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Um so mehr darf man daran zweifeln, dass von den hochtrabenden Plänen auch nur irgendetwas umgesetzt wird.
PotsdamerEiche schrieb:
Die 15 Milliarden aus dem Kohleausgleich für NRW sind längst verplant! Ein Großteil für die Schiene übrigens!
Oha! Weißt Du da genaueres drüber?
Kölnbahner schrieb:
PotsdamerEiche schrieb:
Die 15 Milliarden aus dem Kohleausgleich für NRW sind längst verplant! Ein Großteil für die Schiene übrigens!
Oha! Weißt Du da genaueres drüber?
BMWi - Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen

entwurf-eines-strukturstaerkungsgesetzes-kohleregionen.pdf (bmwi.de)

Revier-S-Bahn ins Strukturstärkungsgesetz aufgenommen (erft-kurier.de)
PotsdamerEiche schrieb:
Kölnbahner schrieb:
PotsdamerEiche schrieb:
Die 15 Milliarden aus dem Kohleausgleich für NRW sind längst verplant! Ein Großteil für die Schiene übrigens!
Oha! Weißt Du da genaueres drüber?
BMWi - Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen

entwurf-eines-strukturstaerkungsgesetzes-kohleregionen.pdf (bmwi.de)

Revier-S-Bahn ins Strukturstärkungsgesetz aufgenommen (erft-kurier.de)
Stadtbahnbau als Kompensation gegen den Kohle-Strukturwandel, das hatten wir doch schonmal in NRW...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.21 17:19.

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: cinéma

Datum: 21.02.21 03:41

Strizie schrieb:
Traurig dagegen finde ich, dass man auf der Linie 4 in Zukunft nur auf 70m-Bahnen setzt. Da könnte man ganz schnell wieder an die Kapazitätsgrenzen kommen.
Tja, wenn man die ursprünglichen Pläne umgesetzt hätte und die Mülheimer und Deutzer Nord-Süd-Tunnel gebaut hätte, wäre die 4 jetzt komplett unabhängig und wir bräuchten über 70 m-Bahnen nicht zu diskutieren. Hier zeigt sich wieder einmal, dass ein besonderer Bahnkörper kein adäquater Ersatz für einen Tunnel ist.
Wie dem auch sei: Solange das Stadtbahnnetz in Köln nicht massiv ausgebaut wird, braucht man über großartige Verlängerungen ins Umland nicht zu diskutieren. Dann allerdings kann man sich auch die Verkehrswende abschminken, denn die S-Bahn alleine wird es nicht richten.
Eine Stadtbahnlinie bis Niederaußem fände ich auch etwas schwachsinnig, da sollten se doch lieber auf die DB zurückgreifen, wenn se schon die S6 in die Richtung fahren lassen wollen, dann sollte die anstatt bis Mönchengladbach, in Rommerskirchen abbiegen auf Die Güterbahn in Richtung Niederaußem. Die Linie 4 oder auch die Li.1 sind schon lang genug. Es sei den, die KVB ändert den Linienplan und bringt neue Linien ins Spiel. So und so, wenn mal eine Verkehrswende endlich kommen soll, sollte sich die KVB mal langsam mehr Mühe geben. Denke die neue Chefin ist so toll.
cinéma schrieb:
Strizie schrieb:
Traurig dagegen finde ich, dass man auf der Linie 4 in Zukunft nur auf 70m-Bahnen setzt. Da könnte man ganz schnell wieder an die Kapazitätsgrenzen kommen.
Tja, wenn man die ursprünglichen Pläne umgesetzt hätte und die Mülheimer und Deutzer Nord-Süd-Tunnel gebaut hätte, wäre die 4 jetzt komplett unabhängig und wir bräuchten über 70 m-Bahnen nicht zu diskutieren. Hier zeigt sich wieder einmal, dass ein besonderer Bahnkörper kein adäquater Ersatz für einen Tunnel ist.
Wie dem auch sei: Solange das Stadtbahnnetz in Köln nicht massiv ausgebaut wird, braucht man über großartige Verlängerungen ins Umland nicht zu diskutieren. Dann allerdings kann man sich auch die Verkehrswende abschminken, denn die S-Bahn alleine wird es nicht richten.

