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[C] Haltestellen, deren Einrichtungen und Verkaufskioske - Teil IV in der Zeit von 1990 bis in die Gegenwart

Hallo,

beschäftigt man sich mit einem Straßenbahnbetrieb oder bei einem Besuch desselben stehen naturgemäß zuerst die Fahrzeuge und Betriebshöfe im Blickfeld des Interessenten. Die anderen Einrichtungen werden meist nur beiläufig mit dokumentiert, da sie als weniger wichtig erachtet werden. Aber wichtig sind diese Anlagen alle, sonst wären sie nicht er- oder eingerichtet worden.

Haltestellenschild, Fahrplan und/oder –anzeige, Papierkorb und ggf. eine Wartehalle heute als Fahrgastunterstand bezeichnet, so kennen wohl die Meisten eine heutige Haltestellenausstattung. Dass der Weg bis heute recht wandlungsreich war und vor allem in der Frühzeit auch viel Individuelles enthielt soll am Beispiel Chemnitz einmal verdeutlicht werden.

Im Teil I der Beitragsreihe wurde der Weg zum einheitlichen Haltestellenschild aufgezeigt - [www.drehscheibe-online.de]
Der Teil II beschäftigte sich mit dem Haltestelleneinrichtungen der Schmalspurstraßenbahn von den 1950er bis 1980er Jahren - [www.drehscheibe-online.de]
Teil III beleuchtete die Zeit der Regelspur-Straßenbahn ab 1960 bis 1990 - [www.drehscheibe-online.de]

Teil IV

Mit der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zwischen der damaligen Bundesrepublik und der DDR zum 1. Juli 1990 ergaben sich auch für die CVAG neue Möglichkeiten der Beschaffung hinsichtlich der Ausrüstung von Haltestellen.

Eine erste Veränderung betraf vor allen die Pausenversorgung der Fahrpersonale an ausgewählten Endhaltestellen. Bislang war es üblich, dass hier Betriebsangehörige sowohl den Fahrscheinverkauf, als auch die Pausenversorgung mit Getränken und kleinem Imbissangebot (meist das übliche Fahrergedeck – Kaffee und Bockwurst) bewerkstelligten.
Ende September 1990 wurde dann die erste „Endstellenwirtschaft“ privatisiert. Natürlich ging dieses Unterfangen nicht ganz geräuschlos zwischen den schlussendlich Beteiligten von statten.

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Bild 149: Auszug aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ Ausgabe Oktober 1990. Zum besseren Verständnis des Problems – in einer Betriebskantine kostete bis zur Währungsunion eine Tasse Kaffee 20 Pfennig.

Nach dem Ausflug zum Kaffeepreis wieder zu den Haltestelleneinrichtungen. 1991 hatte die CVAG eine Attraktivitätsoffensive ausgerufen. Der Zustand u.a. der Haltestellen sollte sich verbessern. Dazu zählte neben der Reinigung auch die Haltestellenausrüstung.

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Bild 150: Auszug aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ Ausgabe Februar 1991.

Bislang bestand die Haltestellenausstattung größtenteils aus einer Rohrstele mit Haltestellenschild, Haltestellenname, Fahrplan und Papierkorb. Dieses Erscheinungsbild entsprach dem betriebsseitig bislang materiell Möglichem mit dem Anspruch einer ausreichenden Fahrgastinformation. Natürlich war dies nicht der Optimalzustand, aber bislang eben verfügbar. Wetter und Vandalismus ließen mitunter aus der eigentlich recht ordentlichen Haltestelleneinrichtungen sehr schnell eine unansehnliche Dreckecke werden.

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Bild 151: Zeitungsausschnitt aus dem „Blick“ Chemnitz vom 15. Januar 1992 zur Attraktivität u.a. auch der Haltestellen.

