Tunnel verlassen - wenn überhaupt.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 23.02.21 09:59

Ruhri schrieb:
dass die Betroffenen die Straßenbahn eher als Chance denn als Risiko betrachten werden.
Jetzt ist die Frage, wie lange das Vorhaben schon bekannt ist bzw. auf der Agenda steht. Jetzt beginnt ja theoretisch die heiße Phase. Die meisten Nimbys werden erst immer zuletzt aktiv, wenn es ernst wird. Führt die Straßenbahn dann künftig durch ein Stadtpanzerfahrergebiet? Dann stehen die Chancen leider schlecht für einen erfolgreichen Ausbau.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 23.02.21 10:01

Wäre ja auch extrem dumm den Tunnel stillzulegen. Der wird gerade erst saniert (Philharmonie bekommt Aufzüge und Brandschutzausbau, sowie einen zweigeteilten Bahnsteig für Niederflur und Hochflur).

Die U Bahn ist extrem stark frequentiert. Aber das Netz reicht halt nicht aus.

Wichtige These!

geschrieben von: M. Müller

Datum: 23.02.21 10:16

Ober-Rodener schrieb:
Heizlokführer schrieb:
ist eine olle Kamelle und gehört ins HiFo,

alter YouTube-Fund-Imagefilm dazu von vor fast halbes Jahrhundert siehe [youtu.be]


21 Jahre sind noch lange kein halbes Jahrhundert! Dummes Zeug.
Eine wahrlich wirklich wichtige Feststellung im Zusammenhang zur neuen CityBahn.

Das verändert die Sachlage rapide.

Re: Wichtige These!

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 23.02.21 10:20

M. Müller schrieb:
Das verändert die Sachlage rapide.

Welche denn? Das vor 21 Jahren etwas angedacht wurde, was jetzt eben nicht in der Form umgesetzt wird?

Vor ziemlich genau einem halben Jahrhundert wurde übrigens die Straßenbahn auf der Hachestr. eingestellt.

Grüße

-chriz

--
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Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 23.02.21 10:23

Ruhri schrieb:
und meines Wissens wird genau eine Linie den Tunnel verlassen - wenn überhaupt.

Und eine neue direkt außen herum geleitet. Denn es geht ja, neben der City-Tangente, auch um die Anbindung eines neuen Stadtviertels auf bisherigem Industrie-Gelände.
Davon an, sind Linien natürlich auch "Schall und Rauch" und die Zeit wird zeigen, ob nicht andere Verknüpfungen von Streckenästen doch besser sind.

Grüße

-chriz

--
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Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 23.02.21 10:27

traktionsumrichter schrieb:
Jetzt ist die Frage, wie lange das Vorhaben schon bekannt ist bzw. auf der Agenda steht. Jetzt beginnt ja theoretisch die heiße Phase. Die meisten Nimbys werden erst immer zuletzt aktiv, wenn es ernst wird. Führt die Straßenbahn dann künftig durch ein Stadtpanzerfahrergebiet? Dann stehen die Chancen leider schlecht für einen erfolgreichen Ausbau.

Wen es interessiert, der hat schon vor Jahren davon gehört. Für manche wird es zweifellos völlig überraschend sein, auch wenn die Trassenfreihaltung auf dem Berthold-Beitz-Boulevard und die Verlegung der 109 letztlich bereits zu dem Projekt dazu gehört haben.

Durch eine Villengegend wird die Strecke meines Wissens nach nicht verlaufen, und gerade am Hauptbahnhof wirkt Essen natürlich sehr deutlich wie die Großstadt, die sie nun einmal ist.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 23.02.21 10:31

Christoph Zimmermann schrieb:
Und eine neue direkt außen herum geleitet. Denn es geht ja, neben der City-Tangente, auch um die Anbindung eines neuen Stadtviertels auf bisherigem Industrie-Gelände.
Davon an, sind Linien natürlich auch "Schall und Rauch" und die Zeit wird zeigen, ob nicht andere Verknüpfungen von Streckenästen doch besser sind.

Völlig richtig, und daher bleibt abzuwarten, wie viele Züge auf wie vielen Linien am Ende in Spitzenzeiten durch die Tunnel rauschen werden.

Und natürlich waren auch in den letzten Jahren die Liniennummern und -wege nicht unveränderlich. Die Stadtbahnlinien haben munter ihre Ziele hin und her getauscht, und auf der Meterspur wurde wegen der problematischen Situation im Südtunnel sogar eine neue Linie eingeführt.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: 120 001

Datum: 23.02.21 11:04

Moijen...

Die Stadtpanzerfahrer weinen schon, weil es sollen Fahrspuren und Parkplätze wegfallen. Das geht natürlich nicht. Erst muss man den ÖPNV ausbauen, dann erst.. aber erst dann kann man dem MIV etwas wegnehmen.
Hat man ja in Düsseldorf mit den Umweltspuren gesehen. Nun stehen die Busse dort halt wieder im Stau. Wer will dann mit sowas schon fahren...

Und warum haben wir die teuren Tunnel allenthalben? Na damit die Stadt autogerecht wird... so war doch der Traum der Automania..
Wenn man bedenkt, wie es am Esssener Hbf aussah mit all den Strassenbahnen... wo überhaupt im Ruhrgebiet alles Strassenbahnen fuhren..

Wenn die heute in modernerer Form immernoch fahren würden, hätten wir manche Probleme nicht...

120 001

Drehstrom.
Alles Andere ist nur Saft!

Good Bye BR 120...

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 23.02.21 11:41

sukram01 schrieb:
Allem Anschein nach ist es hier noch nicht veröffentlicht worden, deshalb mache ich das jetzt: Die Stadt Essen soll eine neue oberirdische Straßenbahnstrecke durch die Innenstadt erhalten:
War zuletzt im Mai Thema: [www.drehscheibe-online.de]

Grüße

-chriz

--
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Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: ingo st.

Datum: 23.02.21 11:54

Historisch hat man seit 1900 alle 30 Jahre das Gleisnetz aufgrund von Verschleiß, Wachstum und Krieg erneuert und ausgebaut.
Dann kam die U-Bahn, Rückbau und der Beton und Technik ist nach 40 Jahren ein Sanierungsfall.
Da Sanierungen 10-20 Jahre dauern, bräuchte man in der City ein Parallelnetz neu oberirdisch, um temporäre Röhrenstillegungen abfangen zu können.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 23.02.21 13:55

ingo st. schrieb:
Historisch hat man seit 1900 alle 30 Jahre das Gleisnetz aufgrund von Verschleiß, Wachstum und Krieg erneuert und ausgebaut.
Dann kam die U-Bahn, Rückbau und der Beton und Technik ist nach 40 Jahren ein Sanierungsfall.
Da Sanierungen 10-20 Jahre dauern, bräuchte man in der City ein Parallelnetz neu oberirdisch, um temporäre Röhrenstillegungen abfangen zu können.
Rückbau? Beton? Da wird doch nichts rückgebaut, und so kaputt ist der Beton nun auch wieder nicht. Die Technik ist freilich ein Problem, aber die Stellwerke stehen noch nicht einmal im Tunnel.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 23.02.21 13:57

Ruhri schrieb:
aber die Stellwerke stehen noch nicht einmal im Tunnel.
Bis auf eines schon.

Grüße

-chriz

--
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Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 23.02.21 15:09

Christoph Zimmermann schrieb:
Bis auf eines schon.

Ach, doch? Dann hätte ich wohl formulieren sollen: Die Stellwerke müssen noch nicht einmal im Tunnel stehen.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Gernot

Datum: 23.02.21 15:59

Ruhri schrieb:
ingo st. schrieb:
Historisch hat man seit 1900 alle 30 Jahre das Gleisnetz aufgrund von Verschleiß, Wachstum und Krieg erneuert und ausgebaut.
Dann kam die U-Bahn, Rückbau und der Beton und Technik ist nach 40 Jahren ein Sanierungsfall.
Da Sanierungen 10-20 Jahre dauern, bräuchte man in der City ein Parallelnetz neu oberirdisch, um temporäre Röhrenstillegungen abfangen zu können.
Rückbau? Beton? Da wird doch nichts rückgebaut, und so kaputt ist der Beton nun auch wieder nicht. Die Technik ist freilich ein Problem, aber die Stellwerke stehen noch nicht einmal im Tunnel.
Irgendwie geistert hier im Forum die Mär rum, dass ein U-Bahntunnel nach 30 bis 40 Jahren für ein Schweinegeld quasi komplett neu gebaut werden müsse, weil dann alles marode ist: Tunnelwände, Gleisbett, Schienen, Signale, Oberleitung, Rolltreppen.... Komisch, dass das die U-Bahnen in Berlin, Paris oder London nicht betrifft. Und auch in Köln, wo viele Tunnelabschnitte inzwischen über 40 Jahre alt sind, habe ich bis jetzt noch nichts davon mitbekommen, dass ein Abschnitt über einen Zeitraum von mehr als 6 Wochen wegen Grundsanierung gesperrt wurde.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: hubertat

Datum: 23.02.21 16:20

Gernot schrieb:
Irgendwie geistert hier im Forum die Mär rum, dass ein U-Bahntunnel nach 30 bis 40 Jahren für ein Schweinegeld quasi komplett neu gebaut werden müsse, weil dann alles marode ist: Tunnelwände, Gleisbett, Schienen, Signale, Oberleitung, Rolltreppen.... Komisch, dass das die U-Bahnen in Berlin, Paris oder London nicht betrifft. Und auch in Köln, wo viele Tunnelabschnitte inzwischen über 40 Jahre alt sind, habe ich bis jetzt noch nichts davon mitbekommen, dass ein Abschnitt über einen Zeitraum von mehr als 6 Wochen wegen Grundsanierung gesperrt wurde.
Achso, und die laufenden Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten über den Zeitraum der Nutzung gibt es also nicht? Vielleicht wird der Tunnel nicht "real" neu gebaut, aber "faktisch" über die Dauer seiner Nutzung wohl schon. Und man braucht sich - gerade bei älteren Netzen - nur anschauen, wie lange in den genannten Städten oft Teilstrecken nicht zur Verfügung stehen. Auch in Wien waren zuletzt viele Abschnitte länger sanierungsbedingt geschlossen.