Dem Stimme ich zu! Die KVB muss endlich mal aus dem Quark kommen und Umdenken. Neue Linien, neue Anschlüssen, es wäre soviel möglich. Sie kriegen doch jetzt schließlich soviel Geld zugesteuert. Widdersdorf hätte schon längst die Bahn haben können. Der Bauunternehmer Amand wollte der KVB sogar helfen dabei, ging nur dieser Streit um welche Linie. Soviel wäre möglich
So einfach ist das nicht. Die KVB kann nicht mal eben beschließen, wo irgendwelche Verlängerungen gebaut werden. Das sind politische Prozesse, die ihre Zeit dauern.

In Widdersdorf übrigens ganz besonders, wo man eigentlich sowie keine Bahn durch die schöne Lindenallee gebaut haben möchte (und wenn, dann bitte die 1 und nicht die 4, in der man dann neben dem Fußvolk sitzen müsste). Dass ein Teil der Trasse inzwischen mit einem Golfplatz überbaut ist, tut ihr Übriges.

Meiner Meinung nach hat sich die Verlängerung der 4 nach Widdersdorf erledigt.
cinéma schrieb:

Tja, wenn man die ursprünglichen Pläne umgesetzt hätte und die Mülheimer und Deutzer Nord-Süd-Tunnel gebaut hätte, wäre die 4 jetzt komplett unabhängig und wir bräuchten über 70 m-Bahnen nicht zu diskutieren. Hier zeigt sich wieder einmal, dass ein besonderer Bahnkörper kein adäquater Ersatz für einen Tunnel ist.
Nach deiner Aussage ließe sich ein Ausbau der Aachener Straße für 90-Meter-Züge ab Universitätsstraße oder Gürtel an der Oberfläche umsetzen. Warum sollte das dann zwischen Suevenstraße und Wiener Platz nicht auch möglich sein?

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: Strizie

Datum: 21.02.21 09:02

mannibreuckmann schrieb:
In Widdersdorf übrigens ganz besonders, wo man eigentlich sowie keine Bahn durch die schöne Lindenallee gebaut haben möchte (und wenn, dann bitte die 1 und nicht die 4, in der man dann neben dem Fußvolk sitzen müsste). Dass ein Teil der Trasse inzwischen mit einem Golfplatz überbaut ist, tut ihr Übriges.

Meiner Meinung nach hat sich die Verlängerung der 4 nach Widdersdorf erledigt.
Dann ließ Dir mal durch was in den verlinkten Dokumenten zum Golfplatz in Widdersdorf steht.

Die Verlängerung der Linie 1 nach Widdersdorf würde im Gegensatz zur Linie 4 die Buslinie 145 nicht ersetzen können, da diese außenrum um Lövenich fährt und das Ortszentrum nicht erschließt.

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 21.02.21 09:17

Zitat
Tja, wenn man die ursprünglichen Pläne umgesetzt hätte und die Mülheimer und Deutzer Nord-Süd-Tunnel gebaut hätte, wäre die 4 jetzt komplett unabhängig und wir bräuchten über 70 m-Bahnen nicht zu diskutieren. Hier zeigt sich wieder einmal, dass ein besonderer Bahnkörper kein adäquater Ersatz für einen Tunnel ist.
Also - Leerluftzüge zwischen Widdersdorf und Oberaussem ???

Macht sich bemerkbar - auf der Kostenseite der Volkswirtschaftlichen Bewertung - die ja hier durch "Visionen" geschönt wurde.
Denn die Linie 4 ist und bleibt immer noch eine Stadtbahnlinie mit viel S-Bahn-Parallelverkehr und da kann ruhig bei 75 m (aber nicht bei den zu kurz gesprungenen 60 m wie bei Herrn Fenske mit seinen Fünftel-Langzügen) Schluss sein
S 6/S 11 rechtsrheinischen und S 12/S 13, manchmal auch S S 19 genannt linksrheinisch und geplant S 17 (nach Opladen rechtsrheinisch) und S 6 (nach Pulheim Sankt Ommeln linksrheinisch)

Anders sieht das auf der Stadtbahnlinie 16 und ggf auch 18 linksrheinisch und auf der Linie 1 rechtsrheinisch aus

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: Strizie

Datum: 21.02.21 09:21

Wenn die Stadt Köln Pförtnerampeln baut muss man auch Alternativen zulassen.