Entgegen des o.g., Zeitungsartikels hatte man bereits 1991 begonnen neue Haltestellenhäuschen und -stelen aufzustellen. Bei 600 Haltestellen benötigt man aber durchaus mehr Zeit und begann natürlich im Stadtzentrum damit.
Bei den Haltestellenstelen entschied man sich seitens der CVAG für das Einschubsystem der Firma MABEG aus Soest.
Bei den Wartehallen schloss die CVAG im Mai 1991 einen Vertrag mit der Deutschen Städtereklame GmbH (DSR) ab.

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Bild 152: Auszug aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom Juni 1991 zum Vertrag mit der Deutschen Städtereklame GmbH.

Im Juni 1990 wurde durch die DSR GmbH die erste neue Wartehalle als Stahl-/Glaskonstruktion in Chemnitz an der Haltestelle Metropol landwärts in der Zwickauer Straße aufgestellt. Die Übergabe derselben erfolgte am 3. Juli 1991.
Im gleichen Zeitraum kamen auch die ersten neuen Haltestellenstelen der Firma MABEG mit Einschubsystem zur Aufstellung.

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Bild 153: Auszug aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom Juli 1991.

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Bild 154: Der Methusalem unter den ab 1991 aufgestellten Wartehallen an der Haltestelle Reichsstraße landwärts (früher Haltestelle Metropol) im Jahr 2018.

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Bild 155a: Wie im Artikel in Bild 153 angesprochen wurde an der Haltestelle Annenstraße (heute Haltestelle Annenplatz) ein weiteres Wartehallenmodell aufgestellt. Der „Designer“ der Herstellerfirma hat sich sicherlich am Einkaufswagenunterstand eines gewöhnlichen Einkaufsmarktes orientiert.
Ausschnitt aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ 1992.


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Bild 155b Die im Bild 155a gezeigte Wartehalle war auch im Jahr 2018 noch vorhanden.

Für den Einsatz bei längeren Baumaßnahmen und der somit notwendigen längerfristigen Verlegung von Haltestellen wurde eine mobile Lösung für die Wartehallen gesucht. 1998 wurden diesbezüglich drei mobil einsetzbare Wartehallen in den Bestand aufgenommen.

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Bild 156a: Auszug aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ Ausgabe 11/1998 zu den neuen mobilen Unterständen.

Ein in seinen Ausmaßen bislang zwar nicht unbekanntes, aber beherrschbares Phänomen begann sich nach 1990 nahezu explosionsartig zu vermehren. Gemeint ist hier nicht etwa ein Virus, sondern der Vandalismus (fängt ja auch mit V an).
Waren es bislang meist beschädigte Fahrpläne oder Papierkörbe so wuchs das Schadensausmaß durch neue Materialien deutlich nach oben.
Der Vandalismus stoppte auch nicht an den Haltestellen, sondern setzte sich auch in erheblichem Maße an und in den Fahrzeugen fort.

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Bild 156b: Zwei Artikel zum Thema Vandalismus an Haltestelleneinrichtungen aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom Februar 1994.

Strecke Stollberger Straße

Erst 1993 wurden die ersten Schienen im Bereich Stollberger Straße/Südring/Dr.-Salvador-Allende-Straße verlegt. Zuvor entstanden die sogenannten Gewächshäuser als Überdachung der dortigen Fußgängerunterführung. Danach zog wieder Ruhe ein. Erst im Jahre 1998 konnte der erste Teilabschnitt bis zur Haltestelle Am Flughafen in Betrieb genommen werden. Hier wurden erstmals TATRA-Wagen in Heck an Heck-Traktion in Chemnitz eingesetzt. Seit März 2004 ist die Trasse entlang der Stollberger Straße durchgängig befahrbar und entwickelte sich zu einer der fahrgaststärksten Strecken.

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Bild 157: Wochenblatt „Blick“ Chemnitz, 17.10.1993.

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Bild 158: Ansicht der provisorischen Endstelle Am Flughafen 1998. Das stadtwärtige Gleis mündete über eine Weiche in das Auszieh-/Bahnsteiggleis. Auf dem neuen Streckenstück kamen zunächst erstmalig TATRA-Heck an Heck-Traktionen zum Einsatz.