Jedenfalls ist das eine sehr gute Entscheidung, dass die Straßenbahn orderirdisch wieder ins Essener Zentrum zurückkommt, hoffentlich sind weitere Streckenausbauten dann die Folge davon!

W.

Umwelt- und Verkehrsplanung

geschrieben von: 642 642-3

Datum: 23.02.21 16:37

120 001 schrieb:Zitat:
Die Stadtpanzerfahrer weinen schon, weil es sollen Fahrspuren und Parkplätze wegfallen. Das geht natürlich nicht. Erst muss man den ÖPNV ausbauen, dann erst.. aber erst dann kann man dem MIV etwas wegnehmen.
Hat man ja in Düsseldorf mit den Umweltspuren gesehen. Nun stehen die Busse dort halt wieder im Stau. Wer will dann mit sowas schon fahren...

Und warum haben wir die teuren Tunnel allenthalben? Na damit die Stadt autogerecht wird... so war doch der Traum der Automania..
Wenn man bedenkt, wie es am Esssener Hbf aussah mit all den Strassenbahnen... wo überhaupt im Ruhrgebiet alles Strassenbahnen fuhren..

Wenn die heute in modernerer Form immernoch fahren würden, hätten wir manche Probleme nicht...
Thema Umweltspur in Düsseldorf: die Spur in Pempelfort wurde selbst von den Busfahrern als schwachsinnig bezeichnet. Ständig gurkt man hinter einem Radfahrer hinterher, während linksseitig Autos vorbeirauschen. Überholen geht nicht, weil die verbleibene Spur mit mehr Autos zurecht kommen muss als wären das einfach zwei normale Spuren. Die A46/Südpark-Spur mag für den Busverkehr vielleicht eine gute Wirkung gehabt haben, geht aber nicht ans Problem: die Leute fahren ja nicht mit dem Auto nach Düsseldorf, weil der Takt in Düsseldorf so schlecht ist. Die kommen oftmals von zu Hause schon nicht gut weg. Wie Attraktiv ist der Takt in Düsseldorf, wenn in Haan, Hilden oder Wuppertal die Busse nicht so häufig fahren, Anschlüsse fehlen oder der ÖPNV mit viel mehr Zeitaufwand verbunden ist? Hier hat man stellenweise nachgebessert - das ist gut und notwendig, um die Leute zu überzeugen. Und das geht auch ohne "Umweltspur".

Thema Umweltspur in Essen: Die Grünen haben jetzt eine tolle Idee. Man will die Wuppertaler Straße (also von der A44 nach Essen rein) zur Umweltspur ausbauen, weil sich die Busse da stauen. Die Busse, die so wichtig sind. Also die Busse, die nur alle 20 Minuten fahren - am Wochenende sogar nur halbstündlich. Den 15er Takt am Sonntag hat man vor Jahren gestrichen. Die A44 kommt von Velbert (im weiteren Verlauf aus Heiligenhaus, Ratingen und bald durchgehend bis "zur Unendlichkeit und noch viel weiter") - eine Stadt, die mit den Linien 171 und 177 von Essen aus zwei gute Verbindungslinien verloren hat. Vielleicht weil ein Stundentakt für die 171 nicht attraktiv ist und man den Zwanzigertakt auf der 177 direkt zum anrufpflichten Taxibus umgestellt hat, was die Attraktivität massiv nach unten gezogen hat - weswegen selbst der Taxibus mittlerweile nicht mehr angeboten wird. Man könnte es sich jetzt einfach machen und sagen "Ja, das war am Ende die Stadt Velbert Schuld". Könnte man. Man könnte das Vorgehen aber zum Anlass nehmen eine rein stadtbezogene ÖPNV-Planung zu Gunster einer regionalen Planung umzustellen. Der SB19 von Heiligenhaus/Wuppertal über Velbert nach Essen kann nur bedingt ein gutes Angebot sein. Auch die teils parallel verkehrende 169 hat ihre Nachteile - gerade am Sonntag mit dem Halbstundentakt. Wer von der Velberter Innenstadt oder dem Industriegebiet erst nach Langenberg muss, um dort in die nur noch halbstündliche S9 umzusteigen (der RE49 hält ja wieder nicht überall) um in gewisse Essener Bezirke zu kommen... ja. Wie lange fährt der denn noch Bus und Bahn? Doch wohl nur solange wie es notwendig ist. In den Rathäusern endet die Welt an der Stadtgrenze - also braucht es auch keine Buslinien, die über diese virtuelle Grenze fahren. Das gibt es im Ruhrgebiet sehr oft: einfach ist zu Ende. Zwischen dem Mülheimer Uhlenhorst und der ersten Duisburger Haltestelle in Neudorf liegt gar nicht mal so viel Strecke, dennoch bricht die Bahn da im Wald ab wo keiner hinmöchte. Ob das jetzt ne Bahn oder ein Bus sein muss ist ja erst mal egal. Aber wer aus dem Mülheimer Westen fährt denn erst mit schlechten Takt zum Hauptbahnhof und steigt dann in die chronisch überlasteten Regionalzüge oder die langsame 901 nach Duisburg um, wenn er die Strecke im Auto innerhalb von 10 Minuten packt?

Thema ÖPNV ausbauen: man schafft es ja nicht mal in Essen seine zur Zeit vorhandenen Mittel gut einzusetzen. Vielerorts werden Anschlüsse im Halb- oder Stundentakt knapp nicht erreicht, "weils nicht anders geht". Natürlich ginge das an vielen Stellen anders. Aber dafür müsste man den Willen haben Verbesserungen zu prüfen und umzusetzen. Das ist in Essen nicht gewollt. Wenn ich mir anschaue, dass es in Düsseldorf, Wuppertal oder anderen Städten teilweise kurze Standzeiten gibt, um Anschlüsse herzustellen, muss ich mich fragen warum das hier nicht auch so funktioniert. Vielleicht, weil man keinen Bock hat? Vielleicht, weil das Gelaber aus dem Rathaus (egals obs Bürgermeister oder die "schlauen" Menschen aus dem Verkehrsderzernat sind) nichts wert ist - und man einen gewissen Reiz bekommt, wenn man Bilder dieser Köpfe bei gewissen Veröffentlichungen sieht, welche eine heile Verkehrswelt anpreisen?


Um das auf den Punk zu bringen: das hat erst mal nichts mit Autoliebe zu tun. Und die Bonzen, die was gegen ne Straßenbahn haben, wohnen sowieso irgendwo im Essener Süden wo der ÖPNV schon an sich schlecht genug ist. Nebenbei: in Bredeney (Villa Hügel und Gebr. Albrecht dürften genug über diesen Ort sagen) ist man froh über die Straßenbahn und findet Busse sogar zu laut. Die normalen Leute würden doch, wenn der ÖPNV geil, billig und bequem wäre, diesen auch benutzen. Objektiv und auf dem Papier ist Bus und Bahn bequem. Musst dich um nichts kümmern sondern zahlst einfach nur und setzt dich rein. Videos gucken, Musik hören, schlafen, was auch immer. Bus ist morgens warm wenn er bei dir ist, Bus wird aufgeräumt wenn du schläfst. Wenn du die Wirtschaft ankurbeln willst, kannste als Stadt alle 5 Jahre neue Busse ordern. Aber solange sich die Welt nur um die eigene Stadt dreht, und selbst dieses kleine Gebiet nicht ordentlich abgedeckt wird, brauchen wir uns in einer Metropolregion doch nicht wundern, wenn die Leute lieber Auto fahren.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 23.02.21 16:54

hubertat schrieb:
Achso, und die laufenden Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten über den Zeitraum der Nutzung gibt es also nicht? Vielleicht wird der Tunnel nicht "real" neu gebaut, aber "faktisch" über die Dauer seiner Nutzung wohl schon. Und man braucht sich - gerade bei älteren Netzen - nur anschauen, wie lange in den genannten Städten oft Teilstrecken nicht zur Verfügung stehen. Auch in Wien waren zuletzt viele Abschnitte länger sanierungsbedingt geschlossen.

Diese Kosten gibt es natürlich, aber die Erhaltung der reinen Bausubstanz ist da nicht der große Kostentreiber. Zudem sind die entsprechenden Arbeiten in de Regel schnell abgeschlossen. Der Austausch von Stellwerken ist dagegen eine große Sache.

Zitat:
Jedenfalls ist das eine sehr gute Entscheidung, dass die Straßenbahn orderirdisch wieder ins Essener Zentrum zurückkommt, hoffentlich sind weitere Streckenausbauten dann die Folge davon!

W.

Sicher ist es das, aber das bedeutet natürlich nicht, die Tunnel wieder zuschütten zu wollen.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: 642 642-3

Datum: 23.02.21 16:57

hubertat schrieb:
Jedenfalls ist das eine sehr gute Entscheidung, dass die Straßenbahn orderirdisch wieder ins Essener Zentrum zurückkommt, hoffentlich sind weitere Streckenausbauten dann die Folge davon!
Ich würde mir vor allem eine/mehr Straßenbahn in Fußgängerzonen wünschen. Gerade da ist eine Straßenbahn doch eigentlich recht attraktiv... wenn ich beispielsweise nach Amsterdam schaue. Du setzt dich rein und fährst direkt zu den Läden, Sehenswüdigkeiten... musst dich nicht über mehrere Ebenen aus dem Tunnel wuchten. Es braucht keine Rolltreppen oder Aufzüge. Und es gibt weniger "dunkle" Ecken für gewisse Gestalten. Dadurch verringern sich auch Reisezeiten für den Fahrgast, weil diese teils langen Wege in den Untergrund entfallen. Natürlich ist der Betrieb dann etwas aufwändiger, weil die Züge langsamer fahren müssen als sie es in einem Tunnel könnten. In Amsterdam ist das auch mit Engstellen verbunden, wo sich Züge nur an Haltestellen begegenen können. Aber - meiner Meinung nach - mit wesentlich besserer Reisekultur und Attraktivität.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: ingo st.

