DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 05 - Straßenbahn-Forum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Aktuelle Bilder, Berichte, News, Fragen und Antworten zum Thema Straßenbahn - Sonstiger ÖPNV ist gestattet.
Historische Aufnahmen sind im Historischen Forum willkommen. Hier befindet sich das Bus-Forum (auch für O-Busse).
Seiten: 1 2 3 4 All Angemeldet: -

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: Strizie

Datum: 23.02.21 03:13

215 122-3 schrieb:
Köln hat zwar einen vollwertigen Autobahnring, der allerdings abschnittsweise das Ende seiner Leistungskapazität erreicht hat. Aber wo bleibt ein durchaus sinnvoller S-Bahn Ring? Ach ich habe vergessen, in Köln-Niehl werden ja Stadt PKW, demnächst auch elektrisch gebaut und in Köln haben mehrere Importautohersteller ihre Deutschland-Niederlassung.
Im Süden baut man einfach einen zweiten Ring mit der neuen Brücke bei Godorf. Zusätzlich dazu wird die Rodenkirchener Brücke der A 4 durch ein Neubau ersetzt und spurmäßig noch mal erweitert.

Wie Du siehst nimmt man in Köln und Umland die propagierte Verkehrswende sehr ernst:-))).

Die A 542 bei Langenfeld sollte man auch ohne Probleme bis zur A 4 nach Frechen verlängern können.

Dann fehlt nur noch das Zwischenstück bis zur A 553 und schwupps hat man den westlichen zweiten Autobahnring fertig.
Niemand in Kölner Rathaus, aber auch nicht in der Landes- oder Bundesregierung nimmt die hohlen Worte zur Verkehrswende ernst.
Das sind nur Phrasen wie "familuenfreundlich". Jede Partei hat das in ihrem Wahlprogramm, weil es sich gut liest und schön anhört. Das war's dann aber auch schon. Ende Gelände.

Re: ÖPNV Zukunftspapier Rhein-Erft-Kreis

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 23.02.21 06:52

In dem Papier wird wird von weiter steigenden Pendlerzahlen vor allem nach Köln gesprochen. Diese Prognose müsste durch Corona aber erst einmal eintreffen...

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: Gernot

Datum: 23.02.21 09:01

Strizie schrieb:
215 122-3 schrieb:
Köln hat zwar einen vollwertigen Autobahnring, der allerdings abschnittsweise das Ende seiner Leistungskapazität erreicht hat. Aber wo bleibt ein durchaus sinnvoller S-Bahn Ring? Ach ich habe vergessen, in Köln-Niehl werden ja Stadt PKW, demnächst auch elektrisch gebaut und in Köln haben mehrere Importautohersteller ihre Deutschland-Niederlassung.
Im Süden baut man einfach einen zweiten Ring mit der neuen Brücke bei Godorf. Zusätzlich dazu wird die Rodenkirchener Brücke der A 4 durch ein Neubau ersetzt und spurmäßig noch mal erweitert.

Wie Du siehst nimmt man in Köln und Umland die propagierte Verkehrswende sehr ernst:-))).

Die A 542 bei Langenfeld sollte man auch ohne Probleme bis zur A 4 nach Frechen verlängern können.
Die A 542 ist ein Fragment der einst geplanten A 54. Die sollte im Westen aber nicht nach Frechen führen, sondern über Bedburg und Geilenkirchen bis Sittard. Im Osten war eine Verlängerung über Solingen und Remscheid bis Lüdenscheid geplant.
Zitat:
Dann fehlt nur noch das Zwischenstück bis zur A 553 und schwupps hat man den westlichen zweiten Autobahnring fertig.