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Bild 159: Den provisorischen Gleisabschluss bildete ein aus Schwellen errichteter Prellbock welcher mit Kies gefüllt wurde. ATw 1101 hatte bei seiner Abschiedsfahrt am 6. Februar 1999 die befahrbare Gleislänge vollständig ausgenutzt.


Zentralhaltestelle

Der Umbau der Zentralhaltestelle begann, wenn man es genau nimmt, schon 1990 mit dem Abriss des seit langem ungenutzten Dispatcherturms.
Die nächste große und für die Fahrgäste markante Veränderung erfolgte zwischen 27. November und 2. Dezember 1995 mit der Räumung des Omnibuswendeplatzes zur Moritzstraße in Vorbereitung für den Bau des neuen Bürgerverwaltungszentrums Moritzhof.

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Bild: 160 Ausschnitt aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom Oktober 1995.

Im Jahr 1996 setzten Abbrucharbeiten auch auf der Nordseite der Zentralhaltestelle in der Rathausstraße ein. Die nicht mehr benötigten Überdachung am Bahnsteig F (ehemals Schmalspur) wurde abgerissen.

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Bild 161: Ausschnitt aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom Oktober 1996.

Im November 1998 begann zunächst mit Leitungsverlegungen der Umbau der Zentralhaltestelle mit deutlicher Verringerung des Platzbedarfes und zum Teil aufgegebenen Gleisführungen (hier geradlinige Querung der Bahnhofstraße in/aus Reitbahn- bzw. Rathausstraße).

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Bild 162: Ausschnitt aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom Mai 1999

Im Sommer 1999 waren schon deutliche Konturen der „neuen“ Zentralhaltestelle erkennbar. Während die alten Anlagen noch in Betrieb waren wuchs daneben das Neue heran.

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Bild 163: Ausschnitt aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom August 1999.

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Bild 164: Modernisierung der Zentralhaltestelle Ausschnitt aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom Oktober 1999. Mit den letzten Arbeiten, dem Anbringen der damals rot leuchtenden optischen Anzeigen auf den Bahnsteigen, wurden die Umbaumaßnahmen im März 2001 fast abgeschlossen. Die Bahnsteiganlagen liegen jetzt längs der Bahnhofstraße sowie in der Rathausstraße.

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Bild 165: Auszug aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom Februar 2001.

Wie oben geschrieben wurden die Umbauarbeiten im Jahre 2001 fast abgeschlossen. Die Bahnsteige waren in Betrieb, Busse und Bahnen rollten wieder normal und die neuen Anzeigen waren montiert und in Betrieb (wenn auch noch nicht so, wie man sich das letztlich vorgestellt hatte). Ja was fehlt denn da noch?
An den Bahnsteigen der alten Zentralhaltestelle waren an gut sichtbaren Stellen Uhren angebracht. An der neuen Zentralhaltestelle gab es keine Uhren mehr. Im Jahre 2002 vervollständigte eine Vierseitenuhr die Anlage und bildete somit den jetzt vollständigen Abschluss der Umbauarbeiten.

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Bild 166: Auszug aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom August 2002.


Zentralhaltestelle – Kundenzentrum, Service-Point und Mobilitätszentrum

Mit dem Wegfall der Verkaufs- und Beratungsstellen im Kiosk am Buswendeplatz bzw. dem Kiosk Rathausstraße mussten neue Möglichkeiten für den Kundendienst geschaffen werden.
Eine vorläufige Bleibe fand das Kundenzentrum zunächst im Neubau vor der Alten Post.
1998 wurde an der Ecke Bahnhofstraße/Rathausstraße ein sechseckiger Kiosk, der „Service-Point“ aufgebaut. Dieser stand nahe jener Stelle an welcher sich seinerzeit der erste feste Verkaufstand der Chemnitzer Straßenbahn in den 1890er Jahren befand (siehe Teil I/Bild 8 und 9).