Datum: 23.02.21 17:11

Ruhri schrieb:
ingo st. schrieb:
Historisch hat man seit 1900 alle 30 Jahre das Gleisnetz aufgrund von Verschleiß, Wachstum und Krieg erneuert und ausgebaut.
Dann kam die U-Bahn, Rückbau und der Beton und Technik ist nach 40 Jahren ein Sanierungsfall.
Da Sanierungen 10-20 Jahre dauern, bräuchte man in der City ein Parallelnetz neu oberirdisch, um temporäre Röhrenstillegungen abfangen zu können.
Rückbau? Beton? Da wird doch nichts rückgebaut, und so kaputt ist der Beton nun auch wieder nicht. Die Technik ist freilich ein Problem, aber die Stellwerke stehen noch nicht einmal im Tunnel.
Rückbau der oberirdischen Straßenbahnstrecken; den Beton kann man natürlich sanieren. Die Technik ist technisch am Ende oder unmodern und Ersatzteilmangel.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Andre Joost

Datum: 23.02.21 17:12

Ruhri schrieb:
Durch eine Villengegend wird die Strecke meines Wissens nach nicht verlaufen, und gerade am Hauptbahnhof wirkt Essen natürlich sehr deutlich wie die Großstadt, die sie nun einmal ist.
Der große Vorteil ist, dass es hier kaum Anwohner entlang der Neubaustrecke gibt. Also nix mit Wertvelust des Grundstücks wegen Dieselbahn hinterm Gartenzaun wie andernorts gerne genommen wird.

Straßenbahn durch die Fußgängerzone ist Schwachsinn, weil das die Bahn extrem ausbremst, und soo breit ist die Kettwiger nun auch nicht. Von der Limbecker Straße ganz zu schweigen.

Ich würde mir ja eine neue Straßenbahn von Kray über Hbf nach Haarzopf wünschen. Da gibt es reichlich Potential in den Außenästen, und das Argument des überlasteten Tunnels zählt ja zukünftig nicht mehr. Nur blöd, dass man nicht am Limbecker Platz vorbei kommt.

Gruß,
Andre Joost

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 23.02.21 18:08

Es wäre doch grundsätzlich gar kein Problem, z.B. die 109 über Limbecker Platz und HBF zu führen. Würde den Tunnel weiter entlasten.

Was Kray betrifft: Klar, total sinnvoll, die Strecke wiederherzustellen. Aber die vielen Gegenargumente, die hier ja schon häufig genannt wurden (Mittelstreifen nur mit Akku nutzbar wegen Rettungshubschrauber vs Oberleitung, Platz wird für Autobahnausbau benötigt, Krayer Einzelhändler wollen die Bahn nicht) macht mit wenig Hoffnung.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Gernot

Datum: 23.02.21 18:18

642 642-3 schrieb:
hubertat schrieb:
Jedenfalls ist das eine sehr gute Entscheidung, dass die Straßenbahn orderirdisch wieder ins Essener Zentrum zurückkommt, hoffentlich sind weitere Streckenausbauten dann die Folge davon!
Ich würde mir vor allem eine/mehr Straßenbahn in Fußgängerzonen wünschen. Gerade da ist eine Straßenbahn doch eigentlich recht attraktiv... wenn ich beispielsweise nach Amsterdam schaue. Du setzt dich rein und fährst direkt zu den Läden, Sehenswüdigkeiten... musst dich nicht über mehrere Ebenen aus dem Tunnel wuchten. Es braucht keine Rolltreppen oder Aufzüge. Und es gibt weniger "dunkle" Ecken für gewisse Gestalten. Dadurch verringern sich auch Reisezeiten für den Fahrgast, weil diese teils langen Wege in den Untergrund entfallen. Natürlich ist der Betrieb dann etwas aufwändiger, weil die Züge langsamer fahren müssen als sie es in einem Tunnel könnten. In Amsterdam ist das auch mit Engstellen verbunden, wo sich Züge nur an Haltestellen begegenen können. Aber - meiner Meinung nach - mit wesentlich besserer Reisekultur und Attraktivität.
Für den Touristen sicherlich. Aber ob das der alltägliche Pendler auch so sieht?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.21 18:19.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: 642 642-3

Datum: 23.02.21 18:46

Gernot schrieb:
642 642-3 schrieb:
hubertat schrieb:
Jedenfalls ist das eine sehr gute Entscheidung, dass die Straßenbahn orderirdisch wieder ins Essener Zentrum zurückkommt, hoffentlich sind weitere Streckenausbauten dann die Folge davon!
Ich würde mir vor allem eine/mehr Straßenbahn in Fußgängerzonen wünschen. Gerade da ist eine Straßenbahn doch eigentlich recht attraktiv... wenn ich beispielsweise nach Amsterdam schaue. Du setzt dich rein und fährst direkt zu den Läden, Sehenswüdigkeiten... musst dich nicht über mehrere Ebenen aus dem Tunnel wuchten. Es braucht keine Rolltreppen oder Aufzüge. Und es gibt weniger "dunkle" Ecken für gewisse Gestalten. Dadurch verringern sich auch Reisezeiten für den Fahrgast, weil diese teils langen Wege in den Untergrund entfallen. Natürlich ist der Betrieb dann etwas aufwändiger, weil die Züge langsamer fahren müssen als sie es in einem Tunnel könnten. In Amsterdam ist das auch mit Engstellen verbunden, wo sich Züge nur an Haltestellen begegenen können. Aber - meiner Meinung nach - mit wesentlich besserer Reisekultur und Attraktivität.
Für den Touristen sicherlich. Aber ob das der alltägliche Pendler auch so sieht?
Wenn sich an der Reisekette sonst nichts großartig an den Zeiten ändert... und wie gesagt, man kann damit ja durchaus auch Zeit sparen, weil man nicht mehrere Etagen wechseln muss. Wer am Hauptbahnhof zwischen Bus und Bahn umsteigen möchte, könnte das wesentlich schneller und auch zielgerichteter. Denn die Bushaltestellen sind durch Absperrungen und Straßen teilweise nicht direkt erreichbar und die Wege durch die untere Passage entsprechend lang. Eine Straßenbahnhaltestelle in Höhe der Post würde eine solche Problematik lösen. Nicht umsonst baut man moderne Busbahnhöfe ja so, dass die Umsteigewege sehr kurz sind. In Steele z.B. hält die Bahn in der Mitte auf einem Stumpfgleis und um dieses herum sind die Busbuchten angeordnet. Das Umsteigen funktioniert demtsprechend schnell. Zudem könnten Anschlüsse so überhaupt erst ermöglicht werden, weil der Fahrer den Anschluss ankommen sieht - bei Tunneln ist das eben nicht der Fall.

Ich will nicht bestreiten, dass eine Bahn durch die Fußgängerzone auch Nachteile hat. Einige werden bestimmt damit argumentieren, dass das viel zu gefährlich sei. Aber sie bietet eben einen gewissen Komfort in vielerlei Hinsicht und (gute Planung vorausgesetzt) wäre es zumindest eine Möglichkeit, die Innenstädte und den ÖPNV an sich wieder etwas attraktiver zu machen und aufzuwerten. . Auch wenn man die unterirdischen Haltestellen zum Teil bereits neu gestaltet hat... unter der Erde zu sein ist für einige Menschen kein schönes Gefühl und es zieht, je nach Stadtteil, auch ein gewisses Publikum an. Dazu - wie bereits gesagt - der Vorzug auf gewisse Maßnahmen verzichten zu können, die ins Geld gehen. Also Aufzüge, Fahrtreppen etc. Zudem zeigen Störungen an Stellwerken regelmäßig wie toll es sein kann, nicht oder nur bedingt darauf angewiesen sein zu müssen.

Ich hatte Amsterdam bereits angesprochen, auch in Freiburg finde ich das an sich gut. Alleine schon die direkte Umsteigemöglichkeit von den einzelnen Bahnsteigen am Hauptbahnhof zur Straßenbahnhaltestelle mit sehr kurzen Wegen... und dann direkt, nach zwei oder drei Stationen direkt an zentralen Punkten zu sein, ohne mehrfach großartig die Ebenen wechseln zu müssen. Das sind für mich auch Vorteile für den "normalen" Nutzer: schnelle und einfache Umsteigewege, welche auch dazu beitragen können Reisezeiten zu verkürzen. Schaut man sich beispielsweise die Umsteigevorgänge in Bochum am Hauptbahnhof an... gruselig. Ausgeschildert ist es, aber vieles eben auch über zwanzig Ecken, Teilebenen und so verflochten, dass man bei jedem Besuch nachdenken muss, was man da überhaupt macht. Aber ich verstehe halt auch nicht, weshalb man bei einem Verknüpfungspunkt von drei Verkehrsmitteln (Eisenbahn oben, Bus mitte, Bahn unten) auch unbedingt drei "Ebenen" für den Umstieg benötigt. Klar, jedes Verkehrsmittel benötigt seinen Platz. Aber wenn man sich am Essener Hauptbahnhof den Busbahnhof ansieht, fragt man sich, wie man nachts teilweise in 5 Minuten die Straßenseite wechseln soll um den Anschluss zu kriegen, weil dazwischen eine Straße samt Absperrung im Wege ist. Hält der Bus in der Mitte, muss man also lange zur Ampel laufen, die Phasen abwarten, teilweise benötigt es sogar mehrere Phase, und dann ist der Bus weg... Mit etwas besserer Verkehrsplanung, ohne dem Auto Fläche nehmen zu müssen, ginge das mit Sicherheit. Das würde dann sogar vielleicht sogar der Verkehrssicherheit dienen, da Autos durch andere Straßenverläufe langsamer fahren müssen. Aber gut... die Studierten in den entsprechenden Bereichen wissen was sie tun, deswegen läuft es für alle Verkehrsmittel (ÖPNV, Auto, Fahrrad, Fußgänger) in diesem Land wie am Schnürchen.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: ingo st.