Man kann im Rhein-Erft-Kreis froh sein, wenn überhaupt neue Infrastruktur in Sachen schienengebundener ÖPNV gebaut wird.

Die Stadt Köln hingegen scheint Themen wie Ost-West-Stadtbahn ja lieber aufzuschieben, weil es den Koalitionsfrieden zerstören könnte. Wer so handelt darf sich nicht wundern, dass sich nichts bewegt.

Auch bei den Grünen scheint man der Meinung zu sein in Köln, dass derzeitige Stadtbahnnetz würde mit ein paar Ergänzungen in Zukunft schon ausreichen.

Von einer Machbarkeitsstudie für ein ergänzendes Straßenbahnnetz habe ich bei den Grünen jedenfalls nichts gelesen.

Ich denke viele geplante Projekte die derzeit in Köln im Raum stehen, werden einige hier nur noch im Rentenalter oder gar nicht mehr erleben.

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: Strizie

Datum: 21.02.21 09:28

TBOAR (bt) schrieb:
Anders sieht das auf der Stadtbahnlinie 16 und ggf auch 18 linksrheinisch und auf der Linie 1 rechtsrheinisch aus

Hier sollte man allerdings auch nicht vergessen, dass insbesondere in Hürth vieles zugebaut wurde bzw. noch wird. In Brühl hat man von Brühl Süd bis Brühl Badorf ja auch viel neuen Wohnraum gebaut oder ist gerade dabei.

In Bornheim dagegen fährt die Linie 18 auch weitab von den Wohngebieten an den Ortsrändern bzw. auf dem Feld entlang. Dennoch steigen dort Fahrgäste ein und aus.

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 21.02.21 09:45

Der Unterschied von der Linie 4 zu den Linie 16 und 18 ist, dass die Linie 4 dort enden soll, wo Fuchs und Hase nicht leben möchten, um sich Gute Nacht zu sagen, während 16 und 18 die Metropole und das Metropölchen Köln und Bonn als Verkehrsziele haben.
Aachen als Ziel der 4 wäre sichlich zu weit ... .

Sicherlich liegen beide Linien zwischenorts auch am Rande der Bebauung - bei den Rheindörfern der 16 war das Fahrrad immer schon das Verkehrsmittel der Wahl und bei der 18 entstehen, zumindest im Rhein-Sieg-Kreis, Ortsbuslinien und ein Fahrrad mit elektrischem Motörchen nimmt dem Vüürgebirch jeden schweißtreibenden Schrecken ...

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: Gernot

Datum: 21.02.21 10:31

Strizie schrieb:
TBOAR (bt) schrieb:
Anders sieht das auf der Stadtbahnlinie 16 und ggf auch 18 linksrheinisch und auf der Linie 1 rechtsrheinisch aus

Hier sollte man allerdings auch nicht vergessen, dass insbesondere in Hürth vieles zugebaut wurde bzw. noch wird. In Brühl hat man von Brühl Süd bis Brühl Badorf ja auch viel neuen Wohnraum gebaut oder ist gerade dabei.