Nee, der westliche Teil des zweiten Rings ist schon fertig. Das ist die A 61. Du wirst dich vielleicht wundern, aber die Planung für den zweiten Kölner Autobahnring gab es in den 1970ern wirklich. Was komplett fehlt ist aber der östliche Teil. Der war geplant als Verlängerung der in Bottrop endenden A 31 (Emslandautobahn), die das westliche Ruhrgebiet bei Essen durchqueren und dann über Wuppertal - Remscheid- Overath - Siegburg - Bad Honnef bis ins Ahrtal zur A 61 führen sollte. Das sind alles Planungen aus der Zeit, als das deustche Autobahnnetz im Endausbau mehr als doppelt so lang sein sollte wie das derzeitige Netz.
Dann hat man sich aber entschlossen das alles doch nicht zu bauen, sondern stattdessen den bestehenden Ring zu erweitern. Damals auf 6 Spuren, die inzwischen nicht mehr ausreichen. Also sind das neue Ziel 8 bis 10 Spuren. Wer weiß, wann die nicht mehr ausreichen wenn nicht bald auch beim Güterverkehr auf die Schiene gesetzt wird.

Re: ÖPNV Zukunftspapier Rhein-Erft-Kreis

geschrieben von: Gernot

Datum: 23.02.21 09:09

mannibreuckmann schrieb:
In dem Papier wird wird von weiter steigenden Pendlerzahlen vor allem nach Köln gesprochen. Diese Prognose müsste durch Corona aber erst einmal eintreffen...
Das ist die momentan noch ungeklärte Frage nach den langfristigen Auswirkungen von Corona auf das Mobilitätsverhalten. Die einen gehen davon aus, dass nach dem Ende der Pandemie alles so sein wird wie vorher. Und die anderen meinen, dass man nun das Homeoffice als funktionsfähige(!) Alternative endeckt hat und deshalb die Pendlerzahlen auf einem deutlich niedrigeren Stand bleiben werden. Ich schätze, dass die Wahrheit mal wieder irgendwo in der Mitte liegen wird. Sicherlich gibt es Schreibtischjobs, die an drei von fünf Tagen auch zu Hause erledigt werden können. Aber was ist z.B. mit den ganzen Leuten, die vom Publikumsverkehr leben (Einzelhandel, Gastronomie, Schulen usw.), die zur Zeit aber wegen der Schließung ihrer Arbeitsplätze nicht pendeln?

Re: ÖPNV Zukunftspapier Rhein-Erft-Kreis

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 23.02.21 09:59

Gernot schrieb:Zitat:
Das ist die momentan noch ungeklärte Frage nach den langfristigen Auswirkungen von Corona auf das Mobilitätsverhalten. Die einen gehen davon aus, dass nach dem Ende der Pandemie alles so sein wird wie vorher. Und die anderen meinen, dass man nun das Homeoffice als funktionsfähige(!) Alternative endeckt hat und deshalb die Pendlerzahlen auf einem deutlich niedrigeren Stand bleiben werden. Ich schätze, dass die Wahrheit mal wieder irgendwo in der Mitte liegen wird. Sicherlich gibt es Schreibtischjobs, die an drei von fünf Tagen auch zu Hause erledigt werden können. Aber was ist z.B. mit den ganzen Leuten, die vom Publikumsverkehr leben (Einzelhandel, Gastronomie, Schulen usw.), die zur Zeit aber wegen der Schließung ihrer Arbeitsplätze nicht pendeln?
Ich kenne da eher die Ansicht, dass sich die Fahrgastzahlen mittelfristig wieder auf das alte Niveau anheben, allerdings geben mir zwei Dinge zu denken:

1. Homeoffice wird vermehrt stattfinden, aber deutlich niedriger als jetzt. Nur ein Teil der jetzigen Arbeitnehmer wird weiterhin das Recht auf Homeoffice haben (keine Pflicht!) und dann auch nur ein Tag pro Woche oder zwei Wochen. Das heißt natürlich, dass gegenüber 2019 die Fahrgastzahlen etwas niedriger sein werden. Das wird sich folglich auch nicht gleich über alle Wochentage erstrecken. Man kann annehmen, dass v.a. Freitag, ggf. auch Montag ein Homeoffice-Tag sein wird.
Folglich verlängert es sich noch mehr, bis man die Fahrgastzahlen von 2019 wieder erreicht hat.