Datum: 23.02.21 18:53

Fußgängerzonen sollten wegen des Online-Handel froh sein, sich und ihre Ware den Straßenbahnfahrgästen präsentieren zu können. Wenn ich drunter her fahre, aus den Augen aus dem Sinn.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Andre Joost

Datum: 23.02.21 19:13

mannibreuckmann schrieb:
Es wäre doch grundsätzlich gar kein Problem, z.B. die 109 über Limbecker Platz und HBF zu führen. Würde den Tunnel weiter entlasten.

Was Kray betrifft: Klar, total sinnvoll, die Strecke wiederherzustellen. Aber die vielen Gegenargumente, die hier ja schon häufig genannt wurden (Mittelstreifen nur mit Akku nutzbar wegen Rettungshubschrauber vs Oberleitung, Platz wird für Autobahnausbau benötigt, Krayer Einzelhändler wollen die Bahn nicht) macht mit wenig Hoffnung.
Machen wir halt nen Deckel drauf, was macht der Rettungshubschrauber dann?
Was im Westen der Stadt geht, sollte im Osten auch gehen. Und durch Kray muß man ja nicht so fahren, wie bis in die 80er. Man kann an der Sparkasse "unten" bleiben, und erst danach bis zur Rodenseelbrücke nach oben steigen, weiter auf nem Deckel bis zum Volksgarten. So erschließt man den Krayer Osten besser als mit den beiden Buslinien, und mit dem Deckel wird es auch ruhiger für die Anwohner. Geht alles, wenn man nur will.

Gruß,
Andre Joost

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: hubertat

Datum: 23.02.21 19:48

mannibreuckmann schrieb:
Was Kray betrifft: Klar, total sinnvoll, die Strecke wiederherzustellen. Aber die vielen Gegenargumente, die hier ja schon häufig genannt wurden (Mittelstreifen nur mit Akku nutzbar wegen Rettungshubschrauber vs Oberleitung, Platz wird für Autobahnausbau benötigt, Krayer Einzelhändler wollen die Bahn nicht) macht mit wenig Hoffnung.
Sind aber letztlich alles keine stichhaltigen Argumente (sondern eher Meinungen oder Ansichten), die Autobahnplanungen des Landes sind sowieso abstrus - die A52-Verlängerung nach Norden ist ja Gottseidank jetzt wohl endlich vom Tisch, dafür sollen dann einstens eine dreispurige A40 und eine durchgehend dreispurige A52 am Konten Essen Ost vereinigt werden - das kann nicht gut gehen und so kommt vielleicht die A52 nach Norden doch noch über die Hintertüre. Das kann ja wohl nicht ernsthaft das Ziel sein. Wenn man die Klimaziele ernst nähme, würde man da nur max. punktuell was tun (v. a. Lärmschutz, Einhausungen o. ä.), aber den Platz für den ÖV braucht man dafür nicht, ganz im Gegenteil.

Wenn der Akku oder Unterleitung o. ä. die technische Lösung für das rechtliche Problem ist (sofern es überhaupt besteht), dann wird es kein Aufhebens sein, weil es anderswo durchaus schon praktikabel funktioniert.

Dass Einzelhändler Investitionen für die Allgemeinheit zumeist ablehnen ist nichts Neues und ist wenig bis gar nicht mit Argument zu belegen. Aber wer halt laut schreit ...

Kurzum: verkehrlich wäre die Rückkehr der Tram nach Kray höchst notwendig, würde den Ortsteil massiv aufwerten, vom Busverkehr befreien und hätte auf jeden Fall Potential auch über Kray hinaus geführt zu werden.

Gernot schrieb:
Zitat:
642 642-3 schrieb:
hubertat schrieb:
Jedenfalls ist das eine sehr gute Entscheidung, dass die Straßenbahn orderirdisch wieder ins Essener Zentrum zurückkommt, hoffentlich sind weitere Streckenausbauten dann die Folge davon!
Für den Touristen sicherlich. Aber ob das der alltägliche Pendler auch so sieht?
Warum für den alltäglichen Pendler nicht, geht ja anderswo auch unproblematisch, man darf "oben" bleiben, kann Schaufenster gucken, hat vielleicht seine Haltestelle dann fußläufiger zu seiner Arbeitsstelle als den Ubahnhof. Sehe da jetzt nicht so ein großes Problem. Üblicherweise sorgt die oberirdische Führung für eine deutliche Belebung der Innenstädte. Und kann man es sich hierzulande halt nicht mehr vorstellen, weil es halt seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr üblich ist (Ausnahme im Osten und Einzelfälle).

Ich sehe das eigentlich nur positiv.

W.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.21 19:53.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Bernhard Martin

Datum: 24.02.21 01:11

hubertat schrieb:
Jedenfalls ist das eine sehr gute Entscheidung, dass die Straßenbahn orderirdisch wieder ins Essener Zentrum zurückkommt
Kommt sie nicht wirklich, sondern schrammt am südlichen Innenstadtrand entlang.

hubertat schrieb:
Zitat:
hoffentlich sind weitere Streckenausbauten dann die Folge davon!
Da kannst Du in Essen sehr lange hoffen bzw. getroffen bezweifeln, dass sinnvolle Strecken gebaut werden: Möglicherweise wird die westliche Verlängerung der Citytangente gebaut. Aber doch v.a., um möglichen Investoren am Beitz-Boulevard zu gefallen. Ob die dortigen hochfliegenden Pläne jemals Wirklichkeit werden, muss sich zeigen. Angesichts der vielen negativen Erfahrungen anderswo im Ruhrgebiet, halte ich Skepsis für angebracht. Entlang des 2014er Neubaustrecke hat sich bislang jedenfalls rein gar nichts getan. Vielleicht lässt sich die Verlängerung der SL 105 zum CentrO wiederbeleben. Der Essener Streckenanteil wäre aber sehr kurz. Vielleicht fahren irgendwann wieder Straßenbahnen nach Bottrop. Aber auch da geht es auf beiden Seiten der Stadtgrenze primär um Stadtentwicklungsgebiete. Die Anbindung bestehender Siedlungsschwerpunkte an die Straßenbahn steht in Essen hingegen überhaupt nicht zur Debatte. Das Thema Kray ist wieder einmal mausetot, da der Ruhrbahn-Vorstand an der Fiktion festhält, der von seinem Vorgänger eingeführte Spurbus sei doch eigentlich supertoll und viel günstiger als eine Straßenbahn, und die Kommunalpolitiker brav seinen Vorschlägen folgen...

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Bernhard Martin

Datum: 24.02.21 01:18

Die Überschrift ist doch mal wieder ein Beispiel für Propaganda seitens Stadt und Verkehrsbetrieb: Essen bekommt eben keine "City-Bahn", sondern eine "City-Tangente". Die Neubaustrecke führt am südlichsten Innenstadtrand vorbei. Die eigentliche Innenstadt sieht auch weiterhin keinen oberirdischen ÖPNV, sondern nur Busverkehr am Rande und mehr oder weniger peripher platzierte U-Bahnhöfe. Das ursprüngliche Projekt sah ab Hauptbahnhof eine Streckenführung durch die ÖPNV-seitig besonders benachteiligte südwestliche Innenstadt vor und hätte wohlwollend als "City-Bahn" bezeichnet werden können. Dieses Projekt ist aber seit dem Sieg der CDU bei der Kommunalwahl von 1999 und ihrer Fundamentalopposition in dieser Sache mausetot.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 24.02.21 08:49

ingo st. schrieb:
Rückbau der oberirdischen Straßenbahnstrecken; den Beton kann man natürlich sanieren. Die Technik ist technisch am Ende oder unmodern und Ersatzteilmangel.

Zum einen sind das alte Kamellen, denn der Bau eines Tunnels inklusive Aufgabe einer oberirdischen Bestandstrecke stehen aktuell überhaupt nicht zur Debatte. Zum anderen fallen aber bei einer Stilllegung keine großen Kosten an. Man konnte das doch zuletzt beobachten! Wird eine Strecke stillgelegt, rückt ein Bautrupp an und nimmt die Oberleitung ab. Das Gleis bleibt in der Regel jahre- oder sogar jahrzehntelang liegen und wird dann irgendwann im Rahmen einer ganz anderen Baumaßnahme mit entfernt.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 24.02.21 08:59

Andre Joost schrieb:
Der große Vorteil ist, dass es hier kaum Anwohner entlang der Neubaustrecke gibt. Also nix mit Wertvelust des Grundstücks wegen Dieselbahn hinterm Gartenzaun wie andernorts gerne genommen wird.

Genau das, wobei die Sache mit dem Wertverlust ja auch Legendenbildung ist. So fragte etwa eine mutmaßliche Hausbesitzerin in Bochum-Langendreer scheinheilig, was denn mit dem Wert ihrer Immobilie geschähe, wenn die Straßenbahn gebaut würde. Üblicherweise müsste die Dame natürlich damit rechnen, dass der Wert steigt.

Aber wie du schon sagtest: Zum Teil lebt da kaum jemand. Oder es ist dermaßen großstädtisch trubelig und laut, dass eine Straßenbahn nur eine Verbesserung sein kann.

Zitat:
Straßenbahn durch die Fußgängerzone ist Schwachsinn, weil das die Bahn extrem ausbremst, und soo breit ist die Kettwiger nun auch nicht. Von der Limbecker Straße ganz zu schweigen.