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Bild 167: Auszug aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom Juni 1998.

Beim Umbau der Zentralhaltestelle wurden auch neue Räume für ein neues Kundenzentrum, jetzt Mobilitätszentrum genannt gesucht und gefunden. Seit dem Jahre 1999 hat dies seinen Sitz in der Rathausstraße in der Ladenzeile im Gebäude Chemnitz-Plaza (früher Robotron-Gebäude).

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Bild 168: Auszug aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom Dezember 1999.

Neben den Verkaufsständen mit Personal zogen ab 1991 auch stumme Verkäufer, sprich Verkaufsautomaten an der Zentralhaltestelle und weiteren Haltestellen ein.

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Bild 169: Auszug aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom Dezember 1991.

Mit dem Ausbau des Chemnitzer Modells und somit der Strecke Richtung Technopark und zukünftig weiter nach Aue wurde in den Jahren 2017/2018 ein erneuter Umbau der Zentralhaltestelle notwendig. Zum einen wurden die Bahnsteighöhe an die einzusetzenden Fahrzeuge angepasst, zum anderen kam die geradlinige Querung der Bahnhofstraße aus/in Richtung Rathausstraße/Reitbahnstraße dazu. Diese Verbindung war ja bis zum Umbau ab 1999 vorhanden.

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Bild 170: Auszug aus der Betriebszeitung „Richtungslampe“ vom Dezember 2017.

Nach vielen Zeitungsausschnitten nun mal wieder einige Fotos vom gegenwärtigen Zustand der Zentralhaltestelle.

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Bild 171: Ansicht der Anlagen entlang der Bahnhofstraße mit Vierseitenuhr und Fahrscheinautomat links, 03.04.2018.

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Bild 172: Ansicht der Anlagen entlang der Reitbahnstraße mit der wieder eingebauten geradlinigen Gleisverbindung zur Reitbahnstraße, 03.04.2018.

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Bild 173: Ein Citylink auf der Linie C14 Richtung Technopark überquert von der Zentralhaltestelle kommend die Bahnhofstraße Richtung Reitbahnstraße, 03.04.2018.

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Bild 174: Ansicht der Anlagen entlang der Rathausstraße aus Richtung Einmündung Straße der Nationen.


Strecke Hauptbahnhof -Technopark

Auch die Haltestellen Richtung Hauptbahnhof sowie Richtung Bernsdorf bis zur Lutherstraße benötigten für den Einsatz der Citylink-Fahrzeuge einen Umbau. Die Haltestellen entlang der Reichenhainer Straße bis zum Technopark wurden neu errichtet.

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Bild 175: Ansicht der Haltestelle Roter Turm mit niederem und hohem Bahnsteig, Anzeigen, Wartehalle und Fahrscheinautomat, 06.06.2018.

Einen Verknüpfungspunkt zwischen Bahn und Bus bildet die Haltestelle TU Campus. Farblich stellt diese Haltestelle einen besonderen Negativpunkt dar - grau, Aschgrau Asphaltgrau, Betongrau, Mausgrau, Schwarzgrau, Steingrau, Verkehrsgrau, … und grausam. Den einzigen farblich aufmunternden Aspekt am Areal biete das Gebäude der Technischen Universität – Orangerie“.

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Bild 176 + 177: Ansicht der Haltestelle TU-Campus am 04.03.2018. Die Wartehallen waren noch nicht vollständig fertiggestellt.

Auf dem Weg zur Endstelle im gegenwärtigen Nichts hat man den Blick auf die Türme der Stadt frei.

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Bild 178: Blick von der Brachfläche zwischen Straßenbahntrasse und Südring Richtung Stadtzentrum mit den Türmen der Stadt, 04.03.2018.

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Bild 179: Ansicht der Abfahrtshaltestelle Technopark mit großen Freiflächen im Umfeld. Ab hier soll es demnächst weiter Richtung Thalheim und Aue gehen.