In Bornheim dagegen fährt die Linie 18 auch weitab von den Wohngebieten an den Ortsrändern bzw. auf dem Feld entlang. Dennoch steigen dort Fahrgäste ein und aus.
Dabei solltest du nicht übersehen, dass sowohl die Siedlungsstruktur als auch die Streckenführung der Vorgebirgsbahn schon etwas älter sind. Die Siedlungen im Bornheimer Raum waren - Bornheim selbst und Sechtem ausgenommen - an den Hängen des Vorgebirges gelegen. Die fruchtbaren Böden der Ebene waren Kappesland. Die vor über 120 Jahren gebaute Vorgebirgsbahn (damals Meterspur mit kleinen Dampflokomotivchen) führte aus Kostengründen unten in der Ebene an den Orten vorbei. Ihr Zweck war die Erschließung der Dörfer zwischen Köln und Bonn, an denen die Staatsbahn vorbeifuhr. Aber nicht so sehr zum Pendlertransport, sondern um das dort angebaute Gemüse der Kappesbuuren zu den Märkten in Köln und Bonn zu bekommen. Wenn der Bauer wollte, konnte er auch mitfahren.
Auch die Linienführung der Staatsbahn ist historisch nachvollziehbar: Schön gerade von Köln bis Kalscheuren, danach bis ans Brühler Schloß (damals eine Zweigresidenz der preußischen Könige!) und dann wieder in gerader Linie nach Bonn. Die ganzen kleinen Dörfer drumherum interessierten nicht weiter. Wenn ein Ort zufälligerweise(!) unmittelbar an der Strecke liegt, kann man da ja mal einen Bahnhof für den Lokalverkehr errichten. Das ist was ganz anderes als viele Nebenbahnen, die von einem Kirchturm zum nächsten kurvten.
Die Rheinuferbahn hingegen ist von Anfang an als elektrische Schnellbahn mit Lokal- und Güterverkehr zwischen Köln und Bonn konzipiert, konnte aber die wesentlichen Orte bei der Streckenführung nicht ignorieren: Im bebauten Kölner Stadtgebiet direkt am Rhein (da war Platz), dann an Rodenkirchen vorbei zum aufstrebenden Industrieort Sürth, weiter zum Hafen nach Godorf und anschließend neben der Reichsstraße (heutige B 9) nach Bonn hinein. Da das Rheinufer aber schon seit römischen Zeiten besiedelt ist, wurden Orte wie Wesseling oder Hersel zufälligerweise mit bedient. Dass ein Bahnanschluss schon vor über 100 Jahren zum Wachstum der Orte führte ist gut nachvollziehbar.
Hürth liegt doch eher am Rand all dieser Strecken. Alt-Hürth, Hermülheim und Efferen befinden sich an der alten römischen Hauptstraße von Köln nach Trier. Das heutige Hürther Zentrum ist eine Trabantenstadt aus den 1960ern und etwas später, also einer Zeit als der ÖPNV weitgehend als überflüssig angesehen wurde. Das Industriegebiet Knapsack hat man neben die Braunkohletagebaue gebaut und ihm zum Gütertransport einen Gleisanschluss gelegt. Etwas böswillig könnte man also sagen, dass die Hürther schon immer eher der Straße zugeneigt waren und die Schiene mehr am Rande wahrnahmen. Daran hat sich bis heute nur wenig geändert.
Heute haben wir also die Situation, dass es linksrheinisch drei Bahnstrecken von Köln nach Bonn gibt. Alle drei unterscheiden sich durch ihre Streckenführung und alle drei sind gut frequentiert. Und da es im Kölner und Bonner Stadtgebiet keine nennenswerten und bezahlbaren Bauflächen mehr gibt, wird auf das Kappesland ausgewichen.
Doröm kütt dat Jemöös hückzedaach us Spanie un nit mieh us Sechtem un Walberberch. Denn do wunne mer jetz un do es kei Platz mieh för Ääpel, Bunne, Kappes un Schlot.

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: Strizie

Datum: 21.02.21 11:59

TBOAR (bt) schrieb:
Der Unterschied von der Linie 4 zu den Linie 16 und 18 ist, dass die Linie 4 dort enden soll, wo Fuchs und Hase nicht leben möchten, um sich Gute Nacht zu sagen, während 16 und 18 die Metropole und das Metropölchen Köln und Bonn als Verkehrsziele haben.
Aachen als Ziel der 4 wäre sichlich zu weit ... .

Sicherlich liegen beide Linien zwischenorts auch am Rande der Bebauung - bei den Rheindörfern der 16 war das Fahrrad immer schon das Verkehrsmittel der Wahl und bei der 18 entstehen, zumindest im Rhein-Sieg-Kreis, Ortsbuslinien und ein Fahrrad mit elektrischem Motörchen nimmt dem Vüürgebirch jeden schweißtreibenden Schrecken ...
Man kann es so und so sehen. Wohnraum ist in Köln knapp und Teuer also weichen viele ins Umland aus.

Ich finde es gar nicht mal verkehrt, wenn der Schienenstrang schon liegt bevor die Leute dort in neue Wohngebiete ziehen. Köln-Widdersdorf ist ja eher so ein Negativbeispiel und wie man an Köln-Mengenich sieht ist es wesentlich schwieriger einen Schienenstrang nachträglich zu integrieren.

Diese Ortsbuslinien mit dem jetzigen Angebot gibt es ja noch nicht allzu lange. Die politische Haltung im Rhein-Sieg-Kreis hat sich gegenüber dem ÖPNV positiv entwickelt.