Das kommt auf den Einzelfall an, ist aber meines Wissens in Essen nicht geplant.

Zitat:
Ich würde mir ja eine neue Straßenbahn von Kray über Hbf nach Haarzopf wünschen. Da gibt es reichlich Potential in den Außenästen, und das Argument des überlasteten Tunnels zählt ja zukünftig nicht mehr. Nur blöd, dass man nicht am Limbecker Platz vorbei kommt.

Gruß,
Andre Joost

Hat der Stadtrat nicht bereits grundsätzlich beschlossen, den Spurbus durch eine Straßenbahn zu ersetzen? Es gibt da ja auch noch das alte Papier, demzufolge nach einer Beendigung des Spurbusexperiments die Straßenbahn wieder errichtet werden muss. Mit der Haltestellesituation auf der A40 ist allerdings auch niemand wirklich zufrieden. Barrierefrei ist da gar nichts. Der größte Kostentreiber für eine Modernisierung der Strecke wären also die Haltestellen. Der Umstellung auf Straßenbahnbetrieb dürften also zumindest keine finanziellen Gründe entgegen stehen.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 24.02.21 09:07

mannibreuckmann schrieb:
Es wäre doch grundsätzlich gar kein Problem, z.B. die 109 über Limbecker Platz und HBF zu führen. Würde den Tunnel weiter entlasten.

Die neue Citybahn, welche Liniennummer sie auch immer führen wird, wird definitiv am Hauptbahnhof vorbei fahren. Der Limbecker Platz bzw. Berliner Platz wären Grundlage eines neuen Projektes. Aber zu weit darf man den Tunnel auch wieder nicht entlasten, nicht dass er am Ende nicht mehr richtig ausgelastet sein wird.

Zitat:
Was Kray betrifft: Klar, total sinnvoll, die Strecke wiederherzustellen. Aber die vielen Gegenargumente, die hier ja schon häufig genannt wurden (Mittelstreifen nur mit Akku nutzbar wegen Rettungshubschrauber vs Oberleitung, Platz wird für Autobahnausbau benötigt, Krayer Einzelhändler wollen die Bahn nicht) macht mit wenig Hoffnung.

Das Argument mit der Oberleitung und den Hubschraubern erscheint mir von den Gegnern eher vorgeschoben, und Einzelhändler müssen auch schon mal zu ihrem Glück gezwungen werden. Was natürlich den Ausbau angeht, müsste man sich etwas überlegen. Vielleicht sollte man dann die auch für die U18 diskutierten Ideen verwenden und die neue Straßenbahnstrecke eine Ebene höher legen, also oberhalb der A40? Die Haltestellen sind sowieso völlig veraltet und müssten dringend neu gemacht werden.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 24.02.21 09:16

642 642-3 schrieb:
[...]
Schaut man sich beispielsweise die Umsteigevorgänge in Bochum am Hauptbahnhof an... gruselig. Ausgeschildert ist es, aber vieles eben auch über zwanzig Ecken, Teilebenen und so verflochten, dass man bei jedem Besuch nachdenken muss, was man da überhaupt macht. Aber ich verstehe halt auch nicht, weshalb man bei einem Verknüpfungspunkt von drei Verkehrsmitteln (Eisenbahn oben, Bus mitte, Bahn unten) auch unbedingt drei "Ebenen" für den Umstieg benötigt.

[...]

Ja, angeblich laufen unten in der Stadtbahnstation Zombies herum, die beim Versuch, das richtige Gleis oder den Ausgang zu finden, verdurstet und verhungert sind. ;-)

Na ja, Scherz beiseite, wer Lesen kann, ist klar im Vorteil. Den einen oder anderen Duisburger U-Bahnhof (Hbf und König-Heinrich-Platz) finde ich da viel schlimmer.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: M6D

Datum: 24.02.21 09:23

Der "Einzelhandel" besteht in Kray mittlerweile fast nur noch aus Fressbuden und Trinkhallen.
Der Takt, die Auslastung, die Trasse: Alles spricht für eine Straßenbahn ...

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: MSS

Datum: 24.02.21 11:32

Erfreuliche nachrichten!

Natürlich gibt es hier bei DSO haptsächlich skeptische Reaktionen und viel Polemik, statt sich einfach zu freuen das es der Strassenbahn in Essen gut geht.

MFG
Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
NEUESTEN BILDER:[mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 24.02.21 11:35

MSS schrieb:
Erfreuliche nachrichten!

Natürlich gibt es hier bei DSO haptsächlich skeptische Reaktionen und viel Polemik, statt sich einfach zu freuen das es der Strassenbahn in Essen gut geht.
Du weißt, wie es ist: Es könnte immer noch besser sein!

Es sei daher einmal festgehalten, dass die Essener Stadtführung offensichtlich am System Straßenbahn festhalten will, und das auch mit oberirdischen Neubaustrecken.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Hamsti1155

Datum: 24.02.21 16:59

Ein Beispiel warum ich mit dem Auto fahre.

Ich muß beruflich einmal die Woche nach Velbert in die Losenburg.

Mit dem Auto bin ich in rund 25min da.

Nun zum ÖPNV.

Zuerst kann ich mit der U 18 bis Essen Hbf fahren. Der Takt ist wunderbar. alle 10min.
Dann muß ich nach Bredeney. Mit den Linien 107/108 an sich eine tolle Verbindung.
Jetzt geht es los.
Weiter mit der 169 nach Velbert. Die fährt nur alle 20min. Man steht also am Hbf. und hofft das die 108 pünktlich ist, ist sie das nicht, habe ich 20min Zeit in Bredeney zu überlegen ob ich das noch einmal mache. Die Antwort ganz klar Nein!
Aber mal angenommen ich komme pünktlich an. Bis zur Haltestelle Velbert Kettwiger Straße würde es noch ganz gut klappen. Dort angekommen muß man feststellen, das der Bus in die Losenburg nur noch stündlich fährt. Das führt dazu, das ich entweder viel zu früh ankomme oder zu spät.

Mit dem bekannten Linienweg wäre ich bis zur Hufelandstraße in Velbert rund 1:32min unterwegs. Mit dem SB 19 geht es etwas schneller, das liegt die netto Fahrzeit zwischen 1:12 und 0:59min. Kommen dann noch Fußwege von rund 20min zusammen, bleibt das Auto der ganz klare Gewinner.

Und jetzt mal fiktiv. Die 108 fährt alle 10min bis Velbert. Und die Busse ins Wohnviertel fahren alle 20min. perfekt.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: esTranvia

Datum: 24.02.21 17:26

Da muss ich Dir voll beipflichten! Man muss den MIV massiv und bewusst beschneiden, damit die Autolobby endlich merkt, dass nur ein guter ÖPNV die Innenstädte lebenswert macht. Die Straßenbahn muss weitgehend unabhängige Fahrspuren bekommen,die dem MIV weggenommen werden müssen. So wird's in zivilisierten Ländern wie z.B. Frankreich gemacht. Ein guter ÖPNV muss endlich Bestandteil der Daseinsvorsorge werden,aber dieses Wort passt ins Vokabular des von der Autolobby beherrschten Kapitalismus.
Gruß Mani

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Andre Joost

Datum: 24.02.21 20:47

Ruhri schrieb:
Das Argument mit der Oberleitung und den Hubschraubern erscheint mir von den Gegnern eher vorgeschoben,
Zumal es ja mittlerweile auch Autobahnen mit Oberleitung für LKW gibt. Braucht man da niemals Rettungshubschrauber? Oder ging es da nur ums Abgreifen von Fördergeldern, genauso wie beim Spurbus mit und ohne Oberleitung in Essen?

Gruß,
Andre Joost

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Lukas Gremer

Datum: 25.02.21 00:01

Andre Joost schrieb:
[...]

[D]urch Kray muß man ja nicht so fahren, wie bis in die 80er. Man kann an der Sparkasse "unten" bleiben, und erst danach bis zur Rodenseelbrücke nach oben steigen, weiter auf nem Deckel bis zum Volksgarten. So erschließt man den Krayer Osten besser als mit den beiden Buslinien, und mit dem Deckel wird es auch ruhiger für die Anwohner. Geht alles, wenn man nur will.

Gruß,
Andre Joost
Ich würde mich da nicht vorzeitig festnageln, auch eine Blockumfahrung zum Bahnhof Kray-Nord hätte ihre Vorteile. So könnte man von dort später weiter Richtung Norden entlang der Rotthauser Straße nach Gelsenkirchen weiterbauen, wo ebenfalls hohes Fahrgastpotenzial besteht. (Es gab vor mehreren Jahren auch mal die Überlegung seitens der Stadt GE, ob man Rotthausen nicht wieder ans Straßenbahnnetz anbinden könnte).

Und selbst wenn es nicht dazu kommen sollte, bietet der Bahnhof Kray doch gute Umsteigemöglichkeiten, zumal auch die Rheinische Bahn zwischen Essen und Bochum möglicherweise reaktiviert werden soll.

Gruß,
Lukas

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 25.02.21 07:59

Lukas Gremer schrieb:
zumal auch die Rheinische Bahn zwischen Essen und Bochum möglicherweise reaktiviert werden soll.

Wo hast du das her? Da wird der Radschnellweg gebaut.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 25.02.21 08:00

Christoph Zimmermann schrieb:
Lukas Gremer schrieb:
zumal auch die Rheinische Bahn zwischen Essen und Bochum möglicherweise reaktiviert werden soll.

Wo hast du das her? Da wird der Radschnellweg gebaut.
Und von Kray nach Rotthausen fährt zur Zeit alle 20 Minuten ein Bus, zumeist solo. Da sehe ich jetzt auch nicht direkt Straßenbahnpotential.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: ingo st.