2. Es wird stark auf die Gefährdung im ÖV verwiesen, entweder werden öffentliche Verkehrsmittel stärker gemieden und stattdessen auf das Auto umgestiegen (tw. auch auf das Rad), so dass der Einbruch bei Fahrgastzahlen höher ist als im MIV. Das verändert aber auch die Verkehrsgewohnheiten dauerhaft, es werden auch mehr Autos angeschafft, so dass nun von einer Bewegung weg vom ÖV hin zum MIV und zum Rad ausgegangen werdne muss. Und ich zweifle, dass Staus nach dem Pandemie-Ende zum deutlichen Umschwung führen werden...

Insofern sehe ich erst sehr langfristig wieder einen Trend zum ÖV, der die 2019er Fahrgastzahlen überschreiten lässt.

Politisch flankierende Leistungen hin zum ÖV werden auch nicht so kommen, zumal sie finanziert werden müssen und nun das Geld der Krise wegen knapp wird und dann wird sehr gerne im Sozialen, in der Kultur und im öffentlichen Verkehr gespart.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: ÖPNV Zukunftspapier Rhein-Erft-Kreis

geschrieben von: cinéma

Datum: 23.02.21 10:02

Da die Verkehrswende nicht diskutabel ist, denn der Klimawandel diskutiert nicht mit uns, werden wir ihn durchziehen müssen. Alleine das wird dem ÖPNV steigende Zahlen bescheren. Weiterhin haben wir eine steigende Weltbevölkerung, Deutschland ist ein reiches Land, also werden weiterhin viele Menschen hier hinkommen, um am Reichtum teil zu haben. Auch das wird einen steigenden Verkehr zur Folge haben denke ich.
Im Übrigen ist Homeoffice hoch umstritten, es gibt eine Menge Leute, die vom Homeoffice die Schn… gestrichen voll haben. Man mache mal Homeoffice mit kleinen Kindern – viel Spaß dabei!

Re: [K]/[BM] Stadtbahn nach Bergheim-Niederaussem ...

geschrieben von: Strizie

Datum: 23.02.21 11:18

Mag sein 1970 habe ich noch nicht existiert. Fakt ist aber, dass man weiterhin sehr viel auf die Straße setzt trotz der propagierten Verkehrswende.

Die geplante Stadtbahn in Niederkassel kann man ja schon als Großprojekt für den ÖPNV bezeichnen, welches es mal alle 25-50 Jahre gibt.

Re: ÖPNV Zukunftspapier Rhein-Erft-Kreis

geschrieben von: Strizie

Datum: 23.02.21 11:30

Darüber lässt sich streiten. Der Reichtum in diesem Land wird immer mehr von unten nach oben verteilt.

Die Sozialtickets gibt es ja nicht umsonst.

Und das mit der Verkehrswende kann man kaum ernst nehmen.

Klar es fließt wieder mehr Geld in den SPNV und ÖPNV allerdings wird immer noch wesentlich mehr in den Straßenbau investiert.

Es wäre Bund und Land sicherlich möglich dies entsprechend zu ändern nur der Wille ist eben nicht da.

Re: ÖPNV Zukunftspapier Rhein-Erft-Kreis

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 23.02.21 11:59

Strizie schrieb:
Zitat:
Darüber lässt sich streiten. Der Reichtum in diesem Land wird immer mehr von unten nach oben verteilt.
Durchaus ein sehr wichtiges Thema, zumal sich das gerade auch sehr deutlich in der Krise zeigt.
Wenn du dazu noch anmerken würdest, dass Friday for Future eher ein Thema einer elitären Gesellschaftsschicht ist (genauso wie es die 68er Studentenbewegung auch war), sagt das noch mehr aus. Zumal man hier auch den Kontrast zwischen reichen Städtern und eher ärmerer Landbevölkerung machen...


Strizie schrieb:
Zitat:
Die Sozialtickets gibt es ja nicht umsonst.
Deswegen habe ich als einen der beliebtesten Sparbereiche das Thema "Soziales" genannt, jetzt kannst du mal raten, wo dann schnell der Rotstift angesetzt werden könnte...