Neue Endstellengebäude

Am Schluss des heutigen Beitrages sollen noch die ab 2016 neu errichteten Endstellengebäude dargestellt werden. Teilweise wurden diese in Fertigteilbauweise oder als Container errichtet.

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Bild 180: Planungsdarstellung der neu geplanten Endstellengebäude in Fertigteilbauweise, Betriebszeitung „Richtungslampe“ Mai 2016.

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Bild 181: Ansicht der neugestalteten Abfahrtshaltestelle in der Endstelle Gablenz, 18.03.2018.

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Bild 182-183: Ansicht der ebenfalls neugebauten Abfahrtshaltestelle Bernsdorf, 18.03.2018.

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Bild 184-185: In der Wendeschleife Reichenbrand wurde ein neues Endstellengebäude in Containerbauweise errichtet, 30.03.2018.

Somit währen wir nun in der Abhandlung zum Thema Haltestelleneinrichtungen und Endstellengebäude in der Gegenwart angekommen.
Zum Schluss noch einmal ein Vergleich zweier Orte vom Beginn der Straßenbahn- oder Omnibuslinie mit dem gegenwärtigen Zustand.

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Bild 186: Ab 22. April 1880 endete die Pferdebahn vor dem Bahnhofsgebäude. Heute hat die Straßenbahn sowohl eine Haltestelle vor als auch im Hauptbahnhof und spezielle Fahrzeuge können sowohl im Straßenbahn- wie auch im Eisenbahnnetz verkehren.

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Bild 187: Aus der einstigen Landesanstalt für Blinde und Schwachsinnige entwickelte sich bis heute die SFZ Sonderförderungszentrum gGmbH. Die Haltestelle Landesanstalt nennt sich heute Rehabilitationszentrum für Blinde. Der Omnibus hält dort seit 14. April 1926.

Damit ist das Ende des heutigen Beitrages erreicht. Wir sind in der Gegenwart angekommen. Eigentlich könnte man die Beitragsserie schließen, aber es wird einen Teil V geben. Was soll dort noch dargelegt werden? Ganz einfach das Futur des Präteritums oder einfach gesagt geplant und nie realisiert.

Viel Spaß

Blaulicht



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.21 08:29.
Hallo!

Vielen Dank für den Beitrag!

Die Umgestaltung der "Zenti" wurde für die Fahrgäste auch regelmäßig im Heft "CVAG-Magazin" mitgeteilt. Kurz vor Ausbildungsende wurde im Sommer 1996 umfangreich über die Baumaßnahmen berichtet, die kurze Zeit später begannen.

Die Häuschen am TU-Zentrum sehen wirklich grausam aus. Bisschen frische Farbe tut wirklich gut.

Zum letzten Bild in Altendorf: Zu DDR-Zeiten hatte es dann einen anderen Namen. Nach 1990 wurde es zum "Berufsbildungswerk für Blinde und Sehbehinderte". Da wurde also der Name vor einigen Jahren erneut geändert. Ich machte dort von 1993 bis 1996 meine Ausbildung zur Bürokraft. Das dortige Gelände blieb während des Zweiten Weltkrieges weitgehend unversehrt (es gab nur vereinzelte Schäden durch Einschußlöcher, die aber recht zügig beseitigt werden konnten). Die Bushaltestelle war bzw. ist hier die letzte Zwischenstation vor der Endstelle (in der Gegenrichtung natürlich entsprechend umgekehrt).

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser
Danke für die Beitragsserie!

Auch als Nicht-Chemnitzer hochinteressant, wie sich das alles so im Laufe der Zeit immer wieder verändert hat. Dabei ist das Umbaugeschehen an der Zentralhaltestelle schon fast tragisch. Wenn man sich die vielen Überlegungen und auch Bauzustände über die Jahre ansieht. Und auch wie unbekümmert man in der Wiederaufbauzeit nach dem 2. Weltkrieg zentralste innerstädtische Flächen dem Verkehr, ob Individual oder ÖPNV ausgeliefert hat.

Danke und mit freundlichen Grüßen

Reiner