Datum: 25.02.21 08:19

Andre Joost schrieb:
Ruhri schrieb:
Das Argument mit der Oberleitung und den Hubschraubern erscheint mir von den Gegnern eher vorgeschoben,
Zumal es ja mittlerweile auch Autobahnen mit Oberleitung für LKW gibt. Braucht man da niemals Rettungshubschrauber? Oder ging es da nur ums Abgreifen von Fördergeldern, genauso wie beim Spurbus mit und ohne Oberleitung in Essen?

Die Oberleitungsautobahnen sind Forschungsvorhaben mit vereinfachtem Genehmigungsverfahren, Gebaut von DB Netz wie 1933ff.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 25.02.21 08:31

Hamsti1155 schrieb:
Ein Beispiel warum ich mit dem Auto fahre.

Ich muß beruflich einmal die Woche nach Velbert in die Losenburg.

Mit dem Auto bin ich in rund 25min da.

Nun zum ÖPNV.

[...]

Bei Velbert denke ich automatisch an die S9. Wie sähe es damit aus?

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Hamsti1155

Datum: 25.02.21 10:49

Ruhri schrieb:
Hamsti1155 schrieb:
Ein Beispiel warum ich mit dem Auto fahre.

Ich muß beruflich einmal die Woche nach Velbert in die Losenburg.

Mit dem Auto bin ich in rund 25min da.

Nun zum ÖPNV.

[...]
Bei Velbert denke ich automatisch an die S9. Wie sähe es damit aus?

Velbert Losenburg liegt eher Richtung Heiligenhaus. Da hilt die S 9 die leider auch nur alle 30min fährt leider nicht weiter. das wird in Velbert im übrigen stark kritisiert. Ebenso die schlechte Verbindung nach Essen.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Amzfriend

Datum: 25.02.21 15:02

Hamsti1155 schrieb:
Ruhri schrieb:
Hamsti1155 schrieb:
Ein Beispiel warum ich mit dem Auto fahre.

Ich muß beruflich einmal die Woche nach Velbert in die Losenburg.

Mit dem Auto bin ich in rund 25min da.

Nun zum ÖPNV.

[...]
Bei Velbert denke ich automatisch an die S9. Wie sähe es damit aus?

Velbert Losenburg liegt eher Richtung Heiligenhaus. Da hilt die S 9 die leider auch nur alle 30min fährt leider nicht weiter. das wird in Velbert im übrigen stark kritisiert. Ebenso die schlechte Verbindung nach Essen.


Die S 9 ist nur für Reisende aus dem Osten von Velbert halbwegs nutzbar und muss so oder so erst einmal auf der Straße - teils recht umständlich - erreicht werden. In der Mitte und im Westteil von Velbert und erst recht in Heiligenhaus ist trotz der hohen Bevölkerungszahl quasi SPNV-Niemandsland, was weiter westlich erst wieder durch die S 6 aufgehoben wird. Aber auch da muss man erst einmal umständlich auf der Straße hin (oder zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad auf der ehemaligen Niederbergbahn). Das landschaftlich schöne Eckchen dort hat meines Erachtens eines der höchsten Potentiale für Schienenverkehr, aber mit der Circle-Line ist wohl nicht mehr zu rechnen.

Gruß, Amzfriend

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 25.02.21 15:20

Amzfriend schrieb:
Die S 9 ist nur für Reisende aus dem Osten von Velbert halbwegs nutzbar und muss so oder so erst einmal auf der Straße - teils recht umständlich - erreicht werden. In der Mitte und im Westteil von Velbert und erst recht in Heiligenhaus ist trotz der hohen Bevölkerungszahl quasi SPNV-Niemandsland, was weiter westlich erst wieder durch die S 6 aufgehoben wird. Aber auch da muss man erst einmal umständlich auf der Straße hin (oder zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad auf der ehemaligen Niederbergbahn). Das landschaftlich schöne Eckchen dort hat meines Erachtens eines der höchsten Potentiale für Schienenverkehr, aber mit der Circle-Line ist wohl nicht mehr zu rechnen.

Gruß, Amzfriend

Ich nehme einmal an, die S6 zwischen Hauptbahnhof und etwa Werden zu nehmen, bringt dann auch nicht so viel, oder?

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Andre Joost

Datum: 25.02.21 18:29

Ruhri schrieb:
Ich nehme einmal an, die S6 zwischen Hauptbahnhof und etwa Werden zu nehmen, bringt dann auch nicht so viel, oder?
Nein, die Bushaltestelle nach Velbert liegt ziemlich weit weg vom Bahnsteig, und der Schnellbus hält dort auch nicht.

Gruß,
Andre Joost

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 26.02.21 09:00

Es stellt sich aber natürlich bei dem Beispiel mit der Fahrt nach Velbert folgende Frage: Besteht der Bedarf oder wäre zumindest ein solcher zu erwarten, dass der Weiterbau der Straßenbahn von Bredeney nach Werden zu rechtfertigen wäre? Essen wird zum Süden teils recht ländlich.

Oder gäbe es vielleicht einen sinnvollen Ansatz mit einer S- oder Regionalbahn?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.02.21 09:00.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 26.02.21 09:13

Ruhri schrieb:
Es stellt sich aber natürlich bei dem Beispiel mit der Fahrt nach Velbert folgende Frage: Besteht der Bedarf oder wäre zumindest ein solcher zu erwarten, dass der Weiterbau der Straßenbahn von Bredeney nach Werden zu rechtfertigen wäre? Essen wird zum Süden teils recht ländlich.

Oder gäbe es vielleicht einen sinnvollen Ansatz mit einer S- oder Regionalbahn?
Meine Einschätzung ist: Straßenbahn lohnt sich maximal bis Werden, vielleicht bis zum "Schwarzen".
Regionalbahn: Ab Kettwig nach Heiligenhaus und Velbert gab es ja mal, aber ob das ausreichend Fahrgäste ergeben würde? Die Strecke kam ja sicher nicht ohne Grund erst recht spät und ging dann auch recht früh wieder; sicher, es gibt Entwicklungen, aber gab es die hier in ausreichendem Maße?

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: 26.02.21 09:37

Christoph Zimmermann schrieb:
Meine Einschätzung ist: Straßenbahn lohnt sich maximal bis Werden, vielleicht bis zum "Schwarzen".
Regionalbahn: Ab Kettwig nach Heiligenhaus und Velbert gab es ja mal, aber ob das ausreichend Fahrgäste ergeben würde? Die Strecke kam ja sicher nicht ohne Grund erst recht spät und ging dann auch recht früh wieder; sicher, es gibt Entwicklungen, aber gab es die hier in ausreichendem Maße?

In dem obigen Beispiel würde eine Straßenbahn bis Werden vielleicht schon helfen, aber letztlich ist das ja immer das Problem: Wenn der Bedarf nicht erkennbar ist, sind all die Menschen angeschmiert, die davon profitieren könnten. Auf Einzelschicksale kann nur wenig Rücksicht genommen werden.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Hamsti1155

Datum: 27.02.21 16:32

Wenn man schon eine Straßenbahn nach Werden bauen würde, dann sollte diese bis zum Heidhauser Platz geführt werden. Zum einen können ab dort die Buslinien nach Velbert und zur Ruhrlandklinik starten, zum anderen wurden ja gerade in Heidhausen ( Grüne Harfe) neue Wohngebiete errichtet. Und wenn man schon mit der Bahn bis Heidhausen käme, wäre eine Verlängerung bis Velbert Dellerstraße oder sogar bis Tönisheide/Neviges eine interessante Strecke, denn dann hätte die Velberter Oberstadt eine durchgehende Schienenverbindung, die in Neviges mit der S 9, in E-Werden mit der S 6 und dem Essener Hauptbahnhof verbinden würde.

Ja ich weiß was ihr jetzt alle denkt. Aber es wäre ne tolle Strecke.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 27.02.21 19:08

mannibreuckmann schrieb:
Zitat:
Was Kray betrifft: Klar, total sinnvoll, die Strecke wiederherzustellen. Aber die vielen Gegenargumente, die hier ja schon häufig genannt wurden (Mittelstreifen nur mit Akku nutzbar wegen Rettungshubschrauber vs Oberleitung, Platz wird für Autobahnausbau benötigt, Krayer Einzelhändler wollen die Bahn nicht) macht mit wenig Hoffnung.
Ich verstehe die Gegenargumente nur zu gut.

Wenn Du zwischendurch mal auf der A40 unterwegs bist, würdest Du verstehen, warum man sie ausbauen sollte.

Der so genannte Ruhrschnellweg wird zu einem Ruhrschleichweg, da du dort fast nur im Stau stehst.

Das gleiche gilt übrigens auch für den Abschnitt, auf dem die U18 parallel zur A40 fährt.

Zitat [www.drehscheibe-online.de]

Viele Grüße aus EMRS
Moritz

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Gernot

Datum: 27.02.21 20:23

Pesa Link schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
Zitat:
Was Kray betrifft: Klar, total sinnvoll, die Strecke wiederherzustellen. Aber die vielen Gegenargumente, die hier ja schon häufig genannt wurden (Mittelstreifen nur mit Akku nutzbar wegen Rettungshubschrauber vs Oberleitung, Platz wird für Autobahnausbau benötigt, Krayer Einzelhändler wollen die Bahn nicht) macht mit wenig Hoffnung.
Ich verstehe die Gegenargumente nur zu gut.

Wenn Du zwischendurch mal auf der A40 unterwegs bist, würdest Du verstehen, warum man sie ausbauen sollte.

Der so genannte Ruhrschnellweg wird zu einem Ruhrschleichweg, da du dort fast nur im Stau stehst.