Strizie schrieb:
Zitat:
Und das mit der Verkehrswende kann man kaum ernst nehmen.
Zumal politisch die Antriebswende (des PKW) gerne als Verkehrswende missverstanden wird, obwohl eine Verkehrswende viel weitergehender ist, als nur der Wechsel von Verbrennungsmotor fossiler Brennstoffe hin zu einem Elektromotor in einem PKW.


Strizie schrieb:
Klar es fließt wieder mehr Geld in den SPNV und ÖPNV allerdings wird immer noch wesentlich mehr in den Straßenbau investiert.

Es wäre Bund und Land sicherlich möglich dies entsprechend zu ändern nur der Wille ist eben nicht da.
Wenn sich nach der Krise wieder stärker Staus bilden, in denen auch jene stehen, die sich frisch in der Krise und danach neue Autos angeschafft haben, kommt das genauso wieder hervor.

Man zudem natürlich auch verstehen, dass hier mehrere Punkte zusätzlich dazu kommen:
1. Politische Akteure kommen eher von älteren Alterskohorten. Dementsprechend ist hier Gesellschaftsbild geprägt. Insbesondere die Volksparteien haben hier ein größeres Problem
2. Die relevanten Wähler werden ebenso immer älter, was wiederum eher dazu führt, dass Rentenpolitik relevanter ist als Politik, die sich auf lange Zeit (mehrere Legislaturperioden!) positiv auswirken kann.

Man sieht ja zudem an der aktuellen Krise: Kurzfristigen Entwicklungen wird schneller reagiert als langfristigen. Man hätte beispielsweise beim ersten Lockdown massiv und schnell in die Schulen investieren müssen, anstatt sie außer Acht zu lassen - dieser Schaden lässt sich derzeit gar nicht erst beziffern. Es wird ja nicht nur dazu führen, dass großen Teilen einer Generation über eineinhalb Jahre Bildung fehlen wird und dementsprechend ihr späteres Einkommen massiv schlechter wird. Andere Schäde - bspw. psychischer Art - werden erst auf sehr langer Zeit sichtbar werden. Dagegen kann man Corona-Infizierte und Corona-Tote sehr gut messen (auch wenn das beides die Aluhut-Fraktion nicht wahrhaben will)....

Genauso läuft es mit der globalen Erwärmung bzw. dem menschengemachten Klimawandel auch (ich finde das Wort "Klimawandel" persönlich sehr unpassend, weil es impliziert, dass Klima etwas sehr stabiles wäre): Dessen Auswirkungen werden nur in sehr langen Vergleichszeiträumen sichtbar und diese reichen nicht aus um schockmäßig Gewohnheiten massiv zu brechen und zu ändern. Aber ebenso wenig, um Gewohnheitswandel einzuleiten.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: ÖPNV Zukunftspapier Rhein-Erft-Kreis

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 23.02.21 14:22

Gernot schrieb:
Aber was ist z.B. mit den ganzen Leuten, die vom Publikumsverkehr leben (Einzelhandel, Gastronomie, Schulen usw.), die zur Zeit aber wegen der Schließung ihrer Arbeitsplätze nicht pendeln?
Sicher wird man in den Schulen irgendwann zum Präsenzunterricht zurückkehren, die Frage ist nur, in welchem Umfang. Schon jetzt stellen Lehrer fest, dass Distanzunterricht nicht nur eine coronabedingte Krücke darstellt, sondern je nach Fach und Alter der Schüler durchaus auch Vorteile haben kann, die man auch zukünftig nutzen sollte.

Bei Einzelhandel und Gastronomie wird man sehen müssen, was davon noch übrig ist nach Corona - oder ob dann schon Online-Versände und Bringdienste ihre Schäfchen ins Trockene gebracht und die Kunden dauerhaft ans sich gebunden haben.