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: Strizie

Datum: 21.02.21 12:11

Mich verwundert es sowieso, dass Bornheim sich mit der Ausweisung neuer Wohngebiete relativ zurückhält im Vergleich zu Hürth oder Brühl.

Na ja die Politik in Hürth ist sowieso ein Thema für sich. Man hat den Hürth-Park und baut 15 Minuten Fußweg entfernt ein zweites Einkaufszentrum (Eschweiler Str.), welches miserabel an den ÖPNV angeschlossen ist. Ein solches politisches Handeln muss man nicht begreifen.

Der Hürth-Park dürfte langsam aussterben und UCI wird dort sicherlich auch irgendwann verschwinden.

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: Gernot

Datum: 21.02.21 12:14

Strizie schrieb:
T
Ich finde es gar nicht mal verkehrt, wenn der Schienenstrang schon liegt bevor die Leute dort in neue Wohngebiete ziehen. Köln-Widdersdorf ist ja eher so ein Negativbeispiel und wie man an Köln-Mengenich sieht ist es wesentlich schwieriger einen Schienenstrang nachträglich zu integrieren.

Na ja, die Trasse wurde 50 Jahre frei gehalten. Nur dass den Leuten jetzt der Bau einer Straßenbahn auf der Grünfläche vor dem Balkon, bzw. der Haustür anscheinend nicht mehr vermittelbar war. Obwohl ich gar nicht weiß, ob die Stadt es überhaupt versucht hat, so mit Bürgerinfo usw.. Nachdem der Plan mit dem Tunnel unterm Görlingerzentrum (und der Verlängerungsmöglichkeit Richtung Pesch) gestrichen wurde kam es zu der jetzigen Sparlösung.
Man darf bei Bocklemünd/Mengenich nicht vergessen, dass der alte und der neue Ortsteil auch nach über 50 Jahren klientelmäßig scharf getrennt ist - und zwar genau durch die 50 Jahre freigehaltene Trasse.

Die Bürger in ihren Häuschen im alten Ortsteile sind eher PKW-affin: Die Linie 126 fährt im 30-Minuten-Takt, und niemand stört sich daran. Auch hier gilt Doppel-Garage statt Doppeltraktion.

Durch die 50 Jahre Freihaltung hat sich ein Grünzug entwickelt, den man nicht für eine Bahn hätte opfern wollen, die aus eigener Sicht maximal nice-to-have gewesen wäre. Das hätte eine Bürgerbeteiligung sicher auch ans Licht gebracht.

Die jetzige Linienführung bedient entsprechend die Interessen der sozial benachteiligten Menschen der Hochhäuser im neuen Ortsteil, die ohnehin keine Lobby haben. Insofern kann man sagen: Besser als gar nichts.
Strizie schrieb:
Wenn die Stadt Köln Pförtnerampeln baut muss man auch Alternativen zulassen.

Man kann im Rhein-Erft-Kreis froh sein, wenn überhaupt neue Infrastruktur in Sachen schienengebundener ÖPNV gebaut wird.

Die Stadt Köln hingegen scheint Themen wie Ost-West-Stadtbahn ja lieber aufzuschieben, weil es den Koalitionsfrieden zerstören könnte. Wer so handelt darf sich nicht wundern, dass sich nichts bewegt.

Auch bei den Grünen scheint man der Meinung zu sein in Köln, dass derzeitige Stadtbahnnetz würde mit ein paar Ergänzungen in Zukunft schon ausreichen.

Von einer Machbarkeitsstudie für ein ergänzendes Straßenbahnnetz habe ich bei den Grünen jedenfalls nichts gelesen.

Ich denke viele geplante Projekte die derzeit in Köln im Raum stehen, werden einige hier nur noch im Rentenalter oder gar nicht mehr erleben.
Angesichts von Corona ist es müßig, darüber zu urteilen, ob das bestehende Netz zukünftig ausreichen wird.

Auch wenn es keiner hören will: Eine Rückkehr zu unserem Leben vor Corona wird es mMn nicht geben. Möglicherweise muss die Mobilität nicht nur aus Klimagründen, sondern auch deshalb dauerhaft begrenzt werden.

Und dann wird man sehen, welchen Mobilitätsbwdarf es überhaupt noch gibt...



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.21 20:20.
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