Nur dass der Ausbau nicht nur sehr viel Geld kostet, sondern vermutlich nur eine temporäre Lösung darstellen wird. Nimm den Kölner Autobahnring: Der wurde vor etwa 20 Jahren komplett sechsspurig ausgebaut und soll in den nächsten zehn Jahren auf acht Spuren erweitert werden, weil der Verkehr weiter zunimmt. Wäre es da nicht doch der bessere Weg, einen Teil der Autofahrer in die Bahn zu locken, welche flott am Stau vorbeifährt? Vor allem bei der A 40, die doch eher dem Pendlerverkehr als dem Fernverkehr dient.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Samba Tw 303

Datum: 27.02.21 21:03

Eins vorab, ich war immer ein großer Anhänger davon die Citytram zu bauen. Insbesondere der Steeler Ast profitiert von einer direkten Anbindung an den Hbf, während die 109 weiterhin den Ast mit dem Rathaus und Berliner Platz (Zugang zum EKZ Limbecker Platz) verbindet.

Allerdings glaube ich nicht dass mehr Fahrgäste von Frintrop nach Steele möchten als zum Rathaus und Berliner Platz. Frintrop hat mit der 105 nur eine Linie und würde die direkte Anbindung an zwei von drei wichtigen Innenstadthaltestellen verlieren.

Daher sollte lieber die 103 über die neue Trasse geschickt werden. Borbeck hat zwei Straßenbahnlinien und hätte mit der 101 immer noch eine Anbindung zum Rathaus und Berliner Platz.


Also 105 wie jetzt, die 103 von Borbeck kommend über Fliegenbusch und Bertolt Beitz Boulevard, Hbf (oben) nach Steele.

Ggf wäre zu überlegen aus dem Grund künftig den Abschnitt Borbeck bis Dellwig durch die 101 bedienen zu lassen, womit Dellwig ebenfalls nach wie vor eine direkte Anbindung zum Berliner Platz und Rathaus hätte.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 27.02.21 21:20

Gernot schrieb:
Nur dass der Ausbau nicht nur sehr viel Geld kostet, sondern vermutlich nur eine temporäre Lösung darstellen wird. Nimm den Kölner Autobahnring: Der wurde vor etwa 20 Jahren komplett sechsspurig ausgebaut und soll in den nächsten zehn Jahren auf acht Spuren erweitert werden, weil der Verkehr weiter zunimmt. Wäre es da nicht doch der bessere Weg, einen Teil der Autofahrer in die Bahn zu locken, welche flott am Stau vorbeifährt?
Ganz ehrlich? Nein, denn in einem Land, in dem die Autoindustrie so einen hohen Stellenwert hat, glaube ich nicht, dass sich da etwas ändern wird.

Ich sehe das bei meiner derzeitigen Arbeit.

Die direkte Haltestelle (50 Meter neben der Firma), wird nur zweimal am Tag angefahren und das käme für mich sowieso nicht infrage, da ich sonst um ca. 05:35 Uhr aus dem Haus müsste und gegen 07:30 an der Firma wäre (Dienstbeginn ist um 08:00 Uhr).

Das lasse ich mich lieber bequem von meinem vater (ein eigener Führerschein ist behinderungsbedingt nicht möglich) gegen 07:25 Uhr zur Firma fahren und bin gegen 07:50 auf der Arbeit.

Die nächste Haltestelle ist zwischen 600 m und 800 m Fußweg entfernt.

Ich denke nicht, dass wir in Deutschland noch mal eine Verkehrswende erleben werden, da das Auto einen zu hohen Stellenwert hat.

Viele Grüße aus EMRS
Moritz

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 27.02.21 23:14

Mag sein. Aber dem Klimawandel ist es herzlich egal, welchen Stellenwert das Auto in Deutschland hat. Zumal das im Ruhrgebiet so sein mag, aber in den anderen großen Städten hat das Image ziemlich gelitten...

Im Übrigen kann es nicht nur darum gehen, den Autoverkehr in Richtung ÖPNV zu verlagern, so richtig und wichtig das auch ist. Der Verkehr muss insgesamt weniger werden, wenn man dem Klimawandel ein Schnippchen schlagen will. Das das geht, sehen wir ja wegen Corona gerade sehr deutlich.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: Gestern, 03:03:16

mannibreuckmann schrieb:
Mag sein. Aber dem Klimawandel ist es herzlich egal, welchen Stellenwert das Auto in Deutschland hat. Zumal das im Ruhrgebiet so sein mag, aber in den anderen großen Städten hat das Image ziemlich gelitten...

Im Übrigen kann es nicht nur darum gehen, den Autoverkehr in Richtung ÖPNV zu verlagern, so richtig und wichtig das auch ist. Der Verkehr muss insgesamt weniger werden, wenn man dem Klimawandel ein Schnippchen schlagen will. Das das geht, sehen wir ja wegen Corona gerade sehr deutlich.
Man muss das rückgängig machen, was das Auto verursacht hat. Die Zersiedlung. Selbst in der Stadt hat man viele Dinge nicht mehr in einer zu Fuß oder mit dem Rad erreichbaren Nähe. Auf dem Land und in den Speckgürteln ist das natürlich noch viel schlimmer. Mit dem Auto begann die Zersiedlung und damit die Bindung an dem Vehikel. Die Initialzündung gab der massive Ausbau des Straßennetzes in der Mitte des vergangenen Jhr. Die Leute sahen, was das Auto konnte und wie "flexibel" man dank ausgebauter Straßen damit sein kann und beschafften sich eins. Wegen des steigenden Verkehrsaufkommens, dem weiteren Ausbau zur autogerechten Stadt und der damit einhergehenden Senkung der Lebensqualität in den Städten zogen viele aus den Städten in die Speckgürtel. Natürlich mit ihrem Auto. Von hier an ging es natürlich nicht mehr ohne. Arbeit, Freunde, Versorgung usw. alles nur noch per Auto erreichbar.

Wie soll man da eine Trendumkehr erreichen? Das Auto ist präsent, es hat sich in die Köpfe eines jeden von uns eingebrannt. Zum Teil ist das gut, vor allem wirtschaftlich, zum anderen Teil natürlich schlecht, weil die Massenmotorisierung bekannte Nachteile mit sich bringt. Ganz abschaffen muss man es natürlich nicht, nur dosierter und effizienter einsetzen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 03:04:06.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Gernot

Datum: Gestern, 16:17:25

traktionsumrichter schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
Mag sein. Aber dem Klimawandel ist es herzlich egal, welchen Stellenwert das Auto in Deutschland hat. Zumal das im Ruhrgebiet so sein mag, aber in den anderen großen Städten hat das Image ziemlich gelitten...

Im Übrigen kann es nicht nur darum gehen, den Autoverkehr in Richtung ÖPNV zu verlagern, so richtig und wichtig das auch ist. Der Verkehr muss insgesamt weniger werden, wenn man dem Klimawandel ein Schnippchen schlagen will. Das das geht, sehen wir ja wegen Corona gerade sehr deutlich.
Man muss das rückgängig machen, was das Auto verursacht hat. Die Zersiedlung. Selbst in der Stadt hat man viele Dinge nicht mehr in einer zu Fuß oder mit dem Rad erreichbaren Nähe. Auf dem Land und in den Speckgürteln ist das natürlich noch viel schlimmer. Mit dem Auto begann die Zersiedlung und damit die Bindung an dem Vehikel. Die Initialzündung gab der massive Ausbau des Straßennetzes in der Mitte des vergangenen Jhr. Die Leute sahen, was das Auto konnte und wie "flexibel" man dank ausgebauter Straßen damit sein kann und beschafften sich eins. Wegen des steigenden Verkehrsaufkommens, dem weiteren Ausbau zur autogerechten Stadt und der damit einhergehenden Senkung der Lebensqualität in den Städten zogen viele aus den Städten in die Speckgürtel. Natürlich mit ihrem Auto. Von hier an ging es natürlich nicht mehr ohne. Arbeit, Freunde, Versorgung usw. alles nur noch per Auto erreichbar.

Die Zersiedlung begann aber schon vor dem Auto, nämlich mit der Eisenbahn. Spätestens so um 1900, als nach den städteverbindenden Hauptbahnen die Nebenbahnen, einschließlich diverser Kreisbahnen und Überlandstraßenbahnen gebaut wurden. Auf einmal konnte man vor die Stadt ziehen und war trotzdem schnell und bequem am Arbeitsplatz. Vorausgesetzt das Haus befand sich in der Nähe eines Bahnhofs, bzw. einer Haltestelle.
Zudem muss man berücksichtigen, dass die gestiegenen Bevölkerungszahlen irgendwo untergebracht werden wollen, außer in der Zweizimmerwohnung im Hinterhof, wo um 1900 die sechsköpfige Arbeiterfamilie hauste. Und gerade im 20. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung Deutschlands immens: 1900: 54 Mio, 1925: 63 Mio, 1950: 68 Mio, 1975: 79 Mio, 2000: 82 Mio.. Und das bei zweimaligen Flächenverlust aufgrund der Gebietsabtretungen nach den Weltkriegen.
Auch der Wegfall des traditionellen Werkswohnungsbaus und der Dienstwohnungen des öffentlichen Dienstes in Westdeutschland gegen Ende der 1960er Jahre führte zwangsläufig zu steigenden Pendlerzahlen.
Aber wie willst du das rückgängig machen? Allenfalls kann man die Pendlerströme begrenzen, z.B. durch mehr Homeoffice (Corona zeigt wie es geht) und die Dezentralisierung der Arbeitsplätze. Du wirst die Leute jedenfalls nicht zwingen können, aus dem netten Häuschen im Grünen in eine Etagenwohnung in der Großstadt zu ziehen. Allenfalls kannst du die Wege zur Arbeit, zum Einkauf, zur Freizeit usw. verkürzen, bzw. verringern. Und man kann ein alternatives Verkehrsangebot machen, bei dem sich der Umstieg vom eigenen Auto lohnt.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: kaufhalle

Datum: Gestern, 16:47:01

Gernot schrieb:
Aber wie willst du das rückgängig machen? Allenfalls kann man die Pendlerströme begrenzen, z.B. durch mehr Homeoffice (Corona zeigt wie es geht) und die Dezentralisierung der Arbeitsplätze. Du wirst die Leute jedenfalls nicht zwingen können, aus dem netten Häuschen im Grünen in eine Etagenwohnung in der Großstadt zu ziehen. Allenfalls kannst du die Wege zur Arbeit, zum Einkauf, zur Freizeit usw. verkürzen, bzw. verringern. Und man kann ein alternatives Verkehrsangebot machen, bei dem sich der Umstieg vom eigenen Auto lohnt.