Grundsätzlich geht es bei der Verkehrswende ja nicht nur um die Verlagerung von Verkehr im Sinne von MIV -> ÖPNV, sondern auch um die Verringerung von Verkehr insgesamt. Insofern ist es sinnvoll, dass die Menschen mehr zu Hause machen, anstatt ständig irgendwo hinzufahren.

Re: ÖPNV Zukunftspapier Rhein-Erft-Kreis

geschrieben von: cinéma

Datum: 23.02.21 14:32

mannibreuckmann schrieb:
Sicher wird man in den Schulen irgendwann zum Präsenzunterricht zurückkehren, die Frage ist nur, in welchem Umfang. Schon jetzt stellen Lehrer fest, dass Distanzunterricht nicht nur eine coronabedingte Krücke darstellt, sondern je nach Fach und Alter der Schüler durchaus auch Vorteile haben kann, die man auch zukünftig nutzen sollte.
Ja? Welche Lehrer stellen das fest? Meine Frau ist Lehrerin, ihre Erfahrungen verlaufen vollkommen konträr zu dem, was Du hier schreibst. Distanzunterricht erhöht massiv die Ungleichheit, schwächere Schüler bleiben auf der Strecke. Sozial schlechter gestellte Familien können ebenfalls nicht mithalten.

Re: ÖPNV Zukunftspapier Rhein-Erft-Kreis

geschrieben von: Gernot

Datum: 23.02.21 15:42

cinéma schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
Sicher wird man in den Schulen irgendwann zum Präsenzunterricht zurückkehren, die Frage ist nur, in welchem Umfang. Schon jetzt stellen Lehrer fest, dass Distanzunterricht nicht nur eine coronabedingte Krücke darstellt, sondern je nach Fach und Alter der Schüler durchaus auch Vorteile haben kann, die man auch zukünftig nutzen sollte.
Ja? Welche Lehrer stellen das fest? Meine Frau ist Lehrerin, ihre Erfahrungen verlaufen vollkommen konträr zu dem, was Du hier schreibst. Distanzunterricht erhöht massiv die Ungleichheit, schwächere Schüler bleiben auf der Strecke. Sozial schlechter gestellte Familien können ebenfalls nicht mithalten.
Dem kann ich nur zustimmen. Ich hab mich in den letzten Moanten öfters mit Lehrern/innen unterhalten und auch mit einer ganzen Menge Schülern/innen. Da habe ich niemanden gesprochen, der den Distanzunterricht der Präsenz vorziehen möchte, auch wenn einige Schüler das am Anfang cool fanden weil sie sich besser den Lehrern entziehen konnten.
Mag sein, dass Homeoffice nach Corona stärker genutzt wird, aber die Zahl der Pendler dürfte sich bestenfalls um 10% verringern.

Re: ÖPNV Zukunftspapier Rhein-Erft-Kreis

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 23.02.21 17:09

cinéma schrieb:
mannibreuckmann schrieb:
Sicher wird man in den Schulen irgendwann zum Präsenzunterricht zurückkehren, die Frage ist nur, in welchem Umfang. Schon jetzt stellen Lehrer fest, dass Distanzunterricht nicht nur eine coronabedingte Krücke darstellt, sondern je nach Fach und Alter der Schüler durchaus auch Vorteile haben kann, die man auch zukünftig nutzen sollte.
Ja? Welche Lehrer stellen das fest? Meine Frau ist Lehrerin, ihre Erfahrungen verlaufen vollkommen konträr zu dem, was Du hier schreibst. Distanzunterricht erhöht massiv die Ungleichheit, schwächere Schüler bleiben auf der Strecke. Sozial schlechter gestellte Familien können ebenfalls nicht mithalten.
Es stimmt, dass sozial schwächere Schüler derzeit durch den Distanzunterricht benachteiligt sind. Das spricht aber nicht grundsätzlich gegen Distanzunterricht, sondern es zeigt, dass bei uns gesellschaftlich ganz andere Schuhe drücken, die in einer Krise wie derzeit eben besonders ins Gewicht fallen.
Seiten: 1 2 3 4 All Angemeldet: -