Man kann die Zersiedlung nicht rückgängig machen, aber man kann und muss sie begrenzen, indem keine neuen Gebiete für freistehende Einfamilienhäuser mehr ausgewiesen werden, nur noch Neubauten wenigstens mit dem Verdichtungsgrad von Reihenhäusern erlaubt werden und konsequentes Grundstücksrecycling betrieben wird.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Samba Tw 303

Datum: Gestern, 20:32:41

In einem Zeitalter wo der Klimawandel immer mehr ins Bewusstsein stößt gibt es aber auch bei vielen Menschen dass Bewusstsein möglichst im grünen ohne viel Mief und Gemüsegarten zu leben. Am besten mit guter Verkehrsanbindung und gutem Internetanschluss. Sorry aber das ist die Lage.

Wer die Städte zum Wohnen attraktiver machen möchte, der muss in den Städten auch mehr Grünflächen bieten.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: Gestern, 21:13:25

Samba Tw 303 schrieb:
In einem Zeitalter wo der Klimawandel immer mehr ins Bewusstsein stößt gibt es aber auch bei vielen Menschen dass Bewusstsein möglichst im grünen ohne viel Mief und Gemüsegarten zu leben. Am besten mit guter Verkehrsanbindung und gutem Internetanschluss. Sorry aber das ist die Lage.

Wer die Städte zum Wohnen attraktiver machen möchte, der muss in den Städten auch mehr Grünflächen bieten.
Und mehr Straßen!!

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: Gestern, 21:16:01

Pendeln zur Arbeit per Auto müsste einfach deutlich teurer sein. Dann würde sich mancher sicher überlegen, ob sich die Sache finanziell überhaupt lohnt. Alles eine Sache von Angebot und Nachfrage: Je geringer der Benzinpreis, desto höher die Bereitschaft zu pendeln...

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: cinéma

Datum: Gestern, 23:20:54

Pesa Link schrieb:
Ich denke nicht, dass wir in Deutschland noch mal eine Verkehrswende erleben werden, da das Auto einen zu hohen Stellenwert hat.
Die Verkehrswende wird mit Sicherheit kommen, dafür wird der Klimawandel sorgen, und der diskutiert nicht – mit nichts und niemandem.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 23:21:20.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: Heute, 00:04:55

Wir haben es aber noch(!) in der Hand, ob dieser Wandel chaotisch und ungeplant mit vielen Härten für den Einzelnen kommt, oder dieser Wandel geplant und so sanft für den Einzelnen wie möglich durchgezogen wird. Dass dabei alle Bürger Verluste ihrer Bequemlichkeit und individuellen Mobilität hinnehmen müssen (jedenfalls, solange sie nicht zu Reichen und Mächtigen gehören), wird unvermeidlich sein, nur je länger wir noch warten, desto härter und unbequemer wird dieser Wandel ausfallen.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: Heute, 08:48:33

Hamsti1155 schrieb:
Wenn man schon eine Straßenbahn nach Werden bauen würde, dann sollte diese bis zum Heidhauser Platz geführt werden. Zum einen können ab dort die Buslinien nach Velbert und zur Ruhrlandklinik starten, zum anderen wurden ja gerade in Heidhausen ( Grüne Harfe) neue Wohngebiete errichtet. Und wenn man schon mit der Bahn bis Heidhausen käme, wäre eine Verlängerung bis Velbert Dellerstraße oder sogar bis Tönisheide/Neviges eine interessante Strecke, denn dann hätte die Velberter Oberstadt eine durchgehende Schienenverbindung, die in Neviges mit der S 9, in E-Werden mit der S 6 und dem Essener Hauptbahnhof verbinden würde.

Ja ich weiß was ihr jetzt alle denkt. Aber es wäre ne tolle Strecke.
Letztlich ist das die Frage, welche Werte man für die Berechnung des Nutzen-Losten-Quotienten zugrunde legte. Unbestreitbarer Fakt ist natürlich: Vom Zentrum aus gesehen, ist Essen in Bredeney noch lang nicht zu Ende! Und auch, wenn in Werden und Heidhausen vielleicht weniger Menschen wohnen als in anderen Stadtteilen, so sind die ÖPNV-mäßig halt doch ein wenig abgehängt. Schienenverkehr gibt es im tiefen Süden nur per S6 und S9, und S-Bahnen schaffen nun einmal nicht dieselbe Abdeckung wie Straßenbahnen.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: Heute, 08:52:15

Pesa Link schrieb:
Ich verstehe die Gegenargumente nur zu gut.

Wenn Du zwischendurch mal auf der A40 unterwegs bist, würdest Du verstehen, warum man sie ausbauen sollte.

Der so genannte Ruhrschnellweg wird zu einem Ruhrschleichweg, da du dort fast nur im Stau stehst.

Das gleiche gilt übrigens auch für den Abschnitt, auf dem die U18 parallel zur A40 fährt.

Zitat [www.drehscheibe-online.de]

Vielleicht wäre es dann wirklich sinnvoll, zukünftig die Straßenbahn anstelle des Spurbus auf die Strecke zu schicken, das Hinabtauchen auf die Höhe der A40 aber aufzugeben. Die freiwerdende Fläche schlagen wir der A40 zu, und die Haltestellen sind sowieso nicht barrierefrei und müssen dringend neu gemacht werden.

Anbindung von Werden, Heidhausen und Velbert

geschrieben von: Domi

Datum: Heute, 10:59:34

Für Heidhausen, Werden und Velbert wäre es schon ein Fortschritt, wenn man die Kürzungen der 169 von 2018 zurücknimmt und wenn der SB19 häufiger fahren würde.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: E-Oldtimer

Datum: Heute, 13:04:37

Ruhri schrieb:
Vielleicht wäre es dann wirklich sinnvoll, zukünftig die Straßenbahn anstelle des Spurbus auf die Strecke zu schicken, das Hinabtauchen auf die Höhe der A40 aber aufzugeben. Die freiwerdende Fläche schlagen wir der A40 zu, und die Haltestellen sind sowieso nicht barrierefrei und müssen dringend neu gemacht werden.
Moin,

das bringt aber nur etwas bis zur Steeler Straße, wo die Spurbustrasse ausfädelt. Dahinter sind zwei zusätzliche Spuren schwer zu realisieren.
Die Idee wurde ja schon öfters für den Bereich östlich der Innenstadt vorgebracht, als kompletter Deckel auf der A40, mit zwei zusätzlichen Spuren und der U18 an der Oberfläche. Liegt wahrscheinlich an den Kosten, warum das nicht umgesetzt wird.

Gruß,
Till

"Das ist unerhört! Das ist ein Skandal! Wenn man sich nicht mal mehr auf den Fahrplan der Staatsbahn verlassen kann, worauf dann?"

(Egon Olsen, Die Olsenbande stellt die Weichen)

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: Ruhri

Datum: Heute, 14:07:37

E-Oldtimer schrieb:
Moin,

das bringt aber nur etwas bis zur Steeler Straße, wo die Spurbustrasse ausfädelt. Dahinter sind zwei zusätzliche Spuren schwer zu realisieren.
Die Idee wurde ja schon öfters für den Bereich östlich der Innenstadt vorgebracht, als kompletter Deckel auf der A40, mit zwei zusätzlichen Spuren und der U18 an der Oberfläche. Liegt wahrscheinlich an den Kosten, warum das nicht umgesetzt wird.

Gruß,
Till

Das kann man so sehen, aber wo schon Spekulationen kursieren, die Spurbustrasse in weitere Autobahnspuren umzubauen...

Wo der Spurbus nicht in der Mitte der Autobahn fährt, steht er natürlich auch nicht als Verfügungsmasse zur Verfügung.

Der Deckel über der A40 ist aber nur eine Möglichkeit. Man könnte die Straßenbahn als Hochbahn über die A 40 führen, denn das dürfte um einiges günstiger sein.

Re: Essen bekommt neue "City-Bahn"

geschrieben von: 120 001

Datum: Heute, 17:00:44

Moijen...

Wer sich das da einmal angesehen hat, wird ganz schnell feststellen, was für ein Schwachsinn diese Deckelidee ist..
Alle Ein/Ausfahrten würden wegfallen, es müsste beidseitig brückenmässig gegründet werden, dazu müssten Häuser fallen, die Bahntrasse bietet kaum Platz für 4 weitere Spuren, denn es fehlt ja aktuell schon die Standspur.
Der Innenstadttunnel ist nicht änderbar, ausser man legt die halbe Innenstadt (so diverse Hochhäuser von Post Thyssen Schenker Siemens etc) flach und gibt den ÖPNV auf (der Tunnel läuft nämlich durch! den U Bahnhof Essen Hbf, ist von den Bahnsteigen aus sichtbar und manchmal sogar hörbar)).. Dahinter die Helbingbrücken und die Tieflage unter der Steeler Str..
Der Decken wäre nur zwischen Wickenburgstrasse und Hobeisenbrücke möglich,... ziemlich zweckfrei, keine durchgehende Bahn zur Stadtmitte möglich.
Und ab Essen Ost ist aktuell 6 spurig trotz Spurbus...

Technisch machbar.. von den Dimensionen her Stuttgart21... vom Zeitrahmen nicht mehr in diesem Leben... und...

Wo soll der aktuelle Verkehr hin? Unter rollendem Rad geht da nix... garnix...

120 001

Drehstrom.
Alles Andere ist nur Saft!

Good Bye BR